Mütter- und Schwangerenforum

Erfahrung Gymnasium in Berlin (Brennpunkt)

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Stanismom
405 Beiträge
14.01.2022 18:59
Jedenfalls machen - AUCH hier - diejenigen mit der größten Skepsis gegenüber Migrant*innen die meisten sprachlichen Fehler. Das ist doch schön.
Mama_2o13
1844 Beiträge
14.01.2022 19:30
Mich würde der Bezirk gerne mal interessieren, komme selbst aus Berlin. Auch gerne per PN.

Denn ich kenne 2 gute Gymnasien, wo man sehr gutes hört.
Titania
5123 Beiträge
14.01.2022 20:46
Ach herje, immer dieses verharmlosen. Eigentlich wollte ich nichts dazu schreiben, aber die Gewalbereitschaft einer bestimmten Gruppe so herunterzuspielen, ist wirklich der schlechteste Weg überhaupt. Man braucht doch nur die Zeitung aufzuschlagen, insbesondere Gruppennvergewaltigungen und Messerattacken sind extrem angestiegen. Das kann und muss man doch auch so ansprechen dürfen wie es ist. Was bringt immer dieses: Aber der Helmut Meier, der ist aber auch ein ganz Böser. Fakt ist nun einmal, daß gerade Gewaltdelikte mit Messern und gegen Frauen eben von einem ganz bestimmten Klientel kommen. Und da muss man ansetzen. Da müssen auch unsere Politiker geeignete Maßnahmen ergreifen. Aber bitte nicht immer alles schön reden.

Bei uns in der Zeitung werden ganz häufig Zeugen von Gewaltdelikten gesucht. Die Personenbeschreibungen deuten da aber immer nur auf einen bestimmten Täterkreis hin. Das Problem muss man doch anpacken und nicht tot schweigen.
Sorr,y, aber ich kann das manchmal echt nicht mehr hören .
Mama4.0
136 Beiträge
14.01.2022 22:06
Zitat von Stanismom:

Jedenfalls machen - AUCH hier - diejenigen mit der größten Skepsis gegenüber Migrant*innen die meisten sprachlichen Fehler. Das ist doch schön.


Jetzt musste ich schmunzeln!
Meine Fehler haut mein Handy rein ohne dass ich es merke
ladyone
6753 Beiträge
14.01.2022 22:12
Ich würde das völlig anders angehen. Kennt deine Tochter denn niemand, wo auf eines der Gymnasien geht? Da kann man sich ja ein bisschen schlau machen, wie die Situation ist und ob es Probleme in der Schule gibt, die sie besuchen möchte. Sie möchte ja eigentlich auf das Gymnasium in der Nähe gehen. Soll nicht sie das entscheiden? Ich habe auch alle Erfahrungen mit allen Nationalitäten und was ich am schlimmsten finde, sind verzogene Bonzenkinder (persönliche Meinung, will nicht generalisieren, die meisten davon sind ziemlich in Ordnung)

Ps: mein Mann ist Araber und mein Sohn halb-araber und wir leben eine glückliche, gleichberechtigte Ehe, Schubladen sind hier fehl am Platz
Viala2.0
1095 Beiträge
14.01.2022 23:00
Mal die Diskussion um den Ausländeranteil außen vor (bin da ganz bei Cookie, da wir ja ziemlich den selben backround haben... )

Unser "top" Gymnasium für die "guten" Familien ist schon immer ein Hort für Mobbing... Da muss man elitär dazugehören, sonst hat man ein Problem. Von dem anderen hört man nix in der Richtung.
Ich würde mich umhören... Google, andere Eltern mit Kindern dort (so habe ich zb erfahren, dass die super Gesamtschule ein Konzept fährt, für das man geschaffen sein muss und so mein Sohn hoffnungslos untergehen würde), Mal zur Schulzeit hin und sich ansehen, wie es auf dem Schulhof aussieht... (Mein Sohn will auf die weiter entfernte Realschule in der Stadt, weil dort angeblich alle Freunde hingegen... Von einer anderen Mutter weiß ich, dass man da in Pausen auf Dealer treffen kann... das ist auf der anderen anders... Da interessiert weniger die Zusammensetzung der Schülerschaft... Da interessiert mich, wie hoch ist die Chance, dass mein Kind ohne Mobbing gut durch die Schule kommt... Das steht und fällt... Nicht mit der Herkunft, nicht mit dem Wohnort... Eher mit den Lehrern zum Beispiel und wie sie den Laden im Griff haben ...
War ja beim Homeschooling auch schon so
Senami3
1520 Beiträge
14.01.2022 23:01
Wo gehen denn die Raufbolde der aktuellen Klasse so hin? Und wo die engen Freunde?

Wir haben danach entschieden und sind bis jetzt zufrieden damit. Denn er ist mit 5 Freunden in der gleichen Klasse und die 2 Deppen seiner Klasse in der Unterzahl. Zudem sind die Chaoten der Grundschule endlich nicht mehr in der Nähe,da sie eine andere Schulform wählten.
YellowBird
3482 Beiträge
15.01.2022 03:06
Zitat von Anonym 1 (207993):

Hallo, ich öffne das Themas anonym, weil ich hier keinen Streit hervorrufen will. Es geht nicht um Politik, nicht um Ausländer oder sonst ein ähnliches Thema. Es geht ausschließlich im Erfahrungen zum Thema "Schule in Brennpunkt Regionen". Ich muss das Thema mit euch besprechen, weil ich durch die allgemeine Stimmung im Land, das nicht mit der Schule direkt besprechen möchte.

Unser Kind geht auf eine normale Grundschule in Berlin. Wir leben in einem sozial schwachen Bezirk mit einem hohen Ausländeranteil. In der Grundschule macht sich das bemerkbar, dass es viele Schlägereien gibt, das Lernen fällt den guten Schülern schwer, weil viel Aufmerksamkeit der Schwachen gewidmet wird. Es gibt zwar einen Wachschutz aber meist kann man sich nicht wehren, wenn die großen Brüder oder Onkel zur Schule kommen, um Rache zu üben.
Unsere Tochter kommt in die 7. Klasse und hat einen Notendurchschnitt von 2. Ich möchte, dass sie auf dem Gymnasium einfach nur lernt und dabei Spaß hat. Drogen, Schlägereien oder politische Diskrepanzen sollen da keine Rolle spielen. Wir gehen davon aus, dass auf einem Gymnasium nur die guten Schüler sind, aus einem guten Elternhaus, wo die Eltern sich um ihre Kinder kümmern.
Nun habe wir die Wahl:
Gymnasium 1
ist in der Nähe. 10 Min mit dem Bus. Das Konzept gefiel uns nicht so gut. Ausländeranteil 50%. Unsere Tochter möchte da aber hin, weil der Fahrtweg nicht so lang ist.

Gymnasium 2
ist weit weg, 30 Min mit Bus und Fußweg. Die Schule ist in einer anderen Stadt, die Fahrt geht durch einen Wald. Das Konzept hat uns sehr zugesagt. 1000 Schüler. Ausländeranteil 12 %.

Nun wissen wir nicht, was wir machen sollen. Ein Freund von mir, ein Grieche, sagte: "schicke dein Kind auf eine Schule mit wenig Ausländeranteil, der Fahrtweg ist da egal. Hauptsache sie kann gut lernen und bekommt einen guten Abschluss."

Wie ist eure Erfahrung mit einem Gymnasium in einer Brennpunkt-Stadt?
Ich die Lern Atmosphäre wichtiger als ein langer Fahrtweg? Oder umgekehrt?

Ich möchte euch bitte beim Thema- und bei meinen Fragen zu bleiben. Eltern, die das Thema nicht betrifft, bitte ich nicht zu antworten.

Vielen Dank


Ich unterrichte in Hamburg.
Hier gibt es einen sogenannten KESS-Faktor, der für jede Schule den sogenannten Sozialindex beschreibt. Je mehr Armut, Sprachbarrieren usw., desto mehr finanzielle und personelle Ressourcen sind an den Schulen möglich. Das heißt, eine Schule aus Wohlstandsregionen erhält erheblich weniger Mittel als andere Schulen.

Zusätzlich gibt es hier in HH eine sogenannte Schulinspektion, die unter anderem jede staatliche Schule in Hamburg alle paar Jahre begutachtet. Vielleicht gibt es sowas auch woanders? Hier sind diese Gutachten zum Teil online verfügbar. Da gibt es Schulen, die bei einem sehr geringen Wohlstandsniveau ganz, ganz toll abschneiden und deren Schülerschaft und Elternschaft das soziale Miteinander als besonders positiv hervorheben. Das Gegenteil gibt es natürlich auch.

Und mal im Ernst: Was hier einige im Thread tun, nennt man schlicht rassistisch. Beschäftigt euch doch stattdessen lieber mit den konkreten Schulen und echten Erfahrungsberichten statt über das nichtssagende Attribut "Ausländer" oder Ähnliches zu bügeln und verallgemeinernde Annahmen zu machen.
Stanismom
405 Beiträge
15.01.2022 03:14
Zitat von YellowBird:

Zitat von Anonym 1 (207993):

Hallo, ich öffne das Themas anonym, weil ich hier keinen Streit hervorrufen will. Es geht nicht um Politik, nicht um Ausländer oder sonst ein ähnliches Thema. Es geht ausschließlich im Erfahrungen zum Thema "Schule in Brennpunkt Regionen". Ich muss das Thema mit euch besprechen, weil ich durch die allgemeine Stimmung im Land, das nicht mit der Schule direkt besprechen möchte.

Unser Kind geht auf eine normale Grundschule in Berlin. Wir leben in einem sozial schwachen Bezirk mit einem hohen Ausländeranteil. In der Grundschule macht sich das bemerkbar, dass es viele Schlägereien gibt, das Lernen fällt den guten Schülern schwer, weil viel Aufmerksamkeit der Schwachen gewidmet wird. Es gibt zwar einen Wachschutz aber meist kann man sich nicht wehren, wenn die großen Brüder oder Onkel zur Schule kommen, um Rache zu üben.
Unsere Tochter kommt in die 7. Klasse und hat einen Notendurchschnitt von 2. Ich möchte, dass sie auf dem Gymnasium einfach nur lernt und dabei Spaß hat. Drogen, Schlägereien oder politische Diskrepanzen sollen da keine Rolle spielen. Wir gehen davon aus, dass auf einem Gymnasium nur die guten Schüler sind, aus einem guten Elternhaus, wo die Eltern sich um ihre Kinder kümmern.
Nun habe wir die Wahl:
Gymnasium 1
ist in der Nähe. 10 Min mit dem Bus. Das Konzept gefiel uns nicht so gut. Ausländeranteil 50%. Unsere Tochter möchte da aber hin, weil der Fahrtweg nicht so lang ist.

Gymnasium 2
ist weit weg, 30 Min mit Bus und Fußweg. Die Schule ist in einer anderen Stadt, die Fahrt geht durch einen Wald. Das Konzept hat uns sehr zugesagt. 1000 Schüler. Ausländeranteil 12 %.

Nun wissen wir nicht, was wir machen sollen. Ein Freund von mir, ein Grieche, sagte: "schicke dein Kind auf eine Schule mit wenig Ausländeranteil, der Fahrtweg ist da egal. Hauptsache sie kann gut lernen und bekommt einen guten Abschluss."

Wie ist eure Erfahrung mit einem Gymnasium in einer Brennpunkt-Stadt?
Ich die Lern Atmosphäre wichtiger als ein langer Fahrtweg? Oder umgekehrt?

Ich möchte euch bitte beim Thema- und bei meinen Fragen zu bleiben. Eltern, die das Thema nicht betrifft, bitte ich nicht zu antworten.

Vielen Dank


Ich unterrichte in Hamburg.
Hier gibt es einen sogenannten KESS-Faktor, der für jede Schule den sogenannten Sozialindex beschreibt. Je mehr Armut, Sprachbarrieren usw., desto mehr finanzielle und personelle Ressourcen sind an den Schulen möglich. Das heißt, eine Schule aus Wohlstandsregionen erhält erheblich weniger Mittel als andere Schulen.

Zusätzlich gibt es hier in HH eine sogenannte Schulinspektion, die unter anderem jede staatliche Schule in Hamburg alle paar Jahre begutachtet. Vielleicht gibt es sowas auch woanders? Hier sind diese Gutachten zum Teil online verfügbar. Da gibt es Schulen, die bei einem sehr geringen Wohlstandsniveau ganz, ganz toll abschneiden und deren Schülerschaft und Elternschaft das soziale Miteinander als besonders positiv hervorheben. Das Gegenteil gibt es natürlich auch.

Und mal im Ernst: Was hier einige im Thread tun, nennt man schlicht rassistisch. Beschäftigt euch doch stattdessen lieber mit den konkreten Schulen und echten Erfahrungsberichten statt über das nichtssagende Attribut "Ausländer" oder Ähnliches zu bügeln und verallgemeinernde Annahmen zu machen.


Sind diese Dinge wie Geldverteilung, personelle Ressourcen und Schulinspektionen bei euch Ländersache?
...Da treibt der Föderalismus ja ähnliche Blüten wie in Österreich!

15.01.2022 07:00
Zitat von Stanismom:

Zitat von YellowBird:

Zitat von Anonym 1 (207993):

Hallo, ich öffne das Themas anonym, weil ich hier keinen Streit hervorrufen will. Es geht nicht um Politik, nicht um Ausländer oder sonst ein ähnliches Thema. Es geht ausschließlich im Erfahrungen zum Thema "Schule in Brennpunkt Regionen". Ich muss das Thema mit euch besprechen, weil ich durch die allgemeine Stimmung im Land, das nicht mit der Schule direkt besprechen möchte.

Unser Kind geht auf eine normale Grundschule in Berlin. Wir leben in einem sozial schwachen Bezirk mit einem hohen Ausländeranteil. In der Grundschule macht sich das bemerkbar, dass es viele Schlägereien gibt, das Lernen fällt den guten Schülern schwer, weil viel Aufmerksamkeit der Schwachen gewidmet wird. Es gibt zwar einen Wachschutz aber meist kann man sich nicht wehren, wenn die großen Brüder oder Onkel zur Schule kommen, um Rache zu üben.
Unsere Tochter kommt in die 7. Klasse und hat einen Notendurchschnitt von 2. Ich möchte, dass sie auf dem Gymnasium einfach nur lernt und dabei Spaß hat. Drogen, Schlägereien oder politische Diskrepanzen sollen da keine Rolle spielen. Wir gehen davon aus, dass auf einem Gymnasium nur die guten Schüler sind, aus einem guten Elternhaus, wo die Eltern sich um ihre Kinder kümmern.
Nun habe wir die Wahl:
Gymnasium 1
ist in der Nähe. 10 Min mit dem Bus. Das Konzept gefiel uns nicht so gut. Ausländeranteil 50%. Unsere Tochter möchte da aber hin, weil der Fahrtweg nicht so lang ist.

Gymnasium 2
ist weit weg, 30 Min mit Bus und Fußweg. Die Schule ist in einer anderen Stadt, die Fahrt geht durch einen Wald. Das Konzept hat uns sehr zugesagt. 1000 Schüler. Ausländeranteil 12 %.

Nun wissen wir nicht, was wir machen sollen. Ein Freund von mir, ein Grieche, sagte: "schicke dein Kind auf eine Schule mit wenig Ausländeranteil, der Fahrtweg ist da egal. Hauptsache sie kann gut lernen und bekommt einen guten Abschluss."

Wie ist eure Erfahrung mit einem Gymnasium in einer Brennpunkt-Stadt?
Ich die Lern Atmosphäre wichtiger als ein langer Fahrtweg? Oder umgekehrt?

Ich möchte euch bitte beim Thema- und bei meinen Fragen zu bleiben. Eltern, die das Thema nicht betrifft, bitte ich nicht zu antworten.

Vielen Dank


Ich unterrichte in Hamburg.
Hier gibt es einen sogenannten KESS-Faktor, der für jede Schule den sogenannten Sozialindex beschreibt. Je mehr Armut, Sprachbarrieren usw., desto mehr finanzielle und personelle Ressourcen sind an den Schulen möglich. Das heißt, eine Schule aus Wohlstandsregionen erhält erheblich weniger Mittel als andere Schulen.

Zusätzlich gibt es hier in HH eine sogenannte Schulinspektion, die unter anderem jede staatliche Schule in Hamburg alle paar Jahre begutachtet. Vielleicht gibt es sowas auch woanders? Hier sind diese Gutachten zum Teil online verfügbar. Da gibt es Schulen, die bei einem sehr geringen Wohlstandsniveau ganz, ganz toll abschneiden und deren Schülerschaft und Elternschaft das soziale Miteinander als besonders positiv hervorheben. Das Gegenteil gibt es natürlich auch.

Und mal im Ernst: Was hier einige im Thread tun, nennt man schlicht rassistisch. Beschäftigt euch doch stattdessen lieber mit den konkreten Schulen und echten Erfahrungsberichten statt über das nichtssagende Attribut "Ausländer" oder Ähnliches zu bügeln und verallgemeinernde Annahmen zu machen.


Sind diese Dinge wie Geldverteilung, personelle Ressourcen und Schulinspektionen bei euch Ländersache?
...Da treibt der Föderalismus ja ähnliche Blüten wie in Österreich!

Ja Schuleist hier Ländersache.
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