Ich liebe diesen Blödmann vs. Kinderwunsch und Erbkrankheit (LANG)
21.08.2013 18:25
Hallo!
Bitte seht darüber hinweg, dass ich anonym schreibe. Anders hätte ich es mich nicht getraut.
Ich bin mit meinem Mann seit 3 Jahren verheiratet. Aber wir kannten uns schon paar Jahre davor.
Irgendwann hatten wir einen Kinderwunsch. Ich wurde erst nach einem Jahr schwanger.
Wir freuten uns sehr.
Aber bereits in der Schwangerschaft ging es los, dass mein Mann cholerische Anfälle bekam, wegen nichts. Es war richtig heftig und ich hatte öfter einen nervenzusammenbruch, weil ich mich so gedemütigt fühlte. War paarmal im Krankenhaus, da ich Angst hatte um das Baby wegen all dem Stress und Adrenalin.
Mit meinem Mann wurde es auch nach der Geburt immer schlimmer. Und mir ging es richtig dreckig im Wochenbett.
Konnte mir gar nicht erklären warum er aufeinmal so anders wurde. Ich dachte schon an Schizophrenie. Es war als hätte er 2 Charakter. Monatelang ging es so.
Vor einem halben Jahr konnte ich es nicht mehr ertragen, er beleidigte mich aufs schlimmste. Brüllte herum, dass sein ganzen Gesicht aussah wie besessen. Ich hatte Angst vor ihm.
Ich sagte, dass ich die Scheidung will. Warf ihm meine Tagebücher vor die Füße und sagte ihm er soll mal lesen, was er seiner Frau antut.
Er begann zu weinen, lange und laut. Er wisse nicht, warum er so austickt. Er sagte, es kommt nicht mehr vor.
Er war zwischendurch immer wieder Phasenweise der liebste Ehemann der Welt. Und er versprach mir, dass er in Zukunft niemehr so ausrasten wird!
Erstaunlicherweise war seitdem die Welt heile. Kein Anfall mehr. Nichts. Wie schafft er das auf einmal?
3 monate nach dem wir uns vertrugen, wurden bei ihm sämtliche Blutuntersuchungen gemacht, weil er oft sehr krank war. Herauskam, dass er eine Genmutation trägt. Einen vererbaren Blutdefekt. Thalassämie! (Mittelmeer Anämie/ Cooley Anämie)
Haben beide Eltern diesen Blutdefekt, erben ein Teil der Kinder die Gene doppelt (homozygot). Sie sterben im Bauch, nach der Geburt, bis zum 2. Lebensjahr, oder müssen alle 2 Wochen Bluttransfusionen erhalten weil sie nicht lebensfähig sind.
Mein Vater hat diesen Defekt auch, sowie mein Bruder. Sie sind beide Träger. Also heterozygot. Ich wurde nie getestet. (Unsere Familien kommen beide aus dem Mittelmeer Raum)
Voll der Zufall.
Ich habe in den letzten 3 Monaten sämtliche Klinikfahrten, Blutabnahmen, Arzttelefonate, spezial Untersuchungen und quälende Wartezeiten auf Ergebnisse mit meinem Sohn und mir durch. Meine Nerven sind quasi nicht mehr vorhanden.
Mein Sohn hat wahrscheinlich keine kranken Gene, aber eine normale Anämie. Laut einer hämoglobin Elektrophorese.
Mein Ergebnis von der Genetik Beratung kam heute. Ich habe auffällige Werte. (D.h erhöhtes fetales hämoglobin- 0.9 %) So kommen Werte nur bei einer Thalassämie Trägerschaft oder in der Schwangerschaft vor. Schwanger bin ich nicht.
Jetzt wird meine DNA sequenziert. Wenn mein Chromosom 11, genau wie bei meinem Mann mutiert ist, sind wir als Eltern beide Erbanlage träger. Was bedeutet, dass ein Teil unserer Kinder schwerstbehindert zur Welt kommen. (homozygot)
Ich heule mir nur noch die Augen aus. Gerade jetzt wo alles in unserer Ehe wieder stimmt. Und ich meinen alten Mann wieder habe und ihn so sehr liebe, und die Liebe wächst, kommt ein Schicksalsschlag über uns!
WAS werde ich tun, wenn nun bald diese Diagnose gesichert ist?
Ich wollte IMMER eine große Familie. Andere wünschen sich einen Lottogewinn. Für mich ist eine Große Familie mein Lebenstraum.
Ich will es nicht akzeptieren, dass ich mit meinem Mann keine Kinder mehr zeugen darf!
Ich dachte anfangs dieser Misere, dass ich ihn verlassen werde, weil er immer so schlecht zu mir war, und ich nur unglücklich wäre für ihn meinen Traum aufzugeben und er mich so schlecht behandelt.
Auf der anderen Seite, zeigt er mir gerade, dass er immernoch der Mann ist, in den ich mich vor Jahren verliebte. Ich liebe diesen blödmann. Ich kann dagegen nichts tun. Ich könnte ihn nicht leiden sehen, wenn ich ihn verließe obwohl er sich gerade echt Mühe gibt! Außerdem hätte ich schlimmen Herzschmerz dabei.
ABER weiß ich ob es nicht wieder kippt. Weiß ich ob ich es irgendwann nicht bitter bereue meinen Traum aufgegeben zu haben?
Ich wäre ohne weitere Kinder auch sehr sehr sehr unglücklich. Würde das unsere Ehe eh irgendwann zerstören... mein unerfüllter Wunsch nach noch einem Baby?
Ja viele werden jetzt sagen, ich sei undankbar, weil ich nicht für dieses eine Wunder, meinem Kind dankbar bin. Doch das bin ich... aber ich kann nichts dafür, mein Wunsch nach einem zweiten ist unbändig stark.
Alle meine Freunde und alle in meiner Familie verurteilen mich, weil ich nicht "dankbar bin für das eine". Oder sie versuchen mich zu trösten "wenigstens hast du eines". Ja ich weiß, viele von euch, wünschten sie hätten wenigstens eins, haben Totgeburten hinter sich oder sind unfruchtbar. DAs ist schrecklich und ich schäme mich auch meiner Gefühle, aber sie sind da!
Ich will endlich glücklich sein! Ich will endlich Frieden in meinem Herzen und Kopf!
Ich will dass dieses Dilemma aufhört!
Dies wird mein Thread in dem ich mir alles von der Seele schreibe in bezug auf die Diagnose und all meine Entscheidungen. Denn ich werde mich entscheiden müssen, wenn der Brief von der DNA Untersuchung da ist, und ich die Wahrheit realisieren muss!
Danke fürs lesen, vielleicht habt ihr ja ein paar Worte an mich...
Bitte seht darüber hinweg, dass ich anonym schreibe. Anders hätte ich es mich nicht getraut.
Ich bin mit meinem Mann seit 3 Jahren verheiratet. Aber wir kannten uns schon paar Jahre davor.
Irgendwann hatten wir einen Kinderwunsch. Ich wurde erst nach einem Jahr schwanger.
Wir freuten uns sehr.
Aber bereits in der Schwangerschaft ging es los, dass mein Mann cholerische Anfälle bekam, wegen nichts. Es war richtig heftig und ich hatte öfter einen nervenzusammenbruch, weil ich mich so gedemütigt fühlte. War paarmal im Krankenhaus, da ich Angst hatte um das Baby wegen all dem Stress und Adrenalin.
Mit meinem Mann wurde es auch nach der Geburt immer schlimmer. Und mir ging es richtig dreckig im Wochenbett.
Konnte mir gar nicht erklären warum er aufeinmal so anders wurde. Ich dachte schon an Schizophrenie. Es war als hätte er 2 Charakter. Monatelang ging es so.
Vor einem halben Jahr konnte ich es nicht mehr ertragen, er beleidigte mich aufs schlimmste. Brüllte herum, dass sein ganzen Gesicht aussah wie besessen. Ich hatte Angst vor ihm.
Ich sagte, dass ich die Scheidung will. Warf ihm meine Tagebücher vor die Füße und sagte ihm er soll mal lesen, was er seiner Frau antut.
Er begann zu weinen, lange und laut. Er wisse nicht, warum er so austickt. Er sagte, es kommt nicht mehr vor.
Er war zwischendurch immer wieder Phasenweise der liebste Ehemann der Welt. Und er versprach mir, dass er in Zukunft niemehr so ausrasten wird!
Erstaunlicherweise war seitdem die Welt heile. Kein Anfall mehr. Nichts. Wie schafft er das auf einmal?
3 monate nach dem wir uns vertrugen, wurden bei ihm sämtliche Blutuntersuchungen gemacht, weil er oft sehr krank war. Herauskam, dass er eine Genmutation trägt. Einen vererbaren Blutdefekt. Thalassämie! (Mittelmeer Anämie/ Cooley Anämie)
Haben beide Eltern diesen Blutdefekt, erben ein Teil der Kinder die Gene doppelt (homozygot). Sie sterben im Bauch, nach der Geburt, bis zum 2. Lebensjahr, oder müssen alle 2 Wochen Bluttransfusionen erhalten weil sie nicht lebensfähig sind.
Mein Vater hat diesen Defekt auch, sowie mein Bruder. Sie sind beide Träger. Also heterozygot. Ich wurde nie getestet. (Unsere Familien kommen beide aus dem Mittelmeer Raum)
Voll der Zufall.
Ich habe in den letzten 3 Monaten sämtliche Klinikfahrten, Blutabnahmen, Arzttelefonate, spezial Untersuchungen und quälende Wartezeiten auf Ergebnisse mit meinem Sohn und mir durch. Meine Nerven sind quasi nicht mehr vorhanden.
Mein Sohn hat wahrscheinlich keine kranken Gene, aber eine normale Anämie. Laut einer hämoglobin Elektrophorese.
Mein Ergebnis von der Genetik Beratung kam heute. Ich habe auffällige Werte. (D.h erhöhtes fetales hämoglobin- 0.9 %) So kommen Werte nur bei einer Thalassämie Trägerschaft oder in der Schwangerschaft vor. Schwanger bin ich nicht.
Jetzt wird meine DNA sequenziert. Wenn mein Chromosom 11, genau wie bei meinem Mann mutiert ist, sind wir als Eltern beide Erbanlage träger. Was bedeutet, dass ein Teil unserer Kinder schwerstbehindert zur Welt kommen. (homozygot)
Ich heule mir nur noch die Augen aus. Gerade jetzt wo alles in unserer Ehe wieder stimmt. Und ich meinen alten Mann wieder habe und ihn so sehr liebe, und die Liebe wächst, kommt ein Schicksalsschlag über uns!
WAS werde ich tun, wenn nun bald diese Diagnose gesichert ist?
Ich wollte IMMER eine große Familie. Andere wünschen sich einen Lottogewinn. Für mich ist eine Große Familie mein Lebenstraum.
Ich will es nicht akzeptieren, dass ich mit meinem Mann keine Kinder mehr zeugen darf!
Ich dachte anfangs dieser Misere, dass ich ihn verlassen werde, weil er immer so schlecht zu mir war, und ich nur unglücklich wäre für ihn meinen Traum aufzugeben und er mich so schlecht behandelt.
Auf der anderen Seite, zeigt er mir gerade, dass er immernoch der Mann ist, in den ich mich vor Jahren verliebte. Ich liebe diesen blödmann. Ich kann dagegen nichts tun. Ich könnte ihn nicht leiden sehen, wenn ich ihn verließe obwohl er sich gerade echt Mühe gibt! Außerdem hätte ich schlimmen Herzschmerz dabei.
ABER weiß ich ob es nicht wieder kippt. Weiß ich ob ich es irgendwann nicht bitter bereue meinen Traum aufgegeben zu haben?
Ich wäre ohne weitere Kinder auch sehr sehr sehr unglücklich. Würde das unsere Ehe eh irgendwann zerstören... mein unerfüllter Wunsch nach noch einem Baby?
Ja viele werden jetzt sagen, ich sei undankbar, weil ich nicht für dieses eine Wunder, meinem Kind dankbar bin. Doch das bin ich... aber ich kann nichts dafür, mein Wunsch nach einem zweiten ist unbändig stark.
Alle meine Freunde und alle in meiner Familie verurteilen mich, weil ich nicht "dankbar bin für das eine". Oder sie versuchen mich zu trösten "wenigstens hast du eines". Ja ich weiß, viele von euch, wünschten sie hätten wenigstens eins, haben Totgeburten hinter sich oder sind unfruchtbar. DAs ist schrecklich und ich schäme mich auch meiner Gefühle, aber sie sind da!
Ich will endlich glücklich sein! Ich will endlich Frieden in meinem Herzen und Kopf!
Ich will dass dieses Dilemma aufhört!
Dies wird mein Thread in dem ich mir alles von der Seele schreibe in bezug auf die Diagnose und all meine Entscheidungen. Denn ich werde mich entscheiden müssen, wenn der Brief von der DNA Untersuchung da ist, und ich die Wahrheit realisieren muss!
Danke fürs lesen, vielleicht habt ihr ja ein paar Worte an mich...
21.08.2013 18:37
Also ich würde mich ausführlich von einem kompetenten Humangenetiker beraten lassen. Ich kann nicht beurteilen wie hoch euer Risiko ist kranke bzw. tote Kinder zu bekommen und ob es sich bei jeder ss erhöht. Ev. gibt es Möglichkeiten gesunde Kinder zu bekommen zb. durch künstliche Befruchtung, Hormonbehandlungen oder Medikamente.
Den Weg würde ich mit meinem Partner zusammen gehen. Sich deswegen zu trennen wäre auch keine Lösung und auf gut Glück schwanger werden und dabei ev. noch abkratzen bringt einen auch nicht weiter.
Erstmal ist es doch toll ein gesundes Kind und einen Partner zu haben. Wünsche euch das ihr eine Möglichkeit findet
Den Weg würde ich mit meinem Partner zusammen gehen. Sich deswegen zu trennen wäre auch keine Lösung und auf gut Glück schwanger werden und dabei ev. noch abkratzen bringt einen auch nicht weiter.
Erstmal ist es doch toll ein gesundes Kind und einen Partner zu haben. Wünsche euch das ihr eine Möglichkeit findet
21.08.2013 18:57
Wir waren doch schon bei einem Human genetiker zur Genetischen Beratung!!!!
Ich kann in der ssft nicht draufgehen. Aber es besteht ein großes Risiko, dass wenn das Baby von mir und meinem Mann statt 2 oder 1 gesundes Gen geerbt hat, die 2 kranken Gene erbt. Dann ist es schwerst behindert!
Wenn das Baby nur ein krankes Gen hat, kommt die Krankheit nicht zum Ausbruch!
Das war gar nicht meine Frage! Haha hab die letzten Wochen nichts anderes gemacht als mich über diese krankheit zu informieren und bin sogar einem Verein beigetreten.
Es geht um mein Dilemma!
Schon klar, dass ich nicht, auf gut glück Babys zeuge! Deshalb gehts mir ja so scheiße, weil ich mit meienem Mann keine mehr bekommen kann! Genau das ist der Knackpunkt....
Bitte auch an die anderen, lest erst meinen Text richtig
Ich kann in der ssft nicht draufgehen. Aber es besteht ein großes Risiko, dass wenn das Baby von mir und meinem Mann statt 2 oder 1 gesundes Gen geerbt hat, die 2 kranken Gene erbt. Dann ist es schwerst behindert!
Wenn das Baby nur ein krankes Gen hat, kommt die Krankheit nicht zum Ausbruch!
Das war gar nicht meine Frage! Haha hab die letzten Wochen nichts anderes gemacht als mich über diese krankheit zu informieren und bin sogar einem Verein beigetreten.
Es geht um mein Dilemma!
Schon klar, dass ich nicht, auf gut glück Babys zeuge! Deshalb gehts mir ja so scheiße, weil ich mit meienem Mann keine mehr bekommen kann! Genau das ist der Knackpunkt....
Bitte auch an die anderen, lest erst meinen Text richtig
21.08.2013 18:57
Zitat von Minibeanymachine:dem schliess ich mich an... ich wünsch dir/euch viel glück
Also ich würde mich ausführlich von einem kompetenten Humangenetiker beraten lassen. Ich kann nicht beurteilen wie hoch euer Risiko ist kranke bzw. tote Kinder zu bekommen und ob es sich bei jeder ss erhöht. Ev. gibt es Möglichkeiten gesunde Kinder zu bekommen zb. durch künstliche Befruchtung, Hormonbehandlungen oder Medikamente.
Den Weg würde ich mit meinem Partner zusammen gehen. Sich deswegen zu trennen wäre auch keine Lösung und auf gut Glück schwanger werden und dabei ev. noch abkratzen bringt einen auch nicht weiter.
Erstmal ist es doch toll ein gesundes Kind und einen Partner zu haben. Wünsche euch das ihr eine Möglichkeit findet
21.08.2013 19:21
Klingt nicht so toll
Aber wenn du gluecklich mit deinem Mann bist, warum solltest du dich trennen?
Klar du willst viele Kinder aber da gibt es doch auch andere Wege.
Adoptionen, Samenspende usw.
Klärt erstmal was deine Gene sagen und dann schaut inaller Ruhe in die Zukunft.
Aber wenn du gluecklich mit deinem Mann bist, warum solltest du dich trennen?
Klar du willst viele Kinder aber da gibt es doch auch andere Wege.
Adoptionen, Samenspende usw.
Klärt erstmal was deine Gene sagen und dann schaut inaller Ruhe in die Zukunft.
21.08.2013 19:28
Zitat von born-in-helsinki:
Klingt nicht so toll![]()
Aber wenn du gluecklich mit deinem Mann bist, warum solltest du dich trennen?
Klar du willst viele Kinder aber da gibt es doch auch andere Wege.
Adoptionen, Samenspende usw.
Klärt erstmal was deine Gene sagen und dann schaut inaller Ruhe in die Zukunft.
![]()
Ich bin nicht glücklich. Ich habe immer noch diesen bitteren Beigeschmack. Ich habe Angst, dass er sich wieder ändert. Und dann habe ich ihm mein Leben geschenkt und für ihn meine Wünsche geopfert.
Adoption und SAmenspende will er nicht.
Genau, ich warte jetzt was meine Gene sagen. Es ist echt schwer für mich.
21.08.2013 19:32
Zitat von Anonym 157286:
Zitat von born-in-helsinki:
Klingt nicht so toll![]()
Aber wenn du gluecklich mit deinem Mann bist, warum solltest du dich trennen?
Klar du willst viele Kinder aber da gibt es doch auch andere Wege.
Adoptionen, Samenspende usw.
Klärt erstmal was deine Gene sagen und dann schaut inaller Ruhe in die Zukunft.
![]()
Ich bin nicht glücklich. Ich habe immer noch diesen bitteren Beigeschmack. Ich habe Angst, dass er sich wieder ändert. Und dann habe ich ihm mein Leben geschenkt und für ihn meine Wünsche geopfert.
Adoption und SAmenspende will er nicht.
Genau, ich warte jetzt was meine Gene sagen. Es ist echt schwer für mich.
Hm
Also willst du dich so oder so trennen?
Wenn er nun wieder der Alte ist, klar da ist dieser Beigeschmack aber jede Ehe hat mal schlechte Zeiten und wenn man das zusammen uebersteht, dann schweisst das doch mehr zusammen?
Warum will er denn keine Adoption und Samenspende?
Kann man nicht zb die Eizelle ausserhalb befruchten und dann untersuchen ob dieses Gen bzw der Defekt da ist?
kenne mich damit ja nun gar nicht aus aber heutzutage kann man ja schon so ziemlih alles machen
21.08.2013 19:35
ob weitere eigene kinder würd ich auch von der frage abhängig machen, ob ihr beide damit zurecht kämt, wenn ihr ein schwerst-behindertes kind bekommen würdet! könntet ihr damit leben? wärt ihr bereit auf einen großteil eures eigenen lebens, eurer freizeit zu verzichten? könntet ihr damit umgehen fehlgeburten oder früher kindstod in kauf zu nehmen (ok, wie man genau reagiert weiß man nicht, aber ihr könnt euch ja darauf einstellen dass sowas passieren wird)?
eine großfamilie kann man auch auf anderem weg bekommen wenn es keine eigenen mehr gibt - pflegefamilie, adoption. wär sowas ne option für euch?
sich nur zu trennen weil beide nen gendefekt in sich tragen kann ich nicht nachvollziehen. man liebt ja den menschen, nicht das gen
eine großfamilie kann man auch auf anderem weg bekommen wenn es keine eigenen mehr gibt - pflegefamilie, adoption. wär sowas ne option für euch?
sich nur zu trennen weil beide nen gendefekt in sich tragen kann ich nicht nachvollziehen. man liebt ja den menschen, nicht das gen
21.08.2013 19:55
Ja es gibt ja die präimplanationsdiagnostik. Die ist in Deutschland lange verboten gewesen. Und es gibt auch noch kein Istitut oder so wo man das machen kann. Nur im Ausland.
Es ist allgemein sehr teuer und für uns wahrscheinlich finanziell nicht machbar.
Natürlich liebt man den Menschen und nicht das Gen. Aber man kann doch trotzdem unglücklich sein, wegen dem Gen und vielleicht geht die Ehe dann dadurch kaputt, dass ich dauerdepressiv werde. Eine große Belastung für die ohnehin wackelige Ehe.
Ja eine Großfamilie kann man auch mit Adoptivkindern haben. Aber ich weiß nicht ob ich fremde Kinder genauso lieben kann.
Und ich weiß selbst dass ich warten muss! Dieser Thred ist sozusagen mein WARTEzimmer...
Es ist allgemein sehr teuer und für uns wahrscheinlich finanziell nicht machbar.
Natürlich liebt man den Menschen und nicht das Gen. Aber man kann doch trotzdem unglücklich sein, wegen dem Gen und vielleicht geht die Ehe dann dadurch kaputt, dass ich dauerdepressiv werde. Eine große Belastung für die ohnehin wackelige Ehe.
Ja eine Großfamilie kann man auch mit Adoptivkindern haben. Aber ich weiß nicht ob ich fremde Kinder genauso lieben kann.
Und ich weiß selbst dass ich warten muss! Dieser Thred ist sozusagen mein WARTEzimmer...
21.08.2013 19:59
Ich denke das man schon andere Kinder lieben kann, nicht wie sein eigenes aber anders und genauso intensiv.
Samenspende wäre ja dann noch die andere Lösung, geht vielleicht schneller. Und da trägst du das Kind aus und es ist ja auch deins, nur eben mit einem anderen Samen. Aber mal ehrlich , dein Mann wird der Vater sein, egal von wem das Sperma kommt.
Ich hoffe ihr schafft das alles und uebersteht auch das!
Samenspende wäre ja dann noch die andere Lösung, geht vielleicht schneller. Und da trägst du das Kind aus und es ist ja auch deins, nur eben mit einem anderen Samen. Aber mal ehrlich , dein Mann wird der Vater sein, egal von wem das Sperma kommt.
Ich hoffe ihr schafft das alles und uebersteht auch das!
21.08.2013 20:16
Zitat von born-in-helsinki:
Ich denke das man schon andere Kinder lieben kann, nicht wie sein eigenes aber anders und genauso intensiv.
Samenspende wäre ja dann noch die andere Lösung, geht vielleicht schneller. Und da trägst du das Kind aus und es ist ja auch deins, nur eben mit einem anderen Samen. Aber mal ehrlich , dein Mann wird der Vater sein, egal von wem das Sperma kommt.
Ich hoffe ihr schafft das alles und uebersteht auch das!
Vielleicht hast du recht und ich muss mich erst öffnen
Wenn ich dann 100 pro weiß, dass ich das Gen habe und der Verdacht gesichert ist.
Eine Samenspende möchte mein Mann nicht. Vielleicht, wenn er sieht wie schlecht es mir geht, vielleicht ändert er dann seine Meinung. Ich würde ihn genauso lieben und ich wäre ihm sehr dankbar.
Wenn er es nicht will, kann ich ihm das nicht übel nehmen.
Aber dann habe ich nie die Garantie ob nicht vllt doch irgendwann bei mir die Sicherungen durchbrennen und ich gehe. Das kommt auch sehr auf sein Verhalten an, ob er rückfällig wird oder nicht
21.08.2013 20:26
Ist jetzt wirklich nicht böse gemeint, aber ich verstehe es nicht, wenn man von einer ohnehin wackeligen ehe schreibt und es dann als das alleinig glücklich machende empfindet, noch weitere zu bekommen. Ansonsten kann ich mich auch nur anschliessen, dass du erstmal nur Abwarten kannst, was die Ergebnisse zeigen, auch wenn das für dich sehr schwer sein muss. Aber ich denke auch, dass dein Kind dich braucht und du auch versuchen musst, für dein gesundes Kind stark zu sein.
21.08.2013 20:28
Das ist natürlich echt heftig ... wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, daß beide so was in sich tragen? Das das ein Hammer ist, das kann ich total gut nachvollziehen. Auch wie sehr die Unsicherheit an einem nagt.
Aber wenn es um Deine Beziehung geht ... Da scheinen schon größere Zweifel dazusein, wenn man Deine Formulierungen liest ... Da ist die Frage, ob er wirklich der richtige Partner für Dich ist, auch vielleicht ohne Gendefekt. Weil auch so besteht ja dann die Möglichkeit, daß er sich wieder verändert und wieder so wird wie er einmal war.
Ansonsten: hast Du mal darüber nachgedacht, Dir therapeutische Unterstützung zu suchen, damit Du Begleitung hast in dieser Phase und auch jemand Dich unterstützt, wenn der Befund entsprechend ausfällt? Auch wenn Du die Befürchtung hast, deshalb depressiv zu werden, wäre es vielleicht nicht unbedingt falsch, frühzeitig da auch was zu tun.
Ansonsten denke ich, daß es eben nicht automatisch das bedeutet: ein Leben mit Dauerdepressionen ... Ihr habt ein Kind. Das ist wundervoll. Das keine weiteren Kinder vielleicht nicht möglich sind, ist sehr, sehr traurig, aber ich denke, man kann das überwinden.Das mag so unmöglich gerade für dich klingen, aber ich glaube, daß dies möglich ist, wenn man dann eben ein Stück weit bereit ist, loszulassen. Aber es ist letzten Endes an Dir zu schauen, ob die Zukunft mit Deinem Mann so vorstellbar ist.
Aber wenn es um Deine Beziehung geht ... Da scheinen schon größere Zweifel dazusein, wenn man Deine Formulierungen liest ... Da ist die Frage, ob er wirklich der richtige Partner für Dich ist, auch vielleicht ohne Gendefekt. Weil auch so besteht ja dann die Möglichkeit, daß er sich wieder verändert und wieder so wird wie er einmal war.
Ansonsten: hast Du mal darüber nachgedacht, Dir therapeutische Unterstützung zu suchen, damit Du Begleitung hast in dieser Phase und auch jemand Dich unterstützt, wenn der Befund entsprechend ausfällt? Auch wenn Du die Befürchtung hast, deshalb depressiv zu werden, wäre es vielleicht nicht unbedingt falsch, frühzeitig da auch was zu tun.
Ansonsten denke ich, daß es eben nicht automatisch das bedeutet: ein Leben mit Dauerdepressionen ... Ihr habt ein Kind. Das ist wundervoll. Das keine weiteren Kinder vielleicht nicht möglich sind, ist sehr, sehr traurig, aber ich denke, man kann das überwinden.Das mag so unmöglich gerade für dich klingen, aber ich glaube, daß dies möglich ist, wenn man dann eben ein Stück weit bereit ist, loszulassen. Aber es ist letzten Endes an Dir zu schauen, ob die Zukunft mit Deinem Mann so vorstellbar ist.
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