Ist das deren Ernst? Grenzen der Bedürfnissorientierung
17.11.2016 21:35
was mir oft auffällt ist, dass hier geschrieben wird, dass man niemanden zum Schlaf zwingen kann. Ich persönlich kenne überwiegend Kinder die zu einer bestimmten Zeit ins Bett gehen und zwar problemlos. Daher verstehe ich das Problem ansich gar nicht. Anscheinend klappt es bei denjenigen gut, die eine feste Zeit festgelegt haben. Wo also ist da der Zwang
17.11.2016 21:48
Zitat von Darwin27:
Zitat von faerie:
Ja, ja, die Jugend von heute ...
"Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer."
Sagte Sokrates. Vor 2500 Jahren.![]()
![]()
![]()
Als Nur-Lesender kann man schön sehen, wie auf Prinzipen geritten wird, Worte auf die Goldwaage gelegt werden, aneinander vorbeigeredet wird, und ja.. auch gestichelt wird.. und das nun schon zum x. mal aufgrund des gleichen Themas.
Letzendlich kommt es sicherlich auch aufs Kind und die Eltern an. Jeder ist anders und muss seinen Weg finden. Ich tendiere jedoch grundsätzlich dazu, Kinder auch mal zu fragen was SIE wollen, denn ich möchte ein glückliches Kind und keinen Untertan . Selbstregulation ist mit Sicherheit eine gute Sache - aber nur von Anfang an und nicht, wenn das Kind schon im Brunnen liegt.
Und jetzt husche ich wieder in meine Stille Ecke. Ich bin kein Diskussionsfreund![]()
meinst du, das Eltern die auf Regeln wert legen das für ihr Kind nicht wollen?
Es ist nun einmal auch so, dass eine Gemeinschaft nicht ohne Regeln funktioniert. Wenn jeder nur das tun würde was er will, dann würde Chaos herrschen. Daher sind Regeln grundsätzlich erst einmal etwas Gutes. Sie dienen zur Orientierung und bringen Sicherheit. Mich wundert es, dass sie immer mehr in Verruf geraten.
Wenn z. B. unser Verkehr nicht geregelt wäre, würde Chaos auf den Straßen herrschen. Das ist nun einmal Fakt. Wenn ich keine Lust habe bei Rot anzuhalten, kann ich es gern tun, als Konsequenz gibt es dann eben ein Fahrverbot. Muss ich selber wissen, ob ich das so möchte oder nicht. Und genauso sieht es in der Erziehung aus. Man kann nicht nur seine Bedürfnisse befriedigen, man muss auch lernen, dass um einen herum andere Menschen leben, die genauso ein Recht darauf haben. Von daher müssen Kompromisse her. Und das möchte ich auch so für meine Kinder. Dass sie lernen, dass sie nicht der Mittelpunkt der Erde sind. Und es Dinge gibt, die sie (noch) nicht entscheiden können. Weil sie es einfach auch noch gar nicht können ihnen die Weitläufigkeit fehlt.
Sieht man doch auch schön in England. Da hat auch die Bevölkerung über den Brexit entschieden. Warum lässt man also die Bevölkerung entscheiden die (teilweise) den Rattenschwanz gar nicht nachvollziehen kann, die diese Entscheidung nach sich zieht.
17.11.2016 21:49
Zitat von Skorpi:
Zitat von Seramonchen:
Zitat von Skorpi:
Zitat von Möhre:
ich schreibe hier übrigens von keinen Usern, sondern von reelen Personen die ich kenne bzw. bereits erlebt habe und diese irgendwann nicht mehr weiter kamen, weil das Kind immer weniger kooperierte. Je mehr auf die Bedürfnisse eingegangen wurde, desto unkooperativer wurde das Kind.
Ich kann natürlich nicht Mäuschen in verschiedenen Haushalten spielen, aber ich glaube nicht, dass Kinder tatsächlich immer mehr kooperieren, je mehr man sie selber entscheiden lässt. Ich habe eher die Erfahrung gemacht, dass es sie schlichtweg überfordert, wenn man ein 2 jähriges Kind komplett alles selber entscheiden lässt.
Ich würde gerne die Kinder, die angeblich so kooperativ sind gerne in Wirklichkeit kennenlernen um mir selber ein Bild davon zu machen. Schreiben kann man leider viel.
Denn bisher habe ich es leider noch nicht. Das ist jetzt eine persönliche Feststellung meinerseits, wer sich persönlich angesprochen fühlt, bei dem passt der Schuh.
Da bin ich bei dir. Ich denke auch, dass das ein Kind sehr überfordern kann. Und ich erlebe das auch so. Kinder die klare Regeln und Grenzen haben, sind pflegeleichter, als Kinder, die eben diese Regeln und Grenzen nicht kennen lernen. In meinen Augen fehlen diesen Kindern einfach die gewisse Sicherheit, sie sind überfordert, weil man vielleicht doch von ihnen zu viel verlangt. Das meine ich auch wirklich nicht böse oder verurteilend, aber das ist das, was ich einfach in der letzten Zeit stark beobachte.
Wir können uns gerne mal treffen![]()
Du bist ja nicht so weit von mir weg.![]()
Aber deine Maus ist auch noch so klein. Ich finde auch nicht verkehrt, wie du es machst, siehe was ich zu Obsidians Post geschrieben habe. Aber wenn man jeden Tag sein Kind fragt, was er für Schuhe anziehen möchte, welche Jacke es denn sein darf, was er essen mag usw., dann finde ich schon, dass es da einfach zu weit geht. Wenn wir raus gehen, thematisieren wir gar nicht groß die Kleidung. Ich sage ihnen, dass sie Jacke und Schuhe anziehen sollen und gut. Genauso lege ich ihnen morgens Kleidung raus, wenn ihnen die Kleidung nicht passt, sagen sie es und es wird nach was anderem gesucht und fertig. Ich verstehe halt nicht, wie es da zu großen Konflikten kommen kann. Wenn ich aber morgens vor dem Kleiderschrank stehe und frage: "So, was willst du denn heute anziehen?", dann würde es viel zu lange dauern, erstens habe ich diese Zeit morgens einfach nicht und zweitens, würden sie sich so schwer entscheiden können. Das frustriert die Kinder dann auch irgendwann und sie wollen dann vielleicht morgens gar nichts mehr anziehen, einfach weil sie keinen bock haben, sich zwischen der ganzen Kleidung entscheiden zu müssen. Und da ist dann der Punkt, an dem es zu Überforderung kommt. Sie wollen spielen und nicht den ganzen Tag alles selber bestimmen und Entscheidungen treffen.
Ich mein, selbst uns als Erwachsene fallen doch Entscheidungen manchmal echt schwer, wie muss sich da also ein Kind fühlen?
Meine Tochter sucht sich abends ihre Kleidung ganz alleine aus. Und sie weiß sehr genau, was sie anziehen will und was nicht. Ich helfe ihr, indem ich ihr zum Beispiel sage, dass sie sich noch ein Jäckchen (Cardigan) raussuchen soll, wenn sie beim momentanen Wetter kurze Ärmel ausgesucht hat. Ich mache das abends, weil morgens eben häufig die Zeit fehlt.
Und ich finde, dass gerade das Üben, selber Entscheidungen zu treffen, dabei hilft, auch im späteren Leben über eine gute Entscheidungskompetenz zu verfügen. Natürlich dürfen die Kinder nicht alles entscheiden, aber es gibt doch einige Sachen, bei denen es nicht schadet.
Und bei den Sachen, die sie nicht entscheiden können, ist es durchaus angebracht, die Meinung der Kinder zu hören und anzuerkennen. Das heißt nicht, dass man sofort springt, wenn die Kleinen etwas wollen. Aber man kann auch das Gefühl vermitteln, dass die Meinung gehört wird und auch wichtig ist, obwohl man als Erwachsener eine andere Entscheidung trifft. Das ist ganz wichtig fürs Selbstbewusstsein. Denn zur sozialen Kompetenz gehört auch, dass man Gefühle wahrnehmen kann (eigene und andere), sie ausdrücken kann und sie regulieren kann. Und bei kleinen Kindern fängt man eben damit an, dass man mit ihnen herausfindet, was sie fühlen, man bespricht auch, was andere Fühlen.
Und da sind wir auch beim Thema Mitgefühl. Das entwickelt sich nur, wenn man erstmal selber die eigenen Gefühle kennt, und dann muss man diese Gefühle auch bei anderen wahrnehmen.
Aber wenn man selber als Kind nur erlebt, dass die eigenen Gefühle häufig einfach übergangen werden und sie nicht wichtig sind, dann lernen die Kinder doch am eigenen Körper, dass man sich über Gefühle anderer kommentarlos hinwegsetzen darf.
17.11.2016 21:51
Zitat von Möhre:
Zitat von Darwin27:
Zitat von faerie:
Ja, ja, die Jugend von heute ...
"Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer."
Sagte Sokrates. Vor 2500 Jahren.![]()
![]()
![]()
Als Nur-Lesender kann man schön sehen, wie auf Prinzipen geritten wird, Worte auf die Goldwaage gelegt werden, aneinander vorbeigeredet wird, und ja.. auch gestichelt wird.. und das nun schon zum x. mal aufgrund des gleichen Themas.
Letzendlich kommt es sicherlich auch aufs Kind und die Eltern an. Jeder ist anders und muss seinen Weg finden. Ich tendiere jedoch grundsätzlich dazu, Kinder auch mal zu fragen was SIE wollen, denn ich möchte ein glückliches Kind und keinen Untertan . Selbstregulation ist mit Sicherheit eine gute Sache - aber nur von Anfang an und nicht, wenn das Kind schon im Brunnen liegt.
Und jetzt husche ich wieder in meine Stille Ecke. Ich bin kein Diskussionsfreund![]()
meinst du, das Eltern die auf Regeln wert legen das für ihr Kind nicht wollen?
Es ist nun einmal auch so, dass eine Gemeinschaft nicht ohne Regeln funktioniert. Wenn jeder nur das tun würde was er will, dann würde Chaos herrschen. Daher sind Regeln grundsätzlich erst einmal etwas Gutes. Sie dienen zur Orientierung und bringen Sicherheit. Mich wundert es, dass sie immer mehr in Verruf geraten.
Wenn z. B. unser Verkehr nicht geregelt wäre, würde Chaos auf den Straßen herrschen. Das ist nun einmal Fakt. Wenn ich keine Lust habe bei Rot anzuhalten, kann ich es gern tun, als Konsequenz gibt es dann eben ein Fahrverbot. Muss ich selber wissen, ob ich das so möchte oder nicht. Und genauso sieht es in der Erziehung aus. Man kann nicht nur seine Bedürfnisse befriedigen, man muss auch lernen, dass um einen herum andere Menschen leben, die genauso ein Recht darauf haben. Von daher müssen Kompromisse her. Und das möchte ich auch so für meine Kinder. Dass sie lernen, dass sie nicht der Mittelpunkt der Erde sind. Und es Dinge gibt, die sie (noch) nicht entscheiden können. Weil sie es einfach auch noch gar nicht können ihnen die Weitläufigkeit fehlt.
Sieht man doch auch schön in England. Da hat auch die Bevölkerung über den Brexit entschieden. Warum lässt man also die Bevölkerung entscheiden die (teilweise) den Rattenschwanz gar nicht nachvollziehen kann, die diese Entscheidung nach sich zieht.
sollte Weitsichtigkeit nicht -läufigkeit heißen
17.11.2016 21:52
Meine Mutter hat mich quasi so erzogen. Ich muss sagen, mir hat wirklich etwas Anleitung gefehlt. Und auch Grenzen. Ganz im Ernst - ich habe förmlich danach gesucht und habe immer "selbst entscheiden müssen" - und manchmal weiß man als Kind wirklich nicht, was gut für einen ist. Ich habe einige frühe Erinnerungen an meine Kindheit und auch an manche Gedanken, die mir durch den Kopf gingen.
Ich habe versucht immer weiter auszureizen und meine Eltern haben es zugelassen - klar irgendwann bin ich von alleine auf den Trichter gekommen. Aber muss das sein? Es ist doch, wie wenn das Rad x Mal neu erfunden wird. Warum musste ich als Kind viele Fehler selbst machen und habe keine Vorgaben bekommen?
Ich durfte mir schon meine ersten Paar Schuhe selbst aussuchen - natürlich unter denen, die gepasst haben. Ich durfte so lange wach bleiben wie ich wollte - und habe dann manchmal einfach aufgedreht abends. Besonders wenn Besuch da war um zu zeigen, wie toll es ist, was ich alles darf. Tja und morgens wenn es in den Kindergarten oder dann in die Schule gehen sollte, war ich totmüde ... gelernt habe ich es aber erst viele Jahre später, dass ich selbst die Dumme bin, wenn ich nicht gegen Abend mal immer langsamer mache um mich aufs Schlafengehen einzustimmen.
Da wäre es einfacher gewesen, wenn meine Eltern mich mehr dazu angeleitet hätten bzw. einfach mehr Angebote unterbreitet um ruhige Dinge abends zu machen und mich nicht einfach im Zimmer spielen zu lassen, so dass meine Gedanken noch Karussell fahren.
Ich kann noch viele weitere Punkte nennen.
Ich werde es auf alle Fälle mit meinem Sohn anders machen.
Keine strikten Vorgaben - da muss ich den Vorrednern zustimmen, dass Diskussionen, in denen es ums farbliche Zusammenpassen der Kleidung geht, einfach unnötig sind.
Aber nicht alles was Kinder ausleben sind Bedürfnisse und ich glaube, es ist sehr sehr schwer das richtig zu sehen.
Meine Eltern haben es ja auch nur gut gemeint, das weiß ich. Sie wollten mich eben in keine Form pressen - aber gelungen, dass es mir damit besser geht als Ihnen, ist es nur bedingt.
Ich habe versucht immer weiter auszureizen und meine Eltern haben es zugelassen - klar irgendwann bin ich von alleine auf den Trichter gekommen. Aber muss das sein? Es ist doch, wie wenn das Rad x Mal neu erfunden wird. Warum musste ich als Kind viele Fehler selbst machen und habe keine Vorgaben bekommen?
Ich durfte mir schon meine ersten Paar Schuhe selbst aussuchen - natürlich unter denen, die gepasst haben. Ich durfte so lange wach bleiben wie ich wollte - und habe dann manchmal einfach aufgedreht abends. Besonders wenn Besuch da war um zu zeigen, wie toll es ist, was ich alles darf. Tja und morgens wenn es in den Kindergarten oder dann in die Schule gehen sollte, war ich totmüde ... gelernt habe ich es aber erst viele Jahre später, dass ich selbst die Dumme bin, wenn ich nicht gegen Abend mal immer langsamer mache um mich aufs Schlafengehen einzustimmen.
Da wäre es einfacher gewesen, wenn meine Eltern mich mehr dazu angeleitet hätten bzw. einfach mehr Angebote unterbreitet um ruhige Dinge abends zu machen und mich nicht einfach im Zimmer spielen zu lassen, so dass meine Gedanken noch Karussell fahren.
Ich kann noch viele weitere Punkte nennen.
Ich werde es auf alle Fälle mit meinem Sohn anders machen.
Keine strikten Vorgaben - da muss ich den Vorrednern zustimmen, dass Diskussionen, in denen es ums farbliche Zusammenpassen der Kleidung geht, einfach unnötig sind.
Aber nicht alles was Kinder ausleben sind Bedürfnisse und ich glaube, es ist sehr sehr schwer das richtig zu sehen.
Meine Eltern haben es ja auch nur gut gemeint, das weiß ich. Sie wollten mich eben in keine Form pressen - aber gelungen, dass es mir damit besser geht als Ihnen, ist es nur bedingt.
17.11.2016 21:52
Keinen Kopf für viele Worte:
Die Jugend von heute hat nichts mit der Kindererziehung von heute zu tun, sondern mit der von vor einigen Jahren.
Die Jugend von heute hat nichts mit der Kindererziehung von heute zu tun, sondern mit der von vor einigen Jahren.
17.11.2016 21:55
Zitat von Möhre:
Zitat von Darwin27:
Zitat von faerie:
Ja, ja, die Jugend von heute ...
"Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer."
Sagte Sokrates. Vor 2500 Jahren.![]()
![]()
![]()
Als Nur-Lesender kann man schön sehen, wie auf Prinzipen geritten wird, Worte auf die Goldwaage gelegt werden, aneinander vorbeigeredet wird, und ja.. auch gestichelt wird.. und das nun schon zum x. mal aufgrund des gleichen Themas.
Letzendlich kommt es sicherlich auch aufs Kind und die Eltern an. Jeder ist anders und muss seinen Weg finden. Ich tendiere jedoch grundsätzlich dazu, Kinder auch mal zu fragen was SIE wollen, denn ich möchte ein glückliches Kind und keinen Untertan . Selbstregulation ist mit Sicherheit eine gute Sache - aber nur von Anfang an und nicht, wenn das Kind schon im Brunnen liegt.
Und jetzt husche ich wieder in meine Stille Ecke. Ich bin kein Diskussionsfreund![]()
meinst du, das Eltern die auf Regeln wert legen das für ihr Kind nicht wollen?
Es ist nun einmal auch so, dass eine Gemeinschaft nicht ohne Regeln funktioniert. Wenn jeder nur das tun würde was er will, dann würde Chaos herrschen. Daher sind Regeln grundsätzlich erst einmal etwas Gutes. Sie dienen zur Orientierung und bringen Sicherheit. Mich wundert es, dass sie immer mehr in Verruf geraten.
Wenn z. B. unser Verkehr nicht geregelt wäre, würde Chaos auf den Straßen herrschen. Das ist nun einmal Fakt. Wenn ich keine Lust habe bei Rot anzuhalten, kann ich es gern tun, als Konsequenz gibt es dann eben ein Fahrverbot. Muss ich selber wissen, ob ich das so möchte oder nicht. Und genauso sieht es in der Erziehung aus. Man kann nicht nur seine Bedürfnisse befriedigen, man muss auch lernen, dass um einen herum andere Menschen leben, die genauso ein Recht darauf haben. Von daher müssen Kompromisse her. Und das möchte ich auch so für meine Kinder. Dass sie lernen, dass sie nicht der Mittelpunkt der Erde sind. Und es Dinge gibt, die sie (noch) nicht entscheiden können. Weil sie es einfach auch noch gar nicht können ihnen die Weitläufigkeit fehlt.
Sieht man doch auch schön in England. Da hat auch die Bevölkerung über den Brexit entschieden. Warum lässt man also die Bevölkerung entscheiden die (teilweise) den Rattenschwanz gar nicht nachvollziehen kann, die diese Entscheidung nach sich zieht.
Ich bin mir absolut sicher, das die AP-Eltern nicht der Meinung sind, es muss keine Regeln geben. Und der Grundgedanke ist doch auch, dass alle Bedürfnisse bedacht werden müssen. Auch die der Eltern.
Dein Beispiel hinkt aber gewaltig, denn da ist ja gerade das Problem, dass Erwachsene Menschen sowas durchaus entscheiden können, oder es zumindest können sollten. Und ganz ehrlich, hört sich dein Beispiel ein bisschen wie ein Freibrief für einen Diktator an. 'Ihr versteht das sowieso nicht, also entscheide ich für euch.'
17.11.2016 22:01
Zitat von Aduja:
Zitat von Möhre:
Zitat von Darwin27:
Zitat von faerie:
Ja, ja, die Jugend von heute ...
"Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer."
Sagte Sokrates. Vor 2500 Jahren.![]()
![]()
![]()
Als Nur-Lesender kann man schön sehen, wie auf Prinzipen geritten wird, Worte auf die Goldwaage gelegt werden, aneinander vorbeigeredet wird, und ja.. auch gestichelt wird.. und das nun schon zum x. mal aufgrund des gleichen Themas.
Letzendlich kommt es sicherlich auch aufs Kind und die Eltern an. Jeder ist anders und muss seinen Weg finden. Ich tendiere jedoch grundsätzlich dazu, Kinder auch mal zu fragen was SIE wollen, denn ich möchte ein glückliches Kind und keinen Untertan . Selbstregulation ist mit Sicherheit eine gute Sache - aber nur von Anfang an und nicht, wenn das Kind schon im Brunnen liegt.
Und jetzt husche ich wieder in meine Stille Ecke. Ich bin kein Diskussionsfreund![]()
meinst du, das Eltern die auf Regeln wert legen das für ihr Kind nicht wollen?
Es ist nun einmal auch so, dass eine Gemeinschaft nicht ohne Regeln funktioniert. Wenn jeder nur das tun würde was er will, dann würde Chaos herrschen. Daher sind Regeln grundsätzlich erst einmal etwas Gutes. Sie dienen zur Orientierung und bringen Sicherheit. Mich wundert es, dass sie immer mehr in Verruf geraten.
Wenn z. B. unser Verkehr nicht geregelt wäre, würde Chaos auf den Straßen herrschen. Das ist nun einmal Fakt. Wenn ich keine Lust habe bei Rot anzuhalten, kann ich es gern tun, als Konsequenz gibt es dann eben ein Fahrverbot. Muss ich selber wissen, ob ich das so möchte oder nicht. Und genauso sieht es in der Erziehung aus. Man kann nicht nur seine Bedürfnisse befriedigen, man muss auch lernen, dass um einen herum andere Menschen leben, die genauso ein Recht darauf haben. Von daher müssen Kompromisse her. Und das möchte ich auch so für meine Kinder. Dass sie lernen, dass sie nicht der Mittelpunkt der Erde sind. Und es Dinge gibt, die sie (noch) nicht entscheiden können. Weil sie es einfach auch noch gar nicht können ihnen die Weitläufigkeit fehlt.
Sieht man doch auch schön in England. Da hat auch die Bevölkerung über den Brexit entschieden. Warum lässt man also die Bevölkerung entscheiden die (teilweise) den Rattenschwanz gar nicht nachvollziehen kann, die diese Entscheidung nach sich zieht.
Ich bin mir absolut sicher, das die AP-Eltern nicht der Meinung sind, es muss keine Regeln geben. Und der Grundgedanke ist doch auch, dass alle Bedürfnisse bedacht werden müssen. Auch die der Eltern.
Dein Beispiel hinkt aber gewaltig, denn da ist ja gerade das Problem, dass Erwachsene Menschen sowas durchaus entscheiden können, oder es zumindest können sollten. Und ganz ehrlich, hört sich dein Beispiel ein bisschen wie ein Freibrief für einen Diktator an. 'Ihr versteht das sowieso nicht, also entscheide ich für euch.'
sie konnten es eben nicht. Denn ansonsten würden viele ihre Entscheidung jetzt nicht am liebsten zurücknehmen wollen.
Als Bevölkerung geht man wählen und gibt seine Stimme einer Partei ab, in der Hoffnung, dass sie letztendlich dass beste für das Land und für einen selber entscheiden. Das hat rein gar nichts mit Diktatur zu tun (ich finde die Beispiele hier manchmal wirklich sehr krass und sehr pauschal). Es gibt nicht wenige Menschen, die wenig Ahnung von Politik haben und nur aus einer Laune heraus, schnell was ankreuzen z. B. war es in England die Angst vor der Überschwemmung mit Flüchtlingen, warum viele für den Brexit stimmten. Und da ist es besser, dass die Regierung entscheidet, als panische Bürger.
17.11.2016 22:05
Zitat von Möhre:
Zitat von Darwin27:
Zitat von faerie:
Ja, ja, die Jugend von heute ...
"Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer."
Sagte Sokrates. Vor 2500 Jahren.![]()
![]()
![]()
Als Nur-Lesender kann man schön sehen, wie auf Prinzipen geritten wird, Worte auf die Goldwaage gelegt werden, aneinander vorbeigeredet wird, und ja.. auch gestichelt wird.. und das nun schon zum x. mal aufgrund des gleichen Themas.
Letzendlich kommt es sicherlich auch aufs Kind und die Eltern an. Jeder ist anders und muss seinen Weg finden. Ich tendiere jedoch grundsätzlich dazu, Kinder auch mal zu fragen was SIE wollen, denn ich möchte ein glückliches Kind und keinen Untertan . Selbstregulation ist mit Sicherheit eine gute Sache - aber nur von Anfang an und nicht, wenn das Kind schon im Brunnen liegt.
Und jetzt husche ich wieder in meine Stille Ecke. Ich bin kein Diskussionsfreund![]()
meinst du, das Eltern die auf Regeln wert legen das für ihr Kind nicht wollen?
Es ist nun einmal auch so, dass eine Gemeinschaft nicht ohne Regeln funktioniert. Wenn jeder nur das tun würde was er will, dann würde Chaos herrschen. Daher sind Regeln grundsätzlich erst einmal etwas Gutes. Sie dienen zur Orientierung und bringen Sicherheit. Mich wundert es, dass sie immer mehr in Verruf geraten.
Wenn z. B. unser Verkehr nicht geregelt wäre, würde Chaos auf den Straßen herrschen. Das ist nun einmal Fakt. Wenn ich keine Lust habe bei Rot anzuhalten, kann ich es gern tun, als Konsequenz gibt es dann eben ein Fahrverbot. Muss ich selber wissen, ob ich das so möchte oder nicht. Und genauso sieht es in der Erziehung aus. Man kann nicht nur seine Bedürfnisse befriedigen, man muss auch lernen, dass um einen herum andere Menschen leben, die genauso ein Recht darauf haben. Von daher müssen Kompromisse her. Und das möchte ich auch so für meine Kinder. Dass sie lernen, dass sie nicht der Mittelpunkt der Erde sind. Und es Dinge gibt, die sie (noch) nicht entscheiden können. Weil sie es einfach auch noch gar nicht können ihnen die Weitläufigkeit fehlt.
Sieht man doch auch schön in England. Da hat auch die Bevölkerung über den Brexit entschieden. Warum lässt man also die Bevölkerung entscheiden die (teilweise) den Rattenschwanz gar nicht nachvollziehen kann, die diese Entscheidung nach sich zieht.
regeln gibt es auch bei bedürfnisorientierter erziehung. das eine schlißet ja das andere nicht aus
gerade da es bei bedürfnisorientierter erziehung nicht nur darum geht, das bedürfnis der kinder zu erfüllen. alle bedürfnisse der familie bzw anderer gruppierungen müssen dabei berücksichtigt werden. man lernt, alle bedürfnisse anzuhören und dann zu entscheiden, kompromisse zu finden wie man diesen gerecht werden kann.
man kann nicht immer alle bedürfnisse erfüllen. das lernen kinder auch. aber sie lernen dass man ihnen zuhört, dass sie auch ein mitspracherecht haben. das man sie ernst nimmt und nicht übergeht.
17.11.2016 22:06
Zitat von sabrinas_baby:
Zitat von Seramonchen:
Zitat von sabrinas_baby:
Zitat von Seramonchen:
...
Und wie sieht deine Mama das?
Sie sieht jedes Kind als Individuum und ist der Meinung, bei dem einen funktioniert es gut, das andere braucht ein wenig mehr Grenzen. Sie würde nie so allgemeingültige Aussagen treffen. Sie bietet den Kindern in der Gruppe immer Auswahlmöglichkeiten an, fördert ihre Fähigkeit, selbst zu entscheiden. Nun ist sie in Rente und betreut unsere Kleine den Tag über und geht voll auf ihre Bedürfnisse ein.![]()
Ich habe doch zu keinem Zeitpunkt eine pauschale Aussage gemacht. Ich sagte, es tut vielen Kindern eher gut. Und woher weißt du, dass ich keine Auswahlmöglichkeiten gebe und auf Kinder nicht individuell eingehe?
Da hast du jetzt viel in meine Aussage hineininterpretiert und da finde ich ehrlich gesagt recht anmaßend...
Ich kann an meiner Aussage nichts anmaßendes finden. Ist mein Eindruck deiner Aussage, ich fand diese doch sehr allgemeingültig
17.11.2016 22:06
Zitat von Lade:
@Sera: Wie läuft das dann bei deiner Großen in der Schule? Denn da geht es ja eher schlecht, dass man sich immer an seinen Bedürfnissen orientiert. Und ich sehe doch inzwischen einige Kinder, die in die Schule kommen und damit große Schwierigkeiten haben.
Wir hatten nie anpassungsprobleme in der Schule. Weder Grundschule noch jetzt Gymnasium
17.11.2016 22:14
Zitat von Möhre:
Zitat von Aduja:
Zitat von Möhre:
Zitat von Darwin27:
...
meinst du, das Eltern die auf Regeln wert legen das für ihr Kind nicht wollen?
Es ist nun einmal auch so, dass eine Gemeinschaft nicht ohne Regeln funktioniert. Wenn jeder nur das tun würde was er will, dann würde Chaos herrschen. Daher sind Regeln grundsätzlich erst einmal etwas Gutes. Sie dienen zur Orientierung und bringen Sicherheit. Mich wundert es, dass sie immer mehr in Verruf geraten.
Wenn z. B. unser Verkehr nicht geregelt wäre, würde Chaos auf den Straßen herrschen. Das ist nun einmal Fakt. Wenn ich keine Lust habe bei Rot anzuhalten, kann ich es gern tun, als Konsequenz gibt es dann eben ein Fahrverbot. Muss ich selber wissen, ob ich das so möchte oder nicht. Und genauso sieht es in der Erziehung aus. Man kann nicht nur seine Bedürfnisse befriedigen, man muss auch lernen, dass um einen herum andere Menschen leben, die genauso ein Recht darauf haben. Von daher müssen Kompromisse her. Und das möchte ich auch so für meine Kinder. Dass sie lernen, dass sie nicht der Mittelpunkt der Erde sind. Und es Dinge gibt, die sie (noch) nicht entscheiden können. Weil sie es einfach auch noch gar nicht können ihnen die Weitläufigkeit fehlt.
Sieht man doch auch schön in England. Da hat auch die Bevölkerung über den Brexit entschieden. Warum lässt man also die Bevölkerung entscheiden die (teilweise) den Rattenschwanz gar nicht nachvollziehen kann, die diese Entscheidung nach sich zieht.
Ich bin mir absolut sicher, das die AP-Eltern nicht der Meinung sind, es muss keine Regeln geben. Und der Grundgedanke ist doch auch, dass alle Bedürfnisse bedacht werden müssen. Auch die der Eltern.
Dein Beispiel hinkt aber gewaltig, denn da ist ja gerade das Problem, dass Erwachsene Menschen sowas durchaus entscheiden können, oder es zumindest können sollten. Und ganz ehrlich, hört sich dein Beispiel ein bisschen wie ein Freibrief für einen Diktator an. 'Ihr versteht das sowieso nicht, also entscheide ich für euch.'
sie konnten es eben nicht. Denn ansonsten würden viele ihre Entscheidung jetzt nicht am liebsten zurücknehmen wollen.
Als Bevölkerung geht man wählen und gibt seine Stimme einer Partei ab, in der Hoffnung, dass sie letztendlich dass beste für das Land und für einen selber entscheiden. Das hat rein gar nichts mit Diktatur zu tun (ich finde die Beispiele hier manchmal wirklich sehr krass und sehr pauschal). Es gibt nicht wenige Menschen, die wenig Ahnung von Politik haben und nur aus einer Laune heraus, schnell was ankreuzen z. B. war es in England die Angst vor der Überschwemmung mit Flüchtlingen, warum viele für den Brexit stimmten. Und da ist es besser, dass die Regierung entscheidet, als panische Bürger.
Dein Beispiel war doch, dass man eine bestimmte Entscheidung eben nicht in die Hände aller legen soll, weil ja vielleicht nicht alle damit klar kommen. Und genau da sehe ich den Fehler eben in der Vorarbeit, aber nicht in der Möglichkeit an sich. Wenn es in einem Land die Möglichkeit gibt, Bürgerentscheide durchzuführen, dann müssen die Bürger auch darauf vorbereitet werden, was das genau bedeutet. Dann sind aber Bürgerentscheide nicht per se schlecht.
17.11.2016 22:16
Zitat von shelyra:
Zitat von Möhre:
Zitat von Darwin27:
Zitat von faerie:
Ja, ja, die Jugend von heute ...
"Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer."
Sagte Sokrates. Vor 2500 Jahren.![]()
![]()
![]()
Als Nur-Lesender kann man schön sehen, wie auf Prinzipen geritten wird, Worte auf die Goldwaage gelegt werden, aneinander vorbeigeredet wird, und ja.. auch gestichelt wird.. und das nun schon zum x. mal aufgrund des gleichen Themas.
Letzendlich kommt es sicherlich auch aufs Kind und die Eltern an. Jeder ist anders und muss seinen Weg finden. Ich tendiere jedoch grundsätzlich dazu, Kinder auch mal zu fragen was SIE wollen, denn ich möchte ein glückliches Kind und keinen Untertan . Selbstregulation ist mit Sicherheit eine gute Sache - aber nur von Anfang an und nicht, wenn das Kind schon im Brunnen liegt.
Und jetzt husche ich wieder in meine Stille Ecke. Ich bin kein Diskussionsfreund![]()
meinst du, das Eltern die auf Regeln wert legen das für ihr Kind nicht wollen?
Es ist nun einmal auch so, dass eine Gemeinschaft nicht ohne Regeln funktioniert. Wenn jeder nur das tun würde was er will, dann würde Chaos herrschen. Daher sind Regeln grundsätzlich erst einmal etwas Gutes. Sie dienen zur Orientierung und bringen Sicherheit. Mich wundert es, dass sie immer mehr in Verruf geraten.
Wenn z. B. unser Verkehr nicht geregelt wäre, würde Chaos auf den Straßen herrschen. Das ist nun einmal Fakt. Wenn ich keine Lust habe bei Rot anzuhalten, kann ich es gern tun, als Konsequenz gibt es dann eben ein Fahrverbot. Muss ich selber wissen, ob ich das so möchte oder nicht. Und genauso sieht es in der Erziehung aus. Man kann nicht nur seine Bedürfnisse befriedigen, man muss auch lernen, dass um einen herum andere Menschen leben, die genauso ein Recht darauf haben. Von daher müssen Kompromisse her. Und das möchte ich auch so für meine Kinder. Dass sie lernen, dass sie nicht der Mittelpunkt der Erde sind. Und es Dinge gibt, die sie (noch) nicht entscheiden können. Weil sie es einfach auch noch gar nicht können ihnen die Weitläufigkeit fehlt.
Sieht man doch auch schön in England. Da hat auch die Bevölkerung über den Brexit entschieden. Warum lässt man also die Bevölkerung entscheiden die (teilweise) den Rattenschwanz gar nicht nachvollziehen kann, die diese Entscheidung nach sich zieht.
regeln gibt es auch bei bedürfnisorientierter erziehung. das eine schlißet ja das andere nicht aus![]()
gerade da es bei bedürfnisorientierter erziehung nicht nur darum geht, das bedürfnis der kinder zu erfüllen. alle bedürfnisse der familie bzw anderer gruppierungen müssen dabei berücksichtigt werden. man lernt, alle bedürfnisse anzuhören und dann zu entscheiden, kompromisse zu finden wie man diesen gerecht werden kann.
man kann nicht immer alle bedürfnisse erfüllen. das lernen kinder auch. aber sie lernen dass man ihnen zuhört, dass sie auch ein mitspracherecht haben. das man sie ernst nimmt und nicht übergeht.
naja aber es liest sich häufig doch anders, dass es tatsächlich mehr um die Bedürfnisse der Kinder geht, als um die der Eltern/Gemeinschaft. Zumindest was ich so in diversen Threads darüber gelesen habe. Dass Eltern sich teilweise verbiegen bzw. es sogar Streit gibt, weil der Partner weniger Verständnis dafür hat, es dem Kind immer Recht machen zu müssen. Das soll nicht heißen, dass es bei allen so ist, sondern das ist das, was mir bei einigen Threads so aufgefallen ist.
Und ich muss z. B. einwerfen, dass ich manchmal kein Bedürfnis habe alles immer wieder auszudiskutieren. Insbesondere Dinge, die ich vorher schon x -mal erklärt habe. Und dann nehme ich mir auch das Recht raus es nicht zu tun.
Das vermisse ich eben ein wenig, bei APlern. Dass sie sich bei der Sache so ziemlich vergessen (zumindest scheint es bei einigen so). Das ist jetzt auch ganz wertfrei gemeint, denn letztendlich muss das jeder selber für sich entscheiden, ob er das so möchte oder nicht.
17.11.2016 22:20
Zitat von Aduja:
Zitat von Möhre:
Zitat von Aduja:
Zitat von Möhre:
...
Ich bin mir absolut sicher, das die AP-Eltern nicht der Meinung sind, es muss keine Regeln geben. Und der Grundgedanke ist doch auch, dass alle Bedürfnisse bedacht werden müssen. Auch die der Eltern.
Dein Beispiel hinkt aber gewaltig, denn da ist ja gerade das Problem, dass Erwachsene Menschen sowas durchaus entscheiden können, oder es zumindest können sollten. Und ganz ehrlich, hört sich dein Beispiel ein bisschen wie ein Freibrief für einen Diktator an. 'Ihr versteht das sowieso nicht, also entscheide ich für euch.'
sie konnten es eben nicht. Denn ansonsten würden viele ihre Entscheidung jetzt nicht am liebsten zurücknehmen wollen.
Als Bevölkerung geht man wählen und gibt seine Stimme einer Partei ab, in der Hoffnung, dass sie letztendlich dass beste für das Land und für einen selber entscheiden. Das hat rein gar nichts mit Diktatur zu tun (ich finde die Beispiele hier manchmal wirklich sehr krass und sehr pauschal). Es gibt nicht wenige Menschen, die wenig Ahnung von Politik haben und nur aus einer Laune heraus, schnell was ankreuzen z. B. war es in England die Angst vor der Überschwemmung mit Flüchtlingen, warum viele für den Brexit stimmten. Und da ist es besser, dass die Regierung entscheidet, als panische Bürger.
Dein Beispiel war doch, dass man eine bestimmte Entscheidung eben nicht in die Hände aller legen soll, weil ja vielleicht nicht alle damit klar kommen. Und genau da sehe ich den Fehler eben in der Vorarbeit, aber nicht in der Möglichkeit an sich. Wenn es in einem Land die Möglichkeit gibt, Bürgerentscheide durchzuführen, dann müssen die Bürger auch darauf vorbereitet werden, was das genau bedeutet. Dann sind aber Bürgerentscheide nicht per se schlecht.
es soll jetzt auch keine politische Diskussion entfachen, ich wollte damit einfach ein Beispiel geben, dass selbst Erwachsene manchmal die Reichweite ihrer Entscheidung nicht einschätzen können. Wie sollen es dann kleine Kinder können denen es an Lebenserfahrung fehlt.
Da geht es meiner Meinung nach aber auch um grundlegende Dinge, nicht unbedingt um Kleidung o.ä. Sondern sowas wie Ernährung, falscher Umgang mit Medien, Schlafgewohnheiten usw. Etwas was sich letztendlich negativ auf das Kind auswirken könnte. Und da sehe ich mich in der Pflicht als Elternteil einzugreifen und mein Kind davor zu schützen.
17.11.2016 22:25
Um zum Thema zurück zu kommen: Wieso wirkt es sich negativ auf das Kind aus, wenn es selbst entscheidet, wann es müde ist und dann erst ins Bett geht?
- Dieses Thema wurde 22 mal gemerkt



