Ab wann beginnt die Erziehung ?!
26.07.2015 07:46
Zitat von Elli73:Toll geschrieben! Und in meinen Augen wahr!
Ich versuche bei meinen Kindern möglichst wenig zu (er)ziehen.
Da leiern die auf Dauer nur aus und bekommen Affenarme oder Giraffenhälse. Sieht echt unschön aus und soll auch schlecht für die Gelenke sein.![]()
Ich habe ein positives Bild von meinen Kindern und gehe nicht davon aus, dass sie mich bösartig manipulieren. Natürlich versucht dein Kind seine Umwelt zu beeinflussen, also zu manipulieren. Dazu gehören neben einfachen naturwissenschaftlichen Experimenten (fällt das Brötchen immer auf die Butterseite, kann man Haustürschlüssel in der Toilette runter spülen, fließt Wasser wirklich immer nach unten, etc.) auch soziale Experimente(allerdings oft erst bei etwas älteren Kindern). Was passiert, wenn ich Menschen anlächle, was passiert, wenn ich weine, etc. Und ja ein Kind testet manchmal(!!!) aus, wie deine Reaktion auf seine Verhalten ist. Aber was soll sie dabei bitte lernen? Das es dir egal ist, ob sie weint? Das du als Erwachsener bestimmst, ob ihr Weinen, ihre eventuelle Angst, Schmerzen oder ein anderes Bedürfnis es wert sind, von dir beachtet zu werden? Das du die Macht hast und am Ende bestimmst? Dann lass sie weinen. Vermutlich wird sie irgendwann resignieren. Falls sie Angst vor dem Alleinsein hat, wird sie irgendwann aufgeben, weil ja eh keiner kommt. Falls sie deine Nähe will, wird sie ebenfalls aufhören, weil du auf ihr Weinen nicht reagierst. Und ihr vermittelt eurer Tochter, dass ihr unzuverlässige Bindungspartner seid. Kein Fels in der Brandung, kein sicherer Hafen, keine Konstante, kein Rückzugsort. Wenn man das seinem Kind mit auf den Weg geben will, sollte man es frühzeitig weinen lassen.
Ich gehe aber davon aus, dass du andere Ziele hast. Ein verlässlicher Bindungspartner für deine Tochter sein willst und aus ihr einen glücklichen, selbstbewussten und sicher gebundenen Menschen machen möchtest. Dann geh auf sie ein. Du und ihr Papa, ihr seid zur Zeit noch der Mittelpunkt ihres Universums, ihre einzige Chance auf überleben. Wenn ihr sie (aus ihrer Sicht!) hängen lasst, ist es aus. Ein Baby ist es angeboren, dass es den Schutz und die Nähe seiner primären Bindungsperson sucht. Das bist duSie klammert nicht um dich zu ärgern, sondern weil sie Angst hat alleine zu bleiben. Und sie will nicht, dass du ihr die Arme reichst, weil sie faul ist, sondern weil sie deine Nähe und Unterstützung spüren möchte. Das ist doch schön.
![]()
Irgendwann wird die Entdeckerlust, der Explorationsdrang, ihr Nähebedürfnis übersteigen und sie wird weniger klammern. Das wird aber noch einige Monate dauern. Bis dahin würde ich ihr immer vermitteln, dass du für sie da bist. Das heißt NICHT, dass man allen Wünschen entsprechen muss. Auch bei uns wird nicht mit scharfen Messern gespielt und mein Sohn (12 Monate) durfte eben auch nicht das Bier seines Vaters probieren, obwohl er gerne wollte. Aber ich hab ihm versucht zu verstehen zu geben, dass ich seinen Wunsch verstanden habe, ihm aber leider nicht entsprechen kann. Und diese Verständnis halte ich für elementar wichtig. Ein Kind interagiert nur (und auch Weinen ins Interaktion), wenn es eine entsprechende Reaktion bekommt. Darum lass deine Tochter bitte nicht alleine. Gib ihr Nähe und Sicherheit. Vielleicht kannst du ja ausprobieren, ob sie im Haus gerne in einer Tragehilfe immer dabei wäre. Meine Kinder lieben das. Dann sind sie beim Schlafen auch nicht alleine und ich kann trotzdem kochen oder Ähnliches.
Die Zeiten, in denen unsere Kinder ihre Ruhe haben wollen, kommen noch früh genug. Versuch die Zweisamkeit auch ein bisschen zu genießen. Auch wenn's manchmal schwer fällt.![]()
26.07.2015 09:01
Zitat von DieW:
Zitat von Obsidian:
Zitat von Käfermama87:
Zitat von Obsidian:ich kann mir auch vorstellen das da dann viel die muttis kommen und sagen "schreien is gut für die lunge, lasst es schreien sons verwöhnt ihr es"
...
Ja die gibts leider weiterhin. Neulich erst in einem Thread kam das Thema wieder auf...da wird dann gezwinkersmileyt was das Zeug hält und "also meeeein Kind hat da keinen Schaden davongetragen" und "also bei uns hats funktioniert" von sich gegeben....
Guten Morgen!
Ich fühl mich mal angesprochen,es ging um das Buch"Jedes Kind kann schlafen lernen".
Da mein Sohn 17 ist,also fast erwachsen und er keinerlei emotionale und psychischen Störungen hat und ansonsten keine auch keine Probleme,behaupte ich,dass es meinem Sohn nicht geschadet hat.
Und schreien lassen und schreien lassen,sind für mich zwei paar Schuhe. Wenn ich mein Kind kurz schreien lasse,aber mit ihm rede und es merkt dass es nicht alleine ist,wird es sicher keinen Schaden nehmen.Lass ich das Kind längere Zeit weinend alleine-Türe zu und schrei mal-dann glaub ich das auch.
Ich weiß nicht ob du dich angesprochen fühlen solltest. Ferbern ist jedenfalls das zweite was du beschreibst, nämlich ein gezieltes genau abgezähltes Alleinlassen beim Schreien im Bett.
Es gibt übrigens keine Menschen völlig ohne Störungen und ohne Probleme. In der Übertreibung mit der du seine vollkommene und absolute emotionale Perfektion beschreibst kann ich jetzt auch einiges reinlesen....
26.07.2015 09:44
Zitat von Obsidian:
Zitat von DieW:
Zitat von Obsidian:
Zitat von Käfermama87:
...
Ja die gibts leider weiterhin. Neulich erst in einem Thread kam das Thema wieder auf...da wird dann gezwinkersmileyt was das Zeug hält und "also meeeein Kind hat da keinen Schaden davongetragen" und "also bei uns hats funktioniert" von sich gegeben....
Guten Morgen!
Ich fühl mich mal angesprochen,es ging um das Buch"Jedes Kind kann schlafen lernen".
Da mein Sohn 17 ist,also fast erwachsen und er keinerlei emotionale und psychischen Störungen hat und ansonsten keine auch keine Probleme,behaupte ich,dass es meinem Sohn nicht geschadet hat.
Und schreien lassen und schreien lassen,sind für mich zwei paar Schuhe. Wenn ich mein Kind kurz schreien lasse,aber mit ihm rede und es merkt dass es nicht alleine ist,wird es sicher keinen Schaden nehmen.Lass ich das Kind längere Zeit weinend alleine-Türe zu und schrei mal-dann glaub ich das auch.
Ich weiß nicht ob du dich angesprochen fühlen solltest. Ferbern ist jedenfalls das zweite was du beschreibst, nämlich ein gezieltes genau abgezähltes Alleinlassen beim Schreien im Bett.
Es gibt übrigens keine Menschen völlig ohne Störungen und ohne Probleme. In der Übertreibung mit der du seine vollkommene und absolute emotionale Perfektion beschreibst kann ich jetzt auch einiges reinlesen....
Wir beide haben schon mal miteinander geschrieben,darum hätte es sein können.
Sicher ist er nicht perfekt,aber in Bezug auf sein Urvertrauen und die möglichen Folgeschäden,schrieb ich,dass er kein Probleme hat.
Und ja-ich als Mutter finde ihn nahe zu perfekt.Aber ich glaub,dass denke viele Mütter von ihren Söhnen
.
26.07.2015 10:28
Folge deinen Impulsen und gib ihr die Nähe die sie braucht.
Erziehen fängt dann an sobald sie Sachen z.B. runterschmeißen was sie nciht tun sollen. Auch dann erst mal sanft, weil sie ja noch gar nicht so richtig wissen was sie tun.
Richtig streng sein, frühestens mit 1,5 Jahren. Meine Tochter weiß inzwischen oft genau was sie tut und wenn sie dann nicht folgt, folgt eine Konsequenz.
Was das Schlafen anbelangt... Meine Maus war immer sehr pflegeleicht. Ich musste nie bei ihr bleiben. Nie. 19 Monate lang. Und nun plötzlich heult sie wenn cih aus dem Zimmer gehe. Sie wird richtig panisch. Ich finde hier geht es nicht um Erziehung oder Verwöhnen sonder einfach um das Gefühl zu zeigen: Ich bin für dich da. Wenn du es nicht alleine schaffst, dann bleib ich bei dir. Ich frage sie immer ob ich jetzt gehen kann. Ich merke an ihrer Reaktion ob es ganz furchtbar für sie wäre oder ob sie mich nur einfach so gerne da hat.
Ich möchte das meine Kinder in ihrem Bett schlafen, das tun sie auch schon immer. Aber wenn ein Kind nachts aufwacht, weint, weil es krank ist, es zahnt, es Albträume hat oder einfach Nähe braucht dann sind beide jederzeit bei mir willkommen. Ich möchte es ihnen nicht anerziehen, weil ich einfach kein Familienbettmensch bin. Ich werde ihnen jedoch nicht die Nähe verweigern, wenn ich merke sie brauchen sie. Mein Großer kam gerade wochenlang nachts zu uns ins Bett gekrabbelt, weil er schlecht geträumt hat. Nun ist die Phase plötzlich wieder vorbei.
Das ist eh so ein Punkt. Es gibt Phasen da brauchen sie einen stark und dann kann man es langsam wieder etwas zurückschrauben. Einfach feinfühlig an das Ganze rangehen und auf sein Herz hören.
Erziehen fängt dann an sobald sie Sachen z.B. runterschmeißen was sie nciht tun sollen. Auch dann erst mal sanft, weil sie ja noch gar nicht so richtig wissen was sie tun.
Richtig streng sein, frühestens mit 1,5 Jahren. Meine Tochter weiß inzwischen oft genau was sie tut und wenn sie dann nicht folgt, folgt eine Konsequenz.
Was das Schlafen anbelangt... Meine Maus war immer sehr pflegeleicht. Ich musste nie bei ihr bleiben. Nie. 19 Monate lang. Und nun plötzlich heult sie wenn cih aus dem Zimmer gehe. Sie wird richtig panisch. Ich finde hier geht es nicht um Erziehung oder Verwöhnen sonder einfach um das Gefühl zu zeigen: Ich bin für dich da. Wenn du es nicht alleine schaffst, dann bleib ich bei dir. Ich frage sie immer ob ich jetzt gehen kann. Ich merke an ihrer Reaktion ob es ganz furchtbar für sie wäre oder ob sie mich nur einfach so gerne da hat.
Ich möchte das meine Kinder in ihrem Bett schlafen, das tun sie auch schon immer. Aber wenn ein Kind nachts aufwacht, weint, weil es krank ist, es zahnt, es Albträume hat oder einfach Nähe braucht dann sind beide jederzeit bei mir willkommen. Ich möchte es ihnen nicht anerziehen, weil ich einfach kein Familienbettmensch bin. Ich werde ihnen jedoch nicht die Nähe verweigern, wenn ich merke sie brauchen sie. Mein Großer kam gerade wochenlang nachts zu uns ins Bett gekrabbelt, weil er schlecht geträumt hat. Nun ist die Phase plötzlich wieder vorbei.
Das ist eh so ein Punkt. Es gibt Phasen da brauchen sie einen stark und dann kann man es langsam wieder etwas zurückschrauben. Einfach feinfühlig an das Ganze rangehen und auf sein Herz hören.
26.07.2015 10:31
Zitat von Marf:meiner kann noch keine zettel schreiben aber sagt oft "du bist die beste mama die ich je gesehen hab"
An meinem Kühlschrank hing eines Tages ein Zettel:
'Danke das du da bist Mama'.
........ich denke irgendwas hab ich richtig gemacht.Obwohl meine Große bis heute ein richtiger Wutbolzen sein kann und mir klargemacht hat wie Nerven zum sirren gebracht werden.
26.07.2015 12:31
Zitat von DieW:
Zitat von Obsidian:
Zitat von Käfermama87:
Zitat von Obsidian:ich kann mir auch vorstellen das da dann viel die muttis kommen und sagen "schreien is gut für die lunge, lasst es schreien sons verwöhnt ihr es"
...
Ja die gibts leider weiterhin. Neulich erst in einem Thread kam das Thema wieder auf...da wird dann gezwinkersmileyt was das Zeug hält und "also meeeein Kind hat da keinen Schaden davongetragen" und "also bei uns hats funktioniert" von sich gegeben....
Guten Morgen!
Ich fühl mich mal angesprochen,es ging um das Buch"Jedes Kind kann schlafen lernen".
Da mein Sohn 17 ist,also fast erwachsen und er keinerlei emotionale und psychischen Störungen hat und ansonsten keine auch keine Probleme,behaupte ich,dass es meinem Sohn nicht geschadet hat.
Und schreien lassen und schreien lassen,sind für mich zwei paar Schuhe.Wenn ich mein Kind kurz schreien lasse,aber mit ihm rede und es merkt dass es nicht alleine ist,wird es sicher keinen Schaden nehmen.Lass ich das Kind längere Zeit weinend alleine-Türe zu und schrei mal-dann glaub ich das auch.
Ich weiß nicht, ob dein Kind durchs schreien lassen Schaden genommen hat. Wobei die Methode im Buch ja deine zweite Variante beschreibt und die lehnst du ja selber ab. Nur weil Mama mal nicht gleich springt, wird kein Kind für den Rest seines Lebens ein verstörter Psychopath. Ich hab 4 kleine Kinder zuhause, bald 5 und du kannst dir sicher vorstellen, dass auch mal einer nicht direkt körperliche Zuwendung erfährt, sondern auch mal nur mit Blickkontakt und Worten getröstet wird, bis ich wieder "frei" bin. Und bisher sind meine Kinder nicht durchgeknallter als ihre Altersgenossen.
Aber - und das sage ich jetzt ganz allgemein ohne deinen Sohn zu kennen - manche Folgen sieht man erst viel später bzw. erst, wenn man sich mit psychologischen und erziehungswissenschaftlichen Theorien auseinandersetzt. Ich habe im Studium etwas über die Bindungstheorie von Bowlby gelernt und erst da ist mir klar geworden, welche Folgen das Verhalten meiner Eltern in meiner frühsten Kindheit auf mich und mein Bindungsverhalten hatte. Und damit auch darauf, wie ich spätere Beziehungen führe, welche Partner ich mir suche, usw. Vorher hätte ich auch unterschrieben, dass es mir nicht langfristig geschadet hat. Ich hatte auch nie Probleme in der Schule, nie besonders viel Streit mit anderen Kindern und hab durchaus auch schöne Familienmomente erlebt. Aber mein Vertrauen in Beziehungspartner jeglicher Art, haben meine Eltern bereits im 1. Lebensjahr zerstört. Weil sie eben nicht für mich da waren, nicht verlässlich waren, nicht auf meine Bedürfnisse eingegangen sind. Ich trage tief in mir drin eine sehr große Unsicherheit in Bezug auf andere Menschen, versuche mich Beziehungen zu entziehen und leide gleichzeitig still und leise unter dieser emotionale Distanz. Von außen erkennt man das nicht. Da bin ich absolut unauffällig und sozial gut eingebunden. Aber in mir drin sieht es anders aus. Ich hab nur lange gebraucht um zu kapieren, dass es nicht "normal" ist so fühlen zu müssen wie ich. Dass es auch anders geht, wenn man es bei seinen Kindern besser macht. Ich hoffe sehr, dass mir das gelingt.
26.07.2015 22:30
In meinen Augen fängt Erziehung an, sobald das Kind geboren ist.
Erziehung beinhaltet für mich, meinem Kind sowohl Liebe und Geborgenheit zu gebe, als auch Regeln und Disziplin zu vermitteln.
Und beides von Anfang an.
Allerdings angepasst auf mein Kind und seine Entwicklung.
Ich finde schon, dass man auch im ersten Jahr ein Kind verwöhnen kann, aber nicht in dem Sinne, dass mein Kind mich bewusst manipuliert... à la "ich muss xy tun, damit Mama yz macht"
Das sicher nicht. Wie hier schon geschrieben wurde, in der Zeit wollen Kinder uns nicht ärgern. Sie haben ein Bedürfnis und äußern das.
Aber ich finde eben trotzdem, dass mein Kind von Anfang an lernen kann, dass nicht alle seine "Wünsch" genau so erfüllt werden, wie es das gern hätte, aber dass es ok ist.
Beispiel:
Mein Sohn liebte es von Anfang an, meine Brust zum nuckeln zu nutzen. Sicher normal für ein Baby. Aber ich hab dieses Gefühl nicht ertragen, wenn er an meiner Brust nuckelte. Ich habe ihn daher NICHT nuckeln lassen, aber sein Nähebedürfnis anders versucht zu stillen. Ich habe ihn in meinem Armen gewiegt, habe ihm vorgesungen, habe ihn gestreichelt.
Auch meine Tochter ließ sich nur sehr ungern ablegen...ihre Meinung dazu war Kreischen und Weinen, als sterbe sie grade den Heldentod.
Ich habe es immer wieder probiert. Bin dabei immer mindestens verbal in Kontakt geblieben. War sie gut drauf, hat sie es mal kurz toleriert - war sie müde oder ähnliches, dann tolerierte sie das schlechter.
Ich hab sie nie komplett allein gelassen, und hab sie lieber einmal öfter wieder hochgenommen... aber ich hab es immer wieder probiert.
Ganz schnell war es dann so, dass sie auch gut eine gewisse Zeit fröhlich vor sich hin gekugelt ist im Wohnzimmer. Hat gebrabbelt und mich angelacht.
Und auch jetzt signalisiert sie deutlich, wenn sie nicht mehr auf dem Boden sein will und dann darf sie auch auf den Arm/ zu mir in die Küche im Hochstuhl.
Und zum Schreien lassen. Ich denke auch, Schreien lassen und Schreien lassen sind verschiedene Dinge.
Ich habe bei meinen Kindern schnell raus gehört, ob ich wirklich trösten musste oder nicht. Manchmal war es nur noch ein leichtes Gemecker im Halbschlaf, das innerhalb von nicht mal einer Minute verstummte, weil das Kind vollständig eingeschlafen war. Oder ob es wirklich ein Problem gab und mein Kind sich nicht selbst beruhigen kann.
Ich bin also auch nicht beim leichtesten Piep gesprungen, sondern hab auch mal einen Moment gewartet...
Erziehung beinhaltet für mich, meinem Kind sowohl Liebe und Geborgenheit zu gebe, als auch Regeln und Disziplin zu vermitteln.
Und beides von Anfang an.
Allerdings angepasst auf mein Kind und seine Entwicklung.
Ich finde schon, dass man auch im ersten Jahr ein Kind verwöhnen kann, aber nicht in dem Sinne, dass mein Kind mich bewusst manipuliert... à la "ich muss xy tun, damit Mama yz macht"
Das sicher nicht. Wie hier schon geschrieben wurde, in der Zeit wollen Kinder uns nicht ärgern. Sie haben ein Bedürfnis und äußern das.
Aber ich finde eben trotzdem, dass mein Kind von Anfang an lernen kann, dass nicht alle seine "Wünsch" genau so erfüllt werden, wie es das gern hätte, aber dass es ok ist.
Beispiel:
Mein Sohn liebte es von Anfang an, meine Brust zum nuckeln zu nutzen. Sicher normal für ein Baby. Aber ich hab dieses Gefühl nicht ertragen, wenn er an meiner Brust nuckelte. Ich habe ihn daher NICHT nuckeln lassen, aber sein Nähebedürfnis anders versucht zu stillen. Ich habe ihn in meinem Armen gewiegt, habe ihm vorgesungen, habe ihn gestreichelt.
Auch meine Tochter ließ sich nur sehr ungern ablegen...ihre Meinung dazu war Kreischen und Weinen, als sterbe sie grade den Heldentod.
Ich habe es immer wieder probiert. Bin dabei immer mindestens verbal in Kontakt geblieben. War sie gut drauf, hat sie es mal kurz toleriert - war sie müde oder ähnliches, dann tolerierte sie das schlechter.
Ich hab sie nie komplett allein gelassen, und hab sie lieber einmal öfter wieder hochgenommen... aber ich hab es immer wieder probiert.
Ganz schnell war es dann so, dass sie auch gut eine gewisse Zeit fröhlich vor sich hin gekugelt ist im Wohnzimmer. Hat gebrabbelt und mich angelacht.
Und auch jetzt signalisiert sie deutlich, wenn sie nicht mehr auf dem Boden sein will und dann darf sie auch auf den Arm/ zu mir in die Küche im Hochstuhl.
Und zum Schreien lassen. Ich denke auch, Schreien lassen und Schreien lassen sind verschiedene Dinge.
Ich habe bei meinen Kindern schnell raus gehört, ob ich wirklich trösten musste oder nicht. Manchmal war es nur noch ein leichtes Gemecker im Halbschlaf, das innerhalb von nicht mal einer Minute verstummte, weil das Kind vollständig eingeschlafen war. Oder ob es wirklich ein Problem gab und mein Kind sich nicht selbst beruhigen kann.
Ich bin also auch nicht beim leichtesten Piep gesprungen, sondern hab auch mal einen Moment gewartet...
27.07.2015 21:23
Manveri die Karte hab ich auch am Kühlschrank
Und: Man muss keine Supermama sein um eine super Mama zu sein
Und: Wir können alles außer Schlafen
Isabella hat einen Body: Ja meine Eltern dürfen mit mir im großen Bett schlafen
Wir haben sie jetzt vor einer Woche ausquartiert. Sie hat sehr lange bei uns im Bett geschlafen. Bis sie anfing übelst um sich zu schlagen. Dann schlief sie bei uns im Zimmer in ihrem Bett. Und jetzt schläft sie in ihrem Zimmer. Ich hab sie niiiiiiiemals schreien lassen und das ausquartieren ging ohne Probleme. Ich glaube auch, dass es daran liegt, dass sie weiß sobald was ist bin ich zur Stelle!
Und ganz ehrlich so leicht es für sie war so schwer war es für mich. Nun lieg ich im Bett und vermisse sie
Und: Man muss keine Supermama sein um eine super Mama zu sein
Und: Wir können alles außer Schlafen
Isabella hat einen Body: Ja meine Eltern dürfen mit mir im großen Bett schlafen
Wir haben sie jetzt vor einer Woche ausquartiert. Sie hat sehr lange bei uns im Bett geschlafen. Bis sie anfing übelst um sich zu schlagen. Dann schlief sie bei uns im Zimmer in ihrem Bett. Und jetzt schläft sie in ihrem Zimmer. Ich hab sie niiiiiiiemals schreien lassen und das ausquartieren ging ohne Probleme. Ich glaube auch, dass es daran liegt, dass sie weiß sobald was ist bin ich zur Stelle!
Und ganz ehrlich so leicht es für sie war so schwer war es für mich. Nun lieg ich im Bett und vermisse sie
28.07.2015 13:19
Zitat von Maikäfer86:
Manveri die Karte hab ich auch am Kühlschrank![]()
Und: Man muss keine Supermama sein um eine super Mama zu sein![]()
Und: Wir können alles außer Schlafen![]()
Isabella hat einen Body: Ja meine Eltern dürfen mit mir im großen Bett schlafen![]()
Wir haben sie jetzt vor einer Woche ausquartiert. Sie hat sehr lange bei uns im Bett geschlafen. Bis sie anfing übelst um sich zu schlagen. Dann schlief sie bei uns im Zimmer in ihrem Bett. Und jetzt schläft sie in ihrem Zimmer. Ich hab sie niiiiiiiemals schreien lassen und das ausquartieren ging ohne Probleme. Ich glaube auch, dass es daran liegt, dass sie weiß sobald was ist bin ich zur Stelle!
Und ganz ehrlich so leicht es für sie war so schwer war es für mich. Nun lieg ich im Bett und vermisse sie![]()
Unsere Prinzessin schläft noch immer mit bei uns im Bett, aber wir genießen es total. Allerdings schläft sie von Anfang an ganz ruhig und wacht inzwischen garnicht mehr auf.
28.07.2015 16:59
Danke ! Genau das wollte ich eigentlich nur hören.
Ich denke, dass ich es schon ganz gut unterscheiden kann, wann Madame weint und wann sie nur irgendwo nicht sitzen möchte, denn dann beruhigt sie sich auch von alleine wieder. Ich hatte ziemlichen Bammel dass ich zur Glucke werde, weil ich meine Tochter nicht weinen hören kann. Ihr kennt das ja sicher Schwiegermutter, Mann und die ganzen älteren Fraktionen..
Meine Maus ist ein absolutes Mamakind (wenn man das jetzt schon sagen kann). Und ich habe eigentlich auch immer gedacht dass ich es genießen kann solange wie sie noch zu mir will. Also lasse ich mein Männlein quatschen
Ich denke, dass ich es schon ganz gut unterscheiden kann, wann Madame weint und wann sie nur irgendwo nicht sitzen möchte, denn dann beruhigt sie sich auch von alleine wieder. Ich hatte ziemlichen Bammel dass ich zur Glucke werde, weil ich meine Tochter nicht weinen hören kann. Ihr kennt das ja sicher Schwiegermutter, Mann und die ganzen älteren Fraktionen..
Meine Maus ist ein absolutes Mamakind (wenn man das jetzt schon sagen kann). Und ich habe eigentlich auch immer gedacht dass ich es genießen kann solange wie sie noch zu mir will. Also lasse ich mein Männlein quatschen
06.08.2015 16:19
Von Anfang an. Sobald das Kind anfängt zu krabbeln/robben usw. und überall drangeht. Mit den Worten ''Nein'' fängt die Erziehung an.
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