Miko und Flocke entdecken die Welt
07.06.2009 19:00
Hallo wie geht es euch? Wann kommt Nachschub (voll ungeduldig
03.07.2009 13:20
Weil ich heute Geburtstag habe und weil mein Mikohase gerade schläft, habe ich mal wieder Zeit, meine Dateien zu durchforsten...
einmal nachschub aus Mikos Tagebuch
[quote=]Wer braucht schon Weihnachten...
.... du zumindest nicht. Noch nicht. Heilig Abend und der ganze Heckmeck drumherum interessiert dich dieses Jahr so ganz und gar nicht. Für dich ist ein Tag wie jeder andere, mit der Ausnahme, dass Papa nich arbeiten muss und wir ausgiebig alle drei morgens im Bett kuscheln und mit dir um die Wette grinsen. Es ist so schön, wie die du dich freust. Wenn man dich unter der Fußsohle kitzelt grinst du, wenn man dir den Schnuller aus dem Mund zieht, grinst du, wenn man sich hinter der Bettdecke versteckt und plötzlich wieder auftaucht, grinst du und so weiter. Irgendwann schälen wir uns aus den Decken und machen uns hübsch. Deine Eltern verpacken die letzten Präsente und du liegst nicht mehr ganz so glücklich auf deiner Krabbeldecke. Bauchweh hast du. Und warum? Weil du seit Tagen stündlich an die Brust willst und nach Milch verlangst. Für mich ein sicheres Zeichen eines Wachstumsschubs, für dich der Anfang von fiesen Bauchkrämpfen und Pupsen die lauter sind, als die eines Erwachsenen. Aber so ist das, dein Körper muss hart arbeiten um das Dauerangebot an Muttermilch zu verdauen und meiner muss hart arbeiten, um deinem Hunger überhaupt gerecht zu werden.
Oh Tannebaum...
Bei deiner Oma und deinem Opa ist es trotz der mittäglichen Stunde ( wir haben die Bescherung einfach auf die Mittagszeit verschoben) sehr weihnachtliche Stimmung. Bei Kartoffelsalat und Würstchen wird sich sehr nett unterhalten, danach gibt es Sekt und Schokoladenweihnachtsmänner. Deine Mama kann es einfach nicht lassen und so lässt ein Milkaweihnachtsmann nach dem anderen sein Leben. Dann ist Bescherung. Du bekommst ein Reisebett, eine Krabbelrolle, Pflegeprodukte, ein Schnuffeltuch und noch viel mehr vom Christkind. Doch das alles tangiert dich überhaupt nicht, du bist weinerlich und sitzt mit großen, tränengefüllten Kulleraugen bei Papa auf dem Schoss. Es wird zeit, dass wir nach Hause fahren. Die ganz Rückfahrt brüllst du, oder eher gesagt an jeder roten Ampel und davon gibt es nicht gerade wenig in Rotenburg. Ob das in Grünenburg anders wäre? Nichts genaues weiß man nicht, nur soviel, dass dir ein fahrendes Auto lieber ist, als ein stehendes.
In der Heimat angekommen, füttert dich die Mama erstmal und du machst ein kleines Nickerchen. Zeit, um die Kaffeetafel, für den anderen Teil der Familie zu decken. Stiefopa und Oma haben sich angekündigt. Pünktlich als sie erscheinen bist du wach und mit einem Kirschkernkissen auf dem doofen Bauch, sieht deine kleine Weihnachtswelt schon etwas versöhnlicher aus. Du bekommst wieder Geschenke. Einen schönen Kapuzenpulli und ne Jogginghose. Hach herrlich und dir ist das alles so wunderbar egal. Von uns bekommst du dieses Jahr nur eine Kleinigkeit. Eine Teddyschnuffeltuch, welches du gleich in dein kleines Kinderherz schließt. Wir nennen ihn warum auch immer Hotschepotsche (Typisch dein Papa) und er ist von nun an dein kleiner Kumpel, der nachts im Bett auf dich aufpasst. Die Mama bekommt einen neuen Ehering, da sie ja den alten in der Schwangerschaft abkneifen lassen musste. Der Papa bekommt CDs, DVDs und etwas zum Anziehen. Alle sind sie zufrieden und erst recht du, als die Mama dich abends noch eine Runde durchs Dorf schiebt.
Erinnerungen
Ein verdammt aufregendes Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Ich habe dich unter meinem Herzen getragen, habe dich geboren und nun bist du schon fast vier Monate alt. Die Zeit rast nur so an mir vorbei und ich denke lachend an das letzte Silvesterfest, welches ich ziemlich betrunken verlebt habe. Es fing damit an dass mir eine ziemlich spirituell angehauchte Freundin meiner besten Freundin weiß machen wollte, dass ich in einem Jahr Mutter sein werd und endete kurz vor drei Uhr morgens damit, das sich beim Bleigießen einen Storch goss. Da dachte ich noch an Zufälle, schliesslich versuchten Andreas und ich nun schon 14 Monate ein Kind zu zeugen und es hatte bis dato einfach nicht klappen wollen. Und jetzt? Jetzt sitze ich hier und habe dich, meinen kleinen Schatz. Es waren keine Zufälle, es waren Vorboten des Schicksals.
Zwischen den Jahren
Es ist der letzte Sonntag im Jahr und wir haben unsere Freunde eingeladen. Ich koche beschwipstes Huhn und einen leckeren Nachtisch. Ja ich hatte auch einen Vorspeisensalat gemacht, aber meine Stilldemenz lässt mich ja 98% der Dinge, die ich tue innerhalb von Sekunden vergessen. Werde quasi stündlich von einer unbekannten Macht geblitztdingst. Der tolle Salat verfriert auf der Terrasse. Macht aber nix, hab ich wenigstens was, was ich zum Abendbrot essen kann. Nachdem Essen wird der kleine Mikomann munter und will bespasst werden. Ich füttere ihn und trage ihn dann im Marsupi umher. Miko ist nörgelig und sucht den direkten Körperkontakt zu mir. Auch gut. Ich hab das kleinste Problem damit. Ich liebe es meinen kleinen Schatz durch die Gegend zu tragen und auf das anschließende Wii- Spiel habe ich eh keine Lust. Ich bin einfach nicht in der Lage Computerspiele zu spielen. Mein Hirn- Bewegungskoordination ist da total gestört. Ich kann einfach nicht auf nem Wiiboard stehen und so tun, als ob ich Ski springe. Irgendwie kommen fehlerhafte Informationen oben in meinem Oberstübchen an. Ich mache mich bei so was immer lächerlich, also verzichte ich dankend. Bin halt doch ne typische Leseratte. Sitze zwar auch sofern es meine Zeit erlaubt vorm Laptop, aber ich lese mich durchs Netz. Spielen kommt für mich einfach nicht in Frage. Ich steh dann doch lieber auf das klassische Malefiz... Lach, Kicher, grins. Miko ist heute nicht von geduldiger Natur er fordert immer lauter nach der seiner Meinung nach ihm zustehenden Aufmerksamkeit. Okay, warm eingepackt und ab in den Kinderwagen. Raus vor die Tür, ein mal das Hirn durchlüften.
Dinner for one...
neee Dinner for three. Dieses Jahr wird nicht gefeiert. Miko liegt im Schlafsack auf dem Sofa und träumt von lieblichen Schnuffeltüchern, während wir Raclette machen. Wir lassen es uns richtig gut gehen, schmausen wie die Könige und schauen etwas fern. Irgendwann gähnen wir lauter, als Stefan Raab singt und beschließen müde ins Bett zugehen. Erst zehn nach zwölf werden wir wach. Silvesterböller sind auch nicht mehr das was sie mal waren. Irgendwie hat man das Gefühl man befindet sich im Krieg. Die Detonationen sind tierisch laut. Ich stehe senkrecht im Bett. Wo ist das Gute Zisch, Peng und Puff geblieben? Diese Mini- Bomben mit 100 Schuss sind mir Suspekt. Nein, ich mag sie einfach nicht. Böllern ist doof. Brot statt Böller. Dafür das alle jammern, kein Geld zu haben, sahen am nächsten Tag die Straßen und Gehwege verheerend aus. Ich will nicht wissen, wie viel Millionen Euro am dunklen Himmel explodiert sind.[/quote]
Weihnachten 2008
einmal nachschub aus Mikos Tagebuch [quote=]Wer braucht schon Weihnachten...
.... du zumindest nicht. Noch nicht. Heilig Abend und der ganze Heckmeck drumherum interessiert dich dieses Jahr so ganz und gar nicht. Für dich ist ein Tag wie jeder andere, mit der Ausnahme, dass Papa nich arbeiten muss und wir ausgiebig alle drei morgens im Bett kuscheln und mit dir um die Wette grinsen. Es ist so schön, wie die du dich freust. Wenn man dich unter der Fußsohle kitzelt grinst du, wenn man dir den Schnuller aus dem Mund zieht, grinst du, wenn man sich hinter der Bettdecke versteckt und plötzlich wieder auftaucht, grinst du und so weiter. Irgendwann schälen wir uns aus den Decken und machen uns hübsch. Deine Eltern verpacken die letzten Präsente und du liegst nicht mehr ganz so glücklich auf deiner Krabbeldecke. Bauchweh hast du. Und warum? Weil du seit Tagen stündlich an die Brust willst und nach Milch verlangst. Für mich ein sicheres Zeichen eines Wachstumsschubs, für dich der Anfang von fiesen Bauchkrämpfen und Pupsen die lauter sind, als die eines Erwachsenen. Aber so ist das, dein Körper muss hart arbeiten um das Dauerangebot an Muttermilch zu verdauen und meiner muss hart arbeiten, um deinem Hunger überhaupt gerecht zu werden.
Oh Tannebaum...
Bei deiner Oma und deinem Opa ist es trotz der mittäglichen Stunde ( wir haben die Bescherung einfach auf die Mittagszeit verschoben) sehr weihnachtliche Stimmung. Bei Kartoffelsalat und Würstchen wird sich sehr nett unterhalten, danach gibt es Sekt und Schokoladenweihnachtsmänner. Deine Mama kann es einfach nicht lassen und so lässt ein Milkaweihnachtsmann nach dem anderen sein Leben. Dann ist Bescherung. Du bekommst ein Reisebett, eine Krabbelrolle, Pflegeprodukte, ein Schnuffeltuch und noch viel mehr vom Christkind. Doch das alles tangiert dich überhaupt nicht, du bist weinerlich und sitzt mit großen, tränengefüllten Kulleraugen bei Papa auf dem Schoss. Es wird zeit, dass wir nach Hause fahren. Die ganz Rückfahrt brüllst du, oder eher gesagt an jeder roten Ampel und davon gibt es nicht gerade wenig in Rotenburg. Ob das in Grünenburg anders wäre? Nichts genaues weiß man nicht, nur soviel, dass dir ein fahrendes Auto lieber ist, als ein stehendes.
In der Heimat angekommen, füttert dich die Mama erstmal und du machst ein kleines Nickerchen. Zeit, um die Kaffeetafel, für den anderen Teil der Familie zu decken. Stiefopa und Oma haben sich angekündigt. Pünktlich als sie erscheinen bist du wach und mit einem Kirschkernkissen auf dem doofen Bauch, sieht deine kleine Weihnachtswelt schon etwas versöhnlicher aus. Du bekommst wieder Geschenke. Einen schönen Kapuzenpulli und ne Jogginghose. Hach herrlich und dir ist das alles so wunderbar egal. Von uns bekommst du dieses Jahr nur eine Kleinigkeit. Eine Teddyschnuffeltuch, welches du gleich in dein kleines Kinderherz schließt. Wir nennen ihn warum auch immer Hotschepotsche (Typisch dein Papa) und er ist von nun an dein kleiner Kumpel, der nachts im Bett auf dich aufpasst. Die Mama bekommt einen neuen Ehering, da sie ja den alten in der Schwangerschaft abkneifen lassen musste. Der Papa bekommt CDs, DVDs und etwas zum Anziehen. Alle sind sie zufrieden und erst recht du, als die Mama dich abends noch eine Runde durchs Dorf schiebt.
Erinnerungen
Ein verdammt aufregendes Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Ich habe dich unter meinem Herzen getragen, habe dich geboren und nun bist du schon fast vier Monate alt. Die Zeit rast nur so an mir vorbei und ich denke lachend an das letzte Silvesterfest, welches ich ziemlich betrunken verlebt habe. Es fing damit an dass mir eine ziemlich spirituell angehauchte Freundin meiner besten Freundin weiß machen wollte, dass ich in einem Jahr Mutter sein werd und endete kurz vor drei Uhr morgens damit, das sich beim Bleigießen einen Storch goss. Da dachte ich noch an Zufälle, schliesslich versuchten Andreas und ich nun schon 14 Monate ein Kind zu zeugen und es hatte bis dato einfach nicht klappen wollen. Und jetzt? Jetzt sitze ich hier und habe dich, meinen kleinen Schatz. Es waren keine Zufälle, es waren Vorboten des Schicksals.
Zwischen den Jahren
Es ist der letzte Sonntag im Jahr und wir haben unsere Freunde eingeladen. Ich koche beschwipstes Huhn und einen leckeren Nachtisch. Ja ich hatte auch einen Vorspeisensalat gemacht, aber meine Stilldemenz lässt mich ja 98% der Dinge, die ich tue innerhalb von Sekunden vergessen. Werde quasi stündlich von einer unbekannten Macht geblitztdingst. Der tolle Salat verfriert auf der Terrasse. Macht aber nix, hab ich wenigstens was, was ich zum Abendbrot essen kann. Nachdem Essen wird der kleine Mikomann munter und will bespasst werden. Ich füttere ihn und trage ihn dann im Marsupi umher. Miko ist nörgelig und sucht den direkten Körperkontakt zu mir. Auch gut. Ich hab das kleinste Problem damit. Ich liebe es meinen kleinen Schatz durch die Gegend zu tragen und auf das anschließende Wii- Spiel habe ich eh keine Lust. Ich bin einfach nicht in der Lage Computerspiele zu spielen. Mein Hirn- Bewegungskoordination ist da total gestört. Ich kann einfach nicht auf nem Wiiboard stehen und so tun, als ob ich Ski springe. Irgendwie kommen fehlerhafte Informationen oben in meinem Oberstübchen an. Ich mache mich bei so was immer lächerlich, also verzichte ich dankend. Bin halt doch ne typische Leseratte. Sitze zwar auch sofern es meine Zeit erlaubt vorm Laptop, aber ich lese mich durchs Netz. Spielen kommt für mich einfach nicht in Frage. Ich steh dann doch lieber auf das klassische Malefiz... Lach, Kicher, grins. Miko ist heute nicht von geduldiger Natur er fordert immer lauter nach der seiner Meinung nach ihm zustehenden Aufmerksamkeit. Okay, warm eingepackt und ab in den Kinderwagen. Raus vor die Tür, ein mal das Hirn durchlüften.
Dinner for one...
neee Dinner for three. Dieses Jahr wird nicht gefeiert. Miko liegt im Schlafsack auf dem Sofa und träumt von lieblichen Schnuffeltüchern, während wir Raclette machen. Wir lassen es uns richtig gut gehen, schmausen wie die Könige und schauen etwas fern. Irgendwann gähnen wir lauter, als Stefan Raab singt und beschließen müde ins Bett zugehen. Erst zehn nach zwölf werden wir wach. Silvesterböller sind auch nicht mehr das was sie mal waren. Irgendwie hat man das Gefühl man befindet sich im Krieg. Die Detonationen sind tierisch laut. Ich stehe senkrecht im Bett. Wo ist das Gute Zisch, Peng und Puff geblieben? Diese Mini- Bomben mit 100 Schuss sind mir Suspekt. Nein, ich mag sie einfach nicht. Böllern ist doof. Brot statt Böller. Dafür das alle jammern, kein Geld zu haben, sahen am nächsten Tag die Straßen und Gehwege verheerend aus. Ich will nicht wissen, wie viel Millionen Euro am dunklen Himmel explodiert sind.[/quote]
Weihnachten 2008
03.07.2009 17:10
Juhu....endlich wieder neue Mikogeschichten. Ich hatte sie schon vermisst.
Alles Liebe zu deinem Geburtstag Flocke.
03.07.2009 23:01
oh flocke, schön mal wieder was von dir zu lesen
deine geschichten sind super, du solltest echt ein buch schreiben
deine geschichten sind super, du solltest echt ein buch schreiben
03.07.2009 23:33
hallo,
alles gute zum geburtstag.
herrlich mal wieder was von euhc zu lesen!
Rike
alles gute zum geburtstag.
herrlich mal wieder was von euhc zu lesen!
Rike
27.07.2009 08:18
Jetzt ist bald *dickes Grinsen im Gesicht*
[quote=]Auf ins neue Jahr
Es ist richtiger Winter, so wie ihn die Mama von früher noch kennt. Es liegt viel Schnee, es taut viel Schnee weg und es schneit wieder. Ein einziger Matschepatsche- Kreislauf, aber doch irgendwie schön. Mal schneit es dicke Flocken, mal rieselt es nur so vor sich hin und mal weiß man nicht ob es regnet oder schneit. Mit großen Kulleraugen beobachtest du deinen ersten Schnee und fängst deine erste Schneeflocke mit der nackten Hand, weil du ja keine Handschuhe magst. Deine Mama hat ständig nasse Hosen und die weißen Fliesen zu Hause sehen einfach nur furchtbar aus, wenn ich mal wieder den Kinderwagen mit rein nehmen musste, weil du auf einer unserer langen Spaziergänge eingeschlafen bist.
U4 und Impfung
Das neue Jahr startet auch gleich mit der U4. Unsere Kinderärztin ist sehr zufrieden mit dir. Du wiegst etwas über sechs Kilo bist 65 cm groß und wirst von Woche zu Woche speckiger. Deine Fingerchen werden immer dicker und langsam bekommst du kleine Ringe an den Oberschenkeln. Du kannst dich wunderbar an den Fingern der Ärztin hochziehen, folgst ihrem Finger mit deinen Augen und drehst dich vor ihren Augen zweimal vom Rücken auf den Bauch. Du kleiner Angeber. Das hast du Zuhause noch nie gemacht. Mit der U4 bekommst du auch deine erste Impfung. Du weinst nur ein bisschen und ich hoffe, dass sich das damit auch erledigt hat und ich mir umsonst zig Tausend Gedanken gemacht habe. Der Tag vergeht und außer ein bisschen Nörgelei deinerseits, kann ich nichts dramatisches berichten. Doch dann kommt der Abend. Ich stehe in der Küche und schnippele das Gemüse fürs Abendbrot, als du bitterlich zu weinen beginnst. Dein Papa versucht dich zu beruhigen, aber gibt ziemlich schnell und sichtlich genervt auf. Er stellt mir den Maxi-Cosi ins Zimmer und knallt die Wohnzimmertür. Superklasse. Tausend mal habe ich ihm gesagt, dass es noch schlimmer wird, wenn er die Nerven verliert. Ich bin total unglücklich, du weinst herzzerreißend und ich weiß langsam nicht mehr weiter. Ich versuche dich zu stillen, doch du machst dich steif wie ein Brett, ich versuch dich zu schaukeln, doch du hörst einfach nicht auf. Nach zwei Stunden bin ich selbst den Tränen nah. Völlig fertig rufe ich meine Hebamme an, um nach Rat zu fragen. Ich soll dich in dein Bett legen, die Tür hinter mir zu machen und tief durchatmen. Das tue ich und mein Herz blutet, weil du immer noch wie am Spieß schreist. Ich soll dich baden, dann stillen und dich hinlegen. Ich versuche erneut mein Glück und du wirst tatsächlich ruhiger. In der Badewanne lachst du mich sogar an und ich atme auf. Eine halbe Stunde später schläfst du und ich bin wirklich erleichtert. Das war das erste Mal, dass ich echt an meine Grenzen gestoßen bin.
Ruhig Blut
Nun muss ich meinen Mann beruhigen, der leicht (!) genervt im Wohnzimmer hockt. Mit so einer Situation kommt er ja überhaupt nicht klar. Aber Babys schreien nun mal und manchmal , bei so einschneidenden Erlebnissen auch etwas mehr.
[/quote]
[quote=]Auf ins neue Jahr
Es ist richtiger Winter, so wie ihn die Mama von früher noch kennt. Es liegt viel Schnee, es taut viel Schnee weg und es schneit wieder. Ein einziger Matschepatsche- Kreislauf, aber doch irgendwie schön. Mal schneit es dicke Flocken, mal rieselt es nur so vor sich hin und mal weiß man nicht ob es regnet oder schneit. Mit großen Kulleraugen beobachtest du deinen ersten Schnee und fängst deine erste Schneeflocke mit der nackten Hand, weil du ja keine Handschuhe magst. Deine Mama hat ständig nasse Hosen und die weißen Fliesen zu Hause sehen einfach nur furchtbar aus, wenn ich mal wieder den Kinderwagen mit rein nehmen musste, weil du auf einer unserer langen Spaziergänge eingeschlafen bist.
U4 und Impfung
Das neue Jahr startet auch gleich mit der U4. Unsere Kinderärztin ist sehr zufrieden mit dir. Du wiegst etwas über sechs Kilo bist 65 cm groß und wirst von Woche zu Woche speckiger. Deine Fingerchen werden immer dicker und langsam bekommst du kleine Ringe an den Oberschenkeln. Du kannst dich wunderbar an den Fingern der Ärztin hochziehen, folgst ihrem Finger mit deinen Augen und drehst dich vor ihren Augen zweimal vom Rücken auf den Bauch. Du kleiner Angeber. Das hast du Zuhause noch nie gemacht. Mit der U4 bekommst du auch deine erste Impfung. Du weinst nur ein bisschen und ich hoffe, dass sich das damit auch erledigt hat und ich mir umsonst zig Tausend Gedanken gemacht habe. Der Tag vergeht und außer ein bisschen Nörgelei deinerseits, kann ich nichts dramatisches berichten. Doch dann kommt der Abend. Ich stehe in der Küche und schnippele das Gemüse fürs Abendbrot, als du bitterlich zu weinen beginnst. Dein Papa versucht dich zu beruhigen, aber gibt ziemlich schnell und sichtlich genervt auf. Er stellt mir den Maxi-Cosi ins Zimmer und knallt die Wohnzimmertür. Superklasse. Tausend mal habe ich ihm gesagt, dass es noch schlimmer wird, wenn er die Nerven verliert. Ich bin total unglücklich, du weinst herzzerreißend und ich weiß langsam nicht mehr weiter. Ich versuche dich zu stillen, doch du machst dich steif wie ein Brett, ich versuch dich zu schaukeln, doch du hörst einfach nicht auf. Nach zwei Stunden bin ich selbst den Tränen nah. Völlig fertig rufe ich meine Hebamme an, um nach Rat zu fragen. Ich soll dich in dein Bett legen, die Tür hinter mir zu machen und tief durchatmen. Das tue ich und mein Herz blutet, weil du immer noch wie am Spieß schreist. Ich soll dich baden, dann stillen und dich hinlegen. Ich versuche erneut mein Glück und du wirst tatsächlich ruhiger. In der Badewanne lachst du mich sogar an und ich atme auf. Eine halbe Stunde später schläfst du und ich bin wirklich erleichtert. Das war das erste Mal, dass ich echt an meine Grenzen gestoßen bin.
Ruhig Blut
Nun muss ich meinen Mann beruhigen, der leicht (!) genervt im Wohnzimmer hockt. Mit so einer Situation kommt er ja überhaupt nicht klar. Aber Babys schreien nun mal und manchmal , bei so einschneidenden Erlebnissen auch etwas mehr.
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