Mütter- und Schwangerenforum

Werte/Überzeugung und Konsequenz

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11.02.2013 16:18
Zitat von zartbitter:

wow, anja, echt ein tolles thema!!! gleich mal gemerkt
...........
so, zum thema...
also um auf deine beispiele einzugehen - kirche... naja, für mich ist kirche mittlerweile eine kommerzielle geschichte, deswegen hätte ich keine skrupel ungläubig, kirchlich zu heiraten - da mein freund aber nun auch austreten will, wird das dann eh nicht gehen.
zum thema - werte haben nur solange bestand, bis es schwierig wird. naja, im grunde bin ich schon so orientiert, dass ich gerne den weg des geringsten widerstands gehe. warum? weil ich nur dieses eine leben hab somit will ich meine zeit nicht mit streit, verzicht, unnötiges verteidigen irgendwelcher ideale, die mir nichts bringen, vergeuden. ist es ego-style? sicherlich... ich hab auch prinzipien, die ich nicht breche - ich esse bestimmte tiere nicht, ich unterstütze tierheime (je nachdem, wie es zeitlich ausgeht, entweder tatkräftig oder finanziell)... all das ist klar, aber bewusst und absichtlich sich das leben schwer machen? seh ich keinen grund dazu.
um es mit den worten der hosen zu sagen:
"ich will nicht ins paradies.. wenn der weg dorthin so schwierig ist! ich stelle keinen antrag auf asyl! meinetwegen bleib ich hier..."


Muss ich so unterschreiben.

Habe ja auch gesagt: Hinter der Meinung stehen - gut
Für meine Meinung mein Leben riskieren, keinen Job haben, kein Geld haben... - nein

Da gibts ne Grenze bei mir und ich würd auch meine Kleinen wegen meiner Meinung ned absichtlich zu Außenseitern machen, abgrenzen...
Hosenmatz
1608 Beiträge
11.02.2013 16:21
Zitat von zartbitter:

aktuell stehe ich zb ein wenig im zwiespalt mit meinen werten... grundsätzlich will ich zeitarbeitsfirmen nicht unterstützen, ABER... ich hab ein gutes angebot für einen job als personaldisponentin (näheres erfahre ich morgen um 10uhr) bekommen. tja... wir reden hier von 10km arbeitsweg statt 60km, also spritverbrauch, ZEIT, etc.... aber es ist eben zeitarbeit also für mich wärs keine, aber ich würde dieses system unterstützen. ich bin ehrlich - mir überfordert diese situation ein wenig.

Hm...du könntest aber von Innen herauß was ändern...
Denk andersherum...würdest du den Job in der Zeitarbeit aufgeben für deinen Jetzigen?
June87
1201 Beiträge
11.02.2013 16:23
Zitat von Anja_MTK:

Zitat von June87:

Zitat von zartbitter:

aktuell stehe ich zb ein wenig im zwiespalt mit meinen werten... grundsätzlich will ich zeitarbeitsfirmen nicht unterstützen, ABER... ich hab ein gutes angebot für einen job als personaldisponentin (näheres erfahre ich morgen um 10uhr) bekommen. tja... wir reden hier von 10km arbeitsweg statt 60km, also spritverbrauch, ZEIT, etc.... aber es ist eben zeitarbeit also für mich wärs keine, aber ich würde dieses system unterstützen. ich bin ehrlich - mir überfordert diese situation ein wenig.


Wie schon gesagt, Menschen handeln zum eigenen Vorteil. Wenn fuer dich die Vorteile ueberwiegen, wuerde ich die neue Stelle antreten. Zeitarbeitsfirmen find ich auch mist, aber auch wenn du den Job nicht annimmst, macht ihn jemand anderes.

Ich denk mir manchmal auch, ob es wirklich einen Unterschied macht, ob ich mich gegen erwas auflehne, an dem ich rein prinzipiell nichts aendern kann. Sollten wir unsere Zeit und Bemuehungen vllt auf Missstaende konzentrieren, bei denen wir etwas veraendern und bewirken koennen?

Zarti,
ich kann DEine Gründe sehr verstehen, wirklich. Aber ich wäre in dem Fall konsequent: keine Zeitarbeit ...
Aber es ist Deine Entscheidung, was Dir wichtig ist. Natürlich macht den Job jemand anderes wie June87 schrieb, genauso wie mein alter Job von jemand anderen gemacht wurde, aber ich für mich persönlich möchte das nicht und die Frage ist immer: wenn alle sich weigern würden... ach ja ...


vielleicht koennte sie ja sogar in ihrer neuen Position in der Zeitarbeitsfirma die Situation fuer die Angestellten dort deutlich verbessern
Man kann die meisten Sachen von mehreren Seiten betrachten
June87
1201 Beiträge
11.02.2013 16:23
Zitat von Hosenmatz:

Zitat von zartbitter:

aktuell stehe ich zb ein wenig im zwiespalt mit meinen werten... grundsätzlich will ich zeitarbeitsfirmen nicht unterstützen, ABER... ich hab ein gutes angebot für einen job als personaldisponentin (näheres erfahre ich morgen um 10uhr) bekommen. tja... wir reden hier von 10km arbeitsweg statt 60km, also spritverbrauch, ZEIT, etc.... aber es ist eben zeitarbeit also für mich wärs keine, aber ich würde dieses system unterstützen. ich bin ehrlich - mir überfordert diese situation ein wenig.

Hm...du könntest aber von Innen herauß was ändern...
Denk andersherum...würdest du den Job in der Zeitarbeit aufgeben für deinen Jetzigen?


genau das hab ich gerade auch ueberlegt
Hosenmatz
1608 Beiträge
11.02.2013 16:24
Zitat von June87:

Zitat von Hosenmatz:

Zitat von zartbitter:

aktuell stehe ich zb ein wenig im zwiespalt mit meinen werten... grundsätzlich will ich zeitarbeitsfirmen nicht unterstützen, ABER... ich hab ein gutes angebot für einen job als personaldisponentin (näheres erfahre ich morgen um 10uhr) bekommen. tja... wir reden hier von 10km arbeitsweg statt 60km, also spritverbrauch, ZEIT, etc.... aber es ist eben zeitarbeit also für mich wärs keine, aber ich würde dieses system unterstützen. ich bin ehrlich - mir überfordert diese situation ein wenig.

Hm...du könntest aber von Innen herauß was ändern...
Denk andersherum...würdest du den Job in der Zeitarbeit aufgeben für deinen Jetzigen?


genau das hab ich gerade auch ueberlegt

Isidoro
1214 Beiträge
11.02.2013 16:25
Zitat von Mausi88:

Muss ich so unterschreiben.

Habe ja auch gesagt: Hinter der Meinung stehen - gut
Für meine Meinung mein Leben riskieren, keinen Job haben, kein Geld haben... - nein

Da gibts ne Grenze bei mir und ich würd auch meine Kleinen wegen meiner Meinung ned absichtlich zu Außenseitern machen, abgrenzen...


Da schließe ich mich dir an.
11.02.2013 16:25
Zitat von Mausi88:

Zitat von zartbitter:

wow, anja, echt ein tolles thema!!! gleich mal gemerkt
...........
so, zum thema...
also um auf deine beispiele einzugehen - kirche... naja, für mich ist kirche mittlerweile eine kommerzielle geschichte, deswegen hätte ich keine skrupel ungläubig, kirchlich zu heiraten - da mein freund aber nun auch austreten will, wird das dann eh nicht gehen.
zum thema - werte haben nur solange bestand, bis es schwierig wird. naja, im grunde bin ich schon so orientiert, dass ich gerne den weg des geringsten widerstands gehe. warum? weil ich nur dieses eine leben hab somit will ich meine zeit nicht mit streit, verzicht, unnötiges verteidigen irgendwelcher ideale, die mir nichts bringen, vergeuden. ist es ego-style? sicherlich... ich hab auch prinzipien, die ich nicht breche - ich esse bestimmte tiere nicht, ich unterstütze tierheime (je nachdem, wie es zeitlich ausgeht, entweder tatkräftig oder finanziell)... all das ist klar, aber bewusst und absichtlich sich das leben schwer machen? seh ich keinen grund dazu.
um es mit den worten der hosen zu sagen:
"ich will nicht ins paradies.. wenn der weg dorthin so schwierig ist! ich stelle keinen antrag auf asyl! meinetwegen bleib ich hier..."


Muss ich so unterschreiben.

Habe ja auch gesagt: Hinter der Meinung stehen - gut
Für meine Meinung mein Leben riskieren, keinen Job haben, kein Geld haben... - nein

Da gibts ne Grenze bei mir und ich würd auch meine Kleinen wegen meiner Meinung ned absichtlich zu Außenseitern machen, abgrenzen...


Ich galube manchmal reden wir alle ein Stück weit aneinander vorbei.
Niemand würde sein Leben oder das seiner Kinder freiwillig auf Spiel setzten,aber wenn MEIN Leben 1000 anderen das Leben rettet und oder leichter macht,dann müsste ich darüber nachdenken.
Und ich rede jetzt nicht von "Kinkerlitzchen"wie Steuersenkungen,sondern von Völkermorden,Kinderhandel etc.
Dann dürfte kein Soldat seinem Land dienen,kein Polizist seinen Dienst tun.
June87
1201 Beiträge
11.02.2013 16:27
Zitat von Deirdre13:

Respektlosigkeit und Opportunismus lehne ich absolut ab und werde dies auch meinem Kind weitergeben.

Besagter Thread ist voll davon! Ganz erbärmliche Vorstellung ist das.


Also, ich glaub, dass man da evtuell schon ein bisschen differenzieren darf!! Opportunismus ist nicht zwangslaeufig mit "ueber Leichen gehen" gleichzusetzen. Und man muss auch nicht respektlos sein, wenn man seinen eigenen Vorteil im Auge hat. Ich glaube ausserdem, dass man das ganze unterbewusst macht. Ich wache zumindest morgens nicht auf und denke "wie kann ich heute alles am allerbesten fuer mich selbst gestalten und allen anderen Menschen dabei noch ordentlich ans Bein pinkeln"...
11.02.2013 16:28
Ganz ernsthaft und auch wenns böse klingt: Selbst wenn durch meinen Tod 1 Million Menschen gerettet werden würden - ich würds nicht tun, könnt ich nicht.
Hosenmatz
1608 Beiträge
11.02.2013 16:30
Zitat von Mausi88:

Ganz ernsthaft und auch wenns böse klingt: Selbst wenn durch meinen Tod 1 Million Menschen gerettet werden würden - ich würds nicht tun, könnt ich nicht.

Wen unter diesen Millionen deine Familie wäre?
11.02.2013 16:30
Zitat von June87:

Zitat von Hosenmatz:

Zitat von zartbitter:

aktuell stehe ich zb ein wenig im zwiespalt mit meinen werten... grundsätzlich will ich zeitarbeitsfirmen nicht unterstützen, ABER... ich hab ein gutes angebot für einen job als personaldisponentin (näheres erfahre ich morgen um 10uhr) bekommen. tja... wir reden hier von 10km arbeitsweg statt 60km, also spritverbrauch, ZEIT, etc.... aber es ist eben zeitarbeit also für mich wärs keine, aber ich würde dieses system unterstützen. ich bin ehrlich - mir überfordert diese situation ein wenig.

Hm...du könntest aber von Innen herauß was ändern...
Denk andersherum...würdest du den Job in der Zeitarbeit aufgeben für deinen Jetzigen?


genau das hab ich gerade auch ueberlegt

Da bin ich vielleicht desillusioniert.
Ich glaube, mit der Unternehmensphilosophie muß man erstmal grundsätzlich einhergehen, sonst wird es immer schwer ... wenn man das haben will, o.k. .. aber ich glaube, daß man da als Disponent nicht so viele Möglichkeiten hat, da was angenehmer zu gestalten? Da wird es standardisierte Vorgehensweise geben, denen zu folgen ist. WEnn die Verbesserungen für Arbeitnehmer mehr Geld koten, wird es noch schwieriger.
Aber das sind eben meine Erfahrungen mit Unternehmen: Geh konform mit der Richtung des Unternehmens und dann finden sich auch kleine Wege, wo man was bewirken. Aber wenn man grundsätzlich mit der Branche, Unternehmensphilosophie ein Problem hat ... nun ja ...
Wie gesagt .. meine Erfahrung. Ich habe aber auch bisher nur in großen und eher sehr großen Firmen gearbeitet (also das kleinste waren 4000 Mitarbeiter)
11.02.2013 16:32
Zitat von Mausi88:

Ganz ernsthaft und auch wenns böse klingt: Selbst wenn durch meinen Tod 1 Million Menschen gerettet werden würden - ich würds nicht tun, könnt ich nicht.

Ich glaube, diese Frage zu beantworten, ist nicht einfach ... Es kommt ja nicht aus heiterem Himmel, daß man da davor steht, sondern da steht ja oft ein langer Kampf am Anfang oder auch ein innerer Prozeß.

Aber welche Unannehmlichkeiten würdest Du denn in Kauf nehmen?
11.02.2013 16:34
Zitat von DieW:

Zitat von Mausi88:

Zitat von zartbitter:

wow, anja, echt ein tolles thema!!! gleich mal gemerkt
...........
so, zum thema...
also um auf deine beispiele einzugehen - kirche... naja, für mich ist kirche mittlerweile eine kommerzielle geschichte, deswegen hätte ich keine skrupel ungläubig, kirchlich zu heiraten - da mein freund aber nun auch austreten will, wird das dann eh nicht gehen.
zum thema - werte haben nur solange bestand, bis es schwierig wird. naja, im grunde bin ich schon so orientiert, dass ich gerne den weg des geringsten widerstands gehe. warum? weil ich nur dieses eine leben hab somit will ich meine zeit nicht mit streit, verzicht, unnötiges verteidigen irgendwelcher ideale, die mir nichts bringen, vergeuden. ist es ego-style? sicherlich... ich hab auch prinzipien, die ich nicht breche - ich esse bestimmte tiere nicht, ich unterstütze tierheime (je nachdem, wie es zeitlich ausgeht, entweder tatkräftig oder finanziell)... all das ist klar, aber bewusst und absichtlich sich das leben schwer machen? seh ich keinen grund dazu.
um es mit den worten der hosen zu sagen:
"ich will nicht ins paradies.. wenn der weg dorthin so schwierig ist! ich stelle keinen antrag auf asyl! meinetwegen bleib ich hier..."


Muss ich so unterschreiben.

Habe ja auch gesagt: Hinter der Meinung stehen - gut
Für meine Meinung mein Leben riskieren, keinen Job haben, kein Geld haben... - nein

Da gibts ne Grenze bei mir und ich würd auch meine Kleinen wegen meiner Meinung ned absichtlich zu Außenseitern machen, abgrenzen...


Ich galube manchmal reden wir alle ein Stück weit aneinander vorbei.
Niemand würde sein Leben oder das seiner Kinder freiwillig auf Spiel setzten,aber wenn MEIN Leben 1000 anderen das Leben rettet und oder leichter macht,dann müsste ich darüber nachdenken.
Und ich rede jetzt nicht von "Kinkerlitzchen"wie Steuersenkungen,sondern von Völkermorden,Kinderhandel etc.
Dann dürfte kein Soldat seinem Land dienen,kein Polizist seinen Dienst tun.


Diesen Gedanken hatte ich gestern auch schon bei dem anderen Thema ... das es eben Soldaten gibt, die für den Kampf sterben. Polizisten für die Sicherheit anderer ihr Leben teilweise auch riskieren...
Hosenmatz
1608 Beiträge
11.02.2013 16:35
Zitat von Anja_MTK:

Zitat von June87:

Zitat von Hosenmatz:

Zitat von zartbitter:

aktuell stehe ich zb ein wenig im zwiespalt mit meinen werten... grundsätzlich will ich zeitarbeitsfirmen nicht unterstützen, ABER... ich hab ein gutes angebot für einen job als personaldisponentin (näheres erfahre ich morgen um 10uhr) bekommen. tja... wir reden hier von 10km arbeitsweg statt 60km, also spritverbrauch, ZEIT, etc.... aber es ist eben zeitarbeit also für mich wärs keine, aber ich würde dieses system unterstützen. ich bin ehrlich - mir überfordert diese situation ein wenig.

Hm...du könntest aber von Innen herauß was ändern...
Denk andersherum...würdest du den Job in der Zeitarbeit aufgeben für deinen Jetzigen?


genau das hab ich gerade auch ueberlegt

Da bin ich vielleicht desillusioniert.
Ich glaube, mit der Unternehmensphilosophie muß man erstmal grundsätzlich einhergehen, sonst wird es immer schwer ... wenn man das haben will, o.k. .. aber ich glaube, daß man da als Disponent nicht so viele Möglichkeiten hat, da was angenehmer zu gestalten? Da wird es standardisierte Vorgehensweise geben, denen zu folgen ist. WEnn die Verbesserungen für Arbeitnehmer mehr Geld koten, wird es noch schwieriger.
Aber das sind eben meine Erfahrungen mit Unternehmen: Geh konform mit der Richtung des Unternehmens und dann finden sich auch kleine Wege, wo man was bewirken. Aber wenn man grundsätzlich mit der Branche, Unternehmensphilosophie ein Problem hat ... nun ja ...
Wie gesagt .. meine Erfahrung. Ich habe aber auch bisher nur in großen und eher sehr großen Firmen gearbeitet (also das kleinste waren 4000 Mitarbeiter)

Ich habe viele Jahre einen Job gemacht den in anfangs gut fand(Bezahlung,Spesenkonto...ect.),aber die letzten Jahre nur noch in Frage gestellt habe.Ich mußte mich zuletzt überwinden aufzustehn...meine SS nahm mir die,immer wieder aufgeschobene, Entscheidung ab.
Heute bin ich froh und dankbar das machen zu können was ich möchte.
11.02.2013 16:37
Zitat von Hosenmatz:

Zitat von Mausi88:

Ganz ernsthaft und auch wenns böse klingt: Selbst wenn durch meinen Tod 1 Million Menschen gerettet werden würden - ich würds nicht tun, könnt ich nicht.

Wen unter diesen Millionen deine Familie wäre?



Gemeine Frage die ich so ned beantworten kann ohne in der Situation zu sein, tut mir leid.

Ich denke ned das ich es könnte, aber wie gesagt, kann ich so ned sagen.
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