Mütter- und Schwangerenforum

Babysprache, wie haltet ihr es?

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20.11.2017 15:34
Zitat von Darwin27:

Achso, der Schnuller ist hier bei allen ganz oft der "Nana". Aber das ist mittlerweile eher ein Eigenname geworden.


Hier ist es der Nuckel / Nucki. Dudu ist mein persönlicher Hassbegriff für das Teil, klingt für mich einfach blöd
Elsilein
3316 Beiträge
20.11.2017 16:05
Babysprache gab es hier nie und auch unser enges soziales Umfeld wurde darum gebeten, mit dem Kind “vernünftig“ zu sprechen. Wauwau, heia und ai machen statt Hund, schlafen und streicheln ist nicht kind- oder altersgerecht, sondern schlicht und ergreifend verwirrend und für die Sprachentwicklung kontraproduktiv. Erst die eine Vokabel zu lernen, um ab einem bestimmten Alter eine neue vorgesetzt zu bekommen - das ergibt doch einfach keinen Sinn Und warum sollte “wauwau“ für Kinder leichter sein als “Hund“? Das “wauwau“ ist eine Eigenschaft des Hundes, die Kinder gerne nachahmen. Das heißt aber nicht, dass sie den Begriff “Hund“ nicht kennen.
Ähnliches gilt für die Grammatik. Kurze, strukturierte und korrekte Sätze - und zwar von Anfang an.
Überbegriffe sind wichtig, damit Kinder Kategorien bilden können - Tiere, das sind Hund, Katze, Maus, Löwe, Kuh, Vogel etc.pp.... und wenn das sitzt, kann man von mir aus in Langhaardackel-Neufundländermix, Pinselohrschwein oder Schabrackentapir unterteilen. Bei der Kategorienbildung ist es normal, dass erstmal übergeneralisiert wird - irgendjemand hatte hier das Beispiel Tier mit Fell und 4 Beinen = Hund. Zeugt von einer guten Sprachkompetenz des Kindes, denn es hat verstanden, dass der Begriff “Hund“ ein Tier mit Fell und 4 Beinen bezeichnet Die Feinarbeit kommt dann von ganz alleine

Wenn du gerne mit Wörtern spielst, dann mach das - wenn er sprechen kann und sich in seinem altersgerechten Wortschatz sicher bewegt. Dann kannst du ganz großartig spielerisch die Phonologische Bewusstheit trainieren, indem ihr Anfangs- und Endlaute analysiert, Reimwörter findet oder die Wechstaben verbuchselt!
BigGirl37
2506 Beiträge
20.11.2017 16:26
Das Typische " Dutzi Dutzi" habe ich mir verkniffen. Hört sich ehrlich gesagt auch ziemlich Albern an.
Es gibt zwar Wörter, die nur Familienintern verstanden werden, trotzdem habe ich darauf geachtet, das mein Sohn die richtige Bezeichnung dieser Dinge kennt.
Melly82
1552 Beiträge
20.11.2017 17:21
Zitat von Elsilein:

Babysprache gab es hier nie und auch unser enges soziales Umfeld wurde darum gebeten, mit dem Kind “vernünftig“ zu sprechen. Wauwau, heia und ai machen statt Hund, schlafen und streicheln ist nicht kind- oder altersgerecht, sondern schlicht und ergreifend verwirrend und für die Sprachentwicklung kontraproduktiv. Erst die eine Vokabel zu lernen, um ab einem bestimmten Alter eine neue vorgesetzt zu bekommen - das ergibt doch einfach keinen Sinn Und warum sollte “wauwau“ für Kinder leichter sein als “Hund“? Das “wauwau“ ist eine Eigenschaft des Hundes, die Kinder gerne nachahmen. Das heißt aber nicht, dass sie den Begriff “Hund“ nicht kennen.
Ähnliches gilt für die Grammatik. Kurze, strukturierte und korrekte Sätze - und zwar von Anfang an.
Überbegriffe sind wichtig, damit Kinder Kategorien bilden können - Tiere, das sind Hund, Katze, Maus, Löwe, Kuh, Vogel etc.pp.... und wenn das sitzt, kann man von mir aus in Langhaardackel-Neufundländermix, Pinselohrschwein oder Schabrackentapir unterteilen. Bei der Kategorienbildung ist es normal, dass erstmal übergeneralisiert wird - irgendjemand hatte hier das Beispiel Tier mit Fell und 4 Beinen = Hund. Zeugt von einer guten Sprachkompetenz des Kindes, denn es hat verstanden, dass der Begriff “Hund“ ein Tier mit Fell und 4 Beinen bezeichnet Die Feinarbeit kommt dann von ganz alleine

Wenn du gerne mit Wörtern spielst, dann mach das - wenn er sprechen kann und sich in seinem altersgerechten Wortschatz sicher bewegt. Dann kannst du ganz großartig spielerisch die Phonologische Bewusstheit trainieren, indem ihr Anfangs- und Endlaute analysiert, Reimwörter findet oder die Wechstaben verbuchselt!


In welche Kategorie gehört denn der schabrackentapir?

Ich glaub, dass mit dem Kategoriesieren hab ich falsch rüber gebracht. Das bezog sich eher auf kinder im kiga alter, nicht auf sprechanfänger.

Ich hab es an meiner kleinen Schwester schön beobachten können. Die kam zur welt, als ich 17 war. Die ist mit unseren ganzen verbalverrücktheiten aufgewachsen und hatte deutsch immer als Paradefach. Wurde immer für Ausdruck und kreativität gelobt. Die olle streberin hat in englisch und deutsch einserabi. Meine Mama und ich haben zwar kein einserabi, aber bei uns war es genau so. Da frag ich mich, ob das anerzogen, bzw vorgelebt oder vererbt ist.
Leek
1261 Beiträge
20.11.2017 17:50
Wir haben auch nie die Babysprache gesprochen.
Als die Große dann anfing mit dem Sprechen hat natürlich nicht gesagt "Bona geht schlafen" sondern eben "Bona heia". Wir haben sie nicht korrigiert aber eben auch nicht so mit ihr gesprochen. Bona ist schlafen gegangen.
Wobei, manche Wörter haben wir übernommen. Nicht ständig, aber doch immer mal wieder. Saft ist bei ihr Jaft, das Wort benutze ich manchmal. Ketchup ist Tschtschup, meine Schwester findet das Wort lustig

NiAn
14260 Beiträge
20.11.2017 19:23
Zitat von Melly82:

Zitat von Elsilein:

Babysprache gab es hier nie und auch unser enges soziales Umfeld wurde darum gebeten, mit dem Kind “vernünftig“ zu sprechen. Wauwau, heia und ai machen statt Hund, schlafen und streicheln ist nicht kind- oder altersgerecht, sondern schlicht und ergreifend verwirrend und für die Sprachentwicklung kontraproduktiv. Erst die eine Vokabel zu lernen, um ab einem bestimmten Alter eine neue vorgesetzt zu bekommen - das ergibt doch einfach keinen Sinn Und warum sollte “wauwau“ für Kinder leichter sein als “Hund“? Das “wauwau“ ist eine Eigenschaft des Hundes, die Kinder gerne nachahmen. Das heißt aber nicht, dass sie den Begriff “Hund“ nicht kennen.
Ähnliches gilt für die Grammatik. Kurze, strukturierte und korrekte Sätze - und zwar von Anfang an.
Überbegriffe sind wichtig, damit Kinder Kategorien bilden können - Tiere, das sind Hund, Katze, Maus, Löwe, Kuh, Vogel etc.pp.... und wenn das sitzt, kann man von mir aus in Langhaardackel-Neufundländermix, Pinselohrschwein oder Schabrackentapir unterteilen. Bei der Kategorienbildung ist es normal, dass erstmal übergeneralisiert wird - irgendjemand hatte hier das Beispiel Tier mit Fell und 4 Beinen = Hund. Zeugt von einer guten Sprachkompetenz des Kindes, denn es hat verstanden, dass der Begriff “Hund“ ein Tier mit Fell und 4 Beinen bezeichnet Die Feinarbeit kommt dann von ganz alleine

Wenn du gerne mit Wörtern spielst, dann mach das - wenn er sprechen kann und sich in seinem altersgerechten Wortschatz sicher bewegt. Dann kannst du ganz großartig spielerisch die Phonologische Bewusstheit trainieren, indem ihr Anfangs- und Endlaute analysiert, Reimwörter findet oder die Wechstaben verbuchselt!


In welche Kategorie gehört denn der schabrackentapir?

Ich glaub, dass mit dem Kategoriesieren hab ich falsch rüber gebracht. Das bezog sich eher auf kinder im kiga alter, nicht auf sprechanfänger.

Ich hab es an meiner kleinen Schwester schön beobachten können. Die kam zur welt, als ich 17 war. Die ist mit unseren ganzen verbalverrücktheiten aufgewachsen und hatte deutsch immer als Paradefach. Wurde immer für Ausdruck und kreativität gelobt. Die olle streberin hat in englisch und deutsch einserabi. Meine Mama und ich haben zwar kein einserabi, aber bei uns war es genau so. Da frag ich mich, ob das anerzogen, bzw vorgelebt oder vererbt ist.


Kreativität kann glaube ich nur bedingt anerzogen werden, entweder man hat welche oder eben nicht

Und auch im kigaalter sind es noch sprachanfänger. Meiner ist 3 und sprachlich sehr weit, auf meiner Ebene mit mir diskutieren kann er dennoch nicht
20.11.2017 19:43
Babysprache verwenden wir nicht.

Hund ist Hund, Katze ist Katze, nur bei den Vögeln im Garten sage ich die Art

Mein Sohn sagt dann immer „Nein, Mama das ist ein Vogel“
Dann streiten wir uns darüber ob es nur ein Vogel ist oder eine Kohlmeise

Mein Mann hat irgendwann jedoch mit „Schnütchen“ angefangen. Jetzt ist der Mund das Schnütchen.

Meine Schwester mit über 40 sagt manchmal noch. „Ich bin Lulu machen“
Das finde ich persönlich gruselig.
Melly82
1552 Beiträge
20.11.2017 19:51
Zitat von NiAn:

Zitat von Melly82:

Zitat von Elsilein:

Babysprache gab es hier nie und auch unser enges soziales Umfeld wurde darum gebeten, mit dem Kind “vernünftig“ zu sprechen. Wauwau, heia und ai machen statt Hund, schlafen und streicheln ist nicht kind- oder altersgerecht, sondern schlicht und ergreifend verwirrend und für die Sprachentwicklung kontraproduktiv. Erst die eine Vokabel zu lernen, um ab einem bestimmten Alter eine neue vorgesetzt zu bekommen - das ergibt doch einfach keinen Sinn Und warum sollte “wauwau“ für Kinder leichter sein als “Hund“? Das “wauwau“ ist eine Eigenschaft des Hundes, die Kinder gerne nachahmen. Das heißt aber nicht, dass sie den Begriff “Hund“ nicht kennen.
Ähnliches gilt für die Grammatik. Kurze, strukturierte und korrekte Sätze - und zwar von Anfang an.
Überbegriffe sind wichtig, damit Kinder Kategorien bilden können - Tiere, das sind Hund, Katze, Maus, Löwe, Kuh, Vogel etc.pp.... und wenn das sitzt, kann man von mir aus in Langhaardackel-Neufundländermix, Pinselohrschwein oder Schabrackentapir unterteilen. Bei der Kategorienbildung ist es normal, dass erstmal übergeneralisiert wird - irgendjemand hatte hier das Beispiel Tier mit Fell und 4 Beinen = Hund. Zeugt von einer guten Sprachkompetenz des Kindes, denn es hat verstanden, dass der Begriff “Hund“ ein Tier mit Fell und 4 Beinen bezeichnet Die Feinarbeit kommt dann von ganz alleine

Wenn du gerne mit Wörtern spielst, dann mach das - wenn er sprechen kann und sich in seinem altersgerechten Wortschatz sicher bewegt. Dann kannst du ganz großartig spielerisch die Phonologische Bewusstheit trainieren, indem ihr Anfangs- und Endlaute analysiert, Reimwörter findet oder die Wechstaben verbuchselt!


In welche Kategorie gehört denn der schabrackentapir?

Ich glaub, dass mit dem Kategoriesieren hab ich falsch rüber gebracht. Das bezog sich eher auf kinder im kiga alter, nicht auf sprechanfänger.

Ich hab es an meiner kleinen Schwester schön beobachten können. Die kam zur welt, als ich 17 war. Die ist mit unseren ganzen verbalverrücktheiten aufgewachsen und hatte deutsch immer als Paradefach. Wurde immer für Ausdruck und kreativität gelobt. Die olle streberin hat in englisch und deutsch einserabi. Meine Mama und ich haben zwar kein einserabi, aber bei uns war es genau so. Da frag ich mich, ob das anerzogen, bzw vorgelebt oder vererbt ist.


Kreativität kann glaube ich nur bedingt anerzogen werden, entweder man hat welche oder eben nicht

Und auch im kigaalter sind es noch sprachanfänger. Meiner ist 3 und sprachlich sehr weit, auf meiner Ebene mit mir diskutieren kann er dennoch nicht


Hm, mit drei konnte mein schwester schon ne ganze menge Tiere und pflanzen benennen. Also da ging schon "kastanie" "buche""schäferhund""gänseblümchen"etc....Automark en waren auch mal ne Zeit lang hoch im kurs.
Elsilein
3316 Beiträge
20.11.2017 21:02
Zitat von Melly82:

Zitat von NiAn:

Zitat von Melly82:

Zitat von Elsilein:

Babysprache gab es hier nie und auch unser enges soziales Umfeld wurde darum gebeten, mit dem Kind “vernünftig“ zu sprechen. Wauwau, heia und ai machen statt Hund, schlafen und streicheln ist nicht kind- oder altersgerecht, sondern schlicht und ergreifend verwirrend und für die Sprachentwicklung kontraproduktiv. Erst die eine Vokabel zu lernen, um ab einem bestimmten Alter eine neue vorgesetzt zu bekommen - das ergibt doch einfach keinen Sinn Und warum sollte “wauwau“ für Kinder leichter sein als “Hund“? Das “wauwau“ ist eine Eigenschaft des Hundes, die Kinder gerne nachahmen. Das heißt aber nicht, dass sie den Begriff “Hund“ nicht kennen.
Ähnliches gilt für die Grammatik. Kurze, strukturierte und korrekte Sätze - und zwar von Anfang an.
Überbegriffe sind wichtig, damit Kinder Kategorien bilden können - Tiere, das sind Hund, Katze, Maus, Löwe, Kuh, Vogel etc.pp.... und wenn das sitzt, kann man von mir aus in Langhaardackel-Neufundländermix, Pinselohrschwein oder Schabrackentapir unterteilen. Bei der Kategorienbildung ist es normal, dass erstmal übergeneralisiert wird - irgendjemand hatte hier das Beispiel Tier mit Fell und 4 Beinen = Hund. Zeugt von einer guten Sprachkompetenz des Kindes, denn es hat verstanden, dass der Begriff “Hund“ ein Tier mit Fell und 4 Beinen bezeichnet Die Feinarbeit kommt dann von ganz alleine

Wenn du gerne mit Wörtern spielst, dann mach das - wenn er sprechen kann und sich in seinem altersgerechten Wortschatz sicher bewegt. Dann kannst du ganz großartig spielerisch die Phonologische Bewusstheit trainieren, indem ihr Anfangs- und Endlaute analysiert, Reimwörter findet oder die Wechstaben verbuchselt!


In welche Kategorie gehört denn der schabrackentapir?

Ich glaub, dass mit dem Kategoriesieren hab ich falsch rüber gebracht. Das bezog sich eher auf kinder im kiga alter, nicht auf sprechanfänger.

Ich hab es an meiner kleinen Schwester schön beobachten können. Die kam zur welt, als ich 17 war. Die ist mit unseren ganzen verbalverrücktheiten aufgewachsen und hatte deutsch immer als Paradefach. Wurde immer für Ausdruck und kreativität gelobt. Die olle streberin hat in englisch und deutsch einserabi. Meine Mama und ich haben zwar kein einserabi, aber bei uns war es genau so. Da frag ich mich, ob das anerzogen, bzw vorgelebt oder vererbt ist.


Kreativität kann glaube ich nur bedingt anerzogen werden, entweder man hat welche oder eben nicht

Und auch im kigaalter sind es noch sprachanfänger. Meiner ist 3 und sprachlich sehr weit, auf meiner Ebene mit mir diskutieren kann er dennoch nicht


Hm, mit drei konnte mein schwester schon ne ganze menge Tiere und pflanzen benennen. Also da ging schon "kastanie" "buche""schäferhund""gänseblümchen"etc....Automark en waren auch mal ne Zeit lang hoch im kurs.

Hm, ich denke schon, dass man eine Affinität für Sprache anerziehen oder zumindest fördern kann. Es ist ein riesiger Unterschied, ob mit Kindern aktiv über Erlebnisse im Alltag spricht, Bilderbücher schaut, Kniereime und Wortspiele macht oder ob man sie (Achtung: Extremfall!) vor dem Fernseher und/oder vor der Konsole parkt. Wichtig ist für Kinder eben auch der Bezug zwischen Sprache und Realität. Ein Baum im TV mit der Verknüpfung zum Wort heißt noch nicht, dass das Kind verstanden hat, was denn wirklich ein Baum ist. Einen echten Baum draußen sehen, anfassen, riechen, den Wind in den Blättern hören und über dieses “Erlebnis“ zu sprechen - das sorgt vielmehr für Verknüpfungen zwischen dem Ding und dem Begriff.

Öhm ja, mein Kind sagte wohl mit 2,5 im Kindergarten beim “Bobbycar in die Werkstatt bringen“ spielen bei der Frage, was denn die Reparatur koste “Da muss ich erst einen Kostenvoranschlag machen. (Denkpause.) Jetzt weiß ich's. Zwei Monatsmieten Kaution!“ NEIN, ich konnte den Erzieherinnen NICHT erklären, woher dieses Vokabular stammt
Vor zwei Wochen war er mit mir in der Uni, da haut er im Seminar vor 30 Leuten raus “Wisst ihr, die Dinosaurier, die lebten damals in der Jurazeit auf dem Kontinent Pangea. Der Tyrannosaurus Rex war einer der größten Dinos, aber der Velociraptor, der war der schlauste.“ Er ist jetzt 4,5 (ich glaub, mein Ticker ist stehen geblieben) und manchmal frage ich mich wirklich, ob er selbst verstehen kann, was er so alles von sich gibt.
Kinder sind in den ersten sechs Jahren so auf den Spracherwerb programmiert, wie nie wieder sonst im Leben! Je mehr qualitativer (!) Input in dieser Zeit kommt, desto besser. Und ja, solange man das Interessengebiet des Kindes trifft, kann man ruhig auch mit Unterkategorien á la Schabrackentapir daher kommen. Davon können die Kinder nur profitieren!
Cookie88
24619 Beiträge
20.11.2017 21:03
Wir versuchen Babysprache zu vermeiden. Der Nuni = Schnuller hat sich allerdings durchgesetzt.

Die "Spezifizierung" kam hier va durch Bücher. Mein Großer weiß genau was für ein Bagger oder Feuerwehrwehrauto da steht und kennt dank Papa mittlerweile mehr Werkzeuge als ich mit Namen.

Wir versuchen hochdeutsch zu sprechen ab der Franke kommt beim Großen schon durch.

Lavellen
378 Beiträge
20.11.2017 21:13
Die Schildkröte wird zweisprachig erzogen, da muss man sie nicht noch mit extra Babybegriffen verwirren, die ich persönlich ganz furchtbar finde. Hier gibt es zwar den Nulli (Schnuller), wir machen Pipi und Kacka und bei ihr sind es immer Ärmchen/Beinchen/Füßchen/Bäuchlein, aber ich erwische mich durchaus dabei, ziemlich hochtrabend mit ihr daher zu reden.
Verwirrung wird es genug geben. Hier macht der Esel i-ah, in Italien i-oh. Hier macht die Kuh muuh, in Italien heißt sie Mucca.
Viala
8577 Beiträge
20.11.2017 21:16
Zitat von Melly82:

Zitat von NiAn:

Zitat von Melly82:

Zitat von Elsilein:

Babysprache gab es hier nie und auch unser enges soziales Umfeld wurde darum gebeten, mit dem Kind “vernünftig“ zu sprechen. Wauwau, heia und ai machen statt Hund, schlafen und streicheln ist nicht kind- oder altersgerecht, sondern schlicht und ergreifend verwirrend und für die Sprachentwicklung kontraproduktiv. Erst die eine Vokabel zu lernen, um ab einem bestimmten Alter eine neue vorgesetzt zu bekommen - das ergibt doch einfach keinen Sinn Und warum sollte “wauwau“ für Kinder leichter sein als “Hund“? Das “wauwau“ ist eine Eigenschaft des Hundes, die Kinder gerne nachahmen. Das heißt aber nicht, dass sie den Begriff “Hund“ nicht kennen.
Ähnliches gilt für die Grammatik. Kurze, strukturierte und korrekte Sätze - und zwar von Anfang an.
Überbegriffe sind wichtig, damit Kinder Kategorien bilden können - Tiere, das sind Hund, Katze, Maus, Löwe, Kuh, Vogel etc.pp.... und wenn das sitzt, kann man von mir aus in Langhaardackel-Neufundländermix, Pinselohrschwein oder Schabrackentapir unterteilen. Bei der Kategorienbildung ist es normal, dass erstmal übergeneralisiert wird - irgendjemand hatte hier das Beispiel Tier mit Fell und 4 Beinen = Hund. Zeugt von einer guten Sprachkompetenz des Kindes, denn es hat verstanden, dass der Begriff “Hund“ ein Tier mit Fell und 4 Beinen bezeichnet Die Feinarbeit kommt dann von ganz alleine

Wenn du gerne mit Wörtern spielst, dann mach das - wenn er sprechen kann und sich in seinem altersgerechten Wortschatz sicher bewegt. Dann kannst du ganz großartig spielerisch die Phonologische Bewusstheit trainieren, indem ihr Anfangs- und Endlaute analysiert, Reimwörter findet oder die Wechstaben verbuchselt!


In welche Kategorie gehört denn der schabrackentapir?

Ich glaub, dass mit dem Kategoriesieren hab ich falsch rüber gebracht. Das bezog sich eher auf kinder im kiga alter, nicht auf sprechanfänger.

Ich hab es an meiner kleinen Schwester schön beobachten können. Die kam zur welt, als ich 17 war. Die ist mit unseren ganzen verbalverrücktheiten aufgewachsen und hatte deutsch immer als Paradefach. Wurde immer für Ausdruck und kreativität gelobt. Die olle streberin hat in englisch und deutsch einserabi. Meine Mama und ich haben zwar kein einserabi, aber bei uns war es genau so. Da frag ich mich, ob das anerzogen, bzw vorgelebt oder vererbt ist.


Kreativität kann glaube ich nur bedingt anerzogen werden, entweder man hat welche oder eben nicht

Und auch im kigaalter sind es noch sprachanfänger. Meiner ist 3 und sprachlich sehr weit, auf meiner Ebene mit mir diskutieren kann er dennoch nicht


Hm, mit drei konnte mein schwester schon ne ganze menge Tiere und pflanzen benennen. Also da ging schon "kastanie" "buche""schäferhund""gänseblümchen"etc....Automark en waren auch mal ne Zeit lang hoch im kurs.
kommt ja immer aufs Kind an
Mein großer hat mir da schon ein Schnitzel ans Ohr gelabert und hat jedes Auto mit der passenden Marke benennen können (dennoch noch was ganz anderes als heute... Jetzt kann man schon richtig diskutieren )... Mein mittlerer hat gut ein Jahr versetzt gelernt... Da kann erst vor einiger Zeit das "ich"... Er ist dafür halt kreativer und leidenschaftlicher als sein Bruder
blubba272
3383 Beiträge
20.11.2017 21:19
Zitat von shelyra:

ich hab nie babysprache verwendet. sondern ganz normal mit den kleinen geredet wie ich es auch mit einem erwachsenen machen würde - einzig der satzbau war einfacher und kürzer.

Genauso hand haben wir das auch
Melly82
1552 Beiträge
21.11.2017 08:55
Zitat von Elsilein:

Zitat von Melly82:

Zitat von NiAn:

Zitat von Melly82:

...


Kreativität kann glaube ich nur bedingt anerzogen werden, entweder man hat welche oder eben nicht

Und auch im kigaalter sind es noch sprachanfänger. Meiner ist 3 und sprachlich sehr weit, auf meiner Ebene mit mir diskutieren kann er dennoch nicht


Hm, mit drei konnte mein schwester schon ne ganze menge Tiere und pflanzen benennen. Also da ging schon "kastanie" "buche""schäferhund""gänseblümchen"etc....Automark en waren auch mal ne Zeit lang hoch im kurs.

Hm, ich denke schon, dass man eine Affinität für Sprache anerziehen oder zumindest fördern kann. Es ist ein riesiger Unterschied, ob mit Kindern aktiv über Erlebnisse im Alltag spricht, Bilderbücher schaut, Kniereime und Wortspiele macht oder ob man sie (Achtung: Extremfall!) vor dem Fernseher und/oder vor der Konsole parkt. Wichtig ist für Kinder eben auch der Bezug zwischen Sprache und Realität. Ein Baum im TV mit der Verknüpfung zum Wort heißt noch nicht, dass das Kind verstanden hat, was denn wirklich ein Baum ist. Einen echten Baum draußen sehen, anfassen, riechen, den Wind in den Blättern hören und über dieses “Erlebnis“ zu sprechen - das sorgt vielmehr für Verknüpfungen zwischen dem Ding und dem Begriff.

Öhm ja, mein Kind sagte wohl mit 2,5 im Kindergarten beim “Bobbycar in die Werkstatt bringen“ spielen bei der Frage, was denn die Reparatur koste “Da muss ich erst einen Kostenvoranschlag machen. (Denkpause.) Jetzt weiß ich's. Zwei Monatsmieten Kaution!“ NEIN, ich konnte den Erzieherinnen NICHT erklären, woher dieses Vokabular stammt
Vor zwei Wochen war er mit mir in der Uni, da haut er im Seminar vor 30 Leuten raus “Wisst ihr, die Dinosaurier, die lebten damals in der Jurazeit auf dem Kontinent Pangea. Der Tyrannosaurus Rex war einer der größten Dinos, aber der Velociraptor, der war der schlauste.“ Er ist jetzt 4,5 (ich glaub, mein Ticker ist stehen geblieben) und manchmal frage ich mich wirklich, ob er selbst verstehen kann, was er so alles von sich gibt.
Kinder sind in den ersten sechs Jahren so auf den Spracherwerb programmiert, wie nie wieder sonst im Leben! Je mehr qualitativer (!) Input in dieser Zeit kommt, desto besser. Und ja, solange man das Interessengebiet des Kindes trifft, kann man ruhig auch mit Unterkategorien á la Schabrackentapir daher kommen. Davon können die Kinder nur profitieren!


Also das mit dem bobbycar ist echt geil! Wir haben uns bei meiner Schwester auch oft gefragt, wo sie was aufgeschnappt hat. Als sie ca 4 war, sagte sie in einer Diskussion :"mama, nun leg doch mal ein paar Fakten auf den Tisch!" Meine Mama hat ziemlich verdattert geguckt und ich hab mich schiefgelacht.
Melly82
1552 Beiträge
21.11.2017 08:56
Zitat von Viala:

Zitat von Melly82:

Zitat von NiAn:

Zitat von Melly82:

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Kreativität kann glaube ich nur bedingt anerzogen werden, entweder man hat welche oder eben nicht

Und auch im kigaalter sind es noch sprachanfänger. Meiner ist 3 und sprachlich sehr weit, auf meiner Ebene mit mir diskutieren kann er dennoch nicht


Hm, mit drei konnte mein schwester schon ne ganze menge Tiere und pflanzen benennen. Also da ging schon "kastanie" "buche""schäferhund""gänseblümchen"etc....Automark en waren auch mal ne Zeit lang hoch im kurs.
kommt ja immer aufs Kind an
Mein großer hat mir da schon ein Schnitzel ans Ohr gelabert und hat jedes Auto mit der passenden Marke benennen können (dennoch noch was ganz anderes als heute... Jetzt kann man schon richtig diskutieren )... Mein mittlerer hat gut ein Jahr versetzt gelernt... Da kann erst vor einiger Zeit das "ich"... Er ist dafür halt kreativer und leidenschaftlicher als sein Bruder


Mal gucken, ob mein Sohn nach mir kommt, dann laben er wahrscheinlich ununterbrochen, oder ob er nach dem papa kommt, dann muss man ihm jedes Wort aus der Nase ziehen.
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