Mütter- und Schwangerenforum

Ist die deutsche Rechtschreibung so schwer?

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anakey
6743 Beiträge
05.08.2012 00:23
Zitat von Zauberfischli:

Zitat von SarahBS1982:

Zitat von Zauberfischli:

Zitat von anakey:

Zitat von Zauberfischli:

Mausi... ich die meiste Zeit schon... allerdings nur auf den Unterricht.. auf Pausen und Co. hätte ich gut verzichten können. Und da ich in der DDR zur Schule gegangen bin, hatte ich auch noch 8 Wochen Ferien im Sommer... ehrlich? Ich fand es schrecklich... es war viel zu lange.

ich kenn ja nun das System der DDR nur vom Erzählen meiner Eltern und auch nur daher weiß ich das es in Finnland übernommen wurde.
Das die Methoden in Schweden wieder andere sind, weiß ich, weil mein Onkel mitsamt Familie ausgewandert ist.
Daher mal eine Frage-wie genau sah das zu DDR Zeiten aus? war wirklich so wenig Zeit für den einzelnen da und die Klassen so unnötig groß? davon weiß ich leider nichts und das gebe ich zu.

mamota - evt machts auch einfach der Mix aus DDR-System und kleinen Klassen?


Mh.. Schule zu DDR zeiten... war eigentlich straff organisiert. Ich wohnte auf dem Dorf, trotzdem waren wir 28 Kinder in einer Klasse. Zusammen von Klasse 1-10. Erst danach ging es an die EOS ( heute Gym). Bei uns gab es in jedem Jahrgang 2 Klassen.. also 2x 28 Schüler. ICH hatte auch noch Samstags Unterricht... also von Mo- Sa. Ich glaube in den letzten Jahren waren es dann nur noch 5 Tage... aber ich bin nicht sicher wann genau das kam. Eine AG war Pflicht. Es gab Pioniernachmittage und FDJ- nachmittage... der eigentliche Hintergrund war ein politischer Aspekt. Ich kann dir allerdings nicht mehr sagen, was genau wie da gemacht haben. Benotet wurde von 1-5... 6 gabs bei uns nicht. Der Unterricht selbst war ziemlich politisch angehaucht. Geschichte war nur das erste Jahr interessant... in dem ersten Jahr durchliefen wir eigentlich die gesamte Geschichte und dann ging es mit dem Anfängen des Kommunismus und schliesslich der Gründung der DDR los... ab da war immer 1 Jahr Geschichte = 1 Parteitag... frag nicht... das ist das Fach mit der einzigen 2 auf meinem Zeugnis. Ich habe nciht zugehört.
Mein Liebling war Mathe, Chemie, Physik ging, Literatur.. usw... also alles Fächer in denen es um Fakten ging und die man nicht politisch anhauchen kann... Geografie.. war schon ein fach, in dem es ansich ganz viel um den Ostblock ging... Amerika hatten wir glaub ich gar nicht.

Naja... es war nicht das schlechteste... aber auch nicht das Beste. Mein Verhältnis zur Beschulung unserer Kinder ist eh gespalten. Könnte ich bestimmen, gäbe es Alternativen und ein einheitliches system. Achja... das war in der DDR auch anders... egal wann im Schuljahr man egal wohin umzog... man hatte immer denselben Stoff..+- 2 Wochen.

Gut fand ich: Das man solange als Klassenverband zusammen war und auch der Klassenlehrer nicht dauernd wechselte .
Schlecht: Naja... das system ansich. ich bin aber ohnehin ein Exot gewesen, denn ich bin sehr gläubig aufgewachsen. Das passte eh nicht in die DDR Philosophie.
Kontakt zur Stasi hatte ich während meiner schulzeit leider auch mal... unfreiwillig. Als Folge auf eine Klassenfahrt. Man warf uns Volkshetze vor. Spätestens da brach mein Vertrauen in das System völlig. Weggegangen bin ich trotzdem nie, auch nicht, als die Mauer fiel. Dazu bin ich zu heimatverbunden und eher ein Kämpfer, statt ein Wegläufer.

LG Zaubi


Im besten Fall geht's genau da ja in den nächsten Jahren wieder hin! Eine Schule für alle --> gemeinsam durch die Schulzeit.


Ein Tropfen auf den heißen Stein... und der staat denkt, er rutscht in Pisa einiges hoch... da dies nicht der Fall sein wird.. wird auch das nicht von Dauer sein... und es wird mal wieder eine Reform geben... noch so ein Punkt, der mich endlos nervt... immer und immer wieder wird alles umgeworfen... statt mal tatsächliche Alternativen zu schaffen... da will der Staat aber nicht ran, denn das würde einen Kontrollverlust bedeuten. Naja, wie gesagt... das würde ausarten und hatten wir auch schon tausendmal... ist nur ein Aufreger für mich, weil ich gern eine Alternative hätte und die wenigsten das verstehen.

LG Zaubi

du wohnst nicht rein zufällig in MV,oder? da scheint das Schulsystem regelmäßig über den Haufen geworfen zu werden.

An sich ja keine schlechte Idee mit "länger alle zusammen" aber der Grundgedanke des 3-gliedrigen wird dabei einfach nicht verworfen. und die Kinder heute sind zu sehr auf sich selbst bedacht,als darauf anderen zu helfen-so würden entweder die Schwächeren noch mehr abfallen oder die stärkeren zurückstehen müssen.-oder seh ich das falsch?
das mit dem "schreiben wie mans spricht" schein ich ja auch falsch verstanden zu haben.

Bin gespannt,wie das ganze in 3 Jahren aussieht und in 5 Jahren.
Kibazwerg
5493 Beiträge
05.08.2012 00:24
Zitat von SarahBS1982:

Zitat von Kibazwerg:

Zitat von SarahBS1982:

Zitat von Kibazwerg:

Ich habe jetzt nur die erste Seite gelesen...und ich bin entsetzt darüber, dass es tatsächlich noch Menschen gibt, die meinen, manche wären in der Schule nur zu faul gewesen ich bin u.a. zertifizierte Legasthenietrainerin und glaubt mir eins...die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen, die zu uns kommen, leiden ganz gewaltig unter ihrer "Schwäche" oder wie viele Lehrer und andere meinen "Faulheit"...wenn hier jemand meint sich äußern zu müssen, dann sollte demjenigen auch bewußt sein, was die deutsche Rechtschreibung bedeutet und wie es betroffenen Menschen damit geht...Sorry, aber dieses inkompetente Gerede von Menschen die keine Ahnung haben, enttäuscht mich wirklich


Ich kann die Enttäuschung verstehen. Grundtenor war dann aber nach ein paar Meinungen, dass ja nicht alle, die z. B. in solchen Foren wie hier ganz gruselig schreiben, Legastheniker sind. Und nun ist eine Diskussion darüber im Gange, wie es dazu kommt, dass einige Menschen so "schlecht" schreiben, die dazu geführt hat, dass wir jetzt beim Bildungssystem gelandet sind. Speziell bei der Tendenz dazu, Kindern in der Grundschule das Freie Schreiben ohne die Zwänge der Rechtschreibkorrektur zu ermöglichen.

Was sagst Du denn als Fachfrau zu diesem "neuen" Konzept des Lehrens?

Um das hier jetzt ausführlich zu schreiben, ist es leider schon etwas spät...ich versuche mich mal mit einer Kurzfassung meiner Meinung
Ich denke ein großes Problem ist, dass immer mehr Kinder undeutlich sprechen und dadurch das Schreiben lernen durch Hören erschwert wird...dann haben viele Kinder leider wenig Unterstützung zu Hause und die Lehrer sind oft überfordert den gesamtem Unterrichtsstoff in der Schule durchzubekommen...Konzentrationschwäche und zuviele Medieneinflüsse (und ich meine leider keine Bücher) tun ihr überiges dazu...grundsätzlich finde ich das Lernen mit der Anlauttabelle ganz gut, aber nur, wenn die Kinder auch damit lernen zu Lernen...und das geht leider sehr oft unter...das Schreiben lernen nach Höreindruck finde ich persönlich schwierig, da meines Erachtens nach der Zeitpunkt des korrekten Schreibens oft verfehlt wird...es hört sich jetzt vermutlich böse für Euch an, aber ich habe die zusätzliche Ausbildung gemacht, weil die Zahl der "Betroffenen" bei uns in der Praxis stark angestiegen ist und ich als Logopädin nicht mehr 100% auf die entsprechenden Bedürfnisse eingehen konnte...und solange die Schule so lehren, werde ich wohl erstmal nicht arbeitslos werden...das schönste an der Behandlung ist allerdings, wenn die Schüler nach 1-2Schuljahren sich um 1-2Noten verbessert haben oder Erwachsene endlich eine Arbeitstelle bekommen


Also würdest Du es prinzipiell nicht als Schwachsinn bezeichnen, zweifelst aber an der Umsetzung, da viele Lehrer offensichtlich nicht gut genug geschult sind. Habe ich das so richtig verstanden?

Ist da nicht generell die Schwierigkeit gegeben, dass jedes Kind ein anderes Entwicklungstempo durchmacht und deswegen der Zeitpunkt des korrekten Schreibens in einer Klasse nicht individuell erkannt werden kann?

Ich bin übrigens auf dem Weg, Logopädin zu werden, in die Sonderpädagogik abgebogen und beschäftige mich jetzt mit dem Schwerpunkt Inklusion. Vor allem Chancengleichheit bei unterschiedlichen sozio-kulturellen Hintergründen (Migration, bildungsferne Schichten, ...).

Für mich ist dieser Thread also nicht da um auf Menschen "herumzuhacken", sondern um Meinungen, Geschichten und Erfahrungen zu lesen. Und ich bin ganz zufrieden mit der Entwicklung der Diskussion hier!

Für mich ist das Entwicklungstempo der einzelnen Kinder und auch die Maße der Kinder in einer Klasse schwierig...und dann nur ein Lehrer, der (weil Mensch und nicht Maschine) meiner Meinung nach nicht individuell auf jedes Kind und dessen Bedürfnisse eingehen kann (überings haben wir im engeren Freundeskreis 2Grundschullehrerinnen, die auch meiner Meinung sind)...Deine Ausbildung hätte mir auch noch Spass gemacht Ich finde, um multimodal und kompetent arbeiten zu können, sollte man sich immer mit dem "ganzen drumherum" beschäftigen...und dann kann man auch mitreden
Kibazwerg
5493 Beiträge
05.08.2012 00:25
Zitat von Kibazwerg:

Zitat von SarahBS1982:

Zitat von Kibazwerg:

Zitat von SarahBS1982:

Zitat von Kibazwerg:

Ich habe jetzt nur die erste Seite gelesen...und ich bin entsetzt darüber, dass es tatsächlich noch Menschen gibt, die meinen, manche wären in der Schule nur zu faul gewesen ich bin u.a. zertifizierte Legasthenietrainerin und glaubt mir eins...die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen, die zu uns kommen, leiden ganz gewaltig unter ihrer "Schwäche" oder wie viele Lehrer und andere meinen "Faulheit"...wenn hier jemand meint sich äußern zu müssen, dann sollte demjenigen auch bewußt sein, was die deutsche Rechtschreibung bedeutet und wie es betroffenen Menschen damit geht...Sorry, aber dieses inkompetente Gerede von Menschen die keine Ahnung haben, enttäuscht mich wirklich


Ich kann die Enttäuschung verstehen. Grundtenor war dann aber nach ein paar Meinungen, dass ja nicht alle, die z. B. in solchen Foren wie hier ganz gruselig schreiben, Legastheniker sind. Und nun ist eine Diskussion darüber im Gange, wie es dazu kommt, dass einige Menschen so "schlecht" schreiben, die dazu geführt hat, dass wir jetzt beim Bildungssystem gelandet sind. Speziell bei der Tendenz dazu, Kindern in der Grundschule das Freie Schreiben ohne die Zwänge der Rechtschreibkorrektur zu ermöglichen.

Was sagst Du denn als Fachfrau zu diesem "neuen" Konzept des Lehrens?

Um das hier jetzt ausführlich zu schreiben, ist es leider schon etwas spät...ich versuche mich mal mit einer Kurzfassung meiner Meinung
Ich denke ein großes Problem ist, dass immer mehr Kinder undeutlich sprechen und dadurch das Schreiben lernen durch Hören erschwert wird...dann haben viele Kinder leider wenig Unterstützung zu Hause und die Lehrer sind oft überfordert den gesamtem Unterrichtsstoff in der Schule durchzubekommen...Konzentrationschwäche und zuviele Medieneinflüsse (und ich meine leider keine Bücher) tun ihr überiges dazu...grundsätzlich finde ich das Lernen mit der Anlauttabelle ganz gut, aber nur, wenn die Kinder auch damit lernen zu Lernen...und das geht leider sehr oft unter...das Schreiben lernen nach Höreindruck finde ich persönlich schwierig, da meines Erachtens nach der Zeitpunkt des korrekten Schreibens oft verfehlt wird...es hört sich jetzt vermutlich böse für Euch an, aber ich habe die zusätzliche Ausbildung gemacht, weil die Zahl der "Betroffenen" bei uns in der Praxis stark angestiegen ist und ich als Logopädin nicht mehr 100% auf die entsprechenden Bedürfnisse eingehen konnte...und solange die Schule so lehren, werde ich wohl erstmal nicht arbeitslos werden...das schönste an der Behandlung ist allerdings, wenn die Schüler nach 1-2Schuljahren sich um 1-2Noten verbessert haben oder Erwachsene endlich eine Arbeitstelle bekommen


Also würdest Du es prinzipiell nicht als Schwachsinn bezeichnen, zweifelst aber an der Umsetzung, da viele Lehrer offensichtlich nicht gut genug geschult sind. Habe ich das so richtig verstanden?

Ist da nicht generell die Schwierigkeit gegeben, dass jedes Kind ein anderes Entwicklungstempo durchmacht und deswegen der Zeitpunkt des korrekten Schreibens in einer Klasse nicht individuell erkannt werden kann?

Ich bin übrigens auf dem Weg, Logopädin zu werden, in die Sonderpädagogik abgebogen und beschäftige mich jetzt mit dem Schwerpunkt Inklusion. Vor allem Chancengleichheit bei unterschiedlichen sozio-kulturellen Hintergründen (Migration, bildungsferne Schichten, ...).

Für mich ist dieser Thread also nicht da um auf Menschen "herumzuhacken", sondern um Meinungen, Geschichten und Erfahrungen zu lesen. Und ich bin ganz zufrieden mit der Entwicklung der Diskussion hier!

Für mich ist das Entwicklungstempo der einzelnen Kinder und auch die Maße der Kinder in einer Klasse schwierig...und dann nur ein Lehrer, der (weil Mensch und nicht Maschine) meiner Meinung nach nicht individuell auf jedes Kind und dessen Bedürfnisse eingehen kann (überings haben wir im engeren Freundeskreis 2Grundschullehrerinnen, die auch meiner Meinung sind)...Deine Ausbildung hätte mir auch noch Spass gemacht Ich finde, um multimodal und kompetent arbeiten zu können, sollte man sich immer mit dem "ganzen drumherum" beschäftigen...und dann kann man auch mitreden

Sorry-nicht Maße, sondern Masse
05.08.2012 00:26
Zitat von anakey:

Zitat von Zauberfischli:

Zitat von SarahBS1982:

Zitat von Zauberfischli:

Zitat von anakey:

Zitat von Zauberfischli:

Mausi... ich die meiste Zeit schon... allerdings nur auf den Unterricht.. auf Pausen und Co. hätte ich gut verzichten können. Und da ich in der DDR zur Schule gegangen bin, hatte ich auch noch 8 Wochen Ferien im Sommer... ehrlich? Ich fand es schrecklich... es war viel zu lange.

ich kenn ja nun das System der DDR nur vom Erzählen meiner Eltern und auch nur daher weiß ich das es in Finnland übernommen wurde.
Das die Methoden in Schweden wieder andere sind, weiß ich, weil mein Onkel mitsamt Familie ausgewandert ist.
Daher mal eine Frage-wie genau sah das zu DDR Zeiten aus? war wirklich so wenig Zeit für den einzelnen da und die Klassen so unnötig groß? davon weiß ich leider nichts und das gebe ich zu.

mamota - evt machts auch einfach der Mix aus DDR-System und kleinen Klassen?


Mh.. Schule zu DDR zeiten... war eigentlich straff organisiert. Ich wohnte auf dem Dorf, trotzdem waren wir 28 Kinder in einer Klasse. Zusammen von Klasse 1-10. Erst danach ging es an die EOS ( heute Gym). Bei uns gab es in jedem Jahrgang 2 Klassen.. also 2x 28 Schüler. ICH hatte auch noch Samstags Unterricht... also von Mo- Sa. Ich glaube in den letzten Jahren waren es dann nur noch 5 Tage... aber ich bin nicht sicher wann genau das kam. Eine AG war Pflicht. Es gab Pioniernachmittage und FDJ- nachmittage... der eigentliche Hintergrund war ein politischer Aspekt. Ich kann dir allerdings nicht mehr sagen, was genau wie da gemacht haben. Benotet wurde von 1-5... 6 gabs bei uns nicht. Der Unterricht selbst war ziemlich politisch angehaucht. Geschichte war nur das erste Jahr interessant... in dem ersten Jahr durchliefen wir eigentlich die gesamte Geschichte und dann ging es mit dem Anfängen des Kommunismus und schliesslich der Gründung der DDR los... ab da war immer 1 Jahr Geschichte = 1 Parteitag... frag nicht... das ist das Fach mit der einzigen 2 auf meinem Zeugnis. Ich habe nciht zugehört.
Mein Liebling war Mathe, Chemie, Physik ging, Literatur.. usw... also alles Fächer in denen es um Fakten ging und die man nicht politisch anhauchen kann... Geografie.. war schon ein fach, in dem es ansich ganz viel um den Ostblock ging... Amerika hatten wir glaub ich gar nicht.

Naja... es war nicht das schlechteste... aber auch nicht das Beste. Mein Verhältnis zur Beschulung unserer Kinder ist eh gespalten. Könnte ich bestimmen, gäbe es Alternativen und ein einheitliches system. Achja... das war in der DDR auch anders... egal wann im Schuljahr man egal wohin umzog... man hatte immer denselben Stoff..+- 2 Wochen.

Gut fand ich: Das man solange als Klassenverband zusammen war und auch der Klassenlehrer nicht dauernd wechselte .
Schlecht: Naja... das system ansich. ich bin aber ohnehin ein Exot gewesen, denn ich bin sehr gläubig aufgewachsen. Das passte eh nicht in die DDR Philosophie.
Kontakt zur Stasi hatte ich während meiner schulzeit leider auch mal... unfreiwillig. Als Folge auf eine Klassenfahrt. Man warf uns Volkshetze vor. Spätestens da brach mein Vertrauen in das System völlig. Weggegangen bin ich trotzdem nie, auch nicht, als die Mauer fiel. Dazu bin ich zu heimatverbunden und eher ein Kämpfer, statt ein Wegläufer.

LG Zaubi


Im besten Fall geht's genau da ja in den nächsten Jahren wieder hin! Eine Schule für alle --> gemeinsam durch die Schulzeit.


Ein Tropfen auf den heißen Stein... und der staat denkt, er rutscht in Pisa einiges hoch... da dies nicht der Fall sein wird.. wird auch das nicht von Dauer sein... und es wird mal wieder eine Reform geben... noch so ein Punkt, der mich endlos nervt... immer und immer wieder wird alles umgeworfen... statt mal tatsächliche Alternativen zu schaffen... da will der Staat aber nicht ran, denn das würde einen Kontrollverlust bedeuten. Naja, wie gesagt... das würde ausarten und hatten wir auch schon tausendmal... ist nur ein Aufreger für mich, weil ich gern eine Alternative hätte und die wenigsten das verstehen.

LG Zaubi

du wohnst nicht rein zufällig in MV,oder? da scheint das Schulsystem regelmäßig über den Haufen geworfen zu werden.

An sich ja keine schlechte Idee mit "länger alle zusammen" aber der Grundgedanke des 3-gliedrigen wird dabei einfach nicht verworfen. und die Kinder heute sind zu sehr auf sich selbst bedacht,als darauf anderen zu helfen-so würden entweder die Schwächeren noch mehr abfallen oder die stärkeren zurückstehen müssen.-oder seh ich das falsch?
das mit dem "schreiben wie mans spricht" schein ich ja auch falsch verstanden zu haben.

Bin gespannt,wie das ganze in 3 Jahren aussieht und in 5 Jahren.


nein ich wohne in sachsen anhalt.. da ist auch nicht besser...
anakey
6743 Beiträge
05.08.2012 00:34
Zaubi es gibt wohl für jede Naturwissenschaften Olympiaden-wie eben die Mathe-Olympiade. das wirst du sicher schon wissen-aber ich dachte, ich erzähls dir nochmal. und evt hätte dein Sohn da Spaß dran? müsstest du dann die entsprechenden Lehrer mal drauf ansprechen. (hab den Tip von meiner besten Freundin bekommen.-wir diskutieren hier grad auch^^)
oder evt die Lehrer drauf ansprechen, ob er in den Langeweile-Fächern, wo er halt schon weiter ist, Bücher lesen darf?
Könnte er sonst evt ne Klasse höher springen?wär das möglich? oder möchte er das nicht? oder gehts ihm nur in einzelnen Fächern so?
SarahBS1982
5541 Beiträge
05.08.2012 00:36
Zitat von anakey:

Zitat von Zauberfischli:

Zitat von SarahBS1982:

Zitat von Zauberfischli:

Zitat von anakey:

Zitat von Zauberfischli:

Mausi... ich die meiste Zeit schon... allerdings nur auf den Unterricht.. auf Pausen und Co. hätte ich gut verzichten können. Und da ich in der DDR zur Schule gegangen bin, hatte ich auch noch 8 Wochen Ferien im Sommer... ehrlich? Ich fand es schrecklich... es war viel zu lange.

ich kenn ja nun das System der DDR nur vom Erzählen meiner Eltern und auch nur daher weiß ich das es in Finnland übernommen wurde.
Das die Methoden in Schweden wieder andere sind, weiß ich, weil mein Onkel mitsamt Familie ausgewandert ist.
Daher mal eine Frage-wie genau sah das zu DDR Zeiten aus? war wirklich so wenig Zeit für den einzelnen da und die Klassen so unnötig groß? davon weiß ich leider nichts und das gebe ich zu.

mamota - evt machts auch einfach der Mix aus DDR-System und kleinen Klassen?


Mh.. Schule zu DDR zeiten... war eigentlich straff organisiert. Ich wohnte auf dem Dorf, trotzdem waren wir 28 Kinder in einer Klasse. Zusammen von Klasse 1-10. Erst danach ging es an die EOS ( heute Gym). Bei uns gab es in jedem Jahrgang 2 Klassen.. also 2x 28 Schüler. ICH hatte auch noch Samstags Unterricht... also von Mo- Sa. Ich glaube in den letzten Jahren waren es dann nur noch 5 Tage... aber ich bin nicht sicher wann genau das kam. Eine AG war Pflicht. Es gab Pioniernachmittage und FDJ- nachmittage... der eigentliche Hintergrund war ein politischer Aspekt. Ich kann dir allerdings nicht mehr sagen, was genau wie da gemacht haben. Benotet wurde von 1-5... 6 gabs bei uns nicht. Der Unterricht selbst war ziemlich politisch angehaucht. Geschichte war nur das erste Jahr interessant... in dem ersten Jahr durchliefen wir eigentlich die gesamte Geschichte und dann ging es mit dem Anfängen des Kommunismus und schliesslich der Gründung der DDR los... ab da war immer 1 Jahr Geschichte = 1 Parteitag... frag nicht... das ist das Fach mit der einzigen 2 auf meinem Zeugnis. Ich habe nciht zugehört.
Mein Liebling war Mathe, Chemie, Physik ging, Literatur.. usw... also alles Fächer in denen es um Fakten ging und die man nicht politisch anhauchen kann... Geografie.. war schon ein fach, in dem es ansich ganz viel um den Ostblock ging... Amerika hatten wir glaub ich gar nicht.

Naja... es war nicht das schlechteste... aber auch nicht das Beste. Mein Verhältnis zur Beschulung unserer Kinder ist eh gespalten. Könnte ich bestimmen, gäbe es Alternativen und ein einheitliches system. Achja... das war in der DDR auch anders... egal wann im Schuljahr man egal wohin umzog... man hatte immer denselben Stoff..+- 2 Wochen.

Gut fand ich: Das man solange als Klassenverband zusammen war und auch der Klassenlehrer nicht dauernd wechselte .
Schlecht: Naja... das system ansich. ich bin aber ohnehin ein Exot gewesen, denn ich bin sehr gläubig aufgewachsen. Das passte eh nicht in die DDR Philosophie.
Kontakt zur Stasi hatte ich während meiner schulzeit leider auch mal... unfreiwillig. Als Folge auf eine Klassenfahrt. Man warf uns Volkshetze vor. Spätestens da brach mein Vertrauen in das System völlig. Weggegangen bin ich trotzdem nie, auch nicht, als die Mauer fiel. Dazu bin ich zu heimatverbunden und eher ein Kämpfer, statt ein Wegläufer.

LG Zaubi


Im besten Fall geht's genau da ja in den nächsten Jahren wieder hin! Eine Schule für alle --> gemeinsam durch die Schulzeit.


Ein Tropfen auf den heißen Stein... und der staat denkt, er rutscht in Pisa einiges hoch... da dies nicht der Fall sein wird.. wird auch das nicht von Dauer sein... und es wird mal wieder eine Reform geben... noch so ein Punkt, der mich endlos nervt... immer und immer wieder wird alles umgeworfen... statt mal tatsächliche Alternativen zu schaffen... da will der Staat aber nicht ran, denn das würde einen Kontrollverlust bedeuten. Naja, wie gesagt... das würde ausarten und hatten wir auch schon tausendmal... ist nur ein Aufreger für mich, weil ich gern eine Alternative hätte und die wenigsten das verstehen.

LG Zaubi

du wohnst nicht rein zufällig in MV,oder? da scheint das Schulsystem regelmäßig über den Haufen geworfen zu werden.

An sich ja keine schlechte Idee mit "länger alle zusammen" aber der Grundgedanke des 3-gliedrigen wird dabei einfach nicht verworfen. und die Kinder heute sind zu sehr auf sich selbst bedacht,als darauf anderen zu helfen-so würden entweder die Schwächeren noch mehr abfallen oder die stärkeren zurückstehen müssen.-oder seh ich das falsch?
das mit dem "schreiben wie mans spricht" schein ich ja auch falsch verstanden zu haben.

Bin gespannt,wie das ganze in 3 Jahren aussieht und in 5 Jahren.


Die Annahme "die Starken helfen den Schwachen" ist eine erhebliche (und ungünstige) Vereinfachung dessen, was die Inklusion erreichen möchte.

Durch Binnendifferenzierung und eine flexible Beschulung (alle sind in der 5. Klasse, aber Paul ist in Bio schon so weit, dass er sich mit dem Stoff der 8. Klasse beschäftigen "darf" und Saskia ist in Deutsch eher schwach, so dass sie den Stoff der 3. Klasse nochmal vertieft, in anderen Fächern ist es vllt. genau umgekehrt) kann viel erreicht werden. Neben schulischem Wissen auch Sozialkompetenzen und die Möglichkeit des Aufholens für Schüler mit Entwicklungsverzögerungen.

Ich bin auch gespannt, wie es in drei oder fünf Jahren aussieht! Vor allem, wie die Zusammenarbeit zwischen Sonderpädagogen und Lehrern aussehen wird.

Wichtig finde ich aber, dass eine gewisse Chancengerechtigkeit herrscht. Ganz egal, welchen Entwicklungsstand, welches Handicap oder welches Herkunftsland der Schüler mitbringt. Genau an der Stelle muss er abgeholt werden.
Kibazwerg
5493 Beiträge
05.08.2012 00:37
Zitat von SarahBS1982:

Zitat von anakey:

Zitat von Zauberfischli:

Zitat von SarahBS1982:

Zitat von Zauberfischli:

Zitat von anakey:

Zitat von Zauberfischli:

Mausi... ich die meiste Zeit schon... allerdings nur auf den Unterricht.. auf Pausen und Co. hätte ich gut verzichten können. Und da ich in der DDR zur Schule gegangen bin, hatte ich auch noch 8 Wochen Ferien im Sommer... ehrlich? Ich fand es schrecklich... es war viel zu lange.

ich kenn ja nun das System der DDR nur vom Erzählen meiner Eltern und auch nur daher weiß ich das es in Finnland übernommen wurde.
Das die Methoden in Schweden wieder andere sind, weiß ich, weil mein Onkel mitsamt Familie ausgewandert ist.
Daher mal eine Frage-wie genau sah das zu DDR Zeiten aus? war wirklich so wenig Zeit für den einzelnen da und die Klassen so unnötig groß? davon weiß ich leider nichts und das gebe ich zu.

mamota - evt machts auch einfach der Mix aus DDR-System und kleinen Klassen?


Mh.. Schule zu DDR zeiten... war eigentlich straff organisiert. Ich wohnte auf dem Dorf, trotzdem waren wir 28 Kinder in einer Klasse. Zusammen von Klasse 1-10. Erst danach ging es an die EOS ( heute Gym). Bei uns gab es in jedem Jahrgang 2 Klassen.. also 2x 28 Schüler. ICH hatte auch noch Samstags Unterricht... also von Mo- Sa. Ich glaube in den letzten Jahren waren es dann nur noch 5 Tage... aber ich bin nicht sicher wann genau das kam. Eine AG war Pflicht. Es gab Pioniernachmittage und FDJ- nachmittage... der eigentliche Hintergrund war ein politischer Aspekt. Ich kann dir allerdings nicht mehr sagen, was genau wie da gemacht haben. Benotet wurde von 1-5... 6 gabs bei uns nicht. Der Unterricht selbst war ziemlich politisch angehaucht. Geschichte war nur das erste Jahr interessant... in dem ersten Jahr durchliefen wir eigentlich die gesamte Geschichte und dann ging es mit dem Anfängen des Kommunismus und schliesslich der Gründung der DDR los... ab da war immer 1 Jahr Geschichte = 1 Parteitag... frag nicht... das ist das Fach mit der einzigen 2 auf meinem Zeugnis. Ich habe nciht zugehört.
Mein Liebling war Mathe, Chemie, Physik ging, Literatur.. usw... also alles Fächer in denen es um Fakten ging und die man nicht politisch anhauchen kann... Geografie.. war schon ein fach, in dem es ansich ganz viel um den Ostblock ging... Amerika hatten wir glaub ich gar nicht.

Naja... es war nicht das schlechteste... aber auch nicht das Beste. Mein Verhältnis zur Beschulung unserer Kinder ist eh gespalten. Könnte ich bestimmen, gäbe es Alternativen und ein einheitliches system. Achja... das war in der DDR auch anders... egal wann im Schuljahr man egal wohin umzog... man hatte immer denselben Stoff..+- 2 Wochen.

Gut fand ich: Das man solange als Klassenverband zusammen war und auch der Klassenlehrer nicht dauernd wechselte .
Schlecht: Naja... das system ansich. ich bin aber ohnehin ein Exot gewesen, denn ich bin sehr gläubig aufgewachsen. Das passte eh nicht in die DDR Philosophie.
Kontakt zur Stasi hatte ich während meiner schulzeit leider auch mal... unfreiwillig. Als Folge auf eine Klassenfahrt. Man warf uns Volkshetze vor. Spätestens da brach mein Vertrauen in das System völlig. Weggegangen bin ich trotzdem nie, auch nicht, als die Mauer fiel. Dazu bin ich zu heimatverbunden und eher ein Kämpfer, statt ein Wegläufer.

LG Zaubi


Im besten Fall geht's genau da ja in den nächsten Jahren wieder hin! Eine Schule für alle --> gemeinsam durch die Schulzeit.


Ein Tropfen auf den heißen Stein... und der staat denkt, er rutscht in Pisa einiges hoch... da dies nicht der Fall sein wird.. wird auch das nicht von Dauer sein... und es wird mal wieder eine Reform geben... noch so ein Punkt, der mich endlos nervt... immer und immer wieder wird alles umgeworfen... statt mal tatsächliche Alternativen zu schaffen... da will der Staat aber nicht ran, denn das würde einen Kontrollverlust bedeuten. Naja, wie gesagt... das würde ausarten und hatten wir auch schon tausendmal... ist nur ein Aufreger für mich, weil ich gern eine Alternative hätte und die wenigsten das verstehen.

LG Zaubi

du wohnst nicht rein zufällig in MV,oder? da scheint das Schulsystem regelmäßig über den Haufen geworfen zu werden.

An sich ja keine schlechte Idee mit "länger alle zusammen" aber der Grundgedanke des 3-gliedrigen wird dabei einfach nicht verworfen. und die Kinder heute sind zu sehr auf sich selbst bedacht,als darauf anderen zu helfen-so würden entweder die Schwächeren noch mehr abfallen oder die stärkeren zurückstehen müssen.-oder seh ich das falsch?
das mit dem "schreiben wie mans spricht" schein ich ja auch falsch verstanden zu haben.

Bin gespannt,wie das ganze in 3 Jahren aussieht und in 5 Jahren.


Die Annahme "die Starken helfen den Schwachen" ist eine erhebliche (und ungünstige) Vereinfachung dessen, was die Inklusion erreichen möchte.

Durch Binnendifferenzierung und eine flexible Beschulung (alle sind in der 5. Klasse, aber Paul ist in Bio schon so weit, dass er sich mit dem Stoff der 8. Klasse beschäftigen "darf" und Saskia ist in Deutsch eher schwach, so dass sie den Stoff der 3. Klasse nochmal vertieft, in anderen Fächern ist es vllt. genau umgekehrt) kann viel erreicht werden. Neben schulischem Wissen auch Sozialkompetenzen und die Möglichkeit des Aufholens für Schüler mit Entwicklungsverzögerungen.

Ich bin auch gespannt, wie es in drei oder fünf Jahren aussieht! Vor allem, wie die Zusammenarbeit zwischen Sonderpädagogen und Lehrern aussehen wird.

Wichtig finde ich aber, dass eine gewisse Chancengerechtigkeit herrscht. Ganz egal, welchen Entwicklungsstand, welches Handicap oder welches Herkunftsland der Schüler mitbringt. Genau an der Stelle muss er abgeholt werden.

05.08.2012 00:39
Zitat von anakey:

Zaubi es gibt wohl für jede Naturwissenschaften Olympiaden-wie eben die Mathe-Olympiade. das wirst du sicher schon wissen-aber ich dachte, ich erzähls dir nochmal. und evt hätte dein Sohn da Spaß dran? müsstest du dann die entsprechenden Lehrer mal drauf ansprechen. (hab den Tip von meiner besten Freundin bekommen.-wir diskutieren hier grad auch^^)
oder evt die Lehrer drauf ansprechen, ob er in den Langeweile-Fächern, wo er halt schon weiter ist, Bücher lesen darf?
Könnte er sonst evt ne Klasse höher springen?wär das möglich? oder möchte er das nicht? oder gehts ihm nur in einzelnen Fächern so?


Es geht ihm nicht in allen Fächern so... aber ich denke, das springen wäre theoretisch möglich. Auf Grund langer Krnakheit war er das erste halbjahr Gymn. nicht in der schule... ausser die ersten 4 wochen. ab dem 2. halbjahr war er wieder und hat in keinem fach probleme bekommen... das zeugnis besteht aus 1,2 und auch 3, aber völig in ordnung... also das würde er auch in den fächern packen, in denen er sich nicht so langweilt... aber, sozial hat er eben defizite... und von daher ist ein klassenwechsel ausgeschlossen... er braucht lange, bis er sozial den anschluss hat... das wäre kontraproduktiv.

LG Zaubi

P.S. Ich gehe jetzt ins Bettchen... gute Nacht bis morgen.
anakey
6743 Beiträge
05.08.2012 00:42
Zitat von SarahBS1982:

Zitat von anakey:

Zitat von Zauberfischli:

Zitat von SarahBS1982:

Zitat von Zauberfischli:

Zitat von anakey:

Zitat von Zauberfischli:

Mausi... ich die meiste Zeit schon... allerdings nur auf den Unterricht.. auf Pausen und Co. hätte ich gut verzichten können. Und da ich in der DDR zur Schule gegangen bin, hatte ich auch noch 8 Wochen Ferien im Sommer... ehrlich? Ich fand es schrecklich... es war viel zu lange.

ich kenn ja nun das System der DDR nur vom Erzählen meiner Eltern und auch nur daher weiß ich das es in Finnland übernommen wurde.
Das die Methoden in Schweden wieder andere sind, weiß ich, weil mein Onkel mitsamt Familie ausgewandert ist.
Daher mal eine Frage-wie genau sah das zu DDR Zeiten aus? war wirklich so wenig Zeit für den einzelnen da und die Klassen so unnötig groß? davon weiß ich leider nichts und das gebe ich zu.

mamota - evt machts auch einfach der Mix aus DDR-System und kleinen Klassen?


Mh.. Schule zu DDR zeiten... war eigentlich straff organisiert. Ich wohnte auf dem Dorf, trotzdem waren wir 28 Kinder in einer Klasse. Zusammen von Klasse 1-10. Erst danach ging es an die EOS ( heute Gym). Bei uns gab es in jedem Jahrgang 2 Klassen.. also 2x 28 Schüler. ICH hatte auch noch Samstags Unterricht... also von Mo- Sa. Ich glaube in den letzten Jahren waren es dann nur noch 5 Tage... aber ich bin nicht sicher wann genau das kam. Eine AG war Pflicht. Es gab Pioniernachmittage und FDJ- nachmittage... der eigentliche Hintergrund war ein politischer Aspekt. Ich kann dir allerdings nicht mehr sagen, was genau wie da gemacht haben. Benotet wurde von 1-5... 6 gabs bei uns nicht. Der Unterricht selbst war ziemlich politisch angehaucht. Geschichte war nur das erste Jahr interessant... in dem ersten Jahr durchliefen wir eigentlich die gesamte Geschichte und dann ging es mit dem Anfängen des Kommunismus und schliesslich der Gründung der DDR los... ab da war immer 1 Jahr Geschichte = 1 Parteitag... frag nicht... das ist das Fach mit der einzigen 2 auf meinem Zeugnis. Ich habe nciht zugehört.
Mein Liebling war Mathe, Chemie, Physik ging, Literatur.. usw... also alles Fächer in denen es um Fakten ging und die man nicht politisch anhauchen kann... Geografie.. war schon ein fach, in dem es ansich ganz viel um den Ostblock ging... Amerika hatten wir glaub ich gar nicht.

Naja... es war nicht das schlechteste... aber auch nicht das Beste. Mein Verhältnis zur Beschulung unserer Kinder ist eh gespalten. Könnte ich bestimmen, gäbe es Alternativen und ein einheitliches system. Achja... das war in der DDR auch anders... egal wann im Schuljahr man egal wohin umzog... man hatte immer denselben Stoff..+- 2 Wochen.

Gut fand ich: Das man solange als Klassenverband zusammen war und auch der Klassenlehrer nicht dauernd wechselte .
Schlecht: Naja... das system ansich. ich bin aber ohnehin ein Exot gewesen, denn ich bin sehr gläubig aufgewachsen. Das passte eh nicht in die DDR Philosophie.
Kontakt zur Stasi hatte ich während meiner schulzeit leider auch mal... unfreiwillig. Als Folge auf eine Klassenfahrt. Man warf uns Volkshetze vor. Spätestens da brach mein Vertrauen in das System völlig. Weggegangen bin ich trotzdem nie, auch nicht, als die Mauer fiel. Dazu bin ich zu heimatverbunden und eher ein Kämpfer, statt ein Wegläufer.

LG Zaubi


Im besten Fall geht's genau da ja in den nächsten Jahren wieder hin! Eine Schule für alle --> gemeinsam durch die Schulzeit.


Ein Tropfen auf den heißen Stein... und der staat denkt, er rutscht in Pisa einiges hoch... da dies nicht der Fall sein wird.. wird auch das nicht von Dauer sein... und es wird mal wieder eine Reform geben... noch so ein Punkt, der mich endlos nervt... immer und immer wieder wird alles umgeworfen... statt mal tatsächliche Alternativen zu schaffen... da will der Staat aber nicht ran, denn das würde einen Kontrollverlust bedeuten. Naja, wie gesagt... das würde ausarten und hatten wir auch schon tausendmal... ist nur ein Aufreger für mich, weil ich gern eine Alternative hätte und die wenigsten das verstehen.

LG Zaubi

du wohnst nicht rein zufällig in MV,oder? da scheint das Schulsystem regelmäßig über den Haufen geworfen zu werden.

An sich ja keine schlechte Idee mit "länger alle zusammen" aber der Grundgedanke des 3-gliedrigen wird dabei einfach nicht verworfen. und die Kinder heute sind zu sehr auf sich selbst bedacht,als darauf anderen zu helfen-so würden entweder die Schwächeren noch mehr abfallen oder die stärkeren zurückstehen müssen.-oder seh ich das falsch?
das mit dem "schreiben wie mans spricht" schein ich ja auch falsch verstanden zu haben.

Bin gespannt,wie das ganze in 3 Jahren aussieht und in 5 Jahren.


Die Annahme "die Starken helfen den Schwachen" ist eine erhebliche (und ungünstige) Vereinfachung dessen, was die Inklusion erreichen möchte.

Durch Binnendifferenzierung und eine flexible Beschulung (alle sind in der 5. Klasse, aber Paul ist in Bio schon so weit, dass er sich mit dem Stoff der 8. Klasse beschäftigen "darf" und Saskia ist in Deutsch eher schwach, so dass sie den Stoff der 3. Klasse nochmal vertieft, in anderen Fächern ist es vllt. genau umgekehrt) kann viel erreicht werden. Neben schulischem Wissen auch Sozialkompetenzen und die Möglichkeit des Aufholens für Schüler mit Entwicklungsverzögerungen.

Ich bin auch gespannt, wie es in drei oder fünf Jahren aussieht! Vor allem, wie die Zusammenarbeit zwischen Sonderpädagogen und Lehrern aussehen wird.

Wichtig finde ich aber, dass eine gewisse Chancengerechtigkeit herrscht. Ganz egal, welchen Entwicklungsstand, welches Handicap oder welches Herkunftsland der Schüler mitbringt. Genau an der Stelle muss er abgeholt werden.

Inklu-WAS?
Soziale Kompetenz würde doch aber mit einander helfen gestärkt werden? wenn nicht so,wie sonst?

ich denke, über Schule,wie sie sein sollte, lässt sich viel dikutieren. und darüber wie sie ist, noch mehr meckern. letzlich liegt es in Hand der Eltern das bestmögliche raus zu holen aus dem herrschenden System..denn an dem System werden wir nichts ändern können.
den einen passt das eine nicht, anderen das andere nicht...das wird ewig so sein.
und ich bin eben nicht unbedingt Fan davon, Kinder immer in Watte zu packen...denn das zieht sich so hoch..so blöd es klingt, aber die Jugend heut ist schon weicher, als wir es waren und wir waren weicher als unsere Eltern...wo soll das hinführen?
Glueckskeks
744 Beiträge
05.08.2012 00:45
Bei mir liegt es daran, das ich fast ausschließlich über mein Handy schreibe. Ich kann da auch gar nicht mehr meine kompletten Sätze einsehen, sodass oft der Satzbau falsch ist.
Finde auch man sollte darüber nicht so arg urteilen, das es ja wirklich viele Leute mit Lese- Rechtschreibschwäche gibt.
anakey
6743 Beiträge
05.08.2012 00:48
Zitat von Glueckskeks:

Bei mir liegt es daran, das ich fast ausschließlich über mein Handy schreibe. Ich kann da auch gar nicht mehr meine kompletten Sätze einsehen, sodass oft der Satzbau falsch ist.
Finde auch man sollte darüber nicht so arg urteilen, das es ja wirklich viele Leute mit Lese- Rechtschreibschwäche gibt.

über den Punkt sind wir doch schon hinweg.
es kann aber nicht ALLES an Rechtschreibfehlern auf die Handytastatur oder LRS geschoben werden. dann würd n großer Teil von MC mit Handy schreiben UND LRS haben. (übertrieben geschrieben)
aber wie gesagt-über diese Diskussionsgrundlage sind wir hinaus.
SarahBS1982
5541 Beiträge
05.08.2012 00:50
Zitat von anakey:

Zitat von SarahBS1982:

Zitat von anakey:

Zitat von Zauberfischli:

Zitat von SarahBS1982:

Zitat von Zauberfischli:

Zitat von anakey:

Zitat von Zauberfischli:

Mausi... ich die meiste Zeit schon... allerdings nur auf den Unterricht.. auf Pausen und Co. hätte ich gut verzichten können. Und da ich in der DDR zur Schule gegangen bin, hatte ich auch noch 8 Wochen Ferien im Sommer... ehrlich? Ich fand es schrecklich... es war viel zu lange.

ich kenn ja nun das System der DDR nur vom Erzählen meiner Eltern und auch nur daher weiß ich das es in Finnland übernommen wurde.
Das die Methoden in Schweden wieder andere sind, weiß ich, weil mein Onkel mitsamt Familie ausgewandert ist.
Daher mal eine Frage-wie genau sah das zu DDR Zeiten aus? war wirklich so wenig Zeit für den einzelnen da und die Klassen so unnötig groß? davon weiß ich leider nichts und das gebe ich zu.

mamota - evt machts auch einfach der Mix aus DDR-System und kleinen Klassen?


Mh.. Schule zu DDR zeiten... war eigentlich straff organisiert. Ich wohnte auf dem Dorf, trotzdem waren wir 28 Kinder in einer Klasse. Zusammen von Klasse 1-10. Erst danach ging es an die EOS ( heute Gym). Bei uns gab es in jedem Jahrgang 2 Klassen.. also 2x 28 Schüler. ICH hatte auch noch Samstags Unterricht... also von Mo- Sa. Ich glaube in den letzten Jahren waren es dann nur noch 5 Tage... aber ich bin nicht sicher wann genau das kam. Eine AG war Pflicht. Es gab Pioniernachmittage und FDJ- nachmittage... der eigentliche Hintergrund war ein politischer Aspekt. Ich kann dir allerdings nicht mehr sagen, was genau wie da gemacht haben. Benotet wurde von 1-5... 6 gabs bei uns nicht. Der Unterricht selbst war ziemlich politisch angehaucht. Geschichte war nur das erste Jahr interessant... in dem ersten Jahr durchliefen wir eigentlich die gesamte Geschichte und dann ging es mit dem Anfängen des Kommunismus und schliesslich der Gründung der DDR los... ab da war immer 1 Jahr Geschichte = 1 Parteitag... frag nicht... das ist das Fach mit der einzigen 2 auf meinem Zeugnis. Ich habe nciht zugehört.
Mein Liebling war Mathe, Chemie, Physik ging, Literatur.. usw... also alles Fächer in denen es um Fakten ging und die man nicht politisch anhauchen kann... Geografie.. war schon ein fach, in dem es ansich ganz viel um den Ostblock ging... Amerika hatten wir glaub ich gar nicht.

Naja... es war nicht das schlechteste... aber auch nicht das Beste. Mein Verhältnis zur Beschulung unserer Kinder ist eh gespalten. Könnte ich bestimmen, gäbe es Alternativen und ein einheitliches system. Achja... das war in der DDR auch anders... egal wann im Schuljahr man egal wohin umzog... man hatte immer denselben Stoff..+- 2 Wochen.

Gut fand ich: Das man solange als Klassenverband zusammen war und auch der Klassenlehrer nicht dauernd wechselte .
Schlecht: Naja... das system ansich. ich bin aber ohnehin ein Exot gewesen, denn ich bin sehr gläubig aufgewachsen. Das passte eh nicht in die DDR Philosophie.
Kontakt zur Stasi hatte ich während meiner schulzeit leider auch mal... unfreiwillig. Als Folge auf eine Klassenfahrt. Man warf uns Volkshetze vor. Spätestens da brach mein Vertrauen in das System völlig. Weggegangen bin ich trotzdem nie, auch nicht, als die Mauer fiel. Dazu bin ich zu heimatverbunden und eher ein Kämpfer, statt ein Wegläufer.

LG Zaubi


Im besten Fall geht's genau da ja in den nächsten Jahren wieder hin! Eine Schule für alle --> gemeinsam durch die Schulzeit.


Ein Tropfen auf den heißen Stein... und der staat denkt, er rutscht in Pisa einiges hoch... da dies nicht der Fall sein wird.. wird auch das nicht von Dauer sein... und es wird mal wieder eine Reform geben... noch so ein Punkt, der mich endlos nervt... immer und immer wieder wird alles umgeworfen... statt mal tatsächliche Alternativen zu schaffen... da will der Staat aber nicht ran, denn das würde einen Kontrollverlust bedeuten. Naja, wie gesagt... das würde ausarten und hatten wir auch schon tausendmal... ist nur ein Aufreger für mich, weil ich gern eine Alternative hätte und die wenigsten das verstehen.

LG Zaubi

du wohnst nicht rein zufällig in MV,oder? da scheint das Schulsystem regelmäßig über den Haufen geworfen zu werden.

An sich ja keine schlechte Idee mit "länger alle zusammen" aber der Grundgedanke des 3-gliedrigen wird dabei einfach nicht verworfen. und die Kinder heute sind zu sehr auf sich selbst bedacht,als darauf anderen zu helfen-so würden entweder die Schwächeren noch mehr abfallen oder die stärkeren zurückstehen müssen.-oder seh ich das falsch?
das mit dem "schreiben wie mans spricht" schein ich ja auch falsch verstanden zu haben.

Bin gespannt,wie das ganze in 3 Jahren aussieht und in 5 Jahren.


Die Annahme "die Starken helfen den Schwachen" ist eine erhebliche (und ungünstige) Vereinfachung dessen, was die Inklusion erreichen möchte.

Durch Binnendifferenzierung und eine flexible Beschulung (alle sind in der 5. Klasse, aber Paul ist in Bio schon so weit, dass er sich mit dem Stoff der 8. Klasse beschäftigen "darf" und Saskia ist in Deutsch eher schwach, so dass sie den Stoff der 3. Klasse nochmal vertieft, in anderen Fächern ist es vllt. genau umgekehrt) kann viel erreicht werden. Neben schulischem Wissen auch Sozialkompetenzen und die Möglichkeit des Aufholens für Schüler mit Entwicklungsverzögerungen.

Ich bin auch gespannt, wie es in drei oder fünf Jahren aussieht! Vor allem, wie die Zusammenarbeit zwischen Sonderpädagogen und Lehrern aussehen wird.

Wichtig finde ich aber, dass eine gewisse Chancengerechtigkeit herrscht. Ganz egal, welchen Entwicklungsstand, welches Handicap oder welches Herkunftsland der Schüler mitbringt. Genau an der Stelle muss er abgeholt werden.

Inklu-WAS?
Soziale Kompetenz würde doch aber mit einander helfen gestärkt werden? wenn nicht so,wie sonst?

ich denke, über Schule,wie sie sein sollte, lässt sich viel dikutieren. und darüber wie sie ist, noch mehr meckern. letzlich liegt es in Hand der Eltern das bestmögliche raus zu holen aus dem herrschenden System..denn an dem System werden wir nichts ändern können.
den einen passt das eine nicht, anderen das andere nicht...das wird ewig so sein.
und ich bin eben nicht unbedingt Fan davon, Kinder immer in Watte zu packen...denn das zieht sich so hoch..so blöd es klingt, aber die Jugend heut ist schon weicher, als wir es waren und wir waren weicher als unsere Eltern...wo soll das hinführen?


Natürlich werden die Schüler sich auch gegenseitig helfen! Das hast Du missverstanden, das Helfen ist nur ein winzig kleiner Teil des Konzeptes.

Vor allem bekommen die Schüler ein Gespür dafür, dass es normal ist, unterschiedlich zu sein. Dass es eben den Rollifahrer gibt, der aber in Mathe ein Ass ist. Dass es das Mädchen gibt, das in allen Fächern etwas langsamer lernt als andere und vielleicht auch seltsam spricht, das aber eine richtig gute Freundin ist und mit ihrer Begeisterung jeden anstecken kann. Dass es da jemanden in der Klasse gibt, der alles zu können scheint, der aber trotzdem genau so gern auf Bäume klettert und mit Schneebällen wirft wie der Rest.

Und das über Jahre hinweg.

Das Mädchen, das in der 7. Klasse noch immer langsamer denkt als die anderen, bleibt trotzdem im Klassenverband und wird nicht ausgesondert. Der Junge, der immer alles konnte, hat mit 14 nur noch andere Dinge im Kopf und schreibt seine erste 3!

Glueckskeks
744 Beiträge
05.08.2012 00:58
Zitat von anakey:

Zitat von Glueckskeks:

Bei mir liegt es daran, das ich fast ausschließlich über mein Handy schreibe. Ich kann da auch gar nicht mehr meine kompletten Sätze einsehen, sodass oft der Satzbau falsch ist.
Finde auch man sollte darüber nicht so arg urteilen, das es ja wirklich viele Leute mit Lese- Rechtschreibschwäche gibt.

über den Punkt sind wir doch schon hinweg.
es kann aber nicht ALLES an Rechtschreibfehlern auf die Handytastatur oder LRS geschoben werden. dann würd n großer Teil von MC mit Handy schreiben UND LRS haben. (übertrieben geschrieben)
aber wie gesagt-über diese Diskussionsgrundlage sind wir hinaus.


Achso, hab nur die ersten paar Antworten gelesen, die langen waren mir doch zu viel und diese mega Quote Dinger sowieso.
Wollte das auch nur mal als meiner Sicht sagen. Sicher bin ich auch der Meinung das man alles auf die von mir genannten Faktoren schieben kann
Glueckskeks
744 Beiträge
05.08.2012 01:00
Zitat von Glueckskeks:

Zitat von anakey:

Zitat von Glueckskeks:

Bei mir liegt es daran, das ich fast ausschließlich über mein Handy schreibe. Ich kann da auch gar nicht mehr meine kompletten Sätze einsehen, sodass oft der Satzbau falsch ist.
Finde auch man sollte darüber nicht so arg urteilen, das es ja wirklich viele Leute mit Lese- Rechtschreibschwäche gibt.

über den Punkt sind wir doch schon hinweg.
es kann aber nicht ALLES an Rechtschreibfehlern auf die Handytastatur oder LRS geschoben werden. dann würd n großer Teil von MC mit Handy schreiben UND LRS haben. (übertrieben geschrieben)
aber wie gesagt-über diese Diskussionsgrundlage sind wir hinaus.


Achso, hab nur die ersten paar Antworten gelesen, die langen waren mir doch zu viel und diese mega Quote Dinger sowieso.
Wollte das auch nur mal als meiner Sicht sagen. Sicher bin ich auch der Meinung das man alles auf die von mir genannten Faktoren schieben kann


Ich meinte das man nicht alles auf die Faktoren schieben kann. Das nicht fehlte
05.08.2012 08:30
Zitat von anakey:

Zitat von SarahBS1982:

Zitat von anakey:

Zitat von Zauberfischli:

Zitat von SarahBS1982:

Zitat von Zauberfischli:

Zitat von anakey:

Zitat von Zauberfischli:

Mausi... ich die meiste Zeit schon... allerdings nur auf den Unterricht.. auf Pausen und Co. hätte ich gut verzichten können. Und da ich in der DDR zur Schule gegangen bin, hatte ich auch noch 8 Wochen Ferien im Sommer... ehrlich? Ich fand es schrecklich... es war viel zu lange.

ich kenn ja nun das System der DDR nur vom Erzählen meiner Eltern und auch nur daher weiß ich das es in Finnland übernommen wurde.
Das die Methoden in Schweden wieder andere sind, weiß ich, weil mein Onkel mitsamt Familie ausgewandert ist.
Daher mal eine Frage-wie genau sah das zu DDR Zeiten aus? war wirklich so wenig Zeit für den einzelnen da und die Klassen so unnötig groß? davon weiß ich leider nichts und das gebe ich zu.

mamota - evt machts auch einfach der Mix aus DDR-System und kleinen Klassen?


Mh.. Schule zu DDR zeiten... war eigentlich straff organisiert. Ich wohnte auf dem Dorf, trotzdem waren wir 28 Kinder in einer Klasse. Zusammen von Klasse 1-10. Erst danach ging es an die EOS ( heute Gym). Bei uns gab es in jedem Jahrgang 2 Klassen.. also 2x 28 Schüler. ICH hatte auch noch Samstags Unterricht... also von Mo- Sa. Ich glaube in den letzten Jahren waren es dann nur noch 5 Tage... aber ich bin nicht sicher wann genau das kam. Eine AG war Pflicht. Es gab Pioniernachmittage und FDJ- nachmittage... der eigentliche Hintergrund war ein politischer Aspekt. Ich kann dir allerdings nicht mehr sagen, was genau wie da gemacht haben. Benotet wurde von 1-5... 6 gabs bei uns nicht. Der Unterricht selbst war ziemlich politisch angehaucht. Geschichte war nur das erste Jahr interessant... in dem ersten Jahr durchliefen wir eigentlich die gesamte Geschichte und dann ging es mit dem Anfängen des Kommunismus und schliesslich der Gründung der DDR los... ab da war immer 1 Jahr Geschichte = 1 Parteitag... frag nicht... das ist das Fach mit der einzigen 2 auf meinem Zeugnis. Ich habe nciht zugehört.
Mein Liebling war Mathe, Chemie, Physik ging, Literatur.. usw... also alles Fächer in denen es um Fakten ging und die man nicht politisch anhauchen kann... Geografie.. war schon ein fach, in dem es ansich ganz viel um den Ostblock ging... Amerika hatten wir glaub ich gar nicht.

Naja... es war nicht das schlechteste... aber auch nicht das Beste. Mein Verhältnis zur Beschulung unserer Kinder ist eh gespalten. Könnte ich bestimmen, gäbe es Alternativen und ein einheitliches system. Achja... das war in der DDR auch anders... egal wann im Schuljahr man egal wohin umzog... man hatte immer denselben Stoff..+- 2 Wochen.

Gut fand ich: Das man solange als Klassenverband zusammen war und auch der Klassenlehrer nicht dauernd wechselte .
Schlecht: Naja... das system ansich. ich bin aber ohnehin ein Exot gewesen, denn ich bin sehr gläubig aufgewachsen. Das passte eh nicht in die DDR Philosophie.
Kontakt zur Stasi hatte ich während meiner schulzeit leider auch mal... unfreiwillig. Als Folge auf eine Klassenfahrt. Man warf uns Volkshetze vor. Spätestens da brach mein Vertrauen in das System völlig. Weggegangen bin ich trotzdem nie, auch nicht, als die Mauer fiel. Dazu bin ich zu heimatverbunden und eher ein Kämpfer, statt ein Wegläufer.

LG Zaubi


Im besten Fall geht's genau da ja in den nächsten Jahren wieder hin! Eine Schule für alle --> gemeinsam durch die Schulzeit.


Ein Tropfen auf den heißen Stein... und der staat denkt, er rutscht in Pisa einiges hoch... da dies nicht der Fall sein wird.. wird auch das nicht von Dauer sein... und es wird mal wieder eine Reform geben... noch so ein Punkt, der mich endlos nervt... immer und immer wieder wird alles umgeworfen... statt mal tatsächliche Alternativen zu schaffen... da will der Staat aber nicht ran, denn das würde einen Kontrollverlust bedeuten. Naja, wie gesagt... das würde ausarten und hatten wir auch schon tausendmal... ist nur ein Aufreger für mich, weil ich gern eine Alternative hätte und die wenigsten das verstehen.

LG Zaubi

du wohnst nicht rein zufällig in MV,oder? da scheint das Schulsystem regelmäßig über den Haufen geworfen zu werden.

An sich ja keine schlechte Idee mit "länger alle zusammen" aber der Grundgedanke des 3-gliedrigen wird dabei einfach nicht verworfen. und die Kinder heute sind zu sehr auf sich selbst bedacht,als darauf anderen zu helfen-so würden entweder die Schwächeren noch mehr abfallen oder die stärkeren zurückstehen müssen.-oder seh ich das falsch?
das mit dem "schreiben wie mans spricht" schein ich ja auch falsch verstanden zu haben.

Bin gespannt,wie das ganze in 3 Jahren aussieht und in 5 Jahren.


Die Annahme "die Starken helfen den Schwachen" ist eine erhebliche (und ungünstige) Vereinfachung dessen, was die Inklusion erreichen möchte.

Durch Binnendifferenzierung und eine flexible Beschulung (alle sind in der 5. Klasse, aber Paul ist in Bio schon so weit, dass er sich mit dem Stoff der 8. Klasse beschäftigen "darf" und Saskia ist in Deutsch eher schwach, so dass sie den Stoff der 3. Klasse nochmal vertieft, in anderen Fächern ist es vllt. genau umgekehrt) kann viel erreicht werden. Neben schulischem Wissen auch Sozialkompetenzen und die Möglichkeit des Aufholens für Schüler mit Entwicklungsverzögerungen.

Ich bin auch gespannt, wie es in drei oder fünf Jahren aussieht! Vor allem, wie die Zusammenarbeit zwischen Sonderpädagogen und Lehrern aussehen wird.

Wichtig finde ich aber, dass eine gewisse Chancengerechtigkeit herrscht. Ganz egal, welchen Entwicklungsstand, welches Handicap oder welches Herkunftsland der Schüler mitbringt. Genau an der Stelle muss er abgeholt werden.

Inklu-WAS?
Soziale Kompetenz würde doch aber mit einander helfen gestärkt werden? wenn nicht so,wie sonst?

ich denke, über Schule,wie sie sein sollte, lässt sich viel dikutieren. und darüber wie sie ist, noch mehr meckern. letzlich liegt es in Hand der Eltern das bestmögliche raus zu holen aus dem herrschenden System..denn an dem System werden wir nichts ändern können.
den einen passt das eine nicht, anderen das andere nicht...das wird ewig so sein.
und ich bin eben nicht unbedingt Fan davon, Kinder immer in Watte zu packen...denn das zieht sich so hoch..so blöd es klingt, aber die Jugend heut ist schon weicher, als wir es waren und wir waren weicher als unsere Eltern ...wo soll das hinführen?

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