Mütter- und Schwangerenforum

Unerzogene Kinder

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Schnecke510
7207 Beiträge
27.01.2018 13:59
Zitat von KRÄTZÄ:

Ja ich rede immer so, wenn ich mich ernsthaft unterhalte. Und das stand schon in meinem Zeugnis der ersten Klasse.

Den einen bin ich zu unintelligent, weil ich gerne mal im Spaß vong benutze und den anderen zu pseudo-intelligent, weil ich noch gewählt ausdrücke. So langsam weiß ich sich nicht mehr ob ich Fisch oder Fleisch bin

Ah, im Zeugnis der 1. Klasse stand, dass du Fremdwörter benutzt?

...immer daran denken, nicht zu viel Fleisch konsumieren, das macht aggressiv.
27.01.2018 13:59
Mein Freund wurde übrigens eher klassisch-streng erzogen. Es wurde sehr viel Wert auf Manieren, Unauffälligkeit, angepasstes Verhalten und Leistung gelegt. Seine Eltern sind so großgeworden, seine Mutter würde auch nie in der Öffentlichkeit laut lachen oder sowas. Als Strafen gab es so Sachen wie Hausarrest, Taschengeldentzug, zusätzliche Putzarbeiten, Ausgehverbote und Gardinenpredigten.
Ja, er ist ein sehr freundlicher Mann mit tadellosen Manieren, er hat einen ordentlichen Abschluss, einen mittelordentlichen Beruf (Lehrer in der Sekundarstufe) und ... NULL Selbstwertgefühl. Wirklich null. Er glaubt, er muss sich Zuneigung durch erwünschtes Verhalten verdienen. Auch bei mir. Das ist bei uns manchmal ein echter Streitpunkt, weil ich mir gelegentlich etwas mehr Reibung und Gegenimpuls wünsche. Er muss sich immer wieder rückversichern, ob er wirklich alles richtig macht, ob er keinem auf den Schlips tritt. Und an mir bewundert er genau deshalb meine polterige Art, die auf sowas pfeift.
Ich möchte nicht, dass meine Jungs so ängstlich und überangepasst werden.
27.01.2018 14:00
Zitat von Schnecke510:

Zitat von KRÄTZÄ:

Ja ich rede immer so, wenn ich mich ernsthaft unterhalte. Und das stand schon in meinem Zeugnis der ersten Klasse.

Den einen bin ich zu unintelligent, weil ich gerne mal im Spaß vong benutze und den anderen zu pseudo-intelligent, weil ich noch gewählt ausdrücke. So langsam weiß ich sich nicht mehr ob ich Fisch oder Fleisch bin

Ah, im Zeugnis der 1. Klasse stand, dass du Fremdwörter benutzt?

...immer daran denken, nicht zu viel Fleisch konsumieren, das macht aggressiv.


Dadurch einen großen Wortschatz habe und den auch anzuwenden weiß. Das stand drin.
27.01.2018 14:01
Zitat von white.rose:

Mein Freund wurde übrigens eher klassisch-streng erzogen. Es wurde sehr viel Wert auf Manieren, Unauffälligkeit, angepasstes Verhalten und Leistung gelegt. Seine Eltern sind so großgeworden, seine Mutter würde auch nie in der Öffentlichkeit laut lachen oder sowas. Als Strafen gab es so Sachen wie Hausarrest, Taschengeldentzug, zusätzliche Putzarbeiten, Ausgehverbote und Gardinenpredigten.
Ja, er ist ein sehr freundlicher Mann mit tadellosen Manieren, er hat einen ordentlichen Abschluss, einen mittelordentlichen Beruf (Lehrer in der Sekundarstufe) und ... NULL Selbstwertgefühl. Wirklich null. Er glaubt, er muss sich Zuneigung durch erwünschtes Verhalten verdienen. Auch bei mir. Das ist bei uns manchmal ein echter Streitpunkt, weil ich mir gelegentlich etwas mehr Reibung und Gegenimpuls wünsche. Er muss sich immer wieder rückversichern, ob er wirklich alles richtig macht, ob er keinem auf den Schlips tritt. Und an mir bewundert er genau deshalb meine polterige Art, die auf sowas pfeift.
Ich möchte nicht, dass meine Jungs so ängstlich und überangepasst werden.


Achso, und er ist Vegetarier
27.01.2018 14:01
Zitat von KRÄTZÄ:

Zitat von Schnecke510:

Zitat von KRÄTZÄ:

Ja ich rede immer so, wenn ich mich ernsthaft unterhalte. Und das stand schon in meinem Zeugnis der ersten Klasse.

Den einen bin ich zu unintelligent, weil ich gerne mal im Spaß vong benutze und den anderen zu pseudo-intelligent, weil ich noch gewählt ausdrücke. So langsam weiß ich sich nicht mehr ob ich Fisch oder Fleisch bin

Ah, im Zeugnis der 1. Klasse stand, dass du Fremdwörter benutzt?

...immer daran denken, nicht zu viel Fleisch konsumieren, das macht aggressiv.


Dadurch einen großen Wortschatz habe und den auch anzuwenden weiß. Das stand drin.


Dass ich

Blöde Autokorrektur.
cooky
12602 Beiträge
27.01.2018 14:03
Zitat von KRÄTZÄ:

Zitat von Viala:

Zitat von cooky:

Zitat von Thermilove:

...


Wofür denn jetzt genau? Also kognitiv und was anderes noch?

Ja so Wörter nutzen wir auch normal. Hier sind viele Erzieher im Freundeskreis und unter Verwandten und eben junge Eltern. Da geht es oft um so Themen Aber auch so wenn es thematisch passt mit jedem.
Man sitzt jetzt nicht am Tisch und sagt mit gebrochenem Arm "Reiche mir bitte die Butter, dazu bin ich gerade physisch nicht in der Lage."
Aber wenn es passt sind solche Wörter ganz normal
sowas kann dir hier schon passieren, gerade wenn wir vorger viel nerdigen input hatten


Hier auch. Aber meist eher so halb scherzend
„Herr Gatte, reiche er mir das Streichfett herüber um mein Backwerk zu bestreichen!“ kann hier schon vorkommen.


Scherzend machen wir das auch. Aber dann halt so richtig volle Möhre. "Oh mein Gatte, des Bruches wegen fühle ich mich temporär nicht in der Lage bliblablub..."
Allerdings sind meine Brüder, mein Papa und ich auch so elende Verbesserer. Dir Große fängt da auch schon mit an.
cooky
12602 Beiträge
27.01.2018 14:08
Zitat von nilou:

Zitat von cooky:

Zitat von Thermilove:

Zitat von nilou:

...

Ich brauche auch keine Übersetzung dafür, aber ich finde es halt einfach affig


Wofür denn jetzt genau? Also kognitiv und was anderes noch?

Ja so Wörter nutzen wir auch normal. Hier sind viele Erzieher im Freundeskreis und unter Verwandten und eben junge Eltern. Da geht es oft um so Themen Aber auch so wenn es thematisch passt mit jedem.
Man sitzt jetzt nicht am Tisch und sagt mit gebrochenem Arm "Reiche mir bitte die Butter, dazu bin ich gerade physisch nicht in der Lage."
Aber wenn es passt sind solche Wörter ganz normal


Gesellschaftskonformität

Da wäre ich jetzt tatsächlich nie im Leben drauf gekommen das dies gemeint ist
27.01.2018 14:16
Zitat von KRÄTZÄ:

Meiner eigenen Erfahrung nach sind die Kinder, die so richtig durchdrehen übrigens die, die zuhause zu wenig Aufmerksamkeit bekommen. Also die, deren Eltern sie tatsächlich auf sich alleingestellt lassen und die egalitär aufwachsen.

Und das ein oder andere Kind, welches zuhause streng erzogen und millionen Regeln und Neins zu hören bekommt. Die brechen dann außerhalb der Reichweite ihrer Drillinstructors auch gerne mal aus.


Ja. Erwiesenermaßen zeigen streng erzogene Kinder später die meisten Verhaltensauffälligkeiten. Entweder Überangepasstheit (was auch eine Form der Verhaltensauffälligkeit ist), oder sie brechen aus.
Laraliii
2421 Beiträge
27.01.2018 14:29
Also ich habe jetzt nicht alles gelesen.
Wollte nur sagen, wir "erziehen" nach Alfie Kohns "Liebe und Eigenständigkeit" und unsere Tochter ist ziemlich gut gelungen zumindest sagen das Außenstehende ^^"
Klar ist sie auch mal frech und gibt Wiederworte. Aber das macht ein Kind doch aus, oder nicht?

Zum hauen und werfen ect:
Einem 2.5 jährigen kann man das zwar alles erklären (was sehr wichtig ist) aber man sollte sich darauf einstellen, dass man es noch 1000 weitere Male erklären muss so ist das eben in dem Alter. Beim ersten Mal versteht kein Kind was daran falsch ist, vor allem nicht in der Situation selbst. Und Empathieentwicklung ist ein seeeeehr langer Prozess und wie lange es dauert, dass ein Kind empathisch ist und in welchem Ausmaß es das ist, hängt von dem Kind ab. Sie sind eben alle individuell

Allerdings sollte ein 5 jähriges Kind schon ein gewisses Maß an Moral und Empathievermögen haben. Es würde mich stutzig machen wenn ein 5 jähriges Kind anderen mit Absicht Dinge an den Kopf wirft bzw derartig gegen einfache Regeln (zb spielzeug wird nicht geworfen) verstößt. Dann auch noch bei anderen Zuhause das hat nichts mehr mit "einfach frech sein" zu tun. Da ist dann definitiv irgendwas schief gelaufen. Rein entwicklungspsychologisch entspricht das nämlich nicht dem kognitiven Stand eines 5 jährigen Kindes.
27.01.2018 14:31


Hab ich zufällig gerade gelesen und passt irgendwie...
Titania
5989 Beiträge
27.01.2018 14:47
Zitat von KRÄTZÄ:

Zitat von Sumi81:

Ich habe nicht alles gelesen. Für mich ist Erziehung auch kein „böses“ Wort. Wir haben hier Regeln und wenn es nicht klappt mit dem Besuch, kommen diese Kinder nicht mehr. Ich möchte keine Kinder im freiwilligen Umfeld meiner Kids, die mir hier z.B. die Wänd anmalen oder einander hauen. Und da rede ich keinen Eltern in ihre Vorstellungen rein. Zum Glück ticken wir hier in unserem Umfeld alle etwa gleich. Mein Grosser hatte auch schon Besuch von einem Jungen der noch nie ein Nein von seiner Mutter gehört hatte. Nachdem 2 Autos keine Räder mehr hatten und die Carrera-Bahn meines Sohnes nur noch Einzelteile waren haben wir den jungen Herrn nach Hause gebracht. Und Ohh Wunder mein Sohn wollte nie Besuch von dem (wie hab ich unter anderem gelesen) begleitetem Jungen


Schade. Auch nicht verstanden. Aber dennoch geurteilt.

Woher willst du wissen, dass dieser Junge nie ein nein gehört hat? Und woher, dass der Junge begleitet wird und nicht einfach nur sich selbst überlassen?
Würde er begleitet, hätte er durchaus das einladet andere nein gehört.


wenn das Kind solche Probleme hat, dann sollten die Eltern darauf hinweisen und die Eltern des einladenden Kindes darauf vorbereiten. Ansonsten gehe ich davon aus, dass es ihnen nicht wichtig ist. Wenn man Besuch hat, dann möchte man für seine Kinder, dass sie Spaß haben. Niemanden , der alles zerstört, herumschreit und andere verhaut. Das ist doch verständlich, aus der Sicht der einladenden Kinder?
27.01.2018 14:56
Zitat von Titania:

Zitat von KRÄTZÄ:

Zitat von Sumi81:

Ich habe nicht alles gelesen. Für mich ist Erziehung auch kein „böses“ Wort. Wir haben hier Regeln und wenn es nicht klappt mit dem Besuch, kommen diese Kinder nicht mehr. Ich möchte keine Kinder im freiwilligen Umfeld meiner Kids, die mir hier z.B. die Wänd anmalen oder einander hauen. Und da rede ich keinen Eltern in ihre Vorstellungen rein. Zum Glück ticken wir hier in unserem Umfeld alle etwa gleich. Mein Grosser hatte auch schon Besuch von einem Jungen der noch nie ein Nein von seiner Mutter gehört hatte. Nachdem 2 Autos keine Räder mehr hatten und die Carrera-Bahn meines Sohnes nur noch Einzelteile waren haben wir den jungen Herrn nach Hause gebracht. Und Ohh Wunder mein Sohn wollte nie Besuch von dem (wie hab ich unter anderem gelesen) begleitetem Jungen


Schade. Auch nicht verstanden. Aber dennoch geurteilt.

Woher willst du wissen, dass dieser Junge nie ein nein gehört hat? Und woher, dass der Junge begleitet wird und nicht einfach nur sich selbst überlassen?
Würde er begleitet, hätte er durchaus das einladet andere nein gehört.


wenn das Kind solche Probleme hat, dann sollten die Eltern darauf hinweisen und die Eltern des einladenden Kindes darauf vorbereiten. Ansonsten gehe ich davon aus, dass es ihnen nicht wichtig ist. Wenn man Besuch hat, dann möchte man für seine Kinder, dass sie Spaß haben. Niemanden , der alles zerstört, herumschreit und andere verhaut. Das ist doch verständlich, aus der Sicht der einladenden Kinder?

vielleicht war es das erste mal?
so blöd das auch klingt, aber vielleicht hat es bisher immer recht gut geklappt bzw. es kam kein negatives feedback zurück, diesmal ging es aber total schief?
weiß hier ja keiner, außer den eltern selbst
Schnecke510
7207 Beiträge
27.01.2018 14:57
Zitat von Bommel90:

Hab ich zufällig gerade gelesen und passt irgendwie...

Ohne die Fußnote mit zu fotographieren, bringt das leider herzlich wenig.
Titania
5989 Beiträge
27.01.2018 14:57
Zitat von Bommel90:

Hab ich zufällig gerade gelesen und passt irgendwie...


ich habe leider genau die gegenteilige Erfahrung gemacht. Je mehr ich erklärte, je mehr wurde es ignoriert. Seltsamerweise kommen kurze Anweisungen besser an. Die Herumerklärerei bewirkte, dass die Kinder sich mit den Eltern in eine Endlosdiskussion verloren.

Gerne erkläre ich etwas, aber nicht ständig und immer. Dann gibt es für mich einfach keinen Diskussionsbedarf mehr, wenn ich Dinge bereits schon erläutert habe. Dann lasse ich mich auch auf keine Diskussionen mehr ein.

Wenn ich mir vorstelle, in der Schule würde jeder mit dem Lehrer alles ausdiskutieren und der Lehrer müsste gängige Dinge immer und immer wieder erklären, dann käme man nie mehr zum Unterrichten.
27.01.2018 14:58
Zitat von Titania:

Zitat von KRÄTZÄ:

Zitat von Sumi81:

Ich habe nicht alles gelesen. Für mich ist Erziehung auch kein „böses“ Wort. Wir haben hier Regeln und wenn es nicht klappt mit dem Besuch, kommen diese Kinder nicht mehr. Ich möchte keine Kinder im freiwilligen Umfeld meiner Kids, die mir hier z.B. die Wänd anmalen oder einander hauen. Und da rede ich keinen Eltern in ihre Vorstellungen rein. Zum Glück ticken wir hier in unserem Umfeld alle etwa gleich. Mein Grosser hatte auch schon Besuch von einem Jungen der noch nie ein Nein von seiner Mutter gehört hatte. Nachdem 2 Autos keine Räder mehr hatten und die Carrera-Bahn meines Sohnes nur noch Einzelteile waren haben wir den jungen Herrn nach Hause gebracht. Und Ohh Wunder mein Sohn wollte nie Besuch von dem (wie hab ich unter anderem gelesen) begleitetem Jungen


Schade. Auch nicht verstanden. Aber dennoch geurteilt.

Woher willst du wissen, dass dieser Junge nie ein nein gehört hat? Und woher, dass der Junge begleitet wird und nicht einfach nur sich selbst überlassen?
Würde er begleitet, hätte er durchaus das einladet andere nein gehört.


wenn das Kind solche Probleme hat, dann sollten die Eltern darauf hinweisen und die Eltern des einladenden Kindes darauf vorbereiten. Ansonsten gehe ich davon aus, dass es ihnen nicht wichtig ist. Wenn man Besuch hat, dann möchte man für seine Kinder, dass sie Spaß haben. Niemanden , der alles zerstört, herumschreit und andere verhaut. Das ist doch verständlich, aus der Sicht der einladenden Kinder?


Ich hab nichts anders lautendes gesagt, oder?
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