Mütter- und Schwangerenforum

OHNE KRIMI GEHT DIE JADA NICHT INS BETT!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!

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lisii
8629 Beiträge
18.09.2008 19:26
Zitat von Jadaflo:
Zitat von lisii:
hier mal ein kleiner gruß aus dem gefängnis hab ich ned ne tolle aussicht?


habt ihr ein glück


gelle?
christine
6856 Beiträge
18.09.2008 19:29
möönsch Jada ...

jetzt hab ich Dank Deiner Thread-Titel-Auswahl nen Ohrwurm

Jadaflo
78063 Beiträge
18.09.2008 21:52
Die Junge hübsche Wachfrau
Kurz vor Schichtende, begann sie gerade ihren letzten Rundgang in der zu dieser Zeit nur spärlich beleuchteten Leichenhalle, als sie ein leises Wimmern vernahm ... Es kam offenbar aus der hintersten Ecke. Hattesier sich verhört, oder? Sie wartete, zog langsam ihre alte Taschenuhr an der Kette hervor. Fahles Mondlicht drang durch die schmalen Fester des Oberlichtes und fiel auf das Zifferblatt - Null Uhr! Ihr fröstelte, nicht nur wegen der Kühlhaustemperaturen ... da war wieder dieses Geräusch, nein sie hatte sich nicht getäuscht, es kam von tief aus dem Raum. Sie überlegte was sie tun sollte ...

So weit hatte esie sich bisher noch nie vorgewagt, schon allein der Geruch verursachte Übelkeit. – Sollte sie wirklich an all den abgedeckten Leichen vorbei, dorthin wo es am dunkelsten war? Einen Lichtschalter gab es hier nicht, sie hätte erst wieder zurück in die Schaltzentrale um dort ... Nein, sie überwand sich. Der Strahl seiner Taschenlampe strich über die mit weißen Tüchern abgedeckten Kadaver auf den Rolltischen. Einige erschienen prall gefüllt, andere verhüllten nur leichte Körperfülle. Mehr als die Hälfte des Raumes hatte sie schon hinter sich gelassen als der Strahl ihre Lampe wie von fremder Hand gesteuert auf ein besonders prall gefülltes Tuch fiel. Ihr beschlich ein eigenartiges Gefühl. ihre Nackenhaare sträubten sich, ja sie richteten sich immer mehr auf, als er mit vorsichtigen, winzigen Schritten näher trat.

Wer auch immer unter dem weißen Tuch lag, er atmete schnell und wimmerte leise. Ihr Herz stockte, pochte, raste - eine pure, urtümliche Angst überfiel ihr, Schweiß trat auf ihre Stirn. Was würde sie erwarten? Das Tuch anzuheben wagte sie nicht, schweißgebadet ging sie langsam zum Ende der Bare. Ein rechter Fuß schaute etwas hervor, am großen Zeh befand sich ein Zettel mit Namen, Datum ... 15.04 - das war vor vier Tagen. Der Mann wurde vor vier Tagen für tot erklärt und atmete noch immer? Konnte das mit rechten Dingen zugehen? Sie versuchte sich zu beruhigen und vor allem zu beherrschen, so gut es eben ging. Am liebsten hätte sie alles stehen und liegen gelassen - nur weg von all dem ... aber, nein, es war doch ihre Aufgabe hier.

Vorsichtig griff sie nach dem Zettel. Der Fuß war eiskalt. sie schob das weiße Tuch vom Bein etwas beiseite. Aschfahl und bläulich verfärbt schimmerte die Leichenhaut. Sie kannte diesen Anblick, auch wenn sie ihn immer wieder mit Abscheu und Ekel erfüllte. Wirre Gedanken begannen ihn zu überfluten. Geschichten von Untoten und Vampiren durchrasten ihr Hirn, von Außerirdischen die tote Körper für ihre Versuche verwendeten und ihnen hinterher wieder neues Leben einflössten. Vor ihren geistigen Auge entstanden Untoten und Vampiren, auferstehende Monster ... gleich würde sich alles aufklären, doch irgendetwas hinderte sie, sie konnte sich nicht überwinden dieses weiße Tuch völlig zurückzuschlagen ...

Täuschte sie sich, oder hatte sich unter dem Tuch etwas bewegt? Was, wenn sich der Tote plötzlich aufrichtete und ihn angriff? Oder wenn es gar kein Toter war?

Sie griff nach ihrer Waffe, löste den Riemen, zog sie heraus und entsicherte sie vorsichtig, immer versucht kein Geräusch zu machen, für alle Fälle ... Sie hatte diesen Gedanken noch nicht zu Ende gedacht, als etwas Furchtbares geschah. Das weiße Tuch bäumte sich auf, kam auf ihn zu, sie drückte ab, zweimal, dreimal, immer wieder, bis das Magazin leer war und nur noch ein leises metallenes Klicken ertönte. Nun erst, hinterher, nahm sie wie in Zeitlupe wahr das aus jeder der Einschussstellen im Laken Blut spritzte, helles, frisches, rotes Blut ... es spritze an die hintere Wand und verteilte sich auf dem Boden. Das war zu viel ... in wenigen noch bewussten Sekunden raste es ihr durch den Kopf:
Wie kann eine vier Tage alte Leiche so teuflisch bluten?

IHR Herz raste wie wild, er schnappte nach Luft. Bunte Ringe tanzten vor Ihren Augen, sie suchte einen Halt, wollte nach dem blutig durchlöcherten Tuch greifen und brach neben der Bare mit einem Aufschrei zusammen.

Zu spät! - In diesem Augenblick hätte sich alles aufgeklärt - doch erlebte sie diesen Augenblick nicht mehr ...

Die zweite Mordkommission, durch die frühe Reinigungskolonne alarmiert, kam überraschend schnell. Ein Verbrechen mit zwei frischen Toten in einer Leichenhalle war schon etwas besonderes. Keiner der Beamten hatte jemals so etwas erlebt. Ja, die weltbeste Wachfrau Amelie , auf dem Boden liegend, war tatsächlich tot. In ihrer Hand hielt sie noch immer ihre Waffe krampfhaft umklammert, sein Gesicht war unnatürlich verzerrt, sein Mund aufgerissen, mit Resten von Schaum in den Mundwinkeln und seine Augen schreckhaft geweitet. Als der Inspektor das blutige Leichentuch abnahm zuckte er irritiert zusammen, fing sich aber gleich und sagte beruhigend: "Das hier ist kein Verbrechen! Es gibt auch keinen zweiten Toten!"

Als seine Kollegen hinzutraten, verstanden auch sie es ... der treue Hund des seit vier Tagen toten Mannes hatte unter dem Tuch auf seinem Herrchen gesessen. Wie das geschehen konnte wird wohl für immer ein Rätsel bleiben. Jedenfalls hatte die Wachfrau Amelie diesen Hund mit sechs Kugeln erschossen ... ehe sie selbst einem Herzinfarkt erlag.
18.09.2008 22:32
Jada du hast echt den falschen Beruf

Aber en Herzinfarkt?
Ich will so richtig mit Blut und Tratra sterben
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