Mütter- und Schwangerenforum

Stark aggressives Kita-Kind akzeptieren oder handeln?

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Marf
26172 Beiträge
03.08.2022 14:55
Eventuell bist du auch etwas " geschockt" weil du Kita nicht lange kennst? Das dort viel durch Gruppendynamik geregelt wird,es wilder zugeht,das eigene Kind anders agiert....als Erstlingskigamama eine oft zu beobachtende Reaktion auf das dortige Miteinander.
mama2107
3570 Beiträge
03.08.2022 14:57
Zitat von kataleia:

Zitat von mama2107:

Zitat von Zuzi:

Zitat von Jaspina1:

Wie bitte soll es da helfen, wenn die Eltern "einsichtig" sind, was immer das in dem Fall sein soll? Wie stellt man sich das vor? Die Eltern schimpfen zu Hause mit dem Kind und drohen mit Fernsehverbot und dann schlägt das Kind in der Kita nicht. Oder wie?
Es gibt impulsivere Kinder und es gibt Kinder, denen die Kontaktaufnahme nicht gleich gelingt. Das ist Grund dafür, dass die Erzieher mit dem Kind diese Fähigkeiten üben (wie fragt man, was kann man tun, wenn man wütend ist) und dabei zugewandt bleiben und auf gar keinen Fall das Kind als "gemein" abstempeln. Es gibt keine bösen Kinder, es gibt nur hilflose, überforderte oder ungeschickte Kinder.


Wenn das Kind wirklich massiv aggressiv sein sollte und das nicht im Rahmen der Kita Betreuung zu lösen ist, (schwer hier zu beurteilen) wäre es schon wichtig, dass die Eltern es einsehen und entsprechend Hilfe suchen bzw annehmen ... Je nach dem: Psychologe, Erziehungsberatung, Familienberatung /-Therapie etc

Wer sagt das sie das nicht tun? Ich stand vor 10 Jahren auf der anderen Seite. Und was aussenstehende dachten, will ich garnicht wissen. Ich habe mich immer dafür "interessiert " war immer bei den Gesprächen, ich war bei Ärzten, er war in der Tagesklinik. Trotzdem hat die Kita uns als Eltern immer den schwarzen Peter zugeschoben, sogar das Jugendamt hat man zu uns geschickt ( die war allerdings nach ner halben stunde wieder weg und fragte sich warum sie überhaupt eingeschaltet wurde) Mittlerweile hat er zwei Diagnosen, schweres adhs und autismus. Er hatte einen i-platz, das hat ihm aber nichts gebracht. Weil er( und wir) seinen stempel hatte...Als Eltern kann man nunmal nicht eingreifen im Kindergarten. Zuhause reden bringt genau nichts. Die Kita muss zusehen das sie solche Kinder dort abholen wo sie es brauchen... in unserem Fall hat die Kita alles nur noch schlimmer gemacht.


Hatte dein Sohn dann eine i Kraft im Kiga?

Bei uns war bis jetzt (kommt jetzt in die Schule) auch ein ähnliches Kind im Kiga und mit der i Kraft lief es sehr gut, weil diese dann eben für ihn da war und dadurch auch die Kapazität dem Kind intensivere Betreuung zukommen zu lassen.

Von daher finde ich es gut, wenn gehandelt wird und dann zum Beispiel eine i Kraft dem Kind zugeteilt wird

Nein er hatte keine, mit der Begründung das niemand passendes gefunden wurde.

Ich meine nur das man nicht immer davon ausgehen kann, daß es die Eltern im Hintergrund nicht "interessiert " nur weil man davon nichts mitbekommt.
Die meisten wissen garnicht was man als Eltern von "solchen" Kindern durchmachen muss. Garnicht mal weil das Kind "anstrengend " ist,
sondern wegen der Gesellschaft. Wir wurden im kiga von allen anderen Eltern gemieden. Bis auf eine Mama, die ich durch Zufall außerhalb des kigas getroffen habe, so sind wir ins Gespräch gekommen. Sie ist eine gute Freundin geworden... das war die einzige. In 4 Jahren Kindergarten. Keine Einladung zum Kindergeburtstag nichts...
Marf
26172 Beiträge
03.08.2022 15:09
Zitat von mama2107:

Zitat von kataleia:

Zitat von mama2107:

Zitat von Zuzi:

...

Wer sagt das sie das nicht tun? Ich stand vor 10 Jahren auf der anderen Seite. Und was aussenstehende dachten, will ich garnicht wissen. Ich habe mich immer dafür "interessiert " war immer bei den Gesprächen, ich war bei Ärzten, er war in der Tagesklinik. Trotzdem hat die Kita uns als Eltern immer den schwarzen Peter zugeschoben, sogar das Jugendamt hat man zu uns geschickt ( die war allerdings nach ner halben stunde wieder weg und fragte sich warum sie überhaupt eingeschaltet wurde) Mittlerweile hat er zwei Diagnosen, schweres adhs und autismus. Er hatte einen i-platz, das hat ihm aber nichts gebracht. Weil er( und wir) seinen stempel hatte...Als Eltern kann man nunmal nicht eingreifen im Kindergarten. Zuhause reden bringt genau nichts. Die Kita muss zusehen das sie solche Kinder dort abholen wo sie es brauchen... in unserem Fall hat die Kita alles nur noch schlimmer gemacht.


Hatte dein Sohn dann eine i Kraft im Kiga?

Bei uns war bis jetzt (kommt jetzt in die Schule) auch ein ähnliches Kind im Kiga und mit der i Kraft lief es sehr gut, weil diese dann eben für ihn da war und dadurch auch die Kapazität dem Kind intensivere Betreuung zukommen zu lassen.

Von daher finde ich es gut, wenn gehandelt wird und dann zum Beispiel eine i Kraft dem Kind zugeteilt wird

Nein er hatte keine, mit der Begründung das niemand passendes gefunden wurde.

Ich meine nur das man nicht immer davon ausgehen kann, daß es die Eltern im Hintergrund nicht "interessiert " nur weil man davon nichts mitbekommt.
Die meisten wissen garnicht was man als Eltern von "solchen" Kindern durchmachen muss. Garnicht mal weil das Kind "anstrengend " ist,
sondern wegen der Gesellschaft. Wir wurden im kiga von allen anderen Eltern gemieden. Bis auf eine Mama, die ich durch Zufall außerhalb des kigas getroffen habe, so sind wir ins Gespräch gekommen. Sie ist eine gute Freundin geworden... das war die einzige. In 4 Jahren Kindergarten. Keine Einladung zum Kindergeburtstag nichts...

Bis meine Tochter in dem Kiga kam kannten wir nur wenige Kinder von dort im Dorf.Im Kiga freundet sie sich mit A. An.Ein Junge in ihrer Gruppe.
Zum Geb.wurde er eingeladen.
Lt.seiner Mama die erste Einladung überhaupt.Er ist Autist ,hat ADHS. Und ja,er ist " seltsam" ...aber ein freundlicher Kerl der halt vieles anders angeht.
Bis zu Corona gab es regelmäßige Treffen und Besuche.Wir haben uns auch im Urlaub getroffen.
Seit dem 1.8.22 macht er eine Ausbildung zum Krankenpfleger.
Geduldige Menschen gibt es halt nicht viel,aber sie sind da!
Zuzi
24 Beiträge
03.08.2022 15:19
Zitat von mama2107:

Zitat von Zuzi:

Zitat von Jaspina1:

Wie bitte soll es da helfen, wenn die Eltern "einsichtig" sind, was immer das in dem Fall sein soll? Wie stellt man sich das vor? Die Eltern schimpfen zu Hause mit dem Kind und drohen mit Fernsehverbot und dann schlägt das Kind in der Kita nicht. Oder wie?
Es gibt impulsivere Kinder und es gibt Kinder, denen die Kontaktaufnahme nicht gleich gelingt. Das ist Grund dafür, dass die Erzieher mit dem Kind diese Fähigkeiten üben (wie fragt man, was kann man tun, wenn man wütend ist) und dabei zugewandt bleiben und auf gar keinen Fall das Kind als "gemein" abstempeln. Es gibt keine bösen Kinder, es gibt nur hilflose, überforderte oder ungeschickte Kinder.


Wenn das Kind wirklich massiv aggressiv sein sollte und das nicht im Rahmen der Kita Betreuung zu lösen ist, (schwer hier zu beurteilen) wäre es schon wichtig, dass die Eltern es einsehen und entsprechend Hilfe suchen bzw annehmen ... Je nach dem: Psychologe, Erziehungsberatung, Familienberatung /-Therapie etc

W er sagt das sie das nicht tun? Ich stand vor 10 Jahren auf der anderen Seite. Und was aussenstehende dachten, will ich garnicht wissen. Ich habe mich immer dafür "interessiert " war immer bei den Gesprächen, ich war bei Ärzten, er war in der Tagesklinik. Trotzdem hat die Kita uns als Eltern immer den schwarzen Peter zugeschoben, sogar das Jugendamt hat man zu uns geschickt ( die war allerdings nach ner halben stunde wieder weg und fragte sich warum sie überhaupt eingeschaltet wurde) Mittlerweile hat er zwei Diagnosen, schweres adhs und autismus. Er hatte einen i-platz, das hat ihm aber nichts gebracht. Weil er( und wir) seinen stempel hatte...Als Eltern kann man nunmal nicht eingreifen im Kindergarten. Zuhause reden bringt genau nichts. Die Kita muss zusehen das sie solche Kinder dort abholen wo sie es brauchen... in unserem Fall hat die Kita alles nur noch schlimmer gemacht.


Die/der TE schrieb, dass sie es nicht tun ... bzw war das wohl Aussage der KiTaMitarbeiter. Scheint also dort thematisiert worden zu sein.

War keineswegs verallgemeinert

Ich kenne wie gesagt auch Kinder mit ADHS. Die Diagnose war sehr hilfreich für alle Beteiligten.
mama2107
3570 Beiträge
03.08.2022 15:30
Zitat von Zuzi:

Zitat von mama2107:

Zitat von Zuzi:

Zitat von Jaspina1:

Wie bitte soll es da helfen, wenn die Eltern "einsichtig" sind, was immer das in dem Fall sein soll? Wie stellt man sich das vor? Die Eltern schimpfen zu Hause mit dem Kind und drohen mit Fernsehverbot und dann schlägt das Kind in der Kita nicht. Oder wie?
Es gibt impulsivere Kinder und es gibt Kinder, denen die Kontaktaufnahme nicht gleich gelingt. Das ist Grund dafür, dass die Erzieher mit dem Kind diese Fähigkeiten üben (wie fragt man, was kann man tun, wenn man wütend ist) und dabei zugewandt bleiben und auf gar keinen Fall das Kind als "gemein" abstempeln. Es gibt keine bösen Kinder, es gibt nur hilflose, überforderte oder ungeschickte Kinder.


Wenn das Kind wirklich massiv aggressiv sein sollte und das nicht im Rahmen der Kita Betreuung zu lösen ist, (schwer hier zu beurteilen) wäre es schon wichtig, dass die Eltern es einsehen und entsprechend Hilfe suchen bzw annehmen ... Je nach dem: Psychologe, Erziehungsberatung, Familienberatung /-Therapie etc

W er sagt das sie das nicht tun? Ich stand vor 10 Jahren auf der anderen Seite. Und was aussenstehende dachten, will ich garnicht wissen. Ich habe mich immer dafür "interessiert " war immer bei den Gesprächen, ich war bei Ärzten, er war in der Tagesklinik. Trotzdem hat die Kita uns als Eltern immer den schwarzen Peter zugeschoben, sogar das Jugendamt hat man zu uns geschickt ( die war allerdings nach ner halben stunde wieder weg und fragte sich warum sie überhaupt eingeschaltet wurde) Mittlerweile hat er zwei Diagnosen, schweres adhs und autismus. Er hatte einen i-platz, das hat ihm aber nichts gebracht. Weil er( und wir) seinen stempel hatte...Als Eltern kann man nunmal nicht eingreifen im Kindergarten. Zuhause reden bringt genau nichts. Die Kita muss zusehen das sie solche Kinder dort abholen wo sie es brauchen... in unserem Fall hat die Kita alles nur noch schlimmer gemacht.


Die/der TE schrieb, dass sie es nicht tun ... bzw war das wohl Aussage der KiTaMitarbeiter. Scheint also dort thematisiert worden zu sein.

War keineswegs verallgemeinert

Ich kenne wie gesagt auch Kinder mit ADHS. Die Diagnose war sehr hilfreich für alle Beteiligten.


Eben sie sagt das die eltern nichts tun, aber hinter den Kulissen sieht es meist anders aus. Das wollte ich sagen. Unser kiga hätte sicher das selbe zu anderen Eltern gesagt. Bzw dürfen sie doch garnicht über sowas reden oder?
mama2107
3570 Beiträge
03.08.2022 15:32
Zitat von Marf:

Zitat von mama2107:

Zitat von kataleia:

Zitat von mama2107:

...


Hatte dein Sohn dann eine i Kraft im Kiga?

Bei uns war bis jetzt (kommt jetzt in die Schule) auch ein ähnliches Kind im Kiga und mit der i Kraft lief es sehr gut, weil diese dann eben für ihn da war und dadurch auch die Kapazität dem Kind intensivere Betreuung zukommen zu lassen.

Von daher finde ich es gut, wenn gehandelt wird und dann zum Beispiel eine i Kraft dem Kind zugeteilt wird

Nein er hatte keine, mit der Begründung das niemand passendes gefunden wurde.

Ich meine nur das man nicht immer davon ausgehen kann, daß es die Eltern im Hintergrund nicht "interessiert " nur weil man davon nichts mitbekommt.
Die meisten wissen garnicht was man als Eltern von "solchen" Kindern durchmachen muss. Garnicht mal weil das Kind "anstrengend " ist,
sondern wegen der Gesellschaft. Wir wurden im kiga von allen anderen Eltern gemieden. Bis auf eine Mama, die ich durch Zufall außerhalb des kigas getroffen habe, so sind wir ins Gespräch gekommen. Sie ist eine gute Freundin geworden... das war die einzige. In 4 Jahren Kindergarten. Keine Einladung zum Kindergeburtstag nichts...

Bis meine Tochter in dem Kiga kam kannten wir nur wenige Kinder von dort im Dorf.Im Kiga freundet sie sich mit A. An.Ein Junge in ihrer Gruppe.
Zum Geb.wurde er eingeladen.
Lt.seiner Mama die erste Einladung überhaupt.Er ist Autist ,hat ADHS. Und ja,er ist " seltsam" ...aber ein freundlicher Kerl der halt vieles anders angeht.
Bis zu Corona gab es regelmäßige Treffen und Besuche.Wir haben uns auch im Urlaub getroffen.
Seit dem 1.8.22 macht er eine Ausbildung zum Krankenpfleger.
Geduldige Menschen gibt es halt nicht viel,aber sie sind da!


Das ist schön sowas zu lesen
Zuzi
24 Beiträge
03.08.2022 15:33
Zitat von mama2107:

Zitat von Zuzi:

Zitat von mama2107:

Zitat von Zuzi:

...

W er sagt das sie das nicht tun? Ich stand vor 10 Jahren auf der anderen Seite. Und was aussenstehende dachten, will ich garnicht wissen. Ich habe mich immer dafür "interessiert " war immer bei den Gesprächen, ich war bei Ärzten, er war in der Tagesklinik. Trotzdem hat die Kita uns als Eltern immer den schwarzen Peter zugeschoben, sogar das Jugendamt hat man zu uns geschickt ( die war allerdings nach ner halben stunde wieder weg und fragte sich warum sie überhaupt eingeschaltet wurde) Mittlerweile hat er zwei Diagnosen, schweres adhs und autismus. Er hatte einen i-platz, das hat ihm aber nichts gebracht. Weil er( und wir) seinen stempel hatte...Als Eltern kann man nunmal nicht eingreifen im Kindergarten. Zuhause reden bringt genau nichts. Die Kita muss zusehen das sie solche Kinder dort abholen wo sie es brauchen... in unserem Fall hat die Kita alles nur noch schlimmer gemacht.


Die/der TE schrieb, dass sie es nicht tun ... bzw war das wohl Aussage der KiTaMitarbeiter. Scheint also dort thematisiert worden zu sein.

War keineswegs verallgemeinert

Ich kenne wie gesagt auch Kinder mit ADHS. Die Diagnose war sehr hilfreich für alle Beteiligten.


Eben sie sagt das die eltern nichts tun, aber hinter den Kulissen sieht es meist anders aus. Das wollte ich sagen. Unser kiga hätte sicher das selbe zu anderen Eltern gesagt. Bzw dürfen sie doch garnicht über sowas reden oder?


Ah jetzt kapier ichs. Oh Mann, das ist wirklich doof. So viel Kompetenz möchte man eigentlich schon erwarten
Zwerginator
7125 Beiträge
04.08.2022 08:51
Zitat von mano99:

Hallo,

ich hoffe hier jemanden zu finden der ähnliche Erfahrungen gemacht hat und uns Tipps geben kann.

Unsere Kleine (2 Jahre) geht seit ein paar Wochen in die Kita.
Es ist eine Familiengruppe mit Kindern von 2 bis 6 Jahren. Die Erzieherinnen sind super und die Kinder auch sehr lieb...
bis auf einen Jungen. Er zerrt den anderen Kindern die Spielsachen aus der Hand (egal womit die sich gerade beschäftigen) und er schlägt die anderen Kinder.

Gestern als ich unser Kind abgeholt habe, hat der Junge beim vorbeigehen unsere Kleine auf den Hinterkopf geschlagen. Einfach so. Ohne Grund.

Ich stand direkt daneben (konnte aber so schnell nicht eingreifen). Ich habe ihm dann nur gesagt, dass das nicht lieb ist und er das nicht machen soll.
Die Erzieherin hat es auch gesehen, aber nichts weiter gesagt.

Meinem Mann und mir ist schon vor dem Vorfall aufgefallen, dass unsere Kleine vor dem Jungen Angst hat und weint wenn sie ihn sieht.

Nun habe ich heute die Erzieherin darauf angesprochen und sie meinte, dass das leider ein bekanntes Problem mit dem Jungen sei. Sie sagte es gab schon mehrere Elterngespräche deshalb, leider seien seine Eltern nicht einsichtig und es würde wohl in jeder Gruppe ein Kind geben das schwierig sei. Ich bat die Erzieherin ein Auge darauf zu haben.

Mein Mann und ich fragen uns nun, ob wir das so erstmal akzeptieren müssen oder mehr tun können.

Sollten wir auch ein Elterngespräch fordern?
Soll ich der Kita-Leitung eine Email schreiben?

Es gibt ja auch extra Einrichtungen für schwer erziehbare Kinder. Vielleicht wäre das eine Lösung, aber es ist auch hart sowas vorzuschlagen.

Mir tut der Junge irgendwie auch leid, da die Möglichkeit besteht, dass er vielleicht daheim Gewalt erlebt und sich in der Kita abreagiert?
Das könnte allerdings nur das Jugendamt herausfinden?

Mir ist natürlich klar, dass es in dem Alter immer Kids geben wird die mal gemein sind zu den anderen. Aber in dem Fall ist es eben schon sehr extrem und auffällig. Alle anderen Kinder leiden auch darunter.

Wie würdet ihr handeln?

Vielen Dank


Du möchtest das vorschlagen? Für ein Kind das nicht deines ist und über das du auch nichts weißt?

Jaspina1
1801 Beiträge
04.08.2022 09:29
Zitat von mama2107:

Zitat von Zuzi:

Zitat von mama2107:

Zitat von Zuzi:

...

W er sagt das sie das nicht tun? Ich stand vor 10 Jahren auf der anderen Seite. Und was aussenstehende dachten, will ich garnicht wissen. Ich habe mich immer dafür "interessiert " war immer bei den Gesprächen, ich war bei Ärzten, er war in der Tagesklinik. Trotzdem hat die Kita uns als Eltern immer den schwarzen Peter zugeschoben, sogar das Jugendamt hat man zu uns geschickt ( die war allerdings nach ner halben stunde wieder weg und fragte sich warum sie überhaupt eingeschaltet wurde) Mittlerweile hat er zwei Diagnosen, schweres adhs und autismus. Er hatte einen i-platz, das hat ihm aber nichts gebracht. Weil er( und wir) seinen stempel hatte...Als Eltern kann man nunmal nicht eingreifen im Kindergarten. Zuhause reden bringt genau nichts. Die Kita muss zusehen das sie solche Kinder dort abholen wo sie es brauchen... in unserem Fall hat die Kita alles nur noch schlimmer gemacht.


Die/der TE schrieb, dass sie es nicht tun ... bzw war das wohl Aussage der KiTaMitarbeiter. Scheint also dort thematisiert worden zu sein.

War keineswegs verallgemeinert

Ich kenne wie gesagt auch Kinder mit ADHS. Die Diagnose war sehr hilfreich für alle Beteiligten.


Eben sie sagt das die eltern nichts tun, aber hinter den Kulissen sieht es meist anders aus. Das wollte ich sagen. Unser kiga hätte sicher das selbe zu anderen Eltern gesagt. Bzw dürfen sie doch garnicht über sowas reden oder?


In dem Alter sind die meisten Diagnosen auch noch gar nicht möglich und man überlegt schon gut als Eltern ob man dem Kind eine Diagnostik zumuten will. Das ist eine wahnsinnige Belastung - viele Extratermine, dann die Angst, dass das Kind sich durch die Diagnostik als "schlecht, falsch" wahrnimmt, das Risiko auf unsensible Psychologen zu stossen (schon erfahren)... Es sagt sich alles so leicht. Als Eltern von einem anspruchsvolleren Kind ist man eh schon erschöpft.
Zuzi
24 Beiträge
04.08.2022 10:39
Zitat von Jaspina1:

Zitat von mama2107:

Zitat von Zuzi:

Zitat von mama2107:

...


Die/der TE schrieb, dass sie es nicht tun ... bzw war das wohl Aussage der KiTaMitarbeiter. Scheint also dort thematisiert worden zu sein.

War keineswegs verallgemeinert

Ich kenne wie gesagt auch Kinder mit ADHS. Die Diagnose war sehr hilfreich für alle Beteiligten.


Eben sie sagt das die eltern nichts tun, aber hinter den Kulissen sieht es meist anders aus. Das wollte ich sagen. Unser kiga hätte sicher das selbe zu anderen Eltern gesagt. Bzw dürfen sie doch garnicht über sowas reden oder?


In dem Alter sind die meisten Diagnosen auch noch gar nicht möglich und man überlegt schon gut als Eltern ob man dem Kind eine Diagnostik zumuten will. Das ist eine wahnsinnige Belastung - viele Extratermine, dann die Angst, dass das Kind sich durch die Diagnostik als "schlecht, falsch" wahrnimmt, das Risiko auf unsensible Psychologen zu stossen (schon erfahren)... Es sagt sich alles so leicht. Als Eltern von einem anspruchsvolleren Kind ist man eh schon erschöpft.


Das ist natürlich kein einfaches Thema, aber in meiner Verwandtschaft hat die Diagnose wirklich geholfen ...

Es wird mehr Rücksicht auf die speziellen Bedürfnisse des Kindes genommen, sodass weniger Situationen entstehen, in denen interveniert werden muss und wenn, wird damit auch anders umgegangen. Das Kind nimmt sich positiver wahr und auch den Eltern wurden dadurch viel Stress und Zweifel an den eigenen erzieherischen Fähigkeiten genommen.

Natürlich kommt es auf das Alter an. Wenn der Junge aber zu den 5 bis 6-jährigen zählt, wäre es - wenn das aggressive Verhalten tatsächlich sehr ausgeprägt ist - hinsichtlich Einschulung etc schon sinnvoll, genauer hinzusehen. Falls sie das nicht sowieso schon tun.
mama2107
3570 Beiträge
04.08.2022 11:37
Zitat von Jaspina1:

Zitat von mama2107:

Zitat von Zuzi:

Zitat von mama2107:

...


Die/der TE schrieb, dass sie es nicht tun ... bzw war das wohl Aussage der KiTaMitarbeiter. Scheint also dort thematisiert worden zu sein.

War keineswegs verallgemeinert

Ich kenne wie gesagt auch Kinder mit ADHS. Die Diagnose war sehr hilfreich für alle Beteiligten.


Eben sie sagt das die eltern nichts tun, aber hinter den Kulissen sieht es meist anders aus. Das wollte ich sagen. Unser kiga hätte sicher das selbe zu anderen Eltern gesagt. Bzw dürfen sie doch garnicht über sowas reden oder?


In dem Alter sind die meisten Diagnosen auch noch gar nicht möglich und man überlegt schon gut als Eltern ob man dem Kind eine Diagnostik zumuten will. Das ist eine wahnsinnige Belastung - viele Extratermine, dann die Angst, dass das Kind sich durch die Diagnostik als "schlecht, falsch" wahrnimmt, das Risiko auf unsensible Psychologen zu stossen (schon erfahren)... Es sagt sich alles so leicht. Als Eltern von einem anspruchsvolleren Kind ist man eh schon erschöpft.


Würde ich so jetzt nicht unterschreiben. Klar Diagnosen werden meist erst mit 6 Jahren gestellt. Aber wir waren froh, als wir einen Platz in der Tagesklinik bekommen haben, denn auch mein Kind hat ja unter der Situation gelitten. Die Zusatztermine nahm ich da " gern" in Kauf. Ich persönlich sehe seine Diagnosen aber auch als etwas positives. Da sie erklären warum er ist, wie er ist und man somit (zumindest bei der autismusdiagnose) auf mehr Verständnis trifft. Und einem kann dadurch gezielt geholfen werden
Schnuck2013
1681 Beiträge
04.08.2022 11:48
Und sagt die Erstellerin des Themas jetzt auch noch mal was?
Jaspina1
1801 Beiträge
04.08.2022 11:50
Zitat von mama2107:

Zitat von Jaspina1:

Zitat von mama2107:

Zitat von Zuzi:

...


Eben sie sagt das die eltern nichts tun, aber hinter den Kulissen sieht es meist anders aus. Das wollte ich sagen. Unser kiga hätte sicher das selbe zu anderen Eltern gesagt. Bzw dürfen sie doch garnicht über sowas reden oder?


In dem Alter sind die meisten Diagnosen auch noch gar nicht möglich und man überlegt schon gut als Eltern ob man dem Kind eine Diagnostik zumuten will. Das ist eine wahnsinnige Belastung - viele Extratermine, dann die Angst, dass das Kind sich durch die Diagnostik als "schlecht, falsch" wahrnimmt, das Risiko auf unsensible Psychologen zu stossen (schon erfahren)... Es sagt sich alles so leicht. Als Eltern von einem anspruchsvolleren Kind ist man eh schon erschöpft.


Würde ich so jetzt nicht unterschreiben. Klar Diagnosen werden meist erst mit 6 Jahren gestellt. Aber wir waren froh, als wir einen Platz in der Tagesklinik bekommen haben, denn auch mein Kind hat ja unter der Situation gelitten. Die Zusatztermine nahm ich da " gern" in Kauf. Ich persönlich sehe seine Diagnosen aber auch als etwas positives. Da sie erklären warum er ist, wie er ist und man somit (zumindest bei der autismusdiagnose) auf mehr Verständnis trifft. Und einem kann dadurch gezielt geholfen werden


Wenn das Kind selbst leidet, macht man das als Eltern gerne, aber wenn man als Eltern eigentlich klarkommt, das Kind nicht leidet und nur andere "meckern", ist es was anderes.
mama2107
3570 Beiträge
04.08.2022 12:34
Zitat von Jaspina1:

Zitat von mama2107:

Zitat von Jaspina1:

Zitat von mama2107:

...


In dem Alter sind die meisten Diagnosen auch noch gar nicht möglich und man überlegt schon gut als Eltern ob man dem Kind eine Diagnostik zumuten will. Das ist eine wahnsinnige Belastung - viele Extratermine, dann die Angst, dass das Kind sich durch die Diagnostik als "schlecht, falsch" wahrnimmt, das Risiko auf unsensible Psychologen zu stossen (schon erfahren)... Es sagt sich alles so leicht. Als Eltern von einem anspruchsvolleren Kind ist man eh schon erschöpft.


Würde ich so jetzt nicht unterschreiben. Klar Diagnosen werden meist erst mit 6 Jahren gestellt. Aber wir waren froh, als wir einen Platz in der Tagesklinik bekommen haben, denn auch mein Kind hat ja unter der Situation gelitten. Die Zusatztermine nahm ich da " gern" in Kauf. Ich persönlich sehe seine Diagnosen aber auch als etwas positives. Da sie erklären warum er ist, wie er ist und man somit (zumindest bei der autismusdiagnose) auf mehr Verständnis trifft. Und einem kann dadurch gezielt geholfen werden


Wenn das Kind selbst leidet, macht man das als Eltern gerne, aber wenn man als Eltern eigentlich klarkommt, das Kind nicht leidet und nur andere "meckern", ist es was anderes.

Ok, ja das mag sein
Litschi
1009 Beiträge
04.08.2022 13:07
Ich sehe das etwas anders und gehe auch nicht mit der Einstellung "armes schlagendes Kind" und "gehört für das Opfer nun mal dazu zu lernen wie es darauf reagiert" mit...

Ich habe nun schon zu oft achselzuckende "Erzieher" erlebt, (" " weil meines Erachtens der Berufsbegriff bewusst so gewählt ist, sonst müsste es ja Begleiter heißen....) die zuschauen und Kindern nicht vermitteln, zu helfen oder etwas gegen Ungerechtigkeiten zu tun.

Uns passierte genau dieselbe Geschichte, bis auf, dass der Schlag bei meinem Sohn in die Magengrube ging. Als ich meinem Sohn dann sagte, er soll sich sowas nicht gefallen lassen, kamen direkt Erzieher auf uns zu : "so etwas tun wir hier nicht." Weiteres Einschreiten erfolgte aber auch nicht. Später wurde mein Kind sogar von einer Gruppe derselben Einrichtung verprügelt. Konsequenz: Täter, malt ein Bild.
Nicht jedes schlagende Kind hat Ad(h)s, Autismus oder ist schwer erziehbar- manche SIND schlichtweg nicht erzogen....und da zeig ich mit dem Finger auf Eltern und Erzieher gleichermaßen....
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