Gefühlsstarke Kinder (Nora Imlau)
24.10.2018 19:31
Zitat von Roxytwo:
Naja, im KiGa sind zu viele Impulse für meine kleine Große. Sie kommt mit den vielen anderen Kindern, der Lautstärke und den 100 gleichzeitig auf sie einstürmenden Eindrücken wohl nicht klarDa hilft nur aus der Situation rausnehmen, sie beruhigen lassen und trösten. Bei 2 Erzieherinnen mit 24 anderen Kindern fast unmöglich.
Hallo! Willkommen im Club.
Genau das war bei uns auch im ersten Kindergartenjahr ein Riesenthema. 4 Gruppen á 25 Kinder - auch für uns Erwachsene ein geräuschtechnischer Alptraum. Inzwischen (nach über 2 Jahren) alles völlig normal, aber am Anfang hat das uns alle umgehauen. Meine Tochter sagte während des ersten Kindergartenjahres immer wieder, es sei ihr dort zu laut. Haben wir auch den Erzieherinenn so weiter gegeben, aber ist natürlich schwierig, bei 4 Gruppenräumen + Flur + WC irgendwo eine Rückzugsmöglichkeit für die Kinder anzubieten. [Solche Einrichtungen gehören echt verboten! Aber gibt hier im Ort nur diesen einen KiGa.]
Die "Lösung" bestand letztlich darin, dass das Kind so lange wie möglich (konkret bis 4 Jahre 8 Monate) mittags mit hoch in den Schlafraum gegangen ist. Auch als sie irgendwann selbst schon keinen Mittagsschlaf mehr gemacht hat, konnte sie so wenigstens mal abschalten und zu Ruhe kommen. Gelegentlich ist sie dann noch eingeschlafen, ansonsten hatte sie eine 30 min. Sanduhr und ging dann selbstständig wieder runter. Diese Mittagsruhe hat ihr echt gut getan, kann ich wirklich nur empfehlen (wenn es nicht andere Ruheräume in eurer Einrichtung gibt).
Seit es diese Pause nicht mehr gibt, kommt es jeden Tag nach dem Kindergarten zum Zusammenbruch zu Hause. Da kommt dann der ganze Frust, die ganze Erschöfpung aus ihr raus wie eine Lawine. Und Mama darf es auffangen.
[Wäre alles nicht so wild, wenn man nicht selbst gerade einen stressigen Arbeitstag hinter sich hätte...
]
25.10.2018 10:16
Zitat von Engelchen1711:
wuhu Kekse 4 me*hinsetzundnenkeksschnapp*
herzlich Willkommen hier![]()
bei uns ist es umgedreht, in der Kita gibts selten Beschwerden, hier zu Hause
dafür umso mehr *-*
Bei uns auch so. Bin ich schon auch froh. Jeden Tag die Kritik und Beschwerden von anderen würden mir ganz schön zusetzen.
In den letzten beiden Wochen hatte es eigentlich besser geklappt. Auch dank des Buches. Habe da auch viel über mich gelernt. Leider ist es seit fünf Tagen wieder eine Katastrophe.
Er kam jetzt in den Kindergarten und das strengt ihn sehr an. Er will da alles richtig machen und steht quasi ständig unter Strom. Da wäre ich auch fertig. Habe ihn auch schon vor dem Mittagessen geholt, mit dem Ergebnis, dass er zu Hause den ganzen Nachmittag geweint hat. Er kann überhaupt nicht alleine spielen und braucht stäääääändig Aufmerksamkeit. Das macht mich fertig.
28.10.2018 01:38
Hallo zusammen
Ich habe drei Jungs.
Der mittlere war schon von Geburt an "anders" schwierig fordernd. Doch seit heute hat sein anders sein für nich einen Namen.
Er ist 7 in der ersten Klasse und in der Schule ist er sehr vorbildlich. Zwar sehr "lebendig" aber er weiss was sich gehört und macht mit sehr viel Eifer mit.
Doch zu Hause....... ich dreh zwei dreimal am Tag im Roten bereich. er schlägt um sich, tobt und ist dann auf alles wütend.
Hab mir geite nach einem Abend voller stress so viele Gedanken gemacht und dann gegoogelt und mir gleich das Buch bestellt.
Nur schon der beschrieb macht mir Hoffnung dass wir das als Familie irgendwie hinkriegen. Denn es leiden nicht nur mein Mann und ich auch die zwei Geschwister verstehen oft die Welt nicht mehr.
Ich hoffe auf einen Austausch mit anderen Eltern und vielleicht auch mal den einen oder anderen Tipp der dann auch funktioniert. Denn das meiste was ich höre ist, du vist du wenig streng! Der braucht klare Regeln und mehr nicht.
Ich muss jedoch sagen wir sind schon sehr "streng"
und ich hab bislang weder beim grossen (9) noch beim kleinen (5) das Gefühl dass wir was falsch machen. Nur unser "Vollchaot" der ist einfach nicht Regeltauglich.
Ich glaube fest daran dass wir nun einen Weg finden um unser zusammen leben einfacher zu gestalten.
Liebe Grüsse aus der Schweiz
Ich habe drei Jungs.
Der mittlere war schon von Geburt an "anders" schwierig fordernd. Doch seit heute hat sein anders sein für nich einen Namen.
Er ist 7 in der ersten Klasse und in der Schule ist er sehr vorbildlich. Zwar sehr "lebendig" aber er weiss was sich gehört und macht mit sehr viel Eifer mit.
Doch zu Hause....... ich dreh zwei dreimal am Tag im Roten bereich. er schlägt um sich, tobt und ist dann auf alles wütend.
Hab mir geite nach einem Abend voller stress so viele Gedanken gemacht und dann gegoogelt und mir gleich das Buch bestellt.
Nur schon der beschrieb macht mir Hoffnung dass wir das als Familie irgendwie hinkriegen. Denn es leiden nicht nur mein Mann und ich auch die zwei Geschwister verstehen oft die Welt nicht mehr.
Ich hoffe auf einen Austausch mit anderen Eltern und vielleicht auch mal den einen oder anderen Tipp der dann auch funktioniert. Denn das meiste was ich höre ist, du vist du wenig streng! Der braucht klare Regeln und mehr nicht.
Ich muss jedoch sagen wir sind schon sehr "streng"
und ich hab bislang weder beim grossen (9) noch beim kleinen (5) das Gefühl dass wir was falsch machen. Nur unser "Vollchaot" der ist einfach nicht Regeltauglich.
Ich glaube fest daran dass wir nun einen Weg finden um unser zusammen leben einfacher zu gestalten.
Liebe Grüsse aus der Schweiz
03.11.2018 23:30
Zitat von Wirbelwind80:
Denn das meiste was ich höre ist, du vist du wenig streng! Der braucht klare Regeln und mehr nicht.
Ich muss jedoch sagen wir sind schon sehr "streng"
und ich hab bislang weder beim grossen (9) noch beim kleinen (5) das Gefühl dass wir was falsch machen. Nur unser "Vollchaot" der ist einfach nicht Regeltauglich.
Hallo und wilkommen im Club!
"Nicht regeltauglich" - das hast du gut ausgedrückt. Und das mit dem "Du musst mal richtig auf den Tisch hauen!" usw. kenne ich auch gut genug...
Wobei ich mich momentan schon öfters frage, wo die Grenze des schlechten Benehmens ist... Muss man es als Mutter tolerieren, dass sich das gfs Kindlein von früh bis spät wie die Axt im Walde benimmt? Aber was will man dagegen tun...?
Die letzten drei Wochen waren hier eine einzige Katastrophe. Absolutes Kleinkindverhalten [Kind ist 5 1/2], auf dem Boden herumrollen, ständig Mama stören und im Weg sein, an meiner Kleidung zerren, mich stoßen, stumpen, rempeln, mich mit Sachen pieksen, ununterbrochenes Jammern und Nölen, null Geduld, ein Ausraster nach dem nächsten, weil nichts so schnell geht, wie sie gerne hätte, wenn die Milch nicht nach einer Fünftel Sekunde auf dem Tisch steht, heißt es "Du bist ne blöde Mama!", wenn ich gerade drei Töpfe auf dem Herd stehen habe und deshalb nicht mit ihr Verstecken spielen kann, heißt es "Ich habe ein schlechtes Leben! Nie spielt ihr mit mir!" usw. usw.
[Natürlich spiele ich mit meinem Kind. Natürlich reden wir und kuscheln und verbringen Zeit zusammen. Vermutlich sogar mehr als bei manchen anderen. Aber irgendwann ist halt auch mal Kochen, Haushalt usw. angesagt. Von meinem Job mal ganz abgesehen.]
Gerade dieses Körperliche macht mich echt irre. Ich liebe mein Kind über alles und kuschele auch gerne und viel. Aber dieses andauernde Herumzuppeln an mir kann ich manchmal echt nicht ertragen. Zumal sie ja auch nachts die halbe Zeit auf mir hängt. Leider akzeptiert sie meine Grenzen überhaupt nicht. Wenn ich sage: "Halt, stopp, ich möchte nicht, dass du mir ins Gesicht fasst / mein Bein festhältst / mich haust! Bitte höre auf damit!" grinst sie und macht direkt weiter. Dann sage ich es noch mal lauter und dann reiße ich mich irgendwann los. Und dann kommt das ganz große Drama: "Mama, du hast meine Gefühle verletzt! Du hast mir weh getan! Man darf seinem Kind nicht wehtun! Mama, komm sofort zu mir! MAMA KOMM HER! SOOOOFOOORRRT!"
Oh man, wenn man das aufschreibt, klingt es wirklich surreal, aber das ist unser ganz normales Chaos...
Jedenfalls finde ich, dass ich auch als Erwachsener durchaus Grenzen haben darf. Meine Freundin, die Pädagogin ist, sagt sinngemäß, das geht gar nicht, es ist schließlich nur ein Kind, das muss ich ertragen, auch wenn die Kleine Nähe möchte und ich gerade nicht.
Als Baby / Kleinkind hat mich dieses schier unendliche Nähebedürfnis nicht so gestört. Da habe ich sie halt in die Manduca gepackt oder auf der Hüfte herumgetragen. Ihr das Tragen abzugewöhnen hat ewig gedauert, genau genommen bis 4 1/2, als ich es von den Bandscheiben her wirklich nicht mehr konnte. Aber nun ist sie 125 cm groß und hat schon ordentlich Kraft. Irgendwie muss sie einfach lernen, dass sie nicht mehr wie ein Baby auf mir rumturnen kann, finde ich.
Was meint ihr denn so?
04.11.2018 00:02
Zitat von Carmen43:
Zitat von Wirbelwind80:
Denn das meiste was ich höre ist, du vist du wenig streng! Der braucht klare Regeln und mehr nicht.
Ich muss jedoch sagen wir sind schon sehr "streng"
und ich hab bislang weder beim grossen (9) noch beim kleinen (5) das Gefühl dass wir was falsch machen. Nur unser "Vollchaot" der ist einfach nicht Regeltauglich.
Hallo und wilkommen im Club!![]()
"Nicht regeltauglich" - das hast du gut ausgedrückt. Und das mit dem "Du musst mal richtig auf den Tisch hauen!" usw. kenne ich auch gut genug...![]()
Wobei ich mich momentan schon öfters frage, wo die Grenze des schlechten Benehmens ist... Muss man es als Mutter tolerieren, dass sich das gfs Kindlein von früh bis spät wie die Axt im Walde benimmt? Aber was will man dagegen tun...?
Die letzten drei Wochen waren hier eine einzige Katastrophe. Absolutes Kleinkindverhalten [Kind ist 5 1/2], auf dem Boden herumrollen, ständig Mama stören und im Weg sein, an meiner Kleidung zerren, mich stoßen, stumpen, rempeln, mich mit Sachen pieksen, ununterbrochenes Jammern und Nölen, null Geduld, ein Ausraster nach dem nächsten, weil nichts so schnell geht, wie sie gerne hätte, wenn die Milch nicht nach einer Fünftel Sekunde auf dem Tisch steht, heißt es "Du bist ne blöde Mama!", wenn ich gerade drei Töpfe auf dem Herd stehen habe und deshalb nicht mit ihr Verstecken spielen kann, heißt es "Ich habe ein schlechtes Leben! Nie spielt ihr mit mir!" usw. usw.
[Natürlich spiele ich mit meinem Kind. Natürlich reden wir und kuscheln und verbringen Zeit zusammen. Vermutlich sogar mehr als bei manchen anderen. Aber irgendwann ist halt auch mal Kochen, Haushalt usw. angesagt. Von meinem Job mal ganz abgesehen.]
Gerade dieses Körperliche macht mich echt irre. Ich liebe mein Kind über alles und kuschele auch gerne und viel. Aber dieses andauernde Herumzuppeln an mir kann ich manchmal echt nicht ertragen. Zumal sie ja auch nachts die halbe Zeit auf mir hängt. Leider akzeptiert sie meine Grenzen überhaupt nicht. Wenn ich sage: "Halt, stopp, ich möchte nicht, dass du mir ins Gesicht fasst / mein Bein festhältst / mich haust! Bitte höre auf damit!" grinst sie und macht direkt weiter. Dann sage ich es noch mal lauter und dann reiße ich mich irgendwann los. Und dann kommt das ganz große Drama: "Mama, du hast meine Gefühle verletzt! Du hast mir weh getan! Man darf seinem Kind nicht wehtun! Mama, komm sofort zu mir! MAMA KOMM HER! SOOOOFOOORRRT!"
Oh man, wenn man das aufschreibt, klingt es wirklich surreal, aber das ist unser ganz normales Chaos...
Jedenfalls finde ich, dass ich auch als Erwachsener durchaus Grenzen haben darf. Meine Freundin, die Pädagogin ist, sagt sinngemäß, das geht gar nicht, es ist schließlich nur ein Kind, das muss ich ertragen, auch wenn die Kleine Nähe möchte und ich gerade nicht.
Als Baby / Kleinkind hat mich dieses schier unendliche Nähebedürfnis nicht so gestört. Da habe ich sie halt in die Manduca gepackt oder auf der Hüfte herumgetragen. Ihr das Tragen abzugewöhnen hat ewig gedauert, genau genommen bis 4 1/2, als ich es von den Bandscheiben her wirklich nicht mehr konnte. Aber nun ist sie 125 cm groß und hat schon ordentlich Kraft. Irgendwie muss sie einfach lernen, dass sie nicht mehr wie ein Baby auf mir rumturnen kann, finde ich.
Was meint ihr denn so?
Nein - auch als mutter muss man nicht alles akzeptieren. Auch ich habe das recht auf "freiräume" und dass meine grenzen eingehalten werden.
Und das kommunizier ich auch ganz klar. Und steh über dem motzen und "du bist blöd". Das nehm ich mir nicht zu herzen.
Hier wird einmal ermahnt, beim zweiten mal drauf hingewiesen was folgt (zb ich setzt dich aufs andere sofa wenn du nicht aufhörst mich beim kuscheln zu treten) und beim dritten mal folgt die Konsequenz. Und das wird auch knallhart durch gezogen (wenn sie dann zurück kommt zum kuscheln darf sie es, aber beim ersten treten geht es gleich zurück aufs andere sofa. Und dann war es das für diesen abend)
16.11.2018 09:02
War denn schon mal eine von euch in einer Beratungsstelle, was ja von der Autorin empfohlen wird?
Ich stelle mir das irgendwie komisch vor - zum Kinderschutzbund gehen und sagen "Hallo, mein Kind und ich sind gfs und rasten gerne zur gleichen Zeit aus, können Sie mir einen Rat geben?" Die denken doch, ich käme vom Mond...
Ich stelle mir das irgendwie komisch vor - zum Kinderschutzbund gehen und sagen "Hallo, mein Kind und ich sind gfs und rasten gerne zur gleichen Zeit aus, können Sie mir einen Rat geben?" Die denken doch, ich käme vom Mond...
16.11.2018 09:06
Habt ihr das Buch irgendwie bekannt gemacht, beim Kindergarten, Schule, Kinderarzt oder so?
Haben eure Männer es gelesen?
Bei unserer Kindergartenleitung brauche ich leider gar nicht anfangen. Die ist kurz vor der Rente und ich habe ohnehin schon den Ruf weg, mein Kind viel zu sehr zu verhätscheln.
Haben eure Männer es gelesen?
Bei unserer Kindergartenleitung brauche ich leider gar nicht anfangen. Die ist kurz vor der Rente und ich habe ohnehin schon den Ruf weg, mein Kind viel zu sehr zu verhätscheln.
16.11.2018 09:08
Zitat von Carmen43:
War denn schon mal eine von euch in einer Beratungsstelle, was ja von der Autorin empfohlen wird?
Ich stelle mir das irgendwie komisch vor - zum Kinderschutzbund gehen und sagen "Hallo, mein Kind und ich sind gfs und rasten gerne zur gleichen Zeit aus, können Sie mir einen Rat geben?" Die denken doch, ich käme vom Mond...
Ja genau.
Nein, war noch nicht.
Aber immer in so schlimmen Phasen suche ich nach Familientherapeuten. Mein Mann sagt dann immer: ist doch gar nicht so schlimm...
Dann warte ich zwei Tage und dann ist wieder was anderes...
In den letzten zwei Wochen wars super mit dem bedürfnisorientierten und diese Woche wieder Katastrophe
Er nutzt das dann aus (auch wenn Nora schreibt, dass das nicht so ist) und probiert, wie lange ich es schaffe. Ich muss es hingekommen, meine persönlichen Grenzen früher deutlicher zu machen. Fällt mir extrem schwer. Fühlt sich für mich selbst dann gleich wie Zurückweisung an (bin selbst gs)
Zwickmühle
16.11.2018 09:11
Zitat von Carmen43:
Habt ihr das Buch irgendwie bekannt gemacht, beim Kindergarten, Schule, Kinderarzt oder so?
Haben eure Männer es gelesen?
Bei unserer Kindergartenleitung brauche ich leider gar nicht anfangen. Die ist kurz vor der Rente und ich habe ohnehin schon den Ruf weg, mein Kind viel zu sehr zu verhätscheln.
Oman das ist ja blöd.
Ich hab meinem Mann bissl was drüber erzählt. Er meinte auch, dass ihm das lieber ist, ist aber echt schwierig zu verpacken. Er fühlt sich auch schnell bevormundet usw.
hab mir jetzt überlegt, es mir von ihm zu Weihnachten zu wünschen, also dass er es liest. Habe ihm für Nikolaus von Juul: Mann und Vater gekauft. Ist vielleicht auch ein guter Ansatz, dass er für sich eine Rolle findet und nicht meine nur übernimmt, wenn ich nicht da bin
Kennt das jemand?
16.11.2018 09:21
Zitat von Carmen43:
Hallo zusammen,
ich stoße mal dazu, habe diesen Begriff vor zwei Wochen zum ersten Mal gehört und bei der Buchbeschreibung direkt mich und meine 5-jährige Tochter entdeckt. Irgendwie ahnte ich ja schon, dass unser Kind "anders" ist und versuche schon länger, sie nicht mit anderen zu vergleichen, aber so eine richtige Definition zu finden...ein Wow-Erlebnis.
Das Buch habe ich bisher nur quer gelesen, ich komme zu nichts, aber an dem Stichwort "Kontakte finden" bin ich hängen geblieben. Da stand irgendwo, Eltern gefühllstarker Kinder kämen sich in Elternforen vor wie Aliens - genauso ist es, deshalb bin ich seit 4 Jahren in keinem Forum mehr unterwegs...Auch auf dem Spielplatz, im Kollegen- / Bekanntenkreis staune ich immer nur, was bei anderen alles "normal" und "selbstverständlich" ist und mag schon gar nichts mehr von zu Hause erzählen, weil ich so Aussagen wie "Du musst auch mal durchgreifen!" oder "Du musst mal lernen loszulassen!" usw. nicht mehr hören kann.
Diesen Thread habe ich bisher auch nur quer gelesen, aber schon ein paar aufbauende Beiträge entdeckt.![]()
![]()
Was mich echt mal interessieren würde: Haben eure kids auch so Probleme damit, Vereinbarungen einzuhalten? Seit Jahren versuche ich das und denke immer, sie ist doch kognitiv dazu in der Lage, warum hält sie sich nicht an ihren Part und heute habe ich mir zum ersten Mal überlegt, dass sie vlt. sogar möchte, aber einfach nicht kann. [Der Klassiker - Wir gehen 1 h auf den Spielplatz und danach lässt du mich in Ruhe meine Hausarbeit machen. Du weißt, wir waren gestern schon ganz lange auf dem Spielplatz und ich habe abends kaum was von meiner Arbeit geschafft. Okay Mama, so machen wir es. Und dann Tränen, Schreien, Toben, weil ich nicht mit ihr Fernsehen wollte...]
Huhu und einen wunderschönen guten Morgen,
an Abmachungen halten. Ja ein Thema das wir auch täglich haben. Meine Tochter schafft es auch einfach nicht sich an Abmachungen zu halten, die für SIE keinen Vorteil haben/bzw. ihr sinnvoll vorkommen. Hinterher im Gespräch sagt sie auch oft, dass es ihr leid tut und sie ja gerne machen würde was wir sagen - sie es aber nicht kann. Dann weint sie bitterlich. Es tut ihr auch weh zu sehen, wie wir dadrunter leiden und man sich ja gegenseitig auch auspowert. Wir verknüpfen es mittlerweile schon immer mit Dingen, die ihr dann einen Vorteil bringen. Zb. Wenn du Besuch haben willst (zum Spielen weg willst) erst aufräumen oder wenn du fertig bist, können wir einen Film zusammen gucken. Klappt oft aber nicht immer, Erfolgsquote ist aber sehr hoch.
16.11.2018 09:24
Zitat von lasu:
Zitat von Carmen43:
Habt ihr das Buch irgendwie bekannt gemacht, beim Kindergarten, Schule, Kinderarzt oder so?
Haben eure Männer es gelesen?
Bei unserer Kindergartenleitung brauche ich leider gar nicht anfangen. Die ist kurz vor der Rente und ich habe ohnehin schon den Ruf weg, mein Kind viel zu sehr zu verhätscheln.
Oman das ist ja blöd.
Ich hab meinem Mann bissl was drüber erzählt. Er meinte auch, dass ihm das lieber ist, ist aber echt schwierig zu verpacken. Er fühlt sich auch schnell bevormundet usw.
hab mir jetzt überlegt, es mir von ihm zu Weihnachten zu wünschen, also dass er es liest. Habe ihm für Nikolaus von Juul: Mann und Vater gekauft. Ist vielleicht auch ein guter Ansatz, dass er für sich eine Rolle findet und nicht meine nur übernimmt, wenn ich nicht da bin
Kennt das jemand?
Mein Mann versteht das leider auch nicht, ich habe ihm auch schon oft ans Herz gelegt, er solle bitte das Buch lesen. Aber er ließt lieber was anderes oder "ist zu müde" oder "keine Zeit". Ihm fehlt die Geduld und das Verständnis leider dazu. Er schafft es auch immer Dinge zu zu verpacken, dass sie unhöfflich und vorwurfsvoll klingen, was natürlich total unproduktiv ist. Sagen darf ich nichts, dann misch ich mich ein. Sag ich nichts und halte mich raus "sag du doch auch mal was". Selbst bei der Erziehungsberatung haben die Aussagen der Fachkräfte nicht geholfen. Er macht es, wie er meint und beschwert sich, dass es eskaliert. Ohne Worte.
16.11.2018 09:52
Zitat von Carmen43:
War denn schon mal eine von euch in einer Beratungsstelle, was ja von der Autorin empfohlen wird?
Ich stelle mir das irgendwie komisch vor - zum Kinderschutzbund gehen und sagen "Hallo, mein Kind und ich sind gfs und rasten gerne zur gleichen Zeit aus, können Sie mir einen Rat geben?" Die denken doch, ich käme vom Mond...
Mein, war ich nicht.
Nach einem explosiven Streit ( Ich bin auch gs) gibts n "Happy end" auch wenn die Sache ansich unschön ist. Ich habe am Ende des Tages noch nie das Gefühl gehabt, wir gehen mit blödem Gefühl ins bett.
16.11.2018 09:54
Zitat von Carmen43:
Habt ihr das Buch irgendwie bekannt gemacht, beim Kindergarten, Schule, Kinderarzt oder so?
Haben eure Männer es gelesen?
Bei unserer Kindergartenleitung brauche ich leider gar nicht anfangen. Die ist kurz vor der Rente und ich habe ohnehin schon den Ruf weg, mein Kind viel zu sehr zu verhätscheln.
Nein, würde es aber empfehlen. Ab Februar bin ich wieder in meiner kita als Leitung und werde meinen Kolleginnen das Buch zum Lesen geben.
Mein mann liest sowas nicht. Aber hört sich von mir die zussmmenfassung an.
16.11.2018 13:30
Zitat von Nickitierchen:
Zitat von Carmen43:
War denn schon mal eine von euch in einer Beratungsstelle, was ja von der Autorin empfohlen wird?
Ich stelle mir das irgendwie komisch vor - zum Kinderschutzbund gehen und sagen "Hallo, mein Kind und ich sind gfs und rasten gerne zur gleichen Zeit aus, können Sie mir einen Rat geben?" Die denken doch, ich käme vom Mond...
Mein, war ich nicht.
Nach einem explosiven Streit ( Ich bin auch gs) gibts n "Happy end" auch wenn die Sache ansich unschön ist. Ich habe am Ende des Tages noch nie das Gefühl gehabt, wir gehen mit blödem Gefühl ins bett.
Hier leider oft. Weil es gerade abends oft übel endet und meine Kraft aufgebraucht ist.
16.11.2018 13:31
Wir waren auch nicht in einer Beratungsstelle. Es ist hier auf dem Dorf auch nicht so einfach, wirklich gute Angebote zu finden. Man kann im Vorfeld ja schlecht hingehen und fragen, ob sie bedürfnisorientiert beraten.
Mein Mann möchte es eigentlich auch nicht so genau wissen. Aber ich versuche einfach im Internet konkreten Situationen Denkanstöße zu geben. Das ist aber auch nicht immer einfach, denn es soll ja keine Vorschrift werden. Es ist ja auch nicht sinnvoll, wenn die Väter einfach unsere Lösungen übernehmen.
Übrigens wird das Buch auch nochmal als Hörbuch raus gebracht. Vielleicht ist das für einige Väter eher was.
Mein Mann möchte es eigentlich auch nicht so genau wissen. Aber ich versuche einfach im Internet konkreten Situationen Denkanstöße zu geben. Das ist aber auch nicht immer einfach, denn es soll ja keine Vorschrift werden. Es ist ja auch nicht sinnvoll, wenn die Väter einfach unsere Lösungen übernehmen.
Übrigens wird das Buch auch nochmal als Hörbuch raus gebracht. Vielleicht ist das für einige Väter eher was.
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Auch auf dem Spielplatz, im Kollegen- / Bekanntenkreis staune ich immer nur, was bei anderen alles "normal" und "selbstverständlich" ist und mag schon gar nichts mehr von zu Hause erzählen, weil ich so Aussagen wie "Du musst auch mal durchgreifen!" oder "Du musst mal lernen loszulassen!" usw. nicht mehr hören kann.

