Mütter- und Schwangerenforum

Klasse überspringen (Grundschule) - Was habt ihr für Erfahrungen gemacht?

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Tanzbär
13623 Beiträge
12.03.2014 14:47
Zitat von Blumenwiese33:

Zitat von white_manta:

Linney : Was meinst du jetzt mit Erfolgserlebnissen? Im Moment ist mein Großer ja eher frustriert, weil alles doof und langweilig ist, also mit Erfolgserlebnissen brauche ich da grad nicht zur rechnen.

Blumenwiese : Ja, ich weiss, bei der vorzeitigen Einschulung gehen die Meinungen auch weit auseinander, aber noch ein Jahr Kiga wäre für ihn nicht tragbar gewesen. Der Kiga und die Schule wollten ihn sogar mit 4,5 Jahren einschulen, aber da waren wir dagegen, weil wir das auch viel zu früh fanden. Hier in der Stadt gibt es sogar eine Schule mit Flexi-Klassen, aber wir gehören nicht zu deren Einzugsgebiet (wir wohnen in Bayern). Und jetzt noch zu wechseln (was eh nicht so einfach gehen würde, wenn es überhaupt geht), würde sich auch nicht lohnen, weil dort nur die ersten und zweiten Klassen zusammen sind. Aber generell will ich sowieso nicht die Schule wechseln, weil der Schulweg sehr kurz ist und wir auch sonst mit der Schule zufrieden sind.
Hast du denn noch irgendwelche Tipps bzgl. des Gesprächs heute Abend? Irgendetwas, worauf wir noch achten sollten?
Deine Bedenken kann ich übrigens gut verstehen, die habe ich ja auch und ich wünschte, wir würden nicht vor der Entscheidung stehen


Puh das ist echt schwer. Wie ist denn sein sozialer Umgang?? Das würde ich mir noch mal genau vor Augen halten. Und ist er vom Sotial Verhalten schon so weit mit welchen die zwei Jahre älter sind mitzuhalten?? Ich hätte Angst daß er da eher nicht so gut aufgenommen wird. Leider können Kinder ja echt blöd sein untereinander. Nicht das er dann zum Schluß immer alleine da steht. Und wenn Du mal fragst, ob er einfach nur Gewisse Stunden in der zweiten mitmachen darf? Oder hat er auch zu den Kindern aus der zwei Kontakt?


Also er hat schon immer recht schnell Anschluss gefunden und auch viel mit älteren Kindern gespielt. Aus seiner jetztigen Klasse kannte er z.B. niemanden und ist dort jetzt sehr gut integriert und hat auch mehrere Freunde, die uns auch besuchen usw. Aus den oberen Klassen kennt er jeweils ein paar aus jeder Klassenstufe, weil er mit den Jungs in der Mittagsbetreuung Kicker, Fußball oder sonstige spielt. Zumindest dort scheinen sie ihn auch zu akzeptieren und zu integrieren, was mir ein wenig Hoffnung macht.
Aber ich habe eben trotzdem Bedenken, dass er evtl. ausgegrenzt, als Oberschlaumeier hingestellt wird usw. Und in den 2-3 Probewochen (insofern es welche gibt) kann ich wahrscheinlich auch schlecht abschätzen wie die Klassenkameraden zu ihm sind.
Tanzbär
13623 Beiträge
12.03.2014 14:48
Zitat von Blumenwiese33:

Zitat von white_manta:

Zitat von Mocca:

Ich hab es bei meinen Nichten mit bekommen.
Die haben beide eine Klasse übersprungen.
Die ältere ist von der 2. in die 3. Klasse gesprungen und die jüngere ist mit 5 eingeschult worden und ist in der 1. Klasse gesprungen.
Sie ist dann in die frühere Klasse ihrer Schwester gekommen und wurde dort sehr freundlich aufgenommen (auch weil sie ja schon ein paar Mädchen kannte).
Beide gehen jetzt auf das Gymnasium und kommen mit dem Schulstoff gut zu recht (sind auch von Natur aus ehrgeizig und lernen selbständig) und wirken sehr glücklich.
Die ältere ist bei ihrem Sprung auch gut aufgenommen worden.

Vielleicht ist das nur mein Empfinden, aber ich hab den Eindruck, dass es bei Mädchen eh einfacher ist aufgenommen zu werden, weil ein "kleines" oder "zierliches" Mädchen schneller akzeptiert ist, als ein kleiner schüchterner Junge.

Wie gefällt Deinem Sohn denn der Deutsch-Unterricht in der anderen Klasse?
Hat er da Kontakt zu den Mitschülern geknüpft?


Die Konstellation deiner jüngeren Nichte wäre ja dann wie bei meinem Sohn. Ansonsten habe ich auch den gleichen Eindruck wie du, dass es bei Mädchen meist besser klappt als bei Jungs, weil sie leichter akzeptiert werden.

Den Deutschunterricht fand er gut und er kennt da auch einige Jungs aus der Klasse. Aber das ist ja eine 3.Klasse, also wäre eh nicht seine potentielle neue Klasse.

Er ist eh ein recht offener Typ und findet leicht Freunde. Ich mach mir ehrlich gesagt auch eher weniger Gedanken um die Grundschulzeit als dann um die Zeit danach, wenn die Pubertät usw. beginnt. Aber da weiss man ja leider vorher nicht, wie das dann wird.


Er wird ahlt immer der Jüngste bleiben. Denke jetzt nicht das Problem.

Das ist er jetzt ja eh schon, wobei der Altersabstand jetzt nicht sooo groß ist.
Blumenwiese33
5095 Beiträge
12.03.2014 14:54

Ist denn bei ihm ein Hochbegabung festgestellt worden durch eine Testung? Oder ist er einfach ein fittes Kind?
Wir haben an der Schule mehere Kinder mit einer bescheinigten Hochbegabung. Für diese Kinder ist speziell eine Lehrerin da, die kommt einmal in der Woche und macht ganz besondere Sachen mit den Kindern. Frag doch heute Abend mal ob es sowas gibt? Oder vieleicht kennst Du jemanden? Vorausgesetzt er hat die Hochbegabung, wenn nicht könnte es schwer werden so etwas bezahlt zu bekommen.
Mocca
4470 Beiträge
12.03.2014 15:14
Zitat von white_manta:

Zitat von Mocca:

Ich hab es bei meinen Nichten mit bekommen.
Die haben beide eine Klasse übersprungen.
Die ältere ist von der 2. in die 3. Klasse gesprungen und die jüngere ist mit 5 eingeschult worden und ist in der 1. Klasse gesprungen.
Sie ist dann in die frühere Klasse ihrer Schwester gekommen und wurde dort sehr freundlich aufgenommen (auch weil sie ja schon ein paar Mädchen kannte).
Beide gehen jetzt auf das Gymnasium und kommen mit dem Schulstoff gut zu recht (sind auch von Natur aus ehrgeizig und lernen selbständig) und wirken sehr glücklich.
Die ältere ist bei ihrem Sprung auch gut aufgenommen worden.

Vielleicht ist das nur mein Empfinden, aber ich hab den Eindruck, dass es bei Mädchen eh einfacher ist aufgenommen zu werden, weil ein "kleines" oder "zierliches" Mädchen schneller akzeptiert ist, als ein kleiner schüchterner Junge.

Wie gefällt Deinem Sohn denn der Deutsch-Unterricht in der anderen Klasse?
Hat er da Kontakt zu den Mitschülern geknüpft?


Die Konstellation deiner jüngeren Nichte wäre ja dann wie bei meinem Sohn. Ansonsten habe ich auch den gleichen Eindruck wie du, dass es bei Mädchen meist besser klappt als bei Jungs, weil sie leichter akzeptiert werden.

Den Deutschunterricht fand er gut und er kennt da auch einige Jungs aus der Klasse. Aber das ist ja eine 3.Klasse, also wäre eh nicht seine potentielle neue Klasse.

Er ist eh ein recht offener Typ und findet leicht Freunde. Ich mach mir ehrlich gesagt auch eher weniger Gedanken um die Grundschulzeit als dann um die Zeit danach, wenn die Pubertät usw. beginnt. Aber da weiss man ja leider vorher nicht, wie das dann wird.

Klar kann man nicht wissen, wie das in der Pubertät wird, aber generell glaub ich, dass er - da er ja auch mit vielen älteren Kindern dann zusammen ist - er sich da auch anpassen wird.
So sehe ich es jedenfalls bei meinen Nichten.

Ob das wirklich so aufgeht ist bestimmt immer von allen Personen abhängig - Kind, Mitschüler, Lehrer, Eltern.
Wünsche Euch ein glückliches Händchen bei der Entscheidung.
Aber ich finde die Idee, eine Probewoche vor den Ferien zu machen ziemlich gut (sofern da normaler Unterricht gestaltet wird).
Soleil
9304 Beiträge
12.03.2014 15:25
Ich hätte von der 2. in die 3. gekonnt damals. Hab immer extra Aufgaben bekommen, und an Lesewettbewerben teilgenommen (War 4 mal Lesekönigin) und an allen sonstigen Sachen (Känguru-Olympiade, etc.)

Aber meine Mutti hat es abgelehnt und es war gut so. Also Grundschule bin ich nur mit Einsen durch. Gymnasium dann nicht mehr! (Keine 4er Schülerin, aber so 1,8-2,3 )
soev
7376 Beiträge
12.03.2014 16:24
Ich habe jetzt nur den Eingangspost gelesen, deswegen wurde es vielleicht schon vorgeschlagen:

Wäre eine Schule mit jahrgangsgemischten Klassen in der Nähe?
Oder eine offene Schule? Wo kommt ihr denn her?

Ich bin Grundschullehrerin und kann nur aus der Sicht was sagen: Wie es kognitiv klappen würde, kann ich aus der Ferne nicht sagen. Wenn seine Lehrerin aber meint, das würde klappen und die Zusammenarbeit mit ihr war bisher gut, dann könnt ihr da schon drauf vertrauen.
Das emotionale und soziale ist was anderes. Da kommt es zum einem auf deinen Sohn an (Wie gefestigt ist er? Wie geht er mit Rückschlägen um? Wie mit Abweisung? Wie damit, "anders" zu sein?) und anderen aber auch sehr auf die Klasse und die Lehrer. Wenn der Lehrer wenig Wert auf das Soziale legt, dann wird er womöglich Probleme bekommen. Die Lehrkraft muss die neue Klasse vorbereiten, das Ganze im Blick behalten und notfalls lenken. Genauso auch die aktuelle Lehrerin, falls er zurückkommt.
Und die anderen Kinder: Ist er momentan gut integriert? Kennt er schon Kinder der eventuellen neuen Klasse? Das wäre beides gut.

Habt ihr ihn schon einem Schulpsychologen vorgestellt?
Tanzbär
13623 Beiträge
12.03.2014 17:34
Blumenwiese : Nein, so etwas gibt es leider an unserer Schule nicht. Er geht im Moment einmal die Woche in eine AG, die sich Lese- und Schreibstube nennt. Die ist speziell für Erstklässler, die schon lesen und schreiben können und dort machen sie dann ein paar extra Sachen. Aber das ist eben auch nur einmal die Woche für eine Stunde.

Aliya : Ja, extra Aufgaben bekommt er jetzt ja auch schon, aber eben nicht immer. Um die Grundschule mache ich mir ja auch eher weniger Sorgen, eher um die Zeit danach.

Soev : Puh, ganz schön viele Fragen: Also, wie wohnen in Bayern und ja, wir waren schon bei einem Schulpsychologen wegen der vorzeitigen Einschulung. Speziell wegen des Überspringens noch nicht. Es gibt eine Schule mit einer Flexiklasse (1+2 Klasse) in unserer Nähe, allerdings gehören wir nicht zu deren Einzugsgebiet.
An sich ist er ein sehr offenes Kind, schließt leicht Freundschaften und wird auch recht schnell in bestehende Gruppen integriert. Dadurch, dass wir öfters umziehen, hat er auch Übung darin. In seiner jetztigen Klasse ist er gut integriert und hat auch mehrere Freunde, obwohl er die alle erst seit der Einschulung kennt. Bei seiner alten Lehrerin mache ich mir da keine Sorgen darum, dass sie ihm und uns unter die Arme greift. Die neue Lehrerin kennen wir natürlich nicht. Kann man sich denn aussuchen, in welche Klasse er kommt? Er kennt aus der zweiten Klasse einige Schüler durch die Mittagsbetreuung und spielt auch viel mit denen dort. So, ich glaube, das waren alle Fragen
Lindina
583 Beiträge
12.03.2014 17:48
Darf ich mal ganz blöd fragen wodurch er vor Schulbeginn schon lesen und rechnen gelernt hat?

Ich kann nämlich den Ehrgeiz mancher Eltern nicht verstehen die einem Kindergartenkind schon lesen und rechnen beibringen. Es ist doch verständlich das sich ein Kind im ersten Schuljahr langweilt wenn es alles schon vorher lernt.
Tanzbär
13623 Beiträge
12.03.2014 18:16
Zitat von Lindina:

Darf ich mal ganz blöd fragen wodurch er vor Schulbeginn schon lesen und rechnen gelernt hat?

Ich kann nämlich den Ehrgeiz mancher Eltern nicht verstehen die einem Kindergartenkind schon lesen und rechnen beibringen. Es ist doch verständlich das sich ein Kind im ersten Schuljahr langweilt wenn es alles schon vorher lernt.

Er wollte damals zu seinem vierten Geburtstag lesen lernen, also haben wir uns zusammen mit meiner alten Fibel hingesetzt (ich allerdings in der Annahme, dass ihn das eh spätestens nach 5 Minuten langweilen wird). Naja, dadurch, dass ich absolut nicht die geborene Lehrerin und absolut ungeduldig bin, hab ich ihm nur in den Grundzügen erklärt, wie das mit dem Zusammenziehen der Buchstaben funktioniert und den Rest hat er sich mehr oder weniger durch Nachfragen usw. alleine beigebracht. Nach einem Monat konnte er dann alles lesen, wenn auch stockend. Also selbst, wenn ich mich nicht mit ihm "hingesetzt" hätte, bin ich der Meinung, dass er deutlich vor Schulbeginn lesen gelernt hätte. Einfach weil ihn Bücher interessieren und er auch schon lange richtige Wälzer liest.

Rechnen hat er sich selber beigebracht. Am Anfang eben die plus und minus (wenn da zwei Äpfel liegen und ich noch mal zwei Äpfel nehme, sind das vier, also 2+2=4). Das Malnehmen "übt" er auch schon seit ca. nem Jahr, er geht da halt mit Logik ran. Und dadurch kommt es eben, dass er schon vieles weiss, auch schon vieles, was erst in der zweiten oder dritten Klasse durchgenommen wird.

Ich hab ihm bestimmt nichts antrainiert aus Ehrgeiz, damit ich mein Kind früher einschulen oder so, falls das so rüberkam.
soev
7376 Beiträge
12.03.2014 18:46
Zitat von white_manta:

Blumenwiese : Nein, so etwas gibt es leider an unserer Schule nicht. Er geht im Moment einmal die Woche in eine AG, die sich Lese- und Schreibstube nennt. Die ist speziell für Erstklässler, die schon lesen und schreiben können und dort machen sie dann ein paar extra Sachen. Aber das ist eben auch nur einmal die Woche für eine Stunde.

Aliya : Ja, extra Aufgaben bekommt er jetzt ja auch schon, aber eben nicht immer. Um die Grundschule mache ich mir ja auch eher weniger Sorgen, eher um die Zeit danach.

Soev : Puh, ganz schön viele Fragen: Also, wie wohnen in Bayern und ja, wir waren schon bei einem Schulpsychologen wegen der vorzeitigen Einschulung. Speziell wegen des Überspringens noch nicht. Es gibt eine Schule mit einer Flexiklasse (1+2 Klasse) in unserer Nähe, allerdings gehören wir nicht zu deren Einzugsgebiet.
An sich ist er ein sehr offenes Kind, schließt leicht Freundschaften und wird auch recht schnell in bestehende Gruppen integriert. Dadurch, dass wir öfters umziehen, hat er auch Übung darin. In seiner jetztigen Klasse ist er gut integriert und hat auch mehrere Freunde, obwohl er die alle erst seit der Einschulung kennt. Bei seiner alten Lehrerin mache ich mir da keine Sorgen darum, dass sie ihm und uns unter die Arme greift. Die neue Lehrerin kennen wir natürlich nicht. Kann man sich denn aussuchen, in welche Klasse er kommt? Er kennt aus der zweiten Klasse einige Schüler durch die Mittagsbetreuung und spielt auch viel mit denen dort. So, ich glaube, das waren alle Fragen


Wenn das Schulmodell ein anderes ist, greift die Sprengelregelung nicht mehr komplett. Ich bin auch aus Bayern. Das heißt, es werden können alle Kinder aufgenommen werden, die im SPrengel haben aber Vorrang. MIt Kindern aus anderen Sprengeln wird dann nur noch aufgefüllt. Allerdings macht ein Wechsel wohl nicht so viel Sinn, wenn nur 1 und 2 gemischt ist. Habt ihr sonst eine offene Schule in der Nähe?
Theoretisch könnt ihr euch aussuchen in welche neue Klasse euer Sohn käme. Praktisch wird natürlich auf die Klassenstärke und euren Wohnort/gemeinsame Mittagsbetreuuung o.ä. geschaut, damit sich auch außerhalb der Schule Freundschaften entwickeln können.
Sprecht doch mal die Eltern der in Frage kommenden Klassen auf die Lehrerin an.

Wenn es keine offene Schule gibt und er wirklich will, dann würde ich wohl an eurer Stelle die Probewochen machen.
Habt ihr denn shconmal direkt gefragt, ob er wechseln will? Also jetzt gleich? Oder ob er schon in der Klasse bleiben will und sich nur extrem auf die 3./4. Klasse freut. Aber wenn der Druck zu hoch ist, probiert es auf jeden Fall.
soev
7376 Beiträge
12.03.2014 18:48
Ach ja: Wieso kommt denn keine Hochbegabtenschule in Frage? Deine Schilderung hört sich schon danach an. Oder falls es das gibt, eine Grundschule mit entsprechenden Förderkursen/programmen. Auf dem Kand ist sowas natürlich fast gar nicht vorhanden...
Tanzbär
13623 Beiträge
12.03.2014 19:04
Zitat von soev:

Zitat von white_manta:

Blumenwiese : Nein, so etwas gibt es leider an unserer Schule nicht. Er geht im Moment einmal die Woche in eine AG, die sich Lese- und Schreibstube nennt. Die ist speziell für Erstklässler, die schon lesen und schreiben können und dort machen sie dann ein paar extra Sachen. Aber das ist eben auch nur einmal die Woche für eine Stunde.

Aliya : Ja, extra Aufgaben bekommt er jetzt ja auch schon, aber eben nicht immer. Um die Grundschule mache ich mir ja auch eher weniger Sorgen, eher um die Zeit danach.

Soev : Puh, ganz schön viele Fragen: Also, wie wohnen in Bayern und ja, wir waren schon bei einem Schulpsychologen wegen der vorzeitigen Einschulung. Speziell wegen des Überspringens noch nicht. Es gibt eine Schule mit einer Flexiklasse (1+2 Klasse) in unserer Nähe, allerdings gehören wir nicht zu deren Einzugsgebiet.
An sich ist er ein sehr offenes Kind, schließt leicht Freundschaften und wird auch recht schnell in bestehende Gruppen integriert. Dadurch, dass wir öfters umziehen, hat er auch Übung darin. In seiner jetztigen Klasse ist er gut integriert und hat auch mehrere Freunde, obwohl er die alle erst seit der Einschulung kennt. Bei seiner alten Lehrerin mache ich mir da keine Sorgen darum, dass sie ihm und uns unter die Arme greift. Die neue Lehrerin kennen wir natürlich nicht. Kann man sich denn aussuchen, in welche Klasse er kommt? Er kennt aus der zweiten Klasse einige Schüler durch die Mittagsbetreuung und spielt auch viel mit denen dort. So, ich glaube, das waren alle Fragen


Wenn das Schulmodell ein anderes ist, greift die Sprengelregelung nicht mehr komplett. Ich bin auch aus Bayern. Das heißt, es werden können alle Kinder aufgenommen werden, die im SPrengel haben aber Vorrang. MIt Kindern aus anderen Sprengeln wird dann nur noch aufgefüllt. Allerdings macht ein Wechsel wohl nicht so viel Sinn, wenn nur 1 und 2 gemischt ist. Habt ihr sonst eine offene Schule in der Nähe?
Theoretisch könnt ihr euch aussuchen in welche neue Klasse euer Sohn käme. Praktisch wird natürlich auf die Klassenstärke und euren Wohnort/gemeinsame Mittagsbetreuuung o.ä. geschaut, damit sich auch außerhalb der Schule Freundschaften entwickeln können.
Sprecht doch mal die Eltern der in Frage kommenden Klassen auf die Lehrerin an.

Wenn es keine offene Schule gibt und er wirklich will, dann würde ich wohl an eurer Stelle die Probewochen machen.
Habt ihr denn shconmal direkt gefragt, ob er wechseln will? Also jetzt gleich? Oder ob er schon in der Klasse bleiben will und sich nur extrem auf die 3./4. Klasse freut. Aber wenn der Druck zu hoch ist, probiert es auf jeden Fall.

Ich habe mich ehrlich gesagt noch gar nicht erkundigt, ob es hier eine offene Schule gibt. Wonach müsste ich denn dann suchen? Also was ist der Suchbegriff?

Ich bin mit unserer Schule eigentlich recht zufrieden und vor allem finde ich den Schulweg schön kurz. Schon alleine deswegen würde ich ihn ungern auf eine weiter entfernte oder generell andere Schule schicken.

Hochbegabtenschulen gibt es hier in unserer Nähe nicht wirklich und ein Internat (falls es sowas überhaupt ab der 1.Klasse gibt) käme für uns nicht in Frage. Ich möchte, dass mein Kind zu Hause wohnt Ich hätte ihn ja am liebsten auf eine internationale oder wenigstens bilinguale Schule geschickt, aber die Nächste wäre in München und das wäre eine einfache Fahrt von ca. 60 km gewesen. Das wollten wir uns und ihm dann auch nicht zumuten.
soev
7376 Beiträge
12.03.2014 19:12
Das Internat könnt ihr euch ja auch noch aufheben, falls er in einigen Jahren doch mal will oder einfach weiterhin unterfordert ist.
Wegen der Schulen in eurer Gegend: Ruf einfach mal bei eurem Schulamt und eventuell noch bei Schulämtern benachbarter Städte/Kreise an und lass dir eine Liste mit den Grundschulen schicken. Die meisten kannst du dann ja googeln und sehen, ob sie ein offenes System haben. Das heißt: gemischte Klassen, hohe Selbsttätigkeit, ... Wenn die Schule sowas hat, dann bewirbt sie das auch. Du kannst aber natürlich auch gleich am Telefon fragen, welche Schulen denn passen würden.
Montessori hat z.B. gar keine Klasseneinteilung. Er könnte sich also das Material nehmen, das ihn fordert.
Lindina
583 Beiträge
12.03.2014 19:12
Zitat von white_manta:

Zitat von Lindina:

Darf ich mal ganz blöd fragen wodurch er vor Schulbeginn schon lesen und rechnen gelernt hat?

Ich kann nämlich den Ehrgeiz mancher Eltern nicht verstehen die einem Kindergartenkind schon lesen und rechnen beibringen. Es ist doch verständlich das sich ein Kind im ersten Schuljahr langweilt wenn es alles schon vorher lernt.

Er wollte damals zu seinem vierten Geburtstag lesen lernen, also haben wir uns zusammen mit meiner alten Fibel hingesetzt (ich allerdings in der Annahme, dass ihn das eh spätestens nach 5 Minuten langweilen wird). Naja, dadurch, dass ich absolut nicht die geborene Lehrerin und absolut ungeduldig bin, hab ich ihm nur in den Grundzügen erklärt, wie das mit dem Zusammenziehen der Buchstaben funktioniert und den Rest hat er sich mehr oder weniger durch Nachfragen usw. alleine beigebracht. Nach einem Monat konnte er dann alles lesen, wenn auch stockend. Also selbst, wenn ich mich nicht mit ihm "hingesetzt" hätte, bin ich der Meinung, dass er deutlich vor Schulbeginn lesen gelernt hätte. Einfach weil ihn Bücher interessieren und er auch schon lange richtige Wälzer liest.

Rechnen hat er sich selber beigebracht. Am Anfang eben die plus und minus (wenn da zwei Äpfel liegen und ich noch mal zwei Äpfel nehme, sind das vier, also 2+2=4). Das Malnehmen "übt" er auch schon seit ca. nem Jahr, er geht da halt mit Logik ran. Und dadurch kommt es eben, dass er schon vieles weiss, auch schon vieles, was erst in der zweiten oder dritten Klasse durchgenommen wird.

Ich hab ihm bestimmt nichts antrainiert aus Ehrgeiz, damit ich mein Kind früher einschulen oder so, falls das so rüberkam.


Mh wenn er wirklich so gescheit ist das er sich selbst beibringt ohne viel Lehranleitung dann würde ich es versuchen mit der 2. Klasse.

Es gibt nichts schlimmeres wie unterfordert zu sein.
soev
7376 Beiträge
12.03.2014 19:14
Ich habe gerade gelesen, dass er auch schon multipliziert? Dann kann er ja eigentlich sogar schon einiges vom Stoff der zweiten Klasse.

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