Mütter- und Schwangerenforum

WeLove(ly)Books - Buch des Monats

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Aduja
28754 Beiträge
15.05.2015 11:32
Zitat von HibiscusFlower:

Zitat von Aduja:

Mein Fazit für das Buch:
Es sind einige interessante Ideen drin. Aber das alles ging unglaublich schnell, es gab keine tiefgründigen Erklärungen und am Ende hatte ich das Gefühl, dass einfach eine Sache nach der anderen abgehakt wurde. Schade.

@ Hibi: Die Sache mit dem geschnitzten Herzen ist echt süß, aber es reißt für mich die Geschichte nicht raus. Ich denke bei mir werden es eher 2 als 3 Sternchen. Da muss ich noch mal ein bisschen nachdenken.


Dass das Buch in die Tiefe geht, habe ich gar nicht erwartet, da es sich, wie schon angemerkt, um ein Buch ab 12 handelt. Vielleicht kommt man da ja mit sowas durch Außer natürlich, es wird von jemanden gelesen, der in manchen Punkten wirklich Ahnung hat
Zwischen 2-3 Sternen war ich ja zu Beginn auch. Und wie es ja aus meinen Zeilen hervorgeht, habe ich mich eher auf die Message dahinter konzentriert. Sowohl Juli wie auch Anjano konnte bei mir Sympathie oder gar große Gefühle auslösen. Ich habe nicht mit ihnen mitgefiebert.
Die Sache mit dem Herz hatte ich nur angesprochen, weil die Autorin, wenn auch auf dem leichten Weg, dafür gesorgt hat, dass sich die Kreise schließen.

Und genau dieses einfache und leichte hat mich jetzt am Ende sehr gestört. Ich hatte auch wirklich nicht im Kopf, dass es ab 12 sein soll. Da stört mich die Sache mit den Kondomen dann auch.
HibiscusFlower
9726 Beiträge
15.05.2015 11:40
Zitat von mashadar:

Zitat von HibiscusFlower:

Zitat von mashadar:

Ich werde heute auch den letzten Abschnitt lesen... irgendwie hat es mich nicht so richtig gepackt. Na, vielleicht kommt's noch.


Schon beim Anlesen war mir bewusst, dass dies ein Buch ist, bei dem ich entweder dran bleibe oder es abgebrochen weglege. Nur das Lesen mit euch hat mich zum Weiterlesen angetrieben.


Hihi, das liest sich wirklich witzig...
Es ist also ein Buch, das du entweder liest oder eben nicht. Soso.


Hätte ich den Antrieb durch das gemeinsame Lesen nicht gehabt, hätte ich es weggelegt.
Und jetzt so nach dem Lesen: hätte ich das Buch weggelegt, hätte ich nicht die ultimative Story verpasst.
Geri
11952 Beiträge
15.05.2015 13:56
Ich glaube, ich brauche mich nicht stressen, um es dann doch noch irgendwie zeitnah gelesen zu bekommen. ^^
mashadar
10585 Beiträge
15.05.2015 14:39
So, ich bin endlich durch. Muss ja zugeben, dass sich insbesondere der letzte Leseabschnitt wirklich gezogen hat.

Letzter Leseabschnitt:

Zuerst hatte ich ja angenommen, dass Juli = Marie Curie = Marie Sonrisa, aber das hat sich ja letztendlich nicht bewahrheitet.
Whoopis Reaktion auf "Die Naturgesetze verhindern es." war mir viel zu abgeklärt. Wie hat sie es um Himmels Willen geschafft, auf die Lösung zu kommen, obwohl sogar ich als Leser lange gerätselt habe, wohin die Geschichte führt?
Anjano und Juli waren mir bis zum Ende einfach zu "glatt", anders kann ich es nicht beschreiben. Diese Beziehung hatte in meinen Augen keine Tiefe, ich konnte weder mitfühlen noch mit reinversetzen. Auch ihre Reaktion bei seinem Tod ist ziemlich "cool", immerhin hat sie die Ruhe, sich von Anjani aufklären zu lassen...

Ich notiere hier mal meine Gedanken, die ich beim Lesen aufgeschrieben hatte. Die sind so schön durcheinander, dass ich das unmöglich anders wiedergeben kann.

Kapitel 16
- Oh, es fiept. Hoffentlich hüpft er da rein, immerhin hat er echte, gesundheitliche Probleme in der aktuellen Welt. Sicher hoppt sie hinter ihm her, so verrückt, wie sie nach ihm ist.
- Sie lieben sich. Wie putzig.
- Er will echt bei ihr bleiben?! Schonmal über die Konsequenzen nachgedacht?

Kapitel 17
- Oh, jetzt lieben sie sich richtig. Der Kosmos hat sich wohl umentschieden. Na dann...

Kapitel 18
- Sie lieben sich schon wieder.
- Aha. Jetzt ist er krank. Sagte ich das nicht schon vor zwei Kapiteln? Mannmannmann.
- Okay, der Kosmos erlaubt es, weil Anjano stirbt. Das ist immerhin schlüssig.
- Oh, jetzt ist er tot.

Kapitel 19
- Auftritt interessante Frau, ich tippe auf seine Uroma
- Treffer.

Okay, ich glaube, das reicht für einen Eindruck. Zu Beginn fand ich das Buch ganz interessant, aber ich fand bis zum Ende einfach nicht rein, was wohl größtenteils an der Ambivalenz Julis gelegen hat.
Die Handlung war mir zu unlogisch, die Geschichte um Marie Sonrisa zu vorhersehbar - insbesondere, weil immer so ein Wind um Marie Curie gemacht wurde.
Alles in allem ein (für mich) seichter und etwas naiver Roman, der zwar erfrischenderweise eine positive Zukunftsvision entworfen hat, diese jedoch nicht überzeugend umsetzen konnte.


Hey, das Fazit kann ich direkt in die Rezi übernehmen.
Seramonchen
37807 Beiträge
15.05.2015 20:17
Zitat von HibiscusFlower:

Zitat von Aduja:

Letzter Abschnitt:

Irgendwie fand ich das alles am Ende zu glatt und zu einfach. Alles löst sich innerhalb weniger Tage auf, alles ist perfekt....
Das Juli eine der beiden Superfrauen sein würde, von denen Anjano sprach war mir eigentlich schon in der Mitte des Buches klar. Nur welche von beiden stand halt noch aus.
Und neben diesen beiden Frauen gab es keine anderen bedeutenden Persönlichkeiten und die beiden hatten auch keine großen Schwierigkeiten dabei, die Welt zu revolutionieren.

Bei dem 'grobstofflicher' hätte ich fast nen Lachanfall bekommen. Da ließ sich so gar kein wissenschaftliches Verständnis erkennen.


Genau das mag ich an dem Bücheraustausch...die unterschiedlichen Blickwinkel Du hast Sachen aufgegriffen, denen ich so gar keine Beachtung geschenkt habe. Ich habe eher immer daran gedacht, das dies ein Buch 12+ ist. Da hat mich eher gestört, dass die unbedarfte Juli in Besitz von Kondomen ist und sie ohne Weiteres mit Anjano diese auch wiederholend genutzt hat.


Ach Mist jetzt hab ich diesen post hier gelesen und weiß dass sie pimpern werden
mashadar
10585 Beiträge
16.05.2015 08:14
Die ist mir wirklich schwergefallen... das Buch war nicht so ganz meins, und ich weiß gar nicht so genau, weshalb.^^

Rezension

Die sechzehnjährige Juli und ihre flippige Freundin Whoopi gehören auf ihrer Schule nicht gerade zu den beliebtesten Schülern. Stattdessen bezeichnen sie sich als Nerds und wirken nicht gerade unglücklich damit. Juli kommt aus gutem Hause, allerdings liegt die Ehe ihrer Eltern in Scherben, sodass sie jede Gelegenheit nutzt, der schlechten Stimmung daheim zu entkommen und sich auf ihrer Lichtung zu erholen.
Genau dieser Ort ist es auch, an welchem sie Anjano zum ersten Mal begegnet, woraufhin ihr Leben eine völlig unerwartete Wendung nimmt.

Das Cover gefällt mir recht gut, es war sogar der Grund, dass ich in eine Printversion investiert habe und nicht "nur" das Ebook gekauft habe. Die Pastelltöne wirken sommerlich und vermitteln eine Leichtigkeit, die sich teilweise auch in der Handlung wiederfinden lässt. Zudem spiegelt sich auch Julis Lichtung auf dem Cover wider.

Durch den Ich-Erzähler erfährt der Leser sehr viel über Gedanken und Gefühle Julis. Diese waren für mich jedoch nur bedingt nachvollziehbar. Auf der einen Seite scheint sie extrem intelligent und aufgeweckt zu sein, andererseits wirkt sie für ihre sechzehn Jahre immer wieder sehr naiv und kindlich.
Im Gegensatz zu Juli, deren Aussehen eher außergewöhnlich ist - beispielsweise hat sie dicke Augenbrauen und ein abstehendes Ohr - finden sich in Anjano, dem männlichen Protagonisten das typische Schönheitsideal.
Diese Kombination spielt auch im weiteren Verlauf des Buches eine Rolle; am Ende werden alle aufgeworfenen Fragen aufgelöst, auch wenn die Antworten nicht immer logisch oder zumindest nachvollziehbar sind.

Insgesamt liegt dem "Sommer, in dem die Zeit stehenblieb" eine interessante Idee zu Grunde. Leider fand ich trotzdem bis zum Ende nicht in die Geschichte hinein, was wohl größtenteils an der Widersprüchlichkeit Julis lag.
Auch die plötzliche und sehr starke Liebe, die die beiden verbindet, konnte ich nicht nachvollziehen. Das Ende war kreativ; ich hatte etwas Derartiges erwartet. (Keine Kritik! Der Leser freut sich ja, wenn er richtig lag!)
Alles in allem ein (für mich) eher seichter und etwas naiver Roman, der zwar eine positive Vision (nicht zu viel verraten!) entwirft, diese jedoch nicht überzeugend umsetzen konnte.
Aduja
28754 Beiträge
16.05.2015 09:56
Die Rezension gefällt mir gut!
HibiscusFlower
9726 Beiträge
16.05.2015 11:02
Zitat von Aduja:

Die Rezension gefällt mir gut!


Dem kann ich mich so nur anschliessen und füge noch ein "sehr" hinzu
mashadar
10585 Beiträge
16.05.2015 11:12
Das beruhigt mich, nachdem ich sie so auch auf Amazon und LB gepostet habe. Nachdem ich das Buch so aufmerksam gelesen habe, will ich jetzt auch meinen Senf dazu geben.
(Und außerdem sind mir die Bewertungen einen Ticken zu gut... dazu aber im anderen Thread mehr...)
Irgendwie kam sie mir so extrem "bruchstückhaft" vor... ich hab alles und nichts angerissen und zum Schluss das Gefühl gehabt, alles Wesentliche vergessen zu haben.^^
HibiscusFlower
9726 Beiträge
16.05.2015 11:15
Zitat von mashadar:

Das beruhigt mich, nachdem ich sie so auch auf Amazon und LB gepostet habe. Nachdem ich das Buch so aufmerksam gelesen habe, will ich jetzt auch meinen Senf dazu geben.
(Und außerdem sind mir die Bewertungen einen Ticken zu gut... dazu aber im anderen Thread mehr...)
Irgendwie kam sie mir so extrem "bruchstückhaft" vor... ich hab alles und nichts angerissen und zum Schluss das Gefühl gehabt, alles Wesentliche vergessen zu haben.^^


Daher bin ich mit meiner Rezi auch noch nicht fertig Ich will nicht spoilern, mag aber einfangen, was mir gefallen und eben nicht gefallen hat. Sche...Notizen...die helfen mir jetzt auch nicht.
mashadar
10585 Beiträge
16.05.2015 11:22
Genau! Irgendwie machen die Leserunden-Notizen eine Rezi noch schwieriger, weil da ja sämtliche Mutmaßungen drin sind, die man zwecks Spoilervermeidung gar nicht erwähnen sollte...^^
Seramonchen
37807 Beiträge
17.05.2015 10:48
Mich würde mal interessieren was ihr von der Idee ohne Geld haltet? Es wird ja derzeit über die mindestzahlung gesprochen was ja theoretisch bedeuten würde, dass keiner mehr arbeiten müsste. Wie schätzt ihr die Menschen ein? Würden sie für das Gemeinwohl arbeiten?
HibiscusFlower
9726 Beiträge
17.05.2015 11:03
Zitat von Seramonchen:

Mich würde mal interessieren was ihr von der Idee ohne Geld haltet? Es wird ja derzeit über die mindestzahlung gesprochen was ja theoretisch bedeuten würde, dass keiner mehr arbeiten müsste. Wie schätzt ihr die Menschen ein? Würden sie für das Gemeinwohl arbeiten?


Interessant, interessant. Wenn ich jetzt nur für mich spreche, dann könnte ich behaupten, dass dies funktionieren könnte. Nur ist es so, dass nur ein Blick in unseren Freundes-Familien-Bekannten-Kreis ausreicht, um zu sagen, ja regelrecht zu behaupten, dass es ein Ding der Unmöglichkeit ist.
Aduja
28754 Beiträge
17.05.2015 11:22
Zitat von HibiscusFlower:

Zitat von Seramonchen:

Mich würde mal interessieren was ihr von der Idee ohne Geld haltet? Es wird ja derzeit über die mindestzahlung gesprochen was ja theoretisch bedeuten würde, dass keiner mehr arbeiten müsste. Wie schätzt ihr die Menschen ein? Würden sie für das Gemeinwohl arbeiten?


Interessant, interessant. Wenn ich jetzt nur für mich spreche, dann könnte ich behaupten, dass dies funktionieren könnte. Nur ist es so, dass nur ein Blick in unseren Freundes-Familien-Bekannten-Kreis ausreicht, um zu sagen, ja regelrecht zu behaupten, dass es ein Ding der Unmöglichkeit ist.

Ich denke auch. Es gibt sicherlich viele, die auch arbeiten würden, wenn sie sicher genug Geld hätten. Aber auch viele, die dann keinen Finger mehr krümmen würden.
Seramonchen
37807 Beiträge
17.05.2015 11:53
Zitat von HibiscusFlower:

Zitat von Seramonchen:

Mich würde mal interessieren was ihr von der Idee ohne Geld haltet? Es wird ja derzeit über die mindestzahlung gesprochen was ja theoretisch bedeuten würde, dass keiner mehr arbeiten müsste. Wie schätzt ihr die Menschen ein? Würden sie für das Gemeinwohl arbeiten?


Interessant, interessant. Wenn ich jetzt nur für mich spreche, dann könnte ich behaupten, dass dies funktionieren könnte. Nur ist es so, dass nur ein Blick in unseren Freundes-Familien-Bekannten-Kreis ausreicht, um zu sagen, ja regelrecht zu behaupten, dass es ein Ding der Unmöglichkeit ist.


Inwiefern denkst du würde es nicht funktionieren? Meint ihr nicht hier könnte es die Masse machen? Heißt, wenn 20% nichts mehr machen, reißen es die anderen 80% nicht raus? Glaubt ihr die Menschen wären glücklicher?

Btw: im Moment liest sich das Buch wie eine Sendung mit der Maus
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