Mütter- und Schwangerenforum

2-jähriger mit zu einer Beerdigung?

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carolin1987
314 Beiträge
26.09.2013 20:59
Heute erst wieder einen Bericht gelesen: Kinder Kind sein lassen, sie werden früh genug erwachsen....

Passt hier ganz gut wie ich finde.
Kinder sollen zwar ab einem gewissen Alter(!!!), nicht mit 2, lernen, was der Tod bedeutet ect. aber eine Beerdigung ist ein schritt zu weit.

Wie fühlen wir uns auf Beerdigungen, davor und danach? Vorteil: Wir können, wenn wir wollen, drüber reden, schreiben ect. aber so ein Kind behält es meist für sich und ich will mir nicht ausmalen, wie die nächsten Nächte für das Kind sein werden.
Problem ist, dass wir die Kinder evtl. 2 Std später wieder lachen sehen, was aber nicht heißt, dass es das alles locker weggesteckt hat.

Außerdem würde ich mich mal ganz grundsätzlich fragen, welchen Nutzen man daraus zieht, sein Kleinkind mit auf einer Beerdigung gehabt zu haben?

Nachher reagierst Du unbewusst auch noch völlig falsch weil Dein Kind während der Trauerfeier auf einmal lacht oder weint oder aufs Klo muss.
Nachteule1981
2837 Beiträge
26.09.2013 21:10
Ich bin immer dafür Kinder so früh wie Möglich mit auf Beerdigungen zu nehmen,... einfach aus dem Grund um Berührungsängsten vozubeugen,... der Tod gehört selbstverständlich zum Leben dazu, das müssen auch kinder lernen,... und je früher sie damit Konfrontiert werden, umso "normaler" wird es für sie sein,....

klar muss man vorher/nachher mit dem Kind Altersgemäß über das fanze sprechen und fragen beantworten, etc,... aber meiner Erfahrung nach sind wir damit sehr gut gefahren,...
soev
7378 Beiträge
26.09.2013 21:11
Ich denke, dass es dem Kind nichts macht. Wenn es ein ruhiges Kind ist, dann nimm ihn ruhig mit, wenn er unruhig ist, dann eher nicht, da es andere Trauernde stören könnte.
Curleysue
10272 Beiträge
26.09.2013 21:17
ich habe dieses jahr meinen onkel und meine oma beerdigt und beides male war mein sohn 4 nicht dabei.

ich finde es zu früh, vorallem weil er meinen onkel nicht kannte. und seine uroma auch nicht soo oft gesehen hat.

ich kenne mein kind und er wäre verstört gewesen, wenn er mama, oma und opa und seine tanten hätte weinen sehen. ich fand die beerdigungen schlimm, wie soll ich da meinem kind erklären das es was normales ist? und ich wollte um meine oma trauern und mich nicht zusammen reißen bei der beerdigung. auch waren viele fremde leute da, das alleine mag mein kind schon nicht.

wenn es jemand nahe stehendes gewesen wäre, hätte ich ihn gefragt ob er mit möchte und es ihm in ruhe erklärt. aber so fand ich ihn im kiga wunderbar aufgehoben.

und als letztes ich wurde als kind gezwungen mit zu gehen auf eine beerdigung. ich fand es ganz ganz schlimm. und selbst heute mit 30 würde ich mich am liebsten drücken. ich verabschiede mich lieber für mich auf meine art.
Bettina
4448 Beiträge
26.09.2013 22:03
Meine Tochter war knapp 2 Jahre alt, als der Papa meiner Freundin verstarb. Ich hab erst kurz vor der Beerdigung überhaupt was davon erfahren und ja, ich habe meine Tochter mitgenommen.
Wir standen in der Kapelle ganz hinten am Ausgang, so dass ich jeder Zeit mit ihr hätte raus gehen können, aber dafür gab es gar keinen Grund.
Ja, sie hat mit Sicherheit gemerkt, dass wir uns in einer "Ausnahmesituation" befinden, sie hat das alles beobachtet und war in der Kapelle sehr still, hat auch mich gefragt, warum ich weine und warum alle anderen weinen.
Ich habe ihr gesagt, dass wir alle sehr traurig sind, weil der Papa von besagter Freundin im Himmel ist. Natürlich konnte sie da noch nicht wirklich was mit anfangen, aber es war für sie "okay" und sie hat auch danach nichts verarbeiten müssen.
Nach der Beerdigung sind wir heim gegangen, ich hab mich umgezogen und mit ihr einen normalen restlichen Tag verbracht, mit lachen und Spaß haben - auch wenn mir danach nicht war, aber das war dann auch die Normalität, die vllt für sie wichtig und nötig war!
26.09.2013 22:11
Wir waren mit unserer Tochter letztes Jahr auf einer Beerdigung und dieses Jahr im August auch. Es waren beides mal enge Verwandte. Wir haben ihr gesagt, dass die Person nun bei den Engeln ist.

Ich würde es immer wieder so machen.
Glitzerstern
7233 Beiträge
26.09.2013 22:14
Ich glaub ich würde meine Tochter in diesem Alter nicht mitnehmen.

Meine Kleine ist jetzt 1 1/2 und wenn ich mir vorstelle es stirbt jemand wenn sie 2 ist- z B unser Uri, dann würde ich sie auch nicht mitnehmen.

Fragen ob sie mitwill finde ich in diesem Alter nicht angebracht, weil sie es ja gar nicht verstehen und abschätzen können.

Ich würde meiner Kleinen keine Masse an trauernden und weinenden Leuten am Grab zumuten wollen, sie versteht ja nicht was da los ist.

Als die Oma von meinem Mann starb ist er auf die Beerdigung gegangen u ich bin mit der Kleinen zu Hause geblieben. Es hätte sonst auch keiner aufpassen können weil die andren denen ich mein Kind anvertraut hätte ja selbst auf der Beerdigung waren. Dh es ist bei uns der gegangen, der mehr an der Verstorbenen gehangen ist- vielleicht kann Dein Freund/Mann zuhause mit dem Kind bleiben das Du auf die Beerdigung gehen kannst liebe Ts.

Viel Kraft für morgen auf alle Fälle
tini79
7901 Beiträge
26.09.2013 22:17
ich würde es immer wieder machen. habe meine maus letztes jahr schon mitgenommen, als meine schwiegermutter beerdigt wurde. das war sehr schön (sofern man davon reden kann) alle drei enkelinnen wurden mit in den trauergottesdienst einbezogen und es fühlte sich genau richtig an, weil sie der oma tschüß sagen konnten.
dieses jahr ist mein onkel und ihre urgroßoma gestorben. bei beiden war sie nur hinterher beim kaffeetrinken dabei. ich hätte sie mitgenommen, aber die trauerfeiern waren beide sehr früh un dvielen in ihren mittagsschlaf, so das ich sie schlafen lassen hab und länger im kiga gelassen hab. wäre die trauerfeier später gewesen, hätte ich sie auch da mitgenommen. kinder gehen mit trauer und tod ganz anders um als wir erwachsenen und ich finde das es dazu gehört!
wir gehen auch jetzt noch mindestens wöchentlich auf den friedhof und "besuchen" die omas. mein onkel ist leider weiter weg beerdigt.
Marja
6987 Beiträge
26.09.2013 22:43
Unsere war mit 3 Jahren dabei, als wir ihren Opa beerdigt haben.
Leider ist er am zweiten Weihnachtstag letztes Jahr gestorben, kurz nachdem wir ihn im Krankenhaus besucht hatten. Sie war also direkt dabei, als kurz darauf plötzlich das Krankenhaus anrief und die eben noch ansatzweise fröhliche Weihnachtsstimmung plötzlich so eine Wendung nahm...
Mir war es dann wichtig, dass auch sie sich im Kreis der ganzen Familie verabschieden konnte und einfach gesehen hat, was auf so einer Beerdigung passiert.
Es ist auch so schon schwer genug für sie das alles zu verstehen.. aber so hat sie jetzt so die wesentlichen Eckdaten verstanden.
Opa ist gestorben, alle waren ganz traurig und haben geweint, dann haben sich alle wieder getroffen und wg Opa in einer Kirche gebetet und tschüss gesagt. Und dann ist er auf den Friedhof gekommen und hat ganz viele Blumen und einen schönen Stein bekommen und wenn Oma jetzt traurig ist, dann kann sie ihn da besuchen gehen.

Wir haben im Nachhinein noch wirklich viel geredet und auch jetzt stellt sie manchmal fragen. Ob Opas Körper gar nicht friert in der Erde und ob er bei Regen auch nass wird.. usw. usw.

Also wenn ich es mir hätte aussuchen können, dann hätte ich es vorgezogen, dass sie noch überhaupt gar nicht mitbekommen muss, dass jemand stirbt. Aber nun war das halt so... und sie hätte auf alle Fälle auch gemerkt, wenn Opa plötzliich "weg" wäre. Dann wären sicherlich noch ganz andere Fragen gekommen... so hat sie wenigstens so ein klein bisschen die Chance zu verstehen, warum Opa "weg" ist und dass er auch nicht wieder kommt.
ChildrenSurprise
27325 Beiträge
27.09.2013 01:00
Ich finde ein Kleinkind ist da fehl am Platz! Suche nen sitter, oder ich würde nicht hingehen. Bei mir hat bis jetzt zweimal ihr eigener Vater auf Sie aufgepasst.
ChildrenSurprise
27325 Beiträge
27.09.2013 01:55
Zitat von Jani85:

Ich würde mein Kind mitnehmen! Der Tod gehört zum leben und trauer auch. Das wird alles nur zum Drama für Kinder weil wir Erwachsenen das Drama machen! Wenn der Tod ein Tabuthema ist und man Kindern trauer nicht "zumuten" will dann lernen sie auch nicht damit umzugehen. Ich finds ehrlich gesagt quatsch. Und es wird auch niemanden stören wenn das Kind mal was sagt oder so. Also wenn hier die Uroma stirbt nehm ich die Kids definitiv mit!
ich war sehr spät das erste mal auf ne Beerdigung und kann trotzdem gut damit umgehen. Das eine schließt das andere ja nicht aus. Genauso wenig, dass man deshalb ein Drama draus macht, nur weil man nicht möchte das ein kleines Kind mitkommt. Ab ner reife/ Alter ok. Und darauf leg ich Wert. Das ein Kind bewusst dort hingeht ( wenn es dahin geht ) und auch selbst entscheiden kann. Was mir zwei Jahren ja kaum der Fall ist. Naja, das ist einer meiner Gründe. Naja, kann ja jeder selbst entscheiden.

julchen1908
2194 Beiträge
27.09.2013 02:00
Ich war mit 14 nicht mal bei der Beerdigung einer sehr guten Freundin (tot gefahren worden)! Und meinem Kind gestatte ich es auch nicht... Kinder verstehen das nicht.
27.09.2013 06:20
Ich denke, dass das auf das Verhältnis zur Tante ankommt. Ich würde meine Kinder mitnehmen, wenn sie eine enge Bindung zur Tante hatten. So können sie besser verstehen, was da passiert ist. Wenn das Kind natürlich im ganzen sehr unruhig ist, würde ich es auf Grund dessen zu Hause lassen.
In dem Thema sind Kinder viel stärker als wir. Ich spreche aus Erfahrung!

LG
dippdapp
688 Beiträge
27.09.2013 06:30
Nein, die verstehen das nicht - muss halt dein Partner daheim bleiben
schattenzauber
1507 Beiträge
27.09.2013 06:35
Nein, auf keinen Fall, das würde ich nicht wollen. Der Vater meiner Freundin ist vor zwei Monaten gestorben und ihre beiden Kinder (4 und 2) waren nicht dabei. Wenn bei uns der Fall eintritt, werden wir die Kinder auch nicht mitnehmen.
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