Mütter- und Schwangerenforum

Baby bilingual erziehen - Tipps, Tricks, Erfahrungen?

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born-in-helsinki
18573 Beiträge
12.02.2021 21:52
Zitat von Cookie88:

Ich bin auch Team Muttersprachler bei bilingualer Erziehung und aus Erfahrung im Bekanntenkreis sehe ich es auch so dass der Teil der mehr beim Kind ist die Sprache sprechen sollte die im Land in dem man lebt gesprochen wird. Das Konzept "das lernen die schon in der Kita" geht meist nicht auf.

Dem schließe ich mich an. Sehe das hier oft, meistens geht's schief und das kind weiss überhaupt nicht mehr was es reden soll, lernt die falsche grammatik, satzbau, akzente usw.
Ich bleibe bei meiner Meinung, Muttersprachler ja, auf jeden fall, alles andere nein.
Und wie jemand schon sagte, Sprache ist nicht nur die gesprochenen worte sondern viel mehr.
Im kh als mein sohn auf die Welt kam hat die Schwester etwas sehr gutes gesagt : sprechen sie auf jeden Fall ihre Muttersprache mit ihrem Kind denn nur das ist die sprache des herzens
Ich bin klar dafür, kindern die Welt offen zu halten und sprachen nahe bringen aber das geht eben auch anders.
Karamellkern
910 Beiträge
12.02.2021 22:42
Zitat von born-in-helsinki:

Zitat von Cookie88:

Ich bin auch Team Muttersprachler bei bilingualer Erziehung und aus Erfahrung im Bekanntenkreis sehe ich es auch so dass der Teil der mehr beim Kind ist die Sprache sprechen sollte die im Land in dem man lebt gesprochen wird. Das Konzept "das lernen die schon in der Kita" geht meist nicht auf.

Dem schließe ich mich an. Sehe das hier oft, meistens geht's schief und das kind weiss überhaupt nicht mehr was es reden soll, lernt die falsche grammatik, satzbau, akzente usw.
Ich bleibe bei meiner Meinung, Muttersprachler ja, auf jeden fall, alles andere nein.
Und wie jemand schon sagte, Sprache ist nicht nur die gesprochenen worte sondern viel mehr.
Im kh als mein sohn auf die Welt kam hat die Schwester etwas sehr gutes gesagt : sprechen sie auf jeden Fall ihre Muttersprache mit ihrem Kind denn nur das ist die sprache des herzens
Ich bin klar dafür, kindern die Welt offen zu halten und sprachen nahe bringen aber das geht eben auch anders.

Meine Rede.
sineli
8300 Beiträge
13.02.2021 13:27
Zitat von born-in-helsinki:

Zitat von Cookie88:

Ich bin auch Team Muttersprachler bei bilingualer Erziehung und aus Erfahrung im Bekanntenkreis sehe ich es auch so dass der Teil der mehr beim Kind ist die Sprache sprechen sollte die im Land in dem man lebt gesprochen wird. Das Konzept "das lernen die schon in der Kita" geht meist nicht auf.

Dem schließe ich mich an. Sehe das hier oft, meistens geht's schief und das kind weiss überhaupt nicht mehr was es reden soll, lernt die falsche grammatik, satzbau, akzente usw.
Ich bleibe bei meiner Meinung, Muttersprachler ja, auf jeden fall, alles andere nein.
Und wie jemand schon sagte, Sprache ist nicht nur die gesprochenen worte sondern viel mehr.
Im kh als mein sohn auf die Welt kam hat die Schwester etwas sehr gutes gesagt : sprechen sie auf jeden Fall ihre Muttersprache mit ihrem Kind denn nur das ist die sprache des herzens
Ich bin klar dafür, kindern die Welt offen zu halten und sprachen nahe bringen aber das geht eben auch anders.

Aber sie sagt doch etwas anderes, also dass der Teil, der mehr mit dem Kind mehr zusammen ist, die Sprache des Landes sprechen soll, in dem man lebt, wenn die Muttersprache nun aber eine andere ist ?

Ich bin eindeutig Team Bereicherung, hier klingt es ja, als würde die TS sehr gut sprechen können.
13.02.2021 13:56
Die Mutter meines Mannes stammt aus dem Ausland und spricht deutsch mit starkem Akzent. Sie war alleinerziehend. Keines ihrer Kinder hatte je Probleme mit der deutschen Sprache ... Dabei kamen sie erst mit 5 Jahren in den Kindergarten.

Ich würde immer mehrsprachig erziehen, wenn ich wirklich Lust darauf hätte, das ist ein tolles und nützliches "Geschenk".
Karamellkern
910 Beiträge
13.02.2021 17:37
Zitat von Bimbam:

Die Mutter meines Mannes stammt aus dem Ausland und spricht deutsch mit starkem Akzent. Sie war alleinerziehend. Keines ihrer Kinder hatte je Probleme mit der deutschen Sprache ... Dabei kamen sie erst mit 5 Jahren in den Kindergarten.

Ich würde immer mehrsprachig erziehen, wenn ich wirklich Lust darauf hätte, das ist ein tolles und nützliches "Geschenk".

Hat sie mit den Kindern ihre Sprache gesprochen und die haben dann deutsch im Kindergarten gelernt?
Oder hat sie deutsch mit ihnen geredet?
Im ersten Fall hätten sie ja den Kindern die Sprache die sie perfekt beherrscht beigebracht, und genau darum geht es dem „Team Muttersprachler“, dass diese Konstellation besser ist.
13.02.2021 19:32
Zitat von Karamellkern:

Zitat von Bimbam:

Die Mutter meines Mannes stammt aus dem Ausland und spricht deutsch mit starkem Akzent. Sie war alleinerziehend. Keines ihrer Kinder hatte je Probleme mit der deutschen Sprache ... Dabei kamen sie erst mit 5 Jahren in den Kindergarten.

Ich würde immer mehrsprachig erziehen, wenn ich wirklich Lust darauf hätte, das ist ein tolles und nützliches "Geschenk".

Hat sie mit den Kindern ihre Sprache gesprochen und die haben dann deutsch im Kindergarten gelernt?
Oder hat sie deutsch mit ihnen geredet?
Im ersten Fall hätten sie ja den Kindern die Sprache die sie perfekt beherrscht beigebracht, und genau darum geht es dem „Team Muttersprachler“, dass diese Konstellation besser ist.


Nein, sie hat mit den Kindern ausschließlich "deutsch" gesprochen, in ihrem Fall als Fremdsprache. Andernfalls hätte sie den Kindern ihre Muttersprache und zusätzlich deutsch als Fremdsprache beigebracht, da ausschließlich die fremde Muttersprache in Deutschland ja keinen Sinn macht. Es wäre also in beiden Fällen nicht "Team ausschließlich Muttersprachler", um es mit deinen Worten auszudrücken. Aber da gibt es sicherlich unterschiedlichste Erfahrungen. Ich will damit lediglich sagen, dass viele Kinder damit gut zurecht kommen, wenn sie eine Sprache nicht vom Muttersprachler lernen.
Karamellkern
910 Beiträge
13.02.2021 21:03
Zitat von Bimbam:

Zitat von Karamellkern:

Zitat von Bimbam:

Die Mutter meines Mannes stammt aus dem Ausland und spricht deutsch mit starkem Akzent. Sie war alleinerziehend. Keines ihrer Kinder hatte je Probleme mit der deutschen Sprache ... Dabei kamen sie erst mit 5 Jahren in den Kindergarten.

Ich würde immer mehrsprachig erziehen, wenn ich wirklich Lust darauf hätte, das ist ein tolles und nützliches "Geschenk".

Hat sie mit den Kindern ihre Sprache gesprochen und die haben dann deutsch im Kindergarten gelernt?
Oder hat sie deutsch mit ihnen geredet?
Im ersten Fall hätten sie ja den Kindern die Sprache die sie perfekt beherrscht beigebracht, und genau darum geht es dem „Team Muttersprachler“, dass diese Konstellation besser ist.


Nein, sie hat mit den Kindern ausschließlich "deutsch" gesprochen, in ihrem Fall als Fremdsprache. Andernfalls hätte sie den Kindern ihre Muttersprache und zusätzlich deutsch als Fremdsprache beigebracht, da ausschließlich die fremde Muttersprache in Deutschland ja keinen Sinn macht. Es wäre also in beiden Fällen nicht "Team ausschließlich Muttersprachler", um es mit deinen Worten auszudrücken. Aber da gibt es sicherlich unterschiedlichste Erfahrungen. Ich will damit lediglich sagen, dass viele Kinder damit gut zurecht kommen, wenn sie eine Sprache nicht vom Muttersprachler lernen.

Aber sie haben deutsch ja dann auch im Kindergarten usw gehört und das dann von Muttersprachlern.
nyckelpiga
6863 Beiträge
13.02.2021 22:00
Zitat von Cookie88:

Ich bin auch Team Muttersprachler bei bilingualer Erziehung und aus Erfahrung im Bekanntenkreis sehe ich es auch so dass der Teil der mehr beim Kind ist die Sprache sprechen sollte die im Land in dem man lebt gesprochen wird. Das Konzept "das lernen die schon in der Kita" geht meist nicht auf.


Kann ich nicht bestätigen. Unsere Jungs haben zu Hause kein schwedisch mitbekommen sondern nur ihre Muttersprachen deutsch und vietnamesisch. Sie sprechen dennoch alle 4 schwedisch auf Muttersprachenniveau.
Ich denke es kommt eher darauf an, wie zeitig man mit der Landessprache in Kontakt kommt. Geht man in Mutter-Kind-Gruppen oder kommen die Kinder relativ zeitig in den Kindergarten, dann gibt es da auch nicht so viele Probleme.
sineli
8300 Beiträge
13.02.2021 22:46
Zitat von nyckelpiga:

Zitat von Cookie88:

Ich bin auch Team Muttersprachler bei bilingualer Erziehung und aus Erfahrung im Bekanntenkreis sehe ich es auch so dass der Teil der mehr beim Kind ist die Sprache sprechen sollte die im Land in dem man lebt gesprochen wird. Das Konzept "das lernen die schon in der Kita" geht meist nicht auf.


Kann ich nicht bestätigen. Unsere Jungs haben zu Hause kein schwedisch mitbekommen sondern nur ihre Muttersprachen deutsch und vietnamesisch. Sie sprechen dennoch alle 4 schwedisch auf Muttersprachenniveau.
Ich denke es kommt eher darauf an, wie zeitig man mit der Landessprache in Kontakt kommt. Geht man in Mutter-Kind-Gruppen oder kommen die Kinder relativ zeitig in den Kindergarten, dann gibt es da auch nicht so viele Probleme.

Also wir haben das in der Schule immer wieder, bis zum Kindergarteneintritt kaum Deutsch gehört, sprechen viele Kinder ein schlechtes Deutsch. Nicht immer lernen wie es durch Kindergarten und Grundschule. Wir haben sehr viele soziale Hybride, die wieder deutsch richtig können noch z.b. die Schriftsprache ihrer Muttersprache. Diese Kinder leben dann z.b. schon von Geburt an in Deutschland und erhalten trotzdem den Kurs Deutsch als Zweitsprache. Das finde ich total verrückt. Ich finde, die Sprache, die in dem Land, in dem man lebt, gesprochen wird, sollte auch zu Hause gehört werden. Daneben kann das Kind ja ruhig noch andere Sprachen hören.
Distelhawk
344 Beiträge
14.02.2021 06:21
Hat sich vorerst eh alles erledigt. Mein Partner hat sich plötzlich gestern entschieden die Beziehung zu beenden, weil ihm ein Baby doch zu viel ist. einfach mal so, bc why the fuck not.
Titanium2016
2846 Beiträge
14.02.2021 08:02
Also auch, wenn es sich "erledigt" hat,
wollte ich auch nochmal meine Vorrednerinnen anschließen, die sagen, dass die Voraussetzung für eine wirklich erfolgreiche zweisprachige Erziehung wirklich ist, dass ein Elternteil diese Sprache als Muttersprache hat, bzw. das Muttersprachenniveau (eine TS schrieb hier, sie hat 13 Jahre in den Staaten gelebt, da kann ich mir dieses Niveau vorstellen).
Da gibt es auch keinen Vergleich mit dem Erwerb von Fremdsprachen in der Schule, denn selbst wenn ich in der Schule eine Fremdsprache seeeeeehr gut erlernte, werde ich darin nicht das Muttersprachenniveau erreichen.

Es gibt einfach auch Schwierigkeiten, die entstehen werden/ können, wenn ein Kind aus "Lust und Laune" zweisprachig erzogen wird - gerne mal unter doppelter Halbsprachigkeit nachschauen.
nyckelpiga
6863 Beiträge
14.02.2021 10:06
Zitat von sineli:

Zitat von nyckelpiga:

Zitat von Cookie88:

Ich bin auch Team Muttersprachler bei bilingualer Erziehung und aus Erfahrung im Bekanntenkreis sehe ich es auch so dass der Teil der mehr beim Kind ist die Sprache sprechen sollte die im Land in dem man lebt gesprochen wird. Das Konzept "das lernen die schon in der Kita" geht meist nicht auf.


Kann ich nicht bestätigen. Unsere Jungs haben zu Hause kein schwedisch mitbekommen sondern nur ihre Muttersprachen deutsch und vietnamesisch. Sie sprechen dennoch alle 4 schwedisch auf Muttersprachenniveau.
Ich denke es kommt eher darauf an, wie zeitig man mit der Landessprache in Kontakt kommt. Geht man in Mutter-Kind-Gruppen oder kommen die Kinder relativ zeitig in den Kindergarten, dann gibt es da auch nicht so viele Probleme.

Also wir haben das in der Schule immer wieder, bis zum Kindergarteneintritt kaum Deutsch gehört, sprechen viele Kinder ein schlechtes Deutsch. Nicht immer lernen wie es durch Kindergarten und Grundschule. Wir haben sehr viele soziale Hybride, die wieder deutsch richtig können noch z.b. die Schriftsprache ihrer Muttersprache. Diese Kinder leben dann z.b. schon von Geburt an in Deutschland und erhalten trotzdem den Kurs Deutsch als Zweitsprache. Das finde ich total verrückt. Ich finde, die Sprache, die in dem Land, in dem man lebt, gesprochen wird, sollte auch zu Hause gehört werden. Daneben kann das Kind ja ruhig noch andere Sprachen hören.


Ich schrieb ja, dass man den Kindern die Möglichkeit geben muss mit der Landessprache zeitig in Kontakt zu kommen. Ich bin z. B. seit sie 1 Monat alt waren regelmäßig in Mutter-Kind-Gruppen gewesen, da wurde natürlich schwedisch gesprochen. Genauso wenn uns Freunde besucht haben, da haben wir untereinander auch schwedisch geredet, aber wenn ich mit meinen Kindern geredet habe, dann konsequent auf deutsch. Warum soll ich meinen Kindern die Landessprache fehlerhaft beibringen? Da konzentriere ich mich lieber darauf, dass sie die Muttersprache beherrschen.
Versucht man nicht die Kinder von klein auf regelmäßig in Kontakt mit der Landessprache zu bringen, da gebe ich dir recht, wird es schwierig.
born-in-helsinki
18573 Beiträge
14.02.2021 17:53
Zitat von nyckelpiga:

Zitat von sineli:

Zitat von nyckelpiga:

Zitat von Cookie88:

Ich bin auch Team Muttersprachler bei bilingualer Erziehung und aus Erfahrung im Bekanntenkreis sehe ich es auch so dass der Teil der mehr beim Kind ist die Sprache sprechen sollte die im Land in dem man lebt gesprochen wird. Das Konzept "das lernen die schon in der Kita" geht meist nicht auf.


Kann ich nicht bestätigen. Unsere Jungs haben zu Hause kein schwedisch mitbekommen sondern nur ihre Muttersprachen deutsch und vietnamesisch. Sie sprechen dennoch alle 4 schwedisch auf Muttersprachenniveau.
Ich denke es kommt eher darauf an, wie zeitig man mit der Landessprache in Kontakt kommt. Geht man in Mutter-Kind-Gruppen oder kommen die Kinder relativ zeitig in den Kindergarten, dann gibt es da auch nicht so viele Probleme.

Also wir haben das in der Schule immer wieder, bis zum Kindergarteneintritt kaum Deutsch gehört, sprechen viele Kinder ein schlechtes Deutsch. Nicht immer lernen wie es durch Kindergarten und Grundschule. Wir haben sehr viele soziale Hybride, die wieder deutsch richtig können noch z.b. die Schriftsprache ihrer Muttersprache. Diese Kinder leben dann z.b. schon von Geburt an in Deutschland und erhalten trotzdem den Kurs Deutsch als Zweitsprache. Das finde ich total verrückt. Ich finde, die Sprache, die in dem Land, in dem man lebt, gesprochen wird, sollte auch zu Hause gehört werden. Daneben kann das Kind ja ruhig noch andere Sprachen hören.


Ich schrieb ja, dass man den Kindern die Möglichkeit geben muss mit der Landessprache zeitig in Kontakt zu kommen. Ich bin z. B. seit sie 1 Monat alt waren regelmäßig in Mutter-Kind-Gruppen gewesen, da wurde natürlich schwedisch gesprochen. Genauso wenn uns Freunde besucht haben, da haben wir untereinander auch schwedisch geredet, aber wenn ich mit meinen Kindern geredet habe, dann konsequent auf deutsch. Warum soll ich meinen Kindern die Landessprache fehlerhaft beibringen? Da konzentriere ich mich lieber darauf, dass sie die Muttersprache beherrschen.
Versucht man nicht die Kinder von klein auf regelmäßig in Kontakt mit der Landessprache zu bringen, da gebe ich dir recht, wird es schwierig.

So wars bei uns auch in finnland. Bin immer und früh in spielkreise, musikgruppen usw gegangen als ich alleinerziehend war, und zu Hause nur deutsch gesprochen wurde. J
ladyone
6585 Beiträge
05.03.2021 20:14
Finde ich ein interessantes Thema. Unser Sohn wird auch 2 Sprachig erzogen. ich spreche Deutsch mit ihm und der Vater arabisch. Mich wundert es, ob die Kids mit ähnlichen wie Englisch und Deutsch besser klar kommen, als wie mit etwas exotisches wie Zb Chinesisch..
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