Mütter- und Schwangerenforum

Was durfet ihr und was nicht?

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brini88
7786 Beiträge
03.08.2017 12:34
Ich wurde sehr streng erzogen, ich dürfte nicht raus, durfte kaum zu Freunden und das wirkt sich leider bis jetzt aus, ich bin sehr Duckmäuserisch. Schminken durfte ich mich zB nicht, als ich es doch mal gewagt habe, hab ich richtig Ärger bekommen, mein Handy hab ich mit viel zureden aller mit 14 bekommen und mein Bruder (4 Jahre jünger) wurde viel lockerer erzogen.
Eines meiner schlimmsten Geburtstage war mein 16. zuerst hab ich Ärger bekommen weil ich 10 Minuten zu spät zu Hause war und dann sind meine Mutter und ihr Mann mit in die Disco

Ich erziehe meine Kinder anders, liebevoller und mit nicht sovielen regeln, sie sollen sich später gerne an ihre Kindheit erinnern.
03.08.2017 13:08
DieW erklär mir das mal mit der Jogginghose....Ihr durftet nicht mit Jogginghose aus dem Haus oder wie ist das gemeint?
Metalgoth
18167 Beiträge
03.08.2017 13:16
Im ersten Moment denke ich "Ich hatte keine Verbote"
Näher betrachtet stimmt das natürlich nicht. Aber es gab in der Hinsicht keine Verbote, dass mir die wenigen Regeln so logisch und sinnvoll schienen, dass es dafür kein Verbot brauchte.

Das einzig Nervige was mir einfällt ist, dass ich erst ab 16 mit einem Exfreund in einem Bett schlafen durfte. Das werde ich auch bei meinen Kindern anders machen, verhindern kann man da eh nix xD
Andererseits haben sie auch den Nachfolger zu mir fahren lassen, weil es eine Fernbeziehung war - ich 16, er 24.

Beim Essen war meine Mutter sehr streng; also bei Tischmanieren und so, Besteck richtig hinlegen, wenn man satt ist, sitzen bleiben, bis alle fertig sind.
Ans Telefon ging auch keiner beim Essen - außer, es wurde ein "wichtiger" Anruf erwartet, dann nur mit Voranmeldung und die Person wurde auch sehr schnell abgefertigt mit "wir essen grade"

Aber ich durfte alles, was ich wollte. Denn ich wollte nichts Schlimmes. Ich war mit 14 bis nachts um 3 auf einem Konzert und wurde vom Papa meines Exfreundes nach Hause gebracht.
Ich bekam immer einen unterschriebenen Zettel mit, damit ich schon vor 18 bis nach 12 in der Disco bleiben durfte. Wohlgemerkt ein Funkloch in einem Gewölbekeller. Sie wussten, ich mache nichts Leichtsinniges. Sollte mich niemand heim bringen können, "musste" ich mir ein Taxi bestellen und sie kamen dann runter, um es zu bezahlen, das kam genau einmal vor. Auto hatten wir nie eins.

Anziehen durfte ich, was ich wollte - solange ICH mich darin wohl fühle. Ja, auch Minirock in der Schule. Ich trage bis heute gerne kurze Röcke (wenn es die Figur wieder zulässt), ist halt einfach schön luftig im Sommer.

Meine Eltern wussten, dass ich verantwortungsbewusst bin. Ich habe nie geraucht, nie Drogen genommen, selten mehr als 1-2 Bier getrunken und ab 17 ca eh gar keinen Alkohol mehr. Schmeckt mir einfach nicht.
Ich wäre niemals auf die Idee gekommen, Schule zu schwänzen. Wenn wirklich was war, hat meine Mutter mich krank geschrieben. Ob ich es nun wirklich war, oder nicht; da haben wir dann gemeinsam nach einer Lösung geschaut.
Das hätte ich niemals ausgenutzt.
Sowas geht nur mit Vertrauen.

Ich musste mir nur meine "nicht normalen" Klamotten selbst kaufen, weil sie das nicht noch unterstützen wollten, wenn es ihnen nicht gefallen hat.
03.08.2017 13:30
Zitat von NiAn:

DieW erklär mir das mal mit der Jogginghose....Ihr durftet nicht mit Jogginghose aus dem Haus oder wie ist das gemeint?


Ja genau!
Das wollte meine Mutter ums Verrecken nicht.
Damals ziemlich nervig-heute völlig verständlich.Dürfen meine Kinder auch nicht,Es sei denn ,sie sind auf dem.direkten Weg zum Sport.
Wollen sie aber auch nicht.
Finden zumindest die drei Großen ebenso "hässlich "und unangezogen wie ich.
03.08.2017 13:32
Zitat von DieW:

Zitat von NiAn:

DieW erklär mir das mal mit der Jogginghose....Ihr durftet nicht mit Jogginghose aus dem Haus oder wie ist das gemeint?


Ja genau!
Das wollte meine Mutter ums Verrecken nicht.
Damals ziemlich nervig-heute völlig verständlich.Dürfen meine Kinder auch nicht,Es sei denn ,sie sind auf dem.direkten Weg zum Sport.
Wollen sie aber auch nicht.
Finden zumindest die drei Großen ebenso "hässlich "und unangezogen wie ich.


ehrlich?

Also gegen eine normale, saubere "schicke" Jogginghose ist doch eigentlich nichts einzuwenden. Gerade diese "Schlotzenhosen" fallen da für mich auch schon fast drunter und ich liebe die. Ich gehe aber auch in einer Jogginghose spazieren oder einkaufen....
AmyPixie
8693 Beiträge
03.08.2017 13:36
Das Thema Jogginghose spaltet ja gerne die Gemüter Ich wäre früher auch niiiiieeee in Jogginghose raus und heute frage ich mich wieso Hab auch eine Freundin, die geht nicht mal zum Müll in Jogginghose. Aber es zu verbieten finde ich auch irgendwie hart. Ich gehe sogar in Jogginghose einkaufen - so.
Marf
30380 Beiträge
03.08.2017 13:38
Zitat von DieW:

Oh ,da gab es nicht viele,aber wenn dann echte!
Unpünktlichkeit, per Anhalter fahren,mit Jogginghosen aus dem Haus....
Es gab eher Regeln
*ab 01.00 Zuhause sein (ab 14).
*in der Schulzeit ab 22.00h Licht aus.
*ohne zumindest ein Glas Milch geht es nicht in aus dem Haus

Ich muss aber sagen,dass ich die ersten 9/10 Lebensjahre bei meinen Großeltern aufgewachsen bin.Dort wurden mir einfach andere Dinge beigebracht,als meine Mutter sie mir hätte mir 17 Jahren Alterunteschied hätte beibringen können.
Das ist nicht böse gemeint,meine Mutter war eben der aufmüpfige Teenie (ich bin letzendlich nichts anderes als eine Trotzreaktion ,weil meine Großeltern die Beziehung meiner Eltern nicht gut geheissen haben).
Trotzdem gab auch sie mir auch Vieles auf den Weg.

Daaas kenne ich auch.....Unpünktlichkeit,nie per Anhalter,gscheit angezogen und mit Frühstück im Bauch!
Mit 14 musste ich um 20/21 Uhr Zuhause sein....am WE war Ausgang bis 0 Uhr.Da schauten schon die Discobetreiber streng darauf das ,das Junggemüse um 22Uhr drausen war!
Schminken durfte ich mich,hab ich aber nur fürs weggehen gemacht.Klamotten konnte ich mir sehr frei aussuchen,Papa zahlte.Als meine Freundin dann eine Nähmaschine bekam machten wir unsere Sachen selber.
Ich wurde hauptsächlichvon meiner Omi aufgezogen.Sie war Jahrgang 1920 - das was sie mir beibrachte ist bis heute Gold wert.Sie vermittelte mir die Werte mit Erklärung.Begründete,und durch ihre Kriegserlebnisse habe ich viel Respekt und Verständnis für diese und die nachfolgende Generation.
Jungs durfte ich treffen,mitbringen und um 20 Uhr mussten sie gehen.Papa war da sehr streng.Das habe ich aber nie als schlimm empfunden,eher positiv.Woanders schlafen durfte ich wenn klar war bei wem.
Ich brauchte nicht heimlich rauchen - leider.
Da mein Vater nebenbei einen Gaststätte hatte und ich dort mithalf ,war Alkohol etwas,was ich jederzeit hätte konsumieren können.Aber sicher nicht mit 14.
Mit 16 hatte ich meinen ersten Rausch - erster Urlaub ohne Eltern und das war mir eine Lehre.
Gute Noten wurden belohnt - die teure LP oder neue Allrounder....für schlechte gabs Nachhilfe und Ausgangsperre ( die ich ab und an umgehen konnte) .
Mit 16 bin ich ausgezogen und ab da musste ich selber gucken wie ich durchkam ( Kindergeld und Job neben der Schule ),die Miete hat noch meine Mutter übernommen für das erste Jahr.Da blieb dann keine Zeit für die ganze Selbstfindung,das ergibt sich dann von selbst.
03.08.2017 13:41
Zitat von NiAn:

Zitat von DieW:

Zitat von NiAn:

DieW erklär mir das mal mit der Jogginghose....Ihr durftet nicht mit Jogginghose aus dem Haus oder wie ist das gemeint?


Ja genau!
Das wollte meine Mutter ums Verrecken nicht.
Damals ziemlich nervig-heute völlig verständlich.Dürfen meine Kinder auch nicht,Es sei denn ,sie sind auf dem.direkten Weg zum Sport.
Wollen sie aber auch nicht.
Finden zumindest die drei Großen ebenso "hässlich "und unangezogen wie ich.


ehrlich?

Also gegen eine normale, saubere "schicke" Jogginghose ist doch eigentlich nichts einzuwenden. Gerade diese "Schlotzenhosen" fallen da für mich auch schon fast drunter und ich liebe die. Ich gehe aber auch in einer Jogginghose spazieren oder einkaufen....


Absolut Nein!
Gibt es nicht.

Ich muss ja gestehen, dass ich seit gestern viel über meine Einstellung nachdenke.Und ich stelle fest,dass ich spießig bin.
Stört mich allerdings auch nicht .

Ich würde im Leben nie mit einer Jogginghose aus dem Haus (ich hab ja nicht mal eine).Und meine Kinder auch nicht (also die Jungs schon,für ihren Sport),aber so würden sie auch nicht los gehen.Also darüber haben wir nie gesprochen,weil sie es einfach nicht machen.
03.08.2017 13:42
Zitat von DieW:

Zitat von NiAn:

Zitat von DieW:

Zitat von NiAn:

DieW erklär mir das mal mit der Jogginghose....Ihr durftet nicht mit Jogginghose aus dem Haus oder wie ist das gemeint?


Ja genau!
Das wollte meine Mutter ums Verrecken nicht.
Damals ziemlich nervig-heute völlig verständlich.Dürfen meine Kinder auch nicht,Es sei denn ,sie sind auf dem.direkten Weg zum Sport.
Wollen sie aber auch nicht.
Finden zumindest die drei Großen ebenso "hässlich "und unangezogen wie ich.


ehrlich?

Also gegen eine normale, saubere "schicke" Jogginghose ist doch eigentlich nichts einzuwenden. Gerade diese "Schlotzenhosen" fallen da für mich auch schon fast drunter und ich liebe die. Ich gehe aber auch in einer Jogginghose spazieren oder einkaufen....


Absolut Nein!
Gibt es nicht.

Ich muss ja gestehen, dass ich seit gestern viel über meine Einstellung nachdenke.Und ich stelle fest,dass ich spießig bin.
Stört mich allerdings auch nicht .

Ich würde im Leben nie mit einer Jogginghose aus dem Haus (ich hab ja nicht mal eine).Und meine Kinder auch nicht (also die Jungs schon,für ihren Sport),aber so würden sie auch nicht los gehen.Also darüber haben wir nie gesprochen,weil sie es einfach nicht machen.


Krass

Das erste was ich mache wenn ich heim komme ist Jogginghose an. Ich besitze z.B. keine einzige Jeans seit der Schwangerschaft
03.08.2017 13:45
Kein. Meine Mama, alleinerziehend, hat mich und meinen Bruder damals schon (Bruder 61 und ich 71 geboren) bedürfnisorientiert erzogen.
Familie war und ist das oberste Heiligtum, ganz egal, was passierte. Sie waren unser Hafen und wir sind nie weit weggefahren davon.
Vielleicht wäre es anders gewesen, wenn wir anders drauf gewesen wären, aber das kam weder mir, noch meinem Bruder in den Sinn. Ich habe,und ich weiß es von meinem Bruder, dass es da ebenso war, ganz vieles aus Liebe zu meiner Mama gemacht. Einfach, weil ich wollte, dass sie stolz ist, dass sie keinen Kummer meinetwegen hat usw. Da sie alleinerziehend war und als solches die einzige in ihrer Abteilung, wurde sie oft belächelt. Meine Mama arbeitete wie ein Tier, nahm sich sehr oft Heimarbeit mit nach Hause, nur damit sie uns alles kaufen konnten, was wir wollten. Damit es uns nicht, bedingt durch das Fehlen eines Vaters und damit eines zweiten Einkommens, an irgendwas mangelte, was andere Kinder vielleicht hatten. Aber wir wollten eigentlich gar nichts. Bücher bekam ich entweder vom Opa aus dem Westen geschickt oder holte sie mir aus der Bibliothek und mehr brauchte ich schon als Kind und Teenie nicht. Meine Freunde, die ich mir gesucht hatte (übrigens alle nicht aus meiner Schule und älter) tickten wie ich.
Trinken, Rauchen, zu lange wegbleiben, nicht Bescheid sagen, wann ich wo mit wem bin, irgendwelchen Blödsinn machen? Gabs hier nicht. Nicht weil es verboten war (da wurde meiner Erinnerung nach nie drüber gesprochen), sondern weil wir es einfach nicht taten. Wie gesagt: abgöttische Liebe zur Mama und sie nur nie enttäuschen - das war unser beider Motivation.
Und Schule: Ich ging noch zu DDR Zeiten in die Schule und da war es so, wenn man alles Einsen auf dem Zeugnis hatte (ich glaube 2 Zweien waren auch noch erlaubt) wurde das an den Betrieb der Eltern gemeldet und der Brigadeleiter rief die komplette Brigade zusammen und zeichnete das Elternteil aus, dessen Kind eben so besonders gut in der Schule war. Dasselbe gab es nochmal, wenn man in Russisch eine 1 hatte. Und wenn man es wiederkehrend hatte, dann gab es noch eine gesonderte Auszeichnung. Meine Mama war diejenige, die 20 Jahre lang, Jahr für Jahr alle diese Auszeichnungen erhielt. Das war dann ihre Sternstunde für all die Lächler, weil sie so viel arbeitete und alleinerziehend war. Das wussten wir auch und es war ein besonderer Antrieb, genau das zu erreichen. Das ist eben dieses DIng: Familie über alles.

Und genauso ist es auch heute mit unserem eigenen Kind. Keine Regeln, keine Verbote und so ziemlich alles erlaubt. Aber er testet seine Grenzen auch nicht groß aus, die es natürlich unausgesprochen im großen Rahmen gibt. BIsher eckte er da aber auch nicht an. Und da er dieses Jahr 18 wird, glaube ich auch nicht, dass da noch großartig was kommt.

Ich durfte mir oft anhören, dass ich eine rosarote Käseglocke über mein Kind und sein Leben stülpe. Ja tue ich, die hatte ich nämlich auch und bis heute ein tolles Leben damit.
Marf
30380 Beiträge
03.08.2017 13:49
Zitat von NiAn:

Zitat von DieW:

Zitat von NiAn:

Zitat von DieW:

...


ehrlich?

Also gegen eine normale, saubere "schicke" Jogginghose ist doch eigentlich nichts einzuwenden. Gerade diese "Schlotzenhosen" fallen da für mich auch schon fast drunter und ich liebe die. Ich gehe aber auch in einer Jogginghose spazieren oder einkaufen....


Absolut Nein!
Gibt es nicht.

Ich muss ja gestehen, dass ich seit gestern viel über meine Einstellung nachdenke.Und ich stelle fest,dass ich spießig bin.
Stört mich allerdings auch nicht .

Ich würde im Leben nie mit einer Jogginghose aus dem Haus (ich hab ja nicht mal eine).Und meine Kinder auch nicht (also die Jungs schon,für ihren Sport),aber so würden sie auch nicht los gehen.Also darüber haben wir nie gesprochen,weil sie es einfach nicht machen.


Krass

Das erste was ich mache wenn ich heim komme ist Jogginghose an. Ich besitze z.B. keine einzige Jeans seit der Schwangerschaft

Das mache ich auch...die Keksbuxe an und gut ist.Aber damit raus?Einkaufen? Neee...,ist für mich irgendwie Asistyle.Dazu noch einen Dutt ,enges Oberteil und Handtasche im Ellenbogen.
Und meine Kinder sind da genau so.Die hopsen daheim in den Schlabberhosen rum und für drausen (ausser beim dreckeln) haben sie die normalen Klamotten.
03.08.2017 13:50
Zitat von Marf:

Zitat von DieW:

Oh ,da gab es nicht viele,aber wenn dann echte!
Unpünktlichkeit, per Anhalter fahren,mit Jogginghosen aus dem Haus....
Es gab eher Regeln
*ab 01.00 Zuhause sein (ab 14).
*in der Schulzeit ab 22.00h Licht aus.
*ohne zumindest ein Glas Milch geht es nicht in aus dem Haus

Ich muss aber sagen,dass ich die ersten 9/10 Lebensjahre bei meinen Großeltern aufgewachsen bin.Dort wurden mir einfach andere Dinge beigebracht,als meine Mutter sie mir hätte mir 17 Jahren Alterunteschied hätte beibringen können.
Das ist nicht böse gemeint,meine Mutter war eben der aufmüpfige Teenie (ich bin letzendlich nichts anderes als eine Trotzreaktion ,weil meine Großeltern die Beziehung meiner Eltern nicht gut geheissen haben).
Trotzdem gab auch sie mir auch Vieles auf den Weg.

Daaas kenne ich auch.....Unpünktlichkeit,nie per Anhalter,gscheit angezogen und mit Frühstück im Bauch!
Mit 14 musste ich um 20/21 Uhr Zuhause sein....am WE war Ausgang bis 0 Uhr.Da schauten schon die Discobetreiber streng darauf das ,das Junggemüse um 22Uhr drausen war!
Schminken durfte ich mich,hab ich aber nur fürs weggehen gemacht.Klamotten konnte ich mir sehr frei aussuchen,Papa zahlte.Als meine Freundin dann eine Nähmaschine bekam machten wir unsere Sachen selber.
Ich wurde hauptsächlichvon meiner Omi aufgezogen.Sie war Jahrgang 1920 - das was sie mir beibrachte ist bis heute Gold wert.Sie vermittelte mir die Werte mit Erklärung.Begründete,und durch ihre Kriegserlebnisse habe ich viel Respekt und Verständnis für diese und die nachfolgende Generation.
Jungs durfte ich treffen,mitbringen und um 20 Uhr mussten sie gehen.Papa war da sehr streng.Das habe ich aber nie als schlimm empfunden,eher positiv.Woanders schlafen durfte ich wenn klar war bei wem.
Ich brauchte nicht heimlich rauchen - leider.
Da mein Vater nebenbei einen Gaststätte hatte und ich dort mithalf ,war Alkohol etwas,was ich jederzeit hätte konsumieren können.Aber sicher nicht mit 14.
Mit 16 hatte ich meinen ersten Rausch - erster Urlaub ohne Eltern und das war mir eine Lehre.
Gute Noten wurden belohnt - die teure LP oder neue Allrounder....für schlechte gabs Nachhilfe und Ausgangsperre ( die ich ab und an umgehen konnte) .
Mit 16 bin ich ausgezogen und ab da musste ich selber gucken wie ich durchkam ( Kindergeld und Job neben der Schule ),die Miete hat noch meine Mutter übernommen für das erste Jahr.Da blieb dann keine Zeit für die ganze Selbstfindung,das ergibt sich dann von selbst.


Das meinte ich "drüben"mit den Generationen.
Meine Großeltern waren Jahrgang 19 und 24.Da wurden andere Werte vermittelt, aufgrund der Erlebnisse und auch der der wirklich grundsätzlich anderen Art zu leben.

Ich habe heute so viele Dinge Kopf,die meiner Oma wichtig waren (ich halte sie ein, meine Mutter garnicht).

Marf
30380 Beiträge
03.08.2017 13:54
Zitat von DieW:

Zitat von Marf:

Zitat von DieW:

Oh ,da gab es nicht viele,aber wenn dann echte!
Unpünktlichkeit, per Anhalter fahren,mit Jogginghosen aus dem Haus....
Es gab eher Regeln
*ab 01.00 Zuhause sein (ab 14).
*in der Schulzeit ab 22.00h Licht aus.
*ohne zumindest ein Glas Milch geht es nicht in aus dem Haus

Ich muss aber sagen,dass ich die ersten 9/10 Lebensjahre bei meinen Großeltern aufgewachsen bin.Dort wurden mir einfach andere Dinge beigebracht,als meine Mutter sie mir hätte mir 17 Jahren Alterunteschied hätte beibringen können.
Das ist nicht böse gemeint,meine Mutter war eben der aufmüpfige Teenie (ich bin letzendlich nichts anderes als eine Trotzreaktion ,weil meine Großeltern die Beziehung meiner Eltern nicht gut geheissen haben).
Trotzdem gab auch sie mir auch Vieles auf den Weg.

Daaas kenne ich auch.....Unpünktlichkeit,nie per Anhalter,gscheit angezogen und mit Frühstück im Bauch!
Mit 14 musste ich um 20/21 Uhr Zuhause sein....am WE war Ausgang bis 0 Uhr.Da schauten schon die Discobetreiber streng darauf das ,das Junggemüse um 22Uhr drausen war!
Schminken durfte ich mich,hab ich aber nur fürs weggehen gemacht.Klamotten konnte ich mir sehr frei aussuchen,Papa zahlte.Als meine Freundin dann eine Nähmaschine bekam machten wir unsere Sachen selber.
Ich wurde hauptsächlichvon meiner Omi aufgezogen.Sie war Jahrgang 1920 - das was sie mir beibrachte ist bis heute Gold wert.Sie vermittelte mir die Werte mit Erklärung.Begründete,und durch ihre Kriegserlebnisse habe ich viel Respekt und Verständnis für diese und die nachfolgende Generation.
Jungs durfte ich treffen,mitbringen und um 20 Uhr mussten sie gehen.Papa war da sehr streng.Das habe ich aber nie als schlimm empfunden,eher positiv.Woanders schlafen durfte ich wenn klar war bei wem.
Ich brauchte nicht heimlich rauchen - leider.
Da mein Vater nebenbei einen Gaststätte hatte und ich dort mithalf ,war Alkohol etwas,was ich jederzeit hätte konsumieren können.Aber sicher nicht mit 14.
Mit 16 hatte ich meinen ersten Rausch - erster Urlaub ohne Eltern und das war mir eine Lehre.
Gute Noten wurden belohnt - die teure LP oder neue Allrounder....für schlechte gabs Nachhilfe und Ausgangsperre ( die ich ab und an umgehen konnte) .
Mit 16 bin ich ausgezogen und ab da musste ich selber gucken wie ich durchkam ( Kindergeld und Job neben der Schule ),die Miete hat noch meine Mutter übernommen für das erste Jahr.Da blieb dann keine Zeit für die ganze Selbstfindung,das ergibt sich dann von selbst.


Das meinte ich "drüben"mit den Generationen.
Meine Großeltern waren Jahrgang 19 und 24.Da wurden andere Werte vermittelt, aufgrund der Erlebnisse und auch der der wirklich grundsätzlich anderen Art zu leben.

Ich habe heute so viele Dinge Kopf,die meiner Oma wichtig waren (ich halte sie ein, meine Mutter garnicht).

Hier genauso.Meine Mutter ist da ganz anders und ich finde es oft anstrengend.Wobei sie es sicher anders macht ,eben weil sie es Zuhause nur so mitbekommen hat.....
Hat dir deine Omi auch das kochen gezeigt? Meine andere war da ganz motiviert.Und so konnte ich mit 10 schon fast alles kochen.
03.08.2017 13:58
Zitat von Die-zauberhafte-Patin:

Kein. Meine Mama, alleinerziehend, hat mich und meinen Bruder damals schon (Bruder 61 und ich 71 geboren) bedürfnisorientiert erzogen.
Familie war und ist das oberste Heiligtum, ganz egal, was passierte. Sie waren unser Hafen und wir sind nie weit weggefahren davon.
Vielleicht wäre es anders gewesen, wenn wir anders drauf gewesen wären, aber das kam weder mir, noch meinem Bruder in den Sinn. Ich habe,und ich weiß es von meinem Bruder, dass es da ebenso war, ganz vieles aus Liebe zu meiner Mama gemacht. Einfach, weil ich wollte, dass sie stolz ist, dass sie keinen Kummer meinetwegen hat usw. Da sie alleinerziehend war und als solches die einzige in ihrer Abteilung, wurde sie oft belächelt. Meine Mama arbeitete wie ein Tier, nahm sich sehr oft Heimarbeit mit nach Hause, nur damit sie uns alles kaufen konnten, was wir wollten. Damit es uns nicht, bedingt durch das Fehlen eines Vaters und damit eines zweiten Einkommens, an irgendwas mangelte, was andere Kinder vielleicht hatten. Aber wir wollten eigentlich gar nichts. Bücher bekam ich entweder vom Opa aus dem Westen geschickt oder holte sie mir aus der Bibliothek und mehr brauchte ich schon als Kind und Teenie nicht. Meine Freunde, die ich mir gesucht hatte (übrigens alle nicht aus meiner Schule und älter) tickten wie ich.
Trinken, Rauchen, zu lange wegbleiben, nicht Bescheid sagen, wann ich wo mit wem bin, irgendwelchen Blödsinn machen? Gabs hier nicht. Nicht weil es verboten war (da wurde meiner Erinnerung nach nie drüber gesprochen), sondern weil wir es einfach nicht taten. Wie gesagt: abgöttische Liebe zur Mama und sie nur nie enttäuschen - das war unser beider Motivation.
Und Schule: Ich ging noch zu DDR Zeiten in die Schule und da war es so, wenn man alles Einsen auf dem Zeugnis hatte (ich glaube 2 Zweien waren auch noch erlaubt) wurde das an den Betrieb der Eltern gemeldet und der Brigadeleiter rief die komplette Brigade zusammen und zeichnete das Elternteil aus, dessen Kind eben so besonders gut in der Schule war. Dasselbe gab es nochmal, wenn man in Russisch eine 1 hatte. Und wenn man es wiederkehrend hatte, dann gab es noch eine gesonderte Auszeichnung. Meine Mama war diejenige, die 20 Jahre lang, Jahr für Jahr alle diese Auszeichnungen erhielt. Das war dann ihre Sternstunde für all die Lächler, weil sie so viel arbeitete und alleinerziehend war. Das wussten wir auch und es war ein besonderer Antrieb, genau das zu erreichen. Das ist eben dieses DIng: Familie über alles.

Und genauso ist es auch heute mit unserem eigenen Kind. Keine Regeln, keine Verbote und so ziemlich alles erlaubt. Aber er testet seine Grenzen auch nicht groß aus, die es natürlich unausgesprochen im großen Rahmen gibt. BIsher eckte er da aber auch nicht an. Und da er dieses Jahr 18 wird, glaube ich auch nicht, dass da noch großartig was kommt.

Ich durfte mir oft anhören, dass ich eine rosarote Käseglocke über mein Kind und sein Leben stülpe. Ja tue ich, die hatte ich nämlich auch und bis heute ein tolles Leben damit.


Genau so.
Verbote gibt es ansich auch nicht,ausser es kommen Themen auf,wo ich meine Meinung dazu sage.

Thema Alkohol war bei meinem Sohn nie Thema,nur wenn er erzählte ,dass Xy mal wieder hackenstramm war.Da fragt man ja nach,wie die Eltern reagierten und so kommen dann meine Verbote auf den Tisch.

Oder Ohrringe-nie Thema.Bis meine Tochter grad gestern fragte, wann sie denn auch Ohrringe bekommen dürfte.
Jaaaa-in 7-8 Jahren Süße."Oh Mama,dann bin ich ja fast 100!"
Thema durch .

03.08.2017 14:04
Zitat von Marf:

Zitat von DieW:

Zitat von Marf:

Zitat von DieW:

Oh ,da gab es nicht viele,aber wenn dann echte!
Unpünktlichkeit, per Anhalter fahren,mit Jogginghosen aus dem Haus....
Es gab eher Regeln
*ab 01.00 Zuhause sein (ab 14).
*in der Schulzeit ab 22.00h Licht aus.
*ohne zumindest ein Glas Milch geht es nicht in aus dem Haus

Ich muss aber sagen,dass ich die ersten 9/10 Lebensjahre bei meinen Großeltern aufgewachsen bin.Dort wurden mir einfach andere Dinge beigebracht,als meine Mutter sie mir hätte mir 17 Jahren Alterunteschied hätte beibringen können.
Das ist nicht böse gemeint,meine Mutter war eben der aufmüpfige Teenie (ich bin letzendlich nichts anderes als eine Trotzreaktion ,weil meine Großeltern die Beziehung meiner Eltern nicht gut geheissen haben).
Trotzdem gab auch sie mir auch Vieles auf den Weg.

Daaas kenne ich auch.....Unpünktlichkeit,nie per Anhalter,gscheit angezogen und mit Frühstück im Bauch!
Mit 14 musste ich um 20/21 Uhr Zuhause sein....am WE war Ausgang bis 0 Uhr.Da schauten schon die Discobetreiber streng darauf das ,das Junggemüse um 22Uhr drausen war!
Schminken durfte ich mich,hab ich aber nur fürs weggehen gemacht.Klamotten konnte ich mir sehr frei aussuchen,Papa zahlte.Als meine Freundin dann eine Nähmaschine bekam machten wir unsere Sachen selber.
Ich wurde hauptsächlichvon meiner Omi aufgezogen.Sie war Jahrgang 1920 - das was sie mir beibrachte ist bis heute Gold wert.Sie vermittelte mir die Werte mit Erklärung.Begründete,und durch ihre Kriegserlebnisse habe ich viel Respekt und Verständnis für diese und die nachfolgende Generation.
Jungs durfte ich treffen,mitbringen und um 20 Uhr mussten sie gehen.Papa war da sehr streng.Das habe ich aber nie als schlimm empfunden,eher positiv.Woanders schlafen durfte ich wenn klar war bei wem.
Ich brauchte nicht heimlich rauchen - leider.
Da mein Vater nebenbei einen Gaststätte hatte und ich dort mithalf ,war Alkohol etwas,was ich jederzeit hätte konsumieren können.Aber sicher nicht mit 14.
Mit 16 hatte ich meinen ersten Rausch - erster Urlaub ohne Eltern und das war mir eine Lehre.
Gute Noten wurden belohnt - die teure LP oder neue Allrounder....für schlechte gabs Nachhilfe und Ausgangsperre ( die ich ab und an umgehen konnte) .
Mit 16 bin ich ausgezogen und ab da musste ich selber gucken wie ich durchkam ( Kindergeld und Job neben der Schule ),die Miete hat noch meine Mutter übernommen für das erste Jahr.Da blieb dann keine Zeit für die ganze Selbstfindung,das ergibt sich dann von selbst.


Das meinte ich "drüben"mit den Generationen.
Meine Großeltern waren Jahrgang 19 und 24.Da wurden andere Werte vermittelt, aufgrund der Erlebnisse und auch der der wirklich grundsätzlich anderen Art zu leben.

Ich habe heute so viele Dinge Kopf,die meiner Oma wichtig waren (ich halte sie ein, meine Mutter garnicht).

Hier genauso.Meine Mutter ist da ganz anders und ich finde es oft anstrengend.Wobei sie es sicher anders macht ,eben weil sie es Zuhause nur so mitbekommen hat.....
Hat dir deine Omi auch das kochen gezeigt? Meine andere war da ganz motiviert.Und so konnte ich mit 10 schon fast alles kochen.


Hätte mein Omchen mir zu gerne gezeigt, aber ich fand Kochen bis vor 10 Jahren völlig sinnfrei.
Heute ärger ich mich sehr,denn vieles bekomm ich nicht so toll hin wie sie und dann schmeckt es mir nicht.

Ich hab leider viel zu wenig gefragt,ich wusste es ja "besser" und es war auch nicht so wichtig.
Heute wüsste ich gerne,wie sie ihre Geranien gezüchtet hat,oder warum ihr Garten so wunderschön war.
Warum mein Sauerkraut so laff (für mich)schmeckt und warum ihre Wäsche immer so schön glatt wurde beim Bügeln....

Oh-ich vermisse meine Großeltern .
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