Schwieriges Pflegekind
05.04.2013 11:21
Es ist wirklich sehr schön zu hören, dass euch durch die Traumatherapeutin und auch die Familienhilfe so viele hilfreiche Tipps gegeben werden. Das was die Therapeutin euch rät, hört sich für mich auch sehr plausibel an!! Ihr braucht mit Luna wirklich sehr sehr sehr viel Geduld. Sie hat schreckliches erlebt und das muss vor allem das Gehirn erstmal verarbeiten. Ich finde es großartig, dass ihr der Kleinen ein so liebevolles, neues und vor allem friedliches Heim schenkt.
Ein Tipp aber noch von mir oben drauf. Wartet nicht zu lange damit Luna auch ihre Grenzen zu setzen. Natürlich ist es wichtig, dass sie erstmal Vertrauen zu euch findet, aber für traumatisierte Kinder ist es auch ganz wichtig Grenzen gesetzt zu bekommen. Sie darf nicht anfangen ihren "Mitleidsbonus" (blödes Wort ich weiß) bewusst auszuspielen. Sie sollte sich nicht auf ihrer (wenn auch schlimmen) Vergangenheit ausruhen und irgendwann anfangen, genauso wie alle anderen Kinder sich Erfolge zu erarbeiten.
Würde mich sehr freuen, wenn du hier ab und zu noch schreiben würdest und hoffe, dass für euch auch alles so gut endet wie bei uns und unserer mittlerweile großen Pflegetochter
Ein Tipp aber noch von mir oben drauf. Wartet nicht zu lange damit Luna auch ihre Grenzen zu setzen. Natürlich ist es wichtig, dass sie erstmal Vertrauen zu euch findet, aber für traumatisierte Kinder ist es auch ganz wichtig Grenzen gesetzt zu bekommen. Sie darf nicht anfangen ihren "Mitleidsbonus" (blödes Wort ich weiß) bewusst auszuspielen. Sie sollte sich nicht auf ihrer (wenn auch schlimmen) Vergangenheit ausruhen und irgendwann anfangen, genauso wie alle anderen Kinder sich Erfolge zu erarbeiten. Würde mich sehr freuen, wenn du hier ab und zu noch schreiben würdest und hoffe, dass für euch auch alles so gut endet wie bei uns und unserer mittlerweile großen Pflegetochter
20.04.2013 12:53
Tut mir Leid, dass es so lange gedauert hat, aber ich hatte letztens sehr wenig Zeit, weil Luna sehr anstrengend ist, vor allem in der letzten Woche und sie mein Laptop kaputt gemacht hat -.-
Die Traumatherapeutin macht bei ihr Fortschritte, bloß ist sie immer noch richtig anstrengend, stur und manchmal nervt mich ihr Verhalten und ich würde ihr am liebsten den Hals umdrehen.
Bloß merke ich keine Fortschritte
Ihr Verhalten gegenüber meinem Sohn hat sich immer noch nicht geändert, teilweise sogar verschlimmert, weil sie nur noch an ihm hängt. Letztens hatte sie mal Angst davor einzuschlafen und sie hat sich in sein Bett gelegt und er hat die Matratze usw. aus ihrem Bett genommen und sich neben ihr Bett gelegt, damit sie nicht alleine ist und sie waren die ganze Nacht lang wach.
Die Therapeutin meint ich soll so etwas im Moment noch erlauben.
Sie ist immer noch total labil und überhaupt nicht dazu fähig in einer Familie zu leben. Ich weiß, sie wird sich nicht innerhalb von wenigen Wochen total ändern, aber ich hab gedacht, dass man so langsam auch minimale Fortschritte merkt. Das einzige, was ich merke, ist, dass sich ihr Verhalten nur verschlimmert. Sie weint, wegen jedem Mist. Sie ist teilweise wirklich zickig, zieht sich immer mehr zurück bzw. zu meinem Sohn zurück, von meinem Mann hält sie immer mehr Abstand und mir vertraut sie auch immer weniger und mit meiner Tochter streitet sie sich auch noch ab und zu, aber nur hinter dem Rücken von meinem Mann und mir. Von dem was Luna so zur Kleinen sagt und allgemein von dem Lunas Verhalten aus denken die Therapeutin und unsere Familienfehlerin, dass Luna Angst davor hat weggegeben zu werden, sich deshalb nur hinter unserem Rücken streitet bzw. Probleme macht und sich so zurückzieht, weil sie denkt, dass man sie nicht weggibt wenn sie nicht nervt, denn sie denkt auch, dass sie uns oft nervt, weshalb sie auch meistens bei Alex ist.
Wir haben gestern Abend zusammen mit der Famielienhelferin Regeln aufgestellt - die Therapeutin hat gemeint, dass Luna inzwischen für harmlose Regeln und harmlose Konsequenzen, wobei man da beachten muss, dass diese sie nicht an frühere Dinge errinern, bereit ist.
Meine Kleine hält sich an die Regeln, bloß hat Luna inzwischen schon gegen 2 verstoßen.
Was meinen Mann, mich und die Familienhelferin schon die ganze Zeit wundert, ist dass Luna noch nicht versucht hat die Mitleidsnummer auszuspielen.
Mfg Laura
Die Traumatherapeutin macht bei ihr Fortschritte, bloß ist sie immer noch richtig anstrengend, stur und manchmal nervt mich ihr Verhalten und ich würde ihr am liebsten den Hals umdrehen.
Bloß merke ich keine Fortschritte
Ihr Verhalten gegenüber meinem Sohn hat sich immer noch nicht geändert, teilweise sogar verschlimmert, weil sie nur noch an ihm hängt. Letztens hatte sie mal Angst davor einzuschlafen und sie hat sich in sein Bett gelegt und er hat die Matratze usw. aus ihrem Bett genommen und sich neben ihr Bett gelegt, damit sie nicht alleine ist und sie waren die ganze Nacht lang wach.
Die Therapeutin meint ich soll so etwas im Moment noch erlauben.
Sie ist immer noch total labil und überhaupt nicht dazu fähig in einer Familie zu leben. Ich weiß, sie wird sich nicht innerhalb von wenigen Wochen total ändern, aber ich hab gedacht, dass man so langsam auch minimale Fortschritte merkt. Das einzige, was ich merke, ist, dass sich ihr Verhalten nur verschlimmert. Sie weint, wegen jedem Mist. Sie ist teilweise wirklich zickig, zieht sich immer mehr zurück bzw. zu meinem Sohn zurück, von meinem Mann hält sie immer mehr Abstand und mir vertraut sie auch immer weniger und mit meiner Tochter streitet sie sich auch noch ab und zu, aber nur hinter dem Rücken von meinem Mann und mir. Von dem was Luna so zur Kleinen sagt und allgemein von dem Lunas Verhalten aus denken die Therapeutin und unsere Familienfehlerin, dass Luna Angst davor hat weggegeben zu werden, sich deshalb nur hinter unserem Rücken streitet bzw. Probleme macht und sich so zurückzieht, weil sie denkt, dass man sie nicht weggibt wenn sie nicht nervt, denn sie denkt auch, dass sie uns oft nervt, weshalb sie auch meistens bei Alex ist.
Wir haben gestern Abend zusammen mit der Famielienhelferin Regeln aufgestellt - die Therapeutin hat gemeint, dass Luna inzwischen für harmlose Regeln und harmlose Konsequenzen, wobei man da beachten muss, dass diese sie nicht an frühere Dinge errinern, bereit ist.
Meine Kleine hält sich an die Regeln, bloß hat Luna inzwischen schon gegen 2 verstoßen.
Was meinen Mann, mich und die Familienhelferin schon die ganze Zeit wundert, ist dass Luna noch nicht versucht hat die Mitleidsnummer auszuspielen.
Mfg Laura
20.04.2013 13:04
Puh ... was glaubt ihr denn, wie lange das Zeit braucht ... sie hat jahrelangen Missbrauch hinter sich ... das klärt sich nicht in wenigen Wochen.
an so was arbeitet man tendenziell eher Jahre, statt ein paar Wochen. Und eine Stabilisierung braucht auch Zeit. Sie ist doch total verwirrt und sie hat Angst und sie wird wahrscheinlich ständig von Erinnerungen übermannt, deshalb wahrscheinlich auch die Angst vor dem Alleinschlafen. Das ist alles total normal. Und diese Formulierung mit der Mitleidstour. da könnt ich fast heulen ... Sie hat so schlimmes durch und ihr wartet auf den Tag, daß sie ne Mitleidstour abzieht? Sie hat letzten Endes ihre Familie verloren, lebt in einer anderen, wo die Erwachsenen auch überfordert sind und von ihr Dinge erwarten, die nicht realistisch sind und dann soll sie bitte ganz schnell normal sein? Sie tut mir leid, sehr leid.
Wie ist das mit Hilfe von Euch? Wo bekommt Ihr wirklich Aufklärung und Erklärungen und Hilfe im Umgang mit traumatisierten Kindern?
Sie braucht ein Umfeld, daß Geduld hat, wirklich Geduld. Welche Regeln hat sie denn verletzt?
an so was arbeitet man tendenziell eher Jahre, statt ein paar Wochen. Und eine Stabilisierung braucht auch Zeit. Sie ist doch total verwirrt und sie hat Angst und sie wird wahrscheinlich ständig von Erinnerungen übermannt, deshalb wahrscheinlich auch die Angst vor dem Alleinschlafen. Das ist alles total normal. Und diese Formulierung mit der Mitleidstour. da könnt ich fast heulen ... Sie hat so schlimmes durch und ihr wartet auf den Tag, daß sie ne Mitleidstour abzieht? Sie hat letzten Endes ihre Familie verloren, lebt in einer anderen, wo die Erwachsenen auch überfordert sind und von ihr Dinge erwarten, die nicht realistisch sind und dann soll sie bitte ganz schnell normal sein? Sie tut mir leid, sehr leid.
Wie ist das mit Hilfe von Euch? Wo bekommt Ihr wirklich Aufklärung und Erklärungen und Hilfe im Umgang mit traumatisierten Kindern?
Sie braucht ein Umfeld, daß Geduld hat, wirklich Geduld. Welche Regeln hat sie denn verletzt?
20.04.2013 13:05
Ist die Therapeutin denn involviert gewesen als die "harmlosen Regeln mit harmlosen Konsequenue" aufgestellt wurden? Hatte Luna ein Mitspracherecht?
20.04.2013 13:57
Ich hab, aber gedacht, dass man nach ein paar Wochen evtl. miniminiminimale Änderungen merkt, bloß ist es bei ihr so, dass sie gewisse Dinge sogar verschlimmern.
Wegen was soll sie denn verwirrt sein?
Es wundert mich eben, dass sie das noch nicht versucht hat. Die Familienhelferin hat auch schon paar Mal gesagt, dass wir da vorsichtig sein sollen, weil wenn man da einmal mitspielt, versuchen solche Kinder das immer und immer wieder und verstehen dann immer weniger, dass man nicht immer kriegen kann, was man möchte.
Wir erwarten glaub wirklich zu viel von ihr... Meinst du das wirklich ernst? Du siehst das aus einem anderen Blickwinkel wie wir, weil du auch solche Erfahrungen gemacht hast und in meinen Augen erwarten wir fast nichts von ihr.
Wir gehen nächstes Wochende zu so einem 2-tägigen Seminar/Kurs/..., bei dem es um traumatisierte Kinder geht. Ansonsten erklärt uns manchmal die Therapeutin etwas, wenn sie merkt, dass wir Lunas Verhalten nicht nachvollziehen können oder eben die Familienhelferin. Achso... Und so jemand aus dem JA macht jede Woche so einen Abend für Pflegeeltern, klärt dort Fragen usw. und klärt einen auf. Oft erklärt er meinem Mann und mir danach noch einiges über traumatisierte Kinder.
Eine der Regeln war, dass sie meine Kleine nicht schlagen darf und dass sie nicht beschimpfen darf. Sie hat gegen beide verstoßen.
Wir haben auch meistens wirklich Geduld mit ihr.
Die Therapeutin hatte ausdrücklich gesagt, dass Luna harmlose Regeln und harmlose Konsequenzen bereit ist - sie hat das so gesagt, also auch die Regeln und die Konsequenzen mit harmlos beschrieben.
An dem Abend konnte sie nicht da sein, jedoch haben wir sie anschließend darüber informiert und sie hat gesagt, dass diese Regeln und Konsequenzen gut durchdacht und in Ordnung sind, jedoch sollten wir trotz allem nicht erwarten, dass Luna sie alle einhält, da das im Moment noch nicht geht. Laut der Therapeutin wird Luna anfangs täglich mehrmals gegen die Regeln verstoßen und wir sollten das auch ab und zu "übersehen", sonst versteht Luna die Idee dahinter noch falsch und denkt, dass man sie bestrafen möchte, z.B. weil man sie nicht (mehr) liebt.
Für Luna ist das angeblich nämlich sehr schwer so Regeln einzuhalten, weil sie das nicht gewohnt ist. Man sollte aber schon anfangen, weil sie dafür bereit ist und irgendwann muss man damit angangen, sonst lernt sie es nie.
Natürlich dufte sie mitsprechen, hat sie aber nicht gemacht. Die Familienhleferin hat es ihr auch mehrmals gesagt, bloß hatte sie glaub voll viel Angst davor etwas zu sagen, warum auch immer. Am Ende hat die Helferin noch gefragt, ob sie mit den Regeln einverstanden ist und sie hat gennikct und ist dann mit Alex in sein Zimmer und heute Nacht haben sie das mit dem gemeinsam in einem Zimmer wieder gemacht.
Lg
Wegen was soll sie denn verwirrt sein?
Es wundert mich eben, dass sie das noch nicht versucht hat. Die Familienhelferin hat auch schon paar Mal gesagt, dass wir da vorsichtig sein sollen, weil wenn man da einmal mitspielt, versuchen solche Kinder das immer und immer wieder und verstehen dann immer weniger, dass man nicht immer kriegen kann, was man möchte.
Wir erwarten glaub wirklich zu viel von ihr... Meinst du das wirklich ernst? Du siehst das aus einem anderen Blickwinkel wie wir, weil du auch solche Erfahrungen gemacht hast und in meinen Augen erwarten wir fast nichts von ihr.
Wir gehen nächstes Wochende zu so einem 2-tägigen Seminar/Kurs/..., bei dem es um traumatisierte Kinder geht. Ansonsten erklärt uns manchmal die Therapeutin etwas, wenn sie merkt, dass wir Lunas Verhalten nicht nachvollziehen können oder eben die Familienhelferin. Achso... Und so jemand aus dem JA macht jede Woche so einen Abend für Pflegeeltern, klärt dort Fragen usw. und klärt einen auf. Oft erklärt er meinem Mann und mir danach noch einiges über traumatisierte Kinder.
Eine der Regeln war, dass sie meine Kleine nicht schlagen darf und dass sie nicht beschimpfen darf. Sie hat gegen beide verstoßen.
Wir haben auch meistens wirklich Geduld mit ihr.
Die Therapeutin hatte ausdrücklich gesagt, dass Luna harmlose Regeln und harmlose Konsequenzen bereit ist - sie hat das so gesagt, also auch die Regeln und die Konsequenzen mit harmlos beschrieben.
An dem Abend konnte sie nicht da sein, jedoch haben wir sie anschließend darüber informiert und sie hat gesagt, dass diese Regeln und Konsequenzen gut durchdacht und in Ordnung sind, jedoch sollten wir trotz allem nicht erwarten, dass Luna sie alle einhält, da das im Moment noch nicht geht. Laut der Therapeutin wird Luna anfangs täglich mehrmals gegen die Regeln verstoßen und wir sollten das auch ab und zu "übersehen", sonst versteht Luna die Idee dahinter noch falsch und denkt, dass man sie bestrafen möchte, z.B. weil man sie nicht (mehr) liebt.
Für Luna ist das angeblich nämlich sehr schwer so Regeln einzuhalten, weil sie das nicht gewohnt ist. Man sollte aber schon anfangen, weil sie dafür bereit ist und irgendwann muss man damit angangen, sonst lernt sie es nie.
Natürlich dufte sie mitsprechen, hat sie aber nicht gemacht. Die Familienhleferin hat es ihr auch mehrmals gesagt, bloß hatte sie glaub voll viel Angst davor etwas zu sagen, warum auch immer. Am Ende hat die Helferin noch gefragt, ob sie mit den Regeln einverstanden ist und sie hat gennikct und ist dann mit Alex in sein Zimmer und heute Nacht haben sie das mit dem gemeinsam in einem Zimmer wieder gemacht.
Lg
21.04.2013 09:15
Hallo,
ich möchte mal mit meiner Familie (also auch mit Luna) etwas machen. Jedes Mal wenn wir etwas planen, z.B. wollten wir letztes Wochenende mit Pia in den Zoo und Luna war auch damit einverstanden und plötzlich fällt Luna am Freitagabend ein, dass sie noch voll viele Hausaufgaben machen muss und auf irgendeinen Latein-Test lernen muss, der angeblich voll schwierig sein wird. Natürlich kann sie das alles nicht auf Sonntag verschieben. Dann ist auch mein Sohn Zuhause geblieben, damit Luna nicht alleine ist und weil man Luna nicht alleine lassen sollte/kann, da sie sich sonst noch etwas antut.
Bis jetzt haben wir so Familientage immer nach meiner Kleinen gerichtet, z.B. in den Zoo gehen oder auf den Spielplatz und danach Eis essen gehen bzw. währenddessen Eis essen (in der Stadt gibt es ein Spielplatz, der neben einem Eiscafe ist usw.) usw. usf.
Wenn ich sie frage, was sie am Samstag machen will, kommt immer so eine Antwort wie: "Ist mir egal."
Hat sie einfach keine Lust darauf mit mir etwas zu tun oder hat sie Angst davor ihre Wünsche zu äußern?
Das Problem ist, dass wir sie kaum kennen, weil sie uns eigentlich immer vermeidet. Was machen pubertierende Teenies gerne?
Lg
ich möchte mal mit meiner Familie (also auch mit Luna) etwas machen. Jedes Mal wenn wir etwas planen, z.B. wollten wir letztes Wochenende mit Pia in den Zoo und Luna war auch damit einverstanden und plötzlich fällt Luna am Freitagabend ein, dass sie noch voll viele Hausaufgaben machen muss und auf irgendeinen Latein-Test lernen muss, der angeblich voll schwierig sein wird. Natürlich kann sie das alles nicht auf Sonntag verschieben. Dann ist auch mein Sohn Zuhause geblieben, damit Luna nicht alleine ist und weil man Luna nicht alleine lassen sollte/kann, da sie sich sonst noch etwas antut.
Bis jetzt haben wir so Familientage immer nach meiner Kleinen gerichtet, z.B. in den Zoo gehen oder auf den Spielplatz und danach Eis essen gehen bzw. währenddessen Eis essen (in der Stadt gibt es ein Spielplatz, der neben einem Eiscafe ist usw.) usw. usf.
Wenn ich sie frage, was sie am Samstag machen will, kommt immer so eine Antwort wie: "Ist mir egal."
Hat sie einfach keine Lust darauf mit mir etwas zu tun oder hat sie Angst davor ihre Wünsche zu äußern?
Das Problem ist, dass wir sie kaum kennen, weil sie uns eigentlich immer vermeidet. Was machen pubertierende Teenies gerne?
Lg
22.04.2013 10:59
Schön wieder was von dir/euch zu hören.
Ich finde es erstmal klasse, dass ihr an einem Seminar teil nehmt und euch sowohl therapeutische Hilfe als auch eine Familienhilfe geholt habt. Allerdings hört es sich für mich so an, als wärt ihr viel zu ungeduldig. In wenigen Wochen kann sich Luna überhaupt nicht ändern. Und wie Anja schon geschrieben hat, sie hat jahrelangen Missbrauch hinter sich und zusätzlich noch ihre Familie verloren. Kinder lieben ihre Eltern - auch wenn sie von ihnen misshandelt werden. Deshalb ist es für sie trotzdem schlimm jetzt in einer vollkommen fremden Familie zu sein. Du schreibst, ihr kennt sie überhaupt nicht, weil sie sich so zurück zieht. Aber denk daran, dass sie euch auch überhaupt nicht kennt. Und bei ihrer Vergangenheit ist es doch noch viel schwerer zu "fremden" Menschen Vertrauen zu fassen, wenn man von der eigenen Familie, der man normalerweise bedingungslos vertraut, so grausam behandelt worden ist. Gib ihr Zeit - viel Zeit.
Regeln und Konsequenzen finde ich absolut in Ordnung (natürlich ausschließlich in Absprache mit der Therapeutin!!!). Dass Luna die Regeln gleich mal bricht ist doch auch ganz normal. Welche Kinder (misshandelt oder nicht) halten sich sofort an alle Regeln?! Du musst natürlich konsequent sein bei Luna, aber auch bei deinen eigenen Kindern. Die haben sich bestimmt auch nicht von Anfang an an alles gehalten was du ihnen gesagt hast. Bei Luna ist es ähnlich wie die Erziehung eines trotzigen Kleinkindes. Das ist harte Arbeit und erfodert viel viel viel Geduld.
Was man mit einem Teenie in der Pubertät machen kann? Da fällt mir als aller erstes ein: Shoppen! Mach doch mal was alleine mit Luna. Dann kommt ihr euch auch ein bisschen näher. Sowas wie ein Kletterpark (Felsenmeer) was auch immer bei euch in der Nähe ist, schafft auch Vertrauen und macht ihr bestimmt auch Spaß.
Ansonsten finde ich gemeinsame Spieleabende immer super. Das lockert die Stimmung auf und sie bekommt ein Gefühl von Zugehörigkeit.
Ich finde es erstmal klasse, dass ihr an einem Seminar teil nehmt und euch sowohl therapeutische Hilfe als auch eine Familienhilfe geholt habt. Allerdings hört es sich für mich so an, als wärt ihr viel zu ungeduldig. In wenigen Wochen kann sich Luna überhaupt nicht ändern. Und wie Anja schon geschrieben hat, sie hat jahrelangen Missbrauch hinter sich und zusätzlich noch ihre Familie verloren. Kinder lieben ihre Eltern - auch wenn sie von ihnen misshandelt werden. Deshalb ist es für sie trotzdem schlimm jetzt in einer vollkommen fremden Familie zu sein. Du schreibst, ihr kennt sie überhaupt nicht, weil sie sich so zurück zieht. Aber denk daran, dass sie euch auch überhaupt nicht kennt. Und bei ihrer Vergangenheit ist es doch noch viel schwerer zu "fremden" Menschen Vertrauen zu fassen, wenn man von der eigenen Familie, der man normalerweise bedingungslos vertraut, so grausam behandelt worden ist. Gib ihr Zeit - viel Zeit.
Regeln und Konsequenzen finde ich absolut in Ordnung (natürlich ausschließlich in Absprache mit der Therapeutin!!!). Dass Luna die Regeln gleich mal bricht ist doch auch ganz normal. Welche Kinder (misshandelt oder nicht) halten sich sofort an alle Regeln?! Du musst natürlich konsequent sein bei Luna, aber auch bei deinen eigenen Kindern. Die haben sich bestimmt auch nicht von Anfang an an alles gehalten was du ihnen gesagt hast. Bei Luna ist es ähnlich wie die Erziehung eines trotzigen Kleinkindes. Das ist harte Arbeit und erfodert viel viel viel Geduld.
Was man mit einem Teenie in der Pubertät machen kann? Da fällt mir als aller erstes ein: Shoppen! Mach doch mal was alleine mit Luna. Dann kommt ihr euch auch ein bisschen näher. Sowas wie ein Kletterpark (Felsenmeer) was auch immer bei euch in der Nähe ist, schafft auch Vertrauen und macht ihr bestimmt auch Spaß.
Ansonsten finde ich gemeinsame Spieleabende immer super. Das lockert die Stimmung auf und sie bekommt ein Gefühl von Zugehörigkeit.
25.04.2013 23:07
Zu Lunas Erziehung:
Ich habe mich für die harte Methode entschieden, weil sie anscheinend alles andere nicht versteht. Sie darf nicht mehr bei Alex schlafen, sie darf nicht mehr so oft alleine sein, das heißt sie hat keine Privatsphäre mehr bzw. nicht mehr so viel. Wenn sie sich ritzt, gibt es Ärger. Wenn sie trinkt, gibt es Ärger. Wenn sie irgendwelchen anderen Mist macht, gibt es Ärger. usw. usf.
Shoppen gehe ich mit ihr vorert einmal nicht, da sie sich nich noch nicht gut benimmt. Sie ist trotzig, heult die ganze Zeit herum und will nicht begreifen, dass sie die Regeln befolgen muss, z.B. versucht sie immer irgendwie doch alleine zu sein bzw. mit Alex.
Wenn ich mit ihr und meiner Familie in einen Kletterpark gehen würde, müsste ich mich nur für sie schämen. Sie hat überhaupt keine Manieren.
Wir machen mal einen Spieleabend.
Ich hoffe, ich habe nicht vergessen auf irgendeiene Frage oder Aussage zu antworten oder vergessen etwas zu schreiben.
Lg
Ich habe mich für die harte Methode entschieden, weil sie anscheinend alles andere nicht versteht. Sie darf nicht mehr bei Alex schlafen, sie darf nicht mehr so oft alleine sein, das heißt sie hat keine Privatsphäre mehr bzw. nicht mehr so viel. Wenn sie sich ritzt, gibt es Ärger. Wenn sie trinkt, gibt es Ärger. Wenn sie irgendwelchen anderen Mist macht, gibt es Ärger. usw. usf.
Shoppen gehe ich mit ihr vorert einmal nicht, da sie sich nich noch nicht gut benimmt. Sie ist trotzig, heult die ganze Zeit herum und will nicht begreifen, dass sie die Regeln befolgen muss, z.B. versucht sie immer irgendwie doch alleine zu sein bzw. mit Alex.
Wenn ich mit ihr und meiner Familie in einen Kletterpark gehen würde, müsste ich mich nur für sie schämen. Sie hat überhaupt keine Manieren.
Wir machen mal einen Spieleabend.
Ich hoffe, ich habe nicht vergessen auf irgendeiene Frage oder Aussage zu antworten oder vergessen etwas zu schreiben.
Lg
25.04.2013 23:25
Zitat von Laura-Mutter:
Zu Lunas Erziehung:
Ich habe mich für die harte Methode entschieden, weil sie anscheinend alles andere nicht versteht. Sie darf nicht mehr bei Alex schlafen, sie darf nicht mehr so oft alleine sein, das heißt sie hat keine Privatsphäre mehr bzw. nicht mehr so viel. Wenn sie sich ritzt, gibt es Ärger. Wenn sie trinkt, gibt es Ärger. Wenn sie irgendwelchen anderen Mist macht, gibt es Ärger. usw. usf.
Shoppen gehe ich mit ihr vorert einmal nicht, da sie sich nich noch nicht gut benimmt. Sie ist trotzig, heult die ganze Zeit herum und will nicht begreifen, dass sie die Regeln befolgen muss, z.B. versucht sie immer irgendwie doch alleine zu sein bzw. mit Alex.
Wenn ich mit ihr und meiner Familie in einen Kletterpark gehen würde, müsste ich mich nur für sie schämen. Sie hat überhaupt keine Manieren.
Wir machen mal einen Spieleabend.
Ich hoffe, ich habe nicht vergessen auf irgendeiene Frage oder Aussage zu antworten oder vergessen etwas zu schreiben.
Lg
Ich muss ganz ehrlich sagen - auch wenn ich mit Pflegekindern natürlich keine Erfahrung habe - ich finde das Luna in einer anderen Familie besser aufgehoben wäre! Tut mir leid. Deine ersten paar Posts, klangen sehr zuversichtlich - wenn auch da schon zu ungeduldig - aber das was du nun zuletzt geschrieben hast, verschlägt mir doch ein bisschen die Sprache. Ihr scheint überhaupt kein bisschen verstehen zu können was in einem Kind dem solche schlimmen Dinge wiederfahren sind, vor geht. Auch scheint mir eure Empathie für Luna, deutlich zu gering. Ihr wollt einfach nur euer normales Familienleben mit euren Kindern weiter führen - was ich natürlich verstehen kann - aber das geht nunmal nicht wenn man sich einer solchen Bürde annimmt, nämlich einem verletzten und verstörten, traumatisierten Kind wie Luna! Ich verstehe nicht - warum man euch diese Situation überhaupt zugetraut hat bzw. euch Luna übertragen hat, da ihr scheinbar weder Erfahrung im Umgang mit solchen Kindern habt noch das ihr die Geduld dafür hättet um sie - sachgemäß - nach und nach in eure Familie zu entegrieren.
Wie kann man einem Kind, das solche Dinge erlebt hat die einzige Bezugsperson und zusätzlich die Privatsphäre rauben? Ich habe vollstes Verständnis dafür, das ihr Regeln in eurem Haus aufstellt an die sich ALLE halten müssen, auch Luna. Ich kann auch verstehen, das es SEHR SCHWER ist mit ihr umzugehen bzw. sie in eure Familie einzufügen. Aber versucht doch auch mal euch in sie hinein zu fühlen!?!! Sie kannte vermutlich ihr Leben lang, keine Regeln und familiäre Normalitäten - wie soll sie das nun von heute auf morgen lernen? Ich will damit nicht sagen, das ihr Luna alles durchgehen lassen sollt, gewiss nicht - aber ihr hattet doch eine Lösung für eure Probleme mit der Familienhilfe ausgearbeitet - warum nun der Umschwung? Wenn ihr konsequent an den Regeln und "Strafen" festgehalten hättet, die ihr aufgestellt hattet dann hätte sich Luna mit der Zeit sicherlich daran gewöhnt - aber eben MIT DER ZEIT!
Unter den Umständen - die du geschildert hast (dein erster Absatz) finde ich - das Luna in einer erfahreneren Pflegefamilie besser aufgehoben wäre. Tut mir wie gesagt leid das ich das so sage, aber mir tut vor allem das Mädchen leid!
25.04.2013 23:46
Und - hab ich grad vergessen - das du dich schämst mir ihr raus zu gehen, weil sie schlechte Manieren hat, sorry aber darüber kann ich nur Kopfschütteln. Warum soll sie - von dir - noch dafür bestraft werden das sie eine grausame Kindheit in einer lieblosen Familie hatte, die sich einen Dreck darum geschert hat ob sie sich gut benimmt?
Wenn du ihr so gegenüber trittst wie du dich hier gibst - sorry, dann kann ich sehr gut verstehen warum sie sich immer weiter von dir distanziert und kein Vertrauen zu dir aufbaut. Ihr solltet darüber nachdenken ob es nicht für alle Beteiligten - vor allem aber für Luna - das Beste wäre wenn ihr sie in Hände übergebt die Erfahrung mit Kindern wie ihr haben und die wissen, wie man mit ihr umgehen muss. Denn je länger ihr so mit ihr verfahrt wie du es beschrieben hast zuletzt - desto größer wird das Trauma und die Angst anderen Menschen zu vertrauen.
Überleg doch mal - ihr seit ihr erster Zufluchtsort nach einem Leben voller Qualen und Angst - und dann reagierst du SO? Wie soll sie lernen Vertrauen zu anderen Menschen zu fassen und sich auf deren Regeln einzulassen, wenn du ihr nun das beste Beispiel dafür lieferst, das nicht nur ihre Ursprungsfamilie sie schlecht behandelt hat sondern das sie nun auch den Menschen von denen sie vermutlich gehofft hat dort in Sicherheit zu sein, nicht vertrauen kann. Versteh mich nicht falsch - natürlich ist sie bei euch in Sicherheit vor Misshandlung und Missbrauch - aber ihre Seele kann, meiner bescheidenen Meinung nach, bei euch nicht heilen denn ihr bietet ihr dafür nicht das entsprechend nötige Umfeld.
Wenn du ihr so gegenüber trittst wie du dich hier gibst - sorry, dann kann ich sehr gut verstehen warum sie sich immer weiter von dir distanziert und kein Vertrauen zu dir aufbaut. Ihr solltet darüber nachdenken ob es nicht für alle Beteiligten - vor allem aber für Luna - das Beste wäre wenn ihr sie in Hände übergebt die Erfahrung mit Kindern wie ihr haben und die wissen, wie man mit ihr umgehen muss. Denn je länger ihr so mit ihr verfahrt wie du es beschrieben hast zuletzt - desto größer wird das Trauma und die Angst anderen Menschen zu vertrauen.
Überleg doch mal - ihr seit ihr erster Zufluchtsort nach einem Leben voller Qualen und Angst - und dann reagierst du SO? Wie soll sie lernen Vertrauen zu anderen Menschen zu fassen und sich auf deren Regeln einzulassen, wenn du ihr nun das beste Beispiel dafür lieferst, das nicht nur ihre Ursprungsfamilie sie schlecht behandelt hat sondern das sie nun auch den Menschen von denen sie vermutlich gehofft hat dort in Sicherheit zu sein, nicht vertrauen kann. Versteh mich nicht falsch - natürlich ist sie bei euch in Sicherheit vor Misshandlung und Missbrauch - aber ihre Seele kann, meiner bescheidenen Meinung nach, bei euch nicht heilen denn ihr bietet ihr dafür nicht das entsprechend nötige Umfeld.
26.04.2013 08:32
Mein Internet funktioniert nicht, daher kurz über Handy. Nach dem Beitrag wundert mich nicht mehr, warum ich keine Antwort mehr auc meine PN erhalten habe.
Ich bin schockiert, welche Entwicklung das genommen hat. Ich schließe mich Grenzgängerin voll an. Unter den Umständen wäre luna woanders besser aufgehoben. Ich hoffe, du sagst es genauso offen bei der Familienhilfe.
Ich bin schockiert, welche Entwicklung das genommen hat. Ich schließe mich Grenzgängerin voll an. Unter den Umständen wäre luna woanders besser aufgehoben. Ich hoffe, du sagst es genauso offen bei der Familienhilfe.
26.04.2013 08:37
Leute, seid nicht so. Ihr habt keine Ahnung, was das für eine Familie bedeuten kann, so ein Kind aufzunehmen. Und ich denke nicht, dass es irgendwem von uns zusteht, darüber zu urteilen. Und so hart es klingt, das werden auch viele Sozialarbeiter bestätigen, manchmal kommt man mit Sanftmut nicht weit und manchmal muss man klar Grenzen setzen um Verhalten zu korrigieren. Man darf nicht alles dulden. Was soll aus dem Mädchen werden? Eine junge Frau, die sich alles erlauben darf, weil sie es schlecht hatte? Wieviele hier würden dann nur herumgammeln, saufen und Drogen nehmen?
26.04.2013 08:51
Zitat von mona84:
Leute, seid nicht so. Ihr habt keine Ahnung, was das für eine Familie bedeuten kann, so ein Kind aufzunehmen. Und ich denke nicht, dass es irgendwem von uns zusteht, darüber zu urteilen. Und so hart es klingt, das werden auch viele Sozialarbeiter bestätigen, manchmal kommt man mit Sanftmut nicht weit und manchmal muss man klar Grenzen setzen um Verhalten zu korrigieren. Man darf nicht alles dulden. Was soll aus dem Mädchen werden? Eine junge Frau, die sich alles erlauben darf, weil sie es schlecht hatte? Wieviele hier würden dann nur herumgammeln, saufen und Drogen nehmen?
Es geht nicht darum alles zu erlauben. Wenn der Weg so mit der familienhilfe abgestimmt ist, ist das was anderes. Ich lese eher Hilflosigkeit und überforderung. Sicherlich verständlich, aber nicht gerade das richtige für das Mädchen, auf deren Rücken das ausgetragen wird. Niemand sagt, dass es einfach ist ein Pflegekind aufzunehmen. Aber du hast es selbst geschrieben: man sollte seine Grenzen erkennen.
26.04.2013 08:55
Zitat von mona84:
Leute, seid nicht so. Ihr habt keine Ahnung, was das für eine Familie bedeuten kann, so ein Kind aufzunehmen. Und ich denke nicht, dass es irgendwem von uns zusteht, darüber zu urteilen. Und so hart es klingt, das werden auch viele Sozialarbeiter bestätigen, manchmal kommt man mit Sanftmut nicht weit und manchmal muss man klar Grenzen setzen um Verhalten zu korrigieren. Man darf nicht alles dulden. Was soll aus dem Mädchen werden? Eine junge Frau, die sich alles erlauben darf, weil sie es schlecht hatte? Wieviele hier würden dann nur herumgammeln, saufen und Drogen nehmen?
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