Mütter- und Schwangerenforum

Fehlende Muttergefühle

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01.04.2013 23:02
Zitat von MyGirls:

Ich trau mich nicht mir Hilfe zu holen, meine Familie würde sich nur über mich lustig machen und sagen das ich Übertreibe. Ich würde nur dumme Sprüche ernten und davor hab ich echt angst, das es keiner ernst nimmt und mich runter macht.

Ein Therapeut würde Dich nicht auslachen ... und auf den Rest ... ich weiß, es ist leicht "kann doch einem egal sein" ... aber Du leidest ... die anderen nicht ... von daher können sie das gar nicht einschätzen und sollten Dich unterstützen ... und letztendlich: sie müssen es doch gar nicht wissen ...
01.04.2013 23:20
Zitat von Jaden:

Nein, also ich kenne sowas def. nicht, und kann sowas auch nicht verstehen, sorry!

Ich meine, du hast dich so auf ihn gefreut, konntest dich 9 Monate lang drauf vorbereiten und dann denkst du nach nur 3 Wochen, wie schön das wäre, wenn er nicht da wäre? (So klang das für mich)!!!

Darf ich fragen wie alt du bist?

Ich kann es nicht nachvolltiehen, habe aber leider schon öfters gehört, das sowas vorkommen soll. Meistens legt sich das aber nach ein paar Wochen, oder direkt nach der Geburt schon.

Vielleicht bist du überfordert, oder dir fehlt etwas seitdem er da ist? Sodass du das auf ihn projezierst?

Ich habe keine Erklärung dafür, meine Muttergefühle waren bereits in den Schwangerschaften vorhanden und waren noch intensiver als die Mäuse dann da waren. Die Liebe die ich empfend als ich sie das erstemal auf den Armen hielt, war unbeschreiblich stark - sollte das nicht bei jeder Mami so sein?


du redest von dir!!!!!
aber es geht genügend müttern so die ihre gefühle aufbauen müssen!!! jede psyche ist anders... deswegen kann ich deine aussage nicht verstehen... klar du kannst es nicht nachvollziehen weil du nicht in dieser psychischen verfassung der frau steckst!!!
da braucht man sie nicht gleich fertig machen. sie schreibt hier total verzweifelt weil ihr das alles nicht egal zu sein scheint und braucht rat usw und du ranzt sie von der seite an!
manche hier haben echt kein benehmen seh es jeden tag wie so aufgeblasene weiber wie du IHRE meinung vertreten und nichts anderes akzeptieren!!!

egal was vorgefallen ist... solche frauen darf man nicht verurteilen, weil sie keine unmenschen sind!!

Britta
25259 Beiträge
02.04.2013 02:50
Zitat von MyGirls:

Ich trau mich nicht mir Hilfe zu holen, meine Familie würde sich nur über mich lustig machen und sagen das ich Übertreibe. Ich würde nur dumme Sprüche ernten und davor hab ich echt angst, das es keiner ernst nimmt und mich runter macht.

Ich verstehe dich. Ich habe damals mit meiner Schwester drueber gesprochen und ihr gesagt, das ich Medikamente bekomme. Sie meinte nur "Meinst du nicht, das das mit Kanonenkugeln auf Spatzen schiessen ist?" Nachdem ich dir dann erzaehlt habe, was wirklich los ist und wie ich mich fuehle und wie es mir geht, konnte sie es etwas nachvollziehen. Sie hatte dann noch mit einem Arbeitskollegen drueber gesprochen und der er erzaehlte ihr, was mit seiner Frau los war (sie hatte die PND nicht behandeln lassen, erst nach 13 Jahren!) und erst dann konnte sie wirklich verstehen, wie es mir ging. Klar ist es schwer, sich soetwas ein zu gestehen, vor allem, wenn es beim ersten Kind ist und man es "nicht anders" kennt. Bitte hole dir Hilfe. Sprich eventuell mit deinem Hausarzt, wenn dein FA dir nicht zuhoert.
Ich waere auch nie im Leben alleine los gegangen, nur meine Public Health Nurse draengte mich und sagte auch meinem Mann bescheid, um sicher zu gehen, dass ich los gehe.
Nira0912
17068 Beiträge
02.04.2013 09:30
Zitat von MyGirls:

Ich trau mich nicht mir Hilfe zu holen, meine Familie würde sich nur über mich lustig machen und sagen das ich Übertreibe. Ich würde nur dumme Sprüche ernten und davor hab ich echt angst, das es keiner ernst nimmt und mich runter macht.


Die Angst hatte ich auch. Ich hatte nur mit meinem Mann darüber gesprochen. Als er dann sagte, dass er mit seinen Eltern redet, damit sie den Kleinen öfter nehmen, wollte ich unbedingt, dass er nicht sagt warum. Ich hab mich geschämt und hatte Angst vor negativen Reaktionen. Am Ende haben sie es doch gewusst und trotzdem Hilfe angeboten. Auch wenn ich mir oft blöd vorkam, aber das vergeht. Mit jedem Tag und neuer Hilfe wird es vergehen, weil es dir dann auch besser geht. Ich hab meinen Kleinen letzten Sommer sehr oft abgegeben. Ich bin dann mit meiner 'Tochter los und habe mit ihr was schönes gemacht. Auch heute nehme ich noch Hilfe an. Damals musste ich weg. Ich konnte nicht in der Nähe von meinem Kleinen sein. Heute bleib ich bei Oma und Opa und mittlerweile reicht mir nur die Gesellschaft mit ab und zu mal Baby abnehmen. Aber so ganz ohne Gesellschaft ist noch schwer. Ich kann auch nicht zuhause sitzen. Ich weiss nicht ob es dir auch so geht? Ich fühl mich meinem Sohn dann so ausgeliefert... Mehrere Stunden mit ihm in einem Raum fallen mir noch schwer, aber es wird nach und nach besser. Es kommen immer nur kleine Stücke. Man muss geduldig sein, aber es fällt schwer. Ich hab z.b. immer die fremde Person in mir gesehen und an manchen Tagen wollte ich die Person einfach aus mir rausreissen.... Manchmal kam ich mir fremd vor. Ich dachte dann: "Du sitzt nicht hier. Das bist nicht du." Das ist so furchtbar, weil man weiss das etwas nicht stimmt und nichts daran ändern kann...

Ich hoffe ich konnte dir etwas Mut machen. Wenn du reden willst, kannst du mir auch eine PN schreiben. Schäm dich nicht deiner Familie gegenüber und denk immer daran, dass Hilfe holen keine Schwäche ist. Das ist Stärke und das ist das Feuer in dir was die dunkle Seite auf Dauer auslöschen wird

Bri_na
22117 Beiträge
02.04.2013 09:39
Zitat von Mama85:

Zitat von MyGirls:

Ich trau mich nicht mir Hilfe zu holen, meine Familie würde sich nur über mich lustig machen und sagen das ich Übertreibe. Ich würde nur dumme Sprüche ernten und davor hab ich echt angst, das es keiner ernst nimmt und mich runter macht.


Die Angst hatte ich auch. Ich hatte nur mit meinem Mann darüber gesprochen. Als er dann sagte, dass er mit seinen Eltern redet, damit sie den Kleinen öfter nehmen, wollte ich unbedingt, dass er nicht sagt warum. Ich hab mich geschämt und hatte Angst vor negativen Reaktionen. Am Ende haben sie es doch gewusst und trotzdem Hilfe angeboten. Auch wenn ich mir oft blöd vorkam, aber das vergeht. Mit jedem Tag und neuer Hilfe wird es vergehen, weil es dir dann auch besser geht. Ich hab meinen Kleinen letzten Sommer sehr oft abgegeben. Ich bin dann mit meiner 'Tochter los und habe mit ihr was schönes gemacht. Auch heute nehme ich noch Hilfe an. Damals musste ich weg. Ich konnte nicht in der Nähe von meinem Kleinen sein. Heute bleib ich bei Oma und Opa und mittlerweile reicht mir nur die Gesellschaft mit ab und zu mal Baby abnehmen. Aber so ganz ohne Gesellschaft ist noch schwer. Ich kann auch nicht zuhause sitzen. Ich weiss nicht ob es dir auch so geht? Ich fühl mich meinem Sohn dann so ausgeliefert... Mehrere Stunden mit ihm in einem Raum fallen mir noch schwer, aber es wird nach und nach besser. Es kommen immer nur kleine Stücke. Man muss geduldig sein, aber es fällt schwer. Ich hab z.b. immer die fremde Person in mir gesehen und an manchen Tagen wollte ich die Person einfach aus mir rausreissen.... Manchmal kam ich mir fremd vor. Ich dachte dann: "Du sitzt nicht hier. Das bist nicht du." Das ist so furchtbar, weil man weiss das etwas nicht stimmt und nichts daran ändern kann...

Ich hoffe ich konnte dir etwas Mut machen. Wenn du reden willst, kannst du mir auch eine PN schreiben. Schäm dich nicht deiner Familie gegenüber und denk immer daran, dass Hilfe holen keine Schwäche ist. Das ist Stärke und das ist das Feuer in dir was die dunkle Seite auf Dauer auslöschen wird

Ich wünschte ich könnte auch so von meiner Familie reden. Die sind zwar echt lieb also meine Eltern aber wenn es darum geht dann kommt dann sowas wie stell dich nicht so an, du bist Mutter also verhalte dich auch so und hör auf mit den Quatsch.
02.04.2013 09:47
Zitat von MyGirls:

Zitat von Mama85:

Zitat von MyGirls:

Ich trau mich nicht mir Hilfe zu holen, meine Familie würde sich nur über mich lustig machen und sagen das ich Übertreibe. Ich würde nur dumme Sprüche ernten und davor hab ich echt angst, das es keiner ernst nimmt und mich runter macht.


Die Angst hatte ich auch. Ich hatte nur mit meinem Mann darüber gesprochen. Als er dann sagte, dass er mit seinen Eltern redet, damit sie den Kleinen öfter nehmen, wollte ich unbedingt, dass er nicht sagt warum. Ich hab mich geschämt und hatte Angst vor negativen Reaktionen. Am Ende haben sie es doch gewusst und trotzdem Hilfe angeboten. Auch wenn ich mir oft blöd vorkam, aber das vergeht. Mit jedem Tag und neuer Hilfe wird es vergehen, weil es dir dann auch besser geht. Ich hab meinen Kleinen letzten Sommer sehr oft abgegeben. Ich bin dann mit meiner 'Tochter los und habe mit ihr was schönes gemacht. Auch heute nehme ich noch Hilfe an. Damals musste ich weg. Ich konnte nicht in der Nähe von meinem Kleinen sein. Heute bleib ich bei Oma und Opa und mittlerweile reicht mir nur die Gesellschaft mit ab und zu mal Baby abnehmen. Aber so ganz ohne Gesellschaft ist noch schwer. Ich kann auch nicht zuhause sitzen. Ich weiss nicht ob es dir auch so geht? Ich fühl mich meinem Sohn dann so ausgeliefert... Mehrere Stunden mit ihm in einem Raum fallen mir noch schwer, aber es wird nach und nach besser. Es kommen immer nur kleine Stücke. Man muss geduldig sein, aber es fällt schwer. Ich hab z.b. immer die fremde Person in mir gesehen und an manchen Tagen wollte ich die Person einfach aus mir rausreissen.... Manchmal kam ich mir fremd vor. Ich dachte dann: "Du sitzt nicht hier. Das bist nicht du." Das ist so furchtbar, weil man weiss das etwas nicht stimmt und nichts daran ändern kann...

Ich hoffe ich konnte dir etwas Mut machen. Wenn du reden willst, kannst du mir auch eine PN schreiben. Schäm dich nicht deiner Familie gegenüber und denk immer daran, dass Hilfe holen keine Schwäche ist. Das ist Stärke und das ist das Feuer in dir was die dunkle Seite auf Dauer auslöschen wird

Ich wünschte ich könnte auch so von meiner Familie reden. Die sind zwar echt lieb also meine Eltern aber wenn es darum geht dann kommt dann sowas wie stell dich nicht so an, du bist Mutter also verhalte dich auch so und hör auf mit den Quatsch.

das wird Dir egal sein, wenn Du merkst, daß Dir die Hilfe auch hilft ... Ich glaube, jede Person, die in Therapie geht, kämpft am Anfang "ist das wirklich nötig", "was sagen die anderen" ... und so weiter ... wenn man merkt, daß es einem damit aber besser geht, dann ist es egal, was die anderen sagen. Man ist einfach nur froh, daß es bergauf geht ... und wie gesagt: du mußt es doch niemanden erzählen.
Bri_na
22117 Beiträge
02.04.2013 09:55
Wie läuft das ab mit der Therapie? Wie bekomme ich sowas?
02.04.2013 09:59
@jaden: Außenstehende wie du können es auch nicht verstehen ich habe erst nach 1 1/2 Jahren gemerkt das was nicht stimmt, vorher hab ich es mir selbst nicht eingestehen wollen. Mittlerweile und dank Hilfe ist es besser geworden. Sei froh das du keine Wochenbettdepression hast es ist alles andere als schön.
melli24
3260 Beiträge
02.04.2013 10:07
Zitat von Chelsea.:

Zitat von Jaden:

Nein, also ich kenne sowas def. nicht, und kann sowas auch nicht verstehen, sorry!

Ich meine, du hast dich so auf ihn gefreut, konntest dich 9 Monate lang drauf vorbereiten und dann denkst du nach nur 3 Wochen, wie schön das wäre, wenn er nicht da wäre? (So klang das für mich)!!!

Darf ich fragen wie alt du bist?

Ich kann es nicht nachvolltiehen, habe aber leider schon öfters gehört, das sowas vorkommen soll. Meistens legt sich das aber nach ein paar Wochen, oder direkt nach der Geburt schon.

Vielleicht bist du überfordert, oder dir fehlt etwas seitdem er da ist? Sodass du das auf ihn projezierst?

Ich habe keine Erklärung dafür, meine Muttergefühle waren bereits in den Schwangerschaften vorhanden und waren noch intensiver als die Mäuse dann da waren. Die Liebe die ich empfend als ich sie das erstemal auf den Armen hielt, war unbeschreiblich stark - sollte das nicht bei jeder Mami so sein?


du redest von dir!!!!!
aber es geht genügend müttern so die ihre gefühle aufbauen müssen!!! jede psyche ist anders... deswegen kann ich deine aussage nicht verstehen... klar du kannst es nicht nachvollziehen weil du nicht in dieser psychischen verfassung der frau steckst!!!
da braucht man sie nicht gleich fertig machen. sie schreibt hier total verzweifelt weil ihr das alles nicht egal zu sein scheint und braucht rat usw und du ranzt sie von der seite an!
manche hier haben echt kein benehmen seh es jeden tag wie so aufgeblasene weiber wie du IHRE meinung vertreten und nichts anderes akzeptieren!!!

egal was vorgefallen ist... solche frauen darf man nicht verurteilen, weil sie keine unmenschen sind!!



02.04.2013 10:10
Zitat von MyGirls:

Wie läuft das ab mit der Therapie? Wie bekomme ich sowas?

Du rufst bei nem therapeuten an, erklärst was los ist und fragst, ob ein Platz frei ist (wenn Du bei ner gesetzlichen Krankenkasse bist, brauchst Du einen mit entsprechender Zulassung). dann hast Du 5 probatorische Sitzungen. Die sind dafür da, daß Ihr Euch kennenlernen könnt. Der Therapeut mitbekommt, was los ist und entsprechend ne Diagnose stellen kann, um dann ein Stundenkontingent zu beantragen. Und für Dich sind die 5 Stunden, um zu schauen, ob es für Dich paßt. Wenn nicht, kannst Du zum nächsten Therapeuten und hast wieder diese 5 Sitzungen.

Wie ne Therapie läuft ist sicherlich abhängig vom "Krankheitsbild", aber auch von der Ausrichtung des Therapeuten, dessen Präferenzen, aber eben auch von Dir.
02.04.2013 14:15
Zitat von MyGirls:

Ich trau mich nicht mir Hilfe zu holen, meine Familie würde sich nur über mich lustig machen und sagen das ich Übertreibe. Ich würde nur dumme Sprüche ernten und davor hab ich echt angst, das es keiner ernst nimmt und mich runter macht.


muss deine familie nicht wissen. hauptsache euch geht es danach gut.
Anonym 148054
12 Beiträge
02.04.2013 17:07
Hallo zusammen,

Vielen dank für eure ganzen einträge. Ich hatte nicht gedacht dass es einigen so geht wie mir.

Bin heute den ersten Tag allein mit dem Zwerg und ich muss echt sagen dass es ein schöner Tag war. Habe viel mit ihm gekuschelt und auch gerade schläft er wieder auf meinem arm. Es fühlt sich gut an

Liebe Grüße
Sefy22
3 Beiträge
22.01.2015 15:29
Hallo alle zusammen. Ich weiß das dieser Thread schon seit zwei Jahren still ist, aber mir ist es mittlerweile wichtig Frauen zu finden denen es genauso geht wie mir.

Erst mal zu mir: Ich bin 23 Jahre alt und bekam meine Tochter mit 21, sie ist jetzt 2 1/2 Jahre alt. Ich habe mich nicht wirklich auf die Schwangerschaft gefreut da mein Mann abstand von mir gehalten hat weil er einfach unsicher war, was sich dann auf mich übertragen hatte. Als es aber soweit war und das Kind auf der Welt war wusste ich nicht so recht was ich damit anfangen sollte. Im Krankenhaus habe ich auch keine Hilfe von den Hebamen gehabt. Gegenteil sie haben mir falsch gezeigt wie ich mein Kind anlegen sollte. Es hat zwei Wochen gedauert da waren mein Brustwarzen total entzündet und ich musste mit dem Stillen aufhören. Mein Mann muss zwei Tage nach der entbindung wieder arbeiten. So war ich den ganzen Tag auf mich gestellt. Ich füllte mich alleine und von jedem im stich gelassen. Dazu kamen dann immer die berühmten "du musst das so machen" und "so ist das falsch" ratschläge von meiner Mutter und meiner Schwester. Das problem an der sache war das ich selbst nach 2 Monaten nicht mit dem Kind anfangen konnte. Ich habe mich zwar um sie gekümmert aber ich konnte nicht mit ihr schmusen, ich hatte für dieses Kind keinerlei gefühle. Als meine Familie nach einem halben Jahr merkte das was nicht stimmt bei mir fing der ganze stress erst richtig an. Dauernd wurde mir gesagt was ich falsch mache und das ich mich zusammenreißen solle wegen dem Kind. Mein Mann war der einzige der mir etwas geholfen hatte. Wenn er von der Arbeit nach Hause kam hat er sich um das Kind gekümmert. Immer wieder hatte ich angst was falsch zu machen oder dem Kind weh zu tun. Ich konnte einfach nicht mehr und oft genug habe ich dran gedacht wiie schön es währe wenn ich kein Kind hätte, genauso wie ich auch öfters dran gedacht habe alles einfach zu beenden.

Naja was soll ich sagen, jetzt sind zweieinhalb Jahre vergangen und nicht n´hat sich zum guten gewendet, leider. Ich habe Tage an denen ich einfach nur noch heulen möchte. Keiner versteht mich, ich verstehe mich ja selber nicht. leider habe ich Momente in den mir eine Sicherung durchknallt und ich dann das Kind anschreie. Ich weiß das es falsch ist aber in den Augenblick passiert es einfach so. Hinterher hasse ich mich immer dafür und ich fühle mich echt schuldig eine sehr schlechte Mutter zu sein. Ich habe immer noch keinerlei Gefühle für das Kind, es gibt sehr oft Zeiten in dem ich sie einfach nur Hasse.

Ich traue mich nicht mit anderen drüber zu reden, weil ich dann in den Augen anderer eine schlechte Mutter bin. Ich bin mit meinem Leben einfach nur noch unglücklich. Ich habe schon einmal mit meinem FA drüber geredet und der meinte das ich zum Psychologen sollte. Ich habe mich aber nie getraut da hin zu gehen. Weil ich angst habe einfach nur abgestempelt zu werden. Und immer noch traue ich mich nicht dahin, weil ich einfach zu feige bin!!
22.01.2015 17:20
Ich hatte bei meiner Großen dieselben Probleme. Keine Bindung und Wochenbettdepri. Bin zum Psychologen und mir geht's besser. Du brauchst dich dabei nicht abgestempelt fühlen und du bist keine schlechte Mutter Psychologen hören dir zu du musst dich wohl fühlen. Das war mein Kriterium meiner Psychologin. Es war super und ich habe mich wohl bei ihr gefühlt. Du schaffst das
Mel-Ann
5658 Beiträge
22.01.2015 17:25
Babyblues hört ganz von alleine auf. Eine Wochenbettdepression leider oft nicht. Ich habe eine sehr gute Freundin, die das über Jahre verschleppt hat und bei der sich das nach einiger Zeit scheinbarer Besserung in eine unglaublich heftige Depression mit Neurosen, Psychosen und Suizidversuchen entwickelt hat. Sie hat so lange versucht, irgendwie alleine klar zu kommen und es vor allen versteckt, wie schlecht es ihr ging, bis wirklich alles zu spät war.
Ich finde, da muss man dringend Hilfe suchen! So zeitig es nur geht. Es ist eine Krankheit, und die muss behandelt werden. Bei Krebs oder einem Schlaganfall würde ja auch niemand sagen, ich schäme mich so, dass ich krank bin, dass ich es lieber niemandem sage. Und Depressionen beschränken die Lebensqualität mindestens so massiv wie andere schwere Krankheiten. Das ist doch kein Leben.
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