Mütter- und Schwangerenforum

*Tjark* Kleiner Kämpfer - ganz groß

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27.08.2011 13:31
Hallo liebe TS!

Ich finde das total klasse von euch! Respekt, dass ihr euch für den kleinen Mann entschieden habt!

Meine Eltern haben eine behinderte Tochter, die mittlerweile 20 Jahre alt ist und sie lebt immernoch zuhause.

Werde deinen Thread auf jedenfall weiter verfolgen und drücke euch alle meine Daumen, dass alles weiterhin gut verläuft

Welche Klinik bei Bonn war das denn?

GLG
FiePie
1478 Beiträge
27.08.2011 13:32
Zitat von edelzicke:

Hallo liebe TS!

Ich finde das total klasse von euch! Respekt, dass ihr euch für den kleinen Mann entschieden habt!

Meine Eltern haben eine behinderte Tochter, die mittlerweile 20 Jahre alt ist und sie lebt immernoch zuhause.

Werde deinen Thread auf jedenfall weiter verfolgen und drücke euch alle meine Daumen, dass alles weiterhin gut verläuft

Welche Klinik bei Bonn war das denn?

GLG


Die Asklepios Klinik in Sankt Augustin Dort werde ich auch entbinden
27.08.2011 13:33
Zitat von FiePie:

Zitat von NochNichtMama:

Ganz ehrlich: du hast meinen allertiefsten Respekt!!! Es sollte mehr Menschen wie dich geben!!

Ich ziehe meinen Hut...



Dankeschön Das tut gut zu hören und muntert mich auf Oft gibt es Situationen in denen ich meine Kraft verliere, aber sowas gibt mir neue Kraft

Es wäre schön, wenn du hier von dem weiteren Verlauf deiner Schwangerschaft berichten könntest. Mich interessiert das sehr, was aus dem kleinen Mann wird. Ich merk mir diesen Thread schon mal vor.
maulwurf73
517 Beiträge
27.08.2011 13:33
Wow... Thema ist gemerkt. Werde mit Euch mitfiebern, dass alles gut ausgeht. Ich finde es toll, dass ihr euch für das Kind entschieden habt. Mir wäre es vermutlich genauso gegangen. Wenn man solche Bilder bekommt, wie soll man sich dann für einen Abbruch entscheiden.
Ich drücke Euch ganz fest die Daumen!!!
27.08.2011 13:34
Ich möchte dir meinen allergrößten Respekt aussprechen. Wünsche euch alles erdenklich Gute.
27.08.2011 13:34
Hallo, auch von mir bekommt ihr beide meinen respekt, find ich super das ihr euch für euer Kind entschieden habt und egal ob ein Kind behindert ist oder nicht jede Mutter liebt ihr kleines Baby
wünsche euch beiden noch alles Gute für die Zukunft und ganz viel Kraft
27.08.2011 13:35
wow du beweist extreme stärke.
das beeindruckt mich sehr. ich habe zwar die gleiche einstellung wie du, aber mit 17 jahren so eine entscheidung zu treffen ist wirklich sehr erwachsen.
ich wünsch euch viel glück weiterhin und auch wenn er da ist.

ich habe mal in einer behinderten schule ein fsj gemacht. da habe ich ein kleines mädchen betreut was auch einen hirnschlauch am hals innen liegen hatte. sie saß zwar im rollstuhl aber war so ein liebenswertes aufgewecktes mädchen, voller lebensmut!

27.08.2011 13:35
Zitat von FiePie:

Zitat von edelzicke:

Hallo liebe TS!

Ich finde das total klasse von euch! Respekt, dass ihr euch für den kleinen Mann entschieden habt!

Meine Eltern haben eine behinderte Tochter, die mittlerweile 20 Jahre alt ist und sie lebt immernoch zuhause.

Werde deinen Thread auf jedenfall weiter verfolgen und drücke euch alle meine Daumen, dass alles weiterhin gut verläuft

Welche Klinik bei Bonn war das denn?

GLG


Die Asklepios Klinik in Sankt Augustin Dort werde ich auch entbinden


Ah, die kenne ich Mein Kleiner lag da mal
FiePie
1478 Beiträge
27.08.2011 13:37
Natürlich werde ich hier weiter berichten Aber hoffentlich nur gutes Ich lade mal die aktuellen Fotos von dem Kleinen hoch

Das war in er 27. Woche

ich bekomme jetzt bei jedem Termin ein 3D Bild von den Füßen um mir zu beweisen, dass er keinen Klumpfuß bekommen hat

Karla_Kolumna
20215 Beiträge
27.08.2011 13:40
FiePie, ich finde deinen Mut ganz bewundernswert und deine Entscheidung wirklich toll. Ich selbst habe immer gesagt, egal was passiert, er ist und bleibt mein kleiner Sohn. Gut, ich wurde, Gott sei dank, nicht vor die Wahl gestellt und natürlich hat man "leicht reden"... nicht desto trotz, ich denke, ich hätte ebenso gehandelt.
Ich wünsche dir bzw. euch... alles gute und viel freude mit eurem kleinen Sohnemann.
HelloKitty007
9409 Beiträge
27.08.2011 13:41
Zitat von FiePie:

Er bleibt unser über alles geliebter Sohn. Ob er nun laufen kann oder nicht. Ich gebe gerne mein Leben dafür auf um für ihn da zu sein Er hat bewiesen, dass er leben will. Sonst wäre er nicht in meinem Bauch. Und wenn er leben will, dann darf er das auch


Ich finde diese Einstellung Top Und viele Kinder mit Spina Bifida können fast " ganz normal" leben...warum sollten diese Kinder nicht leben dürfen..wenn man es einmal genau nimmt, hat fast jeder eine Behinderung..das fängt beim Brillentragen an, also ist man Sehbehindert...wer gibt einem dann dann Recht zu entscheiden, welches leben " Lebenswert" ist und zu entscheiden, ob man leben darf.
Ich finde das du das richtig und Verantwortungsbewusst entschieden hast
urmelausdemeis
22621 Beiträge
27.08.2011 13:41
Zitat von FiePie:

Ich möchte hier mal meine Situation schildern und ein bisschen was über unsere Geschichte erzählen.
Ich heiße Sophie und bin 17 Jahre alt. Ich bin in der 30. Woche schwanger und bekomme ein behindertes Kind. In der 21. Woche bin ich zum 2. Screening zu meiner Frauenärztin gegangen. Ihr ist eine veränderte Kopfform aufgefallen und sie hat mich zu einer Spezialistin geschickt, die sich mit einem besseren Ultraschallgerät den Kopf mal anschauen sollte. Vor dem Termin habe ich mir keine großen Gedanken gemacht und war der Meinung das alles ok ist.Was aber leider nicht der Fall war. Bei der anderen Ärztin lag ich dann beim Ultraschall und sie fragte mich, ob mein Freund vorbei kommen könnte. Ich habe sie verdutzt angeschaut und wusste nicht was sie wollte. Mein Freund war noch auf Arbeit und hätte mindestens eine Stunde zur Ärztin gebraucht. Dann fing die Ärztin an ein wenig nervös zu werden. Ich war mir schon sicher, dass es was schlimmes sein wird, was sie mir zu sagen hat. Sie meinte, dass der Kleine einen offenen Rücken hat. Ich habe zu dem Zeitpunkt noch nie davon gehört und war ratlos. Die Ärztin erzählte dann was das zu bedeuten hat. Sie erzählte, dass der Kleine die Beine nicht bewegen wird, dass er einen Katheter brauchen wird, weil er nicht alleine auf Toilette gehen kann und das er ein Ventil in den Kopf bekommt, um das Hirnwasser abzuleiten. Ich war völlig neben der Spur und habe meinem Freund einen SMS geschrieben. Er hat sofort angerufen. Ich habe ihm versucht, dass ganze zu erklären. Wir wussten nicht wie wir mit dieser Nachricht umgehen sollten. Uns sagte die Ärztin auch, dass wir die Schwangerschaft abbrechen können, was aber nicht in frage kam.
Ich kam aus dem heulen nicht mehr raus und war froh wo mein Freund eine Stunde später da war und mich in den Arm nehmen konnte. Lange haben wir darüber geredet, wie es weiter gehen soll und ob wir uns das alles zutrauen. Da wir immer noch nicht wirklich viel über diese Krankheit wussten, haben wir uns im Internet umgeschaut und ein Forum gefunden, mit Betroffenen und Eltern von betroffenen Kindern. Ich habe dort meine Situation geschildert und ganz andere Sachen gehört. Dort waren viele die relativ normal laufen können und die kein Ventil im Kopf haben. Ich habe mit einer Gänsehaut gelesen, dass alles gar nicht so schlimm sein muss, und das man sogar schon vor der Geburt operieren kann um die Schäden so gering wie möglich zu halten.
2 Wochen später, waren wir in einer Klinik bei Bonn und haben da mit Spezialisten gesprochen. Dort wurde festgestellt, dass der Defekt sehr weit unten am Rücken ist und bis jetzt alles den Umständen entsprechend gut aussieht. Wir wurden an die Klinik in Gießen verwiesen, wo eine vorgeburtliche OP gemacht werden kann.
Trotz vieler Risiken haben wir uns dazu entschlossen, diese OP machen zu lassen. Wir wollten alles tun um unserem Sohn ein normaleres Leben zu ermöglichen. Am 22.07 war es dann soweit. Ich hatte das OP-Hemd an und wurde in den OP-Saal geschoben. Dort wurde ich in Narkose gelegt. Irgendwann bin ich aufgewacht und habe gemerkt, dass ich grade weggeschoben werde. Im Aufwachraum habe ich erfahren, dass es erst 11.30 Uhr ist. Die Op sollte bis ca. 14 Uhr gehen. In dem Moment dachte ich, dass ich meinen Sohn verloren habe und das alles vorbei ist. Aber dann kam der Arzt und erklärte, dass sie nicht operieren konnten, weil die Versorgung von dem Kleinen nicht mitgespielt hat. Ich war erleichtert. Mein Sohn war also noch bei mir im Bauch.
Am nächsten Tag wurde ich entlassen und ich konnte entscheiden, ob ich noch einmal operiert werden möchte. Das habe ich allerdings abgelehnt, weil die Ärzte nicht wussten warum die Werte von dem Kleinen nicht gestimmt haben. Also hätte wieder das gleiche passieren können.
Aber es gibt auch gute Nachrichten. Der Kleine bewegt die Beine vollkommen normal und es hat sich kein weiteres Hirnwasser im Kopf angesammelt. Bis jetzt sieht es echt gut aus. Er kann auf jeden Fall mit Schienen (vielleicht auch ohne Schienen) laufen und bis jetzt sieht es so aus als ob er kein Ventil braucht Auch die Blase entleert sich bis jetzt gut. Jetzt heißt es Daumen drücken und hoffen, dass die letzten 8 Wochen genauso gut verlaufen




Ich habe Tränen in den Augen!!! Ich kann Dir nich beschreiben, wie froh es mich macht, dass Du Deinem Baby diese Chance gibst und das Du, torz Deines jungen Alters, die Verantwortung und die Aufgabe annimmst. Ich finde es super klasse!!!!!!

Respekt und ich wünsche Dir von ganzen Herzen, dass Dein Sweety nich soooo schwer behindert sein wird. Wirklich, ich neige meinen Kopf vor Dir. Klasse!!!!! Toll!!!!!!!!!! RESPEKT!!!! Von Dir könnten sich einige (ältere) Frauen nen Scheibe anschneiden lassen, die nicht den Mut und die Lust haben, sich ein Leben lang um ein behinderstes Kind kümmern wollen. Und ein behindertest Kind gibt noch 1000 mal mehr wieder, als ein gesundes. Also, ich hätte genauso entschieden, wie Du!!!!!

Toll, echt ich find das suuuuuuper toll!!!!
Stern-Schnuppe84
1484 Beiträge
27.08.2011 13:44
Hut ab. Das finde ich ganz toll. Ich hätte mich auch immer für mein Kind entschieden.
schnati
8499 Beiträge
27.08.2011 13:46
Zitat von FiePie:

Er bleibt unser über alles geliebter Sohn. Ob er nun laufen kann oder nicht. Ich gebe gerne mein Leben dafür auf um für ihn da zu sein Er hat bewiesen, dass er leben will. Sonst wäre er nicht in meinem Bauch. Und wenn er leben will, dann darf er das auch


Das hast du sehr schön geschrieben
FiePie
1478 Beiträge
27.08.2011 13:48
Zitat von urmelausdemeis:

Zitat von FiePie:

Ich möchte hier mal meine Situation schildern und ein bisschen was über unsere Geschichte erzählen.
Ich heiße Sophie und bin 17 Jahre alt. Ich bin in der 30. Woche schwanger und bekomme ein behindertes Kind. In der 21. Woche bin ich zum 2. Screening zu meiner Frauenärztin gegangen. Ihr ist eine veränderte Kopfform aufgefallen und sie hat mich zu einer Spezialistin geschickt, die sich mit einem besseren Ultraschallgerät den Kopf mal anschauen sollte. Vor dem Termin habe ich mir keine großen Gedanken gemacht und war der Meinung das alles ok ist.Was aber leider nicht der Fall war. Bei der anderen Ärztin lag ich dann beim Ultraschall und sie fragte mich, ob mein Freund vorbei kommen könnte. Ich habe sie verdutzt angeschaut und wusste nicht was sie wollte. Mein Freund war noch auf Arbeit und hätte mindestens eine Stunde zur Ärztin gebraucht. Dann fing die Ärztin an ein wenig nervös zu werden. Ich war mir schon sicher, dass es was schlimmes sein wird, was sie mir zu sagen hat. Sie meinte, dass der Kleine einen offenen Rücken hat. Ich habe zu dem Zeitpunkt noch nie davon gehört und war ratlos. Die Ärztin erzählte dann was das zu bedeuten hat. Sie erzählte, dass der Kleine die Beine nicht bewegen wird, dass er einen Katheter brauchen wird, weil er nicht alleine auf Toilette gehen kann und das er ein Ventil in den Kopf bekommt, um das Hirnwasser abzuleiten. Ich war völlig neben der Spur und habe meinem Freund einen SMS geschrieben. Er hat sofort angerufen. Ich habe ihm versucht, dass ganze zu erklären. Wir wussten nicht wie wir mit dieser Nachricht umgehen sollten. Uns sagte die Ärztin auch, dass wir die Schwangerschaft abbrechen können, was aber nicht in frage kam.
Ich kam aus dem heulen nicht mehr raus und war froh wo mein Freund eine Stunde später da war und mich in den Arm nehmen konnte. Lange haben wir darüber geredet, wie es weiter gehen soll und ob wir uns das alles zutrauen. Da wir immer noch nicht wirklich viel über diese Krankheit wussten, haben wir uns im Internet umgeschaut und ein Forum gefunden, mit Betroffenen und Eltern von betroffenen Kindern. Ich habe dort meine Situation geschildert und ganz andere Sachen gehört. Dort waren viele die relativ normal laufen können und die kein Ventil im Kopf haben. Ich habe mit einer Gänsehaut gelesen, dass alles gar nicht so schlimm sein muss, und das man sogar schon vor der Geburt operieren kann um die Schäden so gering wie möglich zu halten.
2 Wochen später, waren wir in einer Klinik bei Bonn und haben da mit Spezialisten gesprochen. Dort wurde festgestellt, dass der Defekt sehr weit unten am Rücken ist und bis jetzt alles den Umständen entsprechend gut aussieht. Wir wurden an die Klinik in Gießen verwiesen, wo eine vorgeburtliche OP gemacht werden kann.
Trotz vieler Risiken haben wir uns dazu entschlossen, diese OP machen zu lassen. Wir wollten alles tun um unserem Sohn ein normaleres Leben zu ermöglichen. Am 22.07 war es dann soweit. Ich hatte das OP-Hemd an und wurde in den OP-Saal geschoben. Dort wurde ich in Narkose gelegt. Irgendwann bin ich aufgewacht und habe gemerkt, dass ich grade weggeschoben werde. Im Aufwachraum habe ich erfahren, dass es erst 11.30 Uhr ist. Die Op sollte bis ca. 14 Uhr gehen. In dem Moment dachte ich, dass ich meinen Sohn verloren habe und das alles vorbei ist. Aber dann kam der Arzt und erklärte, dass sie nicht operieren konnten, weil die Versorgung von dem Kleinen nicht mitgespielt hat. Ich war erleichtert. Mein Sohn war also noch bei mir im Bauch.
Am nächsten Tag wurde ich entlassen und ich konnte entscheiden, ob ich noch einmal operiert werden möchte. Das habe ich allerdings abgelehnt, weil die Ärzte nicht wussten warum die Werte von dem Kleinen nicht gestimmt haben. Also hätte wieder das gleiche passieren können.
Aber es gibt auch gute Nachrichten. Der Kleine bewegt die Beine vollkommen normal und es hat sich kein weiteres Hirnwasser im Kopf angesammelt. Bis jetzt sieht es echt gut aus. Er kann auf jeden Fall mit Schienen (vielleicht auch ohne Schienen) laufen und bis jetzt sieht es so aus als ob er kein Ventil braucht Auch die Blase entleert sich bis jetzt gut. Jetzt heißt es Daumen drücken und hoffen, dass die letzten 8 Wochen genauso gut verlaufen




Ich habe Tränen in den Augen!!! Ich kann Dir nich beschreiben, wie froh es mich macht, dass Du Deinem Baby diese Chance gibst und das Du, torz Deines jungen Alters, die Verantwortung und die Aufgabe annimmst. Ich finde es super klasse!!!!!!

Respekt und ich wünsche Dir von ganzen Herzen, dass Dein Sweety nich soooo schwer behindert sein wird. Wirklich, ich neige meinen Kopf vor Dir. Klasse!!!!! Toll!!!!!!!!!! RESPEKT!!!! Von Dir könnten sich einige (ältere) Frauen nen Scheibe anschneiden lassen, die nicht den Mut und die Lust haben, sich ein Leben lang um ein behinderstes Kind kümmern wollen. Und ein behindertest Kind gibt noch 1000 mal mehr wieder, als ein gesundes. Also, ich hätte genauso entschieden, wie Du!!!!!

Toll, echt ich find das suuuuuuper toll!!!!


Danke man ist doch sowieso sein ganzes Leben lang Mama. Egal ob ein behindertes Kind oder ein gesundes Kind. Also ist es für mich selbstverständlich, dass ich mich auch ein Leben lang um meine Kinder kümmern werde Unsere Liebe zu dem Kleinen ist durch seine Behinderung noch viel größer geworden. Wir haben halt einen ganz besonderen Jungen
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