Mütter- und Schwangerenforum

Krankes Kind in der SS bekommen oder nicht!

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Jolli
3707 Beiträge
02.02.2011 22:44
Zitat von jessi801:

Ich glaube, wäre mir soetwas passiert, ich hätte das kind bekommen!
1.) es soll natürlich gehen dürfen, wie es auch gekommen ist
2.) ich würde nicht gott spielen wollen
3.) ich hätte angst das es ne fehldiagnose ist und ich so mein eigenes baby verliere, denn nen schimmer hoffnung hat man immer.
4.) mich könnte man in die psychiatrie einweisen.

ich respektiere es aber auch wenn andere sagen, sie handeln aus vernunft, weil sie es ihrem baby nicht antun können, aber ich könnte es nicht.
hab in der ss auch keine nackenfaltenmessung machen lassen, da ich auch zu meiner fa sagte, egal was ist ob gesund oder krank, ich bekomme mein baby.


sehe es genauso...hab auch nie eine Nackenfaltenmessung oder sowas machen lassen.... Verurteile niemanden, aber bin kein Befürworter für Schwangerschaftsabrüche.
Bei meiner großen Tochter meinten sie nach der Geburt das sie Verdacht auf Trisomie hätten ... und ???? Nein absolute Fehldiagnose... und wenN ES SO GEWESEN WÄRE ... Ich hab sie eh seit dem ersten Tritt geliebt...
mütze
12031 Beiträge
02.02.2011 22:46
Zitat von FleurMum:

Zitat von mütze:

Zitat von FleurMum:

Nein eine Chance sollten die Kinder ja auch bekommen,aber diesen Herzfehler wo meine Tochter hatte,operriert man erst seit 15 Jahren davor hat man die Kinder sterben lassen....
Wenn es gut läuft kommen sie ins Jugendlichenalter aber mit einer Herzkammer leben....
Mir tuen die Kinder immer leid,auch mit dennen ich noch kontakt habe,wo ich doch weis das sie vieleicht morgen nicht mehr aufwachen.

Ja aber genau das ist doch diese Chance!
Vor 15 Jahren war es ein Todesurteil,heute besteht durch die OP eine Chance!
Und was meinst du was in 15 Jahren alles Möglich sein wird?!
Die Medizin entwickelt sich immer weiter,und was heute noch eine furchterregende Krankheit ist,ist morgen vielleicht schon mit Medis heilbar?.....genau deswegen darf man doch nicht solche Entscheidungen der Natur abnehmen!


Ja aber wenn wir mal ehrlich sind war meine Tochter und diese Kinder sind ( böse ausgedrückt) Versuchskaninchen.
Man übt ja noch, und das will niemand für sein Kind das es ein Versuchskaninchen ist,oft wussten die Ärzte auch nicht wie es weitergeht...dann ging man mit der einstellung dran... sie hat ja nichts mehr zu verlieren....TOLL nein das kann man keinem Kind bzw. Menschen zumuten.

Das verstehe ich.
Aber andersrum:
Hätten die Ärzte mit ihren Versuchen Erfolg gehabt...........
(Medizingeschichte ist ein Thema für sich.
Gibt da auch ein gutes Buch:
Geschichte der Pallitativmedizin )
Nimm z.B. Aids.In den 80.Jahren ein Horror,heute fast schon heilbar.
Durch tausende Versuche und Freiwillige,die,die Medis zum testen einnahmen.
Daniela74
58 Beiträge
02.02.2011 22:48
Also ich bin eine Mami die vor 15 Jahren zum ersten mal Schwanger war, ich war Krank wußte aber nicht das ich Schwanger bin und nahm Antibiothika und Penezelien in massen echt, ich wurde gesund und dann als ich das KH verließ hatte ich Unterleibsschmerzen hoch 10 echt, hab auf eine Schwangerschaft überhaupt nicht gedacht da ich ein halbes Jahr vorher die Diagnose bekamm das ich nie Kinder haben kann! Also ging ich zum Frauenarzt schauen ob es nicht eine Gebärmutterm- oder Eileiterentzündung sei hm da machte er den Ultraschall und da schau her mein Zwergerl war da, ich war in der 7 SSW, mein Arzt überwies mich sofort ins Kh um das Kind abzutreiben zu lassen, es sei bei den Medikamenten höchstgradig Behindert meint er. Ich fuhr einfach mal nach Hause und sprach mit meinen Eltern was sie dazu meinen, meine Eltern meinten, das Kind hat nichts vom Leben und was ist wenn ich nicht mehr da bin wer kümmert sich dann? Sie haben ja Recht gehabt, nur ich dachte damals anders, ich war der Meinung wenn es mir so vorbestimmt ist dann soll es so sein und ich werde es schaffen! Ich entschied mich gegen eine Abtreibung und ich trug meinen Sohn aus, bei jeder Untersuchung hörte ich von meinen Arzt wie egoistisch ich sei, und das ich zu jung bin um das alles zu verstehen und man sieht es das Kind ist zu klein und es ist zu leicht hm ich hatte echt ein schlechtes Gewissen nur mein Herz sagte was anderes. Genau am GT brach mir die Fruchtblase ich bekamm einen Sohn der wog 4000g und war 50cm groß er ist schwerkrank zurwelt gekommen aber nicht wegen den Medikamente sondern wegen einer verpfuschten Embindung die Ärzte leiteten mir 48 Stunden lang die Geburt ein und kapierten nicht das ich nicht normal embinden konnte, mein Becken war zu schmal hm somit hatte mein Sohn beim Notkaiserschnitt einen Lungeninfakt, wir bangten 2 Tage lang um ihn und er hat es geschaft er ist kerngesund und mein Kinderarzt sagt heute noch immer welch ein Glück wir haben das er so gesund ist, denn er hätte von der Geburt eine Behinderung haben können!! Also wer weiß das immer alles 100% stimmt was die Ärzte sagen???
Snowwhite
1013 Beiträge
02.02.2011 22:58
Zitat von NickyDD:

Das ist eine schwierige Frage. Ich habe mich in den letzten Monaten auch oft mit dem Gedanken "Schwerstbehinderung" auseinandergesetzt. Bei meinem Sohn laufen derzeit einige Untersuchungen und da kamen so einige "was-wäre-wenn"-Gedanken auf.

Hätte ich in der SS sicher (d.h. 2 Ärzte bestätigen die Diagnose meiner FÄ) erfahren, dass mein Kind schwerstbehindert zur Welt kommt, hätte ich einen SSAbruch vornehmen lassen. Nicht, weil es mir zu viel Arbeit wäre, mich ein Leben lang um dieses Kind zu kümmern...sondern weil Leben auch lebenswert sein soll. Es ist schwer, da eine Grenze zu ziehen. Jeder hat eine eigene Meinung darüber, wann Leben nicht mehr lebenswert ist.

Mal hypothetisch: Das Kind ist geistig und körperlich schwerstbehindert. Wo in der Gesellschaft soll es integriert werden? Es wird nie ein auch nur annähernd "normales" Leben führen können. Es wird nie zur Schule oder arbeiten gehen. Es wird nie Freunde haben. Das Leben besteht nur aus Ärzten, Diagnostik und Krankenhaus. DAS ist für mich nicht vertretbar.

Natürlich hat im Prinzip jeder Mensch ein Recht auf Leben. Aber ich könnte nicht mit ansehen, wie mein Kind "dahin vegetiert" (mal ganz böse ausgedrückt).

Und mit Gott hat sowas überhaupt nichts zu tun. Wenn es den lieben omnipräsenten Kunden wirklich gibt....warum gibt es Krankheiten wie Pest, Cholera und Malaria? Warum sterben SINNLOS jeden Tag Menschen?

Glaube versetzt keine Berge. Glaube ist nur eine Ausflucht. "Alles hat seinen Sinn". Klar...und morgen ist Weihnachten. Ich habe schon zu viel schlechtes erlebt, als dass ich jemals an jemanden wie Gott glauben könnte.



Lassen wir "Gott" mal daraus den hier noch unterzubringen würde bestimmt sehr aufreibend^^

Ja, wann ist ein Leben lebenswert???? Wer darf entscheiden, wann es das ist? Wer darf sich diese Recht herausnehmen??? Woher wollen wir wissen, dass ein schwerstbehindertes Kind nicht doch ein lebenswertes Leben hat?? Nur weil wir sagen, dass man so nicht leben sollte/kann, heißt es ja noch lange nicht, dass wir im recht sind.
Das ist wirklich sehr schwierig

Ich bin Kinderkrankenschwester und habe mit vielen behinderten/schwerstbehinderten Kindern gearbeitet, Eltern kennengelernt, mit ihnen getrauert und gelacht.
Ich selbst stelle mir auch oft die Frage, vor allem, weil ich gerade schwanger bin , könnte ich mit einem schwerstbehinderten Kind klarkommen?? Wie würde unser Leben dann aussehen, was würde ich fühlen?

Zum Topic: In meiner jetzigen SS habe ich mich bewusst gegen Feindiagnostik entschieden, weil ich mich nicht verrückt machen wollte. Zudem gibt es für mich kaum einen Grund für eine Abtreibung (außer Defekte die unverkennbar sind, z.B. Kinder ohne Großhirn) Denn auch in der Feindiagnostik könnte man sich irren und man treibt womöglich noch ein Kind ab, dass eigentlich doch gesund geworden wäre. Ich wünsche niemandem ein krankes Kind, doch leider passiert es immer wieder. doch dafür können die Kleinen doch nichts und wer weiß schon, welch Erfüllung auch ein behindertes Kind sein kann....
Snowwhite
1013 Beiträge
02.02.2011 23:06
Zitat von Daniela74:

Also ich bin eine Mami die vor 15 Jahren zum ersten mal Schwanger war, ich war Krank wußte aber nicht das ich Schwanger bin und nahm Antibiothika und Penezelien in massen echt, ich wurde gesund und dann als ich das KH verließ hatte ich Unterleibsschmerzen hoch 10 echt, hab auf eine Schwangerschaft überhaupt nicht gedacht da ich ein halbes Jahr vorher die Diagnose bekamm das ich nie Kinder haben kann! Also ging ich zum Frauenarzt schauen ob es nicht eine Gebärmutterm- oder Eileiterentzündung sei hm da machte er den Ultraschall und da schau her mein Zwergerl war da, ich war in der 7 SSW, mein Arzt überwies mich sofort ins Kh um das Kind abzutreiben zu lassen, es sei bei den Medikamenten höchstgradig Behindert meint er. Ich fuhr einfach mal nach Hause und sprach mit meinen Eltern was sie dazu meinen, meine Eltern meinten, das Kind hat nichts vom Leben und was ist wenn ich nicht mehr da bin wer kümmert sich dann? Sie haben ja Recht gehabt, nur ich dachte damals anders, ich war der Meinung wenn es mir so vorbestimmt ist dann soll es so sein und ich werde es schaffen! Ich entschied mich gegen eine Abtreibung und ich trug meinen Sohn aus, bei jeder Untersuchung hörte ich von meinen Arzt wie egoistisch ich sei, und das ich zu jung bin um das alles zu verstehen und man sieht es das Kind ist zu klein und es ist zu leicht hm ich hatte echt ein schlechtes Gewissen nur mein Herz sagte was anderes. Genau am GT brach mir die Fruchtblase ich bekamm einen Sohn der wog 4000g und war 50cm groß er ist schwerkrank zurwelt gekommen aber nicht wegen den Medikamente sondern wegen einer verpfuschten Embindung die Ärzte leiteten mir 48 Stunden lang die Geburt ein und kapierten nicht das ich nicht normal embinden konnte, mein Becken war zu schmal hm somit hatte mein Sohn beim Notkaiserschnitt einen Lungeninfakt, wir bangten 2 Tage lang um ihn und er hat es geschaft er ist kerngesund und mein Kinderarzt sagt heute noch immer welch ein Glück wir haben das er so gesund ist, denn er hätte von der Geburt eine Behinderung haben können!! Also wer weiß das immer alles 100% stimmt was die Ärzte sagen???


Das find ich sooo krass. Und toll, dass du dich für deinen Knirps entschieden hast. Das ist ein gutes Beispiel dafür, wie man (Ärzte) sich doch irren können. Und wie doof die sein können *sich ärgert*

Tweety87
1007 Beiträge
02.02.2011 23:32
Zitat von FleurMum:

Zitat von Bibie:

Es sollte jeder seine Meinung schreiben, oder??? Das habe ich getan! Wenn du eine andere hast ist das in Ordnung.

Ja ich denke das es immer in Gottes Hand liegt. Ich denke man sollte für das Leben seines Kindes alles mögliche tun. Dank der modernen Medizin würde das Kind sicher auch nicht so leiden. Was wäre denn wenn die Op´s gut verlaufen......! Du hättest deinem Kind nicht einmal die Chance gegeben?????
Wenn mein Kind dann nur noch an lebenserhaltenen Maschinen angeschlossen ist, kann ich immer noch eine Entscheidung treffen. Allerdings hat auch da Gott die schon getroffen weil sonst könnte es ohne Leben! ICh bin nicht der MEnsch der aufgibt. Weder mich selber noch würde ich jemals mein Kind aufgeben!

Ich gebe mit sicherheit auch nicht auf.... Meine Tochter lag 8 Monate auf Inensivstation ich war Tag und Nacht immer bei ihr,es ging ihr mal besser,mal schlechter.
Und die Kinder leiden sehr wohl trotz Medis,du warst wohl noch nie auf einer Intensiv.
Bei schweren Fehlbildungen...auch wenn sie die OPs überstehen,sind sie ein lebenlang ( Kinder werden aber nicht alt ) trotzdem immer Krank und verbringen fast ihr ganzen Leben im Krankenhaus,ich habe viele Kinder leiden und Sterben gesehen....und das soll dann Gottes willw sein???
S o arme würmchen kämpfen um ihr leben....
werend Mörder weiter Leben dürfen....
Das hat alles mit Gott nichts zu tun,das sind einfach nur schlimme schicksale....


Danke du sprichst mir aus der Seele ! Aber dann frag ich mich wenn ein kind in der 26 oder 27 oder 28 ssw geboren wird ! Dann war es doch auch gottes will und dann dürfte es an keine maschiene weil es ja dann auch nicht leben würde! Aber ihr mit euren Gottes Willen!
Ich habe nichts gegen gläubige wie heidi auch weiß ich habe auch schon Privat mit ihr geschrieben. Aber irgendwann reicht es auch mal! Weil wenn es die Medizin von heute nicht geben würde, dann wären so einige Kids nicht am Leben. Ich habe meine ABF ihre Tochter fast 6 Moante auf der ITS begleitet und dort lag ein kind was in der 24 ssw zur welt kam warum wurde es an die maschiene gehangen wenn es gottes willen war? Und was ist passiert es isttrotzdem gestorben, manchmal wäre es besser wenn es die Medizin und die Technik von heute nicht geben würde! Das ist meine Meinung
finchen86
6290 Beiträge
02.02.2011 23:40
Zitat von Tweety87:

Zitat von FleurMum:

Zitat von Bibie:

Es sollte jeder seine Meinung schreiben, oder??? Das habe ich getan! Wenn du eine andere hast ist das in Ordnung.

Ja ich denke das es immer in Gottes Hand liegt. Ich denke man sollte für das Leben seines Kindes alles mögliche tun. Dank der modernen Medizin würde das Kind sicher auch nicht so leiden. Was wäre denn wenn die Op´s gut verlaufen......! Du hättest deinem Kind nicht einmal die Chance gegeben?????
Wenn mein Kind dann nur noch an lebenserhaltenen Maschinen angeschlossen ist, kann ich immer noch eine Entscheidung treffen. Allerdings hat auch da Gott die schon getroffen weil sonst könnte es ohne Leben! ICh bin nicht der MEnsch der aufgibt. Weder mich selber noch würde ich jemals mein Kind aufgeben!

Ich gebe mit sicherheit auch nicht auf.... Meine Tochter lag 8 Monate auf Inensivstation ich war Tag und Nacht immer bei ihr,es ging ihr mal besser,mal schlechter.
Und die Kinder leiden sehr wohl trotz Medis,du warst wohl noch nie auf einer Intensiv.
Bei schweren Fehlbildungen...auch wenn sie die OPs überstehen,sind sie ein lebenlang ( Kinder werden aber nicht alt ) trotzdem immer Krank und verbringen fast ihr ganzen Leben im Krankenhaus,ich habe viele Kinder leiden und Sterben gesehen....und das soll dann Gottes willw sein???
S o arme würmchen kämpfen um ihr leben....
werend Mörder weiter Leben dürfen....
Das hat alles mit Gott nichts zu tun,das sind einfach nur schlimme schicksale....


Danke du sprichst mir aus der Seele ! Aber dann frag ich mich wenn ein kind in der 26 oder 27 oder 28 ssw geboren wird ! Dann war es doch auch gottes will und dann dürfte es an keine maschiene weil es ja dann auch nicht leben würde! Aber ihr mit euren Gottes Willen!
Ich habe nichts gegen gläubige wie heidi auch weiß ich habe auch schon Privat mit ihr geschrieben. Aber irgendwann reicht es auch mal! Weil wenn es die Medizin von heute nicht geben würde, dann wären so einige Kids nicht am Leben. Ich habe meine ABF ihre Tochter fast 6 Moante auf der ITS begleitet und dort lag ein kind was in der 24 ssw zur welt kam warum wurde es an die maschiene gehangen wenn es gottes willen war? Und was ist passiert es isttrotzdem gestorben, manchmal wäre es besser wenn es die Medizin und die Technik von heute nicht geben würde! Das ist meine Meinung


nunja weil es auch gottes wille is das es die medizin von heute gibt und wenn ein kind mit hilfe dieser technik überlebt so hat es seine aufgabe in seinem leben noch net erfüllt und grad erst begonnen
02.02.2011 23:46
ich habe nie und hoffe ich werde nie in so eine situation kommen aber ich denke es kommt auf die schwere der behinderung an. ich denke auch das man das so pauschal nciht sagen kann wenn man es selbst nie erlebt hat. was andres wäre es würde man sagen ihr kind ist nciht lebensfähig man kann es ja trotzdem bis zum ende austragen, es wächste ja etc aber da wäre für mich ganz klar ein abbruch.... aber so müsste ich persönlich aus der situation mit meinem patner entscheiden.
ich denke auch das man den müttern keinen vorwurf machen kann ich denke es wird denen schon schwer genug fallen eine solche entscheidung zu treffen und sie tun es ja nciht weil sie gepoppt haben und nich verhütet haben und nun sagen ne danke..... ein kind bekommen verändert das leben, ein gesundes kind nimmt einen schon voll in anspruch und da muss jeder für sich wissen ob er ein behindertes kind bekommt. wie schon gesagt bei leichten behinderungen und körperlichen sollte man es bekommen...
zuckerlie
15684 Beiträge
03.02.2011 08:38
Meine Mama ist ja schwerstbehindert - sie ist blind.. ich denke auch da muss man differenzieren, für viele steht ja schwerbehindert auf einer Stufe mit einer schweren Hirnschädigung - für mich wäre eine Blindheit kein Weltuntergang - kann man vorher eh nicht sehen, ebenso wie wenn mein Kind gehbehindert wäre (auch eine Schwerbehinderung)

Sissy-25
365 Beiträge
03.02.2011 08:51
Ich denke das ist ein sehr schwieriges Thema...
Ich habe (leider) noch keine Kinder und weiss von daher nicht wie ich mich entscheiden würde.
Ich aber den allerhöchsten Respekt vor allen die dies erleben müssen, egal ob sie das Baby bekommen oder nicht!
Das ist mit Sicherheit eine der schwierigsten Entscheidungen die man im Leben treffen kann/muss.
Ich habe eine Tante, die war vor ca. 20 Jahren schwanger mit Zwillingen. Kurz vor ET kam raus dass ein Zwilling gestorben ist.
Meine Tante hatte eine schwere Vergiftung und wäre fast gestorben das andere Baby war Schwerstbehindert.
Sie haben ihr höchstens eine Lebenserwartung von 3 Jahren.
Sie wurde aber 8 Jahre alt! Aber meine Tante hatte 8 Jahre ein "Baby", sie konnte nicht alles sitzen, sie konnte nicht reden, konnte nur Brei essen. Saß eigentlich nur (für Außenstehende) reglos im Rollstuhl.
Ich war damals erst 10 oder so, und hab mir immer gedacht, die arme, kann nichts machen außer im Rollstuhl sitzen, kann nicht reden, sich nicht verständigen, nicht mit uns spielen.
Da zeigte mir meine Tante dass sie sich sehr wohl "verständigen und bemerkbar machen" kann. Auch wenn das wohl nur meine Tante selber sehen konnte.
Aber wenn sie gestreichelt oder gekämmt (sie hatte wunderschöne lange Haare) wurde, da veränderte sich ihr Blick und sie lächelte fast!
Ich war damals noch zu jung um das alles zu verstehen.
Sie war auch viel und oft im Krankenhaus. Meinte Tante hatte 8 Jahre kein "eigenes Leben", sie war nur für ihre Tochter da. Klar, das hat sie gerne gemacht, und wenn sie heute noch leben würde dass würde sie sich heute noch um sie kümmern.
Dieses "Lächeln" von ihrer Tochter hat alles wett gemacht.
Als sie dann starb ist eine Welt für sie zusammengebrochen. Sie hat erst mal ihren Tagesablauf wieder neu ordnen müssen, ihren Haushalt, einfach alles. Von einer Sekunde auf die andere hatte sie wieder Zeit für sich, nach 8 Jahren. Sie wäre fast daran zerbrochen....

Ich weiss nicht ob ich das könnte! Aber wer nicht in der Situation war kann dass, denke ich, auch nicht.
Was ist richtig und was falsch?
3+3 = 6! Das ist RICHTIG, da gibt es kein "ABER oder keine Diskussion" Aber so einfach ist es leider nicht immer...
Bei manchen Sachen gibt es keine Anleitung für "Richtig oder Falsch". Da kann man noch so lange reden, streiten, überlegen....
Das muss jeder für sich und für seine Familie entscheiden!
I wüsste nicht was ich machen würde....
Blameablesunny
1197 Beiträge
03.02.2011 09:01
ich selber, war auch "noch nicht" in so einer Situation... jedoch arbeite ich in einer Kita und wir haben auch Schwerstmehrfachbehinderte Kinder.
Ich würde das Kind bekommen, weil ich die Erfahung machen durfte, wie viel man von diesen Kindern zurück bekommt. Und auch wenn sie nur "so da liegen" steckt ganz ganz viel in diesen Kindern. Zu dem gab es ja schon immer wieder Fälle, wo die Ärzte dem Kind 1...2 Jahre gegeben haben, mittlerweile sind die 25 Jahre.. ganz genau wie was wird kann man nicht sagen... es kann ja ebenso passieren..dass das Kind wegen einer Impfung o.so beeinträchtigungen bekommen kann.
Aber ich denke, jeder muss es für sich entscheiden und egal wofür man sich entscheidet, sollte man niemanden verurteilen!
03.02.2011 10:06
Ich selbst habe shcon 2 große Kinder. Sie sind jetzt 18+19. Beide habe eine geistige Behinderung. Die wurde erst erkannt als sie ca. 2-3 Jahre waren. Ich will die Zeit mit ihnen nicht missen. Es gab schwere Zeiten, aber die hat man mit gesunden Kindern auch.

Ich bin jetzt kurz vor Entbindung mit Nr. 3 und wir haben uns bewußt für das Kind entschieden. Nackenfaltenmessung haben wir machen lassen. Da kann man nur eventuelle Körperliche Behinderungen sehen. Den geist kann man so nicht untersuchen.

Ich habe für JA gestimmt.
03.02.2011 13:25
Zitat von mütze:

Wer zieht da eine Grenze?
Welcher Grad der Behinderung ist noch akzeptabel ab wann nicht mehr?
Welche Behinderung ist noch tragbar durch die Familie bzw. das System (den um nichts anderes gehts dabei!!!!)welche Behinderung aber ist inakzeptabel und darf somit in der SS beendet werden?
Was,wen die Ärzte dir 40 Wochen lang sagen 'Alles Bestens!' und dann wird ein GEISTIG schwerstbehindertes Kind geboren,das lebt aber eben nicht so wie wir es tun?
Kinder werden so geboren wie sie sind,keines Gleicht dem anderen....Selektion an Behinderten führt zu weiteren Selektionen...anstatt es als Aufgabe zu sehen wird Abgetrieben.
Fruchtwasseruntersuchungen sind kaum zuverlässig,Nackenmessungen auch nicht....
Behinderte Menschen SIND eine Belastung,müssen lebenslang versorgt werden,haben große Bedürfnisse.Genauso wie jeder Mensch,nur kann er sie sich nicht selbst erfüllen,er benötigt dazu Hilfe!
Durch einen SSAbbruch verweigern wir diese Hilfe.Wir verweigern einem Menschen das Recht auf Leben.
Wir überschütten behinderte Tiere (Heidi z.B.)mit Aufmerksamkeit.Jeder halbtote Hund oder noch so verkrüppelte Pferd wird versorgt und geschützt...nur bei unseren eigenen Babys bekommen wirs nicht hin?!


Da muss ich dir zustimmen.
Ich war ja leider in der
Situation, und wir haben uns ganz bewusst FÜR unsere Tochter entschieden.
Ich persönlich sehe das so:
Wer bitte gibt mir das Recht über Leben und Tod zu entscheiden???
Unsere Tochter sollte ihren Weg alleine entscheiden.
Leider konnten das nicht alle verstehen.Selbst meine FÄ war gegen unsere Entscheidung.Aber ich hätte es nicht geschaftt sie in der 26 ssw mit einer Kalium Spritze in mir töten zu lassen.
Für uns war es ein Zeichen das sie uns kennenlernen wollte,sonst wäre sie schon in der Frühschwangerschaft von uns gegangen.Aber sie hat sich durchgekämpft.Ich war sehr froh in der Klinik so tolle Ärzte zu haben die uns in allem unterstützt haben.Der Kinderarzt fand unsere entscheidung ebenfalls toll,er meinte er hätte auch so entschieden.Wir haben von anfang an gesagt das wir keine lebenserhaltende massnahmen wollen.Sie sollte nicht leiden.Und die kurze die sie bei uns war hat sie ganz alleine geschafft.Und sie definitiv nicht gelitten,das hat uns jeder versichert.
Es kann sich ,glaub ich,keiner der es noch nicht erlebt hat,vorstellen wie das ist wen man sein Kind im Arm hält und hilflos zusehen muss wie es stirbt .Das alles hat mich sehr verändert.Ich sehe jetzt vieles mit anderen Augen.Es ist jetzt nicht mehr selbstverständlich das ich 4 gesunde Kinder habe,nein ich verdammt dankbar dafür.Man denkt immer,uns passiert doch sowas nicht,das passiert doch nur anderen.
Ich würde immer wieder so entscheiden,auch wen ich nochmal ss werden würde und das Kind wieder krank wäre würde ich wieder so entscheiden.
Man hat mich auch schon als egoistisch beschimpft,aber ich stehe zu meiner Meinung,verurteile aber auch keinen der sich anders entscheidet.
03.02.2011 19:06
ich habe mir alles von jeden einzelnen durch gelesen.
und man liest ganz genau raus wer schon in solcher situation war und wer nicht.
und ich finde es toll das die leute , die noch nie in solcher situation waren es dazu geschrieben haben.
Ich selber habe richtig respekt vor den leuten die sowas schlimmes mit erlebt haben und sich entscheiden mussten.
ein richtig und falsch gibt es bei sowas leider nicht.

ich habe diesen thead eröffnet weil ich wegen meiner meinung angemacht wurde. das ich ein krankeskind weg machen lassen würde.

es gibt mehrere sachen die eine rolle bei einer entscheidung spielen .
1. ist es das erste kind oder sind schon kinder da.ggf wie alt die kinder sind.
2. ist man alleine oder hat man unterstützung
3.ist man als mama stark genug für alles.
und erst dann kann man über das leben im bauch entscheiden.

und wenn man es mal anders sieht. wem würde man eher das leben retten dem kind was schon da ist oder das im bauch,
ich würde mich für mein kidn entscheiden was schon da ist.

genau wie sollte mir irgendwas passieren dann sollen die ärzte mich retten . bevor sie das baby im bauch versuchen zu retten.
vollzeitmama
11699 Beiträge
03.02.2011 19:29
Zitat von Gurke88:

ich habe mir alles von jeden einzelnen durch gelesen.
und man liest ganz genau raus wer schon in solcher situation war und wer nicht.
und ich finde es toll das die leute , die noch nie in solcher situation waren es dazu geschrieben haben.
Ich selber habe richtig respekt vor den leuten die sowas schlimmes mit erlebt haben und sich entscheiden mussten.
ein richtig und falsch gibt es bei sowas leider nicht.

ich habe diesen thead eröffnet weil ich wegen meiner meinung angemacht wurde. das ich ein krankeskind weg machen lassen würde.

es gibt mehrere sachen die eine rolle bei einer entscheidung spielen .
1. ist es das erste kind oder sind schon kinder da.ggf wie alt die kinder sind.
2. ist man alleine oder hat man unterstützung
3.ist man als mama stark genug für alles.
und erst dann kann man über das leben im bauch entscheiden.

und wenn man es mal anders sieht. wem würde man eher das leben retten dem kind was schon da ist oder das im bauch,
ich würde mich für mein kidn entscheiden was schon da ist.

genau wie sollte mir irgendwas passieren dann sollen die ärzte mich retten . bevor sie das baby im bauch versuchen zu retten.


Die Frage, habe ich mir auch schon oft gestellt. Was äre, wenn nur ich ODER das ungeborene Kind überleben könnte?
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