Mütter- und Schwangerenforum

Kitaöffnungszeiten bis 20 Uhr und länger?

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shelyra
69260 Beiträge
19.01.2018 22:06
Zitat von MiramitLionel:

Zitat von shelyra:

Zitat von Seramonchen:

Zitat von MiramitLionel:

Was ich auch nicht verstehen kann , ist dieses : ich will den ganzen Tag zuhause sein und mein Mann kommt spätabends. Mir ist es wichtig , dass mein Partner auch noch Zeit mit meinem Sohn hat. Hier wurde ja auch teilweise geschrieben dass der Vater vermisst wurde als Kind weil er nie da war. Darauf wird so gar nicht eingegangen.


Doch. Ich habe gesagt, dass eine Absprache mit dem Vater in Bezug auf die dienstpläne sinnvoll wäre, wenn Unternehmen hier flexibler sind und so beide in die Betreuung integriert werden

außerdem ging es doch in der diskussion darum, dass beide vollzeit arbeiten müssen weil die berufe zu wenig entlohnt werden.

wenn beide berufe jetzt aber so entlohnt werden, dass man davon eine familie ernähren kann. dann könnte man ja zb auch jeder eine 3/4 stelle machen und sich somit die erziehung teilen. oder eben das "altmodische"modell: einer vollzeit, einer teilzeit (muss ja nicht immer die frau sein. auch der mann könnte teilzeit nehmen).
oder ganz andere modelle wären vorstellbar - eine woche arbeitet die frau vollzeit und der mann aht frei, eine woche arbeitet der mann und die frau hat frei (theoretisches gedankenspiel, was möglich wäre wenn berufe so entlohnt werden, dass man mit einem gehalt elben könnte)


Das Geld, dass man aber dann durch die bessere Entlohnung einnimmt, muss ja auch anderweitig wieder reingeholt werden. Dann werden eben die Produkte dadurch teurer etc...

nicht unbedingt...
wenn das gehalt in firmen gerechter verteilt wird, dann müssen produkte nicht immer teurer werden!

wenn man sieht welche gehälter gerade in großen betreiben die oberen paar hundert mitarbeiter bekommen und wie wenig dagegen die restlichen mitarbieter - da wäre dann schon einiges machbar ohne dass das produkt teurer werden muss.

klar ist das nicht in allen betrieben der fall. udn auch nicht in allen bereichen anwendbar, aber in einigen schon.
und bei kleineren betrieben hat auch die politik möglichkeiten diese zu entlasten (warum gibts zb viele steuerlichen vorteile nur für riesen großbetriebe?)
Marf
30139 Beiträge
19.01.2018 22:06
Zitat von shelyra:

Zitat von Marf:

Zitat von shelyra:

Zitat von MiramitLionel:

...

die 24-std-kita wird es aber genauso wenig von heute auf morgen geben... dafür gibt es weder die passenden gebäude (denn solch eine kita hat ja räumlich ganz andere ansprüche als ein normaler kiga) noch das personal.

daher bräuchte beides realisierungszeit

aber von unserer politik kommt in dieser richtung zru zeit ja gar nix. die gehen ja eher in die richtung "jeder muss vollzeit arbeiten egal zu welchen kosten" und dort gibt es im moment keine anderen denkansätze.

Nicht ganz richtig,Shely...es ändert sich gerade einiges.Vielleicht nicht in jedem Bundesland,das ist ja auch Ländersache wie die Betreuungsangebote sind.
Z.B. bei uns wurde 4 Gemeinschaftsschulen eingerichtet....7:30Uhr bis 15:30Uhr...dadurch können viele wieder zu 75% arbeiten,wenigstens das.Und eben private Träger werden schneller zugelassen.Der Staat steht ja in der Pflicht wg.den Plätzen....das es nicht sofort und zu 100% greift muss aber klar sein.

aber das geht ja trotzdem in die richtung "vollzeit arbeit ist die einzige option" (überspitzt gesagt).

andere denkansätze werden auch hier nicht verfolgt

Es liegt eher eine professionelle Betreuung im Vordergrund.Kinder,die ansonsten irgendwo betreut werden müssten sind einfach in der Schule.Haben dort viele Projekte ,ihr Essen und feste Zeiten.Ohne Hin und Her.Und ob die Eltern dann mehr arbeiten ist deren Entscheidung.
Noée
20 Beiträge
19.01.2018 22:06
Ich habe nicht alle Nachrichten gelesen, aber nur ganz kurz zum anmerken, in der Schweiz ist ein Arbeitstag von 8-9 Stunden normal! Also in der Woche 40-45Stunden, dementsprechend sind auch die KiGa bzw KiTa(etwas anderes Konzept) Zeiten. Meist von 7Uhr (oder früher) bis 18Uhr(oder später)! Viele Kinder oder eher Eltern nehmen diese Zeiten auch in anspruch! Ich gehe aber nicht davon aus, dass alle oder viele Schweizerkinder dadurch jetzt geschädigt sind! Klar optimal finde ich es auch nicht für Kinder und selbst würde ich es auch nicht so in Anspruch nehmen, schon gar nicht täglich! Aber Kinder welche 2/3 Tage in der Woche von 9Uhr bis 18Uhr in die KiTa gehen, haben meines erachtens nicht grundsätzlich einen Schaden davon.... (natürlich muss auf das Individuum geachtet werden).
Im übrigen ist die offizielle "Elternzeit"(hier nur für Mamas) auch nur 3 Monate, daher sind Krippen hier gefüllt mit 3 Monate alten Babys welche betreut werden, das sehe ich dann doch eher kritisch und fraglich!

24Stunden KiTas finde ich aber übertrieben und auch eher schlecht. Klar eine Wahlmöglichkeit ist toll und wird in der heutigen Zeit immer gefordert, aber man braucht nicht für alles eine Wahlmöglichkeiten, abgesehen davon dass ich mich frage wer das dann bezahlen soll und was mit den Betreuern ist....
shelyra
69260 Beiträge
19.01.2018 22:08
Zitat von Walama:

Zitat von shelyra:

Zitat von Seramonchen:

Zitat von MiramitLionel:

Was ich auch nicht verstehen kann , ist dieses : ich will den ganzen Tag zuhause sein und mein Mann kommt spätabends. Mir ist es wichtig , dass mein Partner auch noch Zeit mit meinem Sohn hat. Hier wurde ja auch teilweise geschrieben dass der Vater vermisst wurde als Kind weil er nie da war. Darauf wird so gar nicht eingegangen.


Doch. Ich habe gesagt, dass eine Absprache mit dem Vater in Bezug auf die dienstpläne sinnvoll wäre, wenn Unternehmen hier flexibler sind und so beide in die Betreuung integriert werden

außerdem ging es doch in der diskussion darum, dass beide vollzeit arbeiten müssen weil die berufe zu wenig entlohnt werden.

wenn beide berufe jetzt aber so entlohnt werden, dass man davon eine familie ernähren kann. dann könnte man ja zb auch jeder eine 3/4 stelle machen und sich somit die erziehung teilen. oder eben das "altmodische"modell: einer vollzeit, einer teilzeit (muss ja nicht immer die frau sein. auch der mann könnte teilzeit nehmen).
oder ganz andere modelle wären vorstellbar - eine woche arbeitet die frau vollzeit und der mann aht frei, eine woche arbeitet der mann und die frau hat frei (theoretisches gedankenspiel, was möglich wäre wenn berufe so entlohnt werden, dass man mit einem gehalt elben könnte)


Sorry, aber wie soll das gehen? Seit wann hat die Politik ihre Hand über den Gehältern von Malern, Frisören, Einzehandelskaufleuten etc pp. Das ist ein Angebot und Nachfrage Problem. Das, was die Politik machen kann, ist Steuerabgaben regeln. Aber dann fehlt das Geld halt an andere Stelle und es würde ein Thread entstehen ala „Kind seit einem Jahr im Container unterrichtet wegen Loch im Schuldach“
Das klingt ja alles ganz nett in der Theorie, in der Praxis aber leider nicht durchdacht.

ich sag nur "mindestlohn" und "einführung des 1-euro-jobs" genauso wie "förderung der minijobs" (wodurch viele normale teilzeitstellen wegfielen...)

die politik hat viele möglichkeit auf gehälter einfluß zu nehmen...
MiramitLionel
7559 Beiträge
19.01.2018 22:13
Zitat von shelyra:

Zitat von MiramitLionel:

Zitat von shelyra:

Zitat von Seramonchen:

...

außerdem ging es doch in der diskussion darum, dass beide vollzeit arbeiten müssen weil die berufe zu wenig entlohnt werden.

wenn beide berufe jetzt aber so entlohnt werden, dass man davon eine familie ernähren kann. dann könnte man ja zb auch jeder eine 3/4 stelle machen und sich somit die erziehung teilen. oder eben das "altmodische"modell: einer vollzeit, einer teilzeit (muss ja nicht immer die frau sein. auch der mann könnte teilzeit nehmen).
oder ganz andere modelle wären vorstellbar - eine woche arbeitet die frau vollzeit und der mann aht frei, eine woche arbeitet der mann und die frau hat frei (theoretisches gedankenspiel, was möglich wäre wenn berufe so entlohnt werden, dass man mit einem gehalt elben könnte)


Das Geld, dass man aber dann durch die bessere Entlohnung einnimmt, muss ja auch anderweitig wieder reingeholt werden. Dann werden eben die Produkte dadurch teurer etc...

nicht unbedingt...
wenn das gehalt in firmen gerechter verteilt wird, dann müssen produkte nicht immer teurer werden!

wenn man sieht welche gehälter gerade in großen betreiben die oberen paar hundert mitarbeiter bekommen und wie wenig dagegen die restlichen mitarbieter - da wäre dann schon einiges machbar ohne dass das produkt teurer werden muss.

klar ist das nicht in allen betrieben der fall. udn auch nicht in allen bereichen anwendbar, aber in einigen schon.
und bei kleineren betrieben hat auch die politik möglichkeiten diese zu entlasten (warum gibts zb viele steuerlichen vorteile nur für riesen großbetriebe?)


Aber auch das ist doch nicht so leicht umsetzbar ...
shelyra
69260 Beiträge
19.01.2018 22:15
Zitat von MiramitLionel:

Zitat von shelyra:

Zitat von MiramitLionel:

Zitat von shelyra:

...


Das Geld, dass man aber dann durch die bessere Entlohnung einnimmt, muss ja auch anderweitig wieder reingeholt werden. Dann werden eben die Produkte dadurch teurer etc...

nicht unbedingt...
wenn das gehalt in firmen gerechter verteilt wird, dann müssen produkte nicht immer teurer werden!

wenn man sieht welche gehälter gerade in großen betreiben die oberen paar hundert mitarbeiter bekommen und wie wenig dagegen die restlichen mitarbieter - da wäre dann schon einiges machbar ohne dass das produkt teurer werden muss.

klar ist das nicht in allen betrieben der fall. udn auch nicht in allen bereichen anwendbar, aber in einigen schon.
und bei kleineren betrieben hat auch die politik möglichkeiten diese zu entlasten (warum gibts zb viele steuerlichen vorteile nur für riesen großbetriebe?)


Aber auch das ist doch nicht so leicht umsetzbar ...

sagt ja keiner, dass es leicht wäre. oder sofort passiert.

aber einfach mal als denkansatz, dass es eben nicht nur den weg der 24-std-kita gibt. sondern auch andere bei denen die kinder und deren bedürfnisse besser wegkommen würden, besser berücksichtig werden würden.
Marf
30139 Beiträge
19.01.2018 22:16
Zitat von shelyra:

Zitat von MiramitLionel:

Zitat von shelyra:

Zitat von Seramonchen:

...

außerdem ging es doch in der diskussion darum, dass beide vollzeit arbeiten müssen weil die berufe zu wenig entlohnt werden.

wenn beide berufe jetzt aber so entlohnt werden, dass man davon eine familie ernähren kann. dann könnte man ja zb auch jeder eine 3/4 stelle machen und sich somit die erziehung teilen. oder eben das "altmodische"modell: einer vollzeit, einer teilzeit (muss ja nicht immer die frau sein. auch der mann könnte teilzeit nehmen).
oder ganz andere modelle wären vorstellbar - eine woche arbeitet die frau vollzeit und der mann aht frei, eine woche arbeitet der mann und die frau hat frei (theoretisches gedankenspiel, was möglich wäre wenn berufe so entlohnt werden, dass man mit einem gehalt elben könnte)


Das Geld, dass man aber dann durch die bessere Entlohnung einnimmt, muss ja auch anderweitig wieder reingeholt werden. Dann werden eben die Produkte dadurch teurer etc...

nicht unbedingt...
wenn das gehalt in firmen gerechter verteilt wird, dann müssen produkte nicht immer teurer werden!

wenn man sieht welche gehälter gerade in großen betreiben die oberen paar hundert mitarbeiter bekommen und wie wenig dagegen die restlichen mitarbieter - da wäre dann schon einiges machbar ohne dass das produkt teurer werden muss.

klar ist das nicht in allen betrieben der fall. udn auch nicht in allen bereichen anwendbar, aber in einigen schon.
und bei kleineren betrieben hat auch die politik möglichkeiten diese zu entlasten (warum gibts zb viele steuerlichen vorteile nur für riesen großbetriebe?)

Ich denke das die meisten Oberen auch hart für ihren Status ackern.Das ist doch echt kein Argument oder eine Lösung.
Solange flexiblere Konzepte in irgendeiner Weise Kosten verursachen werden sie nicht in der freien Wirtschaft realisiert.Zumindest nicht flächendeckend.Es ist ja auch das Recht eines jeden Chefs seinen Laden so zu führen,im rechtlichen Rahmen,wie es ihm passt.Und Geld muss und soll jede Firma verdienen.
Es sollte ja im Prinzip von jedem genutzt werden und nicht wieder ein kleiner Teil der Bevölkerung.
19.01.2018 22:17
Zitat von shelyra:

Zitat von Marf:

Ich bin froh das ich da nicht mehr dabei bin....nur die Kohle war echt geil.
Ich hab aber daraus gelernt und mir sehr genau und bewusst einen Job gesucht, der mit Kinder geht ohne großes Hickhack. Das kann aber eben nicht jeder und deswegen muss da eine Änderung geschehen.


mh, ich denke, da geht es um ein "nicht jeder will es"

denn können könnte jeder. jeder hat die möglichkeit sich einen anderen job mit "besseren" arbeitszeiten zu suchen. oder wirklich von vollzeit auf teilzeit zu reduzieren (auch wenn es dann in einigen bereichen immer noch schicht gäbe... es wäre trotzdem eine verbesserung in vielen fällen)


Naja, aber es geht doch nicht nur darum, irgendwas zu arbeiten. Man macht doch nicht jahrelang eine Ausbildung, sammelt Berufserfahrung usw. und sucht sich dann was nach dem Motto:"Hauptsache die Arbeitszeiten passen." und schleppt sich da dann jeden Tag hin. Und wenn die Kinder groß sind? In den ursprünglichen Beruf kommt man nicht zurück, weil man zu lange raus ist. Und damit ist man dann glücklich? Ich glaube nicht...
Schnecke510
7207 Beiträge
19.01.2018 22:21
Zitat von Marf:

Zitat von shelyra:

Zitat von MiramitLionel:

Zitat von shelyra:

...


Das Geld, dass man aber dann durch die bessere Entlohnung einnimmt, muss ja auch anderweitig wieder reingeholt werden. Dann werden eben die Produkte dadurch teurer etc...

nicht unbedingt...
wenn das gehalt in firmen gerechter verteilt wird, dann müssen produkte nicht immer teurer werden!

wenn man sieht welche gehälter gerade in großen betreiben die oberen paar hundert mitarbeiter bekommen und wie wenig dagegen die restlichen mitarbieter - da wäre dann schon einiges machbar ohne dass das produkt teurer werden muss.

klar ist das nicht in allen betrieben der fall. udn auch nicht in allen bereichen anwendbar, aber in einigen schon.
und bei kleineren betrieben hat auch die politik möglichkeiten diese zu entlasten (warum gibts zb viele steuerlichen vorteile nur für riesen großbetriebe?)

Ich denke das die meisten Oberen auch hart für ihren Status ackern.Das ist doch echt kein Argument oder eine Lösung.
Solange flexiblere Konzepte in irgendeiner Weise Kosten verursachen werden sie nicht in der freien Wirtschaft realisiert.Zumindest nicht flächendeckend.Es ist ja auch das Recht eines jeden Chefs seinen Laden so zu führen,im rechtlichen Rahmen,wie es ihm passt.Und Geld muss und soll jede Firma verdienen.
Es sollte ja im Prinzip von jedem genutzt werden und nicht wieder ein kleiner Teil der Bevölkerung.

Das ist doch genau der Punkt.
Alle "lästern", dass mein Mann z.B. es auf sich nimmt, in den USA zu arbeiten. Denkt ihr, das ist lustig? Aber das sind eben die Opfer, die die "oberen Hundert" bringen und da ist ein gutes Gehalt einfach gerechtfertigt.
Und nicht nur das...Umzüge alle 6 Monate, ständige Trennung von der Partnerin, von der Familie, Arbeit ohne Ende, am We, am Abend...warum soll sich das nicht mal auszahlen?
MiramitLionel
7559 Beiträge
19.01.2018 22:21
Zitat von shelyra:

Zitat von MiramitLionel:

Zitat von shelyra:

Zitat von MiramitLionel:

...

nicht unbedingt...
wenn das gehalt in firmen gerechter verteilt wird, dann müssen produkte nicht immer teurer werden!

wenn man sieht welche gehälter gerade in großen betreiben die oberen paar hundert mitarbeiter bekommen und wie wenig dagegen die restlichen mitarbieter - da wäre dann schon einiges machbar ohne dass das produkt teurer werden muss.

klar ist das nicht in allen betrieben der fall. udn auch nicht in allen bereichen anwendbar, aber in einigen schon.
und bei kleineren betrieben hat auch die politik möglichkeiten diese zu entlasten (warum gibts zb viele steuerlichen vorteile nur für riesen großbetriebe?)


Aber auch das ist doch nicht so leicht umsetzbar ...

sagt ja keiner, dass es leicht wäre. oder sofort passiert.

aber einfach mal als denkansatz, dass es eben nicht nur den weg der 24-std-kita gibt. sondern auch andere bei denen die kinder und deren bedürfnisse besser wegkommen würden, besser berücksichtig werden würden.


Wenn dann aber Mann und Frau nur noch 3/4 arbeiten und besser entlohnt werden, dann herrscht doch Personalmangel. Wie soll der dann aufgefangen werden?

Und die Menschen in höheren Positionen haben oft genug geackert um soweit zu komme. Jahrelang studiert und gemacht unentgeltlich um dahin zu kommen wo sie sind. Das Geld ist da auch verdient
MiramitLionel
7559 Beiträge
19.01.2018 22:22
Zitat von Schnecke510:

Zitat von Marf:

Zitat von shelyra:

Zitat von MiramitLionel:

...

nicht unbedingt...
wenn das gehalt in firmen gerechter verteilt wird, dann müssen produkte nicht immer teurer werden!

wenn man sieht welche gehälter gerade in großen betreiben die oberen paar hundert mitarbeiter bekommen und wie wenig dagegen die restlichen mitarbieter - da wäre dann schon einiges machbar ohne dass das produkt teurer werden muss.

klar ist das nicht in allen betrieben der fall. udn auch nicht in allen bereichen anwendbar, aber in einigen schon.
und bei kleineren betrieben hat auch die politik möglichkeiten diese zu entlasten (warum gibts zb viele steuerlichen vorteile nur für riesen großbetriebe?)

Ich denke das die meisten Oberen auch hart für ihren Status ackern.Das ist doch echt kein Argument oder eine Lösung.
Solange flexiblere Konzepte in irgendeiner Weise Kosten verursachen werden sie nicht in der freien Wirtschaft realisiert.Zumindest nicht flächendeckend.Es ist ja auch das Recht eines jeden Chefs seinen Laden so zu führen,im rechtlichen Rahmen,wie es ihm passt.Und Geld muss und soll jede Firma verdienen.
Es sollte ja im Prinzip von jedem genutzt werden und nicht wieder ein kleiner Teil der Bevölkerung.

Das ist doch genau der Punkt.
Alle "lästern", dass mein Mann z.B. es auf sich nimmt, in den USA zu arbeiten. Denkt ihr, das ist lustig? Aber das sind eben die Opfer, die die "oberen Hundert" bringen und da ist ein gutes Gehalt einfach gerechtfertigt.
Und nicht nur das...Umzüge alle 6 Monate, ständige Trennung von der Partnerin, von der Familie, Arbeit ohne Ende, am We, am Abend...warum soll sich das nicht mal auszahlen?


Da sind wir uns mal einer Meinung. Dein Mann hat sicher lange studiert um soweit zu kommen, hat Berufserfahrung gesammelt und ist gut in dem was er tut. Warum soll er dann nicht gerecht entlohnt werden, nur damit andere 3/4 arbeiten?
19.01.2018 22:22
Zitat von shelyra:

Zitat von Walama:

Zitat von shelyra:

Zitat von Seramonchen:

...

außerdem ging es doch in der diskussion darum, dass beide vollzeit arbeiten müssen weil die berufe zu wenig entlohnt werden.

wenn beide berufe jetzt aber so entlohnt werden, dass man davon eine familie ernähren kann. dann könnte man ja zb auch jeder eine 3/4 stelle machen und sich somit die erziehung teilen. oder eben das "altmodische"modell: einer vollzeit, einer teilzeit (muss ja nicht immer die frau sein. auch der mann könnte teilzeit nehmen).
oder ganz andere modelle wären vorstellbar - eine woche arbeitet die frau vollzeit und der mann aht frei, eine woche arbeitet der mann und die frau hat frei (theoretisches gedankenspiel, was möglich wäre wenn berufe so entlohnt werden, dass man mit einem gehalt elben könnte)


Sorry, aber wie soll das gehen? Seit wann hat die Politik ihre Hand über den Gehältern von Malern, Frisören, Einzehandelskaufleuten etc pp. Das ist ein Angebot und Nachfrage Problem. Das, was die Politik machen kann, ist Steuerabgaben regeln. Aber dann fehlt das Geld halt an andere Stelle und es würde ein Thread entstehen ala „Kind seit einem Jahr im Container unterrichtet wegen Loch im Schuldach“
Das klingt ja alles ganz nett in der Theorie, in der Praxis aber leider nicht durchdacht.

ich sag nur "mindestlohn" und "einführung des 1-euro-jobs" genauso wie "förderung der minijobs" (wodurch viele normale teilzeitstellen wegfielen...)

die politik hat viele möglichkeit auf gehälter einfluß zu nehmen...


Wenns nur so einfach wäre und keinen Rattenschwanz nach sich ziehen würde, wäre das ja schön. Aber was sich der Durschnittsbürger so für Ideen ausdenkt, ist halt leider oft fern von jeder umsetzbaren Realität. Ganz ehrlich, ich fände es auch super, wenn mein Mann für gleiches Geld weniger Stunden arbeiten muss. Aber man halt auch irgendwo auf dem Boden der Tatsachen bleiben. Geld wächst und wuchs nie auf Bäumen.
Schnecke510
7207 Beiträge
19.01.2018 22:23
Zitat von MiramitLionel:

Zitat von Schnecke510:

Zitat von Marf:

Zitat von shelyra:

...

Ich denke das die meisten Oberen auch hart für ihren Status ackern.Das ist doch echt kein Argument oder eine Lösung.
Solange flexiblere Konzepte in irgendeiner Weise Kosten verursachen werden sie nicht in der freien Wirtschaft realisiert.Zumindest nicht flächendeckend.Es ist ja auch das Recht eines jeden Chefs seinen Laden so zu führen,im rechtlichen Rahmen,wie es ihm passt.Und Geld muss und soll jede Firma verdienen.
Es sollte ja im Prinzip von jedem genutzt werden und nicht wieder ein kleiner Teil der Bevölkerung.

Das ist doch genau der Punkt.
Alle "lästern", dass mein Mann z.B. es auf sich nimmt, in den USA zu arbeiten. Denkt ihr, das ist lustig? Aber das sind eben die Opfer, die die "oberen Hundert" bringen und da ist ein gutes Gehalt einfach gerechtfertigt.
Und nicht nur das...Umzüge alle 6 Monate, ständige Trennung von der Partnerin, von der Familie, Arbeit ohne Ende, am We, am Abend...warum soll sich das nicht mal auszahlen?


Da sind wir uns mal einer Meinung. Dein Mann hat sicher lange studiert um soweit zu kommen, hat Berufserfahrung gesammelt und ist gut in dem was er tut. Warum soll er dann nicht gerecht entlohnt werden, nur damit andere 3/4 arbeiten?

Exakt so!
MiramitLionel
7559 Beiträge
19.01.2018 22:25
Zitat von Schnecke510:

Zitat von MiramitLionel:

Zitat von Schnecke510:

Zitat von Marf:

...

Das ist doch genau der Punkt.
Alle "lästern", dass mein Mann z.B. es auf sich nimmt, in den USA zu arbeiten. Denkt ihr, das ist lustig? Aber das sind eben die Opfer, die die "oberen Hundert" bringen und da ist ein gutes Gehalt einfach gerechtfertigt.
Und nicht nur das...Umzüge alle 6 Monate, ständige Trennung von der Partnerin, von der Familie, Arbeit ohne Ende, am We, am Abend...warum soll sich das nicht mal auszahlen?


Da sind wir uns mal einer Meinung. Dein Mann hat sicher lange studiert um soweit zu kommen, hat Berufserfahrung gesammelt und ist gut in dem was er tut. Warum soll er dann nicht gerecht entlohnt werden, nur damit andere 3/4 arbeiten?

Exakt so!


Wenn die Gehälter in den oberen Bereichen gekürzt werden, werden diese Positionen streiken. Was passiert dann? Ohne die geht's einfach nicht ... Würde ja alles in sich zusammenfallen.

Ich sehs doch selbst. Ich mach die Schule, danach das Studium, will später noch den Master machen und evtl noch weiter. Das kostet alles, ist unentgeltlich... Kostet einiges an Nerven und ist nicht einfach. Nicht zu vergleichen mit deinem Mann und ich werde auch sicher nie in so einer Position sein, aber ich find das schon eine Menge Arbeit, die noch bevorsteht.
Seramonchen
37809 Beiträge
19.01.2018 22:26
Zitat von Walama:

Zitat von shelyra:

Zitat von Walama:

Zitat von shelyra:

...


Sorry, aber wie soll das gehen? Seit wann hat die Politik ihre Hand über den Gehältern von Malern, Frisören, Einzehandelskaufleuten etc pp. Das ist ein Angebot und Nachfrage Problem. Das, was die Politik machen kann, ist Steuerabgaben regeln. Aber dann fehlt das Geld halt an andere Stelle und es würde ein Thread entstehen ala „Kind seit einem Jahr im Container unterrichtet wegen Loch im Schuldach“
Das klingt ja alles ganz nett in der Theorie, in der Praxis aber leider nicht durchdacht.

ich sag nur "mindestlohn" und "einführung des 1-euro-jobs" genauso wie "förderung der minijobs" (wodurch viele normale teilzeitstellen wegfielen...)

die politik hat viele möglichkeit auf gehälter einfluß zu nehmen...


Wenns nur so einfach wäre und keinen Rattenschwanz nach sich ziehen würde, wäre das ja schön. Aber was sich der Durschnittsbürger so für Ideen ausdenkt, ist halt leider oft fern von jeder umsetzbaren Realität. Ganz ehrlich, ich fände es auch super, wenn mein Mann für gleiches Geld weniger Stunden arbeiten muss. Aber man halt auch irgendwo auf dem Boden der Tatsachen bleiben. Geld wächst und wuchs nie auf Bäumen.


Aber gut ausgebildetes betreuungspersonal? Das kostet nix? Das wächst auf den Bäumen? Der Gedanke von längeren kitazeiten oder sogar Übernachtungen ist doch auch gar nicht durchdacht
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