Werte und Normen - wie erzieht ihr eure Kinder? (lang)
11.05.2013 13:08
Zitat von Julikind:
Zitat von DieW:
Mein Sohn ist 14,also mitten drinnen und er unglaublich.
Ich frag mich jeden Tag,womit ich dieses Kind verdient habe...anscheinend ist meine(unsere)Art und Weise richtig.
Das frag ich mich auch ständig![]()
Ich find ihn unglaublich toll!
Von dem Stolz einer Mutter mal abgesehen,ist dieser Junge echt liebenswert.
11.05.2013 13:19
Zitat von Gina1986:
Liebe ts:
Hab aber mal ne frageist auch nicht böse gemeint.
Aber wie soll das Kind ab krabbel/ robb alter lernen das Spielzeug weg zu Räumen?
Hexe krabbelte mit 5 Monaten und das wäre nie gegangen.
Ich lege auch jetzt ihr Spielzeug weg. Manchmal hilft sie weil es Spaß für sie ist. Aber ich würde nie auf die Idee kommen ihr das jetzt jetzt zu Lehrern.
Wie gesagt ich frag nur aus Neugier![]()
Und am Tisch sitzen bleiben bis alle fertig sind. Wird es hier auch nicht gebenda mein Mann schon immer aufsteht
![]()
Und Hexe ist zu zappelig sie 20 min im Höchstzahl zu lassen![]()
Da diese Frage hier nun schon mehrfach vorkam möchte ich das kurz mal aufklären.
Natürlich, drille ich meine Kinder nicht zu Gehorsam wie bei der Bundeswehr. Aber, ich finde ab einem alter so wie krabbeln können also aktiver sind, kann man ihnen zeigen - das die Dinge mit denen man gespielt hat, danach wieder in die Kiste kommen aus der sie gekommen sind. Natürlich ist das ein spielerischer Prozess und kein "Du musst jetzt erst aufräumen" und natürlich, haben auch meine Kinder nicht immer Lust dazu - und dürfen auch mal 2-3 Teile liegenlassen. Aber ein komplettes Kinderzimmer von oben bis unten umzukrämpeln und dann zu warten bis Mama kommt und es aufräumt, sowas gibts bei mir nicht. Wie gesagt, klar ist das ein Lernprozess der spielerisch beginnt und - nach möglichkeit - auch so fortgeführt wird.
Das mit dem ins Bett schicken - kann man beliebig ersetzen, durch ins Kinderzimmer schicken oder oder. Und doch, wenn meine Große nur noch mist macht am Nachmittag und sich benimmt wie die Axt im Walde weil sie ihre fünf Minuten hat - dann schicke ich sie in ihr Zimmer oder je nach Uhrzeit auch mal früher ins Bett (sie geht normaler Weise um 21Uhr).
Das sitzen bleiben, am Tisch gehört für mich dazu - denn es hat auch ein Stückweit, etwas mit Respekt zutun das man einfach wartet bis alle fertig sind. Das klappte, bei meinen Kindern bissher in jedem Alter da sie als sie noch sehr klein waren ja eh im Hochstuhl saßen und es schon da gelernt und vorgelebt bekamen und wenn sie es heute mal vergessen und aufspringen sobald die letzte Gabel im Mund ist, dann gibt es von mir ein ganz klares "Sitzen bleiben, bis alle anderen fertig sind" als Ansage.
Und ja - solche Punkte wie Respekt vor anderen Menschen usw. (alles unter dem Punkt Werte und Normen) sollten selbstverständlich sein, sind sie aber leider nicht immer. Und natürlich, bin ich für meine Kinder das Vorbild, und verhalte mich entsprechend - aber ich will nicht nur das meine Kinder mich nachäffen und alles für richtig halten was ich tue, nur weil ich die Mutter bin. Darum bringe ich ihnen gewisse Dinge ganz bewusst bei und erkläre zB. warum ich einem älteren Herrn eine Tür aufhalte oder der Oma im Bus meinen Platz anbiete usw.
(So, nun erstmal weiter lesen)
11.05.2013 13:31
Zitat von DieW:
Zitat von Julikind:
Zitat von DieW:
Mein Sohn ist 14,also mitten drinnen und er unglaublich.
Ich frag mich jeden Tag,womit ich dieses Kind verdient habe...anscheinend ist meine(unsere)Art und Weise richtig.
Das frag ich mich auch ständig![]()
Ich find ihn unglaublich toll!
Von dem Stolz einer Mutter mal abgesehen,ist dieser Junge echt liebenswert.
So gehts mir bei meinem auch. Manchmal bin ich fast geschockt wie sensibel und aufmerksam er ist.
Letztens sollte er noch schnell was einholen und ich schaute schon auf die Uhr, weil er n Weilchen weg war.
Er kam dann ganz traurig an und meinte "Mama, vorn bei dem Betreuten Wohnen stand eine alte Frau und wollte rein und die haben von innen nicht aufgemacht. Da hab ich mit ihr gewartet."
Wäre ich dort lang gelaufen, wäre mir das gar nicht aufgefallen. Und wahrscheinlich auch den meisten anderen nicht.
Er ist aber auch erst 12 Jahre, wer weiß was noch kommt
11.05.2013 13:37
Zitat von Julikind:
Zitat von DieW:
Zitat von Julikind:
Zitat von DieW:
Mein Sohn ist 14,also mitten drinnen und er unglaublich.
Ich frag mich jeden Tag,womit ich dieses Kind verdient habe...anscheinend ist meine(unsere)Art und Weise richtig.
Das frag ich mich auch ständig![]()
Ich find ihn unglaublich toll!
Von dem Stolz einer Mutter mal abgesehen,ist dieser Junge echt liebenswert.
So gehts mir bei meinem auch. Manchmal bin ich fast geschockt wie sensibel und aufmerksam er ist.
Letztens sollte er noch schnell was einholen und ich schaute schon auf die Uhr, weil er n Weilchen weg war.
Er kam dann ganz traurig an und meinte "Mama, vorn bei dem Betreuten Wohnen stand eine alte Frau und wollte rein und die haben von innen nicht aufgemacht. Da hab ich mit ihr gewartet."
Wäre ich dort lang gelaufen, wäre mir das gar nicht aufgefallen. Und wahrscheinlich auch den meisten anderen nicht.
Er ist aber auch erst 12 Jahre, wer weiß was noch kommt![]()
Gänsehaut!!!
Wenn Kinder so sind,dann stimmt alles.
11.05.2013 13:40
Zitat von Turboprinzessin:
Sei mir nicht böse, dass ich deine große Mühe mit dem Thread jetzt ein bisschen untergrabe, indem ich mich einfach deinem Eingangspost anschließe.
Hab ihn komplett gelesen, habe überall genickt und sage daher: Wir machen es genau so wie du. Das was du aufgeschrieben hast, ist uns auch wichtig und wird hier auch gelebt.
Finde es schön, das du den Thread verstanden hast.
Und für die anderen nochmal in weniger Worten : natürlich geht es hier nicht zu wie in der Kaserne. Aber einfaches Nachahmen sind meiner Meinung nicht genug und ein wenig Erziehung und vor allem "Aufklärung" gehört für uns dazu.
11.05.2013 14:00
Zitat von Grenzgängerin:
Zitat von Turboprinzessin:
Sei mir nicht böse, dass ich deine große Mühe mit dem Thread jetzt ein bisschen untergrabe, indem ich mich einfach deinem Eingangspost anschließe.
Hab ihn komplett gelesen, habe überall genickt und sage daher: Wir machen es genau so wie du. Das was du aufgeschrieben hast, ist uns auch wichtig und wird hier auch gelebt.
Finde es schön, das du den Thread verstanden hast.
Und für die anderen nochmal in weniger Worten : natürlich geht es hier nicht zu wie in der Kaserne. Aber einfaches Nachahmen sind meiner Meinung nicht genug und ein wenig Erziehung und vor allem "Aufklärung" gehört für uns dazu.
Ich hab Dich schon verstanden und letzendlich passiert (zumindest hier)nichts anders.
Aber ich persönlich finde das Wort Erziehung nicht schön.
Meine Kinder sind Spiegelbild meines Seins.
Z.B.wenn ich bei Tisch pupe und rülpse,dann werden sie es als normal ansehen.
Und im Gegenzug sehen sie Aufräumen,Respekt etc.auch als normal an,weil wir Eltern es leben.
11.05.2013 14:01
Zitat von Grenzgängerin:
Zitat von Turboprinzessin:
Sei mir nicht böse, dass ich deine große Mühe mit dem Thread jetzt ein bisschen untergrabe, indem ich mich einfach deinem Eingangspost anschließe.
Hab ihn komplett gelesen, habe überall genickt und sage daher: Wir machen es genau so wie du. Das was du aufgeschrieben hast, ist uns auch wichtig und wird hier auch gelebt.
Finde es schön, das du den Thread verstanden hast.
Und für die anderen nochmal in weniger Worten : natürlich geht es hier nicht zu wie in der Kaserne. Aber einfaches Nachahmen sind meiner Meinung nicht genug und ein wenig Erziehung und vor allem "Aufklärung" gehört für uns dazu.
Aber ihr habt doch schon n Weilchen gar kein Kind daheim oder täusche ich mich?! Oder ist eins bei euch?
Deine Meinung sollst du ja auch haben - ist ja auch gut so
Meine Meinung ist eben, das Vorleben der wirksamste Weg ist. Die Kleinen kommen allein auf den Trichter. Klar, nicht bei allem, jedes Kind ist anders.
Mein Großer schmeißt heute noch sein Bonbonpapier hinters Bett, die Kleine bringt jedes einzelne zum Müll.
Aber das sind Kleinigkeiten, die andere Dinge aufwiegen.
Das Grundgerüst erstelle ich durch mein Vorleben, und der Rest ist eben Charakter, angeboren, eigene Willenskraft.
11.05.2013 14:05
Zitat von Julikind:
Zitat von Grenzgängerin:
Zitat von Turboprinzessin:
Sei mir nicht böse, dass ich deine große Mühe mit dem Thread jetzt ein bisschen untergrabe, indem ich mich einfach deinem Eingangspost anschließe.
Hab ihn komplett gelesen, habe überall genickt und sage daher: Wir machen es genau so wie du. Das was du aufgeschrieben hast, ist uns auch wichtig und wird hier auch gelebt.
Finde es schön, das du den Thread verstanden hast.
Und für die anderen nochmal in weniger Worten : natürlich geht es hier nicht zu wie in der Kaserne. Aber einfaches Nachahmen sind meiner Meinung nicht genug und ein wenig Erziehung und vor allem "Aufklärung" gehört für uns dazu.
Aber ihr habt doch schon n Weilchen gar kein Kind daheim oder täusche ich mich?! Oder ist eins bei euch?
Deine Meinung sollst du ja auch haben - ist ja auch gut so![]()
Meine Meinung ist eben, das Vorleben der wirksamste Weg ist. Die Kleinen kommen allein auf den Trichter. Klar, nicht bei allem, jedes Kind ist anders.
Mein Großer schmeißt heute noch sein Bonbonpapier hinters Bett, die Kleine bringt jedes einzelne zum Müll.
Aber das sind Kleinigkeiten, die andere Dinge aufwiegen.
Das Grundgerüst erstelle ich durch mein Vorleben, und der Rest ist eben Charakter, angeboren, eigene Willenskraft.
Ja ist richtig - momentan ist keines der Kinder dauerhaft bei uns, erst ab Juni wieder die Große. Aber das die Kinder nicht dauerhaft bei uns wohnen im Moment, entbindet mich ja nicht von meiner Rolle oder?
11.05.2013 14:07
Zitat von Grenzgängerin:
Zitat von Turboprinzessin:
Sei mir nicht böse, dass ich deine große Mühe mit dem Thread jetzt ein bisschen untergrabe, indem ich mich einfach deinem Eingangspost anschließe.
Hab ihn komplett gelesen, habe überall genickt und sage daher: Wir machen es genau so wie du. Das was du aufgeschrieben hast, ist uns auch wichtig und wird hier auch gelebt.
Finde es schön, das du den Thread verstanden hast.
Und für die anderen nochmal in weniger Worten : natürlich geht es hier nicht zu wie in der Kaserne. Aber einfaches Nachahmen sind meiner Meinung nicht genug und ein wenig Erziehung und vor allem "Aufklärung" gehört für uns dazu.
naja.. für mich ist die Vorbildfunktion die beste Erziehung... denn nur sie ist integer...
Ich kann meinem Kind nur beibringen, was ich ihm selbst vorlebe... von meinem Kind etwas zu verlangen, was ich nicht vorgebe, wäre imho nicht richtig
und wenn ich zB für einen alten *piep*, der meint, aufgrund seines Alters andere anzupöbeln und der fitter ist als so manche junge Person, nicht aufstehe... dann kann ich dies von meinem Kind zB auch nicht erwarten... und werde ich auch nicht
Dazu gehört allerdings auch für mich dazu, zu 100% hinter dem zu stehen, was man tut... und selbst zu wissen, warum man es macht
Wenn mein Kind dann, warum auch immer, nicht verstehen kann, warum ich etwas mache, wie ich es eben mache, dann sollte ich es schon erklären können... und zwar mit mehr als einem "das gehört sich einfach so"
11.05.2013 14:09
Zitat von Grenzgängerin:
Zitat von Julikind:
Zitat von Grenzgängerin:
Zitat von Turboprinzessin:
Sei mir nicht böse, dass ich deine große Mühe mit dem Thread jetzt ein bisschen untergrabe, indem ich mich einfach deinem Eingangspost anschließe.
Hab ihn komplett gelesen, habe überall genickt und sage daher: Wir machen es genau so wie du. Das was du aufgeschrieben hast, ist uns auch wichtig und wird hier auch gelebt.
Finde es schön, das du den Thread verstanden hast.
Und für die anderen nochmal in weniger Worten : natürlich geht es hier nicht zu wie in der Kaserne. Aber einfaches Nachahmen sind meiner Meinung nicht genug und ein wenig Erziehung und vor allem "Aufklärung" gehört für uns dazu.
Aber ihr habt doch schon n Weilchen gar kein Kind daheim oder täusche ich mich?! Oder ist eins bei euch?
Deine Meinung sollst du ja auch haben - ist ja auch gut so![]()
Meine Meinung ist eben, das Vorleben der wirksamste Weg ist. Die Kleinen kommen allein auf den Trichter. Klar, nicht bei allem, jedes Kind ist anders.
Mein Großer schmeißt heute noch sein Bonbonpapier hinters Bett, die Kleine bringt jedes einzelne zum Müll.
Aber das sind Kleinigkeiten, die andere Dinge aufwiegen.
Das Grundgerüst erstelle ich durch mein Vorleben, und der Rest ist eben Charakter, angeboren, eigene Willenskraft.
Ja ist richtig - momentan ist keines der Kinder dauerhaft bei uns, erst ab Juni wieder die Große. Aber das die Kinder nicht dauerhaft bei uns wohnen im Moment, entbindet mich ja nicht von meiner Rolle oder?![]()
Nein, so war es auch nicht gemeint. War auf deinen Satz bezogen, das Vorleben nicht reicht - woher weiß du das denn? Hast ja kein Exemplar daheim...
Und bitte nicht falsch verstehen, mein es nicht böse
11.05.2013 14:17
Zitat von Viala:
Zitat von Grenzgängerin:
Zitat von Turboprinzessin:
Sei mir nicht böse, dass ich deine große Mühe mit dem Thread jetzt ein bisschen untergrabe, indem ich mich einfach deinem Eingangspost anschließe.
Hab ihn komplett gelesen, habe überall genickt und sage daher: Wir machen es genau so wie du. Das was du aufgeschrieben hast, ist uns auch wichtig und wird hier auch gelebt.
Finde es schön, das du den Thread verstanden hast.
Und für die anderen nochmal in weniger Worten : natürlich geht es hier nicht zu wie in der Kaserne. Aber einfaches Nachahmen sind meiner Meinung nicht genug und ein wenig Erziehung und vor allem "Aufklärung" gehört für uns dazu.
naja.. für mich ist die Vorbildfunktion die beste Erziehung... denn nur sie ist integer...Ich kann meinem Kind nur beibringen, was ich ihm selbst vorlebe... von meinem Kind etwas zu verlangen, was ich nicht vorgebe, wäre imho nicht richtig
![]()
und wenn ich zB für einen alten *piep*, der meint, aufgrund seines Alters andere anzupöbeln und der fitter ist als so manche junge Person, nicht aufstehe... dann kann ich dies von meinem Kind zB auch nicht erwarten... und werde ich auch nicht![]()
Dazu gehört allerdings auch für mich dazu, zu 100% hinter dem zu stehen, was man tut... und selbst zu wissen, warum man es machtWenn mein Kind dann, warum auch immer, nicht verstehen kann, warum ich etwas mache, wie ich es eben mache, dann sollte ich es schon erklären können... und zwar mit mehr als einem "das gehört sich einfach so"
![]()
Das ist ganz klar - so ist es auch bei uns. Wir leben natürlich die Dinge die ich meinen Kindern vermittle und beibringe (siehe Post) selbst vor. Also, es ist zB für mich selbstverständlich einer Frau (egal welchen Alters) die beide Hände voll mit Einkaufstüten hat die Tür auf zuhalten. So, das tue ich und das bringe ich meinen Kindern auch bei, zum einen in dem ich es vorlebe aber auch in dem ich es bewusst erkläre.
Natürlich, einem griesgrämigen alten Bock sag ich mal blöd, der schon bevor er den zweiten Fuß im Bus drin hat moppert das keiner Aufsteht, dem mache ich keinen Platz und das verlange ich auch von meinen Kindern nicht. Wenn aber eine Omi mit Gehhilfe mit müh und not im "Kinderwagenbereich" rumwankt, weil keiner sich bewegen will dann stehe ich sofort auf auch ohne das ich gefragt werde - und auch das lebe ich meinen Kindern vor, erkläre es aber auch. Zumal, es dann oft ehr mein Kind ist das aufstehen muss - da ich in der Regel erstmal dafür sorge das die Kids sitzen bevor ich mich setze weil ich nicht möchte, das sie quer durch den Bus fliegen (manche Busfahrer hier
). Usw.
11.05.2013 14:21
Zitat von Julikind:
Nein, so war es auch nicht gemeint. War auf deinen Satz bezogen, das Vorleben nicht reicht - woher weiß du das denn? Hast ja kein Exemplar daheim...
Und bitte nicht falsch verstehen, mein es nicht böse![]()
Doch das weiß ich
denn meine Große war bereits 4 als sie zu meinen Eltern zog. Es ist also nicht so das ich nie mit meinen Kindern gelebt hätte und es daher nicht beurteilen könnte. Und ich finde, es ist eben auch wichtig das man gewisse Dinge erklärt, oder auch bewusst beibringt. Natürlich, sollte man von einem Kind nicht verlangen "Du musst sitzen bleiben bis alle fertig sind" und selbst dann hin gehen, und sobald der Teller leer ist aufspringen. Man muss es den Kindern vorleben, ja das ganz klar - aber ich finde, zu "erziehen" (wie auch immer ihr es nennen mögt, gemeint ist ja das gleiche) gehört mehr als eben nur vorzuleben. Dazu gehört für mich auch, viele Dinge zu erklären zB. warum steht man auf wenn eine Omi die kaum laufen kann in den Bus steigt und sonst nirgendwo platz ist. Warum halte ich der Frau mit dem Kinderwagen die Tür auf. Warum lacht man nicht darüber, wenn jemand zB. eine Behinderung hat. An solchen Punkten, reicht es für mich einfach nicht nur Vorbild zu sein. Nur weil meine Kinder sehen, das ich es so mache - verstehen sie ja noch lange nicht den Hintergrund (nicht vor einem gewissen Alter) und darum erkläre ich mein Handeln und erkläre ihnen auch, warum ich gewisse Dinge erwarte bzw. manchmal auch verlange.
11.05.2013 14:33
Zitat von Grenzgängerin:
Zitat von Julikind:
Nein, so war es auch nicht gemeint. War auf deinen Satz bezogen, das Vorleben nicht reicht - woher weiß du das denn? Hast ja kein Exemplar daheim...
Und bitte nicht falsch verstehen, mein es nicht böse![]()
Doch das weiß ichdenn meine Große war bereits 4 als sie zu meinen Eltern zog. Es ist also nicht so das ich nie mit meinen Kindern gelebt hätte und es daher nicht beurteilen könnte. Und ich finde, es ist eben auch wichtig das man gewisse Dinge erklärt, oder auch bewusst beibringt. Natürlich, sollte man von einem Kind nicht verlangen "Du musst sitzen bleiben bis alle fertig sind" und selbst dann hin gehen, und sobald der Teller leer ist aufspringen. Man muss es den Kindern vorleben, ja das ganz klar - aber ich finde, zu "erziehen" (wie auch immer ihr es nennen mögt, gemeint ist ja das gleiche) gehört mehr als eben nur vorzuleben. Dazu gehört für mich auch, viele Dinge zu erklären zB. warum steht man auf wenn eine Omi die kaum laufen kann in den Bus steigt und sonst nirgendwo platz ist. Warum halte ich der Frau mit dem Kinderwagen die Tür auf. Warum lacht man nicht darüber, wenn jemand zB. eine Behinderung hat. An solchen Punkten, reicht es für mich einfach nicht nur Vorbild zu sein. Nur weil meine Kinder sehen, das ich es so mache - verstehen sie ja noch lange nicht den Hintergrund (nicht vor einem gewissen Alter) und darum erkläre ich mein Handeln und erkläre ihnen auch, warum ich gewisse Dinge erwarte bzw. manchmal auch verlange.
Ich pick mir jetzt mal das Lachen wegen einer Behinderung raus.
Mein Großer ist ja nun schon 12 Jahre, und hat schon einige Menschen gesehen die gehandicapt sind - er zeigte viele Reaktionen, aber lachen war nie dabei. Warum auch? Gelacht wird wenn was lustig ist.
Und mein Kleines mit knapp 3 Jahren, findet es interessant, fragt oder stellt fest. Klar, indem Moment erkläre ich ihr was mit dem Menschen los ist. Aber auch kommt nicht in den Sinn zu lachen.
Ich versteh schon was du meinst, und sicher gibt es die ein oder andere Sache, wo man dem Kind erklärt, das das jetzt die unschönere Reaktion war... mir fällt nur grad keine ein...
11.05.2013 14:51
Zitat von Julikind:
Zitat von Grenzgängerin:
Zitat von Julikind:
Nein, so war es auch nicht gemeint. War auf deinen Satz bezogen, das Vorleben nicht reicht - woher weiß du das denn? Hast ja kein Exemplar daheim...
Und bitte nicht falsch verstehen, mein es nicht böse![]()
Doch das weiß ichdenn meine Große war bereits 4 als sie zu meinen Eltern zog. Es ist also nicht so das ich nie mit meinen Kindern gelebt hätte und es daher nicht beurteilen könnte. Und ich finde, es ist eben auch wichtig das man gewisse Dinge erklärt, oder auch bewusst beibringt. Natürlich, sollte man von einem Kind nicht verlangen "Du musst sitzen bleiben bis alle fertig sind" und selbst dann hin gehen, und sobald der Teller leer ist aufspringen. Man muss es den Kindern vorleben, ja das ganz klar - aber ich finde, zu "erziehen" (wie auch immer ihr es nennen mögt, gemeint ist ja das gleiche) gehört mehr als eben nur vorzuleben. Dazu gehört für mich auch, viele Dinge zu erklären zB. warum steht man auf wenn eine Omi die kaum laufen kann in den Bus steigt und sonst nirgendwo platz ist. Warum halte ich der Frau mit dem Kinderwagen die Tür auf. Warum lacht man nicht darüber, wenn jemand zB. eine Behinderung hat. An solchen Punkten, reicht es für mich einfach nicht nur Vorbild zu sein. Nur weil meine Kinder sehen, das ich es so mache - verstehen sie ja noch lange nicht den Hintergrund (nicht vor einem gewissen Alter) und darum erkläre ich mein Handeln und erkläre ihnen auch, warum ich gewisse Dinge erwarte bzw. manchmal auch verlange.
Ich pick mir jetzt mal das Lachen wegen einer Behinderung raus.
Mein Großer ist ja nun schon 12 Jahre, und hat schon einige Menschen gesehen die gehandicapt sind - er zeigte viele Reaktionen, aber lachen war nie dabei. Warum auch? Gelacht wird wenn was lustig ist.
Und mein Kleines mit knapp 3 Jahren, findet es interessant, fragt oder stellt fest. Klar, indem Moment erkläre ich ihr was mit dem Menschen los ist. Aber auch kommt nicht in den Sinn zu lachen.
Ich versteh schon was du meinst, und sicher gibt es die ein oder andere Sache, wo man dem Kind erklärt, das das jetzt die unschönere Reaktion war... mir fällt nur grad keine ein...
Um mal bei dem Beispiel zu bleiben:
Mir ist es durchaus schon passiert das die Große, als sie noch etwas jünger war (wird diesen Sommer 6) gelacht hat wenn zB. jemand mit einer Gehbehinderung komisch gelaufen ist. Ich habe ihr dann einfach erklärt, das es nichts zu lachen gibt und das dieser Mensch eben nicht zur belustigung anderer "anders" läuft als andere sondern das er/sie eben krank ist oder eine Behinderung hat/einfach anders ist und das eben alle Menschen verschieden sind usw.
Das sind einfach so Dinge, die ich meine. Ich würde in so einer Situation niemals über jemanden lachen, aber ein Kind - das es ja nunmal nicht weiß, bis dahin - reagiert einfach manchmal "unpassend" und dann finde ich, sollte es Aufgabe der Eltern sein es nicht nur vorzuleben sondern auch zu erklären warum man gewisse Dinge tut/nicht tut.
11.05.2013 15:22
Also zum Thema Behinderung...ich find Lachen völlig okay.
Mein Soh ist hörbehindert und wir lachen oft gemeinsam...."Sag mal Kind,hast was mit den Ohren?"-"Jeep,zwei Hörgeräte..."
Nicht auslachen und sich lustig machen,aber zusammen gemeinsamm lachen,auch über Defizite.
Mein Soh ist hörbehindert und wir lachen oft gemeinsam...."Sag mal Kind,hast was mit den Ohren?"-"Jeep,zwei Hörgeräte..."
Nicht auslachen und sich lustig machen,aber zusammen gemeinsamm lachen,auch über Defizite.
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