Mütter- und Schwangerenforum

Kind ist gemein und hört nicht

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Anonym 1 (212179)
0 Beiträge
19.11.2025 22:04
Es geht um meinen Sohn, er geht in den KiGa und wird nächstes Jahr eingeschult.

Im Prinzip macht er es gut im Kindergarten, ist vielen Voraus und schlau.

Allerdings bringt er mich, meinen Mann und die Oma an unsere Grenzen. Er dreht manchmal auf und hört nicht auf uns, provoziert mit gemeinen Wörtern und schubst, hält andauernd uns die Füsse ins Gesicht. Das Kind ins Bett zu bringen ist jeden Abend eine Qual, er schläft erst gegen 22 Uhr ein, da er sein Bett für eine Turnmatratze hält. Wenn wir ihn dann auffordern, damit aufzuhören, lacht er, macht weiter und nimmt uns nicht ernst. Oft bin ich dann an meinen Grenzen und schreie ihn an, er lacht und macht weiter mit den Provokationen. Leider muss ich ihn dann immer bestrafen mit TV Entzug, Hausarrest, Süssigkeitenverbot oder ähnlich. Morgens bringe ich ihn nur sehr schwer aus dem Bett, es gibt immer Streit.

Vielleicht hat irgendwer Tipps, oder kann mir einfach mal nett zureden.
Ob ich das beim Kinderarzt ansprechen soll?

Dieses Thema wurde anonym erstellt, weil:

Ich traue mich nicht, es öffentlich anzusprechen, fühle mich wie eine Versagerin

Anonym 2 (212179)
0 Beiträge
19.11.2025 23:03
Ich hab keinen wirklichen Tipp gerade, aber ich möchte dir sagen das du nicht alleine damit bist.
Arielle30
3196 Beiträge
20.11.2025 06:54
Ziehst du deine Konsequenzen auch wirklich durch?
Anonym 3 (212179)
0 Beiträge
20.11.2025 08:25
Mein Schulkind 2. Klasse auch. Ihre Wörter sind wie Gift und ich muss es ihr auch immer wieder sagen, dass sie netter sein soll.
Sie ist mit ihren Wörtern extrem frech.
Anonym 4 (212179)
0 Beiträge
20.11.2025 09:04
Bei uns ist es nicht anders. Es fing mit 5 an, nun wird sie 9 und es wird immer schlimmer. Sie provoziert, Schimpfwörter und ihr ist eh alles egal was ich sage.

Hab daher leider auch keinen Rat.
Anonym 1 (212179)
0 Beiträge
20.11.2025 11:35
Zitat von Arielle30:

Ziehst du deine Konsequenzen auch wirklich durch?


Ja, das gibt dann immer noch mehr Streit…
Anonym 5 (212179)
0 Beiträge
20.11.2025 12:03
Auch negative Aufmerksamkeit ist eine Aufmerksamkeit, je mehr du schreist, desto mehr Aufmerksamkeit gibst du ihm damit.
Mein Sohn war da genauso, er hat allerdings eine Wahrnehmungsstörung und Provokation, schreien, schimpfen, nicht hören etc sind noch immer an der Tagesordnung. Ich würde es mal beim Kinderarzt ansprechen und ihn gegebenenfalls austesten lassen.
Nickitierchen
26626 Beiträge
20.11.2025 16:13
Hey hey,

Wackelzahnpubertät ist ein wildes Pflaster.

Ich habe 3 adhs kiddos und vor allem kenne ich das motzen, schimpfen toben und abends nicht ins bett kommen.

Hier läuft jeder Abend beim 8jährigen gleich ab und trotzdem schläft er erst 20.30. Nach zum Teil toben, schreien und beleidigen, weil ich doofe Mama ihn beim Spielen stören muss. Und muss um 6.30 hoch. Das leben gibt nun mal Rahmenbedingungen vor.

Konsequenzen, die auf anstrengendes Verhalten vom Abend davor resultieren, haben keine Verbindung mehr zum Verhalten. Bor allem sowas wie Medienverbot, Süssigkeitenverbot. Dass hat keinerlei bezug zum verhalten. Die Konsequenz ist eher: du schreist mich an, pöbelst mich an, haust mich und lachst mich aus: dann gehe ich jetzt, weil meine Grenze hiermit überschritten ist.
Und dann verlassen ich den Raum und sage in 5 Minuten komme ich wieder und dann hat er noch ne Chance mit mir gemeinsam zu kuscheln und einzuschlafen.

"Auslachen" in dem Alter ist oft ein Verhalten, was aus Verlegenheit passiert. Sie wissen nicht, was sie machen sollen und lachen aus. Weiln ihnen die bekannten verhaltensoptionen ausgehen. Du kannst ganz viel Benennen: was genau stört mich. Was verletzt mich. Wie kann das kind anders reagieren. Viele Kinder müssen das erst ganz genau lernen.

Was ihr euch dringend abgewöhnen solltet, ist, dass Gefühl von Verhalten persönlich zu nehmen.
Ihr seid die Erwachsenen.
Das kind ist das kind.
Ihr solltet das toben. Schreien und schimpfen an euch abprallen lassen.
Die Wörter.
Die füsse im Gesicht.
Ihr seid die großen und es sollte euch nicht bei allem auf die Palme bringen lassen.
Und das sage ich als adhslerin. Ich bin grandios darin, wie ein kind mit meinen kindern um die Wette zu (anzu)schreien. Das passiert wohl den meisten mal.

Aber die Absolute Grundhaltung sollte sein: Teflon. Du willst mich anstänkern und triggern. Nö. Es prallt an mir ab. Ich bin Teflon, ich nehme deine innere Unruhe, die du nach außen trägst, nicht an. Ich bin ich und ich bin die Erwachsene person und ich bleibe so ruhig, wie es geht, denn ich sehe: du kannst dich grade nicht regulieren und brauchst dabei hilfe. Und es ist meine Aufgabe, die dabei zu helfen.

Denn KEINES dieser Verhalten ist absichtlich böse oder so gemeint. Es scheinen die Strategie zu sein, Anspannung loszuwerden und Reaktionen hervorzurufen.

Fragt das kind, jetzt wo es ja schon groß ist, wie ein Abend am besten in der Kitazeit aussehen soll?

Macht für die Schritte: abendbrot, tv-zeit, Zähneputzen, umziehen, spielen, aufräumen, pieseln, Buchladen, kuscheln (oder wie bei euch Etappen abends sind) Bilder, einlaminieren und dann als ablaufen an die türkleben und mit einer klammer anzeigen, was dran ist oder was fertig ist. Oder Bilder auf dina4 kleben, einlaminieren und mit folienstift abends abstreichen.

Routine Routine Routine ist das ätzende zauberwort. Ich weiß, wovon ich rede.

Und diese auch Durchhalten. Auch wenn es einige Tage oder auch 2 Wochen dauert. Kinder trauen den braten nicht, dass wir das Durchhalten.
Aber wie gesagt, mit dem kind auch besprechen, es soll sich wohlfühlen.

Und wenn abends klappt, DANN ERST verhalten zb bei der Oma ändern. Oder auf dem Spielplatz. Eine Sache zur Zeit.
Abends macht am meisten Sinn, weil dann das aufstehen und die energie besser klappen am Tag.

Fühl dich gedrückt.

Anonym 1 (212179)
0 Beiträge
23.11.2025 09:23
Zitat von Nickitierchen:

Hey hey,

Wackelzahnpubertät ist ein wildes Pflaster.

Ich habe 3 adhs kiddos und vor allem kenne ich das motzen, schimpfen toben und abends nicht ins bett kommen.

Hier läuft jeder Abend beim 8jährigen gleich ab und trotzdem schläft er erst 20.30. Nach zum Teil toben, schreien und beleidigen, weil ich doofe Mama ihn beim Spielen stören muss. Und muss um 6.30 hoch. Das leben gibt nun mal Rahmenbedingungen vor.

Konsequenzen, die auf anstrengendes Verhalten vom Abend davor resultieren, haben keine Verbindung mehr zum Verhalten. Bor allem sowas wie Medienverbot, Süssigkeitenverbot. Dass hat keinerlei bezug zum verhalten. Die Konsequenz ist eher: du schreist mich an, pöbelst mich an, haust mich und lachst mich aus: dann gehe ich jetzt, weil meine Grenze hiermit überschritten ist.
Und dann verlassen ich den Raum und sage in 5 Minuten komme ich wieder und dann hat er noch ne Chance mit mir gemeinsam zu kuscheln und einzuschlafen.

"Auslachen" in dem Alter ist oft ein Verhalten, was aus Verlegenheit passiert. Sie wissen nicht, was sie machen sollen und lachen aus. Weiln ihnen die bekannten verhaltensoptionen ausgehen. Du kannst ganz viel Benennen: was genau stört mich. Was verletzt mich. Wie kann das kind anders reagieren. Viele Kinder müssen das erst ganz genau lernen.

Was ihr euch dringend abgewöhnen solltet, ist, dass Gefühl von Verhalten persönlich zu nehmen.
Ihr seid die Erwachsenen.
Das kind ist das kind.
Ihr solltet das toben. Schreien und schimpfen an euch abprallen lassen.
Die Wörter.
Die füsse im Gesicht.
Ihr seid die großen und es sollte euch nicht bei allem auf die Palme bringen lassen.
Und das sage ich als adhslerin. Ich bin grandios darin, wie ein kind mit meinen kindern um die Wette zu (anzu)schreien. Das passiert wohl den meisten mal.

Aber die Absolute Grundhaltung sollte sein: Teflon. Du willst mich anstänkern und triggern. Nö. Es prallt an mir ab. Ich bin Teflon, ich nehme deine innere Unruhe, die du nach außen trägst, nicht an. Ich bin ich und ich bin die Erwachsene person und ich bleibe so ruhig, wie es geht, denn ich sehe: du kannst dich grade nicht regulieren und brauchst dabei hilfe. Und es ist meine Aufgabe, die dabei zu helfen.

Denn KEINES dieser Verhalten ist absichtlich böse oder so gemeint. Es scheinen die Strategie zu sein, Anspannung loszuwerden und Reaktionen hervorzurufen.

Fragt das kind, jetzt wo es ja schon groß ist, wie ein Abend am besten in der Kitazeit aussehen soll?

Macht für die Schritte: abendbrot, tv-zeit, Zähneputzen, umziehen, spielen, aufräumen, pieseln, Buchladen, kuscheln (oder wie bei euch Etappen abends sind) Bilder, einlaminieren und dann als ablaufen an die türkleben und mit einer klammer anzeigen, was dran ist oder was fertig ist. Oder Bilder auf dina4 kleben, einlaminieren und mit folienstift abends abstreichen.

Routine Routine Routine ist das ätzende zauberwort. Ich weiß, wovon ich rede.

Und diese auch Durchhalten. Auch wenn es einige Tage oder auch 2 Wochen dauert. Kinder trauen den braten nicht, dass wir das Durchhalten.
Aber wie gesagt, mit dem kind auch besprechen, es soll sich wohlfühlen.

Und wenn abends klappt, DANN ERST verhalten zb bei der Oma ändern. Oder auf dem Spielplatz. Eine Sache zur Zeit.
Abends macht am meisten Sinn, weil dann das aufstehen und die energie besser klappen am Tag.

Fühl dich gedrückt.


Vielen Dank.
FoxMami
3395 Beiträge
23.11.2025 09:33
Ich habe hier auch eine 7,5 jährige, die gerade frisch Schwester geworden ist und mir bleiben leider die Konsequenzen leider aus. Es ist ihr alles egal…
nilou
14716 Beiträge
23.11.2025 09:40
„Liebe mich, wenn ich es am wenigsten verdiene, denn dann brauche ich es am meisten.“

Ganz klar kommunizieren, Grenzen ziehen und v.a. einfach lieben.
Anonym 1 (212179)
0 Beiträge
29.01.2026 23:40
Leider ist mir letztens mal die Hand ausgerutscht und habe nachdem er mich geboxt hat, aus reflex eins zurückgehauen. Natürlich ist er dann weinend weggelaufen. Ich bereue es sehr und habe nur noch geweint und mich entschuldigt. Aber irgendwie hat es auch die ganze Situation verändert, seither hat er niemanden mehr von uns gehauen und sich deutlich gebessert. Wir belohnen ihn jetzt für gutes Benehmen mit einem kleinen Spielzeug und müssen ihn nur wenn er wieder am Rad dreht anmahnen, dass er das Spielzeug nicht kriegt, wenn er sich jetzt schlecht benimmt. Das klappt bis jetzt ganz gut und er ist auch wie ausgewechselt und ziemlich lieb.

Trotzdem habe ich nach wie vor ein schlechtes Gewissen und hoffe, er trägt deswegen keinen psychischen Schaden davon.
Marie2010
1390 Beiträge
30.01.2026 07:18
Zitat von Anonym 1 (212179):

Leider ist mir letztens mal die Hand ausgerutscht und habe nachdem er mich geboxt hat, aus reflex eins zurückgehauen. Natürlich ist er dann weinend weggelaufen. Ich bereue es sehr und habe nur noch geweint und mich entschuldigt. Aber irgendwie hat es auch die ganze Situation verändert, seither hat er niemanden mehr von uns gehauen und sich deutlich gebessert. Wir belohnen ihn jetzt für gutes Benehmen mit einem kleinen Spielzeug und müssen ihn nur wenn er wieder am Rad dreht anmahnen, dass er das Spielzeug nicht kriegt, wenn er sich jetzt schlecht benimmt. Das klappt bis jetzt ganz gut und er ist auch wie ausgewechselt und ziemlich lieb.

Trotzdem habe ich nach wie vor ein schlechtes Gewissen und hoffe, er trägt deswegen keinen psychischen Schaden davon.


Wenn du mit ihm nochmal darüber geredet und dich entschuldigt hast, denke ich nicht, dass er davon jetzt gleich einen psychischen Schaden erleidet.

Ihm aber jetzt für jedes gute Benehmen ein Spielzeug zu schenken, ist auch nicht der richtige Weg.
Anonym 5 (212179)
0 Beiträge
30.01.2026 07:43
Zitat von Anonym 1 (212179):

Leider ist mir letztens mal die Hand ausgerutscht und habe nachdem er mich geboxt hat, aus reflex eins zurückgehauen. Natürlich ist er dann weinend weggelaufen. Ich bereue es sehr und habe nur noch geweint und mich entschuldigt. Aber irgendwie hat es auch die ganze Situation verändert, seither hat er niemanden mehr von uns gehauen und sich deutlich gebessert. Wir belohnen ihn jetzt für gutes Benehmen mit einem kleinen Spielzeug und müssen ihn nur wenn er wieder am Rad dreht anmahnen, dass er das Spielzeug nicht kriegt, wenn er sich jetzt schlecht benimmt. Das klappt bis jetzt ganz gut und er ist auch wie ausgewechselt und ziemlich lieb.

Trotzdem habe ich nach wie vor ein schlechtes Gewissen und hoffe, er trägt deswegen keinen psychischen Schaden davon.
Wegen 1x Hand ausrutschen trägt doch keiner einen bleibenden Schaden davon, da müsste ja die Generation unserer Eltern nur geschädigt sein, da waren Watschn an der Tagesordnung.
Warum bekommt er jetzt ein Spielzeug bei gutem Benehmen? Klar ist er da wie ausgewechselt, er will das ja, aber "gutes"= "normales" Benehmen und das sollte selbstverständlich und nicht an Bedingungen/Erwartungen geknüpft sein.
Marf
29860 Beiträge
30.01.2026 08:01
Erwartest du für gutes Benehmen auch ein sofortiges Lob?
Bitte,Danke gehört zum normalen Miteinander.
Bei einer freiwilligen tollen Tat ( Hilfe in der Küche,Zimmer selber aufgeräumt etc.)würde ich ein fröhliches' Danke Dir,das ist mir eine große Hilfe ' ;empfehlen und ein Bussi auf die Nase.
Ansonsten hast du bald Wutanfälle weil es keine Geschenke gibt.
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