Unerzogene Kinder
29.01.2018 10:57
Zitat von Titania:
Zitat von DieW:
Zitat von Titania:
Jetzt wirklich eine Ernst gemeinte Frage, wenn ein Kind zu Euch kommt, dass über Tische und Bänke geht (es genießt vielleicht eine sehr freie Erziehung und die Mutter ist wirklich eine ganz Nette), Euch alles ausräumt die Wände anmalt, das liebste Spielzeug Eures Kindes zerstört dann hakt ihr das nett lächelnd damit ab, das ist nur ein Kind, das weiß es noch nicht besser? Das würde Euch keinesfalls verärgern? Nicht im geringsten?
Es würde erst garnicht dazu kommen,weil ich ja auch da bin.Und sollte es was geschehen,was ich nicht mitbekomme,dann kann man doch sagen,dass das in diesem Haus nicht erwünscht ist.
Das verstehen die meisten Kinder und die meisten Kinder wissen,dass es überall andere Regeln gibt.
Und ganz ehrlich,ich bin seit fast 20 Jahren Mutter,5 Kinder und noch nie hab ich erlebt,das fremde Kinder sich so verhalten.
Und das mal was kaputt geht,Kinder sich auch mal weh tun(nicht schön und je nach Alter auch nicht okay),passiert nun mal.
ich denke es liegt daran, was man als erträglich erachtet. Es gibt schon anstrengendere Kinder, es gibt aber auch ruhigere Kinder. wenn mein Sohn z. B. Besuch hat, dann geht es schon anders zur Sache, als wenn meine Tochter Besuch hat. Es ist ja immer eine Frage, was man selber toleriert und was nicht.
Das kennt wohl jeder Mutter.UND ich finde es auch okay sauer zu sein,aber wie man seine Gefühle dann auslebt,das ist ne andere Sache.
29.01.2018 10:58
Zitat von Titania:
Zitat von Seramonchen:
Zitat von KRÄTZÄ:
Zitat von Titania:
Jetzt wirklich eine Ernst gemeinte Frage, wenn ein Kind zu Euch kommt, dass über Tische und Bänke geht (es genießt vielleicht eine sehr freie Erziehung und die Mutter ist wirklich eine ganz Nette), Euch alles ausräumt die Wände anmalt, das liebste Spielzeug Eures Kindes zerstört dann hakt ihr das nett lächelnd damit ab, das ist nur ein Kind, das weiß es noch nicht besser? Das würde Euch keinesfalls verärgern? Nicht im geringsten?
Wenn ein kleines Kind das alles schafft, dann ist das die Schuld von uns Erwachsenen, weil wir unsere Aufsichtspflicht vernachlässigt haben. Kann also einzig auf mich sauer sein, dass ich die Stifte nicht weggeräumt, das Lieblingsspielzeug nicht geschützt und nicht frühzeitig eingegriffen habe.
Eben. Hab ich ja auch schon weiter vorne geschrieben. Wenn ich Erwartungen habe, muss ich die Kinder auch im Auge behalten und darauf achten, dass es soweit nicht kommt.
also bist du tatsächlich wirklich nie verärgert über eine Aktion? Das hört sich für mich sehr unglaubwürdig an, wahrscheinlich weil ich es mir selber einfach nicht vorstellen kann.
Meine Tochter hatte einmal ein Mädchen zu Besuch gehabt, da waren die beiden glaube ich 5 Jahre alt gewesen. Sie spielten oben in ihrem Zimmer, ich war unten mit der Mutter Kaffeetrinken, denn mit 5 Jahren brauchen sie ja eigentlich keine Dauerüberwachung mehr. Trotzdem kamen sie auf die Idee das Kinderzimmer zu fluten. Ich war ziemlich verärgert gewesen. Natürlich habe ich es nicht an ihnen in irgend einer Form ausgelassen, aber wütend war ich trotzdem gewesen. Ich denke in dem Moment irgendwie nicht, oh das sind ja Kinder, die wissen es nicht anders. Sondern mich verärgert das Verhalten schon, AUCH wenn ich natürlich weiß, dass es Kinder sind.
Natürlich bin auch ich mal verärgert
Ist ja normal. deswegen wünsche ich aber niemandem was Böses und überlege stattdessen, wie es dazu kommen konnte, suche halt die Kommunikation und reflektiere dann auch mich selbst, ob ich was anders machen kann das nächste mal. Aber wie gesagt, ich achte schon drauf, in regelmäßigen Abständen nach den Kindern zu schauen, wenn wir Besuch haben und lasse auch nichts rumliegen, bei dem es mich stört, wenn da was passiert.
29.01.2018 11:06
Ich habe hier nicht alles mitgelesen, kann aber auch sagen, dass es mich mitunter nervt wie schlecht die Kinder erzogen sind. (nicht alle natürlich).
Kommen zu einem nach hause, machen Schränke auf, werfen mit Lebensmitteln, sagen nicht danke bitte oder Guten Tag.
Kinder müssen ja keine Soldaten sein aber ein Mindestmaß an Respekt kann man Ihnen schon beibringen.
Und wenn dann noch die Mutter dananeben sitzt und nichts tut, tja dann fehlen mir die Worte
Kommen zu einem nach hause, machen Schränke auf, werfen mit Lebensmitteln, sagen nicht danke bitte oder Guten Tag.
Kinder müssen ja keine Soldaten sein aber ein Mindestmaß an Respekt kann man Ihnen schon beibringen.
Und wenn dann noch die Mutter dananeben sitzt und nichts tut, tja dann fehlen mir die Worte
29.01.2018 11:13
Zitat von anjelna:
Ich habe hier nicht alles mitgelesen, kann aber auch sagen, dass es mich mitunter nervt wie schlecht die Kinder erzogen sind. (nicht alle natürlich).
Kommen zu einem nach hause, machen Schränke auf, werfen mit Lebensmitteln, sagen nicht danke bitte oder Guten Tag.
Kinder müssen ja keine Soldaten sein aber ein Mindestmaß an Respekt kann man Ihnen schon beibringen.
Und wenn dann noch die Mutter dananeben sitzt und nichts tut, tja dann fehlen mir die Worte
Ich kenne einen Jungen,der beste Freund meines Sohnes,der sagt selten Hallo oder Tschüss oder Danke.
Nicht weil er "ungezogen"ist,sondern sehr sehr schüchtern. SELBST nach 6 Jahren Kennen.
Vielleicht sollte man nicht immer von dem Schlechtesten ausgehen....
29.01.2018 11:14
Zitat von DieW:
Zitat von anjelna:
Ich habe hier nicht alles mitgelesen, kann aber auch sagen, dass es mich mitunter nervt wie schlecht die Kinder erzogen sind. (nicht alle natürlich).
Kommen zu einem nach hause, machen Schränke auf, werfen mit Lebensmitteln, sagen nicht danke bitte oder Guten Tag.
Kinder müssen ja keine Soldaten sein aber ein Mindestmaß an Respekt kann man Ihnen schon beibringen.
Und wenn dann noch die Mutter dananeben sitzt und nichts tut, tja dann fehlen mir die Worte
Ich kenne einen Jungen,der beste Freund meines Sohnes,der sagt selten Hallo oder Tschüss oder Danke.
Nicht weil er "ungezogen"ist,sondern sehr sehr schüchtern. SELBST nach 6 Jahren Kennen.
Vielleicht sollte man nicht immer von dem Schlechtesten ausgehen....
Bei einem schüchternen Kind könnte ich das ja auch verstehen.
29.01.2018 11:16
Ich hatte hier schon einige Kanidaten....der eine ging an den Kühlschrank,als würde er hier Zuhause sein.Ein Mädel meinte ,mein Wohnzimmertisch ist ein toller Tanzboden ....und jap,besonders das letztere ärgert mich.Denn da saß die Mutter dabei und fand es lustig.Obwohl ich sagte das sie bitte eingreifen soll.....
Das alles kann man lösen und ich bin der Meinung das die TS das sehr wohl weiß,nur die Wut hat keinen Kanal und deswegen ihre Äusserungen.
Wobei ich da auch ein bissl Verständnis habe - sie als Erwachsene wünscht dem andren die Pest an den Hals -aber das wird nicht passieren,es ist ein Impuls.Den sie steuern kann.
Das Kind kann das nicht und eben deswegen muss da die Mutter eingreifen.Was sie im Prinzip machte,aber eben nicht so wie es die TS tun würde.
.....da hilft nur reden und wenn das alles nix hilft lade ich diese Leute nicht mehr ein.
Und ich finde es gut das die Anonymfunktion nochmals erklärt wurde.
Wo ist der Kopftätschelsmiley?
Das alles kann man lösen und ich bin der Meinung das die TS das sehr wohl weiß,nur die Wut hat keinen Kanal und deswegen ihre Äusserungen.
Wobei ich da auch ein bissl Verständnis habe - sie als Erwachsene wünscht dem andren die Pest an den Hals -aber das wird nicht passieren,es ist ein Impuls.Den sie steuern kann.
Das Kind kann das nicht und eben deswegen muss da die Mutter eingreifen.Was sie im Prinzip machte,aber eben nicht so wie es die TS tun würde.
.....da hilft nur reden und wenn das alles nix hilft lade ich diese Leute nicht mehr ein.
Und ich finde es gut das die Anonymfunktion nochmals erklärt wurde.
Wo ist der Kopftätschelsmiley?
29.01.2018 11:16
Zitat von anjelna:
Zitat von DieW:
Zitat von anjelna:
Ich habe hier nicht alles mitgelesen, kann aber auch sagen, dass es mich mitunter nervt wie schlecht die Kinder erzogen sind. (nicht alle natürlich).
Kommen zu einem nach hause, machen Schränke auf, werfen mit Lebensmitteln, sagen nicht danke bitte oder Guten Tag.
Kinder müssen ja keine Soldaten sein aber ein Mindestmaß an Respekt kann man Ihnen schon beibringen.
Und wenn dann noch die Mutter dananeben sitzt und nichts tut, tja dann fehlen mir die Worte
Ich kenne einen Jungen,der beste Freund meines Sohnes,der sagt selten Hallo oder Tschüss oder Danke.
Nicht weil er "ungezogen"ist,sondern sehr sehr schüchtern. SELBST nach 6 Jahren Kennen.
Vielleicht sollte man nicht immer von dem Schlechtesten ausgehen....
Bei einem schüchternen Kind könnte ich das ja auch verstehen.
Aber nicht hallo sagen und imer Spielzimmer zu veschwinden um 5Minuten später den Kopf in meinem Küchenschrank zu haben mit den Woren "hast du Süssigkeiten", das finde ich daneben.
29.01.2018 11:18
Zitat von Marf:
Ich hatte hier schon einige Kanidaten....der eine ging an den Kühlschrank,als würde er hier Zuhause sein.Ein Mädel meinte ,mein Wohnzimmertisch ist ein toller Tanzboden ....und jap,besonders das letztere ärgert mich.Denn da saß die Mutter dabei und fand es lustig.Obwohl ich sagte das sie bitte eingreifen soll.....
Das alles kann man lösen und ich bin der Meinung das die TS das sehr wohl weiß,nur die Wut hat keinen Kanal und deswegen ihre Äusserungen.
Wobei ich da auch ein bissl Verständnis habe - sie als Erwachsene wünscht dem andren die Pest an den Hals -aber das wird nicht passieren,es ist ein Impuls.Den sie steuern kann.
Das Kind kann das nicht und eben deswegen muss da die Mutter eingreifen.Was sie im Prinzip machte,aber eben nicht so wie es die TS tun würde.
.....da hilft nur reden und wenn das alles nix hilft lade ich diese Leute nicht mehr ein.
Und ich finde es gut das die Anonymfunktion nochmals erklärt wurde.
Wo ist der Kopftätschelsmiley?![]()
Richtig, man kann versuchen mit den Eltern zu sprechen, was leider selten auf fruchtbaren Boden fällt
29.01.2018 11:28
Zitat von Die-zauberhafte-Patin:
Zitat von Titania:
Jetzt wirklich eine Ernst gemeinte Frage, wenn ein Kind zu Euch kommt, dass über Tische und Bänke geht (es genießt vielleicht eine sehr freie Erziehung und die Mutter ist wirklich eine ganz Nette), Euch alles ausräumt die Wände anmalt, das liebste Spielzeug Eures Kindes zerstört dann hakt ihr das nett lächelnd damit ab, das ist nur ein Kind, das weiß es noch nicht besser? Das würde Euch keinesfalls verärgern? Nicht im geringsten?
Mein Sohn hatte, erstaunlicherweise, einen solchen Freund. Kennengelernt mit 8 auf Mutter-Kind-Kur. Die Mama und ich mochten uns auf Anhieb, wir sind auch heute noch befreundet und besuchen uns 10 Jahre nach der Kur noch immer.
Ihr Sohn war eine Berliner Kodderschnauze, wild, ungestüm, obendrein noch ADHS-geplagt. Und ja, im Übermut ging er über Tisch und Bänke. Wände anmalen haben sie ausgelassen. Mein sonst eher stilles Kind hat sich da anstecken lassen und ging ebenfalls über Tisch und Bänke. Ich habe diesen Übermut dann 1. in den Garten umgeleitet und 2. dem Ganzen einen Sinn gegeben. Sie durften Steine schleppen und einen Eidechsenhügel bauen. Und siehe da: Es funktionierte.
Da ich aber wusste, wie er so tickt, packten wir in der Zeit, wo er bei uns war (und wir nahmen ihn 2x im Jahr sogar eine ganze Woche während der Ferien zu uns) die Dinge, die meinem Sohn wirklich extrem wichtig waren, einfach weg. Da kam er gar nicht ran. Vorsichtshalber. Wir wussten, er würde es nicht mit Absicht machen, aber es könnte im Übermut, im Wutanfall passieren. Also Vorsorge.
Die Ferien mit ihm waren stets ganz wundervoll und eine Bereicherung für mein sonst eher zurückhaltendes Kind. Die beiden liebten sich heiß und innig und er lockte meinen Sohn auch mal aus der Reserve. Wenn sie dabei meinten, das Wohnzimmer umzubauen, alle Decken und Kissen durch die Gegend flogen und generell mein Haus aussah, wie nach einem Bombenanschlag... ja meine Güte. Sind halt Kinder.
Heute sind sie 19 und 18, wir alle noch immer befreundet und wenn ich meine Freundin besuche, oder sie uns, dann freuen sich die Jungs ebenfalls, uns zu sehen. Einfach weil wir diese Tiefenentspannung mitgebracht haben. Und selbst wenn sie Wände bemalt hätten... ja, geärgert hätte ich mich, aber dann hätte ich wenigstens einen Grund zum Renovieren gehabt.
Alles im Leben ist Einstellungssache. Man kann immer sagen: Das Glas ist halb voll ODER Das Glas ist halb leer. Meins ist grundsätzlich halb voll. Es lebt sich entspannter damit und man kann aus fast jeder Situation etwas Positives ziehen. Ich bin ein Meister darin. Das Leben ist zu kurz, um sich dauernd über solche Nichtigkeiten zu ärgern.
Im Fall der obigen Familie mussten wir einiges einstecken. Alle.Mein Kind steckt ein paar Beulen weg - im Übermut zugefügt, seine Kräfte einfach falsch eingeschätzt, auf keinen Fall, weil er absichtlich meinem Kind weh tun wollte. Unser Hund, der eine dumme Höhe zu ihrem Hund hatte. Ihr Hund - ein Boxer mit Schwanz, der wie eine Peitsche agierte - schlug meinem dauernd schwanzwedelnd Matschaugen. Er tat mir so leid. Ich nahm meinen dann immer mal hoch, trotzdem wünschte ich auch dem anderen Hund nichts Böses. Er konnte ja nichts dafür. Genauso wenig, wie Kinder etwas dafür können, wenn die äußeren Umstände sie einfach so geformt haben.
Also ja, diese Kinder kamen, sofern es mein Kind auch wollte, weiterhin zu uns. Wir trafen dann einfach Maßnahmen vorweg. Wenn man will, geht alles. Und man muss sich halt drauf einlassen, seine eigenen Maßstäbe vielleicht auch mal abändern. Einfach Verständnis aufbringen und nach den echten Hintergründen fragen. Denn neben all der natürlichen Wildheit, die der Berliner Junge mitbrachte, hatte er einfach auch unglaublich viel Schlimmes im Leben erlebt, bedingt dadurch, dass seine Mutter sich die falschen Freunde ausgesucht hatte.
Das ist eine wirklich ernst gemeinte und wahre Aussage.
Ich finde das auch toll, dass du das so gelöst hat. Ich denke, für Menschen die einem wichtig sind, die man mag, betreibt man ja auch noch einen ganz anderen Aufwand als für jemanden, der einem vielleicht weniger smypathisch ist. Da geht einfach nicht so viel, wie bei anderen. Das hat auch weniger mit einer positiven oder negativen Einstellung zu tun, wie ich finde. Ich schrieb ja auch bereits über den ehemaligen Kiga-Freund meines Sohnes. Er wurde z. B. im Kiga von den Erziehern eher als Störfaktor angesehen. Trotzdem mochte mein Sohn ihn und ich empfand ihn auch nicht als einen solchen, als der er scheinbar angesehen wurde.
29.01.2018 11:31
Zitat von Seramonchen:
Zitat von Titania:
Zitat von Seramonchen:
Zitat von KRÄTZÄ:
...
Eben. Hab ich ja auch schon weiter vorne geschrieben. Wenn ich Erwartungen habe, muss ich die Kinder auch im Auge behalten und darauf achten, dass es soweit nicht kommt.
also bist du tatsächlich wirklich nie verärgert über eine Aktion? Das hört sich für mich sehr unglaubwürdig an, wahrscheinlich weil ich es mir selber einfach nicht vorstellen kann.
Meine Tochter hatte einmal ein Mädchen zu Besuch gehabt, da waren die beiden glaube ich 5 Jahre alt gewesen. Sie spielten oben in ihrem Zimmer, ich war unten mit der Mutter Kaffeetrinken, denn mit 5 Jahren brauchen sie ja eigentlich keine Dauerüberwachung mehr. Trotzdem kamen sie auf die Idee das Kinderzimmer zu fluten. Ich war ziemlich verärgert gewesen. Natürlich habe ich es nicht an ihnen in irgend einer Form ausgelassen, aber wütend war ich trotzdem gewesen. Ich denke in dem Moment irgendwie nicht, oh das sind ja Kinder, die wissen es nicht anders. Sondern mich verärgert das Verhalten schon, AUCH wenn ich natürlich weiß, dass es Kinder sind.
Natürlich bin auch ich mal verärgertIst ja normal. deswegen wünsche ich aber niemandem was Böses und überlege stattdessen, wie es dazu kommen konnte, suche halt die Kommunikation und reflektiere dann auch mich selbst, ob ich was anders machen kann das nächste mal. Aber wie gesagt, ich achte schon drauf, in regelmäßigen Abständen nach den Kindern zu schauen, wenn wir Besuch haben und lasse auch nichts rumliegen, bei dem es mich stört, wenn da was passiert.
Ich denke es wird wahrscheinlich auch einen Hintergrund geben, warum jemand so heftig darauf reagiert. Das alles hat ja auch einen Ursprung, wenn man z. B. seine Gefühle eher unterdrückt als sie nach außen trägt, z. B. durch Suche nach einem Gespräch, dann staut sich auch einiges an.
29.01.2018 11:36
Zitat von Titania:
Zitat von Seramonchen:
Zitat von Titania:
Zitat von Seramonchen:
...
also bist du tatsächlich wirklich nie verärgert über eine Aktion? Das hört sich für mich sehr unglaubwürdig an, wahrscheinlich weil ich es mir selber einfach nicht vorstellen kann.
Meine Tochter hatte einmal ein Mädchen zu Besuch gehabt, da waren die beiden glaube ich 5 Jahre alt gewesen. Sie spielten oben in ihrem Zimmer, ich war unten mit der Mutter Kaffeetrinken, denn mit 5 Jahren brauchen sie ja eigentlich keine Dauerüberwachung mehr. Trotzdem kamen sie auf die Idee das Kinderzimmer zu fluten. Ich war ziemlich verärgert gewesen. Natürlich habe ich es nicht an ihnen in irgend einer Form ausgelassen, aber wütend war ich trotzdem gewesen. Ich denke in dem Moment irgendwie nicht, oh das sind ja Kinder, die wissen es nicht anders. Sondern mich verärgert das Verhalten schon, AUCH wenn ich natürlich weiß, dass es Kinder sind.
Natürlich bin auch ich mal verärgertIst ja normal. deswegen wünsche ich aber niemandem was Böses und überlege stattdessen, wie es dazu kommen konnte, suche halt die Kommunikation und reflektiere dann auch mich selbst, ob ich was anders machen kann das nächste mal. Aber wie gesagt, ich achte schon drauf, in regelmäßigen Abständen nach den Kindern zu schauen, wenn wir Besuch haben und lasse auch nichts rumliegen, bei dem es mich stört, wenn da was passiert.
Ich denke es wird wahrscheinlich auch einen Hintergrund geben, warum jemand so heftig darauf reagiert. Das alles hat ja auch einen Ursprung, wenn man z. B. seine Gefühle eher unterdrückt als sie nach außen trägt, z. B. durch Suche nach einem Gespräch, dann staut sich auch einiges an.
Aber sie hat ja geschrieben, sie hätte angeblich das Gespräch gesucht und der Mutter auch gesagt, dass das nicht mehr zu passieren hat. Das würde deiner Theorie widersprechen. Auf die Nachfrage, wie die Mutter denn reagiert hat, kam ja nichts mehr. Ich meine, wenn mich jemand schon so blöd dann anspricht, hätte ich auch keine Lust auf Kommunikation.
29.01.2018 11:48
Ich habe ein solches Kind.
Meine Große ist oft respektlos, schreit rum, hat Ausraster. Das ging ca. mit 5 so weit, dass sie mehrfach am Tag auf mich losging, mich geschlagen und getreten hat in einem Ausmaß, dass ich sie komplett fixieren musste, damit sie weder mich, noch sich selbst verletzt.
Im Kindergarten hatte sie genau einmal einen solchen Ausraster und saß schreiend und um sich tretend unterm Tisch.
In der Schule klappt es meist wunderbar.
Sie hat in ihrem Alter schon mehr durchmachen müssen, als mancher Erwachsener.
Und ich bin sehr froh, dass unser gesamtes Umfeld Verständnis für ihre Situation hat, NACHFRAGT und sie nicht einfach verurteilt.
Es hilft ungemein, wenn man einfach mit einander spricht.
Im Herbst hat sie (mit 7!!!) überall die Wände angemalt. Ich dachte, ich seh nicht recht. Ich war kurz davor zu schimpfen, was dieser Mist soll. Ich dachte, in dem Alter müsste das doch mal vorbei sein
Aber ich blieb ruhig und fragte sie, warum sie das gemacht hat.
Sie war an meinem Geburtstag bei Papa...und es setzte ihr zu, dass sie mir nichts geschenkt hat.
Also hat sie eine Schatzsuche für mich gemacht, überall Kreuze und Pfeile an die Wände.
Am Ziel lag ein eingepacktes Bügelperlenherz.
Ich hab mich total gefreut. Und ihr ganz normal erklärt, dass sie dafür aber dennoch nicht die Wände anmalen kann. Ich gab ihr einen Lappen zum Wegputzen und wir einigten uns darauf, dass sie nächstes Mal Zettel nimmt.
Meine Große ist oft respektlos, schreit rum, hat Ausraster. Das ging ca. mit 5 so weit, dass sie mehrfach am Tag auf mich losging, mich geschlagen und getreten hat in einem Ausmaß, dass ich sie komplett fixieren musste, damit sie weder mich, noch sich selbst verletzt.
Im Kindergarten hatte sie genau einmal einen solchen Ausraster und saß schreiend und um sich tretend unterm Tisch.
In der Schule klappt es meist wunderbar.
Sie hat in ihrem Alter schon mehr durchmachen müssen, als mancher Erwachsener.
Und ich bin sehr froh, dass unser gesamtes Umfeld Verständnis für ihre Situation hat, NACHFRAGT und sie nicht einfach verurteilt.
Es hilft ungemein, wenn man einfach mit einander spricht.
Im Herbst hat sie (mit 7!!!) überall die Wände angemalt. Ich dachte, ich seh nicht recht. Ich war kurz davor zu schimpfen, was dieser Mist soll. Ich dachte, in dem Alter müsste das doch mal vorbei sein
Aber ich blieb ruhig und fragte sie, warum sie das gemacht hat.
Sie war an meinem Geburtstag bei Papa...und es setzte ihr zu, dass sie mir nichts geschenkt hat.
Also hat sie eine Schatzsuche für mich gemacht, überall Kreuze und Pfeile an die Wände.
Am Ziel lag ein eingepacktes Bügelperlenherz.
Ich hab mich total gefreut. Und ihr ganz normal erklärt, dass sie dafür aber dennoch nicht die Wände anmalen kann. Ich gab ihr einen Lappen zum Wegputzen und wir einigten uns darauf, dass sie nächstes Mal Zettel nimmt.
29.01.2018 12:15
Zitat von Die-zauberhafte-Patin:
Zitat von Titania:
Jetzt wirklich eine Ernst gemeinte Frage, wenn ein Kind zu Euch kommt, dass über Tische und Bänke geht (es genießt vielleicht eine sehr freie Erziehung und die Mutter ist wirklich eine ganz Nette), Euch alles ausräumt die Wände anmalt, das liebste Spielzeug Eures Kindes zerstört dann hakt ihr das nett lächelnd damit ab, das ist nur ein Kind, das weiß es noch nicht besser? Das würde Euch keinesfalls verärgern? Nicht im geringsten?
Mein Sohn hatte, erstaunlicherweise, einen solchen Freund. Kennengelernt mit 8 auf Mutter-Kind-Kur. Die Mama und ich mochten uns auf Anhieb, wir sind auch heute noch befreundet und besuchen uns 10 Jahre nach der Kur noch immer.
Ihr Sohn war eine Berliner Kodderschnauze, wild, ungestüm, obendrein noch ADHS-geplagt. Und ja, im Übermut ging er über Tisch und Bänke. Wände anmalen haben sie ausgelassen. Mein sonst eher stilles Kind hat sich da anstecken lassen und ging ebenfalls über Tisch und Bänke. Ich habe diesen Übermut dann 1. in den Garten umgeleitet und 2. dem Ganzen einen Sinn gegeben. Sie durften Steine schleppen und einen Eidechsenhügel bauen. Und siehe da: Es funktionierte.
Da ich aber wusste, wie er so tickt, packten wir in der Zeit, wo er bei uns war (und wir nahmen ihn 2x im Jahr sogar eine ganze Woche während der Ferien zu uns) die Dinge, die meinem Sohn wirklich extrem wichtig waren, einfach weg. Da kam er gar nicht ran. Vorsichtshalber. Wir wussten, er würde es nicht mit Absicht machen, aber es könnte im Übermut, im Wutanfall passieren. Also Vorsorge.
Die Ferien mit ihm waren stets ganz wundervoll und eine Bereicherung für mein sonst eher zurückhaltendes Kind. Die beiden liebten sich heiß und innig und er lockte meinen Sohn auch mal aus der Reserve. Wenn sie dabei meinten, das Wohnzimmer umzubauen, alle Decken und Kissen durch die Gegend flogen und generell mein Haus aussah, wie nach einem Bombenanschlag... ja meine Güte. Sind halt Kinder.
Heute sind sie 19 und 18, wir alle noch immer befreundet und wenn ich meine Freundin besuche, oder sie uns, dann freuen sich die Jungs ebenfalls, uns zu sehen. Einfach weil wir diese Tiefenentspannung mitgebracht haben. Und selbst wenn sie Wände bemalt hätten... ja, geärgert hätte ich mich, aber dann hätte ich wenigstens einen Grund zum Renovieren gehabt.
Alles im Leben ist Einstellungssache. Man kann immer sagen: Das Glas ist halb voll ODER Das Glas ist halb leer. Meins ist grundsätzlich halb voll. Es lebt sich entspannter damit und man kann aus fast jeder Situation etwas Positives ziehen. Ich bin ein Meister darin. Das Leben ist zu kurz, um sich dauernd über solche Nichtigkeiten zu ärgern.
Im Fall der obigen Familie mussten wir einiges einstecken. Alle.Mein Kind steckt ein paar Beulen weg - im Übermut zugefügt, seine Kräfte einfach falsch eingeschätzt, auf keinen Fall, weil er absichtlich meinem Kind weh tun wollte. Unser Hund, der eine dumme Höhe zu ihrem Hund hatte. Ihr Hund - ein Boxer mit Schwanz, der wie eine Peitsche agierte - schlug meinem dauernd schwanzwedelnd Matschaugen. Er tat mir so leid. Ich nahm meinen dann immer mal hoch, trotzdem wünschte ich auch dem anderen Hund nichts Böses. Er konnte ja nichts dafür. Genauso wenig, wie Kinder etwas dafür können, wenn die äußeren Umstände sie einfach so geformt haben.
Also ja, diese Kinder kamen, sofern es mein Kind auch wollte, weiterhin zu uns. Wir trafen dann einfach Maßnahmen vorweg. Wenn man will, geht alles. Und man muss sich halt drauf einlassen, seine eigenen Maßstäbe vielleicht auch mal abändern. Einfach Verständnis aufbringen und nach den echten Hintergründen fragen. Denn neben all der natürlichen Wildheit, die der Berliner Junge mitbrachte, hatte er einfach auch unglaublich viel Schlimmes im Leben erlebt, bedingt dadurch, dass seine Mutter sich die falschen Freunde ausgesucht hatte.
Das ist eine wirklich ernst gemeinte und wahre Aussage.
Wobei man dazu sagen muss, dass du ja (vll wegen deiner lockeren Erziehung?) einfach auch über ein großes Repertoire an Lösungsstrategien und Ressourcen verfügst, dazu eine positive Lebenseinstellung hast und zudem ziemliich stressresistent zu sein scheinst.
Sich das so einfach anzueignen oder überhaupt erst dazu in der Lage zu sein, gewisse Dinge zu erkennen, verlangt ja auch ein gewisses Maß an Selbstreflektion...zu der nicht jeder fähig ist ^^
Ich bin z. B. jemand, der würde bei deinem beschriebenen Fall innerlich soooo angespannt werden, dass ich erstmal nur fliehen wollen würde. Ist leider einfach so, hab ich so mitgegeben bekommen. Wie das Leben so ist...hat es mir einen Sohn geschenkt, der das genaue Gegenteil von mir ist und mich bis aufs äußerste fordert an mir zu Arbeiten.
Und in der Theorie klingt es so einfach: Tief durchatmen, entspannt bleiben, ruhig reagieren, Verständnis aufbringen.....aber auch wenn ich mich bemühe, in mir ein solcher Wolf tobt und das Stresslevel steigen lässt....dass ich danach echt fertig bin.
Was ich damit sagen will...die Einstellungssache spielt natürlich eine entscheidende Rolle, aber in der Praxis ist das für Menschen, die es einfach nicht von sich aus können, sooo harte Arbeit.
Ps. Kann man dich als Coach buchen?
29.01.2018 12:18
Zaubi war auch nicht immer so stressresistent... ich erinnere mich an die Actimel-Geschichte.
29.01.2018 12:21
Zitat von Metalgoth:
Ich habe ein solches Kind.
Meine Große ist oft respektlos, schreit rum, hat Ausraster. Das ging ca. mit 5 so weit, dass sie mehrfach am Tag auf mich losging, mich geschlagen und getreten hat in einem Ausmaß, dass ich sie komplett fixieren musste, damit sie weder mich, noch sich selbst verletzt.
Im Kindergarten hatte sie genau einmal einen solchen Ausraster und saß schreiend und um sich tretend unterm Tisch.
In der Schule klappt es meist wunderbar.
Sie hat in ihrem Alter schon mehr durchmachen müssen, als mancher Erwachsener.
Und ich bin sehr froh, dass unser gesamtes Umfeld Verständnis für ihre Situation hat, NACHFRAGT und sie nicht einfach verurteilt.
Es hilft ungemein, wenn man einfach mit einander spricht.
Im Herbst hat sie (mit 7!!!) überall die Wände angemalt. Ich dachte, ich seh nicht recht. Ich war kurz davor zu schimpfen, was dieser Mist soll. Ich dachte, in dem Alter müsste das doch mal vorbei sein
Aber ich blieb ruhig und fragte sie, warum sie das gemacht hat.
Sie war an meinem Geburtstag bei Papa...und es setzte ihr zu, dass sie mir nichts geschenkt hat.
Also hat sie eine Schatzsuche für mich gemacht, überall Kreuze und Pfeile an die Wände.
Am Ziel lag ein eingepacktes Bügelperlenherz.
Ich hab mich total gefreut. Und ihr ganz normal erklärt, dass sie dafür aber dennoch nicht die Wände anmalen kann. Ich gab ihr einen Lappen zum Wegputzen und wir einigten uns darauf, dass sie nächstes Mal Zettel nimmt.
Das ist ein wirklich total wunderschönes Beispiel dafür, warum Schimpfen doch echt kontraproduktiv ist. Wenn du dem - total verständlichen - Impuls los zu toben nachgegeben hättest, dann wäre das doch echt blöd ausgegangen für euch beide. Echt schöne Geschichte. Die nehm ich mir mit in mein kleines gedankliches Buch für schlechte Tage
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