Mütter- und Schwangerenforum

Ist das egoistisch?

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Marf
30116 Beiträge
08.08.2013 16:03
Wie soll man eine geistige Behinderung feststellen wenn das Kind noch im Bauch ist?!
Und das alleine ist für mich auch der Grund bei einer körperlichen Behinderung ebenfalls NICHT abzutreiben.
Weil ich es mir nicht zumute da den Massstab zu legen.
Bei keinem meiner Kinder habe ich irgendeine Untersuchung zur Feststellung von Behinderungen machen lassen.
Wir wollten bewusst das Kind so nehmen wie es ist.
Leseratte-Brianna
26552 Beiträge
08.08.2013 16:10
Schwierige Frage.

Ich denke wir würden es bekommen.
Ich denke auch das falls ein kind so schwer behindert ist das es nicht lebensfähig ist und sich somit nur quälen würde, die Natur das alleine regelt.

Ich selber hatte einen behinderten cousin. Er war ein Sonnenschein für die Familie, auch wenn es natürlich nicht immer einfach war. Und bei ihm verlief die ganze Schwangerschaft vorbildlich. Unter der Geburt kam es zu einer minderversorgung mit Sauerstoff, da die Hebamme schlich tund ergreifend unfähig war.

Er ist leider keine 30 Jahre geworden, aber seine Eltern und die ganze Familie hätten ihn niemals missen wollen.
Hannah_Montana
2379 Beiträge
08.08.2013 16:28
Ich weiß es ehrlich gesagt nicht .. Das ist ein schwieriges Thema
sally.heart
564 Beiträge
08.08.2013 16:46
Ich würde nie abtreiben..egal aus welchen Grund!
Aber das muss jeder selbst entscheiden..na klar ein behindertes Kind großzuziehen ist bestimmt nicht leicht
08.08.2013 16:50
Zarti das ist auch eine große Angst von mir. Wenn ich mir das vorstelle... Nur noch fürs Kind da sein, nicht mehr arbeiten, keine großen Ausflüge mehr, kein Urlaub mehr... Nein, nach heutigem Stand kann ich mir nicht vorstellen das ich damit glücklich wäre! Andererseits, was will ich machen wenn z.b. unter der Geburt was schief geht und das Kind deswegen Pflegebedürftig wird oder weils ein Frühchen ist? Das sind ja alles Dinge die im Vorfeld niemand ahnen kann... Und lieben würde ich es natürlich trotzdem.
Ich hoffe und bete einfach das ich niemals in diese Situation kommen werde!

Ich sehe es halt bei Bekannten: Die Kleine kam nach einer super Schwangerschaft viel zu früh in der 24 SSW. Knapp 600 gramm, mehr tot als lebendig. Aber, sie war eine Kämpferin und hat es geschafft. Jedoch ist sie heute mit 4 Jahren voll Pflegebedürftig. Schwer geistig behindert (sie wird wohl nie über den Stand eines 1 jährigen kommen), atmet nicht selbständig, und wird ihr Leben lang Pflege benötigen. Die Beziehung der Bekannten hats nicht geschafft. Und sie lebt am Existenzminimum. Weil sie nicht arbeiten gehen kann... Glücklich klingt das für mich nicht.
Snow_White
6127 Beiträge
08.08.2013 16:53
Zitat von Mausi88:

Zitat von Snow_White:

Zitat von Mausi88:

Zitat von Snow_White:

...


Naja, meinst du genau damit? Körperlich auch?

Geistig auf jeden Fall, wenn 1 Zehe fehlt dann ned.


Hm und wenns 3 zuviel hat

Nee mal Spaß beiseite.
Also reichts schon wenn das Kind verhaltensauffällig ist aufgrund einer Behinderung obs jetzt geistig zurück ist oder so wirkt weil es starke Wahrnehmungsprobleme hat?


Burli Burli Buli, mein Gott ist unser Burli siaß.

Ja, also für mich wäre auch das ein Grund.


Echt? Und was würdest du machen wenn du das erst nach der Geburt erfährst?
Snow_White
6127 Beiträge
08.08.2013 16:57
Zitat von Urson:

Wie soll man eine geistige Behinderung feststellen wenn das Kind noch im Bauch ist?!
Und das alleine ist für mich auch der Grund bei einer körperlichen Behinderung ebenfalls NICHT abzutreiben.
Weil ich es mir nicht zumute da den Massstab zu legen.
Bei keinem meiner Kinder habe ich irgendeine Untersuchung zur Feststellung von Behinderungen machen lassen.
Wir wollten bewusst das Kind so nehmen wie es ist.


Das sag ich ja die ganze Zeit.Die meisten Behinderungen lassen sich in der SS feststellen.Haben wir bei unserem Sohn auch nicht gemacht.Hätte bei dem was er hat aber eh nix gebracht und selbst wenn hätte ich ihn trotzdem behalten.Wir haben uns ja auch noch für ein 2. Kind entschieden und wenns noch so eine süße kleine Pappnase wird so what?
Dann hab ich halt noch so nen süßen Wurm.
08.08.2013 17:37
Schwierige Frage...

Es kommt halt darauf an was das Kleine hat mit Down Syndrom zum Beispiel kann man gut leben und auch bis zu einem gewissen Grad selbstständig werden.

Nur körperliche Einschränkungen finde ich auch nicht so schlimm . Es gibt viele Leute die trotz Rolli, Spina Bifida etc.. ein super Leben und tolle Jobs haben.

Bei leichter bis mäßiger geistiger Behinderung sehe ich es genauso besonders weil solche Leute trotz oder gerade wegen ihrem Handicap oft sehr freundlich, hilfsbereit und fleißig sind.

Was ich allerdings nicht möchte/könnte wäre ein lebenslanger Pflegefall da ich das auch für das Kind/die Partnerschaft nicht schön finde.

Aber egoistisch finde ich niemanden der sich für die Abtreibung entscheidet denn jeder hat seine Gründe so zu handeln wie er es tut .
Man sollte nur den Weg wählen mit dem MAN SELBER wirklich am besten zurecht kommt.

mamamone
31266 Beiträge
08.08.2013 18:27
Ich habe mal eine Frage, die ich nicht wertend meinen, sondern es würde mich wirklich interssieren.

Geht jetzt ganz besondes an die Userinnen, die sich bewußt auch für ein schwerst , pfelgebedürftiges Baby entscheiden würden. Wirklich nicht wertend gemeint... ich ziehe meinen Hut vor euch.
Aber wie seht ihr das bei euch selber, habt ihr eine Patientenverfügung !
Würdet ihr euer Leben, wirklich auf alle Fälle weiter leben wollen, auch wenn ihr z. B. nach einem Unfall schwerst Hirnverletzt wäret. Wenn ihr von schweren Spastiken geplagt seid ?

Ich habe selber eine Verfügung, das es bei mir in solch einem Fall keine Lebensverlängerten Maßnahmen geben dürfte, auch im Falle eine schweren Krankheit nicht.... wenn mein Leben zu ende gehen soll , dann möchte ich ein würdiges Ende !
08.08.2013 18:39
Wenn mich nur noch Maschinen am leben halten, ich aber eigenltich schon weg bin? abschalten.
allerdings muss ich auch dazu sagen, dass ich nicht zwingend ein Kind, das ich zur welt gebracht habe, dann auch auf krampf mit Maschinen am leben halten würde. nur halte ich zb das sterben im arm der mutter für beide für würdevoller, als den Tod durch eine Tablette im Mutterleib und das austragen eines leblosen kindes.. und ich glaube, dass die aufgabe, die dieser kleine mensch dann hat, sich so eben erfüllen lässt
schwer zu erklären
08.08.2013 18:39
Zitat von mamamone:

Ich habe mal eine Frage, die ich nicht wertend meinen, sondern es würde mich wirklich interssieren.

Geht jetzt ganz besondes an die Userinnen, die sich bewußt auch für ein schwerst , pfelgebedürftiges Baby entscheiden würden. Wirklich nicht wertend gemeint... ich ziehe meinen Hut vor euch.
Aber wie seht ihr das bei euch selber, habt ihr eine Patientenverfügung !
Würdet ihr euer Leben, wirklich auf alle Fälle weiter leben wollen, auch wenn ihr z. B. nach einem Unfall schwerst Hirnverletzt wäret. Wenn ihr von schweren Spastiken geplagt seid ?

Ich habe selber eine Verfügung, das es bei mir in solch einem Fall keine Lebensverlängerten Maßnahmen geben dürfte, auch im Falle eine schweren Krankheit nicht.... wenn mein Leben zu ende gehen soll , dann möchte ich ein würdiges Ende !

Ich antworte einfach mal.
Ich habe keine solche Verfügung und würde mir auch nie eine machen lassen.Wenn etwas passiert möchte ich dass alles versucht wird,damit ich weiterleben kann
soev
7376 Beiträge
08.08.2013 18:40
Zitat von mamamone:

Ich habe mal eine Frage, die ich nicht wertend meinen, sondern es würde mich wirklich interssieren.

Geht jetzt ganz besondes an die Userinnen, die sich bewußt auch für ein schwerst , pfelgebedürftiges Baby entscheiden würden. Wirklich nicht wertend gemeint... ich ziehe meinen Hut vor euch.
Aber wie seht ihr das bei euch selber, habt ihr eine Patientenverfügung !
Würdet ihr euer Leben, wirklich auf alle Fälle weiter leben wollen, auch wenn ihr z. B. nach einem Unfall schwerst Hirnverletzt wäret. Wenn ihr von schweren Spastiken geplagt seid ?

Ich habe selber eine Verfügung, das es bei mir in solch einem Fall keine Lebensverlängerten Maßnahmen geben dürfte, auch im Falle eine schweren Krankheit nicht.... wenn mein Leben zu ende gehen soll , dann möchte ich ein würdiges Ende !


Ich bin zwar keine von denen, die du gemeint, hast, aber ich antworte trotzdem mal.

Wir (meine Mann und ich) haben eine Patientenverfügung. Wir haben sie aber hauptsählich, damit unsere Kinder, Eltern und Geschwister in dem Fall nicht die Last der Verantwortung haben entscheiden zu müssen. Wir bekommen dann ja eh nichts mehr mit.
Mein meinem Kind wäre es meine Aufgabe das zu entscheiden und nicht die des Kindes mich davon zu befreien. Es ist ein Kind und ich bin seine Mutter.

Ich habe immer gesagt, dass es ein Leben, dass es nicht ohne Maschinen gäbe, nicht geben sollte. Also wenn auch keine Aussicht mehr auf Besserung da ist. Bei Frühchen z.B. ist es ein anderer Fall. Sie werden höchstwahrscheinlich später selbstständig leben können. Wenn die Natur sich für den Tod entschieden hat, dann sollten wir da nicht dazwischenfunken.
Auf der einen Seite sehe ich es immer noch so. Auf der anderen Seite habe ich neulich einen Film gesehen, in dem es um eine Krankheit ging (Pompe). Ichhab keine AHnung, ob es die wirklich gibt, aber bestimmt etwas ähnliches.. Die Kinder benötigten Atemmaschinen um zu leben. Dennoch waren sie soweit glücklich. Es wäre nicht richtig, sie nicht leben zu lassen.
Versteht man, was ich sagen will?
Snow_White
6127 Beiträge
08.08.2013 19:07
Zitat von Viala:

Wenn mich nur noch Maschinen am leben halten, ich aber eigenltich schon weg bin? abschalten.
allerdings muss ich auch dazu sagen, dass ich nicht zwingend ein Kind, das ich zur welt gebracht habe, dann auch auf krampf mit Maschinen am leben halten würde. nur halte ich zb das sterben im arm der mutter für beide für würdevoller, als den Tod durch eine Tablette im Mutterleib und das austragen eines leblosen kindes.. und ich glaube, dass die aufgabe, die dieser kleine mensch dann hat, sich so eben erfüllen lässt
schwer zu erklären


Ich sehe das genauso.Auch wenn ich nicht wüsste wie ich damt klarkommen würde wenn mein Baby in meinen Armen stirbt.Trotzdem hat es das verdient.
Ich rede ja auch nicht davon das Kind auf biegen und brechen am leben zu halten.Sowas finde ich ist Quälerei.
Aber es sollte sterben dürfen und nicht abgetrieben werden
Chloe-Marie
1732 Beiträge
08.08.2013 19:11
Ich bin gegen Spätabtreibung. Ich habe meinen Racker ab der 18 SSW gemerkt und danach war klar, egal was er haben sollte, er ist und bleibt meiner und wir nehmen ihn so wie er kommt.

Vorher hätten wir uns ernsthaft über einen Schwangerschaftsabbruch bei einer Schwerstbehinderung Gedanken gemacht.

Das ist echt ein ganz schwieriges und hochemotionales Thema!
Marf
30116 Beiträge
08.08.2013 19:15
Sollte man nicht schon bei dem Plan ein Kind zu bekommen eine Behinderung in Betracht ziehen?
Keiner wünscht sich das,aber viele blenden es ja völlig aus.Als würde das nur anderen passieren.
Dann ist man endlich schwanger und dann passiert das 'unmögliche' und plötzlich soll dieses Kind es nicht mehr wert sein geboren zu werden?
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