Mütter- und Schwangerenforum

Vor konfliktberatung zum Arzt?

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Anonym 1 (205410)
16 Beiträge
14.10.2020 15:10
Das Gespräch bei pro Familia lief gut.
Zunächst war ich direkt auf Abwehrhaltung eingestellt. (habe vermutlich zu viel negatives gelesen). Aber das musste ich nicht sein. Wir haben gemeinsam über meine Beweggründe gesprochen. Ich habe noch den tip bekommen, meine erstellten Listen zur Entscheidungsfindung aufzubewahren. Sollte in 10 Jahren vieleicht doch mal der Punkt kommen, andem ich Zweifel an meiner Entscheidung bekomme, kann ich mir die Liste ansehen und weiß, genau in dieser Zeit war es die richtige Entscheidung für mich. Das werde ich auch machen.
Ca. 30 Minuten hat es gedauert, danach ging ich befreit und mit Bescheinigung wieder nach draußen.
Heute habe ich wieder bei der gyn angerufen. Montag zwischen 8 und 10 soll ich vorbeikommen und etwas Wartezeit mit bringen, sowie natürlich die Bescheinigung, einen Blutgruppennachweis und die Übernahmebescheinigung. Mal sehen ob die bis dahin da ist.
Anonym 1 (205410)
16 Beiträge
19.10.2020 11:02
Ich habe nun also die Tabletten genommen. Die Ärztin geht sogar davon aus, dass sich die Schwangerschaft eh nicht korrekt entwickelt, da nur eine Fruchthöhle zu sehen ist.
Ich bin ganz ehrlich erleichtert darüber. Ich hatte damit gerechnet einen Herzschlag zu sehen.
Am Mittwoch muss ich die Blutungsauslösenden Tabletten nehmen. Dafür muss ich dann auch ca 2 Stunden zur Überwachung in der Praxis bleiben.

Das Praxis Team war sehr nett.
Mauselle
16217 Beiträge
19.10.2020 11:18
Fühl dich mal umarmt!
Anonym 1 (205410)
16 Beiträge
21.10.2020 12:25
Trigger!

Ich möchte noch einmal ausdrücklich darauf hinweisen, bitte nicht weiter lesen, wenn ihr keine weiteren Infos über den Ablauf einer Abtreibung wissen möchtet. Ich persönlich war froh, Erfahrungsberichte zu finden und möchte daher auch berichten.
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Ich war nun also um 9 in der Praxis. Leider war doch kein separates Zimmer frei, sodass ich im wartebereich meine Tabletten genommen habe. Dieser Bereich war aber auch etwas separiert und direkt neben den Toiletten. War für mich ok. 24 Stunden nach der Einnahme am Montag haben schon leichte schmierblutungen eingesetzt. Dazu kam leichte Übelkeit und Müdigkeit. Aber auszuhalten.
20 Minuten nach Einnahme der cytotec heute merkte ich dass es los geht. Ich habe sehr leichte wehen gespürt und dass es anfängt "zu laufen". Bin dann mal auf Toilette und habe eine dicke binde eingelegt. Zusätzlich habe ich direkt Paracetamol genommen. (laut Ärztin darf ich alles nehmen außer Aspirin).
Nach 50 Minuten hat die Ärztin nochmal geschaut ob alles ok ist. Da ich weder kreislaufbeschwerden noch irgend etwas anderes hatte durfte ich mich abholen lassen. (im Nachhinein hätte ich auch selbst fahren dürfen/ können) das wusste man ja aber nicht vorher.
Ich habe noch 3 Packungen einer Pille mit bekommen. Auch wenn ich eigentlich nicht mehr hormonell verhüten wollte, so ist das jetzt erstmal die sichere Lösung. Weil ich sowas wirklich nie wieder möchte. Auch wenn es bisher Komplikationslos geht.
Zuhause waren wir dann ca 1,5 Stunden nach der cytotec Einnahme. Ich bin direkt noch einmal auf Toilette und habe gespürt, wie ein größeres Stück Gewebe abging. Das ist jetzt knapp 2 Stunden her und war jetzt noch 3 mal so. Ich bin ein sehr analytischer Mensch, viele verstehen es sicher nicht, aber ich schaue mir an, was da herauskommt.. Ich möchte mich damit gerne auseinander setzen. Aber man erkennt wirklich nichts. Ich denke mir einfach mal, dass das auf das frühe stadium zurück zu führen ist.

Schmerzen habe ich, dank Schmerzmitteln keine. Ich bin fit, bis auf die Blutungen, die sicher bald weniger werden.

In 2 Wochen muss ich nochmal zur Kontrolle. Ich denke, auch dann ist alles gut.

Bitte denkt nicht, ich bin herzlos. Aber mir geht es gut mit dieser Entscheidung, auch, wenn es im Idealfall überhaupt nicht so weit gekommen wäre.
Ich achte jetzt sicher aber noch gewissenhafter auf korrekte Verhütung.

Anonym 1 (205410)
16 Beiträge
21.10.2020 12:30
Zitat von Mauselle:

Fühl dich mal umarmt!


Danke
ich hatte erst noch etwas Angst. Aber mittlerweile ist einfach ein riesiger Stein von meinen Schultern gefallen und ich bin froh diesen Weg letztendlich gegangen zu sein.
Chrysopelea
11483 Beiträge
21.10.2020 13:23
Zitat von Anonym 1 (205410):

Trigger!

Ich möchte noch einmal ausdrücklich darauf hinweisen, bitte nicht weiter lesen, wenn ihr keine weiteren Infos über den Ablauf einer Abtreibung wissen möchtet. Ich persönlich war froh, Erfahrungsberichte zu finden und möchte daher auch berichten.
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Ich war nun also um 9 in der Praxis. Leider war doch kein separates Zimmer frei, sodass ich im wartebereich meine Tabletten genommen habe. Dieser Bereich war aber auch etwas separiert und direkt neben den Toiletten. War für mich ok. 24 Stunden nach der Einnahme am Montag haben schon leichte schmierblutungen eingesetzt. Dazu kam leichte Übelkeit und Müdigkeit. Aber auszuhalten.
20 Minuten nach Einnahme der cytotec heute merkte ich dass es los geht. Ich habe sehr leichte wehen gespürt und dass es anfängt "zu laufen". Bin dann mal auf Toilette und habe eine dicke binde eingelegt. Zusätzlich habe ich direkt Paracetamol genommen. (laut Ärztin darf ich alles nehmen außer Aspirin).
Nach 50 Minuten hat die Ärztin nochmal geschaut ob alles ok ist. Da ich weder kreislaufbeschwerden noch irgend etwas anderes hatte durfte ich mich abholen lassen. (im Nachhinein hätte ich auch selbst fahren dürfen/ können) das wusste man ja aber nicht vorher.
Ich habe noch 3 Packungen einer Pille mit bekommen. Auch wenn ich eigentlich nicht mehr hormonell verhüten wollte, so ist das jetzt erstmal die sichere Lösung. Weil ich sowas wirklich nie wieder möchte. Auch wenn es bisher Komplikationslos geht.
Zuhause waren wir dann ca 1,5 Stunden nach der cytotec Einnahme. Ich bin direkt noch einmal auf Toilette und habe gespürt, wie ein größeres Stück Gewebe abging. Das ist jetzt knapp 2 Stunden her und war jetzt noch 3 mal so. Ich bin ein sehr analytischer Mensch, viele verstehen es sicher nicht, aber ich schaue mir an, was da herauskommt.. Ich möchte mich damit gerne auseinander setzen. Aber man erkennt wirklich nichts. Ich denke mir einfach mal, dass das auf das frühe stadium zurück zu führen ist.

Schmerzen habe ich, dank Schmerzmitteln keine. Ich bin fit, bis auf die Blutungen, die sicher bald weniger werden.

In 2 Wochen muss ich nochmal zur Kontrolle. Ich denke, auch dann ist alles gut.

Bitte denkt nicht, ich bin herzlos. Aber mir geht es gut mit dieser Entscheidung, auch, wenn es im Idealfall überhaupt nicht so weit gekommen wäre.
Ich achte jetzt sicher aber noch gewissenhafter auf korrekte Verhütung.


Liebe TS,

Danke für den Erfahrungsbericht. Ich hatte bis jetzt keine Berührungspunkte mit derartigen Abläufen und hoffe natürlich, dass das so bleibt.
Ich wünsche dir für die Zukunft alles Gute. Wenn du nicht hormonell verhüten möchtest, was ich total verstehen kann, da ich es auch nicht vertrage, vielleicht wäre eine Kombination aus Kupferspirale und Kondom denkbar?
Anonym 1 (205410)
16 Beiträge
21.10.2020 13:59
Ich habe mit dem Gedanken schon gespielt. Bzw. Mit der kupferkette. Aber ich habe zu viel Angst vor Nebenwirkungen und die Kosten sind ja auch enorm.
Mein Mann wird eine vasektomie vornehmen lassen.
Chrysopelea
11483 Beiträge
21.10.2020 14:01
Zitat von Anonym 1 (205410):

Ich habe mit dem Gedanken schon gespielt. Bzw. Mit der kupferkette. Aber ich habe zu viel Angst vor Nebenwirkungen und die Kosten sind ja auch enorm.
Mein Mann wird eine vasektomie vornehmen lassen.


Ah, ok das ist natürlich noch praktischer auf lange Sicht
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