Mütter- und Schwangerenforum

Mutter verweigert Vaterschaftsanerkennung?!

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Valkyria33
24 Beiträge
24.07.2017 05:43
Hier kurz zu meinem Fall:

Ich will auf die Vaterschaftsanerkennung von dem KV nicht einwilligen. Die Gründe hier für sind mehrere. Dafür verzichte ich aber auch gerne auf den Unterhalt. Ich hab mich die letzten Wochen sehr intensiv mit diesem Thema beschäftigt. Er möchte die Vaterschaft anerkennen. Ihm bleibt also nur der Weg über das Gericht.

Schon bereits mit der Antragsstellung muss er begründen, warum es in seinen Augen zum Wohle des Kindes ist, wenn seine Vaterschaft amtlich anerkannt wird. Eine Begründung könnte lauten, dass er gewillt und fähig ist, eine Unterhaltssumme für das Kind zu zahlen (evt. auch Betreuungsunterhalt für die Mutter). Hier aber das große ABER: Er ist nicht zahlungsfähig und wird es auch nicht so schnell sein (ich würde also den Unterhaltsvorschuss in Höhe von 150€ bekommen, werde auch in Zukunft wahrscheinlich von ihm keinen müden Cent sehen). Dazu kommt noch das er bei der Arbeit kurz vor dem Rauswurf steht (blau machen ohne Attest und sehr oft "krank" sein obwohl er es eigentlich nicht ist) und sein Leben selbst absolut nicht im Griff hat.

Seine einzige aktuelle Begründung/Argumentation wäre: Weil ich der Papa bin und das Kind mit Papa aufwachsen soll.

(Hier muss ich schmunzeln, es gibt genug andere Kinder die auch nur mit einem Elternteil aufwachsen und denen es super gut geht. Einen Ersatzpapa hat das Kind übrigens. Und Großeltern die es abgöttisch lieben. Meine Eltern halten von dem KV nichts, sie "hassen" ihn für das was er uns angetan hat (steht weiter unten). Bis jetzt haben sich meine Eltern aus der ganzen Sachen sehr zurück gehalten und stehen kurz vor der Explosion.)

Mehr hat er nicht vorzuweisen. Bis jetzt hat er sich einen Sche*ß gekümmert, will aber alles was positiv ist (Umgangsrecht, gemeinsames Sorgerecht und und und) haben. Als ob das Kind ein Haustier wäre das man nur dann haben kann wenn man gerade Lust dazu hat. Hier an der Stelle: Er schafft es nicht mal sich um zwei Katzen zu kümmern, sind total verwahrlost. Zum Glück sind die Katzen dort nicht mehr. Er ist total mit sich selbst und seinem Leben überfordert. Bis jetzt hat er folgendes innerhalb der Schwangerschaft zu Stande bekommen: Bei einem Arztbesuch nahm er eine Broschüre mit bezüglich Impfungen bei Babys&Kindern und warum man dies tun sollte (hat mir diese dann bei einen Treffen vor die Füße "geschmissen"). Des weiteren hat er (als ich im 8ten Monat war) 1x Kuscheltier und 1x Body gekauft (da war aber auch seine Mutter dabei). Mehr ist da nicht passiert. Er fragt zwar immer wieder wie es mir und dem Kind geht, aber man merkt das es nur halbherzig gemeint ist. Auch wenn er meiner Mutter beim einkaufen begegnet ist seine "über" Freundlichkeit so sehr gespielt dass man das Kotzen bekommt.

Seit kurzem stichelt seine Mutter ihn auf. Auf einmal will er dass das Kind seinen (er hat zwei) Nachnamen bekommt + meinen, dabei war diese Sachen schon seit Anbeginn der Schwangerschaft lange geklärt und er war damit einverstanden (wobei ich ihn hätte nicht mal fragen müssen). Das Kind hat nur einen Nachnamen und zwar meinen, was hier in Deutschland auch üblich ist (Bonus: Das Kind kommt nach mir, passt also ). Des weiteren will er nun das gemeinsame Sorgerecht. Da hab ich mich wirklich gefragt welches Zeug er geraucht hat. Noch ist ja nicht mal die Vaterschaftsanerkennung (somit auch kein Umgangsrecht) durch, da macht er schon Pläne das er mit dem Kind seine Familie im Ausland & Co. besucht (er hat keinen Deutschen Pass, dafür einen Spanischen, wer garantiert mir also das er mir das Kind zurück bringt?, ja ich traue ihm so was zu), es vom Kindergarten abholen kann und dass das Kind bei ihm Übernachtet (er hat ja nicht mal eine neue Wohnung gefunden, die Kindgerecht ist). Also alles was total schön und positiv ist wird geplant bis zum geht nicht mehr (ich werde natürlich nicht gefragt...). Über alles andere (negative & Verantwortungsvolle) wie z.B. Wie schaffe ich es für mein Kind auch finanziell zu sorgen und und und, wird sich KEINERLEI Gedanken gemacht. (Dazu kommt noch, das er das Kind kaum regelmäßig sehen kann, da ich weiter weg wohne.) Das macht er aber auch nur, weil seine Mutter ihn auf stichelt. Seine Mutter hat keinerlei Ahnung was eigentlich zwischen uns alles vorgefallen ist, meine Familie + Bekannte schon. Er war mir gegenüber gewalttätig, es gab Misshandlungen und psychische Misshandlung, er ist extrem aggressiv (vorher nahm er die Möbel, irgendwann mich), hat sehr oft Wutausbrüche und musste mich extremst anscheinen lassen (egal ob ich der Grund dafür war oder nicht, es folgenden diverse Sachen durch die Wohnung und und und), auch in der Schwangerschaft gab es psychische Misshandlung. Er selber hat sich absolut nicht im Griff, wie eine tickende Zeitbombe. Das führte dazu, dass es dem Baby und mir sehr sehr schlecht ging, aber zum Glück hat es sich gut im Bauch entwickelt und ist Wohlauf. Das volle Programm einfach. Das war auch der Grund warum ich mich (noch in der Schwangerschaft) getrennt habe, zum Wohle für mich selbst als auch für das Kind.

Wie kann man nur so jemanden freiwillig ein Kind in die Hand drücken? Ich nicht! Und ich will es auch nicht „ausprobieren“. Nun habe ich natürlich dennoch Angst, das er vor Gericht (das kleine manipulierende Ars*hloch) die Vaterschaftsanerkennung durch bekommt. Und dann natürlich auch das Umgangsrecht und dann irgendwann auch das gemeinsame Sorgerecht. Das alles will ich einfach vermeiden. Ich denke meine Gründe sind berechtigt weshalb ich keinen Umgang zwischen ihm und dem Kind „wünsche“.

Was meint ihr, wie stehen seine Chancen?
sunshine_26
3540 Beiträge
24.07.2017 06:47
Das tut mir leid, dass er so ist.
So einen kindsvater wünscht man sich wirklich nicht.

Hast du, als er die ggü gewalttätig wurden, das mal zur Anzeige gebracht?
Adara
6033 Beiträge
24.07.2017 07:11
Das tut mir leid, dass du solche Erfahrungen machen musstest.
Aber trotzdem ist er der Vater. was willst du denn angeben? Dass du nicht weißt, wer der Vater ist? Das wäre Betrug.
Und wenn er drauf besteht? Dann wird ein Vaterschaftstest angeordnet und da wird er dann ja anerkannt. Und dann hat er sicher auch gute Chancen auf gemeinsames Sorgerecht, weil du ja die bist, die sich quergestellt hat.
Die einzige Möglichkeit: Zeig ihn an, für alles, was er getan hat. Wenn es da zu einem Verfahren kommt, düftest du eventuell Chancen auf alleiniges Sorgerecht haben.
cookie23
3403 Beiträge
24.07.2017 07:28
Ich werde gleich gesteinigt wahrscheinlich,aber ich muss einfach fragen,
Warum bekommst du mit solch einen Mann,wenn er denn dann so schlimm ist ein Kind?
kann ich nicht verstehen,aber nun gut.

Bei einer bekannten von mir war es so,dass die beiden zum Schluss das geteilte Sorgerecht und alles hatten,sie hätte ja nichts in der Hand geben ihn.
Hast du irgendetwas zur Anzeige gebracht? Obwohl auch da gesagt wird bzw werden kann,dass er sich geändert hat....
nilou
4063 Beiträge
24.07.2017 07:45
Ich schließe mich Cookie an: warum dann ein Kind zusammen?

Zum Rest: er ist der Vater. Du wirst bei der Vaterschaftsanerkennung keinerlei Chancen haben. Es ist im Interesse des Kindes zu wissen wo seine Wurzeln sind. Er hat ein Recht auf Umgang. Evt. bekommst du begleiteten Umgamg durch. Denke mal eher nicht. Hast du ihn angezeigt wegen der Gewalt in der Schwangerschaft? Wie ist er jetzt zum Kind?

Gemeinsames Sorgerecht: wenn du nichts nachteiliges im Umgang mit dem Kind Gast wirst du hier such schlechte Karten haben.

Klärt es mit dem Jugendamt/Gericht und du solltest dir klar machen das du wenig bis keine Chancen hast den Kontakt komplett zu unterbinden. Ein Kind hat zunächst mal das Revht auf beide Elternteile. Er war dir sch... Gegenüber, wie es dem Kind gegenüber sein wird weißt du nicht. Lässt euch beraten und geht in eine Familientherapie-Beratung. Zum Wohle des Kindes.
Nine85
5727 Beiträge
24.07.2017 07:57
Warum muss die denn das gemeinsame Sorgerecht eintragen lassen? Sie sind doch nicht verheiratet.

Und warum man mit so einem Menschen ein Kind bekommt steht hier gar nicht zur Debatte.
nilou
4063 Beiträge
24.07.2017 08:02
Zitat von Nine85:

Warum muss die denn das gemeinsame Sorgerecht eintragen lassen? Sie sind doch nicht verheiratet.

Und warum man mit so einem Menschen ein Kind bekommt steht hier gar nicht zur Debatte.


Zum ersteren: der Vater hat mittlerweile Anspruch darauf und wenn er es beantragt und nichts dagegen spricht wird er es auch gegen den Willen der Mutter bekommen. Ob verheiratet oder nicht ist egal.

Zum weiteren: richtig. Aber wenn er schon immer so war war ja auch absehbar das es Probleme geben wird. Und ob das für alle Beteiligten und insbesondere das Kind so wünschenswert ist? Sehe hier einen jahrelangen Rosenkrieg auf Kosten des Kindes wenn sie sich nicht Hilfe bei Beratung und Co suchen.
Marf
18403 Beiträge
24.07.2017 08:12
Dein Kind hat ein Recht auf den Vater.Und sei es noch so ein Idiot.Das im übrigen das Kind zu entscheiden hat ,wenn es alt genug ist.
Eure Beziehung ist vorüber,eure Elternschaft aber nicht.Die bleibt.Und du musst nun deine Bitterkeit wegschieben und im Wohle für das Kind entscheiden.
Selbst wenn er nur auf Druck seiner Mutter reagiert - er reagiert.Und das Gericht wird dies zu seinem Gunsten auslegen.Und solange er mit dem Kind ordentlich umgeht - die Chance das zu beweisen wird er bekommen - ist alles ok.
Deine Probleme mit ihm haben nichts in der Beziehung zw. Kind und Vater verloren!

BigGirl37
2506 Beiträge
24.07.2017 08:28
Er mag vielleicht nicht der super Daddy zu sein, aber er ist der Vater des Kindes, und er fragt nach seinem Kind.
Wenn er vor Gericht die Vaterschaft anerkennen lassen will, wirst Du nicht viel dagegen machen können. Außerdem hat Dein Kind ein Recht darauf seinen Vater zu kennen.

Und wegen dem Nachnamen, wenn Ihr nicht verheiratet seid, bekommt das Kind im KH erstmal Deinen Nachnamen, alles andere muss über das Standesamt geklärt werden. Außerdem hast Du automatisch das Sorgerecht.
Aprilmädchen.
13370 Beiträge
24.07.2017 08:30
Zitat von Marf:

Dein Kind hat ein Recht auf den Vater.Und sei es noch so ein Idiot.Das im übrigen das Kind zu entscheiden hat ,wenn es alt genug ist.
Eure Beziehung ist vorüber,eure Elternschaft aber nicht.Die bleibt.Und du musst nun deine Bitterkeit wegschieben und im Wohle für das Kind entscheiden.
Selbst wenn er nur auf Druck seiner Mutter reagiert - er reagiert.Und das Gericht wird dies zu seinem Gunsten auslegen.Und solange er mit dem Kind ordentlich umgeht - die Chance das zu beweisen wird er bekommen - ist alles ok.
Deine Probleme mit ihm haben nichts in der Beziehung zw. Kind und Vater verloren!


Seh' ich auch so.
born-in-helsinki
16914 Beiträge
24.07.2017 08:37
Vor allem musst du doch auch den vater eintragen lassen bzw da hinterher sein wenn du weisst wers ist
Und ich meine, solange er nicht gewalttätig gegenüber dem kind qar, darf er es sehen, oder?
Auch wenns schwer fällt und ich es irgendwie verstehen kann, er ist der vater.

born-in-helsinki
16914 Beiträge
24.07.2017 08:41
Ach ja, ausserdem hats auch vorteile wenn du ihn eintragen lässt.
Ich mussste zb drum kämpfen das mein ex die vaterschaft anerkennt. Klar, ervhat sich nicht gekümmert aber er ist der papa.
Tja und dann hat er sich das leben genommen und mein sohn bekommt halbwaisenrente.
Hätte ich nicht so gekämpft, würde er leer ausgehen. Klar, das ist nun kein fall der oft auftritt aber es passiert eben. Wir haben damit auch nicht gerechnet.

24.07.2017 08:44
Hunde die bellen...
Entweder wartest du jetzt einfach ab, und da wird von ihm nichts mehr kommen, voraussgesetzt du blockierst ihn einfach überall, dann kannste von ihm ja auch nichts mehr hören. ODER er geht vor Gericht, was ich stark bezweifle.

Verhindern kannste es, wenn es hart auf hart kommt, eh nicht.
Er ist der Vater.
Und an deiner Stelle, würde ich die Vaterschaftsanerkennung, sobald es vor Gericht geht, unterschreiben. Falls du dann weiterhin verweigerst, wird es sehr teuer! (Vaterschaftstest, Gerichtskosten)

Aber selbst wenn es dann vor Gericht geht:
Du kannst ja darauf bestehten, das erstmal begleitender Umgang stattfinden soll, weil du ihn nicht mehr persönlich sehen willst. Das ist dein gutes Recht.
bluesix
2807 Beiträge
24.07.2017 09:00
Was soll denn die alternative sein? Beim Amt Vater unbekannt angeben und Betrug begehen?
Wenn der Vater bekannt ist bist du verpflichtet ihn anzugeben.

Zumal ich denke das euer Kind nichts dafür kann das ihr nicht klar kommt.
Maus1718
3043 Beiträge
24.07.2017 09:09
Zitat von Marf:

Dein Kind hat ein Recht auf den Vater.Und sei es noch so ein Idiot.Das im übrigen das Kind zu entscheiden hat ,wenn es alt genug ist.
Eure Beziehung ist vorüber,eure Elternschaft aber nicht.Die bleibt.Und du musst nun deine Bitterkeit wegschieben und im Wohle für das Kind entscheiden.
Selbst wenn er nur auf Druck seiner Mutter reagiert - er reagiert.Und das Gericht wird dies zu seinem Gunsten auslegen.Und solange er mit dem Kind ordentlich umgeht - die Chance das zu beweisen wird er bekommen - ist alles ok.
Deine Probleme mit ihm haben nichts in der Beziehung zw. Kind und Vater verloren!


Genau so denke ich auch. Er kann sich ja wirklich ändern bzw dem kind gegenüber ganz anders sein. Natürlich kann man alleinerziehend sein und es kann auch super hinhaun. Dennoch wenn das kind die wahl hätte würde es sich immer für mama und papa entscheiden den beide elternteile sind wichtig. Wie es dann ist wenn das kind das selbst entscheidenk kann lder wirkkich etwas Vorfällt was dem kindeswohl gefährdet ist es eine andere geschichte.
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