Ich bin nicht dein bester Freund, Kind!
14.08.2016 07:04
ich denk halt je mehr mitglieder eine Familie hat desto mehr Regeln braucht man die auch mal ohne Diskussion gelten. Wenn ich sage: Schatz auf der Straße malen ist gefährlich bitte mal in der Einfahrt. Kann ich nicht weiter diskutieren (will ich auch nicht) Aber ob ich jetzt sage: Nein du darfst nicht auf der Straße malen mal bitte in der Einfahrt. Oder das Nein halt weg lasse finde ich da vernachlässigbar.
Ich diskutier ja auch nicht jeden Tag mit meinem Mann ob ich wirklich essen machen muss.
Ich diskutier ja auch nicht jeden Tag mit meinem Mann ob ich wirklich essen machen muss.
14.08.2016 09:22
Zitat von StilleWasser:
Ich frag mich ob hier mim Partner auch alles bis auf letzte Futzelchen und so lange bis jeder still ist ausdiskutiert wird?![]()
Oder is man vom Partner ned auch oft einfach nur genervt und will seine Ruhe haben und hat keine Lust alles auszudiskutieren? Aber da ist es dann ok?![]()
Macht doch keinen Unterschied - manchmal hat man einfach keine Lust/Nerven und fertig. Is so und is einfach nur menschlich meiner Meinung nach.![]()
Also mit'm Partner diskutier ich tatsächlich alles aus und es wird nicht ins Bett gegangen, bis die luft wieder rein ist, wenn es denn mal eine Auseinandersetzung gab
Von meinem Partner erwarte ich aber auch um Welten mehr Verständnis, als von meinem Kind (2) und auch dass er keinen Wutanfall bekommt, sondern in der Lage ist sofort oder am Abend (wenn das Kind schläft) über das Thema zu reden
14.08.2016 09:47
Zitat von Jani85:
ich denk halt je mehr mitglieder eine Familie hat desto mehr Regeln braucht man die auch mal ohne Diskussion gelten. Wenn ich sage: Schatz auf der Straße malen ist gefährlich bitte mal in der Einfahrt. Kann ich nicht weiter diskutieren (will ich auch nicht) Aber ob ich jetzt sage: Nein du darfst nicht auf der Straße malen mal bitte in der Einfahrt. Oder das Nein halt weg lasse finde ich da vernachlässigbar.
Ich diskutier ja auch nicht jeden Tag mit meinem Mann ob ich wirklich essen machen muss.
Aber wer spricht denn hier immer von DISKUTIEREN? Mir zumindest geht es ausschließlich um BEGRÜNDEN.
Also nicht:
"Darf ich auf der Straße malen?"
"Nein"
"Warum nicht"
"Weil ich es sage/ Darum/ Frag nicht blöd"
sondern
"Darf ich auf der Straße malen?"
"Nein, das ist zu gefährlich, weil da Autos fahren."
Fertig. Und genau das machst Du doch. Und bietest dem Kind gleich noch eine Alternative an - in der Einfahrt malen. Finde ich gut. Das Kind versteht, warum es ein nein bekommt, fühlt sich eher ernst genommen und nicht nur rumkommandiert wie ein strunksdoofer Hund. Ich denke, das ist doch genau das, was sich die meisten hier vorstellen. Was hat das mit diskutieren zu tun?
Ich kann mir nicht vorstellen, dass das für mich bei einem Kind mehr nicht zu leisten wäre.
Klar gibt es Situationen, in denen mein Kind ein Nein plus Begründung nicht akzeptieren möchte, aber wenn ich mein Nein für richtig halte und meinem Kind das begründet habe, auch wenn es dann wütend ist und meine Gründe nicht verstehen will, dann bleibt das Nein natürlich. Aber manchmal sage ich auch nein, begründe es, und mein Sohn gibt mir einen wirklich guten Gegengrund. Und dann denke ich auch manchmal, ja verdammt, da hat er nun recht. Und nee, dann beharre ich nicht aus Prinzip auf meinem Nein. Diese Art von Diskutieren ist hier erlaubt und erwünscht, klar doch sollen die Kinder auch mitdenken. Kein bockiges "Doch" und großes Geheule, sondern einen vernünftigen Einwand lasse ich auch gelten.
So gestern beim Einkaufen:
"Mama, können wir die Kekse mitnehmen"
"Nein Schatz, wir haben uns doch schon die Schokonüsse als Süßigkeit ausgesucht."
"Aber morgen kommen doch Opa und Oma zum Kaffee und wir wollten doch Kekse zum Kaffee"
Ja, stimmt. Wollten wir. Kind mitgedacht. Kekse sofort eingepackt. Soll ich ihm die jetzt mit "Nein" aus der Hand reißen und ihm mit "Darüber wird jetzt nicht diskutiert!" über den Mund fahren?
Och nö. Ich find's klasse, dass mein Sohn schon seit er 3 ist kaum noch vor Trotz bockt, sondern vernünftig Gegenredet.
14.08.2016 10:19
Find ich kommt auch aufs Alter vom Kind drauf an.
Mit, Hausnummer, 5 Jahren oder 8 Jahren wissen sie schon ewig das es, um beim Beispel zu bleiben, kein malen auf der Straße gibt weil das gefährlich ist.
Also wenn sie dann wirklich meinen so ne doofe Frage stellen zu müssen gibts höchstes ein Nein und fertig von mir. Da erklär ich ned zum 1000 Mal warum das so ist.
Mit, Hausnummer, 5 Jahren oder 8 Jahren wissen sie schon ewig das es, um beim Beispel zu bleiben, kein malen auf der Straße gibt weil das gefährlich ist.
Also wenn sie dann wirklich meinen so ne doofe Frage stellen zu müssen gibts höchstes ein Nein und fertig von mir. Da erklär ich ned zum 1000 Mal warum das so ist.
14.08.2016 10:20
Zitat von Mel-Ann:
..... Aber manchmal sage ich auch nein, begründe es, und mein Sohn gibt mir einen wirklich guten Gegengrund. Und dann denke ich auch manchmal, ja verdammt, da hat er nun recht. Und nee, dann beharre ich nicht aus Prinzip auf meinem Nein. Diese Art von Diskutieren ist hier erlaubt und erwünscht, klar doch sollen die Kinder auch mitdenken. Kein bockiges "Doch" und großes Geheule, sondern einen vernünftigen Einwand lasse ich auch gelten.
Genau das ist auch für später wichtig. (Weil da oft als Argument kommt, warum Kinder einfach mit einem Nein leben müssen) Denn mal angenommen: Kind arbeitet später in einer Firma, hat einen unmittelbaren Vorgesetzten (den Bereichsleiter) und einen größeren Chef, den Abteilungsleiter. Kind hat eine konkrete Aufgabe in dieser Firma, die nur er ausführt - immer. Nun sagt ihm der Bereichsleiter: Heute machst du das mal so, denn das spart Zeit, habe ich mir überlegt. Und Nein, ich will da nicht drüber diskutieren.
DANN ist das Kind hoffentlich mit guten Rüstzeug ausgestattet, um zu diskutieren, wenn es z. Bsp. weiß, dass die vorgeschlagene Variante zwar Zeit spart, aber Fehler aufweist. Denn es ist sein JOb und beim Abteilungsleiter kommt nur an: Der hat fehlerhaft gearbeitet. Dabei hätte das Kind es ja gewusst..... aber es hat dieses: Nein, es wird nicht diskutiert... einfach hingenommen, weil es ein antrainiertes, automatisiertes Verhalten aus seinem bisherigen Leben ist.
Also wo sollen Kinder besser lernen, wie man argumentiert, höflich diskutiert und seine Interessen durchsetzt, als zu Hause? Bei den Menschen, die sie am meisten lieben.
Mein Kind bringt mir oft richtig gute und logische Gegenargumente, aber manchmal habe ich dann ein noch besseres Gegenargument...und zack, schon stecken wir in einer Diskussion. Das war mit 4, mit 14 und auch heute noch so. Und ich lasse mich gern überzeugen. Ich sehe es nämlich als meine Aufgabe als Mutter, dass ich ihn bestmögliche Waffen in die Hand gebe, bevor ich ihn "allein" in diese Welt entlasse. Und Worte, wie auch ein scharfer, denkender Verstand sind eine mächtige Waffe.
14.08.2016 10:22
Zitat von StilleWasser:
Find ich kommt auch aufs Alter vom Kind drauf an.
Mit, Hausnummer, 5 Jahren oder 8 Jahren wissen sie schon ewig das es, um beim Beispel zu bleiben, kein malen auf der Straße gibt weil das gefährlich ist.
Also wenn sie dann wirklich meinen so ne doofe Frage stellen zu müssen gibts höchstes ein Nein und fertig von mir. Da erklär ich ned zum 1000 Mal warum das so ist.
Eben. Kein 8-jähriger wird eine so bekloppte Frage stellen... maximal wenn er Sarkasmus und Ironie fließend spricht, aber dann hat er nicht den Plan tatsächlich auf der Strasse zu malen.
14.08.2016 10:25
Zitat von Die-zauberhafte-Patin:
Zitat von Mel-Ann:
..... Aber manchmal sage ich auch nein, begründe es, und mein Sohn gibt mir einen wirklich guten Gegengrund. Und dann denke ich auch manchmal, ja verdammt, da hat er nun recht. Und nee, dann beharre ich nicht aus Prinzip auf meinem Nein. Diese Art von Diskutieren ist hier erlaubt und erwünscht, klar doch sollen die Kinder auch mitdenken. Kein bockiges "Doch" und großes Geheule, sondern einen vernünftigen Einwand lasse ich auch gelten.
Genau das ist auch für später wichtig. (Weil da oft als Argument kommt, warum Kinder einfach mit einem Nein leben müssen) Denn mal angenommen: Kind arbeitet später in einer Firma, hat einen unmittelbaren Vorgesetzten (den Bereichsleiter) und einen größeren Chef, den Abteilungsleiter. Kind hat eine konkrete Aufgabe in dieser Firma, die nur er ausführt - immer. Nun sagt ihm der Bereichsleiter: Heute machst du das mal so, denn das spart Zeit, habe ich mir überlegt. Und Nein, ich will da nicht drüber diskutieren.
DANN ist das Kind hoffentlich mit guten Rüstzeug ausgestattet, um zu diskutieren, wenn es z. Bsp. weiß, dass die vorgeschlagene Variante zwar Zeit spart, aber Fehler aufweist. Denn es ist sein JOb und beim Abteilungsleiter kommt nur an: Der hat fehlerhaft gearbeitet. Dabei hätte das Kind es ja gewusst..... aber es hat dieses: Nein, es wird nicht diskutiert... einfach hingenommen, weil es ein antrainiertes, automatisiertes Verhalten aus seinem bisherigen Leben ist.
Also wo sollen Kinder besser lernen, wie man argumentiert, höflich diskutiert und seine Interessen durchsetzt, als zu Hause? Bei den Menschen, die sie am meisten lieben.
Mein Kind bringt mir oft richtig gute und logische Gegenargumente, aber manchmal habe ich dann ein noch besseres Gegenargument...und zack, schon stecken wir in einer Diskussion. Das war mit 4, mit 14 und auch heute noch so. Und ich lasse mich gern überzeugen. Ich sehe es nämlich als meine Aufgabe als Mutter, dass ich ihn bestmögliche Waffen in die Hand gebe, bevor ich ihn "allein" in diese Welt entlasse. Und Worte, wie auch ein scharfer, denkender Verstand sind eine mächtige Waffe.
Eben. Und Ja-Sager, die weder wissen, was gut für sie ist oder was sie wollen, geschweige denn dafür eintreten können und tausende Euros in Selbstfindungsseminare und Psychotherapie stecken, haben wir genug in der Gesellschaft.
14.08.2016 10:38
Zitat von Topolino:
Zitat von Mamota:
Zitat von Topolino:
Zitat von Skorpi:
...
Doch, meine Tochter muß ab und zu ein "Nein" einfach mal so hinnehmen. Ist so und fertig.
Warum?
Ich finde, sowohl ein Kind als auch der Leser eines Textes im Internet hat eine Begründung verdient.
Jedes auch nur halbwegs clevere Kind kapiert irgendwann, dass ein "Ist so und fertig" einen Mangel an Argumenten oder Bequemlichkeit überdecken soll. Genau das erhöht die Wahrscheinlichkeit enorm, dass man sich über dieses "Nein" hinwegsetzt.
Begründungen sparen haufenweise Energie für die Zukunft.![]()
[/quot
Das lass mal ruhig meine Sorge sein.
Ich frage mich immer wieder, wo manche hier das Recht hernehmen, Ihren Erziehungsstil als einzig wahren anzusehen. Alle, die was anders machen, machen es falsch.
Meine Güte, früher wurde auch nicht so ein Gewese gemacht und jedes Wort, daß man an sein Kind richtet, fünfmal überlegt. Und? Besteht unsere Generation oder die unsere Eltern oder Großeltern nur aus lebensunfähigen, unglücklichen oder gar depressiven Menschen? Nein, also tut doch nicht immer so, als wäre Kuschelpädagogik, die dafür sorgt, daß das Kind nur ja nie unglücklich ist, das einzig Wahre. Und, wenn das Kind doch mal unglücklich ist, muß man stundenlang erklären, warum man nicht anders handeln konnte. Mensch, lasst Eure Kinder Euch doch ruhig mal Scheiße finden und sich, wenn sie im entsprechenden Alter sind, bei Freunden über Euch auskotzen. Deswegen seid Ihr trotzdem noch ihre Mütter und sie werden trotzdem wieder nach Hause kommen.
Ich erziehe nicht nach AP.![]()
Hier gibt es Verstärkung. Zwar überwiegend positive Verstärkung, aber auch mal Strafen. Im Übrigen finde ich, dass viele Erziehungsmethoden und -stile ihre Daseinsberechtigung haben.
Beim Auslassen über Erziehungsstile schimpfst du also die Falsche.![]()
Dennoch. Niemand in meinem Umfeld muss ein unbegründetes "Nein" hinnehmen. Kann mal sein, dass eine Begründung nur nachgeliefert wird, aber sie kommt. Bei Kindern wie Erwachsenen.
Das ist eine Frage des Respekts, nicht des Erziehungsstils. Das geht auch nicht stundenlang. Üblicherweise reicht ein kurzer Satz und gut ist. Der Mensch kann nunmal besser handeln, wenn er versteht, warum. So funktioniert unser Gehirn einfach. Erziehungsstil hin oder her.
14.08.2016 10:51
Zitat von Skorpi:
Zitat von StilleWasser:
Zitat von Thermilove:
Naja, du könntest dann ja auch sagen, wir haben nachher noch einen Termin der wichtig ist.
Wenn ich nun meinen Mann frage , ob er mit mir ins Kino geht und er sagt nur Nein, wäre ich schon irritiert. Warum nicht Nein, mir ist heute nicht nach Kino oder heute nicht so gerne, ein anderes mal dann gerne.
Und da finde ich auch das man es seinem Kind auch so erklären kann. Ich bin auch kein Freund von alles ausdiskutieren, aber die zeit für eine Begründung, warum eine sache nicht geht , die muss doch tatsächlich drin sein.
Na wenns Kinder gibt die sich damit zufrieden geben aber ist es ja ok.
Bei meinen würds dann anfangen mit "was für ein Termin" und 3 Stunden später würdens noch immer Fragen stellen.
Ein Nein und fertig is in 2 Sekunden beendet, das würd sich dann erst Recht ewig in sie Länge ziehen.
Also doch ein "nein" aus Bequemlichkeit. Keiner sagt, dass es nicht anstrengend ist, ich finde es auch verdammt anstrengend aber man weiß doch auch, wofür man es tut!
Ich finde es übrigens gar nicht anstrengend.
Beispiel: Dein Kind wirft nach dem Einkauf Weintrauben vom Parkdeck. (Neulich mal aus der Ferne beobachtet.) Sagst du nur "Nein!" hört es im günstigsten Fall auf, Weintrauben vom Dach zu werfen. Ob es aber Pflaumen, Schokolade, eine Wassermelone (
),... runterwerfen darf, ist dem Kleinkind in dem Moment noch unklar. Auch ob die Weintrauben zu Hause vom Balkon geworfen werden dürfen. Das Kind speichert nur: "Keine Weintrauben vom Parkdeck runterwerfen." und bildet sich innerlich irgendeine Hypothese dazu, die für uns Erwachsene logisch sein kann, aber nicht muss. Sage ich aber kurz dazu, dass die Leute, die unten langgehen es nicht mögen, wenn ihnen Dinge auf den Kopf fallen und dass wir traurig sind, wenn wir weniger Weintrauben essen können, erspart mir das womöglich um die 20 weitere "Nein". Denn das normal entwickelte Kind (ab einem gewissen Alter) hat nun einen logischen Rückschluss, den es treffen kann, bevor es zur Wassermelone greift.
Ich hoffe, das war so weit verständlich geschrieben. Mein Kopf ist noch dabei, Blut durch Kaffee zu ersetzen, weil die Nacht so schrecklich kurz war.
14.08.2016 10:58
Zitat von Mamota:
Zitat von Skorpi:
Zitat von StilleWasser:
Zitat von Thermilove:
Naja, du könntest dann ja auch sagen, wir haben nachher noch einen Termin der wichtig ist.
Wenn ich nun meinen Mann frage , ob er mit mir ins Kino geht und er sagt nur Nein, wäre ich schon irritiert. Warum nicht Nein, mir ist heute nicht nach Kino oder heute nicht so gerne, ein anderes mal dann gerne.
Und da finde ich auch das man es seinem Kind auch so erklären kann. Ich bin auch kein Freund von alles ausdiskutieren, aber die zeit für eine Begründung, warum eine sache nicht geht , die muss doch tatsächlich drin sein.
Na wenns Kinder gibt die sich damit zufrieden geben aber ist es ja ok.
Bei meinen würds dann anfangen mit "was für ein Termin" und 3 Stunden später würdens noch immer Fragen stellen.
Ein Nein und fertig is in 2 Sekunden beendet, das würd sich dann erst Recht ewig in sie Länge ziehen.
Also doch ein "nein" aus Bequemlichkeit. Keiner sagt, dass es nicht anstrengend ist, ich finde es auch verdammt anstrengend aber man weiß doch auch, wofür man es tut!
Ich finde es übrigens gar nicht anstrengend.
Beispiel: Dein Kind wirft nach dem Einkauf Weintrauben vom Parkdeck. (Neulich mal aus der Ferne beobachtet.) Sagst du nur "Nein!" hört es im günstigsten Fall auf, Weintrauben vom Dach zu werfen. Ob es aber Pflaumen, Schokolade, eine Wassermelone (),... runterwerfen darf, ist dem Kleinkind in dem Moment noch unklar. Auch ob die Weintrauben zu Hause vom Balkon geworfen werden dürfen. Das Kind speichert nur: "Keine Weintrauben vom Parkdeck runterwerfen." und bildet sich innerlich irgendeine Hypothese dazu, die für uns Erwachsene logisch sein kann, aber nicht muss.
Sage ich aber kurz dazu, dass die Leute, die unten langgehen es nicht mögen, wenn ihnen Dinge auf den Kopf fallen und dass wir traurig sind, wenn wir weniger Weintrauben essen können, erspart mir das womöglich um die 20 weitere "Nein". Denn das normal entwickelte Kind (ab einem gewissen Alter) hat nun einen logischen Rückschluss, den es treffen kann, bevor es zur Wassermelone greift.
Ich hoffe, das war so weit verständlich geschrieben. Mein Kopf ist noch dabei, Blut durch Kaffee zu ersetzen, weil die Nacht so schrecklich kurz war.
Da hast völlig recht
sowas erkläre ich auch. Ok Prinzip erkläre ich alles. Nur bestehe ich ggf auf mein NEIN (vor allem bei Gefahr), auch wenn das Kind die Erklärung nicht versteht/akzeptiert etc. dh - ich bin mir oft nicht sicher, ob ein einfaches NEIN nicht den gleichen Effekt hätte
Im übrigen - trotz Erklärung, wieso weshalb warum, bricht aktuell fast jedes Mal seine Welt beim einkaufen zusammen, weil er die Eier nicht aufschlagen darf
Ebenso scheitere ich manchmal (interessanterweise nicht immer) mit sämtlichen Erklärungen, wieso man andere Kinder nicht schlagen/kratzen/beißen darf. Mein Argument, dass es denen weh tut, sie dann ein aus haben und traurig sind/weinen müssen, wird schulterzuckend damit kommentiert, dass sie dann zum Doktor müssen und er mitfährt
14.08.2016 11:07
Zitat von Jani85:
ich möchte nur erwähnen das hier vor kurzem gesagte wurde das man bei dem Thema "nicht erziehen" auch nicht "nein" sagen "darf"Ich kenn mich da nicht so aus weil ich bei "nicht loben" aussteige.
Ah, es gibt sie doch noch, meine Linie.
---
Zur Diskussion mit dem Partner: Oh, ja. Wir diskutieren wirklich alles. Und ja, das nervt. Deutlich mehr als bei meiner Tochter übrigens. Denn mit ihm zieht sich das wirklich über gefühlte Stunden. Aber da muss man durch in einer gleichberechtigten Beziehung. Wenn einer genervt ist, wird die Diskussion gern mal verschoben, aber vom Tisch muss das Thema ja, da es offensichtlich Diskussionsbedarf gibt.
---
Beim Zahnputzdrama würde ich übrigens auch irgendwann das Diskutieren aufhören. Mit allerlei Begründungen und Veranschaulichungen hat man seine Schuldigkeit aus meiner Sicht getan. Da ich aber von Beruf Einkaufszettellaminierer-Handpuppenfrisierer bin, denke ich natürlich sofort an ein Verstärkersystem mit Stempeln oder Auklebern und dem Ziel einer Playmobilburg.
14.08.2016 11:23
Zitat von zartbitter:
Zitat von Mamota:
Zitat von Skorpi:
Zitat von StilleWasser:
...
Also doch ein "nein" aus Bequemlichkeit. Keiner sagt, dass es nicht anstrengend ist, ich finde es auch verdammt anstrengend aber man weiß doch auch, wofür man es tut!
Ich finde es übrigens gar nicht anstrengend.
Beispiel: Dein Kind wirft nach dem Einkauf Weintrauben vom Parkdeck. (Neulich mal aus der Ferne beobachtet.) Sagst du nur "Nein!" hört es im günstigsten Fall auf, Weintrauben vom Dach zu werfen. Ob es aber Pflaumen, Schokolade, eine Wassermelone (),... runterwerfen darf, ist dem Kleinkind in dem Moment noch unklar. Auch ob die Weintrauben zu Hause vom Balkon geworfen werden dürfen. Das Kind speichert nur: "Keine Weintrauben vom Parkdeck runterwerfen." und bildet sich innerlich irgendeine Hypothese dazu, die für uns Erwachsene logisch sein kann, aber nicht muss.
Sage ich aber kurz dazu, dass die Leute, die unten langgehen es nicht mögen, wenn ihnen Dinge auf den Kopf fallen und dass wir traurig sind, wenn wir weniger Weintrauben essen können, erspart mir das womöglich um die 20 weitere "Nein". Denn das normal entwickelte Kind (ab einem gewissen Alter) hat nun einen logischen Rückschluss, den es treffen kann, bevor es zur Wassermelone greift.
Ich hoffe, das war so weit verständlich geschrieben. Mein Kopf ist noch dabei, Blut durch Kaffee zu ersetzen, weil die Nacht so schrecklich kurz war.
Da hast völlig rechtsowas erkläre ich auch. Ok Prinzip erkläre ich alles. Nur bestehe ich ggf auf mein NEIN (vor allem bei Gefahr), auch wenn das Kind die Erklärung nicht versteht/akzeptiert etc.
dh - ich bin mir oft nicht sicher, ob ein einfaches NEIN nicht den gleichen Effekt hätte![]()
Im übrigen - trotz Erklärung, wieso weshalb warum, bricht aktuell fast jedes Mal seine Welt beim einkaufen zusammen, weil er die Eier nicht aufschlagen darf![]()
Ebenso scheitere ich manchmal (interessanterweise nicht immer) mit sämtlichen Erklärungen, wieso man andere Kinder nicht schlagen/kratzen/beißen darf. Mein Argument, dass es denen weh tut, sie dann ein aus haben und traurig sind/weinen müssen, wird schulterzuckend damit kommentiert, dass sie dann zum Doktor müssen und er mitfährt![]()
Manchmal, gerade in so zartem Alter, sind Kopf und Herz halt spinnefeind.
Schnappi hat das auch manchmal noch (oder wieder?
). Da muss sie dann einfach eine Weile bocken, bevor man wieder drüber reden kann. Aber ich persönlich bleibe da auch bei meiner Grenze und weiche keinen Millimeter ab. Auch wenn ich sie tröste. Nur eben die Erklärung, die kommt trotzdem noch. Später halt, wenn sie wieder bereit dazu ist. Mittlerweile auch oft als Frage, wenn ich sicher bin, sie kommt von selber drauf. Ist halt auch immer alles eine Frage des Alters, wie man reagieren kann. Mir ist halt nur sehr wichtig, dass Schnappi immer die Sicherheit hat zu wissen, warum Dinge so sind, wie sie sind.
Ungefähr so wie dir, denke ich.
14.08.2016 11:24
Ich lese hier still und vermute, wie so oft, dass viele der Diskutierenden, würde man sie im Alltag beobachten und vergleichen, in ihrem Stil absolut nicht weit von einander entfernt sind
.
An was hier scheinbar Welten auf einander prallen, das ist an Definitionen, Wortklaubereien, einzelnen Begriffen, die die Leute einfach beim Lesen komplett verschieden interpretieren, und die von manchen Leuten hier auch gerne sehr provokativ in die Runde geworfen werden, obwohl sie aus Erfahrung wissen könnten, dass ihr Gegenüber das garantiert falsch versteht und die gleiche Riesendiskussion wieder los geht.
Anders gesagt: hätten manche zu Beginn ihrer Aussage zwei, drei erklärende Worte gefunden (von mir aus auch Sätze), wäre der Fred nur halb so lang geworden
.
. An was hier scheinbar Welten auf einander prallen, das ist an Definitionen, Wortklaubereien, einzelnen Begriffen, die die Leute einfach beim Lesen komplett verschieden interpretieren, und die von manchen Leuten hier auch gerne sehr provokativ in die Runde geworfen werden, obwohl sie aus Erfahrung wissen könnten, dass ihr Gegenüber das garantiert falsch versteht und die gleiche Riesendiskussion wieder los geht.
Anders gesagt: hätten manche zu Beginn ihrer Aussage zwei, drei erklärende Worte gefunden (von mir aus auch Sätze), wäre der Fred nur halb so lang geworden
.
14.08.2016 11:32
Zitat von zartbitter:
Zitat von Mamota:
Zitat von Skorpi:
Zitat von StilleWasser:
...
Also doch ein "nein" aus Bequemlichkeit. Keiner sagt, dass es nicht anstrengend ist, ich finde es auch verdammt anstrengend aber man weiß doch auch, wofür man es tut!
Ich finde es übrigens gar nicht anstrengend.
Beispiel: Dein Kind wirft nach dem Einkauf Weintrauben vom Parkdeck. (Neulich mal aus der Ferne beobachtet.) Sagst du nur "Nein!" hört es im günstigsten Fall auf, Weintrauben vom Dach zu werfen. Ob es aber Pflaumen, Schokolade, eine Wassermelone (),... runterwerfen darf, ist dem Kleinkind in dem Moment noch unklar. Auch ob die Weintrauben zu Hause vom Balkon geworfen werden dürfen. Das Kind speichert nur: "Keine Weintrauben vom Parkdeck runterwerfen." und bildet sich innerlich irgendeine Hypothese dazu, die für uns Erwachsene logisch sein kann, aber nicht muss.
Sage ich aber kurz dazu, dass die Leute, die unten langgehen es nicht mögen, wenn ihnen Dinge auf den Kopf fallen und dass wir traurig sind, wenn wir weniger Weintrauben essen können, erspart mir das womöglich um die 20 weitere "Nein". Denn das normal entwickelte Kind (ab einem gewissen Alter) hat nun einen logischen Rückschluss, den es treffen kann, bevor es zur Wassermelone greift.
Ich hoffe, das war so weit verständlich geschrieben. Mein Kopf ist noch dabei, Blut durch Kaffee zu ersetzen, weil die Nacht so schrecklich kurz war.
Da hast völlig rechtsowas erkläre ich auch. Ok Prinzip erkläre ich alles. Nur bestehe ich ggf auf mein NEIN (vor allem bei Gefahr), auch wenn das Kind die Erklärung nicht versteht/akzeptiert etc.
dh - ich bin mir oft nicht sicher, ob ein einfaches NEIN nicht den gleichen Effekt hätte![]()
Im übrigen - trotz Erklärung, wieso weshalb warum, bricht aktuell fast jedes Mal seine Welt beim einkaufen zusammen, weil er die Eier nicht aufschlagen darf![]()
Ebenso scheitere ich manchmal (interessanterweise nicht immer) mit sämtlichen Erklärungen, wieso man andere Kinder nicht schlagen/kratzen/beißen darf. Mein Argument, dass es denen weh tut, sie dann ein aus haben und traurig sind/weinen müssen, wird schulterzuckend damit kommentiert, dass sie dann zum Doktor müssen und er mitfährt![]()
Ich mag dein Kind. Das hat so witzige Ideen. Ich würde ihn wohl immer mal eins aufschlagen lassen, wenn niemand hinguckt.
14.08.2016 11:37
Jani, im Ürbigen... ich bin zwar zu 90% AP-ler... glaube ich zumindest, ich wusste bis vor kurzem nicht, dass es einen Namen hat, wie ich es eben tue, aber ich lobe trotzdem. Allerdings strafe ich nicht.
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