Mütter- und Schwangerenforum

Mein Kind (fast 3) ist unglücklich in der Kita

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Titanium2016
3288 Beiträge
30.04.2021 18:04
Zitat von Tine91:

Danke für eure Antworten!

Mein Gedanke war einfach, nach Lösungen zu suchen, dass er wieder Freude in der Kita hat, denn diese Zeiten gab es ja auch schon. Und auch jetzt erzählt er manchmal stolz, was er alles dort gemacht hat, also es ist nicht durchgehend der komplette Tag schlecht. Ich würde ihm einfach gern die Möglichkeit geben, dort wieder Spaß zu haben.
Wenn wir dauerhaft alle zu Hause sind, ist die Situation auch nicht gerade einfach. Wir haben kein separates Arbeitszimmer, mein Mann arbeitet mitten im Trubel und entsprechend „gut“ kann er sich konzentrieren. Unser Großer versteht auch nicht, dass Papa zwar da, aber nicht verfügbar ist.
Ich weiß, dass hier viele ein Lied davon singen können, weil Kitas und Schulen geschlossen sind. Auch bei uns war das Monatelang der Fall. Aktuell liegt unser LK aber weit unter 165. Ich möchte in diesem Thread bitte keine Grundsatzdiskussion zum Thema Corona vom Zaun brechen. Dafür gibt es zig andere Threads.

Ich danke euch trotzdem für die ganzen Anregungen und werde das auch nochmal mit der Erzieherin besprechen.


Das klingt jetzt ein wenig weniger dramatisch, als in deinem Ausgangspost. Ich würde den noch da bei bleiben, ihm einfach auch ein paar freie Tage zu gönnen.
Wenn mein Kind zu Hause schon weint und auch beim Abschied noch, würde ich es nicht schicken. Kinder können durch sowas auch "gebrochen" werden.
(Unsere Inzidenz ist übrigens in den 80ern und unsere Tochter iat dennoch zu Hause)
Flieder_Zimmer
478 Beiträge
30.04.2021 19:29
Zitat von Valerya:

Ich muss sagen, ich sehe das komplett anders!
Ich würde ihn auf jeden Fall nicht raus nehmen. Denke nämlich so klappt es dann zum Kitaanfang überhaupt nicht, da er ja jetzt "lernt" mit viel Theater muss ich da nicht hin und kann zu Hause bleiben. Denke, das möchtet ihr auch nicht.

Meine Kleine kam mit 2,5 Jahren letzten August in die Kita. Die Eingewöhnung ging auch 3 Monate. Es gab viele Tränen, Geschrei und Zweifel. Aber es wurde besser. Inzwischen geht sie sehr gern hin und ist unglücklich, wenn sie dank Corona und Notbetreuung eine Zwangspause hat.

lg

Sieh es eher so, dass er lernt, ernst genommen zu werden, dass auch seine Meinung und seine Gefühle zählen. Dass seine Eltern ihre Aufgabe wahrnehmen und ihn beschützen, auch wenn man das Problem nicht in Worte fassen kann oder nicht richtig greifbar ist.
Ich finde das wichtig.
Kiddo89
2058 Beiträge
30.04.2021 21:29
Zitat von Flieder_Zimmer:

Zitat von Valerya:

Ich muss sagen, ich sehe das komplett anders!
Ich würde ihn auf jeden Fall nicht raus nehmen. Denke nämlich so klappt es dann zum Kitaanfang überhaupt nicht, da er ja jetzt "lernt" mit viel Theater muss ich da nicht hin und kann zu Hause bleiben. Denke, das möchtet ihr auch nicht.

Meine Kleine kam mit 2,5 Jahren letzten August in die Kita. Die Eingewöhnung ging auch 3 Monate. Es gab viele Tränen, Geschrei und Zweifel. Aber es wurde besser. Inzwischen geht sie sehr gern hin und ist unglücklich, wenn sie dank Corona und Notbetreuung eine Zwangspause hat.

lg

Sieh es eher so, dass er lernt, ernst genommen zu werden, dass auch seine Meinung und seine Gefühle zählen. Dass seine Eltern ihre Aufgabe wahrnehmen und ihn beschützen, auch wenn man das Problem nicht in Worte fassen kann oder nicht richtig greifbar ist.
Ich finde das wichtig.


Das hast du sehr schön gesagt!
Unsere Tochter tat sich in der Kita auch schwer. Sie war nur von September '19 bis Januar '20 und ist seither zu Hause. Sie wäre wahrscheinlich an jedem Tag lieber zu Hause als in der Kita geblieben und die ganze Situation hat bei uns viel Stress verursacht. Das Hauptproblem bei ihr war auch, dass sie mit den jüngeren Kindern nicht viel anfangen konnte, da sie sprachlich zB schon viel weiter entwickelt war und ist. Als wir uns dazu entschieden haben, sie bis zum Kindergartenstart zu Hause zu lassen (bin ebenfalls mit Baby in Elternzeit) fiel auch mir ein riesen Stein vom Herzen, der mir so gar nicht bewusst war.
Der Kigastart hat sich nun immer weiter verschoben, sodass sie nun erst mit 3,5 oder sogar noch später in den Kiga kommt. Aber was solls? Alle sind zufrieden. Ich bin mir sowohl ganz sicher, dass ihr die Zeit zu Hause nicht geschadet hat als auch, dass der Kigastart nun.gut klappen wird.
Nehmt den Stress für alle Beteiligten raus und lasst das Kind zu Hause!
vronibohni
1248 Beiträge
01.05.2021 07:56
Habe nicht alles gelesen, darf er ein Kuscheltier mitnehmen zur Kita?
Unser kleiner hat auch mal gute und schlechte Phasen, in den schlechten mit Drama und lauten Geschrei an der Tür. Aber die Erzieher sagen dass sobald er drinnen ist, es wieder geht. Er sagt auch oft dass er nicht in den Kindergarten möchte, aber beim Abholen möchte er manchmal auch nicht nach Hause weil sie so schön spielen.
Ich frage ihn dann, welchem Kuscheltier er die Kita zeigen möchte und das klappt manchmal gut.
Vielleicht kannst du mit ihm ausmachen, dass du ihn vielleicht freitags zu Hause lässt und er aber ohne Drama die anderen Tage hingeht? Sowas versteht mein kleiner gut (2,5) und ihm helfen solche Abmachungen eigentlich immer.
Tine91
4703 Beiträge
07.05.2021 21:18
So, ich möchte mal noch ein kleines Update dalassen

Mein Sohn ging jetzt ersrmal weiterhin in die Kita. Allerdings habe ich ihn jetzt immer entscheiden lassen, wann er abgeholt werden will. Dadurch hatte er oft kurze Tage, war Mittagskind oder wurde direkt nach dem Schlafen abgeholt.
Dieses Klammern und komplette Verweigern hatten wir die ganze Woche gar nicht mehr. Er ging tapfer von alleine rein, wenn auch teilweise weinend, was natürlich auch nicht gerade schön ist
Am Donnerstag war es dann auf einmal, als wäre ein Schalter umgelegt worden. Er war direkt morgens schon zu Hause besser drauf. Er ist dann mit mir um die Wette lachend zur Kita gerannt und auf einmal ist er ohne Weinen reingegangen und er hatte einen super Tag laut Erzieherin. Heute lief ähnlich gut. Woran das jetzt auf einmal wieder liegt - keine Ahnung. Sie sind auf jeden Fall wieder öfter draußen jetzt, was ihm merklich mehr Spaß macht. Aber das kann ja nicbt der alleinige Grund sein
tightrope
599 Beiträge
07.05.2021 21:46
Es wurde ja schon viel gesagt, du kannst es im Endeffekt nur selbst entscheiden. Aber ich glaube du bist da ganz feinfühlig mit ihm.

Meine Tochter, mittlerweile 4, kam mit nem Jahr in die Krippe. Wir waren finanziell auf meinen verdienst angewiesen. Solange ihr Bruder noch mit in der Kita war, war super. Danach war es auch schwierig. Die Erzieherin sagte, vermutlich würde sie bis zur Einschulung zu Hause bleiben und das wäre für sie ok.
Sie geht jetzt erst seit kurzem sehr gerne hin (ok im Moment ist schon wieder notgruppe und sie ist zu hause) und das kam zeitgleich mit anderweitig sichtbaren Entwicklungsschritten, sie ist selbständiger, geht ohne mich zum reiten und seit kurzem auch zum nachbarkind spielen allein. Mit fast viereinhalb wohlgemerkt. Jedes Kind hat sein Tempo.

Was glaube ich echt nicht das Argument ist: es gibt keine Studie, die belegt, daß frühe Fremdbetreuung irgendwie das sozialverhalten oder die Förderung der Kinder verbessert. Das sollte die Angst nicht sein, dass da die frühe Bildung verpasst wird.
Titanium2016
3288 Beiträge
07.05.2021 21:47
Zitat von Tine91:

So, ich möchte mal noch ein kleines Update dalassen

Mein Sohn ging jetzt ersrmal weiterhin in die Kita. Allerdings habe ich ihn jetzt immer entscheiden lassen, wann er abgeholt werden will. Dadurch hatte er oft kurze Tage, war Mittagskind oder wurde direkt nach dem Schlafen abgeholt.
Dieses Klammern und komplette Verweigern hatten wir die ganze Woche gar nicht mehr. Er ging tapfer von alleine rein, wenn auch teilweise weinend, was natürlich auch nicht gerade schön ist
Am Donnerstag war es dann auf einmal, als wäre ein Schalter umgelegt worden. Er war direkt morgens schon zu Hause besser drauf. Er ist dann mit mir um die Wette lachend zur Kita gerannt und auf einmal ist er ohne Weinen reingegangen und er hatte einen super Tag laut Erzieherin. Heute lief ähnlich gut. Woran das jetzt auf einmal wieder liegt - keine Ahnung. Sie sind auf jeden Fall wieder öfter draußen jetzt, was ihm merklich mehr Spaß macht. Aber das kann ja nicbt der alleinige Grund sein


Also erstmal freue ich mich, dass gestern und heute besser lief.
Aber gleichzeitig möchte ich dir auch sagen, dass mein Mamaherz (und auch mein Erzieherinnen-Herz) blutet, wenn ich lese, dass er teilweise weinend reingegangen ist.... Gerade wenn es ja nicht zwingend notwendig ist.
Sorry, ist aber meine Meinung.

Also die grundsätzliche Frage ist doch:
Warum muss(te) er tapfer sein?
Tine91
4703 Beiträge
08.05.2021 06:51
Zitat von Titanium2016:

Zitat von Tine91:

So, ich möchte mal noch ein kleines Update dalassen

Mein Sohn ging jetzt ersrmal weiterhin in die Kita. Allerdings habe ich ihn jetzt immer entscheiden lassen, wann er abgeholt werden will. Dadurch hatte er oft kurze Tage, war Mittagskind oder wurde direkt nach dem Schlafen abgeholt.
Dieses Klammern und komplette Verweigern hatten wir die ganze Woche gar nicht mehr. Er ging tapfer von alleine rein, wenn auch teilweise weinend, was natürlich auch nicht gerade schön ist
Am Donnerstag war es dann auf einmal, als wäre ein Schalter umgelegt worden. Er war direkt morgens schon zu Hause besser drauf. Er ist dann mit mir um die Wette lachend zur Kita gerannt und auf einmal ist er ohne Weinen reingegangen und er hatte einen super Tag laut Erzieherin. Heute lief ähnlich gut. Woran das jetzt auf einmal wieder liegt - keine Ahnung. Sie sind auf jeden Fall wieder öfter draußen jetzt, was ihm merklich mehr Spaß macht. Aber das kann ja nicbt der alleinige Grund sein


Also erstmal freue ich mich, dass gestern und heute besser lief.
Aber gleichzeitig möchte ich dir auch sagen, dass mein Mamaherz (und auch mein Erzieherinnen-Herz) blutet, wenn ich lese, dass er teilweise weinend reingegangen ist.... Gerade wenn es ja nicht zwingend notwendig ist.
Sorry, ist aber meine Meinung.

Also die grundsätzliche Frage ist doch:
Warum muss(te) er tapfer sein?


Mein Mama-Herz blutet doch auch, wenn er weinend reingeht. Die letzten Tage war es aber ohne Weinen und er wollte von sich aus wieder hin.

Ich würde doch ganz anders darüber denken, wenn es ihm seit 2 Jahren durchgehend schlecht in der Kita ginge. Er hatte aber sehr gute und schlechte Phasen. In den guten Phasen hat er sich so sehr auf die anderen Kinder gefreut - das ist einfach toll, mit anzusehen.
Ich denke einfach, ihn gänzlich zu Hause zu lassen, ist für uns nicht die Lösung. Umso schwerer wird irgendwann der Wiedereinstieg. Momentan kann ich ihn wenigstens noch flexibel abholen, so wie er es sich wünscht. (Wenn er Mittagskind ist, ist er gerade mal 2,5h dort). Wenn ich wieder arbeite nächstes Jahr, habe ich diese Möglichkeiten nicht mehr.
Ich denke, dass ein kurzer entspannter Kitaalltag für uns besser geeignet ist, als ihn komplett dort rauszureißen und später mit dem „vollen Programm“ und langen Tagen wieder ins kalte Wasser zu werfen.

Ich freue mich einfach, dass es jetzt 2 Tage richtig gut lief und bin guter Dinger, dass sich das jetzt erstmal so fortsetzt Er darf natürlich weiterhin sagen, wann er abgeholt werden möchte. Das klappt wirklich super.
Mayberry
1113 Beiträge
08.05.2021 08:11
Zitat von Tine91:

So, ich möchte mal noch ein kleines Update dalassen

Mein Sohn ging jetzt ersrmal weiterhin in die Kita. Allerdings habe ich ihn jetzt immer entscheiden lassen, wann er abgeholt werden will. Dadurch hatte er oft kurze Tage, war Mittagskind oder wurde direkt nach dem Schlafen abgeholt.
Dieses Klammern und komplette Verweigern hatten wir die ganze Woche gar nicht mehr. Er ging tapfer von alleine rein, wenn auch teilweise weinend, was natürlich auch nicht gerade schön ist
Am Donnerstag war es dann auf einmal, als wäre ein Schalter umgelegt worden. Er war direkt morgens schon zu Hause besser drauf. Er ist dann mit mir um die Wette lachend zur Kita gerannt und auf einmal ist er ohne Weinen reingegangen und er hatte einen super Tag laut Erzieherin. Heute lief ähnlich gut. Woran das jetzt auf einmal wieder liegt - keine Ahnung. Sie sind auf jeden Fall wieder öfter draußen jetzt, was ihm merklich mehr Spaß macht. Aber das kann ja nicbt der alleinige Grund sein


Sind denn draußen auch die größeren Kita Kinder? Dann würde das für mich als Grund ausreichen. Meine Tochter mochte auch keine „Babys“. Bei ihrer Tagesmutter das letzte halbe Jahr war der grauen. Die anderen 3 Kinder waren 1-2 Jahre alt und sie fast 3. Das hat einfach nicht mehr gepasst (sie ist nicht das typische Mädchen mit Puppen und mama spielen), aber in die Kita konnte sie erst im August. Da haben wir sie auch gleich in den Kindergarten getan statt Krippe (wir hatten die wahl, weil sie vom Alter genau dazwischenliegt). Und Siehe da. Alles schön plötzlich und sie ging gerne.

Wir haben sie dann das letzte halbe Jahr so oft es ging mittags geholt, Oma hat aufgepasst, unseren Urlaub auf die Zeit bis August gelegt...

Und das erste halbe Jahr bei der tagesmutter lief gut, weil da andere Kinder da waren.., die aber alle früher in den Kindergarten sind. Ich denke und hoffe bei euch wird es bei den grossen Kindern auch besser
Tine91
4703 Beiträge
08.05.2021 13:23
Zitat von Mayberry:

Zitat von Tine91:

So, ich möchte mal noch ein kleines Update dalassen

Mein Sohn ging jetzt ersrmal weiterhin in die Kita. Allerdings habe ich ihn jetzt immer entscheiden lassen, wann er abgeholt werden will. Dadurch hatte er oft kurze Tage, war Mittagskind oder wurde direkt nach dem Schlafen abgeholt.
Dieses Klammern und komplette Verweigern hatten wir die ganze Woche gar nicht mehr. Er ging tapfer von alleine rein, wenn auch teilweise weinend, was natürlich auch nicht gerade schön ist
Am Donnerstag war es dann auf einmal, als wäre ein Schalter umgelegt worden. Er war direkt morgens schon zu Hause besser drauf. Er ist dann mit mir um die Wette lachend zur Kita gerannt und auf einmal ist er ohne Weinen reingegangen und er hatte einen super Tag laut Erzieherin. Heute lief ähnlich gut. Woran das jetzt auf einmal wieder liegt - keine Ahnung. Sie sind auf jeden Fall wieder öfter draußen jetzt, was ihm merklich mehr Spaß macht. Aber das kann ja nicbt der alleinige Grund sein


Sind denn draußen auch die größeren Kita Kinder? Dann würde das für mich als Grund ausreichen. Meine Tochter mochte auch keine „Babys“. Bei ihrer Tagesmutter das letzte halbe Jahr war der grauen. Die anderen 3 Kinder waren 1-2 Jahre alt und sie fast 3. Das hat einfach nicht mehr gepasst (sie ist nicht das typische Mädchen mit Puppen und mama spielen), aber in die Kita konnte sie erst im August. Da haben wir sie auch gleich in den Kindergarten getan statt Krippe (wir hatten die wahl, weil sie vom Alter genau dazwischenliegt). Und Siehe da. Alles schön plötzlich und sie ging gerne.

Wir haben sie dann das letzte halbe Jahr so oft es ging mittags geholt, Oma hat aufgepasst, unseren Urlaub auf die Zeit bis August gelegt...

Und das erste halbe Jahr bei der tagesmutter lief gut, weil da andere Kinder da waren.., die aber alle früher in den Kindergarten sind. Ich denke und hoffe bei euch wird es bei den grossen Kindern auch besser


Danke dir! Den Eindruck habe ich auch, dass er mit den Kleinen nicht viel anfangen kann. Es sind momentan auch nur 3 Kinder in seinem Alter in der Gruppe, von denen ja auch nicht immer alle da sind. Daher denke ich auch, dass ihm der Kindergarten dann gut tun wird ab September!

Momentan ist er nicht mit den Großen zusammen draußen im Garten. Coronabedingt sind ja eh alle Gruppen strikt getrennt, auch im Garten.
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