Mütter- und Schwangerenforum

Umgangszeiten mit Papa erhöhen vs. großer Bruder werden

MirfälltNixein
323 Beiträge
14.05.2022 22:49
Guten Abend...
seit einigen Tagen beschäftigt mich ein Thema sehr.

Mein Sohn ist 5, geht aktuell jedes 2. WE zum Papa + einen Nachmittag die Woche. Ende Juni ist ET, er wird großer Bruder. Ich lebe mit den Kids allein, der Papa vom Kleinen ist 0,0 präsent. Da wird es keine Umgangszeiten geben...

Ich mache mir natürlich schon so meine Gedanken, wie es für den Großen sein wird, wenn der kleine da ist. Vor allem dann an den Papa Wochenenden. Ich befürchte schon, irgendwann könnte kommen "wieso gehe nur ich weg?".

Es könnte natürlich so kommen, dass er sagt "Du hast ja kaum noch Zeit, ich will lieber zu Papa". Oder aber auch Richtung Eifersucht "Ich will auch bei Dir bleiben und weniger zu Papa".

Sein Vater hat mir vor kurzem eine Nachricht geschickt, ob er wenn das Baby da ist, öfter bei ihm schlafen dürfe. Da es für mich ein weitreichendes Thema ist, habe ich am Handy erstmal gar nichts dazu gesagt.

Vor einigen Monaten hatte er schonmal geäußert, dass er sich auch Sorgen macht, dass unser Sohn dann vielleicht nicht mehr zu ihm kommen will. Damals sagte ich das selbe, was ich gerade schrieb und dass ich aktuell nur sagen kann, dass ich es ihm natürlich erklären würde, in etwa mit "Du hast ja trotzdem Deinen Papa und ihr verbringt doch eine schöne Zeit zusammen"...

Nachdem diese Nachricht jetzt kam, habe ich bei meinem Sohn einfach mal ganz nebenbei angefragt, was er denn denkt, ob er sich eigentlich wünschen würde, öfter bei Papa zu schlafen (habe da gar nichts vom Baby erwähnt)... Da sagte er nein, er möchte nur 2x dort schlafen, so wie es jetzt ist...

Ich möchte gern abwarten, wie sich alles entwickelt. Dass wir erstmal alle unsere neue Rolle finden. Ich möchte definitiv nicht zwingend festlegen, dass mein Sohn jetzt demnächst mehr dort schläft. Ich möchte es am liebsten erstmal hier alles entspannt angehen, dass sich alles einspielt, dass er sich nicht ausgerechnet, wenn das Baby kommt "abgeschoben" fühlt. Spontan kann er, wenn er möchte von mir aus auch mal ne Nacht länger bleiben oder so, aber ich möchte es unbedingt getrennt halten. Die Zeiten zu verlängern und dass er großer Bruder wird. Es sind dann erstmal genug Veränderungen und unser Sohn ist eh sehr sensibel was solche Dinge angeht.

Sein Papa steigt mir damit jetzt total aufs Dach. Ich würde ihn manipulieren, bei ihm würde er immer sagen, er wolle mehr dort sein. Ich wäre sowieso ein schlechtes Vorbild und und und...
Als er ihn heute morgen abgeholt hat, hat er ihm gesagt was sie heute machen würden. Mein Sohn war nicht gerade begeistert "wieso denn?" war im genervten Ton nur seine Reaktion. Und solche Dinge passieren öfter. Grundsätzlich geht er gern hin, aber sehr oft bekomme ich zu hören "Papa musste noch was machen, ich hab das, das, das und das im TV geguckt" oder "Papa musste noch dies und das erledigen, dann mussten wir dahin" oder "Papa wollte dies und das machen, ich hatte keine Zeit für XY (Spielen, Radfahren üben usw)".

Wenn sowas noch dazu kommt, ärgere ich mich erstens über solche blöden Vorwürfe, ich würde ihn manipulieren. Ich denke unser Sohn kommt schon sehr gut von selbst darauf, warum er nicht "mehr" dorthin möchte.
Und auch möchte ich nach solchen Aussagen meines Sohnes gar nicht, dass er mehr Zeit dort verbringt. Trotzdem habe ich ehrlich nicht das Gefühl, ich würde ihm das Gefühl geben und ihn so manipulieren.
Denn andererseits freue ich mich auch auf meine freien Wochenenden, mir brennt es immer unter den Nägeln dann was zu schaffen und auch mal zu entspannen.

Es ist in der Vergangenheit auch schon ab und an vorgekommen, dass er abends angerufen hat, dass er doch nach Hause möchte. Es ist nicht die Regel und das war auch schon vor der Schwangerschaft so.

Ich denke unser Sohn ist mit 5 schon ganz gut in der Lage zu äußern, ob er mehr dorthin möchte oder nicht. Einzig und allein das "mehr" müsste man vielleicht ausprobieren. Ich glaube mit einmal mehr dort schlafen am Wochenende setzt er eine EINMALIGE Übernachtung gleich zB. und geht nicht davon aus, dass es IMMER eine zusätzliche Nacht sein wird...
Ich habe aber das Gefühl seinen Vater interessiert das kein Stück. Sobald ich mit dem Thema anfange, was unser Sohn hier äußert oder dass er doch sowas lieber von sich aus Äußern sollte, wird gemotzt, beschuldigt und jedes andere Thema kann auch nicht mehr "normal" besprochen werden. Seine Laune fließt dann in alle Dinge mit ein...

Wogegen ich mich wirklich sträuben werde ist, es jetzt in den nächsten Monaten zu verändern. Es sei denn, mein Sohn wünscht es sich wirklich ausdrücklich.. Aber so allgemein scheint das Thema näher zu kommen und ich möchte natürlich für meinen Sohn einstehen und nicht für den Papa.

Diese Woche wollten wir uns eigentlich zusammen setzen, gemeinsam Essen und wenn unser Sohn im Bett wäre, einige Dinge bequatschen. Sein Vater kam auch, aber bevor es zu den "wichtigen Themen" kam, musste er dann mal wieder weg und ging nach dem Essen... unzuverlässig ist er leider auch noch zu dem allem... Noch ein Ding, wieso ich ungern mehr Zeiten an ihn abgeben würde.
Verbindliche Absprachen sind quasi unmöglich, es wird ständig kurzfristig was verändert. Auch immer mit dem Zusatz "ich komme zu spät" oder "wir müssen das jetzt so und so machen"... Freundliche Anfragen, ob wir was ändern können oder ob es anders passt, kommen nie.
Aber naja. Das ist erstmal Nebensache... Aber es scheint immer nur dann wichtig zu sein, wenn es ihm gerade unter den Nägeln brennt...
Somit glaube ich nicht, dass es ihm hier wirklich um unseren Sohn geht, sondern nur um seine Laune...

Die Zeiten die er mit unserem Sohn hat wurden per Gerichtsbeschluss festgelegt (eben weil es vorher so unzuverlässig war). Es läuft seit fast 2,5 Jahren so. Mir ist klar, dass es irgendwann mehr werden würde.. aber ich habe das Denken, dass es von unserem Sohn ausgehen sollte oder zumindest, er auch wenn man ihn fragt deutlich zeigen sollte, dass er Lust darauf hat. Oder wie seht ihr das?
In welchem Alter habt ihr die Regelung erhöht? Auf wessen Wunsch hin? Ab wann habt ihr die Kindermeinung muteinbezogen? Ja, rechtlich gesehen macht man das erst später, ich weiß. Aber wenn mein Kind mir gegenüber äußert, dass er nicht möchte. Dann kann ich ihn doch nicht übergehen?

-bald-mami-
23859 Beiträge
15.05.2022 00:43
Ich finde deinen Gedanken gut es nicht jetzt, wenn das Baby kommt, zu verändern und würde versuchen das auch dem Vater begreiflich zu machen, ohne prinzipiell „Erweiterungen“ auszuschließen. Bitte ihn um etwas Zeit, bald kommen genug Neuerungen auf dich und deinen Sohn zu!
Mit den grundsätzlichen Vorwürfen, die er dann auspackt sicher echt schwierig..
Wie steht dein Ex denn prinzipiell zu der neuen Schwangerschaft? Vielleicht schwingt bei dem ganzen Thema auch noch was ganz anderes mit, was es zu klären gibt?!
MamavonA
2614 Beiträge
15.05.2022 06:56
Guten Morgen,

Ich berichte Dir einfach mal wie es bei uns war, was nicht zwingend heißen muss, dass es auch bei Euch der Fall sein wird

Meine älteste Tochter war damals im gleichen Alter wie Dein Sohn. Je weiter die Schwangerschaft fortschritt, umso seltener wollte sie "freiwillig" zum Papa. Als meine Mittlere dann auf der Welt war, kam der "große Bruch" und sie wollte gar nicht mehr zu Ihm. Allerdings hat er sie auch enormen Druck ausgesetzt und war der Meinung man müsse sie zu ihren Glück zwingen (Zeit mit Ihm) Meine Tochter fühlte sich letztendlich abgeschoben und sorgte sich um ihren "Rang" in unserer Familie. Plötzlich ist da ein neues Baby was so oder so schon viel Zeit beansprucht und dann muss sie auch nich zum Papa, obwohl sie lieber bei Mama bleiben würde. Dadurch entwickelte sie Verlustängste.

Ihr beide (Du und dein Ex) müsst gemeinsam eine Lösung finden. Auch wenn es heißt, daß Euer Sohn vorerst weniger oder sogar öfter zum Papa möchte. Zieh zur Not eine Erziehungshilfe / Beratungsstelle hinzu. Beie meinem Ex hat letztendlich nur eine Neutrale Aussage / Ansage einer offiziellen Stelle (Jugendamt) zum einlenken verholfen.

Alles Gute
nilou
11783 Beiträge
15.05.2022 07:22
Wenn er den Umgangsbeschluss ändern möchte soll er dies über das Familiengericht machen, bei eurer Konstellation und Vorgeschichte würde ich keinerlei unverbindliche Absprachen treffen sondern es wieder formell über das Gericht laufen lassen. Dafür muss er aktiv werden und einen Antrag stellen.

Vorteil dieses Weges ist, das das Jugendamt und entsprechend geschulte Leute beteiligt sind euer Sohn selber angehört wird. Er ist in einem Alter wo seine Meinung mit zählt und wo er selber angehört wird.

Litschi
985 Beiträge
15.05.2022 14:37
Viel angesprochen, ich äußere mich zur Frage, wundert er sich irgendwann, dass nur er mit zum Vater geht.

Ja, vermutlich, aber er ist in einem Alter, in dem man erklären kann, wie das mit Babys so passiert. so kam unser Ältester auch zu seiner Aufklärung und ja, dann ist es Thema. Auch dein Jüngstes wird irgendwann fragen, warum es nicht mit darf.
Bei uns gab es auch Auf und Abs mit den Umgängen vom Kind aus, zum Glück können wir uns da beide nach dem Kind richten.

Sollte dies bei euch nicht möglich werden, würde ich immer einen Mediator empfehlen, sonst geht das ganz fix übers Kind.
Elsilein
13789 Beiträge
15.05.2022 15:11
Ich kenne eine Familie, da gehen beide Kinder jedes zweite Wochenende zum Papa des größeren Kindes. Das leibliche Kind also und auch seine (Halb-)Schwester, die Tochter des neuen Partners ist. Das hatte sich mal so ergeben, als der Große zu irgendwas Tollem abgeholt wurde und die kleine Schwester traurig war. Irgendwann war es dann normal.
Das fiel mir nur gerade so ein; für alles andere müsste ich nochmal nachlesen.
MirfälltNixein
323 Beiträge
15.05.2022 15:39
Danke schonmal für die bisherigen Antworten.

Sein Vater steht gar nicht gut dem zweiten Kind gegenüber. Er hat von Anfang an klargestellt, dass er sich nicht freut, auch nicht für unseren Sohn. Wortwörtlich. Als ich mal versuchte darüber zu sprechen ala "er freut sich aber, schade dass Du das nicht sehen kannst, mir ist es egal, aber ihm sicher nicht". Machte er mir gleich klar, dass egal was ich sage, seine Meinung sich nicht ändert. Ich habe aufgegeben ihn ändern oder ihm Dinge erklären zu wollen, wenn es gleich so losgeht..
Irgendwann kam er dann mit "Hast Du ihm gesagt, er darf hier nicht über das Baby sprechen?" Das er manchmal selbst nicht sieht, dass es die Reaktion auf sein eigenes Verhalten ist, ist schon teilweise beängstigend. Auch in anderen Dingen, aber die gehören gerade nicht zum Thema.
Aber somit nein, das zweite Kind würde er nie dazu nehmen.. Und das würde ich auch nicht wollen. Eher würde ich ihn dann zu uns einladen, wenn mein Sohn mal nicht gehen will..

Er hat zwar sein eigenes Leben (ich glaube auch eine Freundin oder sowas in der Art, bekomme zu sowas keine vernünftige Antwort, wenn ich frage) aber er würde glaube ich jederzeit wieder bei uns einziehen, wenn ich denn fragen würde. Nur weil er das heile Bild "vorspielen" will. Wem auch immer... Er sagt auch unserem Sohn "MAMA wollte nicht mehr dass wir zusammen wohnen".

Wegen solcher Dinge halte ich den Kontakt einfach so knapp wie möglich. Es gibt sonst wegen jeder Kleinigkeit Diskussionen. Er bekommt Infos, hat seine Zeiten, kommt zum Geburtstag, hier und da gehen wir mal zu dritt Eis essen oder so.. aber das reicht.

Ihr habt recht. Sollte er das Thema wirklich ernst angehen wollen, werde ich das bei der Beratung einfordern. Ich glaube sonst kommen wir eh nicht auf einen Nenner und egal was man sagt, ist es dann von vornherein "gegen ihn".
Aber Gericht. Naja von diesen "drastischen Sachen" sind wir eigentlich weg und ich hoffe das bleibt so. Von den Kosten ganz zu schweigen. Hoffe Beratung (waren wir früher auch) reicht erstmal..

Danke für Eure Erfahrungen. Ich bin wirklich gespannt, wie mein Sohn so reagieren wird. Und als die Kinder dann nicht mehr zum Papa wollten, habt ihr da erst versucht es schmackhaft zumachen? Oder einfach direkt gesagt, okay?

Mein Sohn weiß schon, dass es sehr verschiedene Familienkonstellationen gibt, auch das dieses Baby seinen Papa "weniger" sehen wird (mehr hab ich noch nicht gesagt, weil ich selbst nicht weiß, wohin die Zukunft geht). Und er weiß, dass es viele Geschwister gibt, die verschiedene Eltern haben. Wir haben auch schon einige Bücher dazu angeschaut und ich merke auch, dass er alles wissbegierig aufsaugt.

Meint ihr ich sollte ihm jetzt schon öfter sagen, dass er selbst entscheiden kann? Dass er es sagen soll, wenn er mehr oder weniger zu Papa möchte? Mir wäre tatsächlich beides recht, nur halt nicht festgelegt, sondern eher offen. Oder würdet ihr das Thema komplett "fern halten" bis es von selbst aufkommt? Wobei es bei Papa bestimmt nicht totgeschwiegen wird...

@MamavonA - und die neutrale Stelle hat es unterstützt, dass sich die Rollen erstmal finden sollen bzw. das erstmal geschaut wird, was will das Kind? Oder was war da eine klare Ansage?
MirfälltNixein
323 Beiträge
15.05.2022 15:54
Und nochmal ganz gezielt die Frage an erfahrene Mamas..

Als die Regelung verändert / Zeiten ausgeweitet wurden.. kam es da vom Vater „ich will / habe jetzt mehr Zeit“?
Oder eher vom Kind selbst?
nilou
11783 Beiträge
15.05.2022 16:25
Also nochmal zur Klarstellung: euer Sohn kann zwar „mitentscheiden“ und wird in dem Alter angehört, aber nicht in dem Umfang „ich will gar nicht zu Papa etc,“ ihr habt ja Zeitmessung schon die ziemliche Untergrenze. Also ihm so was zu sagen halte ich für kontraproduktiv. Deine „Aufgabe“ ist die Beziehung und den Umgang zum Vater zu „fördern“.

Rein rechtlich könnt ihr verbindlich nicht unter den Umgangsbeschluss. Das geht nur mit einem neuen. Also kein Umgang weil Kind das so will, das ist nicht möglich, dagegen kann der Vater mit Erfolg vorgehen.
MirfälltNixein
323 Beiträge
15.05.2022 17:13
So war das jetzt nicht gemeint. Dass ich ihm da einreden will, er soll gar nicht mehr hin. Hab ich auch in keinem Satz geschrieben.
Aber wenn mein Kind mal sagt, er will heute nicht dann akzeptiere ich das und war zumindest bis jetzt auch beim Papa kein Problem. Dann kam er halt zu uns oder unser Sohn kam abends zum Schlafen wieder nach Hause.
Wir schauen auch meist, dass es einen Ausgleich gibt. Also ich „fördere“ den Umgang schon in meinen Augen..
Auch hier meinte ich jetzt keine feste Dauerentscheidung, sondern das ich in beide Richtungen spontan schauen möchte, wie verhält sich unser Sohn mit der neuen Rolle.

Es gab auch Situationen, da wollte Papa ihn abholen und er wollte nicht mit. Hat richtig geweint und sich an mich geklammert. Wenn sowas passiert, dann gestehe ich ihm selbstverständlich ein, mal einen Tag mehr zu Hause zu sein..
schoko_keks1234
2836 Beiträge
15.05.2022 20:03
Deine Situation erinnert mich stark an unsere hier.

Meine 3 großen haben denselben Papa, der wohnt auch hier im Ort und sie sind ebenfalls alle 14 Tage übers Wochenende dort und noch jeden 2. Mittwoch für 2std.

Mein Jüngster hat einen anderen Papa, mit dem es während der Schwangerschaft zur Trennung kam und der zu der Zeit auch im Ausland lebte und es war erstmal auch gar nicht klar, ob es Kontakt geben wird und wenn ja, in welchem Umfang.

Auch erinnert mich dein Ex stark an den Papa der Großen

Jedenfalls waren meine großen Kinder 7,5 und 3 als der kleine dazu kam. Die großen sind regelmäßig weiter zum Papa. Ab und an wollte mal einer nicht. Meistens einer der kleinen. Der Mittwoch fiel irgendwann flach, weil die 2 kleinen für die 2 Std keine Lust hatten und der Große sich nachmittags lieber mit seinen Freunden treffen wollte. Ich habe die Kinder immer in die Richtung bestärkt, doch ihre Papazeit zu nutzen, aber auch immer klargestellt, dass ich sie auch gerne bei mir behalte, wenn sie wirklich nicht wollen. Der Papa hat oft aufs mitgehen bestanden und dann so lange am Kind herumüberredet, bis es doch mit ist. Meistens wurde ich dann mit anrufen und Nachrichten überhäuft, wie " anstrengend " dasjenige Kind wieder sei und was ICH denn mit ihm machen würde, dass es sich so verhält und nicht mehr zu ihm mag

Irgendwann hat er es dann akzeptiert, wenn einer nicht wollte und diesen dann bei mir gelassen.

Mittlerweile wollen alle wieder regelmäßig hin und hätten von sich aus gerne mehr Zeit dort. Wird aber von Papa aus blockiert. Sein Job lässt es halt auch nicht zu.

Ich denke, dass es gut wäre, wenn in der Anfangszeit etwas flexibel damit umgegangen werden könnte und euer Sohn da schon ein Stück weit selbst entscheiden könnte und es kein Drama wäre, wenn er mal gar nicht hinwill, oder nur für eine Nacht. Das würde sicher das Vertrauen auch zum Papa stärken. Ich schätze aber aus deinen Erzählungen, dass das schwierig wäre.
MirfälltNixein
323 Beiträge
15.05.2022 22:23
Danke.. =)
Ja ich werde mal schauen wohin es führt.

Heute kam er noch mit zwei anderen "großen" Sachen, da hab ich gesagt, dass ich Themen mit Diskussionsbedarf - besonders Änderungen am Gerichtsbeschluss usw. - aktuell lieber bei einer Beratung besprechen würde, weil es offensichtlich gerade wieder schwierig wird und ich nicht streiten will..

Da hat er gleich 8 Nachrichten geschickt mit "Nein, auf keinen Fall, das Thema Beratung ist durch, dann ist das zwar blöd für unseren Sohn, aber dann verzichte ich lieber auf die Antworten, wenn Du es nicht ohne Streit hinbekommst".
In meinen Augen bringe ich immer Argumente und er sagt einfach nur "ist mir egal, ich will aber..." Und so hat es für mich einfach allein keinen Sinn..

Wie gesagt, es geht schon sehr nach seinen Launen und da hilft egal was man sagt nix mehr. Er macht mir auch Vorschriften, an die er sich selbst nicht halten kann.. Ich habe gelernt, die Ohren manchmal auf Durchzug zu stellen. Meist ist es ihm dann alles sowieso nicht so wichtig und das Thema ist für die nächsten 6 Monate gegessen...

Es ist einfach so anstrengend... Sehe ich das irgendwie falsch?
Ich möchte doch nur unnötigen Streit vermeiden und schlage deshalb sowas mit der Beratung vor, da es mit größeren Themen allein einfach nicht klappt, sobald wir nicht einer Meinung sind. Daran sind wir sicher auch beide Mal Schuld (müssen zB oft beide das Letzte Wort haben ) aber wieso dann nicht mit Hilfe?? Ist doch eindeutig die bessere Option, oder?
Chrysopelea
11983 Beiträge
16.05.2022 07:18
Zitat von MirfälltNixein:

Danke.. =)
Ja ich werde mal schauen wohin es führt.

Heute kam er noch mit zwei anderen "großen" Sachen, da hab ich gesagt, dass ich Themen mit Diskussionsbedarf - besonders Änderungen am Gerichtsbeschluss usw. - aktuell lieber bei einer Beratung besprechen würde, weil es offensichtlich gerade wieder schwierig wird und ich nicht streiten will..

Da hat er gleich 8 Nachrichten geschickt mit "Nein, auf keinen Fall, das Thema Beratung ist durch, dann ist das zwar blöd für unseren Sohn, aber dann verzichte ich lieber auf die Antworten, wenn Du es nicht ohne Streit hinbekommst".
In meinen Augen bringe ich immer Argumente und er sagt einfach nur "ist mir egal, ich will aber..." Und so hat es für mich einfach allein keinen Sinn..

Wie gesagt, es geht schon sehr nach seinen Launen und da hilft egal was man sagt nix mehr. Er macht mir auch Vorschriften, an die er sich selbst nicht halten kann.. Ich habe gelernt, die Ohren manchmal auf Durchzug zu stellen. Meist ist es ihm dann alles sowieso nicht so wichtig und das Thema ist für die nächsten 6 Monate gegessen...

Es ist einfach so anstrengend... Sehe ich das irgendwie falsch?
Ich möchte doch nur unnötigen Streit vermeiden und schlage deshalb sowas mit der Beratung vor, da es mit größeren Themen allein einfach nicht klappt, sobald wir nicht einer Meinung sind. Daran sind wir sicher auch beide Mal Schuld (müssen zB oft beide das Letzte Wort haben ) aber wieso dann nicht mit Hilfe?? Ist doch eindeutig die bessere Option, oder?


Er benimmt sich daneben und betreibt schuldumkehr. Du darfst auf Beratung bestehen, wenn du sie willst. Das ist völlig legitim mit so jemandem nicht allein sprechen zu wollen.
Ich würde es wohl ganz lassen und sagen, dass wir uns dann einfach an den Gerichtsbeschluss halten und fertig. Dann gibt es auch keinen Redebedarf. Und dann zieh das durch und lass dich auch nicht mehr volllabern, immer nur es ist im Beschluss alles geklärt antworten oder so. Damit endlich mal ruhe für euch rein kommt, was da gerade abgeht ist nicht gut für deine Zwerge. Manchmal ist weniger Kommunikation zwischen den Eltern dem Kindswohl dienlicher, weil dein Sohn durch solche Konflikte ja auch belastet wird. Er braucht Klarheit und Zuverlässigkeit. Wenn sein Vater dazu nicht in der Lage ist, musst du leider umso stärker darum kämpfen und ihn schützen. Sonst tut es keiner... (auch Beratungen leider oft nicht).

Alles Gute
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