Mütter- und Schwangerenforum

Endlich schwanger- aber kein Verständnis bei Kollegen

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02.02.2016 08:42
Zitat von ANJUKA:

Nimm den Vorschlag an und reduziere deine Stunden, bis es dir besser ergeht.
Rede mit deinem Chef, ob du dann nur vorne am "Empfang" sitzen bleiben kannst, damit du auch nicht so viel mit kranken Menschen zusammen kommst- Blut abnehmen, Impfen usw usf.

Als nächstes würde ich mir vllt ne neue Fä suchen.

Die ersten Wochen in einer Schwangerschaft sind die mit die schlimmsten, das legt sich wieder. Nimm Traubenzucker zu dir, trinke viel, das sollte dir helfen

Auf keinen Fall Stunden reduzieren Hallo, wofür gibt es denn das Mutterschutzgesetz. Es darf kein finanzieller Nachteil aus einer Schwangerschaft entstehen. Und davor hat sie den Job ja geschafft. Wenn überhaupt wäre über ein Teilberufsverbot nachzudenken.
Ich würde einfach wieder hin gehen und offen das Gespräch mit dem Chef suchen. Vielleicht kann man wirklich die Arbeit unter den Kollegen anders aufteilen, dass du vielleicht nicht den ganzen Tag den stressigsten Teil hast. Damit zeigst du ja, dass du willst, es so aber nicht schaffst.
MiramitLionel
7535 Beiträge
02.02.2016 09:17
Ich denke, man kann nicht pauschal sagen, du stellst dich an, denn keiner steckt in deiner Haut und weiß, wie es dir wirklich geht! es gibt Erschöpfung und eben starke Erschöpfung. Nicht jede Schwanger ist gleich stark erschöpft.

Stunden auf jeden Fall reduzieren, einen anderen Fa suchen und dann gucken, wies weitergeht. Mit dem Chef nochmal reden, ob du nicht ruhigere Arbeiten übernehmen kannst.

Eine schöne Kugelzeit weiterhin
jenjae
3830 Beiträge
02.02.2016 09:20
Ich muss die TS auch verteidigen und ein wenig in Schutz nehmen. In einer so großen Praxis mit viel Patientenverkehr ist das Arbeiten wirklich manchmal nicht schön.
Viele stellen sich vor, man sitzt da gemütlich, trinkt seinen Kaffee, begrüßt die Frau Müller und liest ihr Kärtchen ein und legt dann eine Karte beim nebenbei geöffneten Solitär-spiel. Nee - ganz falsch.
Man steht unter Dauerstrom und muss jede Sekunde höchst konzentriert sein, damit einem keine Fehler unterlaufen. Man telefoniert, diskutiert über Termine, dann stehen schon wieder 5 Leute an der Anmeldung, gleichzeitig gibt der Arzt Anweisungen, man koordiniert welche Untersuchung wo in welchem Raum gemacht werden kann, man rennt in die Sprechzimmer um die Ärzte schnell etwas zu fragen oder eine Unterschrift für ein Rezept zu ergattern, man misst "mal eben schnell" den Blutdruck bei jemandem, darf dann bloß nicht vergessen, dies sofort zu notieren - zeitgleich kommt das Labor die Blutproben abholen und es sind noch nicht alle Überweisungen dafür fertig, schon wieder rennt man in purer Hektik rum und am Ende des Tages weiss man quasi seinen eigenen Namen gar nicht mehr vor lauter Stress.

Liebe TS - ich kann dich verstehen und auch dass du so vorsichtig bist, gerade weil es solange gedauert hat, bis du schwanger geworden bist. Normal, dass du jetzt vorsichtig sein möchtest.

Daher meine Frage, ob du nicht vielleicht einen ruhigeren Arbeitsplatz bei euch in der Praxis übernehmen kannst, zumindest wenn es dir mal nicht so gut geht.

Reduziere bloß nicht deine Stunden, das fehlt dir ja dann hinterher auch beim Elterngeld.
antiheldin
809 Beiträge
02.02.2016 09:32
Ich gehöre zu denen, die keine schöne Schwangerschaft hatten. In der 4. SSW kam die Dauermüdigkeit und in der 6. SSW die Übelkeit und danach hat eine Beschwerde die andere abgelöst. Ischias-Schmerzen, mehrfache Kreislaufzusammenbrüche, wilde Wehen, Migräneanfälle mit Aura, KH-Einweisung wegen Brechdurchfall, um nur mal etwas zu sagen. Der Spruch "Schwangerschaft ist keine Krankheit" hat mich damals nur angekotzt.

Nun habe ich ein Kleindkind zuhause, bin wieder schwanger und bisher läuft es auch nur ein wenig besser. Mit dem Unterschied, dass ich mich nicht mal eben am Nachmittag 20min im Büro ausruhen kann, weil mein Sohn halligalli macht und das durchgehend. Ist ehrlich gesagt das Anstrengenste, das ich jemals gemacht habe.

Lange Rede - kurzer Sinn: liebe TS, ich verstehe deine Erschöpfung und kann sie gut nachvollziehen. Dennoch haben deine Kollegen ein Recht sauer zu sein, da jeder von ihnen so seine Problemchen und Sorgen hat und sie müssen trotzdem ihre Arbeit erledigen. Ich wäre da auch sauer, wenn sich eine Kollegin da überspitzt gesagt "rauswindet". Ich würde an deiner Stelle die Arschbacken zusammenkneifen und wieder mit deinen normalen Stunden arbeiten gehen. Die Müdigkeit vergeht idR nach dem 1. Trimester, dann fällt vieles wieder leichter. Ein BV ist nur als Risikoschwangere gerechtfertigt. Siehs mal so, das Sozialsystem und alle die Beiträge zahlen müssen deinen Lohn finanzieren im BV. Und das finde ich nicht gerechtfertigt "nur" wegen normaler Schwangerschaftserschöpfung. Ganz hart ausgedrückt: du wolltest unbedingt schwanger werden, jetzt bist du es und es ist anstrengend, mühsam und manchmal sogar scheiße. Aber da musst du jetzt durch, so wie alle von uns mit unschönen Schwangerschaften.
Karamellkern
970 Beiträge
02.02.2016 09:34
Zitat von Lucas_Mama:

Aber im ärztlichen Bereich wird man doch raus genommen?

Ich kenne eine Zahnarzthelferin, die wurde raus genommen.
Gut, Krankenschwester ist klar, die wurde auch bei positiven testen sofort rausgenommen....

Ich bin OP- Schwester und wurde nicht rausgenommen.
Sonce
7269 Beiträge
02.02.2016 11:11
Muss die TS auch mal in Schutz nehmen:

Sie schreibt das sich Jahre lang erfolglos gehibbelt hat - diese Zeit war sicherlich sehr sehr schlimm. Und so wie sie schreibt, wissen ihre Kollegen auch von der Jahre langen Hibbelei. Das sie jetzt auch Ängste hat, nachdem es ewig nicht klappen wollte, kann man doch gut nachvollziehen. Wenn etwas schief geht, muss sie vllt wieder Jahre auf ein Wunder warten.

Außerdem stecken wir auch nicht in ihrer Haut. Gefühle sind individuell. Wenn ich körperlich erschöpft bin, dann stehe ich kurz vor der Schippe.
Wenn ein anderer "erschöpft " is- hatte dieser nur 5 Min Schwindel am Tag.

Woher wissen wir also was sie für ein Typ ist?

Stunden reduzieren würde ich auf keinen Fall- denn dir sollen keine finanziellen Nachteile entstehen. Sie würden nänlich nicht nur JETZT entstehen, sondern später auch im Elterngeld. Das würde ich gar nicht erst annehmen.

Kann dir nur raten, das du eben leichtere Aufgaben übernimmst und dich da durch kämpfst, solange es noch geht. Wenn du absolut nicht mehr kannst, rede nochmal mit deiner Ärztin darüber.
02.02.2016 11:21
Natürlich ist man schwanger und nicht krank! Aber trotzdem ist es doch eine Totalumstellung für den Körper, den manche auf Anhieb nicht so gut wegstecken, ob sie wollen, oder nicht!
Aber die, die genau das hier schreien, wie würden die sich denn in der Situation verhalten, wenn es einfach gar nicht mehr geht?
Ich bin auch nicht fürs sofortige Krankschreiben, aber ich wundere mich manchmal darüber, wie unglaublich verständnislos manche doch sind!
02.02.2016 11:29
Zitat von Märzi:

Natürlich ist man schwanger und nicht krank! Aber trotzdem ist es doch eine Totalumstellung für den Körper, den manche auf Anhieb nicht so gut wegstecken, ob sie wollen, oder nicht!
Aber die, die genau das hier schreien, wie würden die sich denn in der Situation verhalten, wenn es einfach gar nicht mehr geht?
Ich bin auch nicht fürs sofortige Krankschreiben, aber ich wundere mich manchmal darüber, wie unglaublich verständnislos manche doch sind!


kann das nur unterschreiben. die Auswirkungen sind doch die gleichen. wenn ich ständig kotze bei Magen Darm, darf ich natürlich zu Hause bleiben, wenn i h das gleiche mache weil schwanger, schreien alle "du bist doch nicht krank". kann das echt nicht nachvollziehen. das gleiche in grün gilt für Erschöpfung. ich hatte am Anfang viel mit Schwindel zu tun, da bin ich auch daheim geblieben. mir war das Risiko einfach zu groß.
Marlen84
6880 Beiträge
02.02.2016 11:40
Ich weiß nicht, warum das hier alle schreiben, aber ein BV bekommt man nicht nur als Risikoschwangere.
Das hängt hauptsächlich mit dem Beruf zu tun (wie bei mir), oder mit der Frau selbst, wenn sie arge Probleme wie andauernde Rückenschmerzen, Wehen, oder ähnliches hat, oder auch, wenn sie durch Mobbing seelische Probleme bekommt. Alles schadet dem Baby und der Mama, da wird sehr wohl geprüfte, ob ein BV sinnvoll ist.
Bei einer Risikoschwangeren (ich kenne keine Definition dafür), sicherlich auch, aber nicht zu allererst.
Marlen84
6880 Beiträge
02.02.2016 11:43
Zitat von zuppilini:

Zitat von Märzi:

Natürlich ist man schwanger und nicht krank! Aber trotzdem ist es doch eine Totalumstellung für den Körper, den manche auf Anhieb nicht so gut wegstecken, ob sie wollen, oder nicht!
Aber die, die genau das hier schreien, wie würden die sich denn in der Situation verhalten, wenn es einfach gar nicht mehr geht?
Ich bin auch nicht fürs sofortige Krankschreiben, aber ich wundere mich manchmal darüber, wie unglaublich verständnislos manche doch sind!


kann das nur unterschreiben. die Auswirkungen sind doch die gleichen. wenn ich ständig kotze bei Magen Darm, darf ich natürlich zu Hause bleiben, wenn i h das gleiche mache weil schwanger, schreien alle "du bist doch nicht krank". kann das echt nicht nachvollziehen. das gleiche in grün gilt für Erschöpfung. ich hatte am Anfang viel mit Schwindel zu tun, da bin ich auch daheim geblieben. mir war das Risiko einfach zu groß.


02.02.2016 11:43
Ic
Zitat von zuppilini:

Zitat von Märzi:

Natürlich ist man schwanger und nicht krank! Aber trotzdem ist es doch eine Totalumstellung für den Körper, den manche auf Anhieb nicht so gut wegstecken, ob sie wollen, oder nicht!
Aber die, die genau das hier schreien, wie würden die sich denn in der Situation verhalten, wenn es einfach gar nicht mehr geht?
Ich bin auch nicht fürs sofortige Krankschreiben, aber ich wundere mich manchmal darüber, wie unglaublich verständnislos manche doch sind!


kann das nur unterschreiben. die Auswirkungen sind doch die gleichen. wenn ich ständig kotze bei Magen Darm, darf ich natürlich zu Hause bleiben, wenn i h das gleiche mache weil schwanger, schreien alle "du bist doch nicht krank". kann das echt nicht nachvollziehen. das gleiche in grün gilt für Erschöpfung. ich hatte am Anfang viel mit Schwindel zu tun, da bin ich auch daheim geblieben. mir war das Risiko einfach zu groß.
h hatte auch viel mit Übelkeit und Erbrechen zu tun, da bin ich auch daheim geblieben. ich finde schon, dass man das ernst nehmen sollte, geht ja schließlich auch um ide Gesundheit der Mutter und des kindes.
Pakuna
7806 Beiträge
02.02.2016 14:17
Ich bin auch immer wieder hellauf begeistert über den Aufschrei der hier durchs Forum geht, weil jemand besonders in der Frühschwangerschaft Schwierigkeiten hat, seinen Job zu meistern.

Also allen, die das so problemlos wegstecken, kann man ja nur gratulieren. Ich wurde mit Kreislaufzusammenbruch weggebracht, da wusste ich noch nicht mal was mit mir ist. Das wurde dann auch nicht besser und dann kam noch die tolle Übelkeit dazu. Ich war überhaupt nicht in der Lage zu arbeiten! Und starke Medikamente nehmen, damit ich arbeiten kann? Nö!

Und ich kann Dich sowas von verstehen...wenn man Jahre braucht für eine Schwangerschaft, ist dann da noch diese unglaublich große Angst, dass man sich im Alltag nicht richtig verhält und irgendetwas tut, was dem kleinen Krümelchen vielleicht schaden könnte. Diese Ängste haben natürlich alle Mütter, auch solche die nicht lange hibbeln müssen. Aber man darf eben die psychischen Folgen einer wirklich langen Hibbelzeit nicht unterschätzen.

Stunden reduzieren würde ich übrigens auf keinen Fall.

Ich kann nur von mir sagen, dass es mir ab der 14. Woche deutlich besser ging. Ab da ging ich dann wieder normal arbeiten. Notfalls kann Dich auch Dein Hausarzt krank schreiben für die Frühschwangerschaft oder für die Zeit, wo Du eben nicht fit bist. Und dann schaust Du wie es Dir geht. Ein BV ist vielleicht wirklich nicht unbedingt angebracht, aber eine Krankschreibung halte ich persönlich schon für sinnvoll. .
Marf
29765 Beiträge
02.02.2016 14:29
Es besteht eine großer Unterschied zwischen normaler Müdigkeit oder Abgeschlagenheit,Übelkeit usw in der Frühschwangrschaft und einem Kreislaufkollaps bzw. massiven Beschwerden die jeden hindern würden zu arbeiten
Und dann noch bemängeln das die Kollegen nicht ebenso begeistert von der Schwangerschaft sind....hier reden wir von den absolut normalen Anfangsbeschwerden einer normal verlaufenden Schwangerschaft.Selbst der Arzt sagt das.
Und da sehe ich nur eines....das die TS ein wenig den Bobbes zusammenkneifen muss.Sie ist Schwanger und trotzdem nicht der Nabel der Welt,auch wenn man das gerne annimmt als werdende Mutter!
Deswegen ist sie immer noch eine normale Angestellte und hat sich kollegial zu verhalten.Das kann sie regeln indem sie offen spricht,signalisiert das sie arbeiten möchte und eben bestimmte Dinge nicht mehr kann oder möchte.
Pakuna
7806 Beiträge
02.02.2016 14:40
Zitat von Marf:

Es besteht eine großer Unterschied zwischen normaler Müdigkeit oder Abgeschlagenheit,Übelkeit usw in der Frühschwangrschaft und einem Kreislaufkollaps bzw. massiven Beschwerden die jeden hindern würden zu arbeiten
Und dann noch bemängeln das die Kollegen nicht ebenso begeistert von der Schwangerschaft sind....hier reden wir von den absolut normalen Anfangsbeschwerden einer normal verlaufenden Schwangerschaft.Selbst der Arzt sagt das.
Und da sehe ich nur eines....das die TS ein wenig den Bobbes zusammenkneifen muss.Sie ist Schwanger und trotzdem nicht der Nabel der Welt,auch wenn man das gerne annimmt als werdende Mutter!
Deswegen ist sie immer noch eine normale Angestellte und hat sich kollegial zu verhalten.Das kann sie regeln indem sie offen spricht,signalisiert das sie arbeiten möchte und eben bestimmte Dinge nicht mehr kann oder möchte.


Im Prinzip geb ich Dir Recht, aber leider ist es auch oftmals so, dass einem eben nicht mal ein Mindestmaß an Verständnis entgegengebracht wird. Da spielen vielleicht auch Neid und Missgunst mit rein.

Wir wissen ja nun nicht genau, wie die Kollegen drauf sind und ob man da bereit ist zu sagen "Hey, ich übernehme einfach dieses und jenes für Dich, vielleicht kannst Du diese andere, einfachere Tätigkeit für mich mit machen...". Es ist halt ein Geben und Nehmen. Aber nicht alle Kollegen sind so drauf.
bluesix
2807 Beiträge
02.02.2016 15:05
Liebe ts,

Ich verstehe durchaus das du körperlich völlig fertig bist.
Vielleicht solltest du aber auch mal deine Einstellung zu deinen Kollegen überdenken.
Nur weil du Schwanger bist darf jetzt niemand mehr , aus welchen Gründen auch immer, früher gehen wollen?
Du bist dir doch auch gerade selbst die nächste.
Das Leben deiner Kolleginnen läuft halt auch weiter. Und auch wenn man nicht schwanger ist darf man ein stressiges Leben haben.
Halte dir bitte bei all deinen Problemen auch immer vor Augen das auch andere Menschen Probleme, Sorgen und vor allem ein Leben haben.

Bei mir wurde es auch langsam nach der 14. Woche besser, so das ich wenigstens nicht ständig völlig erschöpft war.
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