Mütter- und Schwangerenforum

Gibt es die "perfekten" Eltern?

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29.01.2018 19:43
Perfekt waren meine Eltern sicher nicht. Sie sind Menschen mit Fehlern wie alle anderen auch.
Aber sie waren die besten für mich.
Meine Kindheit war wunderschön. Wir haben mit meiner Oma und meinem Onkel in einem Haus gewohnt. Meine Eltern haben leider viel gearbeitet, aber dafür hatten wir ja Oma.
Im Prinzip sind mein Bruder und ich in einer großen Blase aus Liebe aufgewachsen.
Trotzdem habe ich auch mein Päckchen zu tragen. Stichwort Kriegsenkel und vererbte Traumata.
Ich bin angepasst, leise, möglichst unauffällig, unsichtbar und niemandem lästig...

cooky
12602 Beiträge
29.01.2018 19:48
Zitat von Schnecke510:

Zitat von cooky:

Zitat von Schnecke510:

Zitat von Pakuna:

Mir stellt sich einfach die Frage, ob es zwangsläufig so sein wird, dass meine Tochter später schlecht über uns als Eltern denkt? Einfach im Sinne einer Generationenfrage?

Ja, ich denke, das ist zwangsläufig...

Aber man gibt sein Bestes. Man hat ja nur den Horizont der jetzigen Zeit, man kann ja nicht vorausdenken.
Ich erkenne an, dass meine Mutter eine Erziehung geleistet hat, wie sie eben damals zeitgemäß war. Das erkenne ich an. Ich denke nicht, dass sie eine schlechte Mutter war.


Zwangsläufig schlechter? Rein auf euch bezogen? Denn generell gibt es allein im Thread doch schon einige Gegenbeispiele zu einem solchen Automatismus des negativen Denkens.

Ich habe das leider nicht ganz verstanden. Was meinst du genau?

Pakuna überlegt ja ob man wegen des Generationenunterschiedes automatisch schlecht über die Erziehung der Eltern denkt. Und für dich ist das zwangsläufig so.
Da fragte ich mich ob du das rein auf dich und deine Kinder beziehst oder ob dieser Automatismus, dass man schlecht denkt, generell deiner Ansicht nach greift.
29.01.2018 19:53
Zitat von Adara:

Ich bin angepasst, leise, möglichst unauffällig, unsichtbar und niemandem lästig...


Ehrlich gesagt frag ich mich hier immer warum das anscheinend als negativ angeführt wird.

Das is für mich das Ideal.
Titania
5980 Beiträge
29.01.2018 19:54
Zitat von cooky:

Zitat von Schnecke510:

Zitat von cooky:

Zitat von Schnecke510:

...


Zwangsläufig schlechter? Rein auf euch bezogen? Denn generell gibt es allein im Thread doch schon einige Gegenbeispiele zu einem solchen Automatismus des negativen Denkens.

Ich habe das leider nicht ganz verstanden. Was meinst du genau?

Pakuna überlegt ja ob man wegen des Generationenunterschiedes automatisch schlecht über die Erziehung der Eltern denkt. Und für dich ist das zwangsläufig so.
Da fragte ich mich ob du das rein auf dich und deine Kinder beziehst oder ob dieser Automatismus, dass man schlecht denkt, generell deiner Ansicht nach greift.


es haben sich hier im Forum auch schon einige "Kinder", mittlerweile Erwachsene, dazu geäußert, dass sie ein Leben mit zu vielen Freiheiten als belastend ansahen, sie hätten viel lieber mehr Regeln und Struktur gehabt um sich besser zu orientieren. Wer weiß also, was unsere Kinder später besser finden? Es heisst doch nicht, weil wir eine bestimmte Richtung in der Erziehung oder Nichterziehung einschlagen, unsere Kinder es zwangsläufig als positiv empfinden. Zumindest nicht alles bzw. alle.
cooky
12602 Beiträge
29.01.2018 19:58
Zitat von Titania:

Zitat von cooky:

Zitat von Schnecke510:

Zitat von cooky:

...

Ich habe das leider nicht ganz verstanden. Was meinst du genau?

Pakuna überlegt ja ob man wegen des Generationenunterschiedes automatisch schlecht über die Erziehung der Eltern denkt. Und für dich ist das zwangsläufig so.
Da fragte ich mich ob du das rein auf dich und deine Kinder beziehst oder ob dieser Automatismus, dass man schlecht denkt, generell deiner Ansicht nach greift.


es haben sich hier im Forum auch schon einige "Kinder", mittlerweile Erwachsene, dazu geäußert, dass sie ein Leben mit zu vielen Freiheiten als belastend ansahen, sie hätten viel lieber mehr Regeln und Struktur gehabt um sich besser zu orientieren. Wer weiß also, was unsere Kinder später besser finden? Es heisst doch nicht, weil wir eine bestimmte Richtung in der Erziehung oder Nichterziehung einschlagen, unsere Kinder es zwangsläufig als positiv empfinden. Zumindest nicht alles.


Ich weiß gerade nicht worauf du hinaus willst bzw. wie du jetzt auf die zu vielen Freiheiten kommst Und auch welche Form positiv ist, da sag ich ja gar nichts zu ^^
Mir ging es einfach darum ob Schnecke ihre Aussage generell oder auf ihre Familie bezogen meint.
Seramonchen
37809 Beiträge
29.01.2018 19:59
Zitat von StilleWasser:

Zitat von Adara:

Ich bin angepasst, leise, möglichst unauffällig, unsichtbar und niemandem lästig...


Ehrlich gesagt frag ich mich hier immer warum das anscheinend als negativ angeführt wird.

Das is für mich das Ideal.


Ich find das schrecklich. Da geht man selbst mit seinen Bedürfnissen total unter. Das ist genau das, was ich meinen Kindern nicht wünsche
Titania
5980 Beiträge
29.01.2018 20:01
Zitat von cooky:

Zitat von Titania:

Zitat von cooky:

Zitat von Schnecke510:

...

Pakuna überlegt ja ob man wegen des Generationenunterschiedes automatisch schlecht über die Erziehung der Eltern denkt. Und für dich ist das zwangsläufig so.
Da fragte ich mich ob du das rein auf dich und deine Kinder beziehst oder ob dieser Automatismus, dass man schlecht denkt, generell deiner Ansicht nach greift.


es haben sich hier im Forum auch schon einige "Kinder", mittlerweile Erwachsene, dazu geäußert, dass sie ein Leben mit zu vielen Freiheiten als belastend ansahen, sie hätten viel lieber mehr Regeln und Struktur gehabt um sich besser zu orientieren. Wer weiß also, was unsere Kinder später besser finden? Es heisst doch nicht, weil wir eine bestimmte Richtung in der Erziehung oder Nichterziehung einschlagen, unsere Kinder es zwangsläufig als positiv empfinden. Zumindest nicht alles.


Ich weiß gerade nicht worauf du hinaus willst bzw. wie du jetzt auf die zu vielen Freiheiten kommst Und auch welche Form positiv ist, da sag ich ja gar nichts zu ^^
Mir ging es einfach darum ob Schnecke ihre Aussage generell oder auf ihre Familie bezogen meint.


das sollte lediglich als ein Beispiel dienen. Ich erinnere mich an einen Thread, wobei ich nicht genau weiß, ob es hier in diesem Forum gewesen ist, dass Kinder sich überfordert fühlten, weil sie immer für alles gefragt wurden und ihnen nie eine Entscheidung abgenommen wurde. Alles sollten sie entscheiden (die Eltern meinten es ja gut). Aber die Kinder empfanden es nicht so.

Daher weiß man nicht, ob die eigenen Kinder später nicht sagen, hey mir wäre es lieber gewesen, wenn du mich nicht wie ein rohes Ei behandelt hättest.
cooky
12602 Beiträge
29.01.2018 20:05
Zitat von Titania:

Zitat von cooky:

Zitat von Titania:

Zitat von cooky:

...


es haben sich hier im Forum auch schon einige "Kinder", mittlerweile Erwachsene, dazu geäußert, dass sie ein Leben mit zu vielen Freiheiten als belastend ansahen, sie hätten viel lieber mehr Regeln und Struktur gehabt um sich besser zu orientieren. Wer weiß also, was unsere Kinder später besser finden? Es heisst doch nicht, weil wir eine bestimmte Richtung in der Erziehung oder Nichterziehung einschlagen, unsere Kinder es zwangsläufig als positiv empfinden. Zumindest nicht alles.


Ich weiß gerade nicht worauf du hinaus willst bzw. wie du jetzt auf die zu vielen Freiheiten kommst Und auch welche Form positiv ist, da sag ich ja gar nichts zu ^^
Mir ging es einfach darum ob Schnecke ihre Aussage generell oder auf ihre Familie bezogen meint.


das sollte lediglich als ein Beispiel dienen. Ich erinnere mich an einen Thread, wobei ich nicht genau weiß, ob es hier in diesem Forum gewesen ist, dass Kinder sich überfordert fühlten, weil sie immer für alles gefragt wurden und ihnen nie mal eine Entscheidung abgenommen wurde. Alles sollten sie entscheiden (die Eltern meinten es ja gut). Aber die Kinder empfanden es nicht so.

Daher weiß man nicht, ob die eigenen Kinder später nicht sagen, hey mir wäre es lieber gewesen, wenn du mich nicht wie ein rohes Ei behandelt hättest.


Das kann sein. Ist ja individuell.
Ich wollte eher darauf hinaus, dass man es nicht zwangsläufig negativ bewerten muss, nur weil da eine Generation zwischen liegt.
Dass man es negativ bewertet werden kann ist ja definitiv so. Ob nun zu viel, zu wenig oder wie auch immer geartete Freiheit ist ja dann eine Einzelfallsache.
Ich wollte nur von diesem MUSS negativ sein.
29.01.2018 20:07
Zitat von Seramonchen:

Zitat von StilleWasser:

Zitat von Adara:

Ich bin angepasst, leise, möglichst unauffällig, unsichtbar und niemandem lästig...


Ehrlich gesagt frag ich mich hier immer warum das anscheinend als negativ angeführt wird.

Das is für mich das Ideal.


Ich find das schrecklich. Da geht man selbst mit seinen Bedürfnissen total unter. Das ist genau das, was ich meinen Kindern nicht wünsche

"Sei frech und wild und wunderbar!"
29.01.2018 20:08
Zitat von Cookie88:

Zitat von Seramonchen:

Zitat von StilleWasser:

Zitat von Adara:

Ich bin angepasst, leise, möglichst unauffällig, unsichtbar und niemandem lästig...


Ehrlich gesagt frag ich mich hier immer warum das anscheinend als negativ angeführt wird.

Das is für mich das Ideal.


Ich find das schrecklich. Da geht man selbst mit seinen Bedürfnissen total unter. Das ist genau das, was ich meinen Kindern nicht wünsche

"Sei frech und wild und wunderbar!"


Die liebe Astrid wusste es damals schon besser
Titania
5980 Beiträge
29.01.2018 20:10
Zitat von cooky:

Zitat von Titania:

Zitat von cooky:

Zitat von Titania:

...


Ich weiß gerade nicht worauf du hinaus willst bzw. wie du jetzt auf die zu vielen Freiheiten kommst Und auch welche Form positiv ist, da sag ich ja gar nichts zu ^^
Mir ging es einfach darum ob Schnecke ihre Aussage generell oder auf ihre Familie bezogen meint.


das sollte lediglich als ein Beispiel dienen. Ich erinnere mich an einen Thread, wobei ich nicht genau weiß, ob es hier in diesem Forum gewesen ist, dass Kinder sich überfordert fühlten, weil sie immer für alles gefragt wurden und ihnen nie mal eine Entscheidung abgenommen wurde. Alles sollten sie entscheiden (die Eltern meinten es ja gut). Aber die Kinder empfanden es nicht so.

Daher weiß man nicht, ob die eigenen Kinder später nicht sagen, hey mir wäre es lieber gewesen, wenn du mich nicht wie ein rohes Ei behandelt hättest.


Das kann sein. Ist ja individuell.
Ich wollte eher darauf hinaus, dass man es nicht zwangsläufig negativ bewerten muss, nur weil da eine Generation zwischen liegt.
Dass man es negativ bewertet werden kann ist ja definitiv so. Ob nun zu viel, zu wenig oder wie auch immer geartete Freiheit ist ja dann eine Einzelfallsache.
Ich wollte nur von diesem MUSS negativ sein.


ach so, nein das glaube ich nicht. Es gibt selbst Kinder die sagen, ihnen hätten Schläge auch nicht geschadet. Das ist tatsächlich alles sehr individuell. Man weiß später nicht, egal ob man sich besondere Mühe gab oder auch nicht, das Kind es später als etwas besonderes ansieht. Aber darum geht es für mich auch nicht. Wichtig ist, dass man sich als Eltern Gedanken machte und sein Bestes gegeben hat. Ob es auch so von den Kindern gesehen wird, ist wieder eine andere Sache.
Seramonchen
37809 Beiträge
29.01.2018 20:10
Zitat von Cookie88:

Zitat von Seramonchen:

Zitat von StilleWasser:

Zitat von Adara:

Ich bin angepasst, leise, möglichst unauffällig, unsichtbar und niemandem lästig...


Ehrlich gesagt frag ich mich hier immer warum das anscheinend als negativ angeführt wird.

Das is für mich das Ideal.


Ich find das schrecklich. Da geht man selbst mit seinen Bedürfnissen total unter. Das ist genau das, was ich meinen Kindern nicht wünsche

"Sei frech und wild und wunderbar!"


Ja
29.01.2018 20:10
Zitat von Seramonchen:

Zitat von StilleWasser:

Zitat von Adara:

Ich bin angepasst, leise, möglichst unauffällig, unsichtbar und niemandem lästig...


Ehrlich gesagt frag ich mich hier immer warum das anscheinend als negativ angeführt wird.

Das is für mich das Ideal.


Ich find das schrecklich. Da geht man selbst mit seinen Bedürfnissen total unter. Das ist genau das, was ich meinen Kindern nicht wünsche


Find ich nicht - vor allem ned wenn alle so wären und es normal wäre so zu sein anstatt das jeder meint er muss sich nach vorne drängen und ich, ich, ich - wie es zu viele heutzutage sind - nur auf den eigenen Vorteil aus, auch über Leichen.
Seramonchen
37809 Beiträge
29.01.2018 20:12
Zitat von StilleWasser:

Zitat von Seramonchen:

Zitat von StilleWasser:

Zitat von Adara:

Ich bin angepasst, leise, möglichst unauffällig, unsichtbar und niemandem lästig...


Ehrlich gesagt frag ich mich hier immer warum das anscheinend als negativ angeführt wird.

Das is für mich das Ideal.


Ich find das schrecklich. Da geht man selbst mit seinen Bedürfnissen total unter. Das ist genau das, was ich meinen Kindern nicht wünsche


Find ich nicht - vor allem ned wenn alle so wären und es normal wäre so zu sein anstatt das jeder meint er muss sich nach vorne drängen und ich, ich, ich - wie es zu viele heutzutage sind - nur auf den eigenen Vorteil aus, auch über Leichen.


Naja das ist ja wieder deine schwarz-weiß-Sicht. Gibt ja auch noch viele Farben dazwischen.
Zwerginator
7890 Beiträge
29.01.2018 20:18
Ich habe tolle Eltern (die die besten Großeltern sind), deren Liebe bedingungslos ist und schon immer war und für die 80er waren sie enorm AP. Und das obwohl mein Großvater väterlicherseits seine Vorstellung von Ordnung bei seinen Söhnen auch gerne mit dem Gürtel durchgesetzt hat (als Großvater war er hingegen toll) und meine Großmutter eine manipulative und egoistische Narzisstin ist wie sie im Buche steht (leider auch als Großmutter nicht zu ertragen).
Es war trotzdem nicht alles rosig, da meine Mama mit Depressionen zu kämpfen hat seit ich denken kann( mal 6 ,7 klinische Episoden im Jahr, mal nur eine) und meine Großmutter (die narzisstische und der Hauptgrund für die Depressionen meiner Mama) bei uns gewohnt hat, bis ich 13 war. Dann musste sie ausziehen, da sonst ich gegangen wäre.
Meine Eltern haben natürlich nicht alles richtig gemacht, das tut niemand. Aber das was zählt, so viel Liebe und Aufmerksamkeit wie möglich, hat immer gestimmt. Zum Beispiel hat mein Papa unter der Woche sehr viel gearbeitet, aber die Wochenenden hat er komplett hobbylos nur mit mir verbracht, vom Geschichtenerzählen morgens im Bad, über gemeinsames Einkaufen, spontanes Kino am Nachmittag oder Bastelmarathons. Noch heute muss ich in der Waschstraße sofort an meinen Papa denken und hoffe, dass meine Tochter mal das gleiche Gefühl uns gegenüber haben wird.
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