Mütter- und Schwangerenforum

WeLove(ly)Books - Buch des Monats

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mashadar
10585 Beiträge
18.03.2014 15:45
Abschnitt 1

Huhu ihr Lieben,
ich musste jetzt doch reinlesen, nachdem ich eure ersten Besprechungsergebnisse gesehen habe. Bisher empfinde ich die Thematik als seh bewegend, allerdings kann ich das Benehmen von Matts Mutter kein Stück nachvollziehen.
Klar, das liegt wohl daran, dass ich das als Mash beurteile, aber nicht im Traum hätte ich daran gedacht, dass es NICHT Elles Wunsch sein könnte, das Kind noch auszutragen. Das war es, was sie sich immer gewünscht hat. Und ich denke, auch über ihren (Hirn)-Tod hinaus würde sie alles für das Kleine tun. Wie kann das ihre Mutter nicht begreifen?
Bin sehr gespannt, ob das noch klarer wird.
Im Bezug auf den Schreibstil gebe ich Würmeli recht, wobei das Argument "Er muss funktionieren" nicht von der Hand zu weisen ist. Trotzdem wirkt es abundan sehr nüchtern.

Ich hoffe, es ist okay, dass ich so um die Ecke schneie, aber ich wollte nicht heimlich weiterstalken.
HibiscusFlower
9726 Beiträge
18.03.2014 15:54
Zitat von Aduja:

Abschnitt 1
Matts Mutter erscheint mir ziemlich hart an dieser Stelle. Sie kämpft sogar vor Gericht gegen ihren Sohn.


Für mich kämpft sie nicht GEGEN Matt, sondern für Elle.
HibiscusFlower
9726 Beiträge
18.03.2014 16:00
Zitat von Würmeli:

gut. nun haben wir aber die gewissheit, dass ihr hirn mehr oder weniger nicht mehr vorhanden ist. sie ist hirntot. jetzt spricht er aber total nüchtern von ihr. "sie ist ja schon tot". jedesmal, wenn jemand sagt, dass sie sterben wird, fügt er in gedanken hinzu "nein. sie ist ja schon tot." dafür trauert er mir ein bisschen wenig muss ich sagen.


Zum Thema NÜCHTERN -> hier spielt für mich die Tatsache, dass Matt Arzt ist mir rein. Man kann ja von so einigen Fällen lesen und ich glaube, er hat einen gewissen Abstand, der ihn gerade zu Beginn, diesen nutzen lässt...noch bevor das Baby ins Spiel kommt.
HibiscusFlower
9726 Beiträge
18.03.2014 16:02
Zitat von LovelyMami:

Ich finde zum Beispiel nicht, dass Elle´s Mann zu wenig trauert. Ich empfinde beim Lesen schon Verzweiflung und ein Wechselbad der Gefühle. Ich merke, dass er sich selbst nicht sicher ist was er möchte. Und kann das absolut verstehen. Man möchte in solchen Momenten keine falsche Entscheidung treffen. Elle ist tot, daran gibts nichts zu rütteln, aber was soll mit dem Baby passieren?


Hier mag ich einfach mal nur zustimmend nicken. So empfinde ich es auch...bisher.
HibiscusFlower
9726 Beiträge
18.03.2014 16:16
Zitat von Juliyah09:

So, ich bin jetzt ungefähr bei Kapitel 9, also meine Notizen zu:

Wobei ich mich ja beim rechtlichen etwas aufgeregt habe und ich am Überlegen bin, ob ich dem Verlag nicht ne E-Mail schreib: es heißt ungefähr auf S.58, dass das Kind eine juristische Person sei, also zumindest in Deutschland ist ein Mensch und somit ein ungeborenes Kind immer eine natürliche Person und niemals eine juristische, eine juristische Person ist immer ein Zusammenschluss von mehreren Personen oder einer Vermögensmasse (wie eine GmbH oder Aktiengesellschaft etc.) Ich denke, sie meint hier das ungeborene Kind als Grundrechtsträger wahrscheinlich .

Es ist schon heftig, wenn die eigene Mutter gegen einen prozessiert...
Weil Matts Mutter aber auch Elle seit ihrer Geburt so nahe stand, könnte ich mir zumindest vorstellen, dass sie sich in einem Interessenkonflikt zwischen "ihren" Kindern befindet, aber sie kommt im Buch einfach nur hart und unerbittlich rüber .



Den ersten Absatz finde ich sehr interessant.

Und auch hier noch mal...in meinen Augen geht es Matt´s Mutter nicht darum, gegen ihn vorzugehen. Sie hat einen besonderen Bezug zu Elle mit viel Gefühl und Liebe versehen. Und diese Gefühle bringen sie dazu, sich auf die Wünsche von Elle zu konzentrieren.

Ich glaube, mit der Beauftragung der Umsetzung einer Patientenverfügung gibt man eine sehr schwere Entscheidung weiter.
Dabei rede ich nicht von älteren Menschen, die ein Leben hatten.
Diese Umsetzung durchzusetzen ist hart. Aber die Person würde ich nicht als hart bezeichnen, wenn sie daran festhält.
Und auch bei der Mutter spielt das medizinische Wissen eine Rolle, sonst würde sie nicht immer wieder anmerken, dass es noch kein Baby ist.
Sehr harte Situation, die zerreißen kann.
HibiscusFlower
9726 Beiträge
18.03.2014 16:17
Zitat von mashadar:

Ich hoffe, es ist okay, dass ich so um die Ecke schneie, aber ich wollte nicht heimlich weiterstalken.


Du bist eine Nuss
HibiscusFlower
9726 Beiträge
18.03.2014 16:33
Abschnitt 1:

So einiges wurde ja schon gesagt. Ich habe versucht, auf eure Sichtweisen einzugehen. Wie man bei meinen Beiträgen sieht, habe ich etwas Abstand zu dem Thema.
Mir ergeht es bisher wie Sera. Gefühlsmäßig hat mich das Buch noch nicht wirklich erreicht.

Matt´s Anwalt Jake geht mir seit seinem Auftauchen gegen den Strich.
Phil -> der Partner, derjenige der Elle operiert hat, der Freund von Elle und Matt -> so viele Jahre verbinden sie und sicher bedeutet ihm und seiner Frau Elle sehr viel, dennoch bewahrt er sich den Abstand, ich hoffe sehr, die Freundschaft zerbricht nicht daran.

"Liebe kann vieles überwinden, aber sie kann auch trennen."

Die Liebe, die Matt gegenüber Elle empfindet, kann ich sehr gut nachvollziehen. Die beiden sind ein Leben lang schon verbunden gewesen. (Meine Liebe, mein Leben->Gravur im Ring)
Aber da ist auch die Liebe von seiner Mutter für Elle. Während Matt aus Liebe heraus und weil er gern etwas hätte, das ihm von Elle bleibt, sich für das Baby einsetzt, ist es die Liebe einer "Mutter", die ja nur den Bezug zu Elle und nicht zum Baby hat, die Matts Mutter für Elle und ihren Frieden kämpfen lässt.

Ich verstehe beide. Zum Loslassen gehört sehr viel, aber auch zum Festhalten
Seramonchen
37809 Beiträge
18.03.2014 16:49
Ich bin jetzt so 80 Seiten vor Ende und bis heute hat es mich wirklich nicht so richtig gepackt, einfach weil mir die Emotionen fehlen. Auch Matts Mutter weiß ich noch immer nicht einzuschätzen. Es kommt mir vor, als würde sie versuchen, an Elle gut zu machen, was sie bei Alice versäumt hat aber dabei lässt sie auch die Vergangenheit von Matt und Elle außer acht. Allerdings kann ich nachvollziehen, dass sie sich in einer schweren Lange befindet.
Würmeli
3932 Beiträge
18.03.2014 21:19
Zitat von Seramonchen:

Ich bin jetzt so 80 Seiten vor Ende und bis heute hat es mich wirklich nicht so richtig gepackt, einfach weil mir die Emotionen fehlen. Auch Matts Mutter weiß ich noch immer nicht einzuschätzen. Es kommt mir vor, als würde sie versuchen, an Elle gut zu machen, was sie bei Alice versäumt hat aber dabei lässt sie auch die Vergangenheit von Matt und Elle außer acht. Allerdings kann ich nachvollziehen, dass sie sich in einer schweren Lange befindet.


Das Gefühl dass sie versucht etwas gut zu machen habe ich auch...
18.03.2014 21:35
Meine Bewertung

Das Buch hab ich schon vor einiger Zeit bei Weltbild bei den Neuerscheinngen entdeckt und dachte mir: Das könnte ein Clubbuch werden! Gesagt - Getan.

Das Buch zeichnet sich durch ein schweres und umstrittendes Thema ab. Daher war ich ziemlich gespannt, wie die Autorin das Thema umsetzt.
Ich muss sagen, ich hab es mir viel emotionaler vorgestellt. Viel trauriger, aber dem war nicht so. Vielleicht betrachte ich es aber wirklich mit genügend Abstand, vielleicht liegt es auch daran, dass ich bisher kein Baby gehen lassen musste. Mich hat das Buch schon berührt und ich mag mir soetwas gar nicht vorstellen, aber ich bin in dem Kummer nicht versunken.

Ich finde Elle war zu Lebzeiten eine wirklich starke Persönlichkeit. Das hab ich bewundert und fand das toll. Sie hat für das gekämpft, was ihr wichtig war. Und ich denke, es wäre auch ihr Wunsch gewesen, das Baby zubekommen - ob Hirntod oder nicht.

Mit Matt hat sie wohl einen tollen Ehemann an der Seite, der sich aufopfernd bis hin zum Herzinfarkt um Elle kümmert und ihre Rechte vertritt.

Etwas überrascht war ich, dass Linney ihre Meinung geändert hat. Ich persönlich fand es zwar gut, aber mir hat da so ein wenig die Erklärung gefehlt. Nur wegen dem Herzinfarkt von Matt?

Ich freu mich, dass die kleine Hope überlebt hat und nun wohlbehalten aufwächst.

Ich finde das Thema trotzdem sehr schwierig. Die Frage ist eben, wieviel bekommt das Baby im Bauch wirklich mit? Trägt es emotional und seelisch einen Schaden davon, wenn es in der Toten Mutter heranwächst, oder spielt das keine Rolle? Ich bin da hin und her gerissen. Das Baby nimmt ja Gefühle wie Angst und Freude, Liebe und Zuneigung schon im Mutterleib war - was passiert aber mit dem Kind, wenn es das nicht erfährt? Heute weiß man ja, dass die Grundlage der seelischen Entwicklung schon im Mutterleib beginnt.

Was ich aus diesem Buch mitnehme?
Mich mit diesem Thema nochmal zu befassen. Was würde ich in solch einem Fall wollen?

Mir hat das Buch gefallen und ich werde es weiterempfehlen.

18.03.2014 21:35
...doppelt
Seramonchen
37809 Beiträge
18.03.2014 21:46
Bin auch durch lovely, das sind interessante fragen in Bezug auf das Baby
Würmeli
3932 Beiträge
18.03.2014 21:58
Jetzt hab ich das gelesen und weiß jetzt wie es ausgeht
HibiscusFlower
9726 Beiträge
18.03.2014 22:02
Zitat von Würmeli:

Jetzt hab ich das gelesen und weiß jetzt wie es ausgeht


Ich Depp auch
Würmeli
3932 Beiträge
18.03.2014 22:06
Zitat von HibiscusFlower:

Zitat von Würmeli:

Jetzt hab ich das gelesen und weiß jetzt wie es ausgeht


Ich Depp auch


Gott sei dank geht es nicht nur mir so
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