Mütter- und Schwangerenforum

alkoholismus

Gehe zu Seite:
Anonym 145561
6 Beiträge
25.02.2013 11:34
Hallo

Kann man Alkoholismus alleine besiegen?
Ich weiß nicht,wie weit ich schon drin stecke,aber ich will
eigentlich gar nichts mehr trinken.Es ist schon fast ein Zwang,beim
Einkaufen eine Flasche Wein zu kaufen.Ich selber bin mir sicher schon ein Problem zu haben,aber glaube auch stark genug zu sein da wieder alleine raus zu kommen.Vielleicht hat jemand erfahrung damit und kann mir Ratschläge geben.Eine Therapie kommt für mich nicht in frage.
Ich drinke ca.1-2 Flaschen(gut 1,5L)Wein am Tag.
25.02.2013 11:38
Ich denke immer: wieso nimmt man nicht die Hilfe an, die es gibt ... gibt so viele Hilfsangebote (Einzeltherapie, Selbsthilfegruppen, Gruppentherapie oder gar Klinikaufenthalte), wo einem geholfen wird. Es ist nichts schlimmes dran, diese Angebote in Anspruch zu nehmen, wenn sie da sind. Du hast ein Problem und Du hast es erkannt ... es ist keine Schande, dann Experten hinzuziehen, die einem unter die Arme greifen.
Gerade auch wenn man z.B. merkt man steht vor nem Rückhalt, ist es doch sehr hilfreich, wenn man z.B. weiß, man kann xy aus ner Gruppe anrufen oder nen Therapeuten ...

Wir hatten mehrere Alkoholismusfälle in der Familie, keiner hat es ohne Hilfe geschafft. Aber es mag sicherlich Leute geben, wo das so ist ...
Wichtig ist erstmal, daß man erkennt, daß da was falsch läuft. Und dann würde ich an Deiner Stelle schauen, was es an Möglichkeiten gibt ... Ich denke, es ist einfach hilfreicher, wenn man eben nicht alleine damit nur ist.
25.02.2013 11:40
ist glaub ich echt schwer, dass allein zu schaffen.

du musst erstmal analysieren, warum du den wein trinkst und die ursachen bekämpfen. dann kann es vielleicht klappen.

wobei ich eher zu einer therapie tendiere.
-Chucky-
12034 Beiträge
25.02.2013 11:43
Zwei Flaschen Wein am Tag sind echt schon stramm. Das ist kein angehendes, sondern ein ausgewachsenes Alkoholproblem. Ich finde es gut, dass du den Handlungsbedarf erkennst und das ist der erste Schritt in die richtige Richtung, aber ich glaube, dass du dein Problem unterschätzt und es auch ein Stück kleinredest.

Nimm alle Kraft und allen Mut zusammen und such dir professionelle Hilfe. Dort reicht man dir die Hand und stützt dich, wenn du denkst, es geht nicht mehr.
Ich habe "nur" mit dem Rauchen aufgehört und weiß, wie schwer das war. Alkohol ist da nochmal ein ganz anderes Kaliber.

Ich wünsche dir, dass du es schaffst trocken zu werden.
25.02.2013 11:44
ohne hilfe kommt man aus diesem teufelskreis nicht raus. ich kenne selber so einen fall.
es geht vielleicht eine woche, dann kommt wieder abends der wein oder das bier und nach 2 wochen ist morgens schon wieder das bier offen.
zur not geht auch rum oder sonstiges, was halt gerade im haus ist

hole dir bitte hilfe, vor allem wenn du kinder hast/haben möchtest

es gibt so viele gruppen, therapimöglichkeiten und ohne wirst du es kaum schaffen.

zumindest hast du schonmal erkannt dass du ein problem hast

ich wünsch dir ganz viel glück für die zukunft !!
25.02.2013 11:45
Ich glaube auch, dass es für die meisten zu schwer ist da alleine rauszukommen. Oft ist es am Besten mit einer unbeteiligten Person (keine Verwandten und Freunde) darüber zu reden.

Das Wichtigste ist aber zu erkennen, dass man ein Problem hat und dann kann dieses Problem gezielt angegangen werden.

Ich wünsche dir alles Gute und dass du es schaffst dein Problem in den Griff zu bekommen.
25.02.2013 11:46
Hmmmm, schwieriges Thema, aber ich glaube mit dem Trinken ist es so wie bei (fast) jeder Sucht: Der Kopf muss mitmachen. Ich hab vor ein paar Jahren auch mit dem Rauchen aufgehört und hatte dabei keine Therapie - ich weiß jetzt aber auch nicht, in wie weit man die beiden Suchten miteinander vergleichen kann.

Trinkst du aus Frust? Aus Langeweile? Oder kannst du uns sagen, warum?

Viele Grüße
Anonym 145561
6 Beiträge
25.02.2013 11:51
Danke für deine Antwort.

Ich weiß,das ich ein Problem habe.Nur ist es so,das ich nicht stationär in eine Klinik gehen könnte.Ich muß jeden Tag(egal ob Wochenende oder Feiertag)wirklich jeden Tag um 4:45 Uhr aufstehen.Ich bin einfach überlastet.Jeder fordert und verlangt von mir immer noch mehr und noch mehr.Und genau das ist das Problem.Wir leben auf dem Dorf und haben an und für sich ein total schönes Leben.Aber ich kann es nicht genießen.Wenn ich mir mal einen schönen Tag (bzw.Vormittag od.Nachmittag) mit meinen Kindern machen möchte habe ich auch schon direkt ein schlechtes Gewissen.
25.02.2013 11:51
Wenn du magst, meld dich per pn. Kann dir einiges dazu erzählen!
Anonym 145561
6 Beiträge
25.02.2013 11:56
Sorry,das ich ab und an mal offline bin,aber das Thema ist selbst für mich sehr Emotional.Brauch zwischen durch noch eine Verschnaufpause und
muß weiter meine alltäglichen Arbeiten wie jeder andere auch erledigen.
Da lasse ich mir nichts nachsagen.
25.02.2013 11:56
Das Problem an Alkoholsucht ist, dass du ihr täglich begegnen wirst: Im Supermarkt, abends bei Freunden, im Restaurant: Überall gibt es Alk! Daher brauchst du Hilfe von menschen die wissen wie das ist und dir Mut zusprechen!
Ich hatte als Teeny mal starke Probleme mit Schmerzmitteln und habe täglich Paracethamol geschluckt. Keine großen Mengen, nur 1 Tablette am Tag, aber sobald ich sie absetzte bekam ich - oh Wunder . Kopfschmerzen. Ich habe es geschafft davon wegzukommen, weil es eine Sucht ist, der man eben aus dem Weg gehen kann: Ich habe meine Medis nicht mehr selbst aus der Apotheke geholt und zu Hause hatten wir keine Schmerzmittel mehr und noch 2, 3 Monaten war der Drang die Tabletten einfach weg. heute kann ich sie auch einfach wieder nehmen, wenn ich akute Probleme habe ohne in alte Muster zurück zu fallen. Das ging aber nur durch die 3 monatige Abstinenz, die Unterstützung von meinem Freund und meiner Familie und der Möglichkeit der Sucht aus dem Weg zu gehen.
Wenn du nicht offen mit der Sucht um gehen kannst, dann wirst du nicht alleine davon weg kommen!
25.02.2013 12:00
Du solltest auf jeden Fall mal zum Arzt und deine Blutwerte checken lassen. Wie lange trinkst du denn schon so regelmäßig?

Ich hatte auch ein Alkoholproblem, hab täglich mindestens 4 Bier getrunken. Manchmal, gerade an Wochenenden, auch mal 12-14 Bier. Und das über einen Zeitraum von 4 Jahren. Und ich fand das "normal", war halt Studentin und viel feiern.

Als ich dann ungeplant schwanger wurde, bin ich freiwillig in eine Entzugsklinik. Aber nicht nur wegen Alkohol, sondern auch wegen Zigaretten.
Und die haben mir dann erstmal meine Blutwerte an den Kopf geknallt.

Ich hab seit dem positiven Schwangerschaftstest im Juli keinen Tropfen Alkohol mehr angefasst und meine Leberwerte sind immernoch stark auffällig. Mein Bilirubinwert ist immernoch erhöht.
Ich hab in der Entzugsklinik wirklich die Augen geöffnet bekommen. Alkohol ist pures Gift für den Körper und auf Dauer sehr sehr schädlich.
Wenn du freiwillig in eine Klinik gehst, kannst du übrigens auch jederzeit wieder nach Hause gehen. Bist ja freiwllig da.

Ich hoffe du kannst dich aufraffen dir Hilfe zu suchen.

25.02.2013 12:02
Zitat von Anonym 145561:

Hallo

Kann man Alkoholismus alleine besiegen?
Ich weiß nicht,wie weit ich schon drin stecke,aber ich will
eigentlich gar nichts mehr trinken.Es ist schon fast ein Zwang,beim
Einkaufen eine Flasche Wein zu kaufen.Ich selber bin mir sicher schon ein Problem zu haben,aber glaube auch stark genug zu sein da wieder alleine raus zu kommen.Vielleicht hat jemand erfahrung damit und kann mir Ratschläge geben.Eine Therapie kommt für mich nicht in frage.
Ich drinke ca.1-2 Flaschen(gut 1,5L)Wein am Tag.


Wie die anderen schon schrieben, lass dir richtige Hilfe geben.
Es ist keine Schande Hilfe anzunehmen, sondern sie eher zu verweigern.
Es gibt so viele Möglichkeiten.
Mein Papa ist jetzt trockener Alkoholiker. Er hat sich allerdings für einige Monate stationär behandeln lassen. Es ist eine verdammt harte Zeit, aber diese Zeit hat ihm geholfen. Er ist bis jetzt trocken.

2 Flaschen am Tag find ich sehr bedächtig.
Such dir bitte richtige Hilfe, deiner Familie wegen.
Die können dir besser helfen. Es ist ja nicht nur der Entzug, sondern das schlimmste ist die Zeit danach, das Widerstehen. Dort bekommst du Tips, Hilfestellungen noch und nöcher um diesem zu entgehen.

Wenn du magst, kannst du gerne ne PN senden wenn du "Schreibbedarf" hast.

Liebe Grüße und alles Gute
-Chucky-
12034 Beiträge
25.02.2013 12:03
So,wie du dich anhörst, verlangst du generell zu viel von dir. Du hast einen kleinen Hang zur Perfektion, stimmts?

Gerade wenn du dir so einen Druck machst, dann wirst du mit der Zeit immer mehr und immer mehr trinken und gleichzeitig immer weniger funktionieren können.
Wie schon jemand obendrüber bgeschrieben hat, wirst du so aus dem Teufelskreis niemals herauskommen. Du musst ja nicht zwingend einen stationäre Therapie machen, das ginge auch ambulant und es liegt dann an deinem Umfeld es dir zu ermöglichen, einmal in der Woche zu einer Sitzung zu gehen.
Tue das für dich und vorallem für deine Kinder.

"Geht nicht" darf es in so einem Fall nicht geben...
Gismo0815
1924 Beiträge
25.02.2013 12:06
Hallo,
ich habe 2 Jahre mit einem Alkoholiker zusammen gelebt.
Nein, man kommt nicht alleine daraus. Er hat es versucht alleine daheim, nach 2 Tage musste er wieder trinken, er wurde agressiv. Morgens um 8 musste er aufstehen da hat es ihn gepackt und er musste weiter trinken.
Es ist ein Zwang. Eine Krankheit.
Ich habe versucht ihm zu helfen, aber es hat auch nix gebracht.
Ohne Entzug und Therapie schafft man es nicht. Oder wird nach kurzer zeit wieder Rückfällig.

Liebe Grüße
Gehe zu Seite:
  • Dieses Thema wurde 2 mal gemerkt