Mütter- und Schwangerenforum

MA.. Ich kann es gar nicht fassen

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Kireinahanna
1002 Beiträge
12.11.2012 19:43
Es tut mir sehr leid was dir passiert ist. Auch ich musste im Januar diesen Schmerz mitmachen, in der 9. SSW und gebe ehrlich zu noch immer nicht darüber hinweg zu sein, obwohl ich wieder schwanger bin....ich vermisse immernoch MEIN ERSTES BABY und Sprüche wie "Das war doch nur ein Zellhaufen...." da könnte ich echt Aggressionen kriegen...es hatte schon ein Herz und das Herz hat mal geschlagen....in meinen Gedanken hatte ich mein Kind schon in den Armen und das kann mir keiner nehmen...für mich war es mein BABY...

Ich hatte eine AS (und ich hatte wahnsinnige Angst vor der Narkose) und muss ehrlich sagen, dass ich im Nachinein froh bin, dass ich diese gebraucht habe...ich hätte es psychisch glaube ich nicht geschafft, weil ich nie gewusst hätte, ist es jetzt weg? Ich bin nach der Narkose wachgeworden und mein erster Gedanke war: "Jetzt bin ich nicht mehr schwanger..." ein sehr trauriger Gedanke, aber auch "erlösend" (klingt blöd, aber ich hoffe du verstehst wie ich das meine...erlösend im Sinne von, "alles ist draußen und ich musste es nicht sehen"...versteht man das irgendwie???)

Ich drück dir die Daumen, dass du schnell lernst mit der Situation klarzukommen....und bitte, höre nicht auf dumme Sprüche von anderen...wenn du trauern willst/musst, dann lass es zu, denn anders kannst du nicht Abschied nehmen...

Alles Gute für dich!
12.11.2012 20:16
Zitat von Kireinahanna:

Es tut mir sehr leid was dir passiert ist. Auch ich musste im Januar diesen Schmerz mitmachen, in der 9. SSW und gebe ehrlich zu noch immer nicht darüber hinweg zu sein, obwohl ich wieder schwanger bin....ich vermisse immernoch MEIN ERSTES BABY und Sprüche wie "Das war doch nur ein Zellhaufen...." da könnte ich echt Aggressionen kriegen...es hatte schon ein Herz und das Herz hat mal geschlagen....in meinen Gedanken hatte ich mein Kind schon in den Armen und das kann mir keiner nehmen...für mich war es mein BABY...

Ich hatte eine AS (und ich hatte wahnsinnige Angst vor der Narkose) und muss ehrlich sagen, dass ich im Nachinein froh bin, dass ich diese gebraucht habe...ich hätte es psychisch glaube ich nicht geschafft, weil ich nie gewusst hätte, ist es jetzt weg? Ich bin nach der Narkose wachgeworden und mein erster Gedanke war: "Jetzt bin ich nicht mehr schwanger..." ein sehr trauriger Gedanke, aber auch "erlösend" (klingt blöd, aber ich hoffe du verstehst wie ich das meine...erlösend im Sinne von, "alles ist draußen und ich musste es nicht sehen"...versteht man das irgendwie???)

Ich drück dir die Daumen, dass du schnell lernst mit der Situation klarzukommen....und bitte, höre nicht auf dumme Sprüche von anderen...wenn du trauern willst/musst, dann lass es zu, denn anders kannst du nicht Abschied nehmen...

Alles Gute für dich!


So ging es mir auch,hatte die gleichen Gedanken.

Ich denke man sollte eine Frau aber nie zu etwas bewegen oder eine Frau verurteilen die diesen oder jenen Weg gewählt hat,die eine verkraftet es so besser,die andere so

Aber Dr.Google würde ich zu so einem Thema nicht befragen,da wissen Ärzte wirklich besser bescheid
12.11.2012 21:08
Zitat von Felily:

Zitat von Kireinahanna:

Es tut mir sehr leid was dir passiert ist. Auch ich musste im Januar diesen Schmerz mitmachen, in der 9. SSW und gebe ehrlich zu noch immer nicht darüber hinweg zu sein, obwohl ich wieder schwanger bin....ich vermisse immernoch MEIN ERSTES BABY und Sprüche wie "Das war doch nur ein Zellhaufen...." da könnte ich echt Aggressionen kriegen...es hatte schon ein Herz und das Herz hat mal geschlagen....in meinen Gedanken hatte ich mein Kind schon in den Armen und das kann mir keiner nehmen...für mich war es mein BABY...

Ich hatte eine AS (und ich hatte wahnsinnige Angst vor der Narkose) und muss ehrlich sagen, dass ich im Nachinein froh bin, dass ich diese gebraucht habe...ich hätte es psychisch glaube ich nicht geschafft, weil ich nie gewusst hätte, ist es jetzt weg? Ich bin nach der Narkose wachgeworden und mein erster Gedanke war: "Jetzt bin ich nicht mehr schwanger..." ein sehr trauriger Gedanke, aber auch "erlösend" (klingt blöd, aber ich hoffe du verstehst wie ich das meine...erlösend im Sinne von, "alles ist draußen und ich musste es nicht sehen"...versteht man das irgendwie???)

Ich drück dir die Daumen, dass du schnell lernst mit der Situation klarzukommen....und bitte, höre nicht auf dumme Sprüche von anderen...wenn du trauern willst/musst, dann lass es zu, denn anders kannst du nicht Abschied nehmen...

Alles Gute für dich!


So ging es mir auch,hatte die gleichen Gedanken.

Ich denke man sollte eine Frau aber nie zu etwas bewegen oder eine Frau verurteilen die diesen oder jenen Weg gewählt hat,die eine verkraftet es so besser,die andere so

Aber Dr.Google würde ich zu so einem Thema nicht befragen,da wissen Ärzte wirklich besser bescheid


Ärzte beraten aber oft nicht individuell, sondern scheren gerne alle über einen Kamm.
Mir wurde gesagt, ich solle unbedingt eine AS machen. Das sagte der Arzt in der Klinik und meine FÄ. Und trotzdem habe ich mich dagegen entschieden, weil es sich für mich falsch angefühlt hat.
Also habe ich Efahrungsberichte im Internet gesucht und diese haben mich wirkluch bestärkt, weil ich einfach erfahren habe, dass es eben auch noch andre Möglichkeiten gibt.
Das finde ich so schade. Viele Frauen sind verunsichert, natürlich auch nich seelisch und psychisch belastet, haben keinen klaren Kopf und es wird einfach keine Zeit gegeben.

Ich war jedenfalls 1 1/2 Wochen später bei einer andren Ärztin zur Kontrolle und sie meinte, hätte ich es ihr nicht erzählt, hätte sie davon nichts gesehn/bemerkt und auch der nächste Eisprung hat sich für die nächsten Tage schon angebahnt

Jeder soll sich entscheiden, wie er möchte.
Einige Frauen unterstützt die AS ja auch mit der Situation umzugehn.
Allerdings machen viele diesen Schritt, weil sie einfach "überrumpelt" werden, nicht wissen was für sie richtig ist, eben wegen der emotionschaotischen Situation, und "funktionieren" dann einfach nur noch.
Wenn sie wieder klar sehn, knabbern sie nämlich doch an dem Eingriff.

Aber ich verurteile niemanden, für Entscheidungen, die jeder für sich und sein Leben nur selbst treffen kann.
Kireinahanna
1002 Beiträge
12.11.2012 21:22
Zitat von karamella:

Zitat von Felily:

Zitat von Kireinahanna:

Es tut mir sehr leid was dir passiert ist. Auch ich musste im Januar diesen Schmerz mitmachen, in der 9. SSW und gebe ehrlich zu noch immer nicht darüber hinweg zu sein, obwohl ich wieder schwanger bin....ich vermisse immernoch MEIN ERSTES BABY und Sprüche wie "Das war doch nur ein Zellhaufen...." da könnte ich echt Aggressionen kriegen...es hatte schon ein Herz und das Herz hat mal geschlagen....in meinen Gedanken hatte ich mein Kind schon in den Armen und das kann mir keiner nehmen...für mich war es mein BABY...

Ich hatte eine AS (und ich hatte wahnsinnige Angst vor der Narkose) und muss ehrlich sagen, dass ich im Nachinein froh bin, dass ich diese gebraucht habe...ich hätte es psychisch glaube ich nicht geschafft, weil ich nie gewusst hätte, ist es jetzt weg? Ich bin nach der Narkose wachgeworden und mein erster Gedanke war: "Jetzt bin ich nicht mehr schwanger..." ein sehr trauriger Gedanke, aber auch "erlösend" (klingt blöd, aber ich hoffe du verstehst wie ich das meine...erlösend im Sinne von, "alles ist draußen und ich musste es nicht sehen"...versteht man das irgendwie???)

Ich drück dir die Daumen, dass du schnell lernst mit der Situation klarzukommen....und bitte, höre nicht auf dumme Sprüche von anderen...wenn du trauern willst/musst, dann lass es zu, denn anders kannst du nicht Abschied nehmen...

Alles Gute für dich!


So ging es mir auch,hatte die gleichen Gedanken.

Ich denke man sollte eine Frau aber nie zu etwas bewegen oder eine Frau verurteilen die diesen oder jenen Weg gewählt hat,die eine verkraftet es so besser,die andere so

Aber Dr.Google würde ich zu so einem Thema nicht befragen,da wissen Ärzte wirklich besser bescheid


Ärzte beraten aber oft nicht individuell, sondern scheren gerne alle über einen Kamm.
Mir wurde gesagt, ich solle unbedingt eine AS machen. Das sagte der Arzt in der Klinik und meine FÄ. Und trotzdem habe ich mich dagegen entschieden, weil es sich für mich falsch angefühlt hat.
Also habe ich Efahrungsberichte im Internet gesucht und diese haben mich wirkluch bestärkt, weil ich einfach erfahren habe, dass es eben auch noch andre Möglichkeiten gibt.
Das finde ich so schade. Viele Frauen sind verunsichert, natürlich auch nich seelisch und psychisch belastet, haben keinen klaren Kopf und es wird einfach keine Zeit gegeben.

Ich war jedenfalls 1 1/2 Wochen später bei einer andren Ärztin zur Kontrolle und sie meinte, hätte ich es ihr nicht erzählt, hätte sie davon nichts gesehn/bemerkt und auch der nächste Eisprung hat sich für die nächsten Tage schon angebahnt

Jeder soll sich entscheiden, wie er möchte.
Einige Frauen unterstützt die AS ja auch mit der Situation umzugehn.
Allerdings machen viele diesen Schritt, weil sie einfach "überrumpelt" werden, nicht wissen was für sie richtig ist, eben wegen der emotionschaotischen Situation, und "funktionieren" dann einfach nur noch.
Wenn sie wieder klar sehn, knabbern sie nämlich doch an dem Eingriff.

Aber ich verurteile niemanden, für Entscheidungen, die jeder für sich und sein Leben nur selbst treffen kann.


Das kann ich gut nachvollziehen...für dich war es besser den Schritt ohne AS zu gehen...
Ich habe damals mittwochs von der FG erfahren und gleich donnerstags (also am nächsten Tag) hatte ich die AS...ich wurde, wie du sagst "überrumpelt", aber wiegesagt, selbst im Nachhinein war es für mich besser so...es fiel mir nämlich so schon schwer mich von der SS zu verabschieden und ich glaube ohne AS hätte ich es noch schlechter ertragen...ich verurteile auch absolut niemanden und jeder muss das für sich entscheiden...(aber ab einer gewissen SSW muss man eine AS machen oder???)
Ich finde es so schrecklich, dass soooo viele Frauen so einen Schicksalsschlag erleben müssen...
12.11.2012 21:42
Zitat von Kireinahanna:

Zitat von karamella:

Zitat von Felily:

Zitat von Kireinahanna:

Es tut mir sehr leid was dir passiert ist. Auch ich musste im Januar diesen Schmerz mitmachen, in der 9. SSW und gebe ehrlich zu noch immer nicht darüber hinweg zu sein, obwohl ich wieder schwanger bin....ich vermisse immernoch MEIN ERSTES BABY und Sprüche wie "Das war doch nur ein Zellhaufen...." da könnte ich echt Aggressionen kriegen...es hatte schon ein Herz und das Herz hat mal geschlagen....in meinen Gedanken hatte ich mein Kind schon in den Armen und das kann mir keiner nehmen...für mich war es mein BABY...

Ich hatte eine AS (und ich hatte wahnsinnige Angst vor der Narkose) und muss ehrlich sagen, dass ich im Nachinein froh bin, dass ich diese gebraucht habe...ich hätte es psychisch glaube ich nicht geschafft, weil ich nie gewusst hätte, ist es jetzt weg? Ich bin nach der Narkose wachgeworden und mein erster Gedanke war: "Jetzt bin ich nicht mehr schwanger..." ein sehr trauriger Gedanke, aber auch "erlösend" (klingt blöd, aber ich hoffe du verstehst wie ich das meine...erlösend im Sinne von, "alles ist draußen und ich musste es nicht sehen"...versteht man das irgendwie???)

Ich drück dir die Daumen, dass du schnell lernst mit der Situation klarzukommen....und bitte, höre nicht auf dumme Sprüche von anderen...wenn du trauern willst/musst, dann lass es zu, denn anders kannst du nicht Abschied nehmen...

Alles Gute für dich!


So ging es mir auch,hatte die gleichen Gedanken.

Ich denke man sollte eine Frau aber nie zu etwas bewegen oder eine Frau verurteilen die diesen oder jenen Weg gewählt hat,die eine verkraftet es so besser,die andere so

Aber Dr.Google würde ich zu so einem Thema nicht befragen,da wissen Ärzte wirklich besser bescheid


Ärzte beraten aber oft nicht individuell, sondern scheren gerne alle über einen Kamm.
Mir wurde gesagt, ich solle unbedingt eine AS machen. Das sagte der Arzt in der Klinik und meine FÄ. Und trotzdem habe ich mich dagegen entschieden, weil es sich für mich falsch angefühlt hat.
Also habe ich Efahrungsberichte im Internet gesucht und diese haben mich wirkluch bestärkt, weil ich einfach erfahren habe, dass es eben auch noch andre Möglichkeiten gibt.
Das finde ich so schade. Viele Frauen sind verunsichert, natürlich auch nich seelisch und psychisch belastet, haben keinen klaren Kopf und es wird einfach keine Zeit gegeben.

Ich war jedenfalls 1 1/2 Wochen später bei einer andren Ärztin zur Kontrolle und sie meinte, hätte ich es ihr nicht erzählt, hätte sie davon nichts gesehn/bemerkt und auch der nächste Eisprung hat sich für die nächsten Tage schon angebahnt

Jeder soll sich entscheiden, wie er möchte.
Einige Frauen unterstützt die AS ja auch mit der Situation umzugehn.
Allerdings machen viele diesen Schritt, weil sie einfach "überrumpelt" werden, nicht wissen was für sie richtig ist, eben wegen der emotionschaotischen Situation, und "funktionieren" dann einfach nur noch.
Wenn sie wieder klar sehn, knabbern sie nämlich doch an dem Eingriff.

Aber ich verurteile niemanden, für Entscheidungen, die jeder für sich und sein Leben nur selbst treffen kann.


Das kann ich gut nachvollziehen...für dich war es besser den Schritt ohne AS zu gehen...
Ich habe damals mittwochs von der FG erfahren und gleich donnerstags (also am nächsten Tag) hatte ich die AS...ich wurde, wie du sagst "überrumpelt", aber wiegesagt, selbst im Nachhinein war es für mich besser so...es fiel mir nämlich so schon schwer mich von der SS zu verabschieden und ich glaube ohne AS hätte ich es noch schlechter ertragen...ich verurteile auch absolut niemanden und jeder muss das für sich entscheiden...(aber ab einer gewissen SSW muss man eine AS machen oder???)
Ich finde es so schrecklich, dass soooo viele Frauen so einen Schicksalsschlag erleben müssen...


Ja, wie gesagt, viele sind auch froh über die AS.
Ich find's auch gut, dass es diese Möglichkeit gibt, nur das ist nicht die einzige und viele Ärzte (nat. nicht alle, haupts. in Kliniken) zeigen einfach nicht alles auf. Das ärgert mich. Wie damit umgegangen wird. Mit der Frau und ihrem Körper. Im Prinzip seiner Selbstbestimmung beraubt.
Es wird einfach zu oft unnötig gemacht und eben keine Bedenkzeit gegeben.
Diese ganze Auseinandersetzung damit, hat mich von der eigentlichen FG ganz schön abgelnkt. Ich musste richtig für MICH und meinen Körper einstehn.
Du siehst/ihr seht, es ist auch immer noch ein wichtiges Thema für mich und ich würde mir wünschen, dass mehr Aufklärung von seiten der Ärzte stattfindet.

Und du hast recht, es ist erstaunlich, wie oft eine FG passiert. Und man hat's so garnicht in der Hand.
So wie hier schon jemand schrieb, es hat alles seinem Sinn, auch wenn für uns (noch) nicht immer ersichtlich.

13.11.2012 17:10
War heute in der Klinik zum Vorgespräch und das hat mir ehrlich gesagt sehr gut getan. Habe nicht mehr soo viel Angst vor Morgen und hoffe alles gut geht und ich irgendwann zumindest wieder lachen kann..

Manchmal erwische ich mich in Momenten da kann ich lachen.. Wenn ich mich ablenke... Und dann denke ich.. Was bist du für ein Mensch das du gerade über etwas lachen konntest..


Mein Freund sagte gestern: So blöd es sich auch anhört.. Jetzt wo ich weiss das dieses Baby nicht zu uns darf, merke ich wie sehr ich es mir gewünscht habe.. Bin froh das ich Ihn habe. Er begleitet mich Morgen ins KH und hat sich extra freigenommen
Cathi1989
2796 Beiträge
13.11.2012 17:12
Zitat von Milli1990:

War heute in der Klinik zum Vorgespräch und das hat mir ehrlich gesagt sehr gut getan. Habe nicht mehr soo viel Angst vor Morgen und hoffe alles gut geht und ich irgendwann zumindest wieder lachen kann..

Manchmal erwische ich mich in Momenten da kann ich lachen.. Wenn ich mich ablenke... Und dann denke ich.. Was bist du für ein Mensch das du gerade über etwas lachen konntest..


Mein Freund sagte gestern: So blöd es sich auch anhört.. Jetzt wo ich weiss das dieses Baby nicht zu uns darf, merke ich wie sehr ich es mir gewünscht habe.. Bin froh das ich Ihn habe. Er begleitet mich Morgen ins KH und hat sich extra freigenommen


es freut mich das du unterstützung bekommst und nicht alleine ins krankenhaus muss.
Kireinahanna
1002 Beiträge
13.11.2012 22:57
So hart es klingt, aber es ist gut, wenn du wieder lernst zu lachen, das bedeutet nämlich, dass du langsam damit fertig wirst und andere Sachen an dich ran lässt...und nur weil du in manchen Situationen lachst, heißt es nicht, dass du ein schlechter Mensch bist...vertraue mir, es wird noch einige Situationen geben, in denen du nur noch weinst und an lachen nicht zu denken ist...
Meine FG war im Januar und ich hatte vor wenigen Wochen (obwohl ich schwanger bin und mich wahnsinnig auf meinen Zwerg freue) einen totalen Absturz...wir waren im Auto unterwegs und ich weiß nicht was mich geritten hat, aber plötzlich musste ich nur noch an mein erstes Baby denken und habe ständig gedacht, hinten auf der Rückbank könnte jetzt ein Baby im Maxicosi liegen...ich habe nur noch geheult...hab mir auf den Bauch gefasst und hatte meinem jetztigen Baby gegenüber ein ganz schlechtes Gewissen...aber nur weil ich meinem ersten Baby (immernoch) hinterher trauer, heißt es doch nicht, dass ich mein jetztiges nicht liebe oder mich nicht darauf freue... (Mir kommen schon wieder die Tränen...)

Jetzt schweif ich ab...was ich eigentlich deutlich machen wollte, ist, dass du dir die Zeit nehmen sollst um darüber hinwegzukommen und lass dir um Gottes Willen NICHT reinreden, wie du zu trauern hast...(hat meine Schwiegermutter versucht...ich müsste doch schon drüber hinweg sein, etc...da waren es gerade mal 8 Wochen her...und jetzt könnte ich das dem jetztigen Baby nicht antun....und so ein Zeug...)

Ich drück dir ganz feste die Daumen, dass alles gut geht und würde mich freuen von dir zu hören, wie es dir ergangen ist...
Kireinahanna
1002 Beiträge
13.11.2012 22:58
(Sorry, sehr langer Text...hatte aber irgendwie grad das Bedürfnis )
23.11.2012 09:03
Guten Morgen...
Nun liegt meine Ausschabung über eine Woche zurück und davon würde ich euch gerne berichten...

Es war ein schlimmer Tag.. vielleicht der schlimmste den ich erleben musste?!?
Mittwoch morgen um halb acht sollte ich im Krankenhaus sein und mich auf Station 3 melden... Ich wurde auf ein Zimmer geschickt wo mir nach kurzer Zeit auch der Zugang gelegt wurde.. Nun saß ich da auf der Kante des Bettes.. Ich war traurig. hatte Angst.. und vorallem WOLLTE ich MEIN Baby nicht gehen lassen.. Ich wollte nicht das dies mir wegnehmen.. Zum Glück war mein Partner jede einzige Minute an meiner Seite und hat mich getröstet.. Mich in den Arm genommen. Meine OP sollte um 9:30 Uhr stattfinden.. Mittlerweile hatte ich mich in meinen tollen Kittel geschmissen und das wundervolle Häubchen aufgesetzt.. So lag ich dort ungefähr bis 10:30 Uhr..... Mit trauer.. angst.. allem was man sich vorstellen kann. Gegen 11:00Uhr ca kam die Schwester und gab mir 3 Tabletten die ich schlucken sollte... Eine davon hatte wohl eine tolle Wirkung.. denn einige Minuten nach der Einnahme ging es mir erstaunlich gut... Um 12:00 Uhr wurde ich dann in den Vorraum des OPS gebracht wo mich ein wirklich netter Anästhesist in Empfang nahm und mir wirklich jegliche Angst nehmen konnte.. Das einzige was ich noch weiss ist das ich zu ihm sagte: Eigentlich wollte ich sie erst mitte nächsten Jahres kennen lernen wo ich Sie wahrscheinlich um eine PDA angebettelt hätte.." Viel mehr ist mir nicht in Erinnerung geblieben..
Gegen 13:00 Uhr lag ich schon wieder wach im Aufwachraum.. Und dann hab ich etwas erlebt was ich sehr überwältigend fand und was mir einfach die Tränen in die Augen trieb....
Der Anästhesist der mich zuvor schlafen gelegt hatte, kam an mein Bett und sagte: Da bist du ja wieder und ich hoffe doch sehr das wir uns in 1 bis 1 1/2 Jahren wiedersehen und ich dir die PDA legen werde... Ihr könnt euch nicht vorstellen welchen Mut mir das gemacht hat.. Glücklicherweise hatte ich keine Schmerzen und auch keine übermäßigen Blutungen.. Ich fühlte mich leer.. aber auch irgendwie erleichtert.. ich kann es nicht beschreiben... um 16:00 Uhr durfte ich endlich das Krankenhaus wieder verlassen und habe den Rest des Tages mit meinem tollen Schatz im Bett verbracht und wir haben ganz viel gekuschelt...

Wie es im Moment in mir aussieht.. Ich weiss es nicht.. Komisch..Leer.. ich will mein Baby zurück..... Ich hoffe es wird besser.. Auch wenn nur jeden Tag ein bisschen..
Strahlebacke
1137 Beiträge
24.11.2012 08:35
Danke, dass du deine Erfahrung mit uns teilst. Ich glaube auch für dich ist das wichtig, es niederzuschreiben, ist auch eine Art der Verarbeitung. Ich selbst war noch nie schwanger und kann daher natürlich nicht aus Erfahrung sprechen. Dennoch hat mich deine Geschichte sehr berührt und ich bekomme ein Gefühl dafür, wie schlimm das sein muss. Zum Kinderkriegen gehört eben meher als Sex und schwanger werden. Oft sind damit auch Enttäuschungen, Schmerz und Trauer verbunden. Ich kann mir gut vorstellen, dass du widerstreitende Gefühle in dir hast. Einerseits Erleichterung, die OP ist vorbei, du kannst (theoretisch) nach vorne sehen. Andererseits der Verlust des Kindes, das schon Teil von einem war. Aber es wird auch immer ein Teil von dir bleiben - in deinem Herzen. Vielleicht versuchst du, es als Erfaharung zu nehmen, die dich stark macht, du hast das jetzt überstanden, dann wirst du noch viel mehr schaffen. Dir ist jetzt - vielleicht noch mehr als vorher - bewusst, was ein Kind bedeutet und was für ein Geschenk es ist. Das sage ich mir auch immer, wenn ich jeden Monat wieder vergeblich teste. So weiß man es noch mehr zu schätzen. Ich will es nicht schön reden. Was du erlebst hast, ist ganz schlimm. Aber vielleicht hilft es dir, daraus auch etwas zu ziehen (Erfahrung, Stärke, Wissen...). Ich wünsche dir von Herzen, dass du positiv in die Zukunft schauen kannst.

Übrigens wirklich toller Anästhesist (Vielleicht ein Zeichen)
Cathi1989
2796 Beiträge
24.11.2012 08:50
wenn ich sowas lese kommen mir immer die tränen.
du tust mir so unendlich leid.
hoffentlich erholst du dich gut davon und kannst nochmal neu anfangen.
viel zuversicht und hoffnung weiterhin für dich.

24.11.2012 09:22
Zitat von Strahlebacke:

Danke, dass du deine Erfahrung mit uns teilst. Ich glaube auch für dich ist das wichtig, es niederzuschreiben, ist auch eine Art der Verarbeitung. Ich selbst war noch nie schwanger und kann daher natürlich nicht aus Erfahrung sprechen. Dennoch hat mich deine Geschichte sehr berührt und ich bekomme ein Gefühl dafür, wie schlimm das sein muss. Zum Kinderkriegen gehört eben meher als Sex und schwanger werden. Oft sind damit auch Enttäuschungen, Schmerz und Trauer verbunden. Ich kann mir gut vorstellen, dass du widerstreitende Gefühle in dir hast. Einerseits Erleichterung, die OP ist vorbei, du kannst (theoretisch) nach vorne sehen. Andererseits der Verlust des Kindes, das schon Teil von einem war. Aber es wird auch immer ein Teil von dir bleiben - in deinem Herzen. Vielleicht versuchst du, es als Erfaharung zu nehmen, die dich stark macht, du hast das jetzt überstanden, dann wirst du noch viel mehr schaffen. Dir ist jetzt - vielleicht noch mehr als vorher - bewusst, was ein Kind bedeutet und was für ein Geschenk es ist. Das sage ich mir auch immer, wenn ich jeden Monat wieder vergeblich teste. So weiß man es noch mehr zu schätzen. Ich will es nicht schön reden. Was du erlebst hast, ist ganz schlimm. Aber vielleicht hilft es dir, daraus auch etwas zu ziehen (Erfahrung, Stärke, Wissen...). Ich wünsche dir von Herzen, dass du positiv in die Zukunft schauen kannst.

Übrigens wirklich toller Anästhesist (Vielleicht ein Zeichen)


Ich danke Dir für deine Worte. Du hast total Recht mit dem was du sagst und ich versuche auch so zu denken.. Manchmal geht es.. manchmal nicht. Ich dachte auch immer schwanger werden bedeutet nach 40 Wochen ein Baby im Arm zu halten.. Was ein naiver Gedanke.. Aber bei vielen geht es, zum Glück, auch gut.

Ich wünsche dir von ganzem Herzen das du bald einen positiven Test in den Händen halten kannst. Dann freust du dich wie eine Schneekönigin. Ich habe eines ganz besonders gelernt: Kinder sind ein Geschenk des Himmels.. Diese Liebe die ich gespürt habe als ich von meinem Kruemel wusste (auch wenn er nur 1,8mm war) ist unglaublich unbeschreiblich und ich habe sowas zuvor in meinem Leben nie gefühlt... Sein Herzchen schlug (ich sage *sein* denn ich glaube es wäre mein Sohn geworden) Und ich war unglaublich stolz.

Wie lange probiert ihr es schon wenn ich fragen darf? Wir möchten auch in 2-3 Monaten wieder starten und vielleicht kann man sich ein bisschen austauschen und zusammen hibbeln
24.11.2012 09:23
Zitat von Cathi1989:

wenn ich sowas lese kommen mir immer die tränen.
du tust mir so unendlich leid.
hoffentlich erholst du dich gut davon und kannst nochmal neu anfangen.
viel zuversicht und hoffnung weiterhin für dich.



Danke auch dir für deine Worte. Wie ich sehe bist du schwanger Geniess die Zeit und freu dich auf dein Baby.
Aduja
28754 Beiträge
24.11.2012 12:13
Der Anästhesist ist ja wirklich ein toller Mensch!

Ich drück dir die Daumen, dass es dir bald besser geht. Aber diese Tage sind einfach nur schlimm. Aber ich weiß aus meiner Erfahrung, dass Trauer sich verändert, und in den Hintergrund rückt. Auch wenn man das am Anfang nicht glauben kann.
Irgendwann kommen wieder glückliche Momente. Und bis dahin ist es ok traurig zu sein.
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