Mütter- und Schwangerenforum

Kind (5) zu dick

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08.04.2019 10:54
Trinkt sie genug? Wenn ja, was?
Teechen
2703 Beiträge
08.04.2019 11:48
Ich habe bei meinem großen auch Probleme mit der Ernährung und Bewegung. Ich weiß ich hab selbst viel falsch gemacht, aber aus Fehlern kann man lernen. Was ich empfehlen kann sind gesunde Alternativen schaffen. Naschen dürfen die Mäuse aber was gibst du zu naschen? Wir haben statt schoki Nüsse gegeben oder Rosinen bzw cranberry. Da es aber nicht jeden Geschmack trifft, gibt es trotzdem super Alternativen. Im Internet mal nach xucker Sachen geschaut? Bzw gibt es da tausend andere Sachen. Ein Kind sollte sich bewusst ernähren. Joghurt zum Beispiel hat sooooooo viel Zucker. Mein großer hat gelernt auf die Inhaltsangabe zu schauen und wieviel Zucker und Kohlenhydrate drin sind. Dieser Prozess dauert ewig und man nimmt nicht ab, aber man hält sein Gewicht und die Mäuse wachsen schnell und streckt sich das. Bei meinem großen hält sich das Gewicht aktuell aber er ist gerade in die Höhe geschossen und schon sieht er schlanker aus.
Teechen
2703 Beiträge
08.04.2019 11:49
Zitat von JaneMargolis:

Trinkt sie genug? Wenn ja, was?

Genau Getränke hab ich vergessen, das macht sooo viel aus.
Indira
13683 Beiträge
08.04.2019 13:02
Ich würde auch mal überlegen eine Kur oder Reha zu machen

Schwerpunkt natürlich Gewicht und Ernährung.

Da geht es ja nicht nur darum zu lernen was gesund ist. Sondern auch aus den Mustern auszusteigen.

Essen als Belohnung, etc.
Rosalie84
853 Beiträge
08.04.2019 13:29
Psychologe, Reha, Kur??? Ernsthaft?
Wir reden hier von einem 5 jährigem Mädchen, dass vlt ein bisschen mehr wiegt, als der „Durchschnitt“.
Ich seh das genau wie Zaubi, gefährlich..
Wie soll sich die Maus fühlen, wenn sie in den jungen Jahren zum Psychologen geschickt wird?
Da bekommt sie doch erst recht das Gefühl, dass mit ihr was nicht stimmt
Find ich echt schlimm.
Erstmal an der Bewegung und Ernährung arbeiten und nicht sofort solche Maßnahmen!
pinkcat92
28486 Beiträge
08.04.2019 13:41
Ich bin da ganz bei Zaubi.
Ernährung und Bewegung einspielen lassen.
Ich finde es auch sehr bedenklich das die kleine maus sich anscheinend genötigt fühlt heimlich zu essen. Das macht so viel in den Kindern kaputt. Ich habe durch solch ein Verhalten meiner Eltern eine Essstörung und jetzt mit 26 immer noch ein völlig gestörtes Verhältnis zum Essen mit Übergewicht.
Bei mir kam immer "du bist dick... Du musst abnehmen... Du musst mehr Sport machen" (3x die Woche Leistungssport haben nicht gereicht). Also wurde das Taschengeld für alles was ich nicht bekommen habe auf den Kopf gehauen.. vorzugsweise Chips und auch süße Getränke wie Eistee etc weil es Zuhause nur Selters gab.
Ihr müsst für euch die Waage finden. Speisepläne zusammen ausarbeiten und was es wann als "Bonus" gibt gemeinsam entscheiden. (Also süßes oder eben auch Mal süße Getränke)

Alles gute deiner kleinen maus.
shelyra
69261 Beiträge
08.04.2019 14:46
Kur, reha oder psychlogen sind doch nicht per se schlecht.
Normal arbeiten diese nicht nur mit dem kind, sondern auch mit den eltern. Zeigen ihnen wege damit sie nicht von einem extrem (es gab alles) ins nächste (es gibt nichts mehr) verfallen. Wie eltern und kind aus dieser spirale heraus kommen.

Ich denke das könnte allen gut tun.
Denn es zeigt sich ja das hier einiges schief läuft wenn die kleine brot klaut. Und das es essen als befriedigung (hauptsache sie ist ruhig) gab
-Brünni88
23365 Beiträge
08.04.2019 16:40
Da ich selber ein dickes Kind war, und es bei mir halt eben immer mit „ist ja nicht so schlimm, ist nur Babyspeck“ ab getan wurde und ich mit zehn dann wirklich 50 Kilo wog, mit 14 90kg, versuche ich bei meiner Tochter schon von Anfang an entgegenzusteuern. Ihr Süßkram zu verbieten, würde mir aber nicht einfallen. Sie darf naschen, nur nicht mehr unkontrolliert und nach dem vierten Teller Nudeln sag ich dann schon mal, dass es jetzt reicht... sie hat nämlich zur Zeit gar keinen Sättigungspunkt. Mein Mann auch nicht. Der hört einfach irgendwann auf, wenn er denkt es reicht.
MiramitLionel
7561 Beiträge
08.04.2019 16:54
Zitat von Die-zauberhafte-Patin:

Ich weiß, es ist zu viel verlangt und du sollst dich auch nicht gedrängelt fühlen, denn müssen tust du gar nichts. Aber mich würde ein anonymisiertes Foto schon sehr interessieren. Ist das Kind wirklich dick? Ich kann es mir gar nicht so richtig vorstellen.
Ich bin ja grundsätzlich jemand, der eher die Hände über dem Kopf zusammenschlägt, wenn er all das hier liest.
Nehme ich jetzt mal eine Tabelle zu Rate: https://www.family-blogger.de/alter-gewicht-groess e-von-kindern-1-17-jahre/
Dann erschließt sich mir das noch weniger. Da ja eher die Körpergröße entscheidend ist, als das Alter, nehme ich mal das Gewicht, was ein Kind laut dieser Tabelle haben darf, dass 1,21 m groß ist. Da steht bei einem Mädchen 23 kg, bei einem Jungen hingegen 24 kg. DAS werde ich bei Kindern nie verstehen. Warum darf ein Junge mehr wiegen, als ein Mädchen, das genauso groß ist? (Kann mir das mal irgendwer erklären?) Für mich wären in diesem Fall die 24 kg entscheidend und die würde ich annehmen. Nun schreibst du, dass deine Maus 28 kg wiegt. Wann denn? Und wie? Morgens? Nach dem Toilettengang oder irgendwann am Tag, möglichst noch vor dem Pullern und mit allem was geht am Körper (Kleidung, um Winter ja eher dick)? Dann macht das nämlich schnell mal einen Unterschied von 1-3 kg und aus. Und schwupps reden wir nur noch über ein Kilo, dass da "zu viel" ist.

Das Kind stibitzt keine Süßigkeiten, sondern trocken Brot. Es hat Hunger. Meine Meinung: Ihr seid auf dem bestem Weg JETZT eine echte Essstörung draus zu machen. Ich würde es spielerisch mehr bewegen, eventuell einfach weniger arbeiten, damit ich mehr Zeit habe und lediglich die Süßigkeiten reglementieren.
Ich finde es ganz furchtbar, wie sich diese Threads häufen. Kein Wunder, dass De immer mehr essgestörte Menschen hervorbringt, denn es fängt immer früher an.
Wenn ein Kind 1-2 kg (wieso ich davon ausgehe, siehe oben) mehr hat, finde ich das echt nicht tragisch, ich finde es sogar gut. Wird es mal richtig krank, dann hat es wenigstens was zuzusetzen und fällt nicht gleich vom Fleisch. Der Körper kann sich auf die Bekämpfung von Krankheitsviren konzentrieren und nicht noch darauf, dass er immer schwächer wird, weil eh schon nichts dran ist.
Ich kann nur hoffen, dass ihr euch da wieder einbekommt und solange der Kinderarzt noch kein Alarm schlägt, scheint es auch in Ordnung zu sein. Kinder wachsen - mal eine zeitlang in die Breite und dann wieder in die Höhe. Mehr oder weniger schnell.

Ich weiß, dass ich jetzt gleich wieder mit Gegenargumenten bombardiert werde und dass die meisten mir sagen werden, dass ich es zu locker sehe. Könnt ihr, aber meine Meinung ist eher: Ich sehe es entspannt. Wir reden hier nicht von einem 5-jährigen mit 50 kg. Und ich finde die meisten Vorschläge hier eher als gefährlich, denn als nützlich.

LG Zaubi


Danke für den tollen Beitrag! Ich sehe es genauso. Bei mir wurde von kleinauf darauf geachtet, dass ich in der Norm bin, während ich meinem Vater dann Leid tat und Süßigkeiten heimlich bekam. Von meiner Mutter kamen immer schlimme Sprüche wie dick ich doch sei. Ich habe daraufhin eine Essstörung entwickelt, meine Schwester im Übrigen genauso. Ich persönlich würde das Essen gar nicht so thematisieren und eher auf Bewegung achten, aber so, dass die Kleine auch noch Spaß daran hat. Ich war übrigens auch auf Kuren, zweimal. Es war schrecklich und mit meinen Eltern hat da niemand gearbeitet. Würde ich nun zu Lionel sagen, er müsse auf eine Kur, würde er Rotz und Wasser heulen. Ich finde es sehr schade, wie hier argumentiert wird teilweise
nilou
14907 Beiträge
08.04.2019 17:22
Also bitte, eine Mutter Kind Kur ist doch keine Bestrafung.

Mir geht es hier noch nicht mal um das Gewicht, sondern das Verhalten von Kind und Eltern. Es liegt doch bei den Beschreibungen schon ein "gestörtes" Verhältnis zur Ernährung vor. Das meine ich nicht negativ, aber wenn das Kind essen klaut bzw. nur mit essen ruhig gestellt wurde ist das schon schwierig.

Da jetzt für alle gut und vernünftig rauszukommen ohne von einem extrem zum anderen zu kommen ist wie es sich liest schwierig. Also ist es doch sinnvoll hier einen Cut zu machen und gemeinsam von Fachleuten zu lernen wie man Spaß an essen und Bewegung haben kann.
08.04.2019 17:41
Ich mag mal ganz allgemein, weil ich es ja doch oft lese, was zum essen als Kind selbst schreiben.
Ein Kind (ein gesundes Kind wohl bemerkt, das ist bei allem, was ich folgend schildere, die Voraussetzung) isst eigentlich instinktiv genau so viel, wie es braucht. Wenn wir es lassen würden, aber da liegt eben der Fehler in unserer Denke. Das beginnt vom ersten Tag und im Grunde schon im Mutterleib. Wie viele Schwangere versagen sich das mehr Essen, weil sie sonst zu dick werden und nicht unmittelbar bis 2 Wochen der Geburt wieder in ihre alten Kleidung passen. So ein Babybauch wächst 9 Monate und genauso lange darf er auch Zeit haben, wieder zu verschwinden. Die meisten Schwangeren also reglementieren sich selbst derart während der Ss und damit im Grunde auch schon das Kind. Weiter geht es dann nach der Geburt. Das Kind sollte alle 4 Stunden angelegt/gefüttert werden. Ein Baby wird sich melden, wenn es Hunger hat und dann eben so viel trinken, wie es gerade braucht. Das kann stündlich sein oder auch einen Abstand von 5-6 Stunden haben, manchmal auch mehr. Ich finde diese 4 Stunden Regel so furchtbar, da werden Babys geweckt, ihnen wird Brust oder Flasche - gerade aus dem Tiefschlaf kommend - in den Mund gestopft und dann heißt es trinken. Dasselbe gilt für die Beikost später, Essen während einer normalen Erkrankung. Ich weiß noch, als wir mit Durchfall im Krankenhaus waren. Der Durchfall kam vom Penicillin, dass er oral einfach schlecht verträgt, die Gabe jedoch nötig war. Im KH wurde er dann, wegen des Durchfalls auf Diät gesetzt. Da es das Penicillin dann ja über die Vene gab, ließ auch der Durchfall nach. Während es Sohn am 1. Tag noch egal was, was er da zu essen bekommt, verlangte er am 2. Tag bereits nach etwas Frischen. Bekam er nicht, er war schließlich auf Schonkost und Obst war da nicht vorgesehen. Also ließ ich ihm vom Papa nachmittags Litschis und Pfirsich mitbringen. Heimlich und er aß wie ein Scheunendrescher. Und vertrug es. Weil ich ihm nicht aberzogen hatte, beim Essen auf seine Instinkte zu vertrauen.
Als Eltern sollte man da nur in so fern eingreifen, dass man eben das richtige Essen anbietet. Nudeln? Okay, die werden dann gestreckt mit Zucchininudeln. Letztere dürfte Kind nämlich unendlich. Wenn es also 4 Teller Nudeln sein sollen, dann sind sie so gestreckt, dass es im Grunde mehr Gemüse, als Nudel ist. Soßen machen dick, selten die Nudeln. Also koche ich, bei einem zu dicken Kind die Soße halt so, dass sie gesund, aber weniger reichhaltig ist. Usw. Ich würde nicht am Kind rumerziehen, ich würde an MIR rumerziehen und MICH und MEINE Gewohnheiten ändern. Dazu das Kind eben mehr bewegen, so dass es das gar nicht merkt.
NICHTS ist schlimmer, als ein Kind ganz bewusst vor Augen zu führen, du bist zu dick und deswegen darfst du nicht mehr so viel essen, wie du willst.
Heraus kommen dann schlechtestenfalls eben schlimme Essstörungen, bestenfalls nur Eltern, die es dann bei den eigenen Kindern wieder genauso machen und ihr eigenes Erleben aufs Kind projizieren und selbst 1-2 Kilo schon als zu viel erachten.

Im aktuellen Fall würde ich ganz klar schauen, was ich zum Essen überhaupt im Haus habe. Und ja, es tut mir leid, da müsste auch der Vater durch. Er isst nur Toast und Mischbrot? Dann darf er das gern im Büro tun und es dort auch lagern, aber zu Hause gibt es nur noch gesundes Vollkornbrot/ Brot aus Buchweizen/ Dinkel was weiß ich und ich würde selbst backen, denn dann habe ich die Zuckermenge unter Kontrolle. (Apropos Zucker: Bitte, verwendet bei einem Kind NICHT irgendsoeinen Scheiß wie Xucker oder Erythrit, lieber natürlich süßen mit Honig und Ahornsirup u.ä.) Eiweißbrot ist auch nicht der Brüller, dem fehlen die Kohlenhydrate. Und zu viel Eiweiß würde ich einem Kind, dass sich dermassen im Wachstum befindet auch nicht zumuten. Kann nämlich gewaltig nach hinten losgehen.
Das Kind will Kuchen? Super, backt Möhren- oder Kürbiskuchen zusammen, das kann sie essen. Überzieht Obst zusammen mit Schokolade, dann sättigt das Obst mit. Nehmt Zartbitterschoki, überzieht nur dünn usw... ist schokoladig, das Kind kann naschen und fühlt sich nicht so unter Druck gesetzt. Usw. Bei allem sehe ich aber die Eltern in der Pflicht und zwar zu 100%. Beim Kind würde ich nach und nach umstellen und so machen, dass es das gar nicht groß merkt.
08.04.2019 17:45
Zitat von nilou:

Also bitte, eine Mutter Kind Kur ist doch keine Bestrafung.

Mir geht es hier noch nicht mal um das Gewicht, sondern das Verhalten von Kind und Eltern . Es liegt doch bei den Beschreibungen schon ein "gestörtes" Verhältnis zur Ernährung vor. Das meine ich nicht negativ, aber wenn das Kind essen klaut bzw. nur mit essen ruhig gestellt wurde ist das schon schwierig.

Da jetzt für alle gut und vernünftig rauszukommen ohne von einem extrem zum anderen zu kommen ist wie es sich liest schwierig. Also ist es doch sinnvoll hier einen Cut zu machen und gemeinsam von Fachleuten zu lernen wie man Spaß an essen und Bewegung haben kann.


Ja, das der Eltern. Die das sicher nicht mit böser Absicht gemacht haben, aber sie müssen umdenken. Und im Fall der TS beginnt das beim Vater, der mitziehen muss.
Und eine Mutter-Kind-Kur mit einer Abnehmindikation fürs Kind.... ähm.. das arme Kind. Habe ich bei meiner letzten Mu-Ki-Kur gehabt. Da saß ein Mädchen im selben Alter wie Sohn mit am Tisch, deren Mutter auch meinte, sie müsse abnehmen (also das Kind) und was ich da an Drama erlebt habe, von der Klinik forciert irgendwie. Weil die Klinik hat ja Recht, also hat Mutter knallhart umgesetzt. Und nein, das Mädel war nicht zu dick, wird es wohl aber inzwischen sein. Da war ein Essstörung auch vorprogrammiert.
-Brünni88
23365 Beiträge
08.04.2019 17:53
Ich mache Vollkornnudeln. Zucchininudeln würde sie liegen lassen. Außer Möhren geht alles andere an Gemüse zur Zeit noch nur in Form von Suppe. Die gibt es daher einmal pro Woche mit Vollkornpfannkuchen. Ich hab ihr nie irgendeinen essrytmus anerzogen. Sie hat mit 3 Monaten noch alle 1,5-2h pre getrunken und sie würde einfach rund um die Uhr essen. Ich auch. Ich wäre froh gewesen, mir hätte das einer schon frühzeitig erklärt, dass zu viel essen krank und dick macht... ich spreche da mit ihr ganz offen drüber, dass der 5. doppelkeks nicht unbedingt sein muss. Schwierig ist das halt, weil der kleine Bruder einen enormen Kalorienverbrauch hat. Wenn ich den bremse, nimmt er sofort ab. Das ist das Fiese an der Sache
nilou
14907 Beiträge
08.04.2019 18:11
Zitat von Die-zauberhafte-Patin:

Zitat von nilou:

Also bitte, eine Mutter Kind Kur ist doch keine Bestrafung.

Mir geht es hier noch nicht mal um das Gewicht, sondern das Verhalten von Kind und Eltern . Es liegt doch bei den Beschreibungen schon ein "gestörtes" Verhältnis zur Ernährung vor. Das meine ich nicht negativ, aber wenn das Kind essen klaut bzw. nur mit essen ruhig gestellt wurde ist das schon schwierig.

Da jetzt für alle gut und vernünftig rauszukommen ohne von einem extrem zum anderen zu kommen ist wie es sich liest schwierig. Also ist es doch sinnvoll hier einen Cut zu machen und gemeinsam von Fachleuten zu lernen wie man Spaß an essen und Bewegung haben kann.


Ja, das der Eltern. Die das sicher nicht mit böser Absicht gemacht haben, aber sie müssen umdenken. Und im Fall der TS beginnt das beim Vater, der mitziehen muss.
Und eine Mutter-Kind-Kur mit einer Abnehmindikation fürs Kind.... ähm.. das arme Kind. Habe ich bei meiner letzten Mu-Ki-Kur gehabt. Da saß ein Mädchen im selben Alter wie Sohn mit am Tisch, deren Mutter auch meinte, sie müsse abnehmen (also das Kind) und was ich da an Drama erlebt habe, von der Klinik forciert irgendwie. Weil die Klinik hat ja Recht, also hat Mutter knallhart umgesetzt. Und nein, das Mädel war nicht zu dick, wird es wohl aber inzwischen sein. Da war ein Essstörung auch vorprogrammiert.


Du kannst doch eine schlechte Erfahrung nicht verallgemeinern. Ich habe in der Klinik nur positive Sachen gesehen. Und nun?

Ich war als Kind selber mollig. Es wird für das Kind in der Schule nicht einfacher. Selbst jetzt umzudenken in Sachen Ernährung wird für alle schwierig. Und wenn man da nicht aufpasst wird es noch verfahrener.

Ich würde mich hier an eine Beratungsstelle wenden und mir eine MuKi Klinik suchen mit Schwerpunkt Ernährung und Co. Ich vermutet auch, das zumindest ein Elternteil gewichtsmäßig höher liegt.

08.04.2019 19:04
Zitat von nilou:

Zitat von Die-zauberhafte-Patin:

Zitat von nilou:

Also bitte, eine Mutter Kind Kur ist doch keine Bestrafung.

Mir geht es hier noch nicht mal um das Gewicht, sondern das Verhalten von Kind und Eltern . Es liegt doch bei den Beschreibungen schon ein "gestörtes" Verhältnis zur Ernährung vor. Das meine ich nicht negativ, aber wenn das Kind essen klaut bzw. nur mit essen ruhig gestellt wurde ist das schon schwierig.

Da jetzt für alle gut und vernünftig rauszukommen ohne von einem extrem zum anderen zu kommen ist wie es sich liest schwierig. Also ist es doch sinnvoll hier einen Cut zu machen und gemeinsam von Fachleuten zu lernen wie man Spaß an essen und Bewegung haben kann.


Ja, das der Eltern. Die das sicher nicht mit böser Absicht gemacht haben, aber sie müssen umdenken. Und im Fall der TS beginnt das beim Vater, der mitziehen muss.
Und eine Mutter-Kind-Kur mit einer Abnehmindikation fürs Kind.... ähm.. das arme Kind. Habe ich bei meiner letzten Mu-Ki-Kur gehabt. Da saß ein Mädchen im selben Alter wie Sohn mit am Tisch, deren Mutter auch meinte, sie müsse abnehmen (also das Kind) und was ich da an Drama erlebt habe, von der Klinik forciert irgendwie. Weil die Klinik hat ja Recht, also hat Mutter knallhart umgesetzt. Und nein, das Mädel war nicht zu dick, wird es wohl aber inzwischen sein. Da war ein Essstörung auch vorprogrammiert.


Du kannst doch eine schlechte Erfahrung nicht verallgemeinern. Ich habe in der Klinik nur positive Sachen gesehen. Und nun?

Ich war als Kind selber mollig. Es wird für das Kind in der Schule nicht einfacher. Selbst jetzt umzudenken in Sachen Ernährung wird für alle schwierig. Und wenn man da nicht aufpasst wird es noch verfahrener.

Ich würde mich hier an eine Beratungsstelle wenden und mir eine MuKi Klinik suchen mit Schwerpunkt Ernährung und Co. Ich vermutet auch, das zumindest ein Elternteil gewichtsmäßig höher liegt.


Nein, ich verallgemeinere nicht auf Grund dieser einen Erfahrung, die hat mich nur bestätigt, in dem, was ich ohnehin davon halte. Wir gesagt, wir reden hier immer noch von nur 1-2 Kilo, mehr ist es für mich nämlich nicht. Vielleicht auch 3. Würden wir von 15, 25 oder gar noch mehr sprechen, dann hätte das Kind echt ein Problem. Aber in dem vorliegenden Fall muckt ja nicht mal der Kinderarzt, sondern nur die Mutter.
Ich finde, dass unsere Gesellschaft im Allgemeinen viel zu hohe Erwartungen an Kinder im allgemeinen hat und ihnen andererseits einfach nichts zutraut. Und ein krankes Symptom davon ist eben diese strikte Einteilung in Tabellen mit Normen und Maßen. Das darf maximal ein Richtwert sein und Ausreisser nach oben oder unten von je 5 Kilo kein Ding. Genau das ist es aber, wie man ja an diesem Thread und vor allem an den unzähligen Antworten erkennen kann. Da kommen die Hobbypsychologen aus ihren Löchern gekrochen und stellen Ferndiagnosen, da kommen zig Ernährungsberater hoch und schlagen Alarm, da mutiert jede zweite zu einem Berater und rät zur Kur, gar zur Reha, zum Psychologen für das Kind!!!!!! Und nur zur Erinnerung: Wir reden von minimal mehr Kilo - vielleicht - ohne die Optik des Kindes tatsächlich zu kennen. Vielleicht wiegt sie tatsächlich morgens nach dem Aufstehen und nach dem Toilettengang 28 kg, vielleicht ist es sogar noch geschönt und liegt tatsächlich bei 30 kg, aber vielleicht sieht man das dem Kind gar nicht an? Vielleicht sieht es zwar nicht dürr, aber eben normal und griffig aus? Denn dann ist es völlig schnurzpiepegal was die Waage sagt. Tausends vielleichts, die niemand von uns genau weiß, aber tausend richtig fette - in meinen Augen teilweise gefährliche - Ratschläge. Und das ist nicht der erste Thread dieser Art. Das häuft sich in letzter Zeit und DAS finde ich besorgniserregend, denn nicht einmal wurde über ein wirklich adipöses Kind gesprochen. Alle wogen nur minimal über dem, was die Gesellschaft als normal eingestuft hat.
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