Er schreit und schreit..und nichts hilft
24.06.2015 21:36
Hallo liebe Ts,
Ich habe bisher nur deinen anfangspost gelesen und kann dich so gut verstehen. Meine kleine "bläckwaffel" wie wir sie immer genannt habe ist jetzt 1,5 Jahr alt und hat ca. 5 Monate lang geschrien, und geschrien und geschrien. Es war die Hölle. Sie hat auch wirklich kaum Entwicklung gemacht, selten gelächelt. Sie war immer angespannt.
Ich war unzählige Male beim Arzt, der Hebamme
, in der Klinik auch 1 x ambulant, Beim ostheopathen aber niemand konnte uns helfen.
Klingt nicht sehr aufmgunternd, ich weiß. Aber du bist nicht allein. Den einzigen Rat den ich dir geben kann ist: hör
Auf dein Bauchgefühl!!!! Denkst du er schreit weil er was hat (schmerzen oder ähnliches)? Wenn ja hör auf deinen Bauch und kämpfe dich durch Arztbesuche (Spezialisten, ostheopathen etc.)
Wenn du auch denkst er braucht noch ein bisschen. Dann versuche
Aufzuhören nach einem Grund zu suchen oder abzuwarten das es aufhört. Gib dein bestes für alle deine Kinder da zu sein. Aber verlange sich nicht zu viel von dir selbst! Du kannst der Situation wahrscheinlich nicht immer gerecht werden, aber die zeit vergeht und es wird aufhören! Versuche immer ruhig zu bleiben, auch wenn du am verzweifeln bist.
Trage ihn viel. Ignoriere sämtliche Erziehungstipps auch deine eigenen. Lass deine großen fern sehen. Lass ihn an der Brust schlafen, damit du auch schlaf bekommst. Ich verspreche dir du wirst
Das in den Griff kriegen und alles wird wieder ruhiger.
Ich war so fertig, dass ich Dinge gesagt habe wie "ich geb sie weg, ich kann das nicht mehr" oder zu meiner Mama gesagt sie soll doch meine große nehmen (sie war sich erst 1,5 Jahre) da hat sie e besser. Ich war total am Ende. Aber ich ab als sie 3,5 Monate war endlich begriffen, das ich nichts dagegen tun kann außer sie u halten und zu trösten und es mit ihr durchzustehen.
Als ich einfach akzeptiert hab, das ich meinen Vorstellungen von mir als Mama für die kleine und die große nicht gerecht werden kann.
Und Lilly nunmal ein Kind ist das hier erstmal ankommen muss, wurde es erträglicher. Und jetzt sind wir ein super Team. Lilly ist super
fröhlich, sogar ihrem alter vorraus. Es war ein hartes Stück Arbeit und zeitweise absolut nicht schön. Aber wir haben es geschafft und wenn ich mir jetzt so ansehe wie stressig und laut es hier manchmal wird. Ich bin entspannt und mein Mann auch, denn wir haben viel schlimmeres durch.
Ich hoffe ich konnte dir helfen!
Ich habe bisher nur deinen anfangspost gelesen und kann dich so gut verstehen. Meine kleine "bläckwaffel" wie wir sie immer genannt habe ist jetzt 1,5 Jahr alt und hat ca. 5 Monate lang geschrien, und geschrien und geschrien. Es war die Hölle. Sie hat auch wirklich kaum Entwicklung gemacht, selten gelächelt. Sie war immer angespannt.
Ich war unzählige Male beim Arzt, der Hebamme
, in der Klinik auch 1 x ambulant, Beim ostheopathen aber niemand konnte uns helfen.
Klingt nicht sehr aufmgunternd, ich weiß. Aber du bist nicht allein. Den einzigen Rat den ich dir geben kann ist: hör
Auf dein Bauchgefühl!!!! Denkst du er schreit weil er was hat (schmerzen oder ähnliches)? Wenn ja hör auf deinen Bauch und kämpfe dich durch Arztbesuche (Spezialisten, ostheopathen etc.)
Wenn du auch denkst er braucht noch ein bisschen. Dann versuche
Aufzuhören nach einem Grund zu suchen oder abzuwarten das es aufhört. Gib dein bestes für alle deine Kinder da zu sein. Aber verlange sich nicht zu viel von dir selbst! Du kannst der Situation wahrscheinlich nicht immer gerecht werden, aber die zeit vergeht und es wird aufhören! Versuche immer ruhig zu bleiben, auch wenn du am verzweifeln bist.
Trage ihn viel. Ignoriere sämtliche Erziehungstipps auch deine eigenen. Lass deine großen fern sehen. Lass ihn an der Brust schlafen, damit du auch schlaf bekommst. Ich verspreche dir du wirst
Das in den Griff kriegen und alles wird wieder ruhiger.
Ich war so fertig, dass ich Dinge gesagt habe wie "ich geb sie weg, ich kann das nicht mehr" oder zu meiner Mama gesagt sie soll doch meine große nehmen (sie war sich erst 1,5 Jahre) da hat sie e besser. Ich war total am Ende. Aber ich ab als sie 3,5 Monate war endlich begriffen, das ich nichts dagegen tun kann außer sie u halten und zu trösten und es mit ihr durchzustehen.
Als ich einfach akzeptiert hab, das ich meinen Vorstellungen von mir als Mama für die kleine und die große nicht gerecht werden kann.
Und Lilly nunmal ein Kind ist das hier erstmal ankommen muss, wurde es erträglicher. Und jetzt sind wir ein super Team. Lilly ist super
fröhlich, sogar ihrem alter vorraus. Es war ein hartes Stück Arbeit und zeitweise absolut nicht schön. Aber wir haben es geschafft und wenn ich mir jetzt so ansehe wie stressig und laut es hier manchmal wird. Ich bin entspannt und mein Mann auch, denn wir haben viel schlimmeres durch. Ich hoffe ich konnte dir helfen!
24.06.2015 21:43
Achja noch ein paar praktische Tipps die uns geholfen haben:
- Musik
- föhn! Aber nur ein echter, die app half nicht
- im Auto (das ist mein ernst) ein Handstaubsauger mit Anschluss fürs Auto. So konnten wir mal wohin ohne das sie blau wurde oder gekotzt hat vor schreien
- Tragetuch oder tuchtrage
- so eine babyhängematte
- Musik
- föhn! Aber nur ein echter, die app half nicht
- im Auto (das ist mein ernst) ein Handstaubsauger mit Anschluss fürs Auto. So konnten wir mal wohin ohne das sie blau wurde oder gekotzt hat vor schreien
- Tragetuch oder tuchtrage
- so eine babyhängematte
24.06.2015 21:47
Hmm es ist schwer dir was zu raten. Jedes Baby hat so seines was ihm hilft.
Meine Kleine ist zwar kein Schreibaby aber wenn sie wirklich was hat dann brüllt sie bis ich wohl selbst verstanden habe achso das willst du bzw manchmal ist sie so erschöpft wegen den zahnen momentan...Daher sie will oft so gut es geht getragen werden und bringe sie nur zum schlafen wenn ich mich mit ihr bewege...ich setze mich Zuhause dann auf den Gymnastikball und schaukel sie bis sie einschläft...Bewegung hilft sehr bei ihr...vielleicht brauch das dein Kleines auch...viel Tragen hilft übrigens generell bei Babys die viel schreien.
Meine Kleine ist zwar kein Schreibaby aber wenn sie wirklich was hat dann brüllt sie bis ich wohl selbst verstanden habe achso das willst du bzw manchmal ist sie so erschöpft wegen den zahnen momentan...Daher sie will oft so gut es geht getragen werden und bringe sie nur zum schlafen wenn ich mich mit ihr bewege...ich setze mich Zuhause dann auf den Gymnastikball und schaukel sie bis sie einschläft...Bewegung hilft sehr bei ihr...vielleicht brauch das dein Kleines auch...viel Tragen hilft übrigens generell bei Babys die viel schreien.
24.06.2015 22:04
Danke für eure Antworten. Ich war gestern bei der Osteopatin und weiß ehrlich nicht, wie ich darüber denken soll. Er ist an sich, wenn er nicht weint vollkommen zeitgerecht entwickelt und in manchen Sachen sogar fortschrittlicher, als andere in seinem Alter. Die erste Zeit hat er gelacht und war sehr neugierig. Sie hat ihn untersucht, abgetastet und gefühlt, ob irgendwo Blockaden sein könnten. Sie konnte (zum Glück) nichts finden. Dann fing er an zu weinen und steigert sich immer mehr rein.
Ich weiß nicht, warum mir dort auf einmal auffiel, dass er Tränen dabei in den Augen hatte. Er tat mir unglaublich leid. Sie hielt ihn noch eine Weile um zu schauen, wo es her kommt. Sie tastete seinen Bauch ab und ab da ließ er sich nicht mehr beruhigen. Es scheint wirklich vom Bauch zu kommen. Sie meint, dass ihm unter der Rippe eine Darmschlinge "klemmt" wo Luft festsitzt. Sie hat mir Tipps gegeben, wie ich sie lösen kann und was ich am besten machen kann. Aber das Wundermittel war es nicht. Er schreit weiter und weint bis er keine Luft bekommt. Sie sagte aber, dass es bald verwachsen müsste. Also weiterhin durchhalten. Ich hoffe, dass es ihm bald besser geht und damit dann auch uns.
Auf Föhn, Weißrauschen oder ähnliches reagiert er leider nicht. Wenn er keine Schmerzen hat, geht es ihm ja gut und er weint dann auch wenig.
Ich weiß nicht, warum mir dort auf einmal auffiel, dass er Tränen dabei in den Augen hatte. Er tat mir unglaublich leid. Sie hielt ihn noch eine Weile um zu schauen, wo es her kommt. Sie tastete seinen Bauch ab und ab da ließ er sich nicht mehr beruhigen. Es scheint wirklich vom Bauch zu kommen. Sie meint, dass ihm unter der Rippe eine Darmschlinge "klemmt" wo Luft festsitzt. Sie hat mir Tipps gegeben, wie ich sie lösen kann und was ich am besten machen kann. Aber das Wundermittel war es nicht. Er schreit weiter und weint bis er keine Luft bekommt. Sie sagte aber, dass es bald verwachsen müsste. Also weiterhin durchhalten. Ich hoffe, dass es ihm bald besser geht und damit dann auch uns.
Auf Föhn, Weißrauschen oder ähnliches reagiert er leider nicht. Wenn er keine Schmerzen hat, geht es ihm ja gut und er weint dann auch wenig.
25.06.2015 13:04
Zitat von maxmaja:
Danke für eure Antworten. Ich war gestern bei der Osteopatin und weiß ehrlich nicht, wie ich darüber denken soll. Er ist an sich, wenn er nicht weint vollkommen zeitgerecht entwickelt und in manchen Sachen sogar fortschrittlicher, als andere in seinem Alter. Die erste Zeit hat er gelacht und war sehr neugierig. Sie hat ihn untersucht, abgetastet und gefühlt, ob irgendwo Blockaden sein könnten. Sie konnte (zum Glück) nichts finden. Dann fing er an zu weinen und steigert sich immer mehr rein.
Ich weiß nicht, warum mir dort auf einmal auffiel, dass er Tränen dabei in den Augen hatte. Er tat mir unglaublich leid. Sie hielt ihn noch eine Weile um zu schauen, wo es her kommt. Sie tastete seinen Bauch ab und ab da ließ er sich nicht mehr beruhigen. Es scheint wirklich vom Bauch zu kommen. Sie meint, dass ihm unter der Rippe eine Darmschlinge "klemmt" wo Luft festsitzt. Sie hat mir Tipps gegeben, wie ich sie lösen kann und was ich am besten machen kann. Aber das Wundermittel war es nicht. Er schreit weiter und weint bis er keine Luft bekommt. Sie sagte aber, dass es bald verwachsen müsste. Also weiterhin durchhalten. Ich hoffe, dass es ihm bald besser geht und damit dann auch uns.
Auf Föhn, Weißrauschen oder ähnliches reagiert er leider nicht. Wenn er keine Schmerzen hat, geht es ihm ja gut und er weint dann auch wenig.
Oh man, du Arme. Und armer Zwerg. Die Koliken heißen ja auch 3-Monats-Koliken, weil es oft nach dem 3. Monat besser wird. Vielleicht wartest du jetzt noch mal 2-3 Wochen ab und wenn es dann nicht wesentlich besser geworden ist, kannst du ja überlegen, ob du noch mal zum KiA oder so gehen möchtest deswegen. Ich wünsche euch alles Gute!
25.06.2015 13:14
Zitat von Thrini:
Zitat von maxmaja:
Danke für eure Antworten. Ich war gestern bei der Osteopatin und weiß ehrlich nicht, wie ich darüber denken soll. Er ist an sich, wenn er nicht weint vollkommen zeitgerecht entwickelt und in manchen Sachen sogar fortschrittlicher, als andere in seinem Alter. Die erste Zeit hat er gelacht und war sehr neugierig. Sie hat ihn untersucht, abgetastet und gefühlt, ob irgendwo Blockaden sein könnten. Sie konnte (zum Glück) nichts finden. Dann fing er an zu weinen und steigert sich immer mehr rein.
Ich weiß nicht, warum mir dort auf einmal auffiel, dass er Tränen dabei in den Augen hatte. Er tat mir unglaublich leid. Sie hielt ihn noch eine Weile um zu schauen, wo es her kommt. Sie tastete seinen Bauch ab und ab da ließ er sich nicht mehr beruhigen. Es scheint wirklich vom Bauch zu kommen. Sie meint, dass ihm unter der Rippe eine Darmschlinge "klemmt" wo Luft festsitzt. Sie hat mir Tipps gegeben, wie ich sie lösen kann und was ich am besten machen kann. Aber das Wundermittel war es nicht. Er schreit weiter und weint bis er keine Luft bekommt. Sie sagte aber, dass es bald verwachsen müsste. Also weiterhin durchhalten. Ich hoffe, dass es ihm bald besser geht und damit dann auch uns.
Auf Föhn, Weißrauschen oder ähnliches reagiert er leider nicht. Wenn er keine Schmerzen hat, geht es ihm ja gut und er weint dann auch wenig.
Oh man, du Arme. Und armer Zwerg. Die Koliken heißen ja auch 3-Monats-Koliken, weil es oft nach dem 3. Monat besser wird. Vielleicht wartest du jetzt noch mal 2-3 Wochen ab und wenn es dann nicht wesentlich besser geworden ist, kannst du ja überlegen, ob du noch mal zum KiA oder so gehen möchtest deswegen. Ich wünsche euch alles Gute!
Ich glaube so ähnlich werde ich es machen. Gerade schläft er, aber davor war er wieder am weinen. Und immer mit richtigen Tränen. Er wirkt dabei so hilflos und ich kann nichts machen. Mein Geduldakku neigt sich auch irgendwie dem Ende. Ich weiß das er gerade in einem Schub steckt. Aber wnen das noch on Top dazu kommt...Hier bleibt alles liegen...Ich finds manchmal einfach echt nur noch anstrengend.
25.06.2015 13:14
meine schwägerin ihr baby ist auch so . Sie brauch viel mehr nähe und muss getragen werden. abends 1 std dauer schreien.
Sie hat jetzt so ein Puck sack fürs bett wo man so einwickelt damit es wie im Bauch ist. Damit klappt es jetzt kannst gut
Sie hat jetzt so ein Puck sack fürs bett wo man so einwickelt damit es wie im Bauch ist. Damit klappt es jetzt kannst gut
25.06.2015 13:19
Ich kann sooo gut mitfühlen!
Mein Großer war so. Er kam auf die Welt. Ich bin aufs Zimmer gekommen und dort waren 2 andere Mütter mit ihren Kindern. Ich habe noch gescherzt, dass mein Mäuschen so langweilig ist, weil es nur da liegt und schläft. Hätte ich mal den Mund gehalten. Das war nämlich morgends. Dann ging es los am Abend. Er hat geplärrt. Immerzu. Hat sich nicht beruhigen lassen. Ich bin durch den Gang im Krankenhaus gelaufen, habe dabei geheult, dann hab ich versucht mich mit ihm ins Besucherzimmer zu legen. Im Zimmer hat er direkt alle aufgeweckt und es waren drei schreiende Säuglinge, statt einem. Da bin ich also schon gar nicht mehr rein. Helfen konnte mir niemand, da die Station völlig überfüllt war. Tja...das ging den ganzen Krankenhausaufenthalt so. Ich war fertig mit den Nerven.
Zuhause hat er das weiter durchgezogen. Genau 5 Tage hat es sein Papa und mein damaliger Freund mit ihm ausgehalten. Er ist ausgezogen, hat gesagt er schafft das nicht. Der Kleine hat geschrien. Immerzu. Unterbrochen hat er nur, wenn die Hebamme da war. Die mich dann natürlich auch nicht ernst genommen hat, wenn er schlafend im Stubenwagen lag. Die hat mir wohl nicht geglaubt das er immer geplärrt hat. Er ist zwischendurch immer mal so für 10-15 Minuten auf mir eingeschlafen. Vor Erschöpfung. Ich konnte ihn NIE ablegen. Während ich duschen war, lag er vor der Wanne und hat geplärrt. Danach hat er weiter auf meinem Arm geschrien. Ich habe innerhalb von 3 Wochen 15 kg abgenommen. Ich habe nichts mehr essen können. Da ging nichts. Ich hatte keine Zeit. Ich bin Tag und Nacht rumgelaufen und habe ihn getröstet. Schreien lassen war für mich keine Option. Er sollte nicht alleine sein. Blähungen hatte er im übrigen nicht. Körperlich war alles super.
Da ging gar nichts mehr. Das kann man sich nicht vorstellen. Es war die Hölle. Ich konnte mich nicht mal in ihn verlieben, weil ich keine Kraft hatte darüber nachzudenken. Die Große liebe kam erst nach dieser Zeit. Ich habe einfach noch funktioniert. Meine Mama kam auch mal um mich zu unterstützen. Hat mich ins Bett geschickt und sie hat ihn umher getragen. Aber schlaf mal, wenn dein Baby 2 Zimmer weiter sich die Seele aus dem Leib plärrt...
Nach 4 Monaten, irgendwann in der Nacht, hatte ich das Gefühl nicht mehr zu können, die Kontrolle über mich zu verlieren. Ich habe ihn in sein Bett gelegt und bin raus. Ich saß 30 Minuten auf der Treppe und habe Rotz und Wasser geheult. Verlassen vom Freund, allein mit so einem Schreihals. So hatte ich mir das alles nicht vorgestellt.
Ich bin am nächsten Morgen los und habe Milchpulver gekauft. Ich habe ihn förmlich abgefüllt mit der Milch. Es hat geholfen. Er hat länger geschlafen. Ich habe daraufhin abgestillt. Es wurde nie ein ruhiges Baby, aber er hat dann angefangen nachts zu schlafen und nur noch tagsüber geschrien. Das war für mich unglaublicher Luxus. Ob das jetzt mein Umdenken, die Flaschenmilch oder einfach Zufall war. Keine Ahnung. Was ich damit sagen will: auch bei euch wird es besser werden! Ich denke ihr habt die längste Zeit hinter euch.
Viel Kraft weiterhin
Mein Großer war so. Er kam auf die Welt. Ich bin aufs Zimmer gekommen und dort waren 2 andere Mütter mit ihren Kindern. Ich habe noch gescherzt, dass mein Mäuschen so langweilig ist, weil es nur da liegt und schläft. Hätte ich mal den Mund gehalten. Das war nämlich morgends. Dann ging es los am Abend. Er hat geplärrt. Immerzu. Hat sich nicht beruhigen lassen. Ich bin durch den Gang im Krankenhaus gelaufen, habe dabei geheult, dann hab ich versucht mich mit ihm ins Besucherzimmer zu legen. Im Zimmer hat er direkt alle aufgeweckt und es waren drei schreiende Säuglinge, statt einem. Da bin ich also schon gar nicht mehr rein. Helfen konnte mir niemand, da die Station völlig überfüllt war. Tja...das ging den ganzen Krankenhausaufenthalt so. Ich war fertig mit den Nerven.
Zuhause hat er das weiter durchgezogen. Genau 5 Tage hat es sein Papa und mein damaliger Freund mit ihm ausgehalten. Er ist ausgezogen, hat gesagt er schafft das nicht. Der Kleine hat geschrien. Immerzu. Unterbrochen hat er nur, wenn die Hebamme da war. Die mich dann natürlich auch nicht ernst genommen hat, wenn er schlafend im Stubenwagen lag. Die hat mir wohl nicht geglaubt das er immer geplärrt hat. Er ist zwischendurch immer mal so für 10-15 Minuten auf mir eingeschlafen. Vor Erschöpfung. Ich konnte ihn NIE ablegen. Während ich duschen war, lag er vor der Wanne und hat geplärrt. Danach hat er weiter auf meinem Arm geschrien. Ich habe innerhalb von 3 Wochen 15 kg abgenommen. Ich habe nichts mehr essen können. Da ging nichts. Ich hatte keine Zeit. Ich bin Tag und Nacht rumgelaufen und habe ihn getröstet. Schreien lassen war für mich keine Option. Er sollte nicht alleine sein. Blähungen hatte er im übrigen nicht. Körperlich war alles super.
Da ging gar nichts mehr. Das kann man sich nicht vorstellen. Es war die Hölle. Ich konnte mich nicht mal in ihn verlieben, weil ich keine Kraft hatte darüber nachzudenken. Die Große liebe kam erst nach dieser Zeit. Ich habe einfach noch funktioniert. Meine Mama kam auch mal um mich zu unterstützen. Hat mich ins Bett geschickt und sie hat ihn umher getragen. Aber schlaf mal, wenn dein Baby 2 Zimmer weiter sich die Seele aus dem Leib plärrt...
Nach 4 Monaten, irgendwann in der Nacht, hatte ich das Gefühl nicht mehr zu können, die Kontrolle über mich zu verlieren. Ich habe ihn in sein Bett gelegt und bin raus. Ich saß 30 Minuten auf der Treppe und habe Rotz und Wasser geheult. Verlassen vom Freund, allein mit so einem Schreihals. So hatte ich mir das alles nicht vorgestellt.
Ich bin am nächsten Morgen los und habe Milchpulver gekauft. Ich habe ihn förmlich abgefüllt mit der Milch. Es hat geholfen. Er hat länger geschlafen. Ich habe daraufhin abgestillt. Es wurde nie ein ruhiges Baby, aber er hat dann angefangen nachts zu schlafen und nur noch tagsüber geschrien. Das war für mich unglaublicher Luxus. Ob das jetzt mein Umdenken, die Flaschenmilch oder einfach Zufall war. Keine Ahnung. Was ich damit sagen will: auch bei euch wird es besser werden! Ich denke ihr habt die längste Zeit hinter euch.
Viel Kraft weiterhin
25.06.2015 13:21
Zitat von maxmaja:
Zitat von Thrini:
Zitat von maxmaja:
Danke für eure Antworten. Ich war gestern bei der Osteopatin und weiß ehrlich nicht, wie ich darüber denken soll. Er ist an sich, wenn er nicht weint vollkommen zeitgerecht entwickelt und in manchen Sachen sogar fortschrittlicher, als andere in seinem Alter. Die erste Zeit hat er gelacht und war sehr neugierig. Sie hat ihn untersucht, abgetastet und gefühlt, ob irgendwo Blockaden sein könnten. Sie konnte (zum Glück) nichts finden. Dann fing er an zu weinen und steigert sich immer mehr rein.
Ich weiß nicht, warum mir dort auf einmal auffiel, dass er Tränen dabei in den Augen hatte. Er tat mir unglaublich leid. Sie hielt ihn noch eine Weile um zu schauen, wo es her kommt. Sie tastete seinen Bauch ab und ab da ließ er sich nicht mehr beruhigen. Es scheint wirklich vom Bauch zu kommen. Sie meint, dass ihm unter der Rippe eine Darmschlinge "klemmt" wo Luft festsitzt. Sie hat mir Tipps gegeben, wie ich sie lösen kann und was ich am besten machen kann. Aber das Wundermittel war es nicht. Er schreit weiter und weint bis er keine Luft bekommt. Sie sagte aber, dass es bald verwachsen müsste. Also weiterhin durchhalten. Ich hoffe, dass es ihm bald besser geht und damit dann auch uns.
Auf Föhn, Weißrauschen oder ähnliches reagiert er leider nicht. Wenn er keine Schmerzen hat, geht es ihm ja gut und er weint dann auch wenig.
Oh man, du Arme. Und armer Zwerg. Die Koliken heißen ja auch 3-Monats-Koliken, weil es oft nach dem 3. Monat besser wird. Vielleicht wartest du jetzt noch mal 2-3 Wochen ab und wenn es dann nicht wesentlich besser geworden ist, kannst du ja überlegen, ob du noch mal zum KiA oder so gehen möchtest deswegen. Ich wünsche euch alles Gute!
Ich glaube so ähnlich werde ich es machen. Gerade schläft er, aber davor war er wieder am weinen. Und immer mit richtigen Tränen. Er wirkt dabei so hilflos und ich kann nichts machen. Mein Geduldakku neigt sich auch irgendwie dem Ende. Ich weiß das er gerade in einem Schub steckt. Aber wnen das noch on Top dazu kommt...Hier bleibt alles liegen...Ich finds manchmal einfach echt nur noch anstrengend.![]()
Das kann ich sehr gut nachvollziehen! Pass auf, dass du genug für dich tust. Hast du Unterstützung? Kann der Papa den Kleinen nach der Arbeit mal bespaßen? Die Oma eine Runde mit dem Kinderwagen laufen? Eine Stunde Ruhe wirkt ja manchmal schon Wunder.
Und wenn es mal gar nicht mehr geht: Kind an einen sicheren Ort legen, rausgehen, tief Luft holen und bis 10 zählen. Das mag sich mies anfühlen, aber man hat auch eben nicht immer 100% Geduld. Man ist unausgeschlafen, überfordert und kann das Geschrei nicht mehr hören. Das ist ganz normal, dafür braucht man sich nicht zu schämen.
Such dir Unterstützung, damit du durchhalten kannst! Alles Gute euch!
25.06.2015 13:24
Zitat von Koboldinchen1985:
Ich kann sooo gut mitfühlen!
Mein Großer war so. Er kam auf die Welt. Ich bin aufs Zimmer gekommen und dort waren 2 andere Mütter mit ihren Kindern. Ich habe noch gescherzt, dass mein Mäuschen so langweilig ist, weil es nur da liegt und schläft. Hätte ich mal den Mund gehalten. Das war nämlich morgends. Dann ging es los am Abend. Er hat geplärrt. Immerzu. Hat sich nicht beruhigen lassen. Ich bin durch den Gang im Krankenhaus gelaufen, habe dabei geheult, dann hab ich versucht mich mit ihm ins Besucherzimmer zu legen. Im Zimmer hat er direkt alle aufgeweckt und es waren drei schreiende Säuglinge, statt einem. Da bin ich also schon gar nicht mehr rein. Helfen konnte mir niemand, da die Station völlig überfüllt war. Tja...das ging den ganzen Krankenhausaufenthalt so. Ich war fertig mit den Nerven.
Zuhause hat er das weiter durchgezogen. Genau 5 Tage hat es sein Papa und mein damaliger Freund mit ihm ausgehalten. Er ist ausgezogen, hat gesagt er schafft das nicht. Der Kleine hat geschrien. Immerzu. Unterbrochen hat er nur, wenn die Hebamme da war. Die mich dann natürlich auch nicht ernst genommen hat, wenn er schlafend im Stubenwagen lag. Die hat mir wohl nicht geglaubt das er immer geplärrt hat. Er ist zwischendurch immer mal so für 10-15 Minuten auf mir eingeschlafen. Vor Erschöpfung. Ich konnte ihn NIE ablegen. Während ich duschen war, lag er vor der Wanne und hat geplärrt. Danach hat er weiter auf meinem Arm geschrien. Ich habe innerhalb von 3 Wochen 15 kg abgenommen. Ich habe nichts mehr essen können. Da ging nichts. Ich hatte keine Zeit. Ich bin Tag und Nacht rumgelaufen und habe ihn getröstet. Schreien lassen war für mich keine Option. Er sollte nicht alleine sein. Blähungen hatte er im übrigen nicht. Körperlich war alles super.
Da ging gar nichts mehr. Das kann man sich nicht vorstellen. Es war die Hölle. Ich konnte mich nicht mal in ihn verlieben, weil ich keine Kraft hatte darüber nachzudenken. Die Große liebe kam erst nach dieser Zeit. Ich habe einfach noch funktioniert. Meine Mama kam auch mal um mich zu unterstützen. Hat mich ins Bett geschickt und sie hat ihn umher getragen. Aber schlaf mal, wenn dein Baby 2 Zimmer weiter sich die Seele aus dem Leib plärrt...
Nach 4 Monaten, irgendwann in der Nacht, hatte ich das Gefühl nicht mehr zu können, die Kontrolle über mich zu verlieren. Ich habe ihn in sein Bett gelegt und bin raus. Ich saß 30 Minuten auf der Treppe und habe Rotz und Wasser geheult. Verlassen vom Freund, allein mit so einem Schreihals. So hatte ich mir das alles nicht vorgestellt.
Ich bin am nächsten Morgen los und habe Milchpulver gekauft. Ich habe ihn förmlich abgefüllt mit der Milch. Es hat geholfen. Er hat länger geschlafen. Ich habe daraufhin abgestillt. Es wurde nie ein ruhiges Baby, aber er hat dann angefangen nachts zu schlafen und nur noch tagsüber geschrien. Das war für mich unglaublicher Luxus. Ob das jetzt mein Umdenken, die Flaschenmilch oder einfach Zufall war. Keine Ahnung. Was ich damit sagen will: auch bei euch wird es besser werden! Ich denke ihr habt die längste Zeit hinter euch.
Viel Kraft weiterhin![]()
Meinen größten Respekt! Und das ist eine Geschichte, die auch Mut machen kann!
25.06.2015 13:24
Achja. Der Kleine. Der war für mich völlig normal...aber wenn ich so lese was die Meisten schon als extrem empfinden, war er doch nicht normal
Abends zwischen 18 Uhr und 22 Uhr hat er IMMER geschrien. Hat sich nicht beruhigen lassen. Oft ging das auch bis nachts um 1 oder 2. Also das war tägliches Programm. Für mich war das total klasse...da ich nachts ein paar Stunden schlafen konnte und auch tagsüber war er meist halbwegs zufrieden. Nachts 4-6 Stunden Geschrei war nichts für mich. Andere finden eine Stunde ohne Unterbrechung schreien schon schlimm. So unterschiedlich sind die Empfindungen.
Mein Partner hat eine Tochter aus erster Ehe. Ganz ruhiges Kind. Er war schockiert über das nächtliche Schreien. Ich saß immer mit einem Grinsen da, weil ich einfach nur dankbar war, dass er nicht immerzu weint
Abends zwischen 18 Uhr und 22 Uhr hat er IMMER geschrien. Hat sich nicht beruhigen lassen. Oft ging das auch bis nachts um 1 oder 2. Also das war tägliches Programm. Für mich war das total klasse...da ich nachts ein paar Stunden schlafen konnte und auch tagsüber war er meist halbwegs zufrieden. Nachts 4-6 Stunden Geschrei war nichts für mich. Andere finden eine Stunde ohne Unterbrechung schreien schon schlimm. So unterschiedlich sind die Empfindungen.
Mein Partner hat eine Tochter aus erster Ehe. Ganz ruhiges Kind. Er war schockiert über das nächtliche Schreien. Ich saß immer mit einem Grinsen da, weil ich einfach nur dankbar war, dass er nicht immerzu weint
25.06.2015 13:25
Zitat von Thrini:
Zitat von Koboldinchen1985:
Ich kann sooo gut mitfühlen!
Mein Großer war so. Er kam auf die Welt. Ich bin aufs Zimmer gekommen und dort waren 2 andere Mütter mit ihren Kindern. Ich habe noch gescherzt, dass mein Mäuschen so langweilig ist, weil es nur da liegt und schläft. Hätte ich mal den Mund gehalten. Das war nämlich morgends. Dann ging es los am Abend. Er hat geplärrt. Immerzu. Hat sich nicht beruhigen lassen. Ich bin durch den Gang im Krankenhaus gelaufen, habe dabei geheult, dann hab ich versucht mich mit ihm ins Besucherzimmer zu legen. Im Zimmer hat er direkt alle aufgeweckt und es waren drei schreiende Säuglinge, statt einem. Da bin ich also schon gar nicht mehr rein. Helfen konnte mir niemand, da die Station völlig überfüllt war. Tja...das ging den ganzen Krankenhausaufenthalt so. Ich war fertig mit den Nerven.
Zuhause hat er das weiter durchgezogen. Genau 5 Tage hat es sein Papa und mein damaliger Freund mit ihm ausgehalten. Er ist ausgezogen, hat gesagt er schafft das nicht. Der Kleine hat geschrien. Immerzu. Unterbrochen hat er nur, wenn die Hebamme da war. Die mich dann natürlich auch nicht ernst genommen hat, wenn er schlafend im Stubenwagen lag. Die hat mir wohl nicht geglaubt das er immer geplärrt hat. Er ist zwischendurch immer mal so für 10-15 Minuten auf mir eingeschlafen. Vor Erschöpfung. Ich konnte ihn NIE ablegen. Während ich duschen war, lag er vor der Wanne und hat geplärrt. Danach hat er weiter auf meinem Arm geschrien. Ich habe innerhalb von 3 Wochen 15 kg abgenommen. Ich habe nichts mehr essen können. Da ging nichts. Ich hatte keine Zeit. Ich bin Tag und Nacht rumgelaufen und habe ihn getröstet. Schreien lassen war für mich keine Option. Er sollte nicht alleine sein. Blähungen hatte er im übrigen nicht. Körperlich war alles super.
Da ging gar nichts mehr. Das kann man sich nicht vorstellen. Es war die Hölle. Ich konnte mich nicht mal in ihn verlieben, weil ich keine Kraft hatte darüber nachzudenken. Die Große liebe kam erst nach dieser Zeit. Ich habe einfach noch funktioniert. Meine Mama kam auch mal um mich zu unterstützen. Hat mich ins Bett geschickt und sie hat ihn umher getragen. Aber schlaf mal, wenn dein Baby 2 Zimmer weiter sich die Seele aus dem Leib plärrt...
Nach 4 Monaten, irgendwann in der Nacht, hatte ich das Gefühl nicht mehr zu können, die Kontrolle über mich zu verlieren. Ich habe ihn in sein Bett gelegt und bin raus. Ich saß 30 Minuten auf der Treppe und habe Rotz und Wasser geheult. Verlassen vom Freund, allein mit so einem Schreihals. So hatte ich mir das alles nicht vorgestellt.
Ich bin am nächsten Morgen los und habe Milchpulver gekauft. Ich habe ihn förmlich abgefüllt mit der Milch. Es hat geholfen. Er hat länger geschlafen. Ich habe daraufhin abgestillt. Es wurde nie ein ruhiges Baby, aber er hat dann angefangen nachts zu schlafen und nur noch tagsüber geschrien. Das war für mich unglaublicher Luxus. Ob das jetzt mein Umdenken, die Flaschenmilch oder einfach Zufall war. Keine Ahnung. Was ich damit sagen will: auch bei euch wird es besser werden! Ich denke ihr habt die längste Zeit hinter euch.
Viel Kraft weiterhin![]()
Meinen größten Respekt! Und das ist eine Geschichte, die auch Mut machen kann!
Das wird!!!!! Da gibts keine Zweifel. Und ein paar Monate weinen sind nichts, wenn du es auf das ganze Leben rechnest
25.06.2015 13:28
Was mir geholfen hat: akzeptieren das es so ist - und nicht ständig fragen "warum mein kind". Das Grübeln macht dich fertig. Einfach einsehen das es jetzt so ist und das man da durch muss - man ändert es jetzt eh nicht!
Ich schreibe jetzt grad so viel, weil diese GEfühle grad wieder hochkommen. Bei dem Thema könnte ich reden wie ein Wasserfall. Einfach weil es so einschlägig in meinem Leben ist.
Mein Sohn ist heute übrigens 6 Jahre und als ruhiges Kind im Kiga und bei Freunden bekannt
Ich schreibe jetzt grad so viel, weil diese GEfühle grad wieder hochkommen. Bei dem Thema könnte ich reden wie ein Wasserfall. Einfach weil es so einschlägig in meinem Leben ist.
Mein Sohn ist heute übrigens 6 Jahre und als ruhiges Kind im Kiga und bei Freunden bekannt
26.06.2015 11:37
So langsam stecke ich wirklich im Babyblues. Heute ist so ein Tag, wo ich nur heulen könnte. Der Kleine weint, der Große auch und bockt noch dazu, ich bin krank und fühle mich wie gefangen. Das ist doch schwachsinnig. Ich beschwere mich hier über meine Kinder, die ich mir beide so sehr gewünscht habe und finde es einfach nur noch doof. Ich fühle mich komplett alleine gelassen mit der Situation. Mein Mann und ich sehen und auch kaum noch. Freunde brauche ich so nicht besuchen gehen. Es ist nur Stress für mich. Das wirkt wahrscheinlich alles so wirr geschrieben...
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