Ist die deutsche Rechtschreibung so schwer?
05.08.2012 08:32
Zitat von Zauberfischli:
Zitat von anakey:
Zitat von Zauberfischli:
Mausi... ich die meiste Zeit schon... allerdings nur auf den Unterricht.. auf Pausen und Co. hätte ich gut verzichten können. Und da ich in der DDR zur Schule gegangen bin, hatte ich auch noch 8 Wochen Ferien im Sommer... ehrlich? Ich fand es schrecklich... es war viel zu lange.![]()
ich kenn ja nun das System der DDR nur vom Erzählen meiner Eltern und auch nur daher weiß ich das es in Finnland übernommen wurde.
Das die Methoden in Schweden wieder andere sind, weiß ich, weil mein Onkel mitsamt Familie ausgewandert ist.
Daher mal eine Frage-wie genau sah das zu DDR Zeiten aus? war wirklich so wenig Zeit für den einzelnen da und die Klassen so unnötig groß? davon weiß ich leider nichts und das gebe ich zu.
mamota - evt machts auch einfach der Mix aus DDR-System und kleinen Klassen?
Mh.. Schule zu DDR zeiten... war eigentlich straff organisiert. Ich wohnte auf dem Dorf, trotzdem waren wir 28 Kinder in einer Klasse. Zusammen von Klasse 1-10. Erst danach ging es an die EOS ( heute Gym). Bei uns gab es in jedem Jahrgang 2 Klassen.. also 2x 28 Schüler. ICH hatte auch noch Samstags Unterricht... also von Mo- Sa. Ich glaube in den letzten Jahren waren es dann nur noch 5 Tage... aber ich bin nicht sicher wann genau das kam. Eine AG war Pflicht. Es gab Pioniernachmittage und FDJ- nachmittage... der eigentliche Hintergrund war ein politischer Aspekt. Ich kann dir allerdings nicht mehr sagen, was genau wie da gemacht haben. Benotet wurde von 1-5... 6 gabs bei uns nicht. Der Unterricht selbst war ziemlich politisch angehaucht. Geschichte war nur das erste Jahr interessant... in dem ersten Jahr durchliefen wir eigentlich die gesamte Geschichte und dann ging es mit dem Anfängen des Kommunismus und schliesslich der Gründung der DDR los... ab da war immer 1 Jahr Geschichte = 1 Parteitag... frag nicht... das ist das Fach mit der einzigen 2 auf meinem Zeugnis. Ich habe nciht zugehört.![]()
Mein Liebling war Mathe, Chemie, Physik ging, Literatur.. usw... also alles Fächer in denen es um Fakten ging und die man nicht politisch anhauchen kann... Geografie.. war schon ein fach, in dem es ansich ganz viel um den Ostblock ging... Amerika hatten wir glaub ich gar nicht.![]()
Naja... es war nicht das schlechteste... aber auch nicht das Beste. Mein Verhältnis zur Beschulung unserer Kinder ist eh gespalten. Könnte ich bestimmen, gäbe es Alternativen und ein einheitliches system. Achja... das war in der DDR auch anders... egal wann im Schuljahr man egal wohin umzog... man hatte immer denselben Stoff..+- 2 Wochen.
Gut fand ich: Das man solange als Klassenverband zusammen war und auch der Klassenlehrer nicht dauernd wechselte.
Schlecht: Naja... das system ansich. ich bin aber ohnehin ein Exot gewesen, denn ich bin sehr gläubig aufgewachsen. Das passte eh nicht in die DDR Philosophie.
Kontakt zur Stasi hatte ich während meiner schulzeit leider auch mal... unfreiwillig. Als Folge auf eine Klassenfahrt. Man warf uns Volkshetze vor.Spätestens da brach mein Vertrauen in das System völlig. Weggegangen bin ich trotzdem nie, auch nicht, als die Mauer fiel. Dazu bin ich zu heimatverbunden und eher ein Kämpfer, statt ein Wegläufer.
LG Zaubi
Das würde ich auch gut finden. Da wird bei uns jede Menge Mist gemacht. Beispiel: Ich habe letztes Jahr in den Sommerferien erfahren, dass ich schwanger bin und habe das sofort gemeldet. 6. Woche. Hätte ich nicht müssen, war aber irgendwo logisch, da ich für eine 1. Klasse eingeteilt wurde und mein Gefühl sagte, Lehrerwechsel in der 1. geht gar nicht. Aber: Keine Reaktion vom Schulamt, es blieb bei der Verteilung. Im November wurde ich - welch Überraschung - arbeitsunfähig. Vertretungskräfte gab es nicht, so wurde stattdessen Kombiklasse unterrichtet. Nachdem dann die Eltern auf die Barrikaden sind, kam nach den Weihnachtsferien eine Vertretungskraft, die gerne eine feste Stelle da gehabt hätte. Aber nein, im Februar wurde umverteilt und jemand mit einem festen Vertrag kam in die Klasse. Jetzt sollte man meinen, es wäre gut, aber "aus personaltechnischen Gründen" wird auch diese Dame wieder versetzt und die Klasse bekommt jemand neuen zum Start in die Zweite.
Und dieses Jahr wieder. Ich steige nächste Woche wieder ein. Mit Baby und laufendem Versetzungsantrag in ein anderes Bundesland. Und wieder: Eine 1. Klasse. Geht nicht anders. Ich glaub ja, dass es nicht anders geht, aber das sollte nicht sein. Die Konstante für die Kinder sollte Vorrang haben. In einem funktionierenden System wäre ich Vertretungskraft. Als ich frisch angestellt, unverbeamtet und billig war, hat auch kein Hahn danach gekräht, ob ich das in Vollzeit mache. Und ich war stundenmäßig ausgelastet. Jetzt plötzlich habe ich zu viele Stunden, die angeblich verschwendet würden. Als müsste man nicht auch Vollzeitkräfte vertreten...
05.08.2012 08:38
Zitat von SarahBS1982:
Zitat von Zauberfischli:
Zitat von anakey:
Zitat von Zauberfischli:
Mausi... ich die meiste Zeit schon... allerdings nur auf den Unterricht.. auf Pausen und Co. hätte ich gut verzichten können. Und da ich in der DDR zur Schule gegangen bin, hatte ich auch noch 8 Wochen Ferien im Sommer... ehrlich? Ich fand es schrecklich... es war viel zu lange.![]()
ich kenn ja nun das System der DDR nur vom Erzählen meiner Eltern und auch nur daher weiß ich das es in Finnland übernommen wurde.
Das die Methoden in Schweden wieder andere sind, weiß ich, weil mein Onkel mitsamt Familie ausgewandert ist.
Daher mal eine Frage-wie genau sah das zu DDR Zeiten aus? war wirklich so wenig Zeit für den einzelnen da und die Klassen so unnötig groß? davon weiß ich leider nichts und das gebe ich zu.
mamota - evt machts auch einfach der Mix aus DDR-System und kleinen Klassen?
Mh.. Schule zu DDR zeiten... war eigentlich straff organisiert. Ich wohnte auf dem Dorf, trotzdem waren wir 28 Kinder in einer Klasse. Zusammen von Klasse 1-10. Erst danach ging es an die EOS ( heute Gym). Bei uns gab es in jedem Jahrgang 2 Klassen.. also 2x 28 Schüler. ICH hatte auch noch Samstags Unterricht... also von Mo- Sa. Ich glaube in den letzten Jahren waren es dann nur noch 5 Tage... aber ich bin nicht sicher wann genau das kam. Eine AG war Pflicht. Es gab Pioniernachmittage und FDJ- nachmittage... der eigentliche Hintergrund war ein politischer Aspekt. Ich kann dir allerdings nicht mehr sagen, was genau wie da gemacht haben. Benotet wurde von 1-5... 6 gabs bei uns nicht. Der Unterricht selbst war ziemlich politisch angehaucht. Geschichte war nur das erste Jahr interessant... in dem ersten Jahr durchliefen wir eigentlich die gesamte Geschichte und dann ging es mit dem Anfängen des Kommunismus und schliesslich der Gründung der DDR los... ab da war immer 1 Jahr Geschichte = 1 Parteitag... frag nicht... das ist das Fach mit der einzigen 2 auf meinem Zeugnis. Ich habe nciht zugehört.![]()
Mein Liebling war Mathe, Chemie, Physik ging, Literatur.. usw... also alles Fächer in denen es um Fakten ging und die man nicht politisch anhauchen kann... Geografie.. war schon ein fach, in dem es ansich ganz viel um den Ostblock ging... Amerika hatten wir glaub ich gar nicht.![]()
Naja... es war nicht das schlechteste... aber auch nicht das Beste. Mein Verhältnis zur Beschulung unserer Kinder ist eh gespalten. Könnte ich bestimmen, gäbe es Alternativen und ein einheitliches system. Achja... das war in der DDR auch anders... egal wann im Schuljahr man egal wohin umzog... man hatte immer denselben Stoff..+- 2 Wochen.
Gut fand ich: Das man solange als Klassenverband zusammen war und auch der Klassenlehrer nicht dauernd wechselte .
Schlecht: Naja... das system ansich. ich bin aber ohnehin ein Exot gewesen, denn ich bin sehr gläubig aufgewachsen. Das passte eh nicht in die DDR Philosophie.
Kontakt zur Stasi hatte ich während meiner schulzeit leider auch mal... unfreiwillig. Als Folge auf eine Klassenfahrt. Man warf uns Volkshetze vor.Spätestens da brach mein Vertrauen in das System völlig. Weggegangen bin ich trotzdem nie, auch nicht, als die Mauer fiel. Dazu bin ich zu heimatverbunden und eher ein Kämpfer, statt ein Wegläufer.
LG Zaubi
Im besten Fall geht's genau da ja in den nächsten Jahren wieder hin! Eine Schule für alle --> gemeinsam durch die Schulzeit.![]()
Wenn es nicht wieder als Sparmaßnahme missbraucht wird, freue ich mich auf die Inklusion. Ich war schon an einer integrativen Schule tätig. Da lief das prima. Bis einer krank war. Dann wurde die zweite Lehrkraft abgezogen und vorbei war's mit der Förderung. Klar hab ich differenziert, mach ich eh immer. Aber das ist kein Ersatz.
05.08.2012 08:48
Zitat von Kibazwerg:
Zitat von SarahBS1982:
Zitat von Kibazwerg:
Ich habe jetzt nur die erste Seite gelesen...und ich bin entsetzt darüber, dass es tatsächlich noch Menschen gibt, die meinen, manche wären in der Schule nur zu faul gewesenich bin u.a. zertifizierte Legasthenietrainerin und glaubt mir eins...die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen, die zu uns kommen, leiden ganz gewaltig unter ihrer "Schwäche" oder wie viele Lehrer und andere meinen "Faulheit"...wenn hier jemand meint sich äußern zu müssen, dann sollte demjenigen auch bewußt sein, was die deutsche Rechtschreibung bedeutet und wie es betroffenen Menschen damit geht...Sorry, aber dieses inkompetente Gerede von Menschen die keine Ahnung haben, enttäuscht mich wirklich
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Ich kann die Enttäuschung verstehen. Grundtenor war dann aber nach ein paar Meinungen, dass ja nicht alle, die z. B. in solchen Foren wie hier ganz gruselig schreiben, Legastheniker sind. Und nun ist eine Diskussion darüber im Gange, wie es dazu kommt, dass einige Menschen so "schlecht" schreiben, die dazu geführt hat, dass wir jetzt beim Bildungssystem gelandet sind. Speziell bei der Tendenz dazu, Kindern in der Grundschule das Freie Schreiben ohne die Zwänge der Rechtschreibkorrektur zu ermöglichen.
Was sagst Du denn als Fachfrau zu diesem "neuen" Konzept des Lehrens?
Um das hier jetzt ausführlich zu schreiben, ist es leider schon etwas spät...ich versuche mich mal mit einer Kurzfassung meiner Meinung![]()
Ich denke ein großes Problem ist, dass immer mehr Kinder undeutlich sprechen und dadurch das Schreiben lernen durch Hören erschwert wird...dann haben viele Kinder leider wenig Unterstützung zu Hause und die Lehrer sind oft überfordert den gesamtem Unterrichtsstoff in der Schule durchzubekommen...Konzentrationschwäche und zuviele Medieneinflüsse (und ich meine leider keine Bücher) tun ihr überiges dazu...grundsätzlich finde ich das Lernen mit der Anlauttabelle ganz gut, aber nur, wenn die Kinder auch damit lernen zu Lernen...und das geht leider sehr oft unter...das Schreiben lernen nach Höreindruck finde ich persönlich schwierig, da meines Erachtens nach der Zeitpunkt des korrekten Schreibens oft verfehlt wird...es hört sich jetzt vermutlich böse für Euch an, aber ich habe die zusätzliche Ausbildung gemacht, weil die Zahl der "Betroffenen" bei uns in der Praxis stark angestiegen ist und ich als Logopädin nicht mehr 100% auf die entsprechenden Bedürfnisse eingehen konnte...und solange die Schule so lehren, werde ich wohl erstmal nicht arbeitslos werden...das schönste an der Behandlung ist allerdings, wenn die Schüler nach 1-2Schuljahren sich um 1-2Noten verbessert haben oder Erwachsene endlich eine Arbeitstelle bekommen![]()
Würdest du sagen, das liegt an der Methode oder an Umsetzungsbehinderungen wie z.B. Stoffdruck, großen Klassen, unzureichend ausgebildeten Lehrern?
Ich sehe bei deiner Schilderung nämlich das, was ich immer sehe: Dass eine gute Idee durch die Umstände (Geldmangel, zu wenig Fortbildung) vermiest wird. Gerade das mit dem Zeitpunkt dürfte eigentlich nicht sein, da so ziemlich jedes Lehrwerk integrativ aufgebaut ist, da die Lehrkräfte (vermeintlich) darin geschult wurden und da anfangs ja je nach Bundesland sehr weitmaschige bis keine Lehrpläne vorhanden sind, um dem Lesen- und Schreibenlernen den nötigen Stellenwert einzuräumen. Dass ausschließlich mit Anlauttabelle begonnen wird kenne ich so gar nicht. Darf ich fragen, in welchem Bundesland du lebst?
05.08.2012 08:57
Zitat von Zauberfischli:
Zitat von SarahBS1982:
Zitat von Zauberfischli:
Zitat von anakey:
Zitat von Zauberfischli:
Mausi... ich die meiste Zeit schon... allerdings nur auf den Unterricht.. auf Pausen und Co. hätte ich gut verzichten können. Und da ich in der DDR zur Schule gegangen bin, hatte ich auch noch 8 Wochen Ferien im Sommer... ehrlich? Ich fand es schrecklich... es war viel zu lange.![]()
ich kenn ja nun das System der DDR nur vom Erzählen meiner Eltern und auch nur daher weiß ich das es in Finnland übernommen wurde.
Das die Methoden in Schweden wieder andere sind, weiß ich, weil mein Onkel mitsamt Familie ausgewandert ist.
Daher mal eine Frage-wie genau sah das zu DDR Zeiten aus? war wirklich so wenig Zeit für den einzelnen da und die Klassen so unnötig groß? davon weiß ich leider nichts und das gebe ich zu.
mamota - evt machts auch einfach der Mix aus DDR-System und kleinen Klassen?
Mh.. Schule zu DDR zeiten... war eigentlich straff organisiert. Ich wohnte auf dem Dorf, trotzdem waren wir 28 Kinder in einer Klasse. Zusammen von Klasse 1-10. Erst danach ging es an die EOS ( heute Gym). Bei uns gab es in jedem Jahrgang 2 Klassen.. also 2x 28 Schüler. ICH hatte auch noch Samstags Unterricht... also von Mo- Sa. Ich glaube in den letzten Jahren waren es dann nur noch 5 Tage... aber ich bin nicht sicher wann genau das kam. Eine AG war Pflicht. Es gab Pioniernachmittage und FDJ- nachmittage... der eigentliche Hintergrund war ein politischer Aspekt. Ich kann dir allerdings nicht mehr sagen, was genau wie da gemacht haben. Benotet wurde von 1-5... 6 gabs bei uns nicht. Der Unterricht selbst war ziemlich politisch angehaucht. Geschichte war nur das erste Jahr interessant... in dem ersten Jahr durchliefen wir eigentlich die gesamte Geschichte und dann ging es mit dem Anfängen des Kommunismus und schliesslich der Gründung der DDR los... ab da war immer 1 Jahr Geschichte = 1 Parteitag... frag nicht... das ist das Fach mit der einzigen 2 auf meinem Zeugnis. Ich habe nciht zugehört.![]()
Mein Liebling war Mathe, Chemie, Physik ging, Literatur.. usw... also alles Fächer in denen es um Fakten ging und die man nicht politisch anhauchen kann... Geografie.. war schon ein fach, in dem es ansich ganz viel um den Ostblock ging... Amerika hatten wir glaub ich gar nicht.![]()
Naja... es war nicht das schlechteste... aber auch nicht das Beste. Mein Verhältnis zur Beschulung unserer Kinder ist eh gespalten. Könnte ich bestimmen, gäbe es Alternativen und ein einheitliches system. Achja... das war in der DDR auch anders... egal wann im Schuljahr man egal wohin umzog... man hatte immer denselben Stoff..+- 2 Wochen.
Gut fand ich: Das man solange als Klassenverband zusammen war und auch der Klassenlehrer nicht dauernd wechselte .
Schlecht: Naja... das system ansich. ich bin aber ohnehin ein Exot gewesen, denn ich bin sehr gläubig aufgewachsen. Das passte eh nicht in die DDR Philosophie.
Kontakt zur Stasi hatte ich während meiner schulzeit leider auch mal... unfreiwillig. Als Folge auf eine Klassenfahrt. Man warf uns Volkshetze vor.Spätestens da brach mein Vertrauen in das System völlig. Weggegangen bin ich trotzdem nie, auch nicht, als die Mauer fiel. Dazu bin ich zu heimatverbunden und eher ein Kämpfer, statt ein Wegläufer.
LG Zaubi
Im besten Fall geht's genau da ja in den nächsten Jahren wieder hin! Eine Schule für alle --> gemeinsam durch die Schulzeit.![]()
Ein Tropfen auf den heißen Stein... und der staat denkt, er rutscht in Pisa einiges hoch... da dies nicht der Fall sein wird.. wird auch das nicht von Dauer sein... und es wird mal wieder eine Reform geben... noch so ein Punkt, der mich endlos nervt... immer und immer wieder wird alles umgeworfen... statt mal tatsächliche Alternativen zu schaffen... da will der Staat aber nicht ran, denn das würde einen Kontrollverlust bedeuten.Naja, wie gesagt... das würde ausarten und hatten wir auch schon tausendmal...
ist nur ein Aufreger für mich, weil ich gern eine Alternative hätte und die wenigsten das verstehen.
LG Zaubi
Von welcher Art Alternativen reden wir hier? Kann gut sein, dass ich deiner Meinung bin.
Für mich ist des Rätsels Lösung, zumindest größtenteils: Geld. Die können noch so tolle Konzepte bringen, die woanders spitzenmäßig funktionieren. Solange wir Klassen mit über 30 Kindern haben und nur einen Vertretungslehrer pro Landkreis (das ist kein Witz, das war letztes Schuljahr so hier!) und solange kein Geld für Kopien, Materialien, Technik da ist, wird das alles nicht ausreichend funktionieren. Nicht nur beim Thema Rechtschreibung. Meine Aufregerthemen sind immer Überschlagsrechnung und Uhrzeit. Kommen beide viel zu kurz. Für mich ein Unding, dass immer wieder Kinder aus der Grundschule kommen und die Uhr nicht lesen können.
05.08.2012 08:59
Zitat von Anja_MTK:
Zitat von Zauberfischli:
Mausi... ich die meiste Zeit schon... allerdings nur auf den Unterricht.. auf Pausen und Co. hätte ich gut verzichten können. Und da ich in der DDR zur Schule gegangen bin, hatte ich auch noch 8 Wochen Ferien im Sommer... ehrlich? Ich fand es schrecklich... es war viel zu lange.![]()
Das kann ich genauso unterschreiben. Ich habe auch zu Schulzeiten gern gelernt und habe es eigentlich als große Einschränkung empfunden, einen Beruf zu wählen, wo ich nicht mehr so zwischen Fächern wandern kann wie zu Schulzeiten ... und acht Wochen Sommerferien? HORROR!!! Viel zu lang ... Ich war immer froh, wenn es irgendwann die Bücher fürs neue Schuljahr gab. Da hatte ich was schönes zu tun... ich fand das so toll mich dann hinzusetzen, die Bücher durchzublättern und habe mich gefreut, was ich in einem Jahr alles lernen werde.
Ansonsten zum Thema Schulzeit in der DDR:
Mit den Klassengrößen läßt sich so pauschal nicht sagen. Wir waren z.B. grad mal 20. Gut fand ich auch, daß der Klassenverband solang zusammenblieb. Dieses Getrenne nach vier Jahren ... ich bin da kein Anhänger von, aber das würde jetzt zu lang dauern zu begründen.
Es war halt auch ein einheitliches Schulsystem: Kinder in Rostock haben das gleiche gelernt in der 6. Klasse wie Kinder in Zwickau. Ich mag diese Unterschiede in den Bundesländern gar nicht. Ich finde das so kontraproduktiv. Und noch schlimmer finde ich, daß dann in einigen Bundesländern die Abschlußprüfung von dem entsprechenden Lehrer gemacht wird, es also noch nicht mal eine Prüfung auf Landesebene gibt, die sicherstellen würde, daß die Kinder auch wirklich irgendwo ähnliche Inhalte mit ähnlichem Schwierigkeitsgrad vermittelt und abgefragt werden.
Naja... auf einige Fächer hätte ich früher gut verzichten können: Wehrerziehung, Staatsbürgerkunde, Einführung in die sozialistische Produktion (kurz: ESP) ...
Um aber kurz zum Thema Rechtschreibung zurückzukommen. Mir ist es schon aufgefallen, daß es viele Fehler hier in Beiträgen gibt. Fehler kommen sicherlich überall vor, aber die Häufigkeit habe ich bisher in keinem anderen Forum so stark wahrgenommen wie hier. Klar kann man sich vieles denken, aber anstrengend finde ich es dann auch.
*unterschreib*
05.08.2012 09:04
Zitat von Zauberfischli:
Zitat von SarahBS1982:
Zitat von Zauberfischli:
Zitat von SarahBS1982:
Zitat von Zauberfischli:
Zitat von anakey:
Zitat von Zauberfischli:
Mausi... ich die meiste Zeit schon... allerdings nur auf den Unterricht.. auf Pausen und Co. hätte ich gut verzichten können. Und da ich in der DDR zur Schule gegangen bin, hatte ich auch noch 8 Wochen Ferien im Sommer... ehrlich? Ich fand es schrecklich... es war viel zu lange.![]()
ich kenn ja nun das System der DDR nur vom Erzählen meiner Eltern und auch nur daher weiß ich das es in Finnland übernommen wurde.
Das die Methoden in Schweden wieder andere sind, weiß ich, weil mein Onkel mitsamt Familie ausgewandert ist.
Daher mal eine Frage-wie genau sah das zu DDR Zeiten aus? war wirklich so wenig Zeit für den einzelnen da und die Klassen so unnötig groß? davon weiß ich leider nichts und das gebe ich zu.
mamota - evt machts auch einfach der Mix aus DDR-System und kleinen Klassen?
Mh.. Schule zu DDR zeiten... war eigentlich straff organisiert. Ich wohnte auf dem Dorf, trotzdem waren wir 28 Kinder in einer Klasse. Zusammen von Klasse 1-10. Erst danach ging es an die EOS ( heute Gym). Bei uns gab es in jedem Jahrgang 2 Klassen.. also 2x 28 Schüler. ICH hatte auch noch Samstags Unterricht... also von Mo- Sa. Ich glaube in den letzten Jahren waren es dann nur noch 5 Tage... aber ich bin nicht sicher wann genau das kam. Eine AG war Pflicht. Es gab Pioniernachmittage und FDJ- nachmittage... der eigentliche Hintergrund war ein politischer Aspekt. Ich kann dir allerdings nicht mehr sagen, was genau wie da gemacht haben. Benotet wurde von 1-5... 6 gabs bei uns nicht. Der Unterricht selbst war ziemlich politisch angehaucht. Geschichte war nur das erste Jahr interessant... in dem ersten Jahr durchliefen wir eigentlich die gesamte Geschichte und dann ging es mit dem Anfängen des Kommunismus und schliesslich der Gründung der DDR los... ab da war immer 1 Jahr Geschichte = 1 Parteitag... frag nicht... das ist das Fach mit der einzigen 2 auf meinem Zeugnis. Ich habe nciht zugehört.![]()
Mein Liebling war Mathe, Chemie, Physik ging, Literatur.. usw... also alles Fächer in denen es um Fakten ging und die man nicht politisch anhauchen kann... Geografie.. war schon ein fach, in dem es ansich ganz viel um den Ostblock ging... Amerika hatten wir glaub ich gar nicht.![]()
Naja... es war nicht das schlechteste... aber auch nicht das Beste. Mein Verhältnis zur Beschulung unserer Kinder ist eh gespalten. Könnte ich bestimmen, gäbe es Alternativen und ein einheitliches system. Achja... das war in der DDR auch anders... egal wann im Schuljahr man egal wohin umzog... man hatte immer denselben Stoff..+- 2 Wochen.
Gut fand ich: Das man solange als Klassenverband zusammen war und auch der Klassenlehrer nicht dauernd wechselte .
Schlecht: Naja... das system ansich. ich bin aber ohnehin ein Exot gewesen, denn ich bin sehr gläubig aufgewachsen. Das passte eh nicht in die DDR Philosophie.
Kontakt zur Stasi hatte ich während meiner schulzeit leider auch mal... unfreiwillig. Als Folge auf eine Klassenfahrt. Man warf uns Volkshetze vor.Spätestens da brach mein Vertrauen in das System völlig. Weggegangen bin ich trotzdem nie, auch nicht, als die Mauer fiel. Dazu bin ich zu heimatverbunden und eher ein Kämpfer, statt ein Wegläufer.
LG Zaubi
Im besten Fall geht's genau da ja in den nächsten Jahren wieder hin! Eine Schule für alle --> gemeinsam durch die Schulzeit.![]()
Ein Tropfen auf den heißen Stein... und der staat denkt, er rutscht in Pisa einiges hoch... da dies nicht der Fall sein wird.. wird auch das nicht von Dauer sein... und es wird mal wieder eine Reform geben... noch so ein Punkt, der mich endlos nervt... immer und immer wieder wird alles umgeworfen... statt mal tatsächliche Alternativen zu schaffen... da will der Staat aber nicht ran, denn das würde einen Kontrollverlust bedeuten.Naja, wie gesagt... das würde ausarten und hatten wir auch schon tausendmal...
ist nur ein Aufreger für mich, weil ich gern eine Alternative hätte und die wenigsten das verstehen.
LG Zaubi
Was für eine Alternative? Zum Dreigliedrigen?
Es gibt zig Alternativen, die im übrigen in allen EU Ländern legal sind, nur in Deutschland nicht. das nur am rande... ich hätte zum beispiel gern die möglichkeit des homeschoolings, die möglichkeit der kleinstschulen auf privater ebene... die möglichkeit von lerngruppen usw.... all das ist hier nicht möglich. natürlich muß das auch kontrolliert werden, was dann wieder für ein einheitliches prüfungssystem spricht.
In meinem speziellen fall wäre homeschooling eben angebracht, weil mein sohn in bestimmten fächern schon längst auf dem stand der 8. klasse wäre, so muß er auf physik beispielsweise noch 1 jahr warten... dabei kann er einem schon jetzt alles über atomphysik berichten... er kann dir ein atom zerlegen, erklärt mir dinge, die ich noch nie gehört habe... er befasste sich schon vor 2 jahren mit der beugung des raumes und der chaostheorie... die schule bremst ihn aus... eine HB Schule ist keine alternative, da mag er nicht hin. ihm bleibt also nichts, als weiter in das haus schule zu traben, und sich in manchen fächern derart zu langeweilen, das er einfach abschalten. ist das ressourcenförderndes lernen???? ich kann nur still vor mich hinlächeln, wenn ich unsere ach so schlauen politiker höre... wir werden wirkliche fachspezialisten weiterhin ins land holen müssen, weil wir selbst nicht in der lage sind, uns unsere eigenen ranzubilden... dabei ist genug potenzial vorhanden. ich bin jedenfalls froh, wenn mein sohn durch die schule durch ist... dann wird es einfacher..
ich selbst habe es mir zur aufgabe gemacht meine energie genau da rein zu stecken... in dem ich mich für homeschooling einsetze.. mitarbeite in verschiedenen vereinen... und seit neuestem sehr mit den piraten sympatisiere, denn das sind die ersten, die homeschooling in ihrem programm stehen haben. leider sind sie allgemein noch sehr unsortiert und unstrukturiert.. aber der ansatz überzeugt mich und ich kann mir vorstellen nun doch in eine partei einzutreten, denn bisher war keine eine option für mich.
LG zaubi
Ja, wenn es eine Kontrollinstanz gibt, ist das eine prima Sache. Was mir persönlich bei Homeschooling etwas aufstößt, sind Berührungspunkte mit religiösen Extremisten, die dann faktisch freie Bahn für Gehirnwäsche hätten, wenn die entsprechende Kontrolle fehlt. Aber davon ab wäre das sicherlich für einige eine Bereicherung.
05.08.2012 09:13
Zitat von SarahBS1982:
Natürlich werden die Schüler sich auch gegenseitig helfen! Das hast Du missverstanden, das Helfen ist nur ein winzig kleiner Teil des Konzeptes.
Vor allem bekommen die Schüler ein Gespür dafür, dass es normal ist, unterschiedlich zu sein. Dass es eben den Rollifahrer gibt, der aber in Mathe ein Ass ist. Dass es das Mädchen gibt, das in allen Fächern etwas langsamer lernt als andere und vielleicht auch seltsam spricht, das aber eine richtig gute Freundin ist und mit ihrer Begeisterung jeden anstecken kann. Dass es da jemanden in der Klasse gibt, der alles zu können scheint, der aber trotzdem genau so gern auf Bäume klettert und mit Schneebällen wirft wie der Rest.
Und das über Jahre hinweg.
Das Mädchen, das in der 7. Klasse noch immer langsamer denkt als die anderen, bleibt trotzdem im Klassenverband und wird nicht ausgesondert. Der Junge, der immer alles konnte, hat mit 14 nur noch andere Dinge im Kopf und schreibt seine erste 3!
Kannst du mal durch die Schulen tingeln und das älteren Kollegen so schmackhaft machen?
Im Ernst, ich freue mich auf die Herausforderung. Aber ich weiß jetzt schon, dass dann von vielen Seiten wieder das übliche "Was sollen wird denn noch alles machen?" kommt, was ich nicht von der Hand weisen möchte, da die tollen Konzepte ja wie schon erwähnt gerne in einer möglichst geldsparenden Variante und im Hauruckverfahren umgesetzt werden.
05.08.2012 09:20
Zitat von LilaLilie:
Nicht jeder hat Abisag ich nur dazu...
Was hat das denn nun damit zutun?? Heißt das, dass jeder Hauptschüler eine Rechtschreibschwäche hat und jeder Abiturient nie Fehler macht??
Ich habe Abi, jedoch auch oft mal einen Schreibfehler. Dazu glaube ich, dass auch Hauptschüler schreiben können!
05.08.2012 10:10
Moin moin...da hier ja einige sind,die evtl ahnung haben,frag ich mal: was haltet ihr von Gesamtschulen? Bis vor ein paar jahren gab es hier im umkreis haupt,real und gymnasium. Nun ist es so,das aus der real eine gesamtschule wurde,die haupt wird zugemacht ,nur das gymnasium wird wohl bleiben. defakto sind meine kinder zwar noch weit von der weiterführenden schule entfernt, aber sollten sie keine gymnasiumempfehlung haben,was tu ich dann? Ich weiss nämlich nichts über das system gesamtschule (obwohl mein mann dort,als betreuer, arbeitet) Ich habe die vorstellung,das drei unterschiedlich stark "intelligente" kindergruppen in so einer klasse sitzen und alle bekommen den selben stoff... das macht für mich irgendwie keinen sinn,da entweder die eigentlichen hauptschüler extrem überfordert sind ,oder eben die eigentlichen gymnasiasten extrem unterfordert...
05.08.2012 10:12
Zitat von -Steffchen-:Ich bin auch "nur" hauptschüler... wenn auch durch eigenverschulden
Zitat von LilaLilie:
Nicht jeder hat Abisag ich nur dazu...
Was hat das denn nun damit zutun?? Heißt das, dass jeder Hauptschüler eine Rechtschreibschwäche hat und jeder Abiturient nie Fehler macht??
Ich habe Abi, jedoch auch oft mal einen Schreibfehler. Dazu glaube ich, dass auch Hauptschüler schreiben können!
05.08.2012 10:17
Zitat von CrazyMya:
Zitat von -Steffchen-:Ich bin auch "nur" hauptschüler... wenn auch durch eigenverschulden
Zitat von LilaLilie:
Nicht jeder hat Abisag ich nur dazu...
Was hat das denn nun damit zutun?? Heißt das, dass jeder Hauptschüler eine Rechtschreibschwäche hat und jeder Abiturient nie Fehler macht??
Ich habe Abi, jedoch auch oft mal einen Schreibfehler. Dazu glaube ich, dass auch Hauptschüler schreiben können!
Und du kannst schreiben
?? Ich fass es ja nicht
! Thema Gesamtschule:
Ich finde es sehr gut und würden meine Kinder nicht auf ein Gymnasium kommen, würde ich immer auf die Gesamtschule zurückgreifen!!! Da sich das einfach noch ändern kann und sie so auch Chancen haben das Abi zu machen!! Was mir persönlich schon sehr wichtig ist!
05.08.2012 10:33
Zitat von -Steffchen-:Ja, doch ich denke schon.Ich habe nur die Hauptschule besucht und das auch nur bis zur 9.Klasse.Was die Schule angeht wäre ich strunzdumm.Das einzig wirklich tolle was ich in der Schule gelernt habe:Lesen! Und ich denke genau da liegt der Hund begraben.Mein Wohnzimmer gleicht einer Bibliothek und ich kann behaupten ohne zu lügen, das ich jedes der Bücher vom Anfang bis zum Ende gelesen habe( gut die Lexikas und englich-Deutsch bücher jetzt mal nicht)
Zitat von LilaLilie:
Nicht jeder hat Abisag ich nur dazu...
Was hat das denn nun damit zutun?? Heißt das, dass jeder Hauptschüler eine Rechtschreibschwäche hat und jeder Abiturient nie Fehler macht??
Ich habe Abi, jedoch auch oft mal einen Schreibfehler. Dazu glaube ich, dass auch Hauptschüler schreiben können!
05.08.2012 10:40
Zitat von Pünktchennr3:
Zitat von -Steffchen-:Ja, doch ich denke schon.Ich habe nur die Hauptschule besucht und das auch nur bis zur 9.Klasse.Was die Schule angeht wäre ich strunzdumm.Das einzig wirklich tolle was ich in der Schule gelernt habe:Lesen! Und ich denke genau da liegt der Hund begraben.Mein Wohnzimmer gleicht einer Bibliothek und ich kann behaupten ohne zu lügen, das ich jedes der Bücher vom Anfang bis zum Ende gelesen habe( gut die Lexikas und englich-Deutsch bücher jetzt mal nicht)
Zitat von LilaLilie:
Nicht jeder hat Abisag ich nur dazu...
Was hat das denn nun damit zutun?? Heißt das, dass jeder Hauptschüler eine Rechtschreibschwäche hat und jeder Abiturient nie Fehler macht??
Ich habe Abi, jedoch auch oft mal einen Schreibfehler. Dazu glaube ich, dass auch Hauptschüler schreiben können!
Ja, aber die Rechtschreibung wird doch in der Grundschule gelehrt. Das hat doch nun überhaupt nichts mit einer Hauptschule oder einem Gymnasium zu tun
Oder wird an einer Hauptschule das falsche schreiben beigebracht
?? - Dieses Thema wurde 4 mal gemerkt
Spätestens da brach mein Vertrauen in das System völlig. Weggegangen bin ich trotzdem nie, auch nicht, als die Mauer fiel. Dazu bin ich zu heimatverbunden und eher ein Kämpfer, statt ein Wegläufer. 

ich bin u.a. zertifizierte Legasthenietrainerin und glaubt mir eins...die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen, die zu uns kommen, leiden ganz gewaltig unter ihrer "Schwäche" oder wie viele Lehrer und andere meinen "Faulheit"...wenn hier jemand meint sich äußern zu müssen, dann sollte demjenigen auch bewußt sein, was die deutsche Rechtschreibung bedeutet und wie es betroffenen Menschen damit geht...Sorry, aber dieses inkompetente Gerede von Menschen die keine Ahnung haben, enttäuscht mich wirklich

