Wie ist das mit den Emotionen? Ich versteh es nicht...
17.05.2013 18:34
Hab jetzt nicht alle Antworten gelesen,aber ich bin nicht so die gefühlvolle.aber es gab eine Sache,die mich wahnsinnig berührt hat und die mir noch immer sehr nahe geht,ohne dass ich diese Menschen kenne.
http://www.pascal-donke.de/tagebuch.html
http://www.pascal-donke.de/tagebuch.html
17.05.2013 18:34
Zitat von Titania:
ich finde es ganz schrecklich, wenn ich lese dass ein Kind grausam von seiner Mutter, Vater, Stiefvater getötet wurde. Warum? Weil ich selber ein Kind habe und ich mich frage, was in so einem Leben schief gelaufen sein muss, dass man fähig ist, ein Kind auf´s brutalste zu quälen und zu töten.
Ja, das beschäftigt mich dann tatsächlich. Genauso ist es bei Tieren. Denn das sind Wesen, die das aushalten müssen, die können nicht einfach gehen oder Hilfe holen, sie sind total ausgeliert.
Als Mutter kann ich nicht nachvollziehen, dass es anderen da anders geht. Dass man da nicht einmal berührt ist, wenn man liest, dass ein Kind gequält und getötet wurde. Da frage ich mich, ist die Menschheit schon so abgestumpft, dass selbst das Wichtigste für andere so Unwichtig geworden ist, dass es nicht mal mehr eine Gefühlsregung wert ist?
Ich kann zumindest sagen, dass ich nicht abgestumpft bin.
Aber was hilft es dem Kind, wenn du jetzt total entsetzt bist?
17.05.2013 18:35
Ich bin so eine, die manchmal bei Dingen mitheult, die mich gar nicht betreffen. Das liegt bei mir wohl daran, dass ich allgemein sehr mitfühlend bin und ich mich sehr gut in Situationen hineinversetzen kann.
Was diese frühen Fehlgeburten betrifft: Ich habe immer gedacht, dass es sich weniger schlimm anfühlt wenn die Schwangerschaft noch sehr frisch ist. Ich war da immer ganz pragmatisch und hab gesagt: "Tja, dann sollte es wohl nicht sein" ...Dann hatte ich selbst eine frühe Fehlgeburt (6. Woche). Und ich kann nur sagen, es riss mir den Boden unter den Füßen weg. Ich weinte tagelang, wochenlang und auch noch viele Monate später. Habe üble Schlafstörungen bekommen. Ich hätte nie gedacht, dass ich so reagieren würde...aber es war so.
Was diese frühen Fehlgeburten betrifft: Ich habe immer gedacht, dass es sich weniger schlimm anfühlt wenn die Schwangerschaft noch sehr frisch ist. Ich war da immer ganz pragmatisch und hab gesagt: "Tja, dann sollte es wohl nicht sein" ...Dann hatte ich selbst eine frühe Fehlgeburt (6. Woche). Und ich kann nur sagen, es riss mir den Boden unter den Füßen weg. Ich weinte tagelang, wochenlang und auch noch viele Monate später. Habe üble Schlafstörungen bekommen. Ich hätte nie gedacht, dass ich so reagieren würde...aber es war so.
17.05.2013 18:36
Zitat von Viala:
Zitat von Titania:
ich finde es ganz schrecklich, wenn ich lese dass ein Kind grausam von seiner Mutter, Vater, Stiefvater getötet wurde. Warum? Weil ich selber ein Kind habe und ich mich frage, was in so einem Leben schief gelaufen sein muss, dass man fähig ist, ein Kind auf´s brutalste zu quälen und zu töten.
Ja, das beschäftigt mich dann tatsächlich. Genauso ist es bei Tieren. Denn das sind Wesen, die das aushalten müssen, die können nicht einfach gehen oder Hilfe holen, sie sind total ausgeliert.
Als Mutter kann ich nicht nachvollziehen, dass es anderen da anders geht. Dass man da nicht einmal berührt ist, wenn man liest, dass ein Kind gequält und getötet wurde. Da frage ich mich, ist die Menschheit schon so abgestumpft, dass selbst das Wichtigste für andere so Unwichtig geworden ist, dass es nicht mal mehr eine Gefühlsregung wert ist?
abgestumpft? äh ja, danke... dann bin ich wohl mehr oder weniger abgestumpft auf die welt gekommen![]()
hab zwar immer schnell geheult, aber ich kann mich nicht erinnern, je große Gefühle für irgendwas gehabt zu habenwar immer schon recht "neutral"
![]()
du hast gefragt und ich habe deine Frage ehrlich beantwortet. Auch wenn es nicht das ist, was du vielleicht hören wolltest.
Neutral oder unempathisch, das ist schon ein großer Unterschied. Man kann neutral sein und trotzdem zu Gefühlsregungen fähig sein. Und das scheinst du ja nicht zu sein, wie du selber geschrieben hast.
17.05.2013 18:36
Zitat von SpieloReloaded:
Zitat von Viala:
Zitat von SpieloReloaded:
Zitat von Viala:
...
Wieso antrainiert?
naja, weil ich irgendwann gemerkt habe, dass bestimmte Emotionen bzw. Verhaltensweisen notwendig sind, um in der Gesellschaft anerkannt zu werdengenauso habe ich auch in der schule mitgejammert, dass ich "ganz bestimmt" die Klausur verhaun habe... weil ich gelernt habe: keiner mag eine Person, die von sich selbst überzeugt ist...
ok, heutzutage weiß ichs besser und der Großteil der menschen ist mir schnurz... aber als Kind wars mir wichtig, also habe ich mir antrainiert, was alle machen, damit ich nicht all zu sehr auffalle...
ohne würde ich ein wenig wie sheldon wirken, fürchte ich![]()
Achso, dann hast du da andere Erfahrungen als ich gemacht. Sich anpassen und Gefühle heucheln (knapp formuliert) heißt ja nicht, dass man sie sich antrainiert hat. Beim Antrainieren lebst du ja die Gefühle, beim Heucheln nicht. So wäre das meine Ansicht.
hmmm ok, schlecht formuliert...
ich hab mir antrainiert, entsprechende Emotionen zu zeigen... zb wenn jemandem was vermeintlich schlechtes passiert ist, eine bedrückte miene aufsetzen bzw. eben nichts sagen, wenn jemand eine vermeintlich gute Erfahrung gemacht hat, gratulieren und lächeln... solche Sachen halt...
17.05.2013 18:39
Zitat von SpieloReloaded:
Zitat von Titania:
ich finde es ganz schrecklich, wenn ich lese dass ein Kind grausam von seiner Mutter, Vater, Stiefvater getötet wurde. Warum? Weil ich selber ein Kind habe und ich mich frage, was in so einem Leben schief gelaufen sein muss, dass man fähig ist, ein Kind auf´s brutalste zu quälen und zu töten.
Ja, das beschäftigt mich dann tatsächlich. Genauso ist es bei Tieren. Denn das sind Wesen, die das aushalten müssen, die können nicht einfach gehen oder Hilfe holen, sie sind total ausgeliert.
Als Mutter kann ich nicht nachvollziehen, dass es anderen da anders geht. Dass man da nicht einmal berührt ist, wenn man liest, dass ein Kind gequält und getötet wurde. Da frage ich mich, ist die Menschheit schon so abgestumpft, dass selbst das Wichtigste für andere so Unwichtig geworden ist, dass es nicht mal mehr eine Gefühlsregung wert ist?
Ich kann zumindest sagen, dass ich nicht abgestumpft bin.
Aber was hilft es dem Kind, wenn du jetzt total entsetzt bist?
Dem toten Kind nichts mehr, aber vielleicht anderen Kindern in der gleichen Situation. Man ist vielleicht wachsamer dem Umfeld gegenüber, als wenn es einem so vollkommen egal ist.
17.05.2013 18:41
Mh ich bin ziemlich emotional. Ich nehme ganz viel wahr und auf und muss mich oft abschotten, damit es mich eben nicht mitnimmt, denn das hilft 1. nicht und tut mir auch überhaupt nicht gut.
Tragische Geschichten im Internet nehmen mich allerdings nicht sonderlich mit. Zu einer Fehlgeburt kan ich kaum etwas sagen, denn ich habe es selbst nicht erlebt.
Das einzige Mal, wo ich bei einer Nachricht wirklich weinen musste, war als, dieser Irre in den USA Grundschulkinder abgeknallt hat. Das hat mich wirklich erschüttert.
Tragische Geschichten im Internet nehmen mich allerdings nicht sonderlich mit. Zu einer Fehlgeburt kan ich kaum etwas sagen, denn ich habe es selbst nicht erlebt.
Das einzige Mal, wo ich bei einer Nachricht wirklich weinen musste, war als, dieser Irre in den USA Grundschulkinder abgeknallt hat. Das hat mich wirklich erschüttert.
17.05.2013 19:24
Zitat von Titania:
Zitat von Viala:
Zitat von Titania:
ich finde es ganz schrecklich, wenn ich lese dass ein Kind grausam von seiner Mutter, Vater, Stiefvater getötet wurde. Warum? Weil ich selber ein Kind habe und ich mich frage, was in so einem Leben schief gelaufen sein muss, dass man fähig ist, ein Kind auf´s brutalste zu quälen und zu töten.
Ja, das beschäftigt mich dann tatsächlich. Genauso ist es bei Tieren. Denn das sind Wesen, die das aushalten müssen, die können nicht einfach gehen oder Hilfe holen, sie sind total ausgeliert.
Als Mutter kann ich nicht nachvollziehen, dass es anderen da anders geht. Dass man da nicht einmal berührt ist, wenn man liest, dass ein Kind gequält und getötet wurde. Da frage ich mich, ist die Menschheit schon so abgestumpft, dass selbst das Wichtigste für andere so Unwichtig geworden ist, dass es nicht mal mehr eine Gefühlsregung wert ist?
abgestumpft? äh ja, danke... dann bin ich wohl mehr oder weniger abgestumpft auf die welt gekommen![]()
hab zwar immer schnell geheult, aber ich kann mich nicht erinnern, je große Gefühle für irgendwas gehabt zu habenwar immer schon recht "neutral"
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du hast gefragt und ich habe deine Frage ehrlich beantwortet. Auch wenn es nicht das ist, was du vielleicht hören wolltest.
Neutral oder unempathisch, das ist schon ein großer Unterschied. Man kann neutral sein und trotzdem zu Gefühlsregungen fähig sein. Und das scheinst du ja nicht zu sein, wie du selber geschrieben hast.
oh ja, da ist ein riesen unterschied... zumal ich den begriff empathisch scheinbar anders definiere als du
ich reagiere zB recht empfindsam auf starke Gefühle/Emotionen anderer, besonders wenn sie mir nahestehen. Nur eben nicht mit gefühlen, sondern zB mit Magenschmerzen, Verwirrung, Vergesslichkeit etc. - weil ich sie aufsauge wie ein schwamm, aber nicht verarbeiten kann... äußerst unlustig, kann ich dir versichern. Ansonsten bin ich durchaus in der lage, mich zB in andere hineinzuversetzen.... besser als so manche hier... und im Gegensatz zu anderen, kann ich sogar Verständnis für dinge aufbringen, die ich nie im leben so machen würde... es geschieht nur auf sehr nüchterne weise... als würde ich eine Abhandlung über einen Roman schreiben, den ich gelesen habe. im übrigen bin ich durchaus zu Gefühlsregungen fähig... allerdings nicht zu allen, nicht unkontrolliert und nicht dauernd bzw. immer...
naja... aber da ich ja wissen will, wie das so ist, beschreib doch mal: hast du, wenn dich Gefühle übermannen nie das Bedürfnis, rationaler an die dinge zu gehen? würdest du dich nicht gern abgrenzen können? ist es anstrengend, mitzuleiden, wenn was schlechtes passiert? wie fühlt es sich an? Klingt vielleicht blöd... aber wie fühlst du dich, wenn du zB wütend wirst aufgrund solcher Geschichten?
17.05.2013 19:25
Zitat von Putsch:
Ich bin so eine, die manchmal bei Dingen mitheult, die mich gar nicht betreffen. Das liegt bei mir wohl daran, dass ich allgemein sehr mitfühlend bin und ich mich sehr gut in Situationen hineinversetzen kann.
Was diese frühen Fehlgeburten betrifft: Ich habe immer gedacht, dass es sich weniger schlimm anfühlt wenn die Schwangerschaft noch sehr frisch ist. Ich war da immer ganz pragmatisch und hab gesagt: "Tja, dann sollte es wohl nicht sein" ...Dann hatte ich selbst eine frühe Fehlgeburt (6. Woche). Und ich kann nur sagen, es riss mir den Boden unter den Füßen weg. Ich weinte tagelang, wochenlang und auch noch viele Monate später. Habe üble Schlafstörungen bekommen. Ich hätte nie gedacht, dass ich so reagieren würde...aber es war so.
oha... ist das dan hormonbedingt?
17.05.2013 19:27
Zitat von Titania:
Zitat von SpieloReloaded:
Zitat von Titania:
ich finde es ganz schrecklich, wenn ich lese dass ein Kind grausam von seiner Mutter, Vater, Stiefvater getötet wurde. Warum? Weil ich selber ein Kind habe und ich mich frage, was in so einem Leben schief gelaufen sein muss, dass man fähig ist, ein Kind auf´s brutalste zu quälen und zu töten.
Ja, das beschäftigt mich dann tatsächlich. Genauso ist es bei Tieren. Denn das sind Wesen, die das aushalten müssen, die können nicht einfach gehen oder Hilfe holen, sie sind total ausgeliert.
Als Mutter kann ich nicht nachvollziehen, dass es anderen da anders geht. Dass man da nicht einmal berührt ist, wenn man liest, dass ein Kind gequält und getötet wurde. Da frage ich mich, ist die Menschheit schon so abgestumpft, dass selbst das Wichtigste für andere so Unwichtig geworden ist, dass es nicht mal mehr eine Gefühlsregung wert ist?
Ich kann zumindest sagen, dass ich nicht abgestumpft bin.
Aber was hilft es dem Kind, wenn du jetzt total entsetzt bist?
Dem toten Kind nichts mehr, aber vielleicht anderen Kindern in der gleichen Situation. Man ist vielleicht wachsamer dem Umfeld gegenüber, als wenn es einem so vollkommen egal ist.
Ich bin immer wachsam. Dazu muss ich keine Berichte über Kindesmisshandlung lesen oder gar total entsetzt darüber sein.
17.05.2013 19:30
Ich muss sagen bei meiner FG(war sehr frueh) dachte ich nur...obs nicht besser war? Ich war weder traurig noch entsetzt. Kann nicht mal sagen warum. Es hat mich emotional einfach kalt gelassen. Ich bin im Prinzip auch kein emotionaler Mensch und vor allem wenn Fremden etwas passiert, kann ich das schnell verdraengen. Allerdings kommt es zu meiner Familie kann ich mich nicht kontrollieren. Gibt es mal Krach bei meinen Eltern, gehts mir tagelang ziemlich schlecht.
So aehnlich ist es auch wenn ich mich mit meinem Mann streite. Und seit dem ich schwanger bin, heule ich wesentlich schneller und teilweise ohne Grund los.
So aehnlich ist es auch wenn ich mich mit meinem Mann streite. Und seit dem ich schwanger bin, heule ich wesentlich schneller und teilweise ohne Grund los.
17.05.2013 19:32
Zitat von Viala:
Zitat von Titania:
Zitat von Viala:
Zitat von Titania:
ich finde es ganz schrecklich, wenn ich lese dass ein Kind grausam von seiner Mutter, Vater, Stiefvater getötet wurde. Warum? Weil ich selber ein Kind habe und ich mich frage, was in so einem Leben schief gelaufen sein muss, dass man fähig ist, ein Kind auf´s brutalste zu quälen und zu töten.
Ja, das beschäftigt mich dann tatsächlich. Genauso ist es bei Tieren. Denn das sind Wesen, die das aushalten müssen, die können nicht einfach gehen oder Hilfe holen, sie sind total ausgeliert.
Als Mutter kann ich nicht nachvollziehen, dass es anderen da anders geht. Dass man da nicht einmal berührt ist, wenn man liest, dass ein Kind gequält und getötet wurde. Da frage ich mich, ist die Menschheit schon so abgestumpft, dass selbst das Wichtigste für andere so Unwichtig geworden ist, dass es nicht mal mehr eine Gefühlsregung wert ist?
abgestumpft? äh ja, danke... dann bin ich wohl mehr oder weniger abgestumpft auf die welt gekommen![]()
hab zwar immer schnell geheult, aber ich kann mich nicht erinnern, je große Gefühle für irgendwas gehabt zu habenwar immer schon recht "neutral"
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du hast gefragt und ich habe deine Frage ehrlich beantwortet. Auch wenn es nicht das ist, was du vielleicht hören wolltest.
Neutral oder unempathisch, das ist schon ein großer Unterschied. Man kann neutral sein und trotzdem zu Gefühlsregungen fähig sein. Und das scheinst du ja nicht zu sein, wie du selber geschrieben hast.
oh ja, da ist ein riesen unterschied... zumal ich den begriff empathisch scheinbar anders definiere als duich reagiere zB recht empfindsam auf starke Gefühle/Emotionen anderer, besonders wenn sie mir nahestehen. Nur eben nicht mit gefühlen, sondern zB mit Magenschmerzen, Verwirrung, Vergesslichkeit etc. - weil ich sie aufsauge wie ein schwamm, aber nicht verarbeiten kann... äußerst unlustig, kann ich dir versichern. Ansonsten bin ich durchaus in der lage, mich zB in andere hineinzuversetzen.... besser als so manche hier... und im Gegensatz zu anderen, kann ich sogar Verständnis für dinge aufbringen, die ich nie im leben so machen würde... es geschieht nur auf sehr nüchterne weise... als würde ich eine Abhandlung über einen Roman schreiben, den ich gelesen habe.
im übrigen bin ich durchaus zu Gefühlsregungen fähig... allerdings nicht zu allen, nicht unkontrolliert und nicht dauernd bzw. immer...
naja... aber da ich ja wissen will, wie das so ist, beschreib doch mal: hast du, wenn dich Gefühle übermannen nie das Bedürfnis, rationaler an die dinge zu gehen? würdest du dich nicht gern abgrenzen können? ist es anstrengend, mitzuleiden , wenn was schlechtes passiert? wie fühlt es sich an? Klingt vielleicht blöd... aber wie fühlst du dich, wenn du zB wütend wirst aufgrund solcher Geschichten?
Ja und ja. Ich grenze mich mittlerweile ab und ja es ist sehr anstrengend mitzuleiden.
17.05.2013 19:42
Zitat von Viala:
Zitat von Titania:
Zitat von Viala:
Zitat von Titania:
ich finde es ganz schrecklich, wenn ich lese dass ein Kind grausam von seiner Mutter, Vater, Stiefvater getötet wurde. Warum? Weil ich selber ein Kind habe und ich mich frage, was in so einem Leben schief gelaufen sein muss, dass man fähig ist, ein Kind auf´s brutalste zu quälen und zu töten.
Ja, das beschäftigt mich dann tatsächlich. Genauso ist es bei Tieren. Denn das sind Wesen, die das aushalten müssen, die können nicht einfach gehen oder Hilfe holen, sie sind total ausgeliert.
Als Mutter kann ich nicht nachvollziehen, dass es anderen da anders geht. Dass man da nicht einmal berührt ist, wenn man liest, dass ein Kind gequält und getötet wurde. Da frage ich mich, ist die Menschheit schon so abgestumpft, dass selbst das Wichtigste für andere so Unwichtig geworden ist, dass es nicht mal mehr eine Gefühlsregung wert ist?
abgestumpft? äh ja, danke... dann bin ich wohl mehr oder weniger abgestumpft auf die welt gekommen![]()
hab zwar immer schnell geheult, aber ich kann mich nicht erinnern, je große Gefühle für irgendwas gehabt zu habenwar immer schon recht "neutral"
![]()
du hast gefragt und ich habe deine Frage ehrlich beantwortet. Auch wenn es nicht das ist, was du vielleicht hören wolltest.
Neutral oder unempathisch, das ist schon ein großer Unterschied. Man kann neutral sein und trotzdem zu Gefühlsregungen fähig sein. Und das scheinst du ja nicht zu sein, wie du selber geschrieben hast.
oh ja, da ist ein riesen unterschied... zumal ich den begriff empathisch scheinbar anders definiere als duich reagiere zB recht empfindsam auf starke Gefühle/Emotionen anderer, besonders wenn sie mir nahestehen. Nur eben nicht mit gefühlen, sondern zB mit Magenschmerzen, Verwirrung, Vergesslichkeit etc. - weil ich sie aufsauge wie ein schwamm, aber nicht verarbeiten kann... äußerst unlustig, kann ich dir versichern. Ansonsten bin ich durchaus in der lage, mich zB in andere hineinzuversetzen.... besser als so manche hier... und im Gegensatz zu anderen, kann ich sogar Verständnis für dinge aufbringen, die ich nie im leben so machen würde... es geschieht nur auf sehr nüchterne weise... als würde ich eine Abhandlung über einen Roman schreiben, den ich gelesen habe.
im übrigen bin ich durchaus zu Gefühlsregungen fähig... allerdings nicht zu allen, nicht unkontrolliert und nicht dauernd bzw. immer...
naja... aber da ich ja wissen will, wie das so ist, beschreib doch mal: hast du, wenn dich Gefühle übermannen nie das Bedürfnis, rationaler an die dinge zu gehen? würdest du dich nicht gern abgrenzen können ? ist es anstrengend, mitzuleiden, wenn was schlechtes passiert? wie fühlt es sich an? Klingt vielleicht blöd... aber wie fühlst du dich, wenn du zB wütend wirst aufgrund solcher Geschichten?
da gebe ich dir recht. Mich hat mal eine Geschichte so arg beschäftigt, dass ich tatsächlich deswegen nicht schlafen konnte.
Ich muss auch hier differenzieren, ich leide nicht ständig bei irgendwelchen schlimmen Schicksalsschlägen mit sondern das ist insbesondere auf Kinder beschränkt. Daher versuche ich, soweit ich nur die Schlagzeile lese, den Artikel zu meiden, weil ich eben weiß, dass mir das nicht gut tut.
Ich mache den Fehler, mich in das Kind hineinversetzen zu müssen, wie alleine es sich fühlen musste, so klein und so ungeliebt... das sind dann so die Gedanken, die sicherlich auch nicht besonders gut sind. Aber wie das so mit Gedanken ist, kann man sie nicht steuern. Das ist natürlich ,wie du selber erkannt hast, nicht förderlich.
Ein gesundes Maß mit solchen Dingen umzugehen, Betroffenheit zu zeigen, sich aber natürlich nicht gleich hineinzusteigern und mitzuleiden, denn das hilft natürlich niemandem mehr.
Vielleicht hatte sich dein Anfangsposting auch etwas "hart"angehört, so wie du das jetzt beschrieben hast, kann ich es besser nachvollziehen.
17.05.2013 19:55
Zitat von Titania:
Zitat von Viala:
Zitat von Titania:
Zitat von Viala:
...
du hast gefragt und ich habe deine Frage ehrlich beantwortet. Auch wenn es nicht das ist, was du vielleicht hören wolltest.
Neutral oder unempathisch, das ist schon ein großer Unterschied. Man kann neutral sein und trotzdem zu Gefühlsregungen fähig sein. Und das scheinst du ja nicht zu sein, wie du selber geschrieben hast.
oh ja, da ist ein riesen unterschied... zumal ich den begriff empathisch scheinbar anders definiere als duich reagiere zB recht empfindsam auf starke Gefühle/Emotionen anderer, besonders wenn sie mir nahestehen. Nur eben nicht mit gefühlen, sondern zB mit Magenschmerzen, Verwirrung, Vergesslichkeit etc. - weil ich sie aufsauge wie ein schwamm, aber nicht verarbeiten kann... äußerst unlustig, kann ich dir versichern. Ansonsten bin ich durchaus in der lage, mich zB in andere hineinzuversetzen.... besser als so manche hier... und im Gegensatz zu anderen, kann ich sogar Verständnis für dinge aufbringen, die ich nie im leben so machen würde... es geschieht nur auf sehr nüchterne weise... als würde ich eine Abhandlung über einen Roman schreiben, den ich gelesen habe.
im übrigen bin ich durchaus zu Gefühlsregungen fähig... allerdings nicht zu allen, nicht unkontrolliert und nicht dauernd bzw. immer...
naja... aber da ich ja wissen will, wie das so ist, beschreib doch mal: hast du, wenn dich Gefühle übermannen nie das Bedürfnis, rationaler an die dinge zu gehen? würdest du dich nicht gern abgrenzen können ? ist es anstrengend, mitzuleiden, wenn was schlechtes passiert? wie fühlt es sich an? Klingt vielleicht blöd... aber wie fühlst du dich, wenn du zB wütend wirst aufgrund solcher Geschichten?
da gebe ich dir recht. Mich hat mal eine Geschichte so arg beschäftigt, dass ich tatsächlich deswegen nicht schlafen konnte.
Ich muss auch hier differenzieren, ich leide nicht ständig bei irgendwelchen schlimmen Schicksalsschlägen mit sondern das ist insbesondere auf Kinder beschränkt. Daher versuche ich, soweit ich nur die Schlagzeile lese, den Artikel zu meiden, weil ich eben weiß, dass mir das nicht gut tut.
Ich mache den Fehler, mich in das Kind hineinversetzen zu müssen, wie alleine es sich fühlen musste, so klein und so ungeliebt... das sind dann so die Gedanken, die sicherlich auch nicht besonders gut sind. Aber wie das so mit Gedanken ist, kann man sie nicht steuern. Das ist natürlich ,wie du selber erkannt hast, nicht förderlich.
Ein gesundes Maß mit solchen Dingen umzugehen, Betroffenheit zu zeigen, sich aber natürlich nicht gleich hineinzusteigern und mitzuleiden, denn das hilft natürlich niemandem mehr.
Vielleicht hatte sich dein Anfangsposting auch etwas "hart"angehört, so wie du das jetzt beschrieben hast, kann ich es besser nachvollziehen.
naja, für jemanden, der sehr viele Gefühle in sich trägt, ist die Vorstellung vermutlich auch "hart"
Für mich macht es zB keinen Unterschied, ob ich über einen Autounfall oder einen Mord lese... Wenn ich überhaupt einem Artikel mehr als 5 Minuten Aufmerksamkeit widme, dann weil er Fehlerhaft oder ungenau ist... aber sonst?
Ich werde zB nie verstehen, warum Menschen noch Jahre nach dem Tod eines Menschen trauern... ich habe nur einen Tag zum Aufarbeiten gebraucht und war dann wieder arbeiten...hab dann zwar noch einige Wochen unvermittelt mal geweint... aber ohne gefühl des trauerns...
genausowenig werde ich menschen verstehen, die im Auto wütend werden, wenn andere nicht fahren, wie sie sollten... oder die sich aufregen, wenn irgendein Politiker was macht...
allerdings werde ich auch nie verstehen, wie einige mütter total verzückt die ganze nacht ihre neugeborenen Babys anschauen können... oder halb in tränen ausbrechen beim Ultraschall... oder ähnliche dinge... und ich weiß nicht, ob ich das schade finden sollte oder froh sei
17.05.2013 20:07
Du hast nicht pausenlos verzückt dein Neugeborenes angesehen?
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