Mütter- und Schwangerenforum

Öffentlicher dienst - schwerbehindertenausweis (zurückgeben?)

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Choco
4313 Beiträge
27.02.2019 10:39
Zitat von Schnecke510:

Im ÖD hat man nur Vorteile mit einem Schwerbehindertenausweis. Schwerbehinderte werden doch immer bevorzugt eingestellt - also eine tolle Sache.

Allerdings ist es natürlich für den Bürger unbefriedigend, wenn so viele nicht 100% leistungsfähige Leute dort arbeiten. Aber ja, man kann es sich da erlauben.

Im ÖD würde ich mir nichts denken, willkommen im Club! Da kannst du dich dann mit deinen Kollegen unterhalten, wie man sich oft krank schreiben lassen kann und auf Kosten der Allgemeinheit früher in Rente gehen kann. Du bist in bester Gesellschaft dort.


Du geilst dich ganz schön daran auf hier in jedem erdenklichen Themenbereich rumzustänkern oder? Ganz schön armselig mittlerweile.
Anonym 1 (200731)
5 Beiträge
27.02.2019 11:02
Na, es geht doch nicht drum, die kollegen zu informieren oder irgendwas. Das ist völlig unnötig. Die würden davon nie erfahren.
Es geht mir einzig und allein um die frage auf dem personalbogen, wo explizit eben das gefragt wird. Von hier an geht ja eh alles über die personalstelle. Das heisst mein chef würde das vermutlich nicht mal unbedingt mitbekommen, ausser er würde nachgucken. Die unterlagen (personalbogen, vorverurteilungen, vorbeschäftigungszeiten etc. Pp.) hab ich nun von seiner sekretärin bekommen und die leitet dann mit der personalstelle alles in die wege, was die restlichen formalitäten angeht. Von der personalstelle wird dann nochmal gesondert eine mail kommen, wann ich zur unterschrift da erscheinen soll.

Mir gehts daher auch gar nicht unbedingt so sehr um jetzt. Die stelle hab ich ja, ohne dass bisher irgendwer davon weiss. Aber wenn das da im personalbogen dann drin steht, dann steht es halt drin. Und ich weiss eben auch nicht, wie sich das auf potentielle weitere schritte in den nächsten jahren auswirken könnte... das ist mehr so der gedanke...

Klar schreibt sich alle welt "diversität", "gleichberechtigung", "familienfreundlich", etc etc auf die fahne... aber die realität sieht dann eben doch manchmal anders aus.
Man schaue sich doch zum Beispiel mal die zahlen an, wie viel prozent der studienanfänger in einem bestimmten fach weiblich sind, dann vergleiche man diese zahlen mal damit wie viel prozent der doktoranden in dem selben fach weiblich sind, und dann vergleiche man das mit wie viel prozent der professoren auf diesem fachgebiet weiblich sind.

Da finde ich meine überlegung durchaus gerechtfertigt, nicht noch mehr fakten, die mich weiter ins aus spielen würden, wie eben eine anerkannte schwerbehinderung, auf dem silbertablett zu servieren. Es ist ja doch leider so, dass viele leute das, wenn auch unbewusst, gleichsetzen mit einer schwäche. Und das kann ich mir nicht leisten. Da hab ich einfach angst vor, dass später mal irgendwer, von dem dann mein weiterer beruflicher weg abhängt, diesen persobalbogen einsehen möchte, und darüber dann stolpert und die gute bisherige arbeit dann wegen dieser vermeindlichen "schwäche" plötzlich in den hintergrund rückt...

Ist das verständlich?
Keine ahnung, vielleicht mach ich mir auch zu viel kopf...
Aduja
28754 Beiträge
27.02.2019 11:22
Kannst du vielleicht jemanden vom Personalrat fragen?
Anonym 3 (200731)
1 Beiträge
27.02.2019 11:28
Zitat von Anonym 1 (200731):

Na, es geht doch nicht drum, die kollegen zu informieren oder irgendwas. Das ist völlig unnötig. Die würden davon nie erfahren.
Es geht mir einzig und allein um die frage auf dem personalbogen, wo explizit eben das gefragt wird. Von hier an geht ja eh alles über die personalstelle. Das heisst mein chef würde das vermutlich nicht mal unbedingt mitbekommen, ausser er würde nachgucken. Die unterlagen (personalbogen, vorverurteilungen, vorbeschäftigungszeiten etc. Pp.) hab ich nun von seiner sekretärin bekommen und die leitet dann mit der personalstelle alles in die wege, was die restlichen formalitäten angeht. Von der personalstelle wird dann nochmal gesondert eine mail kommen, wann ich zur unterschrift da erscheinen soll.

Mir gehts daher auch gar nicht unbedingt so sehr um jetzt. Die stelle hab ich ja, ohne dass bisher irgendwer davon weiss. Aber wenn das da im personalbogen dann drin steht, dann steht es halt drin. Und ich weiss eben auch nicht, wie sich das auf potentielle weitere schritte in den nächsten jahren auswirken könnte... das ist mehr so der gedanke...

Klar schreibt sich alle welt "diversität", "gleichberechtigung", "familienfreundlich", etc etc auf die fahne... aber die realität sieht dann eben doch manchmal anders aus.
Man schaue sich doch zum Beispiel mal die zahlen an, wie viel prozent der studienanfänger in einem bestimmten fach weiblich sind, dann vergleiche man diese zahlen mal damit wie viel prozent der doktoranden in dem selben fach weiblich sind, und dann vergleiche man das mit wie viel prozent der professoren auf diesem fachgebiet weiblich sind.

Da finde ich meine überlegung durchaus gerechtfertigt, nicht noch mehr fakten, die mich weiter ins aus spielen würden, wie eben eine anerkannte schwerbehinderung, auf dem silbertablett zu servieren. Es ist ja doch leider so, dass viele leute das, wenn auch unbewusst, gleichsetzen mit einer schwäche. Und das kann ich mir nicht leisten. Da hab ich einfach angst vor, dass später mal irgendwer, von dem dann mein weiterer beruflicher weg abhängt, diesen persobalbogen einsehen möchte, und darüber dann stolpert und die gute bisherige arbeit dann wegen dieser vermeindlichen "schwäche" plötzlich in den hintergrund rückt...

Ist das verständlich?
Keine ahnung, vielleicht mach ich mir auch zu viel kopf...


Ich bin/war in einer ähnlichen Situation und kann deine Bedenken hundertprozentig nachvollziehen.

Ich bin “offiziell” 50% schwerbehindert. Als ich das früher ab und an bei Bewerbungen angegeben habe, habe ich die Jobs NIE bekommen, obwohl ich immer beteuert habe, dass mit keinen beruflichen Einschränkungen zu rechnen ist. Kann man jetzt diskutieren, welchen Zusammenhang es da gibt, aber für mich war es schon offensichtlich. Zweimal wurde es mir auch durch die Blume ins Gesicht gesagt.
Natürlich steht da nicht im Ablehnungsschreiben “wir haben Sie nicht genommen, weil sie behindert sind”. So blöd ist ja keiner! Man kann es IMMER so darstellen, als wären andere einfach besser qualifiziert etc. pp.

Du hast die Stelle zwar schon sicher, aber mir persönlich (!) wäre es immer noch zu heikel. Durch die Behinderung bist du eben schlechter kündbar etc., da hätte ich Angst, mein zukünftiger Chef sucht sich doch noch schnell ein Hintertürchen, mich nicht nehmen zu müssen. Aber da bin ich vielleicht auch paranoid.

Wie gesagt, ich war in der gleichen Situation: Stelle im öffentlichen Dienst (an einer Uniklinik) und hab es bewusst nicht angegeben, aus Angst, mir sonst meine Zukunft zu verbauen.
Dass man nur Vorteile hat, kann ich so nämlich nicht bestätigen. Ich hatte mein Leben lang nur Nachteile (Vorverurteilungen, in Schublade gesteckt, nicht für voll genommen, “die kann froh sein, dass sie normal arbeiten darf, aber Karriere machen? Die spinnt wohl!”).

Ich beglückwünsche jeden, bei dem es nicht so ist. Kommt wahrscheinlich (gerade im Beruf) auch auf die Sparte an und ob man Hilfsarbeiter oder angehende Führungskraft ist.
Schnecke510
7207 Beiträge
27.02.2019 11:50
Noch ein anderer Punkt: Gerade im öffentlichen Dienst kann ich mir vorstellen, dass die nicht behinderten Kollegen neidisch reagieren, wenn jemand z.B. mehr Urlaub hat und nicht offensichtlich behindert ist. Ich würde es mir wirklich sehr gut überlegen. Das kann Gift fürs Arbeitsklima sein. Man weiß ja, wie die Leute denken.
Übrigens: Wenn ein Schwerbehindertet genau so leistungsfähig ist wie ein Normalo - warum hat er dann Privilegien? Erschließt sich mir nicht...
Schnecke510
7207 Beiträge
27.02.2019 11:51
Zitat von Anonym 3 (200731):

Zitat von Anonym 1 (200731):

Na, es geht doch nicht drum, die kollegen zu informieren oder irgendwas. Das ist völlig unnötig. Die würden davon nie erfahren.
Es geht mir einzig und allein um die frage auf dem personalbogen, wo explizit eben das gefragt wird. Von hier an geht ja eh alles über die personalstelle. Das heisst mein chef würde das vermutlich nicht mal unbedingt mitbekommen, ausser er würde nachgucken. Die unterlagen (personalbogen, vorverurteilungen, vorbeschäftigungszeiten etc. Pp.) hab ich nun von seiner sekretärin bekommen und die leitet dann mit der personalstelle alles in die wege, was die restlichen formalitäten angeht. Von der personalstelle wird dann nochmal gesondert eine mail kommen, wann ich zur unterschrift da erscheinen soll.

Mir gehts daher auch gar nicht unbedingt so sehr um jetzt. Die stelle hab ich ja, ohne dass bisher irgendwer davon weiss. Aber wenn das da im personalbogen dann drin steht, dann steht es halt drin. Und ich weiss eben auch nicht, wie sich das auf potentielle weitere schritte in den nächsten jahren auswirken könnte... das ist mehr so der gedanke...

Klar schreibt sich alle welt "diversität", "gleichberechtigung", "familienfreundlich", etc etc auf die fahne... aber die realität sieht dann eben doch manchmal anders aus.
Man schaue sich doch zum Beispiel mal die zahlen an, wie viel prozent der studienanfänger in einem bestimmten fach weiblich sind, dann vergleiche man diese zahlen mal damit wie viel prozent der doktoranden in dem selben fach weiblich sind, und dann vergleiche man das mit wie viel prozent der professoren auf diesem fachgebiet weiblich sind.

Da finde ich meine überlegung durchaus gerechtfertigt, nicht noch mehr fakten, die mich weiter ins aus spielen würden, wie eben eine anerkannte schwerbehinderung, auf dem silbertablett zu servieren. Es ist ja doch leider so, dass viele leute das, wenn auch unbewusst, gleichsetzen mit einer schwäche. Und das kann ich mir nicht leisten. Da hab ich einfach angst vor, dass später mal irgendwer, von dem dann mein weiterer beruflicher weg abhängt, diesen persobalbogen einsehen möchte, und darüber dann stolpert und die gute bisherige arbeit dann wegen dieser vermeindlichen "schwäche" plötzlich in den hintergrund rückt...

Ist das verständlich?
Keine ahnung, vielleicht mach ich mir auch zu viel kopf...


Ich bin/war in einer ähnlichen Situation und kann deine Bedenken hundertprozentig nachvollziehen.

Ich bin “offiziell” 50% schwerbehindert. Als ich das früher ab und an bei Bewerbungen angegeben habe, habe ich die Jobs NIE bekommen, obwohl ich immer beteuert habe, dass mit keinen beruflichen Einschränkungen zu rechnen ist. Kann man jetzt diskutieren, welchen Zusammenhang es da gibt, aber für mich war es schon offensichtlich. Zweimal wurde es mir auch durch die Blume ins Gesicht gesagt.
Natürlich steht da nicht im Ablehnungsschreiben “wir haben Sie nicht genommen, weil sie behindert sind”. So blöd ist ja keiner! Man kann es IMMER so darstellen, als wären andere einfach besser qualifiziert etc. pp.

Du hast die Stelle zwar schon sicher, aber mir persönlich (!) wäre es immer noch zu heikel. Durch die Behinderung bist du eben schlechter kündbar etc., da hätte ich Angst, mein zukünftiger Chef sucht sich doch noch schnell ein Hintertürchen, mich nicht nehmen zu müssen. Aber da bin ich vielleicht auch paranoid.

Wie gesagt, ich war in der gleichen Situation: Stelle im öffentlichen Dienst (an einer Uniklinik) und hab es bewusst nicht angegeben, aus Angst, mir sonst meine Zukunft zu verbauen.
Dass man nur Vorteile hat, kann ich so nämlich nicht bestätigen. Ich hatte mein Leben lang nur Nachteile (Vorverurteilungen, in Schublade gesteckt, nicht für voll genommen, “die kann froh sein, dass sie normal arbeiten darf, aber Karriere machen? Die spinnt wohl!”).

Ich beglückwünsche jeden, bei dem es nicht so ist. Kommt wahrscheinlich (gerade im Beruf) auch auf die Sparte an und ob man Hilfsarbeiter oder angehende Führungskraft ist.

Danke für diesen Beitrag. Das ist sehr wahr. Wenn ich sowas schreibe, dann heißt es, ich würde unter Realitätsverlust leiden und hätte Vorurteile.
NochOhne32
17978 Beiträge
27.02.2019 12:19
Zitat von Schnecke510:

Noch ein anderer Punkt: Gerade im öffentlichen Dienst kann ich mir vorstellen, dass die nicht behinderten Kollegen neidisch reagieren, wenn jemand z.B. mehr Urlaub hat und nicht offensichtlich behindert ist. Ich würde es mir wirklich sehr gut überlegen. Das kann Gift fürs Arbeitsklima sein. Man weiß ja, wie die Leute denken.
Übrigens: Wenn ein Schwerbehindertet genau so leistungsfähig ist wie ein Normalo - warum hat er dann Privilegien? Erschließt sich mir nicht...


Mein Mann hat z. B. aufgrund seines Diabetes eine 50%-ige Schwerbehinderung und ist dennoch voll arbeitsfähig... Man bekommt dies oft eben weil man chronisch krank ist und für immer auf Medikamente und regelmäßige ärztliche Kontrollen angewiesen ist.

Und ich persönlich würde es angeben. Mein Mann hat damit noch nie Probleme gehabt.
Meine ehemalige Arbeitskollegin wurde sogar vom Chef persönlich dazu aufgefordert aufgrund ihrer Krankheit einen Antrag auf Schwerbehinderung zu stellen. Sie hätte dadurch nur Vorteile und er würde keine Strafe mehr zahlen müssen.
Choco
4313 Beiträge
27.02.2019 15:41
Zitat von Schnecke510:

Noch ein anderer Punkt: Gerade im öffentlichen Dienst kann ich mir vorstellen, dass die nicht behinderten Kollegen neidisch reagieren, wenn jemand z.B. mehr Urlaub hat und nicht offensichtlich behindert ist. Ich würde es mir wirklich sehr gut überlegen. Das kann Gift fürs Arbeitsklima sein. Man weiß ja, wie die Leute denken.
Übrigens: Wenn ein Schwerbehindertet genau so leistungsfähig ist wie ein Normalo - warum hat er dann Privilegien? Erschließt sich mir nicht...


Man muss das ja nicht an die große Glocke hängen. Wir reden hier Von ein paar Urlaubstagen. Mir würde das an der Arbeit überhaupt nicht auffallen, weil ich nicht Buch führe über den genommen Urlaub meiner Kolleginnen. Kann ja auch Urlaub vom letzten Jahr Sein, Überstunden oder Weiß der Geier.
nilou
14779 Beiträge
27.02.2019 15:44
Zitat von Anonym 1 (200731):

Na, es geht doch nicht drum, die kollegen zu informieren oder irgendwas. Das ist völlig unnötig. Die würden davon nie erfahren.
Es geht mir einzig und allein um die frage auf dem personalbogen, wo explizit eben das gefragt wird. Von hier an geht ja eh alles über die personalstelle. Das heisst mein chef würde das vermutlich nicht mal unbedingt mitbekommen, ausser er würde nachgucken. Die unterlagen (personalbogen, vorverurteilungen, vorbeschäftigungszeiten etc. Pp.) hab ich nun von seiner sekretärin bekommen und die leitet dann mit der personalstelle alles in die wege, was die restlichen formalitäten angeht. Von der personalstelle wird dann nochmal gesondert eine mail kommen, wann ich zur unterschrift da erscheinen soll.

Mir gehts daher auch gar nicht unbedingt so sehr um jetzt. Die stelle hab ich ja, ohne dass bisher irgendwer davon weiss. Aber wenn das da im personalbogen dann drin steht, dann steht es halt drin. Und ich weiss eben auch nicht, wie sich das auf potentielle weitere schritte in den nächsten jahren auswirken könnte... das ist mehr so der gedanke...

Klar schreibt sich alle welt "diversität", "gleichberechtigung", "familienfreundlich", etc etc auf die fahne... aber die realität sieht dann eben doch manchmal anders aus.
Man schaue sich doch zum Beispiel mal die zahlen an, wie viel prozent der studienanfänger in einem bestimmten fach weiblich sind, dann vergleiche man diese zahlen mal damit wie viel prozent der doktoranden in dem selben fach weiblich sind, und dann vergleiche man das mit wie viel prozent der professoren auf diesem fachgebiet weiblich sind.

Da finde ich meine überlegung durchaus gerechtfertigt, nicht noch mehr fakten, die mich weiter ins aus spielen würden, wie eben eine anerkannte schwerbehinderung, auf dem silbertablett zu servieren. Es ist ja doch leider so, dass viele leute das, wenn auch unbewusst, gleichsetzen mit einer schwäche. Und das kann ich mir nicht leisten. Da hab ich einfach angst vor, dass später mal irgendwer, von dem dann mein weiterer beruflicher weg abhängt, diesen persobalbogen einsehen möchte, und darüber dann stolpert und die gute bisherige arbeit dann wegen dieser vermeindlichen "schwäche" plötzlich in den hintergrund rückt...

Ist das verständlich?
Keine ahnung, vielleicht mach ich mir auch zu viel kopf...


Aber warum hast du dann überhaupt einen Schwerbehindertenausweis. Den musst du ja mal aus bestimmten Gründen beantragt haben.
27.02.2019 16:08
Zitat von Schnecke510:

Noch ein anderer Punkt: Gerade im öffentlichen Dienst kann ich mir vorstellen, dass die nicht behinderten Kollegen neidisch reagieren, wenn jemand z.B. mehr Urlaub hat und nicht offensichtlich behindert ist. Ich würde es mir wirklich sehr gut überlegen. Das kann Gift fürs Arbeitsklima sein. Man weiß ja, wie die Leute denken.
Übrigens: Wenn ein Schwerbehindertet genau so leistungsfähig ist wie ein Normalo - warum hat er dann Privilegien? Erschließt sich mir nicht...
ich hab echt noch nie die Urlaubstage meiner Kollegen nachgerechnet oder notiert
27.02.2019 16:12
Wird im Formular denn nur der Ausweis angegeben, oder auch die Behinderung?

Denn das ist ja so vielfältig, der spätere Arbeitgeber wüsste ja erstmal nicht ob du Diabetes hast oder eine körperliche Behinderung oder was auch immer.

Ich glaube nicht, dass es pauschal als schwache gesehen wird. Im Gegenteil. Du stehst dazu, kümmerst dich um deine Rechte und am Ende zählt die Leistung.

Im übrigen ist ja deine Personalakte auch kein öffentliches Dokument und kann von jedem eingesehen werden..
Mehi08
37089 Beiträge
27.02.2019 16:33
Zitat von Schnecke510:

Noch ein anderer Punkt: Gerade im öffentlichen Dienst kann ich mir vorstellen, dass die nicht behinderten Kollegen neidisch reagieren, wenn jemand z.B. mehr Urlaub hat und nicht offensichtlich behindert ist. Ich würde es mir wirklich sehr gut überlegen. Das kann Gift fürs Arbeitsklima sein. Man weiß ja, wie die Leute denken.
Übrigens: Wenn ein Schwerbehindertet genau so leistungsfähig ist wie ein Normalo - warum hat er dann Privilegien? Erschließt sich mir nicht...

Natürlich ist man gerade im öffentlichen Dienst besonders neidisch

Ich habe persönliche Erfahrungen mit der freien Wirtschaft und dem öffentlichen Dienst und ich merke keinen Unterschied was das miteinander betrifft.

Ich habe nie bei irgendwem die Urlaubstage oder ähnliches nachgezählt.

DieOhneNamen
29755 Beiträge
27.02.2019 21:32
Jenachdem was dein Problem ist, würd ich dir dennoch raten im Team Bescheid zu geben.

Ich zB habe unter Anderem eine Epilepsie, das hatte ich früher verschwiegen.
Heute nicht mehr, falls ich auf der Arbeit einen Anfall bekommen sollte, sei es nur meine fokalen Anfälle, muss kein Kollege in Panik verfallen.
Von meiner anderen Autoimmunerkrankung wissen nur die Wenigsten, da dies nichtrelevant ist.

Bei nem Diabetiker macht es da ja zb auch Sinn.
( Stichwort Hyper-/Hypoglykämie)

Lg
Anonym 1 (200731)
5 Beiträge
06.03.2019 11:47
Nur um das hier nicht so ohne ergebnis stehen zu lassen:
Ich hab es nicht angegeben. Fühlt sich trotzdem doof an, weil so wie die frage formuliert ist, ist ein "nein" halt irgendwo gelogen, auch wenn man ja offenbar nicht verpflichtet ist, diese angabe zu machen. Die sollten das umformulieren, "sind sie schwerbehindert UND MÖCHTEN SIE ANGABEN DARÜBER MACHEN?" fände ich besser...
Ich hab nochmal mit zwei derzeitigen kollegen gesprochen, und hab beschlossen, dass es nicht anzugeben für mich "sicherer" ist, was die potentiellen optionen in der zukunft angeht.

Und nilou: ich hab den deswegen, weil ich, zeitweilich eine gesetzliche betreuerin hatte. Und die hat den beantragt. Also nein, es ist nicht so, dass ich den hab, "weil ich den ja mal aus bestimmten gründen beantragt haben muss"...
Und gerade hier in einem forum von müttern, sollte wohl jedem klar sein, dass es mehr als einen weg gibt, dass jemand so einen ausweis bekommt. Wie viele mütter haben denn hier so ein ding für ihre kinder beantragt. Wird man denen, wenn sie den dauerhaft haben und später mal nicht nutzen wollen auch sagen "du musst den ja mal aus bestimmten gründem beantragt haben"?
Sorry dieses thema, was damals war, ist ein rotes tuch für mich...
nilou
14779 Beiträge
07.03.2019 07:10
Zitat von Anonym 1 (200731):

Nur um das hier nicht so ohne ergebnis stehen zu lassen:
Ich hab es nicht angegeben. Fühlt sich trotzdem doof an, weil so wie die frage formuliert ist, ist ein "nein" halt irgendwo gelogen, auch wenn man ja offenbar nicht verpflichtet ist, diese angabe zu machen. Die sollten das umformulieren, "sind sie schwerbehindert UND MÖCHTEN SIE ANGABEN DARÜBER MACHEN?" fände ich besser...
Ich hab nochmal mit zwei derzeitigen kollegen gesprochen, und hab beschlossen, dass es nicht anzugeben für mich "sicherer" ist, was die potentiellen optionen in der zukunft angeht.

Und nilou: ich hab den deswegen, weil ich, zeitweilich eine gesetzliche betreuerin hatte. Und die hat den beantragt. Also nein, es ist nicht so, dass ich den hab, "weil ich den ja mal aus bestimmten gründen beantragt haben muss"...
Und gerade hier in einem forum von müttern, sollte wohl jedem klar sein, dass es mehr als einen weg gibt, dass jemand so einen ausweis bekommt. Wie viele mütter haben denn hier so ein ding für ihre kinder beantragt. Wird man denen, wenn sie den dauerhaft haben und später mal nicht nutzen wollen auch sagen "du musst den ja mal aus bestimmten gründem beantragt haben"?
Sorry dieses thema, was damals war, ist ein rotes tuch für mich...


Die gesetzliche Betreuerin hattest du doch aber auch nicht ohne Grund. Und sie wird es ja aus Gründen gemacht haben die in deinem Interesse waren. Genauso bei Kindern. Da handeln die Elten auch als Gründen für die Kinder. Die Vorteile dieses Ausweises überwiegen einfach.
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