Baby schreien lassen
28.05.2021 10:15
Ich habe diese Ratschläge auch bekommen "lasst das Kind mal 2 Nächte in seinem stubenwagen in der Küche schlafen, Tür zu und dann durchziehen. Nach 3 Nächten schläft es dann durch" also mal ehrlich...
ich hätte das niemals übers Herz gebracht
ich habe dann einfach direkt gesagt, das ich solche Ratschläge bitte nicht hören möchte und man mir in Sachen Erziehung bitte meine Art und Weise lassen soll. Wem es nicht gefällt, der Mauerer hat ein großes Loch gelassen zum hinaustreten
Ganz eklig wurde ich aber bei "also nen Klaps auf den arsch hat noch niemandem geschadet"
sowas will ich nicht hören und für sowas habe ich keinerlei Verständnis!
ich hätte das niemals übers Herz gebracht
ich habe dann einfach direkt gesagt, das ich solche Ratschläge bitte nicht hören möchte und man mir in Sachen Erziehung bitte meine Art und Weise lassen soll. Wem es nicht gefällt, der Mauerer hat ein großes Loch gelassen zum hinaustreten
Ganz eklig wurde ich aber bei "also nen Klaps auf den arsch hat noch niemandem geschadet"
sowas will ich nicht hören und für sowas habe ich keinerlei Verständnis!
28.05.2021 10:36
Ich habe diese Sprüche auch schon gehört. Ja, es ist wer wahnsinn wenn ein Kind 4h aufwärts brüllt. Es macht mich fertig, meine Nerven liegen blank, trotzdem könnte ich dieses arme, hilflose Kind niemals allein lassen im schreien.
Besonders schön aktuell in der Kombination mit dem schubenden zwilling. Sie wird nach Bedarf voll gestillt, da heißt es immer: das Kind wird nicht satt. Und auch gepumpte Milch reicht nicht, es muss pulver sein.
Besonders schön aktuell in der Kombination mit dem schubenden zwilling. Sie wird nach Bedarf voll gestillt, da heißt es immer: das Kind wird nicht satt. Und auch gepumpte Milch reicht nicht, es muss pulver sein.
28.05.2021 11:27
Ich bin in einigen internationalen muttergruppen auf fb und sehe somit auch verschiedene kulturen dazu. In einigen nicht europäischen Ländern scheint es noch relativ angesehen zu sein, die cry out method.
Und finnland hat sogar ein Krankenhaus dafür bzw eine station. Wenn kinder ab 6/9 Monaten nicht durchschlafen, kann man dorthin eine Überweisung bekommen.
Man bringt das baby dorthin, verläßt das kh und die Schwestern "kümmern" sich und bringen dem baby das durchschlafen bei.so traumatisch für das baby aber eine normale Methode hier
Und finnland hat sogar ein Krankenhaus dafür bzw eine station. Wenn kinder ab 6/9 Monaten nicht durchschlafen, kann man dorthin eine Überweisung bekommen.
Man bringt das baby dorthin, verläßt das kh und die Schwestern "kümmern" sich und bringen dem baby das durchschlafen bei.so traumatisch für das baby aber eine normale Methode hier
28.05.2021 11:56
Zitat von born-in-helsinki:
Ich bin in einigen internationalen muttergruppen auf fb und sehe somit auch verschiedene kulturen dazu. In einigen nicht europäischen Ländern scheint es noch relativ angesehen zu sein, die cry out method.
Und finnland hat sogar ein Krankenhaus dafür bzw eine station. Wenn kinder ab 6/9 Monaten nicht durchschlafen, kann man dorthin eine Überweisung bekommen.
Man bringt das baby dorthin, verläßt das kh und die Schwestern "kümmern" sich und bringen dem baby das durchschlafen bei.so traumatisch für das baby aber eine normale Methode hier![]()
das klingt nach Folter für Mutter und Kind. Einen Säugling bei fremden zurückzulassen
Aber ich habe da in der Erziehung wohl auch alles falsch gemacht, meine Tochter schläft immernoch bei mir im Bett und das nicht durch
Am schönsten finde ich dann immer Kommentare wie, soll die mit 18 noch bei dir schlafen? - von mir aus
aber ihr Freund kommt mir nicht ins Bett, da müssen sie sich schon ein Zimmer nehmen
man muss auch mal hart durchgreifen.
28.05.2021 11:58
Zitat von born-in-helsinki:
Ich bin in einigen internationalen muttergruppen auf fb und sehe somit auch verschiedene kulturen dazu. In einigen nicht europäischen Ländern scheint es noch relativ angesehen zu sein, die cry out method.
Und finnland hat sogar ein Krankenhaus dafür bzw eine station. Wenn kinder ab 6/9 Monaten nicht durchschlafen, kann man dorthin eine Überweisung bekommen.
Man bringt das baby dorthin, verläßt das kh und die Schwestern "kümmern" sich und bringen dem baby das durchschlafen bei.so traumatisch für das baby aber eine normale Methode hier![]()
Wie furchtbar
Es war ja auch früher im kh normal, dass das baby nicht bei mama war, sondern alle babys gemeinsam irgendwo anders lagen und das baby dann alle 4h zu der mama zum stillen gebracht wurde.
Kriegst dein kind und musst es wieder hergeben.
28.05.2021 12:50
Ich finde dieses Thema so furchtbar. Dass das immernoch in den Köpfen ist, man solle so kleine Kinder schreien lassen.
Kinder im 1. Jahr sind komplett abhängig von ihrer bezugsperson. Da hängt buchstäblich ihr Überleben dran.
Wenn man sich mal damit beschäftigt, wie Bindung im 1. Lebensjahr funktioniert und was passiert, wenn diese sich nicht entwickelt, müsste man eigentlich sämtliche Menschen, die so kleine Kinder schreien lassen wegen kindeswohlgefährdung wegsperren.
Ich finde es krass, dass da dem ein paar Monate jungen Baby unterstellt wird, es schreie aus Berechnung, oder um seinen Willen zu bekommen. Den hat es ja in diesem Sinne zu dem Zeitpunkt noch nicht. Wenn es weint braucht es etwas. Essen, Wärme, Zuneigung, frische Windel was auch immer.
Eine gute Bindung entsteht, wenn die Bezugsperson es möglichst oft schafft, das Bedürfnis des Babys richtig zu erkennen und zu befriedigen. Dadurch fühlt das Baby sich sicher und entwickelt vertrauen in die Welt.
Ein Kind, das schreien gelassen wird, kann dieses vertrauen nicht entwickeln. Es lernt von Anfang an, dass seine Bedürfnisse ignoriert werden und nicht wichtig sind. Das macht Schäden, die sich durch das ganze Leben ziehen.
Menschen, die die Meinung vertreten, dass es gut ist ein Baby weinen zu lassen wären mit meinem Kind keine Minute lang alleine.
Kinder im 1. Jahr sind komplett abhängig von ihrer bezugsperson. Da hängt buchstäblich ihr Überleben dran.
Wenn man sich mal damit beschäftigt, wie Bindung im 1. Lebensjahr funktioniert und was passiert, wenn diese sich nicht entwickelt, müsste man eigentlich sämtliche Menschen, die so kleine Kinder schreien lassen wegen kindeswohlgefährdung wegsperren.
Ich finde es krass, dass da dem ein paar Monate jungen Baby unterstellt wird, es schreie aus Berechnung, oder um seinen Willen zu bekommen. Den hat es ja in diesem Sinne zu dem Zeitpunkt noch nicht. Wenn es weint braucht es etwas. Essen, Wärme, Zuneigung, frische Windel was auch immer.
Eine gute Bindung entsteht, wenn die Bezugsperson es möglichst oft schafft, das Bedürfnis des Babys richtig zu erkennen und zu befriedigen. Dadurch fühlt das Baby sich sicher und entwickelt vertrauen in die Welt.
Ein Kind, das schreien gelassen wird, kann dieses vertrauen nicht entwickeln. Es lernt von Anfang an, dass seine Bedürfnisse ignoriert werden und nicht wichtig sind. Das macht Schäden, die sich durch das ganze Leben ziehen.
Menschen, die die Meinung vertreten, dass es gut ist ein Baby weinen zu lassen wären mit meinem Kind keine Minute lang alleine.
28.05.2021 12:53
Von solchen Ratschlägen kann ich auch ein Lied singen und dutfte mir bei unserem ersten Besuch bei der schwiegerverwandtschaft (uns trennen 400km) anhören, dass mein damals 3 1/2 Monate altes Baby total verwöhnt sei und es später mal schwer haben wird.
Im weiteren Gesprächsverlauf kamen dann noch Sprüche aller "wenn er später mal allein bei uns ist, erziehen wir ihn schon richtig" und so weiter.
Seitdem kann ich mich nicht überwinden, meinen Sohn dort allein in die Obhut zu geben. Bei dem ersten Versuch wurde ich maßlos enttäuscht. Ich empfinde es auch als herablassend, wenn man uns unsere Erziehungsmethoden abspricht weil man selbst ja schon ein Kind "groß bekommen" hat. Das ist nicht mein Ziel worauf sich später zurück blicken möchte...
Das man es so in der ehemaligen DDR gehandhabt hat kann ich leider auch bestätigen. Das hat scheinbar auch niemand hinterfragt.
Im weiteren Gesprächsverlauf kamen dann noch Sprüche aller "wenn er später mal allein bei uns ist, erziehen wir ihn schon richtig" und so weiter. Seitdem kann ich mich nicht überwinden, meinen Sohn dort allein in die Obhut zu geben. Bei dem ersten Versuch wurde ich maßlos enttäuscht. Ich empfinde es auch als herablassend, wenn man uns unsere Erziehungsmethoden abspricht weil man selbst ja schon ein Kind "groß bekommen" hat. Das ist nicht mein Ziel worauf sich später zurück blicken möchte...
Das man es so in der ehemaligen DDR gehandhabt hat kann ich leider auch bestätigen. Das hat scheinbar auch niemand hinterfragt.
28.05.2021 13:00
Zitat von born-in-helsinki:
Ich bin in einigen internationalen muttergruppen auf fb und sehe somit auch verschiedene kulturen dazu. In einigen nicht europäischen Ländern scheint es noch relativ angesehen zu sein, die cry out method.
Und finnland hat sogar ein Krankenhaus dafür bzw eine station. Wenn kinder ab 6/9 Monaten nicht durchschlafen, kann man dorthin eine Überweisung bekommen.
Man bringt das baby dorthin, verläßt das kh und die Schwestern "kümmern" sich und bringen dem baby das durchschlafen bei.so traumatisch für das baby aber eine normale Methode hier![]()
Klingt ein bisschen nach der Elternschule.
28.05.2021 13:05
Zitat von Arielle30:
Zitat von born-in-helsinki:
Ich bin in einigen internationalen muttergruppen auf fb und sehe somit auch verschiedene kulturen dazu. In einigen nicht europäischen Ländern scheint es noch relativ angesehen zu sein, die cry out method.
Und finnland hat sogar ein Krankenhaus dafür bzw eine station. Wenn kinder ab 6/9 Monaten nicht durchschlafen, kann man dorthin eine Überweisung bekommen.
Man bringt das baby dorthin, verläßt das kh und die Schwestern "kümmern" sich und bringen dem baby das durchschlafen bei.so traumatisch für das baby aber eine normale Methode hier![]()
Wie furchtbar![]()
Es war ja auch früher im kh normal, dass das baby nicht bei mama war, sondern alle babys gemeinsam irgendwo anders lagen und das baby dann alle 4h zu der mama zum stillen gebracht wurde.![]()
Kriegst dein kind und musst es wieder hergeben.![]()
Meine Schwester wurde 93 geboren und da gab es in dieser Klinik noch kein Rooming In - zumindest nicht nach Kaiserschnitt. Ich weiß noch, wie wir Mama und Baby besucht haben. Erst Mama auf dem Zimmer, dann auf dem Rückweg haben wir am Kinderzimmer den Namen des Babys genannt und es wurde mit dem Bettchen an so eine Glasscheibe geschoben. Von dort aus konnten wir sie beglotzen wie die Affen im Zoo... Und sind dann irgendwann nach Hause gefahren, als wir genug geguckt hatten.
28.05.2021 13:09
Zitat von schoko_keks1234:
Ich finde dieses Thema so furchtbar. Dass das immernoch in den Köpfen ist, man solle so kleine Kinder schreien lassen.
Kinder im 1. Jahr sind komplett abhängig von ihrer bezugsperson. Da hängt buchstäblich ihr Überleben dran.
Wenn man sich mal damit beschäftigt, wie Bindung im 1. Lebensjahr funktioniert und was passiert, wenn diese sich nicht entwickelt, müsste man eigentlich sämtliche Menschen, die so kleine Kinder schreien lassen wegen kindeswohlgefährdung wegsperren.
Ich finde es krass, dass da dem ein paar Monate jungen Baby unterstellt wird, es schreie aus Berechnung, oder um seinen Willen zu bekommen. Den hat es ja in diesem Sinne zu dem Zeitpunkt noch nicht. Wenn es weint braucht es etwas. Essen, Wärme, Zuneigung, frische Windel was auch immer.
Eine gute Bindung entsteht, wenn die Bezugsperson es möglichst oft schafft, das Bedürfnis des Babys richtig zu erkennen und zu befriedigen. Dadurch fühlt das Baby sich sicher und entwickelt vertrauen in die Welt.
Ein Kind, das schreien gelassen wird, kann dieses vertrauen nicht entwickeln. Es lernt von Anfang an, dass seine Bedürfnisse ignoriert werden und nicht wichtig sind. Das macht Schäden, die sich durch das ganze Leben ziehen.
Menschen, die die Meinung vertreten, dass es gut ist ein Baby weinen zu lassen wären mit meinem Kind keine Minute lang alleine.
Und wenn man es nicht schafft, das entsprechende Bedürfnis zu erkennen oder nicht helfen kann, wenigstens dem Kind zu zeigen "ich kann dir nicht helfen, aber ich lass dich nicht alleine."
Das ist bei uns großes Thema gewesen mit den Omas hier. Unser Kleiner schreit sehr viel. Teilweise 10-15 Stunden am Tag (wobei man sagen muss jetzt mit 12 Wochen wird's langsam besser) medizinisch alles abgeklärt, die Hebammen an dem Punkt "ich hab auch keine Lösung". Also war unsere Vorgehensweise "Hunger? Windel?" Wenn beides nein wurde er halt getragen (auf dem Arm oder in der Trage) auch wenn ich ihm nicht helfen konnte. Hat hier auch für Unverständnis und unerwünschte Ratschläge gesorgt.
Der tollste Satz war "wir essen jetzt, dann muss er jetzt halt warten, das muss er auch lernen." Da war er nicht Mal 5 Wochen alt.
28.05.2021 13:14
Zitat von Mützenmädele:
Zitat von schoko_keks1234:
Ich finde dieses Thema so furchtbar. Dass das immernoch in den Köpfen ist, man solle so kleine Kinder schreien lassen.
Kinder im 1. Jahr sind komplett abhängig von ihrer bezugsperson. Da hängt buchstäblich ihr Überleben dran.
Wenn man sich mal damit beschäftigt, wie Bindung im 1. Lebensjahr funktioniert und was passiert, wenn diese sich nicht entwickelt, müsste man eigentlich sämtliche Menschen, die so kleine Kinder schreien lassen wegen kindeswohlgefährdung wegsperren.
Ich finde es krass, dass da dem ein paar Monate jungen Baby unterstellt wird, es schreie aus Berechnung, oder um seinen Willen zu bekommen. Den hat es ja in diesem Sinne zu dem Zeitpunkt noch nicht. Wenn es weint braucht es etwas. Essen, Wärme, Zuneigung, frische Windel was auch immer.
Eine gute Bindung entsteht, wenn die Bezugsperson es möglichst oft schafft, das Bedürfnis des Babys richtig zu erkennen und zu befriedigen. Dadurch fühlt das Baby sich sicher und entwickelt vertrauen in die Welt.
Ein Kind, das schreien gelassen wird, kann dieses vertrauen nicht entwickeln. Es lernt von Anfang an, dass seine Bedürfnisse ignoriert werden und nicht wichtig sind. Das macht Schäden, die sich durch das ganze Leben ziehen.
Menschen, die die Meinung vertreten, dass es gut ist ein Baby weinen zu lassen wären mit meinem Kind keine Minute lang alleine.
Und wenn man es nicht schafft, das entsprechende Bedürfnis zu erkennen oder nicht helfen kann, wenigstens dem Kind zu zeigen "ich kann dir nicht helfen, aber ich lass dich nicht alleine."
Das ist bei uns großes Thema gewesen mit den Omas hier. Unser Kleiner schreit sehr viel. Teilweise 10-15 Stunden am Tag (wobei man sagen muss jetzt mit 12 Wochen wird's langsam besser) medizinisch alles abgeklärt, die Hebammen an dem Punkt "ich hab auch keine Lösung". Also war unsere Vorgehensweise "Hunger? Windel?" Wenn beides nein wurde er halt getragen (auf dem Arm oder in der Trage) auch wenn ich ihm nicht helfen konnte. Hat hier auch für Unverständnis und unerwünschte Ratschläge gesorgt.
Der tollste Satz war "wir essen jetzt, dann muss er jetzt halt warten, das muss er auch lernen." Da war er nicht Mal 5 Wochen alt.![]()
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In dem Fall ist trotzdem da sein, das wichtigste.
Es genügt übrigens, wenn ca 30% der Bedürfnisse richtig gedeutet werden, damit das Kind sich normal entwickelt.
Mein ältester war auch ein schreibaby und ich habe es gehandhabt wie du. Er ist jetzt 8 und es geht ihm gut.
28.05.2021 13:15
Zitat von Mützenmädele:
Zitat von schoko_keks1234:
Ich finde dieses Thema so furchtbar. Dass das immernoch in den Köpfen ist, man solle so kleine Kinder schreien lassen.
Kinder im 1. Jahr sind komplett abhängig von ihrer bezugsperson. Da hängt buchstäblich ihr Überleben dran.
Wenn man sich mal damit beschäftigt, wie Bindung im 1. Lebensjahr funktioniert und was passiert, wenn diese sich nicht entwickelt, müsste man eigentlich sämtliche Menschen, die so kleine Kinder schreien lassen wegen kindeswohlgefährdung wegsperren.
Ich finde es krass, dass da dem ein paar Monate jungen Baby unterstellt wird, es schreie aus Berechnung, oder um seinen Willen zu bekommen. Den hat es ja in diesem Sinne zu dem Zeitpunkt noch nicht. Wenn es weint braucht es etwas. Essen, Wärme, Zuneigung, frische Windel was auch immer.
Eine gute Bindung entsteht, wenn die Bezugsperson es möglichst oft schafft, das Bedürfnis des Babys richtig zu erkennen und zu befriedigen. Dadurch fühlt das Baby sich sicher und entwickelt vertrauen in die Welt.
Ein Kind, das schreien gelassen wird, kann dieses vertrauen nicht entwickeln. Es lernt von Anfang an, dass seine Bedürfnisse ignoriert werden und nicht wichtig sind. Das macht Schäden, die sich durch das ganze Leben ziehen.
Menschen, die die Meinung vertreten, dass es gut ist ein Baby weinen zu lassen wären mit meinem Kind keine Minute lang alleine.
Und wenn man es nicht schafft, das entsprechende Bedürfnis zu erkennen oder nicht helfen kann, wenigstens dem Kind zu zeigen "ich kann dir nicht helfen, aber ich lass dich nicht alleine."
Das ist bei uns großes Thema gewesen mit den Omas hier. Unser Kleiner schreit sehr viel. Teilweise 10-15 Stunden am Tag (wobei man sagen muss jetzt mit 12 Wochen wird's langsam besser) medizinisch alles abgeklärt, die Hebammen an dem Punkt "ich hab auch keine Lösung". Also war unsere Vorgehensweise "Hunger? Windel?" Wenn beides nein wurde er halt getragen (auf dem Arm oder in der Trage) auch wenn ich ihm nicht helfen konnte. Hat hier auch für Unverständnis und unerwünschte Ratschläge gesorgt.
Der tollste Satz war "wir essen jetzt, dann muss er jetzt halt warten, das muss er auch lernen." Da war er nicht Mal 5 Wochen alt.![]()
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Als mein Sohn 5 Wochen alt war, wurde ich gefragt, wann er Mittagsschlaf mache. Ich: Der schläft wenn er müde ist.
Wurde mit Geringschätzung betrachtet. O-Ton: In dem Alter wird es höchste Zeit, dass er Struktur lernt!
Tja, was soll ich sagen: Selbsterklärend ist nix aus dem Jungen geworden.
28.05.2021 14:45
Zitat von serap1981:
Ich habe diese Sprüche auch schon gehört. Ja, es ist wer wahnsinn wenn ein Kind 4h aufwärts brüllt. Es macht mich fertig, meine Nerven liegen blank, trotzdem könnte ich dieses arme, hilflose Kind niemals allein lassen im schreien.
Besonders schön aktuell in der Kombination mit dem schubenden zwilling. Sie wird nach Bedarf voll gestillt, da heißt es immer: das Kind wird nicht satt. Und auch gepumpte Milch reicht nicht, es muss pulver sein.
Dass die Milch beim stillen nicht reicht bekomme ich auch oft zu hören. Nur Fläschchen ist das einzig wahre und ich soll meinem Sohn dringend täglich ein Fläschchen mit Tee geben. Seit er zwei Monate alt ist höre ich auch regelmäßig, dass es langsam an der Zeit wäre mit Brei anzufangen. Ach ja, mit dem Baby in einem Zimmer zu schlafen hat auch für große Verwunderung gesorgt. Ich habe schon eine sehr verschärfte Familie
28.05.2021 14:46
Zitat von born-in-helsinki:
Ich bin in einigen internationalen muttergruppen auf fb und sehe somit auch verschiedene kulturen dazu. In einigen nicht europäischen Ländern scheint es noch relativ angesehen zu sein, die cry out method.
Und finnland hat sogar ein Krankenhaus dafür bzw eine station. Wenn kinder ab 6/9 Monaten nicht durchschlafen, kann man dorthin eine Überweisung bekommen.
Man bringt das baby dorthin, verläßt das kh und die Schwestern "kümmern" sich und bringen dem baby das durchschlafen bei.so traumatisch für das baby aber eine normale Methode hier![]()
Wie furchtbar
28.05.2021 15:23
Meine Oma war damals auch der Meinung das ich Fabian verwöhnen würde, weil ich ihn sofort auf dem Arm nahm wenn er anfing zu weinen oder schreien.
Sie meinte er würde es mit Absicht machen.
Klar mit 6 Wochen...
Ich habe meinen jungen nie schreien oder weinen lassen.
Sie meinte er würde es mit Absicht machen.
Klar mit 6 Wochen...
Ich habe meinen jungen nie schreien oder weinen lassen.
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