Mütter- und Schwangerenforum

Asylbewerber

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20.02.2015 18:37
Zitat von soev:

Zitat von silbermarie:

Geht das nur mir so, oder fällt auch anderen auf, dass diejenigen, die von Flüchtlingen (!) bzw. Asylbewerbern (!) quasi schon bei deren Einreise verlangen, dass diese fließend die deutsche Sprache beherrschen sollen, selbst immer einen Haufen Rechtschreib-, Grammatik-, Komma- und Interpunktionsfehler machen? Ist das etwa der schlechte Einfluss des Asylantenheims in der Nachbarschaft?


Das ist doch so im Internet.


Ist nur, weil man mit dem blöden Handy online ist.
20.02.2015 18:38
Thread kaputt!
lana84
2565 Beiträge
20.02.2015 18:38
Zitat von silbermarie:

Stellt euch vor, in euer beschauliches Wohnörtchen dringen plötzlich bewaffnete Leute ein und sagen:
"Ihr habt 10 Minuten, verschwindet oder ihr seid tot."
Und ihr wisst ganz genau, dass die jede Silbe davon ernst meinen.
Ihr packt schnell alles zusammen, was euch in diesen siedend heißen Augenblicken einfällt - also fast nichts.
Ihr habt nur die Kleider, die ihr am Leib tragt und eure Kinder, sonst nichts. Dann müsst ihr fort. Zu Fuß, irgendwie.
Euer Haus oder eure Wohnung, euer gesamtes Hab und Gut, eure gesammelten Erinnerungen, euer Vermögen ist für immer verloren. Der Ort, an dem ihr gelebt habt und an dem ihr glücklich wart, wird nie wieder der selbe sein und ob und wann ihr je wieder zurückkehren könnt, wisst ihr nicht.
Ihr geht, ohne ein Ziel zu haben. Nur: Weg.
Ihr wisst nicht, wohin. Ihr wisst nicht, wie lang die Reise dauern wird. Ihr wisst nicht, ob ihr und eure Kinder die Reise überleben werden, ob ihr getrennt werdet und wenn ja, ob ihr je wieder zusammenfindet.
Ihr müsst durch verschneite Gebirgsketten, zu Fuß, oder höchstens auf einem Esel.
Ihr geratet in die Hände von Schleppern, die euch gegen alles Geld, was ihr noch habt, ungewisse Versprechen machen.
Aber irgendwie schafft ihr es. Nach Wochen oder sogar Monaten kommt ihr endlich in einem Land an, in dem es keinen Krieg gibt. In dem die Menschen friedlich in ihren Gärten sitzen, die ordentlichen Einkaufsregale voller Lebensmittel sind, wo es überall fließendes, sauberes, frisches Wasser gibt und die meisten Menschen sich allenfalls darüber sorgen müssen, ob sie das Wohnzimmer auf 20 oder 22 Grad heizen.
Ihr denkt: Geschafft! Wir sind noch am Leben, wir sind in Sicherheit. Diese freundlichen Menschen, die es schaffen, in ihrem Land Frieden zu halten und die ihre Nachbarn freundlich grüßen, werden uns helfen, vorübergehend irgendwie unterzukommen.
Unterkünfte werden euch bereitgestellt, Baracken, enge Räume, aber es ist egal, ihr habt ein Dach über dem Kopf und seid in Sicherheit.
Dann merkt ihr, dass die freundlichen Leute es euch sehr, sehr übelnehmen, dass ihr in diesen Gebäuden untergebracht seid. Was ist los, wovor haben sie Angst? Sie sind doch wohl nicht etwa euretwegen aus ihren Wohnungen vertrieben worden?
Ihr hört euch um und findet heraus, was das Gebäude vorher mal war: Ein Sportlerheim.
Wo Menschen ihre verschwitzten Sportsachen gewechselt haben und Vereinsfeiern machten.
Ihr denkt an das Martyrium, dass ihr in den vergangenen Monaten durchgemacht habt. Die Erleichterung, endlich hier angekommen zu sein.
Und dann begreift ihr, dass den freundlichen Menschen um euch herum, die gar nicht mehr so freundlich sind, eine Vereinsfeier oder der Wechsel ihrer Fußballtrikots viel wichtiger sind, als das.
Als euer beschissenes, kleines Leben.


du hast es auf den Punkt gebracht ...ich könnte kotzen wenn ich lese: Es ist ok wenn man Flüchtlingen hilft, aber bitte nur dann wenn es uns dadurch nicht schlechter geht. geht gar nicht so ein Denken....schrecklich.. was manche Leute hier von sich geben
20.02.2015 18:44
Zitat von silbermarie:

Zitat von soev:

Zitat von silbermarie:

Geht das nur mir so, oder fällt auch anderen auf, dass diejenigen, die von Flüchtlingen (!) bzw. Asylbewerbern (!) quasi schon bei deren Einreise verlangen, dass diese fließend die deutsche Sprache beherrschen sollen, selbst immer einen Haufen Rechtschreib-, Grammatik-, Komma- und Interpunktionsfehler machen? Ist das etwa der schlechte Einfluss des Asylantenheims in der Nachbarschaft?


Das ist doch so im Internet.


Ist nur, weil man mit dem blöden Handy online ist.


Also, ich mache ja viele Tippfehler, wenn ich schnell tippe, was immer so ist. ABER, bin ich mit dem Handy online... dann wirds echt gruselig. Meine Finger sind einfach zu wurschtig für diese Minitastatur.
rosa123
1392 Beiträge
20.02.2015 18:44
Ihr versteht es gar nicht.
Es geht nicht darum, dass man nicht teilen kann... geschweige denn, dass man nicht helfen möchte.
Ich empfinde es einfach nur als unter aller Sau, wenn man jemandem hilft, der sich aber nur quer stellt, kriminell oder sonstiges ist.
Das es damit zu tun hat, dass die nichts anderes kennen, als Gewalt und Diebstahl -- kann ich ja noch verstehen. Aber warum soll man das in Deutschland zu lassen?

Wir zahlen Steuern, von den Steuern werden Arbeitslose finanziert...Arbeitslose hat Deutschland schon genug.
Ja -- die Asylbewerber haben ein Arbeitsverbot und können nicht arbeiten, auch wenn es vielleicht ein paar wollen -- da finde ich es aber von Deutschland unter aller Sau. Deutschland schmeißt sein Geld zum Fenster raus, als jemanden schnur stracks einen Arbeitsplatz zu vermitteln. Und da rede ich auch für die deutschen Arbeitslosen. Die so genannten ''faulen''.

Ich finde Deutschland jetzt auch nicht so berrauschend. Doch finde ich es nicht gut, wenn die die deutschen Kitas oder Schulen schließen...dann noch Geld in irgendwelche Gebäuden stecken...usw.

In kosovo ist kein Krieg! Was machen die dann hier als ''Flüchtlinge''?
-----------
Noch mehr Geld investieren? Für was?
Meiner Meinung nach bekommt man hier in deutschland schon genug...und teilweise sogar zu viel.
------------
Es gibt nicht umsonst verschiedene Parteien -- um verschiedener Meinungen zu sein.
----------
Würden sich viele hier nicht so benehmen -- gäbe es auch diese Vorurteile nicht und zum anderen hätte man nicht diese Meinung.
Selber Schuld.

shelyra
69258 Beiträge
20.02.2015 18:45
Zitat von silbermarie:

Zitat von soev:

Zitat von silbermarie:

Geht das nur mir so, oder fällt auch anderen auf, dass diejenigen, die von Flüchtlingen (!) bzw. Asylbewerbern (!) quasi schon bei deren Einreise verlangen, dass diese fließend die deutsche Sprache beherrschen sollen, selbst immer einen Haufen Rechtschreib-, Grammatik-, Komma- und Interpunktionsfehler machen? Ist das etwa der schlechte Einfluss des Asylantenheims in der Nachbarschaft?


Das ist doch so im Internet.


Ist nur, weil man mit dem blöden Handy online ist.

ne, die haben doch alle lese- und rechtschreibschwäche gepaart mit adhs
20.02.2015 18:48
Sorry habe nicht alles gelesen, aber ist das wieder schon so ein sch... Thread wo alle sagen "ich bin ja nichts rechts aber ich will hier ja keine Ausländer haben"
Was sollen solche provokativen threads immer???
Und warum soll man ein Mitsprache recht haben?

Wie willst du dich denn über das Menschenrecht stellen und beurteilen welcher Mensch Hilfe Verdient hat und wer nicht???

"Nein die kleine Anna aus dem Libanon, dessen ganze Familie ermordet wurde darf hier nicht hin, denn sie spricht kein deutsch"

Sorry ständig diese hetzte oder aufscheucherei nervt, genau wie pegida die suchen auch noch kräftig Anhänger... Ach nein die waren ja nicht "rechts" Lach..
Moderator
9467 Beiträge
20.02.2015 18:48
Zitat von Pünktchennr3:

Na gut das mit dem denken nehme ich zurück.........


Zitat von Die-zauberhafte-Patin:

Meine Ignoliste bekommt einmal braunes Gesocks mehr aufgedrückt.


Ich möchte euch alle bitten trotz dieses kontroversen Themas zu versuchen möglichst sachlich zu bleiben und auf beleidigende/menschenverachtende Begriffe wie "Gesocks" zu verzichten. Wenn ihr eine Ansicht nicht teilt, könnt ihr das doch auch ohne persönliche Beleidigungen äussern. Nur Argumente bringen zum Umdenken, Beleidigungen bewirken eher das Gegenteil
20.02.2015 18:53
Zitat von rosa123:

Ihr versteht es gar nicht.
Es geht nicht darum, dass man nicht teilen kann... geschweige denn, dass man nicht helfen möchte.
Ich empfinde es einfach nur als unter aller Sau, wenn man jemandem hilft, der sich aber nur quer stellt, kriminell oder sonstiges ist.
Das es damit zu tun hat, dass die nichts anderes kennen, als Gewalt und Diebstahl -- kann ich ja noch verstehen. Aber warum soll man das in Deutschland zu lassen?

Wir zahlen Steuern, von den Steuern werden Arbeitslose finanziert...Arbeitslose hat Deutschland schon genug.
Ja -- die Asylbewerber haben ein Arbeitsverbot und können nicht arbeiten, auch wenn es vielleicht ein paar wollen -- da finde ich es aber von Deutschland unter aller Sau. Deutschland schmeißt sein Geld zum Fenster raus, als jemanden schnur stracks einen Arbeitsplatz zu vermitteln. Und da rede ich auch für die deutschen Arbeitslosen. Die so genannten ''faulen''.

Ich finde Deutschland jetzt auch nicht so berrauschend. Doch finde ich es nicht gut, wenn die die deutschen Kitas oder Schulen schließen...dann noch Geld in irgendwelche Gebäuden stecken...usw.

In kosovo ist kein Krieg! Was machen die dann hier als ''Flüchtlinge''?
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Noch mehr Geld investieren? Für was?
Meiner Meinung nach bekommt man hier in deutschland schon genug...und teilweise sogar zu viel.
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Es gibt nicht umsonst verschiedene Parteien -- um verschiedener Meinungen zu sein.
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Würden sich viele hier nicht so benehmen -- gäbe es auch diese Vorurteile nicht und zum anderen hätte man nicht diese Meinung.
Selber Schuld.


Wenn man sich richtig informieren würde, wüsste man auch, dass die Kosovo Flüchtlinge deshalb auch wieder nach Hause geschickt werden. Zeitung lesen hilft und so

Jetzt hab ich doch was dazu gesagt.
20.02.2015 18:55
Zitat von rosa123:

Ihr versteht es gar nicht.
Es geht nicht darum, dass man nicht teilen kann... geschweige denn, dass man nicht helfen möchte.
Ich empfinde es einfach nur als unter aller Sau, wenn man jemandem hilft, der sich aber nur quer stellt, kriminell oder sonstiges ist.
Das es damit zu tun hat, dass die nichts anderes kennen, als Gewalt und Diebstahl -- kann ich ja noch verstehen. Aber warum soll man das in Deutschland zu lassen?

Wir zahlen Steuern, von den Steuern werden Arbeitslose finanziert...Arbeitslose hat Deutschland schon genug.
Ja -- die Asylbewerber haben ein Arbeitsverbot und können nicht arbeiten, auch wenn es vielleicht ein paar wollen -- da finde ich es aber von Deutschland unter aller Sau. Deutschland schmeißt sein Geld zum Fenster raus, als jemanden schnur stracks einen Arbeitsplatz zu vermitteln. Und da rede ich auch für die deutschen Arbeitslosen. Die so genannten ''faulen''.

Ich finde Deutschland jetzt auch nicht so berrauschend. Doch finde ich es nicht gut, wenn die die deutschen Kitas oder Schulen schließen...dann noch Geld in irgendwelche Gebäuden stecken...usw.

In kosovo ist kein Krieg! Was machen die dann hier als ''Flüchtlinge''?
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Noch mehr Geld investieren? Für was?
Meiner Meinung nach bekommt man hier in deutschland schon genug...und teilweise sogar zu viel.
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Es gibt nicht umsonst verschiedene Parteien -- um verschiedener Meinungen zu sein.
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Würden sich viele hier nicht so benehmen -- gäbe es auch diese Vorurteile nicht und zum anderen hätte man nicht diese Meinung.
Selber Schuld.


Im Kosovo ist zwar kein aktiver Krieg mehr, aber dort ist nichts als verbrannte Erde übriggeblieben.
Mein Bruder war eine Zeit lang im Kosovo stationiert, dort gehen immernoch unfassbar grausame Dinge vor sich und die Region ist immernoch auf ausländische Truppen angewiesen, damit nicht beim nächsten Wimpernschlag sofort wieder Krieg ausbricht.
20.02.2015 18:55
Puuuuh! Hier ist was los.
Wahnsinn, wie die Leute ausflippen.
Ich denke, dass die Mehrheit der Bevölkerung sehr aufgeschlossen und hilfsbereit ist. Ich arbeite seit Jahren in einem diesem Bereich (Migration, Asylverfahren, Sprachkurse,...) Mehr sage ich dazu nicht, aber ich habe nach dieser langen Zeit doch zumindest mal einen Einblick, wenn auch keinen Überblick.
Meine Erfahrung war ist zwiespältig.
Ich habe ehrenamtliche Betreuer kennengelernt, die später sehr enttäuscht wurden. Solche, die nach wie vor ausschließlich positive Erlebnisse haben.

Manchmal habe ich den Eindruck: Egal wie viel man tut, es ist zu wenig.
Wenn man die Seiten hier verfolgt, dann liest man heraus, dass die meisten doch dafür sind zu helfen.
Dem möchte ich hinzufügen, dass ich auch dafür bin zu helfen.

Ich kann aber auch die Skeptiker verstehen, die das Recht haben ihre Meinung zu äußern und Fragen zu stellen.
Denn Unbekanntes macht Angst.
rosa123
1392 Beiträge
20.02.2015 18:59
Eben, es sind Meinungen!
Nicht umsonst wurden uns Menschen verschiedene Denkensweisen gegeben.
Wenn alle gleich Denken würden, würde ebenfalls einiges schief laufen.
20.02.2015 18:59
Zitat von wirrwarr:

Ich meinte ANUSHKA Sie kann doch nicht nur schimpfen und sagen dass alles doof ist und sie sie nicht unbedingt in ihrer Nachbarschaft haben will ohne nachzudenken was denn alternativ möglich wäre. Auch klingt es für mich als ob sie sich nicht ausreichend mit dem WIE und WARUM auseinander setzt. Wenn sie schreibt bekomme ich das Gefühl, sie denkt, dass diese Menschen eines morgens aufstehen und sich sagen, soooooo hier ist alles doof, das Geballere im Nachbarort wird mir zu laut, ich pack jetzt mal meine Sachen, setzt mich in einen LKW und dann in ein Boot und fahre übers Mittelmeer nach Europa und gehe nach Deutschland, weil die sind reich und haben alles.

Ich kann auf der einen Seite ja auch die Angst der Menschen verstehen, aber die Lösung ist doch nicht "Sch*** Ausländer raus!" zu schreien und kriminell gewordene Menschen abzuschieben, vor allem WOHIN ABSCHIEBEN???????????

Deine Überlegungen find ich gut. Aber in einem Punkt muss ich dir wiedersprechen. Wir haben eben nicht genug Wohnungen in Deutschland. Eher im Gegenteil. Wir haben weniger Wohnungen als Menschen die eine Wohnung benötigen. Das heimeliger machen musst du in deinen Wünschen wohl weiter auf andere Objekte wie eben Asylbewerberheime begrenzen. Aber ein paar Gardinen an der Wand, eine Tischdecke, eine Vase Blumen und ein paar Bilder (und nicht nur ein Kreuz) an der Wand sollten schon drinne sein, da bin ich deiner Meinung. Die Flüchtlinge leben teilweise in schlechter ausgestatteten "Zimmern" als mancher Schwerverbrecher in unserem Land


Achso... Ich dachte nämlich?? Hä? Was will sie denn jetzt von mir? Ich hab doch gar nichts dagegen gesagt... Anjunka habe ich schon ewig auf meiner Liste stehen und kann sie nur lesen, wenn sie zitiert wird. Wobei ich bei einem solchen Thema nicht scharf drauf bin, ich kenne ihre Einstellung zu Genüge.

Zum "Heimelig" machen... doch, ich denke schon, dass das geht. Wohnungen stehen im Osten mehr als genug leer. Geht hier also.
Und das man Asylbewerber so, wie auch so empfangen kann, habe ich fast hautnah mitbekommen. In einer befreundeten Kirchgemeinde sollten Asylanten ankommen. IN einen leerstehenden Block. 4 Etagen hoch, alle Balkon und 2 Eingänge. Wir reden also von 16 Wohnungen, die belegt werden. Möbel wurden gestellt... alt im übrigen, nix neu. Alles sah so trostlos aus. Es gibt in dieser Kirchgemeinde einen Frauenkreis, die basteln und nähen und werkeln kreativ in der Gegend rum. An der Aussenfassade konnte man nichts machen, was erschwinglich war, aber innen haben sie ein wahres Wunderwerk vollbracht. Nach einem Aufruf im Gottesdienst fanden sich ganz viele Helferlein ein. Farben brachten sie alle mit. Dann wurde alles freundlich gestrichen, die Frauen bastelten Fensterschmuck, nähten Kissen und Gardinen. Sie wußten in etwa wieviele Kinder mitkämen, also wurde Spielzeug hergestellt. (Ich selbst hatte hier noch zugeschnittene Schnukipühs liegen.. genäht ist das schnell, war eine Nacht Arbeit. 12 an der Zahl) jeder schaute zu Hause, was er noch hat. welche farbenfrohe Bettwäsche usw...
Am Ankunftstag (der erfragt wurde, war kein Erstlager) wurden Kuchen gebacken. Vorsichthalber ohne tierisches, weil niemand wußte wer eigentlich kommt. Es war nur klar, es kommen Flüchtlinge an. Getränke bereitgestellt. Alles, wirklich alles ehrenamtlich.
Die Turnhalle gegenüber ist ein Anlaufpunkt. Klar spielen da die kleinen Dorfvereine Fuß- oder Handball, aber die Asylanten spielen nun mit. Trotzdem sie sich NOCH gar nicht verständigen können.
ich bezweifle, dass in diesem Dorf iwas passiert was illegal ist. Nicht mehr, als es auch der deutsche Arztsohn machen könnte, der vor Langeweile und Überfluss nicht weiß, was er sonst machen soll.

Bei uns hier im Dorf soll ebenfalls die alte Schule als Asylantenheim eingerichtet werden. Unsere Kirchgemeinde ist bereit. Wir werden es unseren Freunden gleichtun. Und ich freue mich drauf. Es geht auch anders, ganz anders, wenn man nur will und sich mal frei von Vorurteilen macht.

Fakt ist, wenn man sie abholt und einfach mitnimmt, auf die Dorffeste, in die Sportveranstaltungen und ihnen einfach ein Stück Heimat anbietet, dann werden es 90% von ihnen auch annehmen und sich wesentlich wohler fühlen.

LG Zaubi

UNd wie man sieht, besteht nicht der komplette Osten aus anders Gesinnten. Das wird uns ja gern nachgesagt.
Wolkenlicht
10229 Beiträge
20.02.2015 19:01
Zitat von lana84:

Zitat von silbermarie:

Stellt euch vor, in euer beschauliches Wohnörtchen dringen plötzlich bewaffnete Leute ein und sagen:
"Ihr habt 10 Minuten, verschwindet oder ihr seid tot."
Und ihr wisst ganz genau, dass die jede Silbe davon ernst meinen.
Ihr packt schnell alles zusammen, was euch in diesen siedend heißen Augenblicken einfällt - also fast nichts.
Ihr habt nur die Kleider, die ihr am Leib tragt und eure Kinder, sonst nichts. Dann müsst ihr fort. Zu Fuß, irgendwie.
Euer Haus oder eure Wohnung, euer gesamtes Hab und Gut, eure gesammelten Erinnerungen, euer Vermögen ist für immer verloren. Der Ort, an dem ihr gelebt habt und an dem ihr glücklich wart, wird nie wieder der selbe sein und ob und wann ihr je wieder zurückkehren könnt, wisst ihr nicht.
Ihr geht, ohne ein Ziel zu haben. Nur: Weg.
Ihr wisst nicht, wohin. Ihr wisst nicht, wie lang die Reise dauern wird. Ihr wisst nicht, ob ihr und eure Kinder die Reise überleben werden, ob ihr getrennt werdet und wenn ja, ob ihr je wieder zusammenfindet.
Ihr müsst durch verschneite Gebirgsketten, zu Fuß, oder höchstens auf einem Esel.
Ihr geratet in die Hände von Schleppern, die euch gegen alles Geld, was ihr noch habt, ungewisse Versprechen machen.
Aber irgendwie schafft ihr es. Nach Wochen oder sogar Monaten kommt ihr endlich in einem Land an, in dem es keinen Krieg gibt. In dem die Menschen friedlich in ihren Gärten sitzen, die ordentlichen Einkaufsregale voller Lebensmittel sind, wo es überall fließendes, sauberes, frisches Wasser gibt und die meisten Menschen sich allenfalls darüber sorgen müssen, ob sie das Wohnzimmer auf 20 oder 22 Grad heizen.
Ihr denkt: Geschafft! Wir sind noch am Leben, wir sind in Sicherheit. Diese freundlichen Menschen, die es schaffen, in ihrem Land Frieden zu halten und die ihre Nachbarn freundlich grüßen, werden uns helfen, vorübergehend irgendwie unterzukommen.
Unterkünfte werden euch bereitgestellt, Baracken, enge Räume, aber es ist egal, ihr habt ein Dach über dem Kopf und seid in Sicherheit.
Dann merkt ihr, dass die freundlichen Leute es euch sehr, sehr übelnehmen, dass ihr in diesen Gebäuden untergebracht seid. Was ist los, wovor haben sie Angst? Sie sind doch wohl nicht etwa euretwegen aus ihren Wohnungen vertrieben worden?
Ihr hört euch um und findet heraus, was das Gebäude vorher mal war: Ein Sportlerheim.
Wo Menschen ihre verschwitzten Sportsachen gewechselt haben und Vereinsfeiern machten.
Ihr denkt an das Martyrium, dass ihr in den vergangenen Monaten durchgemacht habt. Die Erleichterung, endlich hier angekommen zu sein.
Und dann begreift ihr, dass den freundlichen Menschen um euch herum, die gar nicht mehr so freundlich sind, eine Vereinsfeier oder der Wechsel ihrer Fußballtrikots viel wichtiger sind, als das.
Als euer beschissenes, kleines Leben.


du hast es auf den Punkt gebracht ...ich könnte kotzen wenn ich lese: Es ist ok wenn man Flüchtlingen hilft, aber bitte nur dann wenn es uns dadurch nicht schlechter geht. *thum bdown* geht gar nicht so ein Denken....schrecklich.. was manche Leute hier von sich geben

Haha ihr seit dann die ersten die Schimpfen
erst das eigene Volk! Wir zahlen hier nix zum Spaß ein also will ich auch was dafür "haben". Wo kommen wir denn hin, wenn wir immer nur geben
20.02.2015 19:02
Zitat von Moderator:

Zitat von Pünktchennr3:

Na gut das mit dem denken nehme ich zurück.........


Zitat von Die-zauberhafte-Patin:

Meine Ignoliste bekommt einmal braunes Gesocks mehr aufgedrückt.


Ich möchte euch alle bitten trotz dieses kontroversen Themas zu versuchen möglichst sachlich zu bleiben und auf beleidigende/menschenverachtende Begriffe wie "Gesocks" zu verzichten. Wenn ihr eine Ansicht nicht teilt, könnt ihr das doch auch ohne persönliche Beleidigungen äussern. Nur Argumente bringen zum Umdenken, Beleidigungen bewirken eher das Gegenteil


ja, ich habe mich im neuen Beitrag gleich berichtet. Ich kann zwar nicht aus meiner Haut und kann nicht anders denken, aber ich werde mich bemühen, anders zu umschreiben.
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