WeLove(ly)Books - Buch des Monats
12.03.2014 21:32
Abschnitt 2
Nach der Beschreibung der Totgeburt von Selina musste ich erstmal das Buch aus der Hand legen. So eine Tragödie, die die beiden da schon als Teenager erlebt haben. Mir sind echt die Tränen gelaufen.
Aber hier kam die weiche, mütterliche Seite von Matts Mutter zum Vorschein, als sie sagt, dass sie den kleinen Engel gerne kennen gelernt hätte.
Was mir nach dem Abschnitt den ganzen Tag durch den Kopf ging, was würde es eigentlich für das Kind bedeuten, wenn die Mutter während der Schwangerschaft im Koma liegt? Das Kleine würde nie die Stimme der Mutter hören, nie ihre Bewegungen fühlen, nie wissen, wie sie geht.
Was passiert nach der Geburt? Wird es etwas vermissen? Wird es irgendwelche Nachwirkungen merken? Vielleicht sogar seelische Schäden davontragen?
Nach der Beschreibung der Totgeburt von Selina musste ich erstmal das Buch aus der Hand legen. So eine Tragödie, die die beiden da schon als Teenager erlebt haben. Mir sind echt die Tränen gelaufen.
Aber hier kam die weiche, mütterliche Seite von Matts Mutter zum Vorschein, als sie sagt, dass sie den kleinen Engel gerne kennen gelernt hätte.
Was mir nach dem Abschnitt den ganzen Tag durch den Kopf ging, was würde es eigentlich für das Kind bedeuten, wenn die Mutter während der Schwangerschaft im Koma liegt? Das Kleine würde nie die Stimme der Mutter hören, nie ihre Bewegungen fühlen, nie wissen, wie sie geht.
Was passiert nach der Geburt? Wird es etwas vermissen? Wird es irgendwelche Nachwirkungen merken? Vielleicht sogar seelische Schäden davontragen?
13.03.2014 21:05
Abschnitt 3
Ich finde Adam schrecklich. Er sieht nur die Eigenschaften an Elle, die er selber gerne hätte.
Was mich auch sehr nervt ist, dass es immer heißt Matt hätte Elle ein Kind gemacht. Dieser Ausdruck ist schrecklich. Als würde nur der Mann darüber bestimmen.
Ich finde Adam schrecklich. Er sieht nur die Eigenschaften an Elle, die er selber gerne hätte.
Was mich auch sehr nervt ist, dass es immer heißt Matt hätte Elle ein Kind gemacht. Dieser Ausdruck ist schrecklich. Als würde nur der Mann darüber bestimmen.
14.03.2014 13:06
Abschnitt 4
Die Szene, als der Ultraschall gemacht wurde und das Kleine Purzelbäumchen schlug ist mir ganz schön nah gegangen. Ich weiß noch wie ich beim Ultraschall immer versucht habe, die Bewegungen zu spüren, die das Würmchen gerade macht und die arme Elle kriegt noch nicht mal was davon mit.
Die Szene, als der Ultraschall gemacht wurde und das Kleine Purzelbäumchen schlug ist mir ganz schön nah gegangen. Ich weiß noch wie ich beim Ultraschall immer versucht habe, die Bewegungen zu spüren, die das Würmchen gerade macht und die arme Elle kriegt noch nicht mal was davon mit.
14.03.2014 13:57
ABSCHNITT 1
Das Buch wirbelt mich jetzt schon ganz schön auf. Ich kann es kaum aus der Hand legen, beschränke mich aber auf abends im Bett, weil ich einfach Ruhe brauche um das zu lesen und zu verarbeiten, sonst würde es mir einfach viel zu nahe gehen schätze ich. Ich würde es zu sehr mit mir rumschleppen.
Ich weiß nicht richtig, was ich von dem Buch halten soll.
Auf der einen Seite finde ich es sehr nüchtern geschrieben. Daher ist es vielleicht eher ungünstig, dass es aus der ICH-perspektive geschrieben ist, denn bis auf ganz wenige augenblicke, erlaubt er sich nicht, gefühle aufkommen zu lassen.
sie war noch nicht mal operiert, man hat noch nicht mal 100%ig was sagen können, als er schon gegen eine OP war, und sie "einfach" friedlich sterben lassen wollte. er war dagegen!
natürlich, er ist neurochirurg und hat sich aufgrund der körperhaltung schon alles zusammenreimen können, aber er hatte keine 1000 prozentige gewissheit. irgendwie macht mich das wütend. denn er beteuert selbst, dass er erst ein paar jahre praktiziert. er kann einfach noch nicht alles "erahnen", ihm fehlt die routine. ausserdem sollte man doch meinen, dass man grade bei der eigenen frau ALLES erdenkliche versucht.
gut. nun haben wir aber die gewissheit, dass ihr hirn mehr oder weniger nicht mehr vorhanden ist. sie ist hirntot. jetzt spricht er aber total nüchtern von ihr. "sie ist ja schon tot". jedesmal, wenn jemand sagt, dass sie sterben wird, fügt er in gedanken hinzu "nein. sie ist ja schon tot." dafür trauert er mir ein bisschen wenig muss ich sagen.
trotzdem hätte man natürlich seine gedankengänge bzgl. des hauptthemas (schwanger) in keiner anderen schreibweise so gut darstellen können, wie in der ICH-form. sie ist schon zwingend notwendig.
aber auch wenn mir die art und weise etwas ernüchternd ist, so geht mir das grundthema doch sehr sehr nahe. natürlich frage ich mich immer, was ich denn in dieser situation wöllte. ich glaube ich hab schon mehr tränen beim lesen verdrückt, als er.
auch bei der schwiegermutter ist es ähnlich.
dann bleibt natürlich die frage: was wäre das richtige?
auch hier hab ich wieder ein pro und contra.
natürlich verstehe ich ihn, dass er das kind retten will. und sie ist ja schon tot, es ist egal, ob sie da noch monate liegt oder nicht. sie bekommt es nicht mehr mit. ich vertraue einfach auf die aussage.
auch bin ich davon überzeugt, dass sie alles getan hätte, um das kind zu retten.
aber mir kommt es auch so vor, als hätte sie ein kind für SICH haben wollen. sie wollte sich um ein kind sorgen, sie wollte ein kind aufziehen, es aufwachsen sehen.
aber sie hat nichts mehr davon. daher sollte er nicht nachdem handeln, was sie gewollt hätte, sondern was er JETZT will. will er ein kind? kann er sich um ein kind kümmern? WILL er sich um dieses kind kümmern, weil es ein kind ist, oder will er einfach nur ein stück von ihr behalten?
auch die schwiegermutter wird ihre gründe haben. ganz sicher wünscht sich eine frau wie sie ein enkelkind, grade wo sie doch auch ein so herzliches verhältnis zu der anderen familie schon immer hatten. also muss sie gründe dafür haben, warum sie so davon überzeugt ist, dass es der falsche weg ist.
ich könnte noch ewig darüber sinnieren, vielleicht sehe ich nach den folgenden abschnitten ein bisschen klarer.
Das Buch wirbelt mich jetzt schon ganz schön auf. Ich kann es kaum aus der Hand legen, beschränke mich aber auf abends im Bett, weil ich einfach Ruhe brauche um das zu lesen und zu verarbeiten, sonst würde es mir einfach viel zu nahe gehen schätze ich. Ich würde es zu sehr mit mir rumschleppen.
Ich weiß nicht richtig, was ich von dem Buch halten soll.
Auf der einen Seite finde ich es sehr nüchtern geschrieben. Daher ist es vielleicht eher ungünstig, dass es aus der ICH-perspektive geschrieben ist, denn bis auf ganz wenige augenblicke, erlaubt er sich nicht, gefühle aufkommen zu lassen.
sie war noch nicht mal operiert, man hat noch nicht mal 100%ig was sagen können, als er schon gegen eine OP war, und sie "einfach" friedlich sterben lassen wollte. er war dagegen!
natürlich, er ist neurochirurg und hat sich aufgrund der körperhaltung schon alles zusammenreimen können, aber er hatte keine 1000 prozentige gewissheit. irgendwie macht mich das wütend. denn er beteuert selbst, dass er erst ein paar jahre praktiziert. er kann einfach noch nicht alles "erahnen", ihm fehlt die routine. ausserdem sollte man doch meinen, dass man grade bei der eigenen frau ALLES erdenkliche versucht.
gut. nun haben wir aber die gewissheit, dass ihr hirn mehr oder weniger nicht mehr vorhanden ist. sie ist hirntot. jetzt spricht er aber total nüchtern von ihr. "sie ist ja schon tot". jedesmal, wenn jemand sagt, dass sie sterben wird, fügt er in gedanken hinzu "nein. sie ist ja schon tot." dafür trauert er mir ein bisschen wenig muss ich sagen.
trotzdem hätte man natürlich seine gedankengänge bzgl. des hauptthemas (schwanger) in keiner anderen schreibweise so gut darstellen können, wie in der ICH-form. sie ist schon zwingend notwendig.
aber auch wenn mir die art und weise etwas ernüchternd ist, so geht mir das grundthema doch sehr sehr nahe. natürlich frage ich mich immer, was ich denn in dieser situation wöllte. ich glaube ich hab schon mehr tränen beim lesen verdrückt, als er.
auch bei der schwiegermutter ist es ähnlich.
dann bleibt natürlich die frage: was wäre das richtige?
auch hier hab ich wieder ein pro und contra.
natürlich verstehe ich ihn, dass er das kind retten will. und sie ist ja schon tot, es ist egal, ob sie da noch monate liegt oder nicht. sie bekommt es nicht mehr mit. ich vertraue einfach auf die aussage.
auch bin ich davon überzeugt, dass sie alles getan hätte, um das kind zu retten.
aber mir kommt es auch so vor, als hätte sie ein kind für SICH haben wollen. sie wollte sich um ein kind sorgen, sie wollte ein kind aufziehen, es aufwachsen sehen.
aber sie hat nichts mehr davon. daher sollte er nicht nachdem handeln, was sie gewollt hätte, sondern was er JETZT will. will er ein kind? kann er sich um ein kind kümmern? WILL er sich um dieses kind kümmern, weil es ein kind ist, oder will er einfach nur ein stück von ihr behalten?
auch die schwiegermutter wird ihre gründe haben. ganz sicher wünscht sich eine frau wie sie ein enkelkind, grade wo sie doch auch ein so herzliches verhältnis zu der anderen familie schon immer hatten. also muss sie gründe dafür haben, warum sie so davon überzeugt ist, dass es der falsche weg ist.
ich könnte noch ewig darüber sinnieren, vielleicht sehe ich nach den folgenden abschnitten ein bisschen klarer.
14.03.2014 14:14
Ich muss mich zwingen, eure Berichte hier noch nicht zu lesen
Ich denke, heute oder morgen bin ich mit Logan durch und dann fange ich auch an.
Ich denke, heute oder morgen bin ich mit Logan durch und dann fange ich auch an.
14.03.2014 17:10
Ich habe bisher auch nur manche Beiträge angelesen und die Begeisterung, aber auch Emotionen mitbekommen. Ich traue mich nicht... Kann man es lesen, wenn man traurige Bücher meidet?
Also Ein ganzes halbes Jahr mochte ich ja, weil es nicht allgemein traurig war... Hach, dieses erscheint mir zu traurig?!
Also Ein ganzes halbes Jahr mochte ich ja, weil es nicht allgemein traurig war... Hach, dieses erscheint mir zu traurig?!
14.03.2014 17:25
Zitat von Geri:
Ich habe bisher auch nur manche Beiträge angelesen und die Begeisterung, aber auch Emotionen mitbekommen. Ich traue mich nicht... Kann man es lesen, wenn man traurige Bücher meidet?![]()
Also Ein ganzes halbes Jahr mochte ich ja, weil es nicht allgemein traurig war... Hach, dieses erscheint mir zu traurig?!![]()
der stil ist nichtmal so traurig bisher. traurig ist mehr die thematik, und da ist dann halt die frage wie weit setzt man sich damit auseinander, und wie traurig macht es einen persönlich. ist schwer, diese frage allgemein zu beantworten. bisher würde ich sagen, es lohnt sich auf jeden fall das zu lesen. ich vermute besonders das ende wird sehr traurig werden.... momentan (seite 100 von 445 beim ebook) überwiegt noch der kampf, der krieg, die wut.
ich weiß nicht, wie viel ich verraten darf... also wenn du keine spoiler lesen willst, dann lies jetzt nicht weiter - aber ich verrate nicht allzu viel, versprochen
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der unfall wird zwar erwähnt, aber weder besonders ausgeschmückt, noch dramatisiert. auch ansonsten ist von dem drama, was man sich darunter vorstellt, nicht sehr viel zu spüren.
auch von dem baby erfahren wir bisher noch so gut wie gar nichts, auch nicht über seinen zustand.
es ist die rede von fehl- und todgeburten, aber uach hier sind es nur sachen, die erwähnt werden, nichts wird bisher ausgeschmückt.
ich würde es so beschreiben:
das buch enthält keine traurig geschriebene geschichte. nur traurige themen - und gibt damit einen großen anstoß sich gedanken zu machen, die sehr wohl aber traurig machen können, oder es wahrscheinlich sogar tun werden.
14.03.2014 18:58
Hach, ich tue mich echt schwer! Denke, so würde es Sera gehen, hätten wir einen Thriller ausgesucht.
Ich hasse es, wenn ich beim Lesen Rotz und Wasser heule, da rege ich mich über mich selbst auf, dass ich mir sowas antue...
Aber neugierig bin ich ja schon...
Ich hasse es, wenn ich beim Lesen Rotz und Wasser heule, da rege ich mich über mich selbst auf, dass ich mir sowas antue...
Aber neugierig bin ich ja schon...
14.03.2014 19:03
Zitat von Geri:
Hach, ich tue mich echt schwer! Denke, so würde es Sera gehen, hätten wir einen Thriller ausgesucht.![]()
Ich hasse es, wenn ich beim Lesen Rotz und Wasser heule, da rege ich mich über mich selbst auf, dass ich mir sowas antue...
Aber neugierig bin ich ja schon...
Ja allerdings
diesen Monat muss ich ja für die Challenge
14.03.2014 19:05
Geri, ich glaube, du wirst heulen dabei. Hab ich auch getan. Aber ich glaube, dass Buch kann einem auch sehr viel geben.
Ich schreib morgen mehr dazu, wenn ich es heute schaffe, es zu Ende zu lesen.
Ich schreib morgen mehr dazu, wenn ich es heute schaffe, es zu Ende zu lesen.
14.03.2014 19:44
Abschnitt 1
So nun schreib ich auch mal...
Ich empfinde das Buch auch sehr nüchtern geschrieben, aber vielleicht ist es gerade wegen der Thematik doch ganz gut so. Alles andere würde einem wahrscheinlich viel zu Nahe gehen.
Ich kann die Gedankengänge von Elle´s Mann sehr gut nachvollziehen. Ich sehe es allerdings, wieder aus der Perspektive des Fachpersonal, die sich in der Pflege und Medizin etwas auskennt. Ich glaube ich würde in so einer Situation auch "einfacher" reagieren. Jedenfalls anders, als jemand der keine Ahnung von solchen Vorgängen hat. Der vorher den Tod nur aus einer Perspetive betrachtet hat.
Ich finde zum Beispiel nicht, dass Elle´s Mann zu wenig trauert. Ich empfinde beim Lesen schon Verzweiflung und ein Wechselbad der Gefühle. Ich merke, dass er sich selbst nicht sicher ist was er möchte. Und kann das absolut verstehen. Man möchte in solchen Momenten keine falsche Entscheidung treffen. Elle ist tot, daran gibts nichts zu rütteln, aber was soll mit dem Baby passieren? Wie würde man sich selbst entscheiden? Was würde man selbst als Frau wollen? Ich wüsste es selbst nicht. Das Buch gibt mir jedenfalls Anlass mal genau darüber nachzudenken, weil ich selbst auch eine Patientenverfügung habe. Ein wirkliches ethisches Dilemma.
So nun schreib ich auch mal...
Ich empfinde das Buch auch sehr nüchtern geschrieben, aber vielleicht ist es gerade wegen der Thematik doch ganz gut so. Alles andere würde einem wahrscheinlich viel zu Nahe gehen.
Ich kann die Gedankengänge von Elle´s Mann sehr gut nachvollziehen. Ich sehe es allerdings, wieder aus der Perspektive des Fachpersonal, die sich in der Pflege und Medizin etwas auskennt. Ich glaube ich würde in so einer Situation auch "einfacher" reagieren. Jedenfalls anders, als jemand der keine Ahnung von solchen Vorgängen hat. Der vorher den Tod nur aus einer Perspetive betrachtet hat.
Ich finde zum Beispiel nicht, dass Elle´s Mann zu wenig trauert. Ich empfinde beim Lesen schon Verzweiflung und ein Wechselbad der Gefühle. Ich merke, dass er sich selbst nicht sicher ist was er möchte. Und kann das absolut verstehen. Man möchte in solchen Momenten keine falsche Entscheidung treffen. Elle ist tot, daran gibts nichts zu rütteln, aber was soll mit dem Baby passieren? Wie würde man sich selbst entscheiden? Was würde man selbst als Frau wollen? Ich wüsste es selbst nicht. Das Buch gibt mir jedenfalls Anlass mal genau darüber nachzudenken, weil ich selbst auch eine Patientenverfügung habe. Ein wirkliches ethisches Dilemma.
14.03.2014 20:50
Abschnitt 2
In zweiten Abschnitt erfahren wir etwas über Elle´s und Matts erstes Baby: Selina. Wirklich schlimm, dass beide in so jungen Jahren schon so ein Schicksal ertragen mussten. Vorallem in einer Zeit, die sowieso vom Tod gekennzeichnet ist.
Ich frage mich genauso, wie Aduja, welche Konsequenzen das Heranwachsen im Mutterleib einer "Toten" hat. Heuzutage weiß man natürlich, dass das Leben schon lange vor der Geburt beginnt. Das für viele Dinge im Leben der Grundstein während der Schwangerschaft gelegt wird. In der Interaktion mit den Eltern. Vorallem mit den Gefühlen der Mutter. Was aber passiert, wenn die Mutter nichts mehr fühlen kann. Welche Tragweite hat das für das Ungeborene und später für den Menschen??? Ein Thema was mich wirklich nachdenklich macht.
Im zweiten Abschnitt erfährt man durch Zeitsprünge etwas mehr aus der Vergangeheit. Das finde ich gut und macht alle Personen, vorallem Elle lebendiger.
In zweiten Abschnitt erfahren wir etwas über Elle´s und Matts erstes Baby: Selina. Wirklich schlimm, dass beide in so jungen Jahren schon so ein Schicksal ertragen mussten. Vorallem in einer Zeit, die sowieso vom Tod gekennzeichnet ist.
Ich frage mich genauso, wie Aduja, welche Konsequenzen das Heranwachsen im Mutterleib einer "Toten" hat. Heuzutage weiß man natürlich, dass das Leben schon lange vor der Geburt beginnt. Das für viele Dinge im Leben der Grundstein während der Schwangerschaft gelegt wird. In der Interaktion mit den Eltern. Vorallem mit den Gefühlen der Mutter. Was aber passiert, wenn die Mutter nichts mehr fühlen kann. Welche Tragweite hat das für das Ungeborene und später für den Menschen??? Ein Thema was mich wirklich nachdenklich macht.
Im zweiten Abschnitt erfährt man durch Zeitsprünge etwas mehr aus der Vergangeheit. Das finde ich gut und macht alle Personen, vorallem Elle lebendiger.
15.03.2014 09:22
Abschnitt 5
Der arme Matt erleidet einen Herzinfarkt im Gerichtssaal, nachdem dort die Geschichte vom kleinen Dylan aufgerollt wurde.
Dylans Geschichte hat mich sehr berührt, weil ich ja die Panik nachvollziehen kann, wenn die Fruchtblase so früh platzt. Und dann geht das Ganze so unglaublich fürchterlich schief.
Das ist einfach nur ein Albtraum.
Als Matt im Krankenhaus zu sich kommt, merkt man auch die ganze Trauer und Verzweiflung die ihn erfüllt. Ich finde das Buch ist schon sehr authentisch geschrieben. Bis zu diesem Zeitpunkt kann Matt etwas tun. Muss etwas tun. Er hat einfach keine Zeit sich der Trauer zu stellen. Und dann ist er den Gefühlen hilflos ausgeliefert.
Besonders bewegend fand ich auch die Stelle als sie das Tagebuch finden. Diesen letzten Eintrag, der alle Zweifel beseitigt, was Elle gewollt hätte. Da kommt so viel Mutterliebe beim Leser an. Und da muss sich auch Adam geschlagen geben und erkennen, dass er Elle nicht so gut kannte, wie er dachte.
Und dann kommt die Geburt der kleinen Hope und man hofft und bangt noch mal mit Matt um seine kleine Tochter. Und ist erleichtert, dass sie es schafft.
Der arme Matt erleidet einen Herzinfarkt im Gerichtssaal, nachdem dort die Geschichte vom kleinen Dylan aufgerollt wurde.
Dylans Geschichte hat mich sehr berührt, weil ich ja die Panik nachvollziehen kann, wenn die Fruchtblase so früh platzt. Und dann geht das Ganze so unglaublich fürchterlich schief.
Das ist einfach nur ein Albtraum. Als Matt im Krankenhaus zu sich kommt, merkt man auch die ganze Trauer und Verzweiflung die ihn erfüllt. Ich finde das Buch ist schon sehr authentisch geschrieben. Bis zu diesem Zeitpunkt kann Matt etwas tun. Muss etwas tun. Er hat einfach keine Zeit sich der Trauer zu stellen. Und dann ist er den Gefühlen hilflos ausgeliefert.
Besonders bewegend fand ich auch die Stelle als sie das Tagebuch finden. Diesen letzten Eintrag, der alle Zweifel beseitigt, was Elle gewollt hätte. Da kommt so viel Mutterliebe beim Leser an. Und da muss sich auch Adam geschlagen geben und erkennen, dass er Elle nicht so gut kannte, wie er dachte.
Und dann kommt die Geburt der kleinen Hope und man hofft und bangt noch mal mit Matt um seine kleine Tochter. Und ist erleichtert, dass sie es schafft.
15.03.2014 09:32
Zitat von Würmeli:
ABSCHNITT 1
Das Buch wirbelt mich jetzt schon ganz schön auf. Ich kann es kaum aus der Hand legen, beschränke mich aber auf abends im Bett, weil ich einfach Ruhe brauche um das zu lesen und zu verarbeiten, sonst würde es mir einfach viel zu nahe gehen schätze ich. Ich würde es zu sehr mit mir rumschleppen.
Ich weiß nicht richtig, was ich von dem Buch halten soll.
Auf der einen Seite finde ich es sehr nüchtern geschrieben. Daher ist es vielleicht eher ungünstig, dass es aus der ICH-perspektive geschrieben ist, denn bis auf ganz wenige augenblicke, erlaubt er sich nicht, gefühle aufkommen zu lassen.
sie war noch nicht mal operiert, man hat noch nicht mal 100%ig was sagen können, als er schon gegen eine OP war, und sie "einfach" friedlich sterben lassen wollte. er war dagegen!
natürlich, er ist neurochirurg und hat sich aufgrund der körperhaltung schon alles zusammenreimen können, aber er hatte keine 1000 prozentige gewissheit. irgendwie macht mich das wütend. denn er beteuert selbst, dass er erst ein paar jahre praktiziert. er kann einfach noch nicht alles "erahnen", ihm fehlt die routine. ausserdem sollte man doch meinen, dass man grade bei der eigenen frau ALLES erdenkliche versucht.
gut. nun haben wir aber die gewissheit, dass ihr hirn mehr oder weniger nicht mehr vorhanden ist. sie ist hirntot. jetzt spricht er aber total nüchtern von ihr. "sie ist ja schon tot". jedesmal, wenn jemand sagt, dass sie sterben wird, fügt er in gedanken hinzu "nein. sie ist ja schon tot." dafür trauert er mir ein bisschen wenig muss ich sagen.
Ich finde es gar nicht so nüchtern geschrieben. Er muss funktionieren um die Situation zu überstehen. Er kann sich noch nicht einfach der Trauer stellen.
trotzdem hätte man natürlich seine gedankengänge bzgl. des hauptthemas (schwanger) in keiner anderen schreibweise so gut darstellen können, wie in der ICH-form. sie ist schon zwingend notwendig.
aber auch wenn mir die art und weise etwas ernüchternd ist, so geht mir das grundthema doch sehr sehr nahe. natürlich frage ich mich immer, was ich denn in dieser situation wöllte. ich glaube ich hab schon mehr tränen beim lesen verdrückt, als er.
auch bei der schwiegermutter ist es ähnlich.
dann bleibt natürlich die frage: was wäre das richtige?
auch hier hab ich wieder ein pro und contra.
natürlich verstehe ich ihn, dass er das kind retten will. und sie ist ja schon tot, es ist egal, ob sie da noch monate liegt oder nicht. sie bekommt es nicht mehr mit. ich vertraue einfach auf die aussage.
auch bin ich davon überzeugt, dass sie alles getan hätte, um das kind zu retten.
aber mir kommt es auch so vor, als hätte sie ein kind für SICH haben wollen. sie wollte sich um ein kind sorgen, sie wollte ein kind aufziehen, es aufwachsen sehen.
aber sie hat nichts mehr davon. daher sollte er nicht nachdem handeln, was sie gewollt hätte, sondern was er JETZT will. will er ein kind? kann er sich um ein kind kümmern? WILL er sich um dieses kind kümmern, weil es ein kind ist, oder will er einfach nur ein stück von ihr behalten?
Hier bin ich gespannt, was du zum Ende sagen wirst.
auch die schwiegermutter wird ihre gründe haben. ganz sicher wünscht sich eine frau wie sie ein enkelkind, grade wo sie doch auch ein so herzliches verhältnis zu der anderen familie schon immer hatten. also muss sie gründe dafür haben, warum sie so davon überzeugt ist, dass es der falsche weg ist.
Ich denke als Krankenschwester auf der Gynäkologie weiß sie einfach wie gering die Chancen sind, dass alles gut geht und sie weiß, welche furchtbare Angst Elle davor hatte, monatelang dahin zu vegetieren, und Schmerzen zu haben, ohne es auch nur mitteilen zu können.
ich könnte noch ewig darüber sinnieren, vielleicht sehe ich nach den folgenden abschnitten ein bisschen klarer.
15.03.2014 09:35
Zitat von LovelyMami:
Abschnitt 1
So nun schreib ich auch mal...
Ich empfinde das Buch auch sehr nüchtern geschrieben, aber vielleicht ist es gerade wegen der Thematik doch ganz gut so. Alles andere würde einem wahrscheinlich viel zu Nahe gehen.
Ich kann die Gedankengänge von Elle´s Mann sehr gut nachvollziehen. Ich sehe es allerdings, wieder aus der Perspektive des Fachpersonal, die sich in der Pflege und Medizin etwas auskennt. Ich glaube ich würde in so einer Situation auch "einfacher" reagieren. Jedenfalls anders, als jemand der keine Ahnung von solchen Vorgängen hat. Der vorher den Tod nur aus einer Perspetive betrachtet hat.
Ich finde zum Beispiel nicht, dass Elle´s Mann zu wenig trauert. Ich empfinde beim Lesen schon Verzweiflung und ein Wechselbad der Gefühle. Ich merke, dass er sich selbst nicht sicher ist was er möchte. Und kann das absolut verstehen. Man möchte in solchen Momenten keine falsche Entscheidung treffen. Elle ist tot, daran gibts nichts zu rütteln, aber was soll mit dem Baby passieren? Wie würde man sich selbst entscheiden? Was würde man selbst als Frau wollen? Ich wüsste es selbst nicht. Das Buch gibt mir jedenfalls Anlass mal genau darüber nachzudenken, weil ich selbst auch eine Patientenverfügung habe. Ein wirkliches ethisches Dilemma.![]()
Ich muss das auch für mich noch mal ganz genau überlegen. Das ist echt so eine Situation die unwahrscheinlich schwierig ist.
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