Mütter- und Schwangerenforum

"Abenteuerlicher Schulstart"

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Marf
28232 Beiträge
16.09.2023 17:42
Diskutiert ihr alles aus? Wird alles beleuchtet und analysiert?
Eventuell reagiert er mit Wutgeschrei genau darauf.Verbal kommt er ja gegen 2 Erwachsene niemals an...er wird da immer den Kürzeren ziehen.Das kann er in einigen Jahren eher.
Ich habe viel Geduld bei meinen,erkläre gerne und frage nach.
Doch auch das hat Grenzen.Und die definiere ich sehr klar.Kein Laberrabarber.
Die diskutiere ich auch nicht.Und die Konsequenzen folgen sofort und entsprechend dem Vorfall.
Das wissen sie und darauf ist Verlass.Busher funktioniert es sehr gut.
Warum soll er euer Bad nicht reinigen? Es wäre zumindest eine passende Folge auf sein Tun.
Anonym 1 (210544)
0 Beiträge
16.09.2023 18:17
Zitat von Marf:

Diskutiert ihr alles aus? Wird alles beleuchtet und analysiert?
Eventuell reagiert er mit Wutgeschrei genau darauf.Verbal kommt er ja gegen 2 Erwachsene niemals an...er wird da immer den Kürzeren ziehen.Das kann er in einigen Jahren eher.
Ich habe viel Geduld bei meinen,erkläre gerne und frage nach.
Doch auch das hat Grenzen.Und die definiere ich sehr klar.Kein Laberrabarber.
Die diskutiere ich auch nicht.Und die Konsequenzen folgen sofort und entsprechend dem Vorfall.
Das wissen sie und darauf ist Verlass.Busher funktioniert es sehr gut.
Warum soll er euer Bad nicht reinigen? Es wäre zumindest eine passende Folge auf sein Tun.


Ein Beispieldialog:

"Warum hast du das Urinal noch einmal überlaufen lassen?"
"M.... hat das gesagt."
"Was hat M gesagt?"
"Wirf Papier rein."
"Und dann hast du das gemacht?"
"Nein, ich habe gespült."
"Aber du wusstest, dass dann das Wasser überläuft, oder nicht?"
"Ja"
"Warum hast du dann gespült?"
"Weiß nicht."
"Das geht doch nicht. Du hast dich vor wenigen Tagen beim Hausmeister entschuldigt. Der sieht doch jetzt, dass das gar nicht ernst gemeint war."
"Ich kann ihm ja noch eine Schokolade schenken."
"Was ändert das? Er will keine Schokolade, er mochte, dass er durch dich und andere Kinder keine unnötige zusätzliche Arbeit hat."
"Achso."

(Kurze Fassungslosigkeit meinerseits)

"Stell dir vor, du hast gerade dein Zimmer aufgeräumt und dann kommt jemand vorbei und kippt einfach eine große Schublade über den ganzen Boden. Wie fühlst du dich da?"
"Der darf dann nicht mehr kommen."
"Warum? Wie fühlst du dich? Oder: wie findest du das? Gut, egal, doof?
"Doof."
"Ja, so geht's der Reinigungskraft auch."
"Hm."
"Und auch deine Mitschüler haben dadurch Probleme. Kannst du dir vorstellen, welche?
"Nee... äh.. dass das Klo zu ist?"
"Ja"

...
----
Es ist also keine Diskussion, eher ein Interview. Es sind Gespräche, um herauszufinden, was in ihm vorgeht. Und es ist ein Gespräch, in dem wir nach und nach aufdröseln, was das bedeutet. Ich finde schon, dass das unverzichtbar ist.

Ich möchte ja auch, dass er daraus lernt und nicht "nur folgt".
cofjun
470 Beiträge
16.09.2023 18:18
Viell ist es jetzt anders weil sie in der Schule doch weniger unter Kontrolle sind als im kiga und dass der kiga mit regeln vertrauter war.

Jetzt präsentiert er sich (auch älter als im kiga) vor ganz neuen Leuten. Viell schaut er sich von einem anderen auch was ab oder sie überlegen gemeinsam....

Was ich da aber vermisse ist quasi eine Orientierungsphase in der Schule. Viell mit gemeinsam erarbeiteten regeln.... gab's sogar letztes Jahr im Gym, also 3 Tage wo alles mögliche besprochen wurde und erklärt
nilou
14120 Beiträge
16.09.2023 18:32
Zitat von Anonym 1 (210544):

Und zum "aus heiterem Himmel kommen":

Ich finde unser Kind schon lange irgendwie auffällig, gerade weil er zu Hause seine Impulse nicht im Griff hat, aber auch noch aus anderen Gründen. Die Kita hat uns auch auf Nachfragen immer und immer wieder deutlich gemacht, dass er sozial kompetent sei, dass er zwar auch mal (wie alle Kinder) Blödsinn mache, aber nichts Schlimmes. Wir hatten nie ein von der Kita ausgehendes Krisengespräch, während sein bester Freund zeitweise fast jede Woche eins hatte.

In der Schule jetzt kommt es daher für uns tatsächlich überraschend, den bisher gingen wir ja davon aus, dass er sich außerhalb von zu Hause okay benimmt und gut zurechtkommt.


Ist der mit seinem besten Freund zusammen in der Klasse/Schule?

Habt ihr das mal beim Kinderarzt angesprochen?

fehlende Impulskontrolle nur zu Hause: da würde ich mal schauen ob das wirklich so ist, wenn ja schauen wo da die Gründe liegen. Wäre ja grundsätzlich gut, weil das bedeuten würde er kann seine Impulse kontrollieren. Wenn es tatsächlich nicht nur zu Hause ist und er sich grundsätzlich nicht kontrollieren kann würde ich da mal einen Profi drüber schauen lassen.

Zur Kita: evt. waren da zeitgleich noch „schlimmere“ Kaliber in der Kita und er ist da unter dem Schirm durchgelaufen weil woanders die Baustellen größer/wichtiger waren.

Anonym 1 (210544)
0 Beiträge
16.09.2023 18:36
Zitat von nilou:

Zitat von Anonym 1 (210544):

Und zum "aus heiterem Himmel kommen":

Ich finde unser Kind schon lange irgendwie auffällig, gerade weil er zu Hause seine Impulse nicht im Griff hat, aber auch noch aus anderen Gründen. Die Kita hat uns auch auf Nachfragen immer und immer wieder deutlich gemacht, dass er sozial kompetent sei, dass er zwar auch mal (wie alle Kinder) Blödsinn mache, aber nichts Schlimmes. Wir hatten nie ein von der Kita ausgehendes Krisengespräch, während sein bester Freund zeitweise fast jede Woche eins hatte.

In der Schule jetzt kommt es daher für uns tatsächlich überraschend, den bisher gingen wir ja davon aus, dass er sich außerhalb von zu Hause okay benimmt und gut zurechtkommt.


Ist der mit seinem besten Freund zusammen in der Klasse/Schule?

Habt ihr das mal beim Kinderarzt angesprochen?

fehlende Impulskontrolle nur zu Hause: da würde ich mal schauen ob das wirklich so ist, wenn ja schauen wo da die Gründe liegen. Wäre ja grundsätzlich gut, weil das bedeuten würde er kann seine Impulse kontrollieren. Wenn es tatsächlich nicht nur zu Hause ist und er sich grundsätzlich nicht kontrollieren kann würde ich da mal einen Profi drüber schauen lassen.

Zur Kita: evt. waren da zeitgleich noch „schlimmere“ Kaliber in der Kita und er ist da unter dem Schirm durchgelaufen weil woanders die Baustellen größer/wichtiger waren.


Er ist komplett ohne irgendwelche Freunde und Bekannte in die Schule gekommen.

Das fett Gedruckte ist mittlerweile auch meine Vermutung.
Marf
28232 Beiträge
16.09.2023 18:42
Zitat von Anonym 1 (210544):

Zitat von Marf:

Diskutiert ihr alles aus? Wird alles beleuchtet und analysiert?
Eventuell reagiert er mit Wutgeschrei genau darauf.Verbal kommt er ja gegen 2 Erwachsene niemals an...er wird da immer den Kürzeren ziehen.Das kann er in einigen Jahren eher.
Ich habe viel Geduld bei meinen,erkläre gerne und frage nach.
Doch auch das hat Grenzen.Und die definiere ich sehr klar.Kein Laberrabarber.
Die diskutiere ich auch nicht.Und die Konsequenzen folgen sofort und entsprechend dem Vorfall.
Das wissen sie und darauf ist Verlass.Busher funktioniert es sehr gut.
Warum soll er euer Bad nicht reinigen? Es wäre zumindest eine passende Folge auf sein Tun.


Ein Beispieldialog:

"Warum hast du das Urinal noch einmal überlaufen lassen?"
"M.... hat das gesagt."
"Was hat M gesagt?"
"Wirf Papier rein."
"Und dann hast du das gemacht?"
"Nein, ich habe gespült."
"Aber du wusstest, dass dann das Wasser überläuft, oder nicht?"
"Ja"
"Warum hast du dann gespült?"
"Weiß nicht."
"Das geht doch nicht. Du hast dich vor wenigen Tagen beim Hausmeister entschuldigt. Der sieht doch jetzt, dass das gar nicht ernst gemeint war."
"Ich kann ihm ja noch eine Schokolade schenken."
"Was ändert das? Er will keine Schokolade, er mochte, dass er durch dich und andere Kinder keine unnötige zusätzliche Arbeit hat."
"Achso."

(Kurze Fassungslosigkeit meinerseits)

"Stell dir vor, du hast gerade dein Zimmer aufgeräumt und dann kommt jemand vorbei und kippt einfach eine große Schublade über den ganzen Boden. Wie fühlst du dich da?"
"Der darf dann nicht mehr kommen."
"Warum? Wie fühlst du dich? Oder: wie findest du das? Gut, egal, doof?
"Doof."
"Ja, so geht's der Reinigungskraft auch."
"Hm."
"Und auch deine Mitschüler haben dadurch Probleme. Kannst du dir vorstellen, welche?
"Nee... äh.. dass das Klo zu ist?"
"Ja"

...
----
Es ist also keine Diskussion, eher ein Interview. Es sind Gespräche, um herauszufinden, was in ihm vorgeht. Und es ist ein Gespräch, in dem wir nach und nach aufdröseln, was das bedeutet. Ich finde schon, dass das unverzichtbar ist.

Ich möchte ja auch, dass er daraus lernt und nicht "nur folgt".

Also ein Ja.

Meine haben siwas nie gemacht,aber ich hätte wohl eher so reagiert :
" Du gehst nun zur Putzkraft und entschuldigst dich.Dann hilft du beim wegmachen". ( wäre das nicht gegangen - Dann wirst du für 1 Woche Zuhause täglich das Klo putzen )
Danach hätte ich mich hingesetzt und dem Klumbatsch 1 Mal besprochen.

nilou
14120 Beiträge
16.09.2023 18:45
Zitat von Anonym 1 (210544):

Zitat von nilou:

Zitat von Anonym 1 (210544):

Und zum "aus heiterem Himmel kommen":

Ich finde unser Kind schon lange irgendwie auffällig, gerade weil er zu Hause seine Impulse nicht im Griff hat, aber auch noch aus anderen Gründen. Die Kita hat uns auch auf Nachfragen immer und immer wieder deutlich gemacht, dass er sozial kompetent sei, dass er zwar auch mal (wie alle Kinder) Blödsinn mache, aber nichts Schlimmes. Wir hatten nie ein von der Kita ausgehendes Krisengespräch, während sein bester Freund zeitweise fast jede Woche eins hatte.

In der Schule jetzt kommt es daher für uns tatsächlich überraschend, den bisher gingen wir ja davon aus, dass er sich außerhalb von zu Hause okay benimmt und gut zurechtkommt.


Ist der mit seinem besten Freund zusammen in der Klasse/Schule?

Habt ihr das mal beim Kinderarzt angesprochen?

fehlende Impulskontrolle nur zu Hause: da würde ich mal schauen ob das wirklich so ist, wenn ja schauen wo da die Gründe liegen. Wäre ja grundsätzlich gut, weil das bedeuten würde er kann seine Impulse kontrollieren. Wenn es tatsächlich nicht nur zu Hause ist und er sich grundsätzlich nicht kontrollieren kann würde ich da mal einen Profi drüber schauen lassen.

Zur Kita: evt. waren da zeitgleich noch „schlimmere“ Kaliber in der Kita und er ist da unter dem Schirm durchgelaufen weil woanders die Baustellen größer/wichtiger waren.


Er ist komplett ohne irgendwelche Freunde und Bekannte in die Schule gekommen.

Das fett Gedruckte ist mittlerweile auch meine Vermutung.


Dann ist es ja ein totaler Neuanfang, was ich in der aktuellen Situation gut finde.

Da würde ich wirklich einen Cut machen und neu starten. Setzt euch zu Hause zusammen hin und macht gemeinsam ein „Regelplakat“ und hängt das zentral auf. Ich bin ein Freund von: so wenig wie möglich, so viele wie nötig. Sprich hier bei uns gibt es wenig Regeln, aber die sind wichtig. Dazu gehört für mich dabei auch „wir sprechen respektvoll/höflich miteinander, wir entschuldigen uns, wir lügen uns nicht … also es gilt für alle Beteiligten, nicht nur fürs Kind. Und für mich gilt der Grundgedanke: egal wie blöd der Tag war, wir gehen nicht böse miteinander ins Bett. Und liebe mich am meisten wenn ich es am wenigsten „verdiene“, den dann brauche ich es am meisten.

Überleg dir mit deinem Mann dann entsprechende Konsequenzen für Regelverstöße. Und wichtig, nicht lang erklären/ausdiskutieren, kurze klare Ansagen. Konstanz und Verlässlichkeit sind wichtig.

Würde es aber auch bei der nächsten U mal ansprechen beim Kia und mit der Lehrerin beim Elterngespräch im 2 Halbjahr.
Anonym 3 (210544)
0 Beiträge
16.09.2023 20:54
Liebe Ts,

Das was du beschreibst erinnert mich sehr stark an meinen Sohn ( jetzt 3. Klasse).

Kitazeit war schwierig..Seine Bezugserzieherin kam gut mit ihm zurecht, sie war aber auch jemand, der gut auf die Kinder eingehen konnte. Mangelnde Impulskontrolle war von klein auf ein Thema. Wutausbrüche besonders bei zu viel Medienzeit Stsndart. Er hat sich gerne von anderen zu Unsinn anstiften lassen. Zum Beispiel ist er mal mit seinem Kumpel aus dem Kindergarten abgehauen ( sie haben sich unter dem Zaun durchgebuddelt und wollten zum Spielplatz nebenan. Zum Glück haben es die Erzieherinnen noch bemerkt).

Dann kam die Schule und es war erstmal wirklich schwer. Er hat extrem auf die Veränderung reagiert, am Anfang kaum gesprochen, aber ist desöfteren ausgeflippt, weil andere ihm zu nahe kamen. In solchen Situationen verlor er wieder die Impulskontrolle und dann zerriss er seine Hefte, trat auf seinen Ranzen ein, brüllte extrem laut los oder beschmierte seinen Tisch mit Filzstiften.

Meist hat er seine eigenen Sachen beschädigt, aber als der Vorfall mit dem Tisch war und seine Lehrerin mich informiert hat. Habe ich direkt mit ihm und ihr ausgemacht, dass er es am nächsten Tag sauber macht und sich entschuldigt.
Seine Hefte, die er beschädigt hatte musste er von seinem Taschengeld ersetzen. Wir haben jedesmal lange gesprochen und versucht herauszufinden was in diesen Situationen mit ihm los ist, warum er so eskaliert. Das konnte er natürlich nicht sagen.

Wir sind zu einer Erziehungsberatungsstelle gegangen und so kamen wir in die Diagnostik.
Mittlerweile haben wir Adhs als Diagnose. Ich hatte zunächst mega Bauchweh, weil ich mir dachte " oh Gott jetzt hat mein Kind so einen Stempel"
Aaaaber im Endeffekt ist die Diagnose das beste was passieren konnte. Wir,vorallem ER weiß jetzt was mit ihm los ist und wir können ihn gezielt fördern und unterstützen. Er bekommt diverse Therapien die ihm sehr helfen. Bei der Selbstregulation, bei der Selbstreflexion, beim Unterdrücken der Impulse.
Wir sind jetzt seit 2 Jahren dabei und mittlerweile ist der Knoten geplatzt.
Er spürt, wenn es ihm zu laut und zu viel wird in der Klasse und gibt seiner Lehrerin bescheid. Manchmal reicht es ihm kurz auf die Toilette zu gehen und mal durchzuatmen. Wenn das nicht reicht, darf er sich vor dem Sekretariat an einen Tisch setzen und dort seine Aufgaben bearbeiten.
Dieses Schuljahr hat er sich vorgenommen sorgfältiger mit seinen Schulsachen umzugehen.
Wenn er Probleme hat, kommt er inzwischen auf mich zu.
Vor den Sommerferien gab es eine Woche, die sehr anstrengend für ihn war und da kam er von sich aus und meinte, er hat das Gefühl, gerade einfach viel zu viel im Kopf zu haben und den Druck nicht aushalten zu können. Er durfte dann den nächsten Tag zu Hause bleiben und sich etwas Ruhe gönnen. Das ist nicht die Regel. Aber ich finde es super, dass er seine Bedürfnisse nun spürt und kommuniziert, BEVOR er die Kontrolle verliert.
Er ist auch viel empathischer geworden. Überlegt von sich aus, wie geht es dem und dem, wenn ich das und das mache. Wie würde ich mich fühlen?

Wenn du also das Gefühl hast, es ist etwas nicht ganz normal,dann hör auf deinen Bauch und schau, dass ihr in die Diagnostik kommt. Je schneller desto besser.
Hier hat sich das alles sehr positiv auch auf sein Selbstwertgefühl ausgewirkt. Und mit dem Selbstbewusstsein kommt auch das Verantwortungsgefühl seiner Handlungen.

Wenn man sich überlegt was " Selbstbewusstsein " bedeutet, nämlich sich seiner SELBST, seiner Wirkung, seinem Wert, BEWUSST sein, ist das ja auch nachvollziehbar und schlüssig.

Denke ich, ich bin nicht wichtig, dann ist auch mein tun nicht wichtig, denn wen interessiert es, was jemand tut, der nichts bedeutet?

Ich drücke euch ganz fest die Daumen und wünsche euch Kraft, Mut und Ausdauer. Bleibt dran und haltet durch
DieW
3511 Beiträge
17.09.2023 12:12
Hallo!

Ich hab mir alles durchgelesen und finde einige Antworten merkwürdig.

Für mich liest es sich so,als ob das Kind in der Schule noch nicht angekommen ist,seinen Platz noch nicht gefunden hat.
Sachen macht,um Gehör zu finden.Seinen Rahmen zu erkunden.

Da nun gleich auf eine Krankheit/Auffälligkeiten zu kommen,wenn er die Jahre im Kindergarten eben nicht auffällig war;finde ich sehr gewagt.

Ärgerlich ist es natürlich und auch verständlich,dass man sich als Eltern Gedanken macht.

Sicherlich- Erziehung findet im Elternhaus statt,aber Konsequenzen auf Fehler in der Schule ,ja wohl auch dort.
Wer lässt denn Fehlverhalten des Kindes in der Schule ahnden?
Wobei ich es gut finde,dass ihm zu Hause gezeigt wird,dass solche Dinge eben Mehrarbeit verursachen und er es einfach auch praktisch erlebt.

Und aus meiner Sicht natürlich Reden ,Reden ,Reden.
Irgendwas muss diesem kleinen Menschen ja auf der Seele liegen.Und wenn es nur das Ausprobieren ohne Beobachtung ist.
Bis Kinder zur Schule kommen;sind sie selten alleine auf sich gestellt.
Vielleicht probiert er sich und seine "Freitheit"grad aus-um zu sehen,was wann passiert.

Man sollte einfach nie vergessen,dass 6 Jahre Lebenszeit einfach wenig sind.
Und wie viele und viel schlimmere Dinge machen Erwachsene mit 40 ,50 und 60 Jahren.
Selbstverständlich darf es nicht einfach so stehen lassen,das Kind handeln lassen,aber auch nicht gleich von ADHS und fehlender Impulskontrolle reden.
Einfach von einem kleinen ,neugierigen Menschen,der grad das Leben entdeckt-mit Fehlern und Folgen.

17.09.2023 14:49
Zitat von DieW:

Hallo!

Ich hab mir alles durchgelesen und finde einige Antworten merkwürdig.

Für mich liest es sich so,als ob das Kind in der Schule noch nicht angekommen ist,seinen Platz noch nicht gefunden hat.
Sachen macht,um Gehör zu finden.Seinen Rahmen zu erkunden.

Da nun gleich auf eine Krankheit/Auffälligkeiten zu kommen,wenn er die Jahre im Kindergarten eben nicht auffällig war;finde ich sehr gewagt.

Ärgerlich ist es natürlich und auch verständlich,dass man sich als Eltern Gedanken macht.

Sicherlich- Erziehung findet im Elternhaus statt,aber Konsequenzen auf Fehler in der Schule ,ja wohl auch dort.
Wer lässt denn Fehlverhalten des Kindes in der Schule ahnden?
Wobei ich es gut finde,dass ihm zu Hause gezeigt wird,dass solche Dinge eben Mehrarbeit verursachen und er es einfach auch praktisch erlebt.

Und aus meiner Sicht natürlich Reden ,Reden ,Reden.
Irgendwas muss diesem kleinen Menschen ja auf der Seele liegen.Und wenn es nur das Ausprobieren ohne Beobachtung ist.
Bis Kinder zur Schule kommen;sind sie selten alleine auf sich gestellt.
Vielleicht probiert er sich und seine "Freitheit"grad aus-um zu sehen,was wann passiert.

Man sollte einfach nie vergessen,dass 6 Jahre Lebenszeit einfach wenig sind.
Und wie viele und viel schlimmere Dinge machen Erwachsene mit 40 ,50 und 60 Jahren.
Selbstverständlich darf es nicht einfach so stehen lassen,das Kind handeln lassen,aber auch nicht gleich von ADHS und fehlender Impulskontrolle reden.
Einfach von einem kleinen ,neugierigen Menschen,der grad das Leben entdeckt-mit Fehlern und Folgen.


Es geht nicht darum, dem Kind eine Beeinträchtigung anzudichten.

Ich finde das Verhalten schon relativ ungewöhnlich für ein Kind im Schulalter. Das ist nicht böse gemeint! Kinder, die "Blödsinn" machen, gibt es in jeder Klasse und diese Geschichten gehören ja auch dazu, wir wollen ja keine kleinen Soldaten erziehen.

Es geht um Verständnis für "diese" Kinder, die häufig anecken und deren Eltern, die sich immer wieder erklären müssen. Die aus Verzweiflung zu immer härteren Erziehungsmaßnahmen greifen, weil sich das Kind nicht in die Spur rücken lässt. Und damit ihren Kindern unter Umständen mehr schaden als helfen.

Bei vielen dieser Kinder ergibt sich nämlich dann doch irgendeine Erklärung im Laufe der Zeit - von Hochbegabung über AD(H)S, Autismus bis hin zu häuslichen Problemen habe ich schon einiges gesehen.

Ich schreibe das nur, weil manche Beiträge hier doch etwas nach Holzhammermethode klingen. Das finde ich schlimmer, als ein Beratungsgespräch beim Kinderarzt oder Psychologen, Erziehungsberatung o.ä. - gerade weil ja von Seiten der TE durchaus ein Verdacht besteht. Umso besser, wenn es sich am Ende einfach nur als aufgewecktes, neugieriges Kind entpuppt
DieW
3511 Beiträge
17.09.2023 15:34
Tatsächlich finde ich auch,dass die Ts etwas ei geknickt ist ,nicht!!!böse gemeint und völlig verständlich bei den Antworten hier.
Jeder Kind hat mal Phasen ,die nicht unbedingt der Norm entsprechen. UND wenn man als Eltern in der Situation ist,hinterfragt und dann teilweise solche Antworten bekommt,kommt rein gedanklich tatsächliche eine Diagnose bei rum.

Und neee,ich finde das Verhalten nicht besorgniserregend ungewöhnlich.
Ein kleiner Mensch ,der sich ausprobieren mag und das auch macht,vielleicht aus Neugierde,vielleicht aus Grenzen kennenlernen,keine Ahnung.

Ich- wiederhole 6 Jahre !!! Lernen durch Fehler,Ausprobieren und auch Konsequenzen.

DieW
3511 Beiträge
17.09.2023 15:37
Zitat von DieW:

Tatsächlich finde ich auch,dass die Ts etwas ei geknickt ist ,nicht!!!böse gemeint und völlig verständlich bei den Antworten hier.
Jeder Kind hat mal Phasen ,die nicht unbedingt der Norm entsprechen. UND wenn man als Eltern in der Situation ist,hinterfragt und dann teilweise solche Antworten bekommt,kommt rein gedanklich tatsächliche eine Diagnose bei rum.

Und neee,ich finde das Verhalten nicht besorgniserregend ungewöhnlich.
Ein kleiner Mensch ,der sich ausprobieren mag und das auch macht,vielleicht aus Neugierde,vielleicht aus Grenzen kennenlernen,keine Ahnung.

Ich- wiederhole 6 Jahre !!! Lernen durch Fehler,Ausprobieren und auch Konsequenzen.


Und ,ein Ding unserer Zeit-immer gleich zu Ärzten,Therapeuten und Kliniken.
Kein Wunder,wenn man bei wirklichem Bedarf keine Termine bekommt.Weil immer alles alles gleich pathologisch ist.
Frag mich immer wieder,wie meine Generation und die davor ,nicht geschlossen nen Haschmich haben....
soev
7333 Beiträge
17.09.2023 17:51
Zitat von DieW:

Hallo!

Ich hab mir alles durchgelesen und finde einige Antworten merkwürdig.

Für mich liest es sich so,als ob das Kind in der Schule noch nicht angekommen ist,seinen Platz noch nicht gefunden hat.
Sachen macht,um Gehör zu finden.Seinen Rahmen zu erkunden.

Da nun gleich auf eine Krankheit/Auffälligkeiten zu kommen,wenn er die Jahre im Kindergarten eben nicht auffällig war;finde ich sehr gewagt.

Ärgerlich ist es natürlich und auch verständlich,dass man sich als Eltern Gedanken macht.

Sicherlich- Erziehung findet im Elternhaus statt,aber Konsequenzen auf Fehler in der Schule ,ja wohl auch dort.
Wer lässt denn Fehlverhalten des Kindes in der Schule ahnden?
Wobei ich es gut finde,dass ihm zu Hause gezeigt wird,dass solche Dinge eben Mehrarbeit verursachen und er es einfach auch praktisch erlebt.

Und aus meiner Sicht natürlich Reden ,Reden ,Reden.
Irgendwas muss diesem kleinen Menschen ja auf der Seele liegen.Und wenn es nur das Ausprobieren ohne Beobachtung ist.
Bis Kinder zur Schule kommen;sind sie selten alleine auf sich gestellt.
Vielleicht probiert er sich und seine "Freitheit"grad aus-um zu sehen,was wann passiert.

Man sollte einfach nie vergessen,dass 6 Jahre Lebenszeit einfach wenig sind.
Und wie viele und viel schlimmere Dinge machen Erwachsene mit 40 ,50 und 60 Jahren.
Selbstverständlich darf es nicht einfach so stehen lassen,das Kind handeln lassen,aber auch nicht gleich von ADHS und fehlender Impulskontrolle reden.
Einfach von einem kleinen ,neugierigen Menschen,der grad das Leben entdeckt-mit Fehlern und Folgen.


Mal aus Lehrersicht: Das Verhalten ist defintiv auffällig. Ja, die Kinder müssen sich einfinden, sowohl in die Regeln auch in die Klasse. Aber mehrmaliges(!) Beschädigen von Gegenständen der Allgemeinheit gehen darüber hinaus.

An die TS: Hat die Schule eine Jugendsozialarbeiterin? Die wäre die perfekte Anlaufstelle für dich.
shelyra
69124 Beiträge
17.09.2023 18:17
Zitat von DieW:

Und ,ein Ding unserer Zeit-immer gleich zu Ärzten,Therapeuten und Kliniken.
Kein Wunder,wenn man bei wirklichem Bedarf keine Termine bekommt.Weil immer alles alles gleich pathologisch ist.
Frag mich immer wieder,wie meine Generation und die davor ,nicht geschlossen nen Haschmich haben....


Du wirst nicht glauben dass es sehr sehr sehr viele unserer Generation gibt die sich gewünscht hätten dass ihnen geholfen worden wäre.
Aber in unserer Generation war es Usus dass man es schön geredet hat, nicht beachtet hat, es mit "das Kind ist halt so" begründet hat usw

Die Ziffer derjenigen die erst jetzt im erwachsenen Alter die Diagnose ADHS, Autismus oder ähnliches bekommen ist enorm hoch!
17.09.2023 18:33
Zitat von shelyra:

Zitat von DieW:

Und ,ein Ding unserer Zeit-immer gleich zu Ärzten,Therapeuten und Kliniken.
Kein Wunder,wenn man bei wirklichem Bedarf keine Termine bekommt.Weil immer alles alles gleich pathologisch ist.
Frag mich immer wieder,wie meine Generation und die davor ,nicht geschlossen nen Haschmich haben....


Du wirst nicht glauben dass es sehr sehr sehr viele unserer Generation gibt die sich gewünscht hätten dass ihnen geholfen worden wäre.
Aber in unserer Generation war es Usus dass man es schön geredet hat, nicht beachtet hat, es mit "das Kind ist halt so" begründet hat usw

Die Ziffer derjenigen die erst jetzt im erwachsenen Alter die Diagnose ADHS, Autismus oder ähnliches bekommen ist enorm hoch!


Erstens das und zweitens gibt es so viele, die sich - trotz all ihrer Probleme - immer noch nicht trauen zur Diagnose zu gehen, weil sie denken, dass sie unnötig Ärzte oder Therapeuten blockieren... Weil es eben oft so dargestellt wird
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