Mütter- und Schwangerenforum

Mobbing - Unterstützung durch eigene Eltern

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Anonym 1 (205288)
7 Beiträge
23.09.2020 09:04
Zitat von bambina_1990:

Ich habe sowas über mehrere Jahre selber durch . Ich wäre sauer auf meine Mutter und ich selbst als Mutter würde den Brief abgeben ,mir wären die Konsequenzen für die mobber schlicht egal ,für ihr handeln müssen sie gerade stehen meine Mutter hat auch nie was gemacht obwohl sie es wusste ich hab es auch nicht psychologisch aufgearbeitet weswegen ich heute noch starke selbstzweifel habe es tut mir leid das du sowas durchmachen musstest ,wer sowas nicht durchgemacht hat weis auch nicht wie sowas ist


Mir tut es auch für dich Leid. Mobbing ist einfach das Letzte.
Anonym 1 (205288)
7 Beiträge
23.09.2020 09:10
Zitat von Lealein:

Zitat von Anonym 1 (20528 :

Ich habe mich neulich mit meiner Mutter über Mobbing unterhalten.
Im Zuge dieses Gesprächs erzählte sie mir, dass die Mädchen, die mich damals in der 6. Klasse gemobbt haben von der Schule geflogen wären, hätte sie dem Klassenlehrer den zweiten Brief gegeben. Ich habe damals von einem Großteil der Mädels aus dieser Klasse zwei sehr hässliche, schlimme Briefe bekommen und wurde so ausgegrenzt, dass selbst die meisten die nicht mitgemacht haben, nicht mehr mit mir gesprochen haben. Ich habe diese schlimme Zeit größtenteils verdrängt und weiß auch nicht mehr genau was da im Einzelnen in den Briefen stand.
Meine Mutter hat sich dagegen entschieden diesen Brief an den Klassenlehrer weiter zugeben. Ich wusste bis zu diesem Gespräch neulich nichts davon. Sie sagte, sie wollte nicht, dass es mir dann eventuell noch schlechter geht, wenn die Mädchen von der Schule fliegen. Sie meinte, dass hätte für mich dann Auswirkungen gehabt, dass mich andere noch schlechter behandeln. Meine Mutter ist vom jeher ein Mensch, der Konflikte und Streit vermeidet und aus dem Weg geht. Lieber geht es einem selbst schlecht, aber bloß keinen Streit mit anderen. Ich musste auch immer nachgeben, damit man ja keinen Streit oder Ärger hat. Bis heute kann ich zB auch auf der Arbeit schlecht nein sagen, mache lieber mehr Arbeit und Überstunden als mal nein zu sagen oder wenn ich mich wehre oder nein sage, habe ich immer das Gefühl mich dafür entschuldigen zu müssen, da der andere ja böse auf mich sein könnte.
Seit diesem Gespräch bin ich irgendwie enttäuscht, ich habe es meiner Mutter auch gesagt. Manchmal habe ich das Gefühl, ich müsste das heute nochmal aufarbeiten, aber dann denke ich sei nicht albern, du hast es ja überstanden.

Wie hättet ihr gehandelt? Was hättet ihr an der Stelle meiner Mutter getan?

Ich denke, jetzt als Mutter, ich hätte den Brief dem Klassenlehrer gegeben, kommuniziert, dass die Mädels nicht von der Schule fliegen, aber schon Konsequenzen für ihr Handeln erfahren und mein Kind auf eine andere Schule geschickt. Ich kann mich nämlich nicht daran erinnern dass es damals für die Mädchen irgendwelche Konsequenzen gab.

Ich finde tatsächlich auch, dass sie falsch gehandelt hat. Diese Mädchen hätten die Konsequenz für ihr abartiges Verhalten am eigenen Leib zu spüren bekommen. Aber: Eltern sind nicht perfekt. Eltern machen Fehler und handeln so, wie sie es selbst erfahren haben bzw vorgelebt bekommen haben.
Ich weiß, dass meine Mutter unfassbar viele gravierende Fehler in der Erziehung gemacht hat. Ich kenne inzwischen aber auch ihre Wurzeln bzw die ihres Handels. Mit dem Wissen wie sie aufgewachsen ist, bin ich nachsichtig mit ihr. Sie hat im Rahmen ihres Möglichen so gehandelt.
Sicherlich gibt es bei deiner Mutter auch einen Grund für ihr Verhalten. Vielleicht hilft es dir zu verstehen, dass sie so gehandelt hat, auch wenn dir klar ist, dass du es anders gelöst hättest. Gut ist schon mal, dass ihr darüber gesprochen habt.

Tut mir sehr leid, dass du Mobbing erfahren musstest. Das ist sehr schrecklich sowas zu lesen.


Danke
Ja, sie hat sicher nicht so gehandelt um mir etwas schlechtes zu tun. Ich mache sicherlich auch genug Fehler und sicher werden meine Kinder später auch Sachen nicht gut finden. Wir sind nun mal als Eltern nicht perfekt.
Ich denke, dass ich mich verraten fühle, trifft es schon ganz gut. Meine Mutter ist sonst eine sehr liebe und fürsorgliche Mama.
Anonym 1 (205288)
7 Beiträge
23.09.2020 09:11
Zitat von Traumtänzerin84:

Zitat von Zwerginator:

Ich kann nicht nachvollziehen, wie Eltern da mehrere Jahre zusehen können.
meine haben trotz Selbstmordversuch nichts unternommen und sie wussten davon.

Und hier waren es auch noch die Freunde meiner Schwester, ich hatte also nicht mal zu Hause meine Ruhe.


Furchtbar, dass tut mir so schrecklich Leid für dich.
Anonym 1 (205288)
7 Beiträge
23.09.2020 09:13
Zitat von bambina_1990:

Zitat von Rebella:

Zitat von Zwerginator:

Ich kann nicht nachvollziehen, wie Eltern da mehrere Jahre zusehen können.


Meine haben auch nichts unternommen.
Ich hingegen bin da dafür sehr schnell wenns bei meinen Kindern zum Mobbing kommt. Da fackel ich nicht lang.
und so ist es richtig , ich bin auch so und greife bei meinen Kindern oder allgemein Bei Kindern sofort ein wenn ich das mitbekomme


Genau, dass finde ich richtig. Ich denke man kann selbst bei den ganz Kleinen schon erklären dass das für andere wirklich ganz schlimm ist.
Gwen85
18361 Beiträge
23.09.2020 09:14
Ich würde mich auch verraten fühlen.
Dieses Mobbing gab es bei uns weder an der Grundschule noch auf der weiterführenden Schule, zumindest nicht in meinen Klassen. Sicherlich hat jeder mal jeden ein bisschen geärgert, aber das beruhte dann auf Gegenseitigkeit und war danach dann auch gegessen. Da war wirklich Zusammenhalt und Miteinander, wir machen auch noch jedes Jahr 1x im Jahr Klassentreffen.
Bei meiner jüngeren Schwester allerdings ging es an der weiterführenden Schule ganz schlimm ab, sie wurde übelst gemobbt und unsere Mutter hat da auch eher die Augen vor verschlossen, statt nach einer Lösung zu suchen oder die Mobber öffentlich zu outen. Sie hat da auch definitiv einen Knacks von weg. Ich wusste das lange Zeit z.B. gar nicht.
Unsere Mutter ist auch eher der Typ "was nicht sein darf ist auch nicht."
Anonym 1 (205288)
7 Beiträge
23.09.2020 09:20
Zitat von Gwen85:

Ich würde mich auch verraten fühlen.
Dieses Mobbing gab es bei uns weder an der Grundschule noch auf der weiterführenden Schule, zumindest nicht in meinen Klassen. Sicherlich hat jeder mal jeden ein bisschen geärgert, aber das beruhte dann auf Gegenseitigkeit und war danach dann auch gegessen. Da war wirklich Zusammenhalt und Miteinander, wir machen auch noch jedes Jahr 1x im Jahr Klassentreffen.
Bei meiner jüngeren Schwester allerdings ging es an der weiterführenden Schule ganz schlimm ab, sie wurde übelst gemobbt und unsere Mutter hat da auch eher die Augen vor verschlossen, statt nach einer Lösung zu suchen oder die Mobber öffentlich zu outen. Sie hat da auch definitiv einen Knacks von weg. Ich wusste das lange Zeit z.B. gar nicht.
Unsere Mutter ist auch eher der Typ "was nicht sein darf ist auch nicht."


Das ist schön, wenn so ein gutes Miteinander herrscht. So sollte es überall sein.

Ich danke euch, dass ihr eure Erfahrungen und Meinungen mit mir teilt. Ich habe daran gezweifelt, ob ich einfach unfair meiner Mutter gegenüber bin, wenn ich mich dafür verraten fühle.
Ich werde meine Mutter dafür jetzt nicht böse sein, aber ein kleiner Stich bleibt halt. Wir machen alle Fehler.

Was mich interessieren würde, da der Thread anonym von mir verfasst wurde und es die Möglichkeit gibt anonym zu antworten: Wie sehen Leute so etwas, die andere früher gemobbt haben? Bzw wie fühlt ihr euch heute damit? Ich möchte keinen an den Pranger stellen und wie gesagt, wir alle machen in unserem Leben Fehler.
Harleyquinn91
1114 Beiträge
23.09.2020 11:26
Ich wurde damals auch extrem gemobbt.
Es ging soweit das ich anfing die Schule zu schwänzen.

Ich kenne das ich konnte auch nie nein sagen,
Ich habe immer Überstunden geschoben, der Job meines Mannes Litt darunter da er zuhause sein musste für die Kinder.

Nach einem intensiven Gespräch mit meinem Mann,
Habe ich meinen Chef meine Meinung gesagt, und wenn der anruft kam ob ich an meinem freien Tag einspringen kann, (jedes Mal wenn ich frei hatte kam ein Anruf und ich sagte immer wieder ja) sagte ich nein, ohne schlechtes Gewissen. Denn ich merkte sehr schnell das auch meine gesundheit und unsere Ehe darunter litt.

BayernMadl
1625 Beiträge
23.09.2020 13:10
Ich hätte den Brief durchaus abgegeben und was mit den Mobben geschehen wäre, wäre mir schnurzegal gewesen.

Ich wurde 1. bis 3. klasse auch richtig schlimm gemobbt. Meiner Mutter war es egal. die hat nie was getan dagegen.
Mein Glück war , das ich aufgrund der schlechten Noten auf die Förderschule wechseln musste, und dort war es für mich ein Traum.
Janna90
1517 Beiträge
23.09.2020 13:12
Zitat von Anonym 1 (20528 :

Zitat von Zwerginator:

Ohne die genauen Details zu kennen.
Ich hätte den Brief abgegeben, die Konsequenzen für die Mobber wären mir dabei egal und dann hätte ich dich von der Schule genommen bis ich eine besser gefunden hätte.

Du hast das gerade erst erfahren, du hast das Recht dich verraten zu fühlen und musst das erst verarbeiten!


Genau ich fühle mich verraten, es hat mich einfach erschreckt, dass sie damals so entschieden hat.


Letztendlich würde ich der Mama erstmal glauben, dass sie mit ihrer Entscheidung nur das Beste für dich wollte bzw. das, was sie in der Situation scheinbar als Bestes empfunden hat. Mir bringt diese positive Sichtweise immer mehr, als die Suche nach einem Schuldigen (nicht auf alles anwendbar, ist klar!). Deine Mama hat erklärt, wieso sie es gemacht hat und das darfst du auch doof finden. Aber ich persönlich finde, dass man nur weiter kommt, wenn man es danach als unveränderbar annimmt, Frieden damit schließt und vom jetzigen Standpunkt aus versucht das Beste daraus zu machen
Traumtänzerin84
4679 Beiträge
23.09.2020 13:54
Zitat von Anonym 1 (20528 :

Zitat von Traumtänzerin84:

Zitat von Zwerginator:

Ich kann nicht nachvollziehen, wie Eltern da mehrere Jahre zusehen können.
meine haben trotz Selbstmordversuch nichts unternommen und sie wussten davon.

Und hier waren es auch noch die Freunde meiner Schwester, ich hatte also nicht mal zu Hause meine Ruhe.


Furchtbar, dass tut mir so schrecklich Leid für dich.
danke.

da man sich ja (leider) immer 2x im Leben sieht war eine davon auch noch
die Mama von einem Jungen aus der Kita Gruppe meines Großen

@christen..... ja schon "etwas" *-*

Darum versteh ich da auch gar keinen Spaß und würde da konsequent gegen
vorgehen. (da überwind ich sogar meine Angst vor Menschen wenns um meine
Kinder geht).
Anonym 2 (205288)
1 Beiträge
23.09.2020 14:15
Zitat von Anonym 1 (20528 :

Zitat von Gwen85:

Ich würde mich auch verraten fühlen.
Dieses Mobbing gab es bei uns weder an der Grundschule noch auf der weiterführenden Schule, zumindest nicht in meinen Klassen. Sicherlich hat jeder mal jeden ein bisschen geärgert, aber das beruhte dann auf Gegenseitigkeit und war danach dann auch gegessen. Da war wirklich Zusammenhalt und Miteinander, wir machen auch noch jedes Jahr 1x im Jahr Klassentreffen.
Bei meiner jüngeren Schwester allerdings ging es an der weiterführenden Schule ganz schlimm ab, sie wurde übelst gemobbt und unsere Mutter hat da auch eher die Augen vor verschlossen, statt nach einer Lösung zu suchen oder die Mobber öffentlich zu outen. Sie hat da auch definitiv einen Knacks von weg. Ich wusste das lange Zeit z.B. gar nicht.
Unsere Mutter ist auch eher der Typ "was nicht sein darf ist auch nicht."


Das ist schön, wenn so ein gutes Miteinander herrscht. So sollte es überall sein.

Ich danke euch, dass ihr eure Erfahrungen und Meinungen mit mir teilt. Ich habe daran gezweifelt, ob ich einfach unfair meiner Mutter gegenüber bin, wenn ich mich dafür verraten fühle.
Ich werde meine Mutter dafür jetzt nicht böse sein, aber ein kleiner Stich bleibt halt. Wir machen alle Fehler.

Was mich interessieren würde, da der Thread anonym von mir verfasst wurde und es die Möglichkeit gibt anonym zu antworten: Wie sehen Leute so etwas, die andere früher gemobbt haben? Bzw wie fühlt ihr euch heute damit? Ich möchte keinen an den Pranger stellen und wie gesagt, wir alle machen in unserem Leben Fehler.


Ich habe mit 15 ein Mädchen extrem gemobbt, sie hatte mir damals den Freund ausgespannt, ja heute weiß ich, auch das ist kein Grund für Mobbing. Ich habe dieses Mädchen psychisch so fertig gemacht das sie eine Therapie machen musste. Damals fühlte ich mich gut dabei, immerhin hat sie mir ja weh getan. Als ich schwanger war fing ich an über meine Schulzeit und mein Leben generell nachzudenken, plötzlich fand ich gar nicht mehr toll was ich mit 15 gemacht habe. Ich habe das Mädchen von damals bei Facebook gesucht und sie angeschrieben. Ich habe mich entschuldigt für das was ich getan habe und ihr gesagt wie sehr ich mich schäme. Sie wollte sich dann mit mir treffen. Bei dem Treffen hat sie mir gesagt wie sehr ich sie verletzt habe und das ich ihr mit meinem Mobbing vieles im Leben genommen habe. So sehr habe ich mich in meinem ganzen Leben nie wieder geschämt wie in dem Moment. Wir haben sehr sehr lange gesprochen. Heute spielen unsere kinder miteinander und wir verstehen uns gut. Wir haben aber nie wieder über die Vergangenheit gesprochen.
Luna1105
654 Beiträge
23.09.2020 15:02
Zitat von Anonym 1 (20528 :

Zitat von Gwen85:

Ich würde mich auch verraten fühlen.
Dieses Mobbing gab es bei uns weder an der Grundschule noch auf der weiterführenden Schule, zumindest nicht in meinen Klassen. Sicherlich hat jeder mal jeden ein bisschen geärgert, aber das beruhte dann auf Gegenseitigkeit und war danach dann auch gegessen. Da war wirklich Zusammenhalt und Miteinander, wir machen auch noch jedes Jahr 1x im Jahr Klassentreffen.
Bei meiner jüngeren Schwester allerdings ging es an der weiterführenden Schule ganz schlimm ab, sie wurde übelst gemobbt und unsere Mutter hat da auch eher die Augen vor verschlossen, statt nach einer Lösung zu suchen oder die Mobber öffentlich zu outen. Sie hat da auch definitiv einen Knacks von weg. Ich wusste das lange Zeit z.B. gar nicht.
Unsere Mutter ist auch eher der Typ "was nicht sein darf ist auch nicht."


Das ist schön, wenn so ein gutes Miteinander herrscht. So sollte es überall sein.

Ich danke euch, dass ihr eure Erfahrungen und Meinungen mit mir teilt. Ich habe daran gezweifelt, ob ich einfach unfair meiner Mutter gegenüber bin, wenn ich mich dafür verraten fühle.
Ich werde meine Mutter dafür jetzt nicht böse sein, aber ein kleiner Stich bleibt halt. Wir machen alle Fehler.

Was mich interessieren würde, da der Thread anonym von mir verfasst wurde und es die Möglichkeit gibt anonym zu antworten: Wie sehen Leute so etwas, die andere früher gemobbt haben? Bzw wie fühlt ihr euch heute damit? Ich möchte keinen an den Pranger stellen und wie gesagt, wir alle machen in unserem Leben Fehler.

Die Erfahrungen, die du machen musstest, tun mir sehr leid!
Ich kann von einer Erfahrung berichten, die mir heute sehr unangenehm ist und von der ich relativ lange nicht begriffen habe, dass ich mich sehr falsch verhalten habe. Ich hatte auf dem Gymnasium in der 5. und 6. Klasse eine beste Freundin. Diese Freundin hatte einige familiäre Probleme (Vater gestorben als sie klein war, Geldprobleme der Mutter). Deswegen war sie - verständlicherweise - psychisch relativ labil. Ab einem gewissen Punkt war mir das zu viel und ich habe mich von ihr angewendet. Freundschaften entstehen und zerbrechen, das ist mehr oder weniger normal. Ich habe aber mit den "neuen" Freundinnen, die ich damals in der Klasse fand, oft sehr schlecht über sie geredet und sie hat eine Menge Ablehnung von uns abbekommen. Wir haben sie nie beleidigt, bloßgestellt oder ähnliches. Aber es war so unangenehm und traurig für sie, dass ihre Freunde (und vor allem ich als die ehemalige beste Freundin) sie ausgegrenzt und nicht ernst genommen haben, dass sie nach der 7. Klasse in die Parallellklasse gewechselt hat. Dort ging es ihr zum Glück gut. Wir haben später mal, so mit 16/17, als wir durch Zufall wieder in einer Klasse landeten, ansatzweise drüber geredet und ich habe mich entschuldigt. Aber ich fühle mich immer noch schlecht und traurig, dass ich aus Egoismus jemanden so verletzt habe. Ich möchte meine zukünftigen Kinder für das Thema sensibilisieren, dass solches Verhalten inakzeptabel ist und dass man sich durch wegschauen zum Mittäter macht. Auch hoffe ich, dass ich keine Kinder vor so etwas schützen kann.

Die alles alles Gute! Ich hoffe, du kannst eines Tages damit abschließen und wenn du (psychologische) Hilfe brauchst, scheue dich nicht, diese in Anspruch zu nehmen.
Luna1105
654 Beiträge
23.09.2020 15:04
Zitat von Luna1105:

Zitat von Anonym 1 (20528 :

Zitat von Gwen85:

Ich würde mich auch verraten fühlen.
Dieses Mobbing gab es bei uns weder an der Grundschule noch auf der weiterführenden Schule, zumindest nicht in meinen Klassen. Sicherlich hat jeder mal jeden ein bisschen geärgert, aber das beruhte dann auf Gegenseitigkeit und war danach dann auch gegessen. Da war wirklich Zusammenhalt und Miteinander, wir machen auch noch jedes Jahr 1x im Jahr Klassentreffen.
Bei meiner jüngeren Schwester allerdings ging es an der weiterführenden Schule ganz schlimm ab, sie wurde übelst gemobbt und unsere Mutter hat da auch eher die Augen vor verschlossen, statt nach einer Lösung zu suchen oder die Mobber öffentlich zu outen. Sie hat da auch definitiv einen Knacks von weg. Ich wusste das lange Zeit z.B. gar nicht.
Unsere Mutter ist auch eher der Typ "was nicht sein darf ist auch nicht."


Das ist schön, wenn so ein gutes Miteinander herrscht. So sollte es überall sein.

Ich danke euch, dass ihr eure Erfahrungen und Meinungen mit mir teilt. Ich habe daran gezweifelt, ob ich einfach unfair meiner Mutter gegenüber bin, wenn ich mich dafür verraten fühle.
Ich werde meine Mutter dafür jetzt nicht böse sein, aber ein kleiner Stich bleibt halt. Wir machen alle Fehler.

Was mich interessieren würde, da der Thread anonym von mir verfasst wurde und es die Möglichkeit gibt anonym zu antworten: Wie sehen Leute so etwas, die andere früher gemobbt haben? Bzw wie fühlt ihr euch heute damit? Ich möchte keinen an den Pranger stellen und wie gesagt, wir alle machen in unserem Leben Fehler.

Die Erfahrungen, die du machen musstest, tun mir sehr leid!
Ich kann von einer Erfahrung berichten, die mir heute sehr unangenehm ist und von der ich relativ lange nicht begriffen habe, dass ich mich sehr falsch verhalten habe. Ich hatte auf dem Gymnasium in der 5. und 6. Klasse eine beste Freundin. Diese Freundin hatte einige familiäre Probleme (Vater gestorben als sie klein war, Geldprobleme der Mutter). Deswegen war sie - verständlicherweise - psychisch relativ labil. Ab einem gewissen Punkt war mir das zu viel und ich habe mich von ihr angewendet. Freundschaften entstehen und zerbrechen, das ist mehr oder weniger normal. Ich habe aber mit den "neuen" Freundinnen, die ich damals in der Klasse fand, oft sehr schlecht über sie geredet und sie hat eine Menge Ablehnung von uns abbekommen. Wir haben sie nie beleidigt, bloßgestellt oder ähnliches. Aber es war so unangenehm und traurig für sie, dass ihre Freunde (und vor allem ich als die ehemalige beste Freundin) sie ausgegrenzt und nicht ernst genommen haben, dass sie nach der 7. Klasse in die Parallellklasse gewechselt hat. Dort ging es ihr zum Glück gut. Wir haben später mal, so mit 16/17, als wir durch Zufall wieder in einer Klasse landeten, ansatzweise drüber geredet und ich habe mich entschuldigt. Aber ich fühle mich immer noch schlecht und traurig, dass ich aus Egoismus jemanden so verletzt habe. Ich möchte meine zukünftigen Kinder für das Thema sensibilisieren, dass solches Verhalten inakzeptabel ist und dass man sich durch wegschauen zum Mittäter macht. Auch hoffe ich, dass ich keine Kinder vor so etwas schützen kann.

Die alles alles Gute! Ich hoffe, du kannst eines Tages damit abschließen und wenn du (psychologische) Hilfe brauchst, scheue dich nicht, diese in Anspruch zu nehmen.

Ich meinte natürlich "...meine Kinder vor so etwas schützen..."
Harleyquinn91
1114 Beiträge
23.09.2020 18:20
Hey ihr lieben ich habe mal eine frage, gibt es hier unter uns Mamis die in der schwangerschaft in der gastro gearbeitet haben oder aktuell arbeiten?

Ich habe in der gastro gelernt (Küche)
Bei meiner Lezten stelle wurde ich gekündigt weil ich mich nicht Veraschen lassen habe vom Chef.

Nun hat eine Freundin mich eben angerufen und meinte ihr Chef sucht dringend Personal für die Küche, sie sagte auch das er weiß das ich schwanger sei und es für ihn kein Problem sei wenn ich erst mal nur bis zum Mutterschutzt arbeite.

DieOhneNamen
24800 Beiträge
23.09.2020 20:40
Zitat von Harleyquinn91:

Hey ihr lieben ich habe mal eine frage, gibt es hier unter uns Mamis die in der schwangerschaft in der gastro gearbeitet haben oder aktuell arbeiten?

Ich habe in der gastro gelernt (Küche)
Bei meiner Lezten stelle wurde ich gekündigt weil ich mich nicht Veraschen lassen habe vom Chef.

Nun hat eine Freundin mich eben angerufen und meinte ihr Chef sucht dringend Personal für die Küche, sie sagte auch das er weiß das ich schwanger sei und es für ihn kein Problem sei wenn ich erst mal nur bis zum Mutterschutzt arbeite.


Puh.
Du weißt ja wie es in ner Küche abgehen kann.

Ich würde es nicht machen.
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