Mütter- und Schwangerenforum

Harmonytest vs Nackenfaltenmessung

Gehe zu Seite:
03.04.2018 22:03
Zitat von 1novalee1:

Für alle die es vielleicht interesiiert. Ich habe heute meinen Termin für den Harmonytest gehabt.
Kostenpunkt: Labor: 299€ Frauenarzt: 55€
Geschlechtsbestimmung: kostenlos

Meine Frauenärztin meinte, wenn ich einen Harmonytest machen lasse, kann ich auf die Nackenfaltenmessung verzichten. Kostenpunkt für die Nackenfaltenmessung: 210€

Mir war es die 140€ wert, ein 99% Ergebnis zu bekommen, welches nicht auf Statistiken beruht.

Vielleicht hilft es dem Einen oder Anderen, die ebenfalls vor der Wahl stehen. Preise können ggf. natürlich abweichen.


Dann drücke ich dir die Daumen, dass der Zwerg gesund ist und du noch eine schöne entspannte Schwangerschaft vor dir hast
vronibohni
58 Beiträge
03.04.2018 23:45
Bei uns kostet die Nackenfaltenmessung mit Labor nur 80€.
ChrissiBabe
1286 Beiträge
04.04.2018 03:07
Zitat von FrauFee:

Bei meiner 2. Tochter habe ich das Ersttrimesterscreening machen lassen, als NFM und Blutabnahme. Es kam dann halt eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit für eine Trisomie heraus.

Diesmal werde ich den Harmony oder praenatest machen lassen. Einfach, weil das Ergebnis nicht nur eine Wahrscheinlichkeit ist. Wir haben nun mal schon 2 Kinder und ich möchte entscheiden können, wie wir nach dem Ergebnis umgehen bzw welche Konsequenzen gezogen werden. Das muss keiner gut finden oder wir uns dafür rechtfertigen, egal was man mit dem Wissen nach den Tests Macht!


Nur weil das nun schon zig-mal in diesem Threat geschrieben wurde. Auch der Harmony-Test ist ein Marker- bzw. Screening-Test und beruht damit auf einer statistische Wahrscheinlichkeit. Falls Du einen statistisch auffälligen Test hast, wirst Du auch hier weitere Tests machen lassen müssen.

Ich weiß, wovon ich rede. Bei meiner Tochter kam der Harmony-Test negativ zurück, d.h. mit einer hohen Wahrscheinlichkeit von Trisomie 21. Es folgten die schlimmsten Wochen meines Lebens. Meine Tochter ist nun zwei Jahre alt und kerngesund.

Alles anderen hier vorgetragenen Einstellungen und Meinungen halte ich seitdem für reine Spekulation. Ich kenne zwei Frauen aus dieser Zeit, die strikt gegen eine Abtreibung aufgrund von Behinderungen waren und es dann nach erfolgter Diagnose doch getan haben (wie über 90% der Frauen). Ich persönlich dachte immer, dass ich wahrscheinlich eher abtreiben würde. In dem Moment, als ich den Test mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,99% in der Hand hielt, wusste ich aber, dass ich das Kind so oder so bekommen wollte.

Es weiß niemand sicher, wie er in der Situation tatsächlich reagieren würde und ich wünsche niemanden, in eine solche Situation zu kommen. Deshalb fände ich es gut, seine Meinungen bzw. vor allem seine Vorhaltungen für sich zu behalten.
FrauFee
1860 Beiträge
04.04.2018 06:48
Zitat von ChrissiBabe:

Zitat von FrauFee:

Bei meiner 2. Tochter habe ich das Ersttrimesterscreening machen lassen, als NFM und Blutabnahme. Es kam dann halt eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit für eine Trisomie heraus.

Diesmal werde ich den Harmony oder praenatest machen lassen. Einfach, weil das Ergebnis nicht nur eine Wahrscheinlichkeit ist. Wir haben nun mal schon 2 Kinder und ich möchte entscheiden können, wie wir nach dem Ergebnis umgehen bzw welche Konsequenzen gezogen werden. Das muss keiner gut finden oder wir uns dafür rechtfertigen, egal was man mit dem Wissen nach den Tests Macht!


Nur weil das nun schon zig-mal in diesem Threat geschrieben wurde. Auch der Harmony-Test ist ein Marker- bzw. Screening-Test und beruht damit auf einer statistische Wahrscheinlichkeit. Falls Du einen statistisch auffälligen Test hast, wirst Du auch hier weitere Tests machen lassen müssen.

Ich weiß, wovon ich rede. Bei meiner Tochter kam der Harmony-Test negativ zurück, d.h. mit einer hohen Wahrscheinlichkeit von Trisomie 21. Es folgten die schlimmsten Wochen meines Lebens. Meine Tochter ist nun zwei Jahre alt und kerngesund.

Alles anderen hier vorgetragenen Einstellungen und Meinungen halte ich seitdem für reine Spekulation. Ich kenne zwei Frauen aus dieser Zeit, die strikt gegen eine Abtreibung aufgrund von Behinderungen waren und es dann nach erfolgter Diagnose doch getan haben (wie über 90% der Frauen). Ich persönlich dachte immer, dass ich wahrscheinlich eher abtreiben würde. In dem Moment, als ich den Test mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,99% in der Hand hielt, wusste ich aber, dass ich das Kind so oder so bekommen wollte.

Es weiß niemand sicher, wie er in der Situation tatsächlich reagieren würde und ich wünsche niemanden, in eine solche Situation zu kommen. Deshalb fände ich es gut, seine Meinungen bzw. vor allem seine Vorhaltungen für sich zu behalten.


Ja, da hast du recht, aber die Wahrscheinlichkeiten sind dennoch genauer als beim Ersttrimesterscreening.

Zitat:
Bei der NIPT-Methode findet eine Analyse der fetalen zellfreien DNA (cff-DNA) statt (siehe Kasten Seite 10). Die cff-DNA stammt jedoch nicht direkt vom Embryo, sondern aus der Plazenta. Diese entwickelt sich zum Teil aus den Trophoblasten, der äußeren Zellschicht des Embryos in einem frühen Entwicklungsstadium. Ein relevanter Unterschied, denn es ist möglich, dass die Chromosomenbeschaffenheit der Plazenta und des Embryos sich unterscheiden. Bei einem „plazentalen Mosaik“ entstehen örtlich begrenzte Zellansammlungen mit abweichender Genetik - eine Studie fand dieses Phänomen bei fast fünf Prozent der postnatal untersuchten Plazenten.[1] Dieses Problem ergibt sich allerdings auch bei der invasiven Chorionzottenbiopsie. Dabei wird nur Plazentagewebe entnommen und analysiert, eine auf sie basierende Diagnose des Fötus kann daher falsch liegen. Bei der Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese) hingegen werden auch Zellen des Fötus selbst untersucht.

Diese methodische Schwäche ist nur ein Grund, warum auf cff-DNA basierte NIPT nur prognostisches Screening und keine Diagnose sind. Eine Diagnose ist die Feststellung einer Erkrankung aufgrund eines Befundes. Prognosen dagegen sind Vorhersagen aufgrund von statistischen Berechnungen. Bei NIPT wird die isolierte cff-DNA genetisch untersucht und die Wahrscheinlichkeit bestimmter genetischer Beschaffenheiten des Fötus kann berechnet werden. Diese Analysen werden vor allem benutzt, um Vorhersagen zu Chromosomenabweichungen, insbesondere Trisomien, zu treffen.
( https://www.gwi-boell.de/de/2017/02/17/keine-absol ute-sicherheit )

Mal ein Auszug (vom praenatest, der ja wie der Harmony Test ist) für alle, die dich damit beschäftigen.
Gehe zu Seite:
  • Dieses Thema wurde 11 mal gemerkt