Mütter- und Schwangerenforum

Großstadt - Dorf Schulbildung

Gehe zu Seite:
14.01.2022 12:00
Zitat von Zwerginator:

Zitat von Cookie88:

Zitat von HollyH:

Mich würde mal eure Definition für Dorf und Stadt interessieren. Ganz unabhängig von offiziellen Regelungen.

Wenn ich hier lese, unser Dorf hat zwei Schulen und drei Supermärkte sowie Kindergärten und Arztpraxen, bin ich verwirrt, weil das für mich schon nach Kleinstadt klingt. Ein Dorf hat in MEINER Vorstellung höchstens einen Supermarkt, einen Kindergarten und sonst nicht viel. Gern auch nichts davon

Bin selbst in einer Kleinstadt aufgewachsen und in den umliegenden Dörfern sagen sich Fuchs und Hase Gute Nacht

Wir sind ein Dorf mit knapp 3000 Einwohnern in einer Gemeinde mit knapp 11000 Einwohner verstreut auf insgesamt 8 Dörfer.
Wir hier haben die Grundschule für die ganze Gemeinde sowie 2 Ärzte, Kiga, Tierarzt, Zeitungsladen und eine Tankstelle.

Ich hab schon kleiner gewohnt (1000 Einwohner), Mittel (30.000 Einwohner und groß (mehr als 500.000).
In der Kleinstadt war es als Teeny super weil alles da war in Radnähe. Die Großstadt war für die Ausbildung auch gut - toller Nahverkehr, Discos, Shopping,...
Zurück würde ich trotzdem nicht mehr. Wenn wir jetzt mal in die Großstadt fahren ist es mir nach einer Stunde schon zu viel. Zu viele Menschen, zu laut, zu viel Verkehr, zu viel Hektik.
Mit Anfang 20 hat mir das getaugt. Aber mittlerweile könnte ich mir das gar nicht mehr vorstellen und ein Umzug in was mit mehr als 5000 Einwohnern käme nicht in Frage.
Ich liebe es nur 3 Minuten laufen zu müssen und schon alle Häuser hinter mir gelassen zu haben.
Die Kinder können zu ihren Freunden meist laufen ohne über viel befahrene Straßen zu gehen.

Klar gibt es Dorftratsch. Überall wird getratscht. Ich halte mich da raus und hab mir Bekannte gesucht die da auch nicht involviert sind.
Und ja am Anfang war ich die "Zuzogne" die bei dem Italiener wohnt. Jetzt bin ich die mit "den 3 netten Buam und dem großen schwarzen Hund".
In der Stadt hab ich nicht mal die Nachbarn im Haus mit Namen gekannt. Hier weiß man zumindest ah ja der/die gehört zu uns.

Deinen Mann unterschlagen sie jetzt?

Den sieht man nicht. Ist immer arbeiten.
Marf
25397 Beiträge
14.01.2022 12:27
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Dorf
....also leben hier die wenigsten aufm Dorf. Muss man doch gesagt bekommen!

...kleines Dorf auf der Alb,trotzdem zentral gelegen...1 Lädle,Grundschule,Kiga.Sonst ein paar Handwerksbetriebe und Landwirtschaft.Einwohner ca. 1000 - davon aber sehr viele erst in den letzten Jahren.
Mathelenlu
48582 Beiträge
14.01.2022 12:34
Wir wohnen auch ländlich - 5000 Einwohner ca, ein Supermarkt, Metzger, drei Bäcker, einen Hausarzt, einen Zahnarzt, eine Physiotherapiepraxis, Bank, demnächst vier Kigas, eine Grundschule. Das Wichtigste ist da. Nächste kleinere Stadt (20.000) 10 min, Karlsruhe 20 min mit dem Auto. Mit Bahn oder Bus (je nach Richtung) sind mindestens 10 Gymnasien erreichbar. Also alles wunderbar so .

Die Bildungschancen hätte ich aus dem Bauch raus als eher besser eingeschätzt als in Städten, weil z.B. die Grundschulklassen meist nur 15 bis 20 Kinder haben. Tolle Quote für den Anfang. Und für danach ist alles erreichbar an Schularten, die man will .
HollyH
5382 Beiträge
14.01.2022 12:46
Zitat von Viala2.0:

Zitat von HollyH:

Mich würde mal eure Definition für Dorf und Stadt interessieren. Ganz unabhängig von offiziellen Regelungen.

Wenn ich hier lese, unser Dorf hat zwei Schulen und drei Supermärkte sowie Kindergärten und Arztpraxen, bin ich verwirrt, weil das für mich schon nach Kleinstadt klingt. Ein Dorf hat in MEINER Vorstellung höchstens einen Supermarkt, einen Kindergarten und sonst nicht viel. Gern auch nichts davon

Bin selbst in einer Kleinstadt aufgewachsen und in den umliegenden Dörfern sagen sich Fuchs und Hase Gute Nacht
nach Anzahl Einwohner unser Dorf hat unter 4000 Einwohner.... Großes Dorf, ja, aber keine Stadt...
Die Kleinstadt hat weniger als 50K Einwohner... Halt deutlich kleiner als Hamburg zb


Unter 4000 EW könnte für mich auch schon Kleinstadt sein, je nachdem was es dort so gibt

Hab grad mal nachgeschaut, Kleinstadt beginnt wohl offiziell ab 5000 EW und endet mit 20.000.
Trixi1987
7044 Beiträge
14.01.2022 16:48
Zitat von Minchen1990:

Zitat von Trixi1987:

Zitat von wanderin:

Zitat von Alaska:

Ist die Frage dein Ernst? Glaubst du ernsthaft, dass die Bildung auf dem Dorf schlechter ist?


Ich glaube nicht, dass es darum geht, dass es schlechter ist. Sondern die Verfügbarkeit.

Wir sind auch ursprünglich aus Berlin und ich kann diese Sorge verstehen.
Wenn die ganze Zeit alles vor der Tür war, Busse alle 5 min in alle Himmelsrichtungen ausschwärmen ist das schon seltsam, wenn der Bus nur alle 20-30 min oder seltener kommt und man 3 Dörfer fahren muss um zur Schule zu kommen.
Ist kein Beinbruch, aber wenn man nur Berlin kennt, ist das erstmal befremdlich.

Alle 20 bis 30 Minuten? Abgesehen von den Schulbussen, fahren bei uns 2 Busse am Tag

Und wenn ihr den Bus verpasst? Oder wenn du noch arbeiten bist, die Kinder aber schon Schulschluss haben? Gibt es da auch Möglichkeiten?

Ich gehe zum Glück nur arbeiten, wenn mein Mann zu Hause ist. Bei uns gibt es in allen Schulen eine Nachmittagsbetreuung. Und wenn ich tatsächlich mal nicht da sein sollte, liegt im Schuppen ein Haustürschlüssel.
Mama_2o13
1844 Beiträge
14.01.2022 19:53
Also in unseren Speckgürtel würde ich auch gerne ziehen.

Dort gibt es echt alles. Kitas und Schulen. Schnell in Berlin , gute Anbindungen ect.
Stanismom
405 Beiträge
15.01.2022 03:20
Zitat von Melly82:

Jetzt mal ohne Scherz. Ich würde mir,m als Berliner, genau überlegen, wo ich hin ziehe. Nicjt zu weit weg. Denn der überwältigenden Teil Deutschlands hat ein Problem mir dem.berliner Dialekt. Das alleine reicht vielerorts garantiert aus? Einen zum aussenseiter zu machen. Und wenn man dann noch "den gebildeten Großstädter " raushängen ässt... Gerade Kinder können unglaublich grausam sein. Haben ich selber erlebt. Bin mit 7 Jahren von Hamburg nach Österreich gezogen und blieb die ganzen 11 Jahre, die ich dort leben musste die "piefke " habe als teeny manchmal lieber englisch gesprochen, um nich nucjt sofort wieder als fremde outen zu müssen.


Wobei ich zu unserer Schande gestehen muss:
Auch wenn es hier ebenfalls einen ausgeprägten Widerwillen gegen Hauptstadtbewohner gibt:
Dass es ein Berliner in Rest von D so schwer hat wie ein Deutscher in Ö (Bayern ausgenommen, das gehört irgendwie zum Innviertel) wage ich zu bezweifeln...

kataleia
12191 Beiträge
15.01.2022 09:26
Zitat von Stanismom:

Zitat von Melly82:

Jetzt mal ohne Scherz. Ich würde mir,m als Berliner, genau überlegen, wo ich hin ziehe. Nicjt zu weit weg. Denn der überwältigenden Teil Deutschlands hat ein Problem mir dem.berliner Dialekt. Das alleine reicht vielerorts garantiert aus? Einen zum aussenseiter zu machen. Und wenn man dann noch "den gebildeten Großstädter " raushängen ässt... Gerade Kinder können unglaublich grausam sein. Haben ich selber erlebt. Bin mit 7 Jahren von Hamburg nach Österreich gezogen und blieb die ganzen 11 Jahre, die ich dort leben musste die "piefke " habe als teeny manchmal lieber englisch gesprochen, um nich nucjt sofort wieder als fremde outen zu müssen.


Wobei ich zu unserer Schande gestehen muss:
Auch wenn es hier ebenfalls einen ausgeprägten Widerwillen gegen Hauptstadtbewohner gibt:
Dass es ein Berliner in Rest von D so schwer hat wie ein Deutscher in Ö (Bayern ausgenommen, das gehört irgendwie zum Innviertel) wage ich zu bezweifeln...


In der zweiten Klasse bei mir damals ist ein Mädchen mit ihrer Familie aus Berlin zu uns gezogen nach Südhessen und kam in meine Klasse.

Den Dialekt hat man leicht gemerkt und wir fanden es lustig, dass sie nicht wusste was Pfannkuchen sind zum Beispiel.

Zur Außenseiterin hat sie das allerdings nicht gemacht.

Es hängt immer vom Charakter und auftreten ab sowie vom Glück oder Pech was für Leute in der Klasse sind.

Minchen1990
2209 Beiträge
15.01.2022 10:21
Zitat von Stanismom:

Zitat von Melly82:

Jetzt mal ohne Scherz. Ich würde mir,m als Berliner, genau überlegen, wo ich hin ziehe. Nicjt zu weit weg. Denn der überwältigenden Teil Deutschlands hat ein Problem mir dem.berliner Dialekt. Das alleine reicht vielerorts garantiert aus? Einen zum aussenseiter zu machen. Und wenn man dann noch "den gebildeten Großstädter " raushängen ässt... Gerade Kinder können unglaublich grausam sein. Haben ich selber erlebt. Bin mit 7 Jahren von Hamburg nach Österreich gezogen und blieb die ganzen 11 Jahre, die ich dort leben musste die "piefke " habe als teeny manchmal lieber englisch gesprochen, um nich nucjt sofort wieder als fremde outen zu müssen.


Wobei ich zu unserer Schande gestehen muss:
Auch wenn es hier ebenfalls einen ausgeprägten Widerwillen gegen Hauptstadtbewohner gibt:
Dass es ein Berliner in Rest von D so schwer hat wie ein Deutscher in Ö (Bayern ausgenommen, das gehört irgendwie zum Innviertel) wage ich zu bezweifeln...


Darf ich Mal fragen, warum es einen Widerwillen gegen Berliner gibt? Wir sind keine Berliner, die sich nur mit Ick, Dir oder Jeht ausdrücken. Touris waren manchmal sehr enttäuscht, das man bei uns keinen Dialekt gehört hat klar, rutscht man da vielleicht manchmal im Eifer des Gesprächs rein aber eher selten.
Skorpi
12925 Beiträge
15.01.2022 10:45
Zitat von Minchen1990:

Zitat von Stanismom:

Zitat von Melly82:

Jetzt mal ohne Scherz. Ich würde mir,m als Berliner, genau überlegen, wo ich hin ziehe. Nicjt zu weit weg. Denn der überwältigenden Teil Deutschlands hat ein Problem mir dem.berliner Dialekt. Das alleine reicht vielerorts garantiert aus? Einen zum aussenseiter zu machen. Und wenn man dann noch "den gebildeten Großstädter " raushängen ässt... Gerade Kinder können unglaublich grausam sein. Haben ich selber erlebt. Bin mit 7 Jahren von Hamburg nach Österreich gezogen und blieb die ganzen 11 Jahre, die ich dort leben musste die "piefke " habe als teeny manchmal lieber englisch gesprochen, um nich nucjt sofort wieder als fremde outen zu müssen.


Wobei ich zu unserer Schande gestehen muss:
Auch wenn es hier ebenfalls einen ausgeprägten Widerwillen gegen Hauptstadtbewohner gibt:
Dass es ein Berliner in Rest von D so schwer hat wie ein Deutscher in Ö (Bayern ausgenommen, das gehört irgendwie zum Innviertel) wage ich zu bezweifeln...


Darf ich Mal fragen, warum es einen Widerwillen gegen Berliner gibt? Wir sind keine Berliner, die sich nur mit Ick, Dir oder Jeht ausdrücken. Touris waren manchmal sehr enttäuscht, das man bei uns keinen Dialekt gehört hat klar, rutscht man da vielleicht manchmal im Eifer des Gesprächs rein aber eher selten.


Dem muss ich zustimmen. Ich wohne nun seit knapp 18 Jahren in Berlin und die wenigsten berlinern wirklich stark. Klar rutscht man da auch mal rein, aber so richtig ausgeprägt ist das wirklich selten bei jemanden.

Ich komme im übrigen ursprünglich aus einer Kleinstadt. Das Gymnasium war nicht sehr weit weg, ich denke da unterscheidet es sich auch nochmal ob man wirklich in eine kleinere Stadt oder wirklich aufs Dorf zieht. Meine Eltern waren im übrigen beide berufstätig, ich war ein typisches Schlüsselkind. Weil ich hier gelesen habe, dass du dir sorgen machst, mal nicht rechtzeitig zuhause zu sein.

Generell würde ich dir eher eine kleinere Stadt empfehlen. Dorf ist dann glaub ich doch nochmal krasser, wenn man wirklich nur Berlin kennt.

15.01.2022 11:19
Ich finde den Berliner Dialekt (im Gegensatz zB zum Sächsischen) ja total sympathisch.
Und hier zumindest fällt mir nicht auf dass Berliner irgendwie nicht gut aufgenommen werden.
bambina_1990
16107 Beiträge
15.01.2022 11:52
Ich zb mag dieses ick usw gar nicht kann mir das nicht anhören . Ich selber rede sehr sächsisch obwohl wir in Thüringen wohnen und andere finden das lustig
HollyH
5382 Beiträge
15.01.2022 13:31
Zitat von bambina_1990:

Ich zb mag dieses ick usw gar nicht kann mir das nicht anhören . Ich selber rede sehr sächsisch obwohl wir in Thüringen wohnen und andere finden das lustig


Ich höre zwischen sächsisch und thüringisch gar keinen großen Unterschied
Stanismom
405 Beiträge
15.01.2022 14:33
@Alle:

Es handelt sich um ein Missverständnis:

Ich bin Ösi. Hier mag man in 8 Bundesländern die Wiener m Allgemeinen nicht gar so sehr. Gelten als arrogant bis grantig, hochnäsig, Großstädter halt.

Deutsche sind aber - wohl historisch UND auch als größte Migrantenpopulation auch nicht soooo... naja...
(Piefke- Saga.... etc.)

Ich mag Bayrisch total, dem Schwäbischen ggüber bin ich ambivalent und aus politischen und ethisch- moralischen Gründen bemühe ich mich um Unvoreingenommenheit.
bambina_1990
16107 Beiträge
15.01.2022 16:45
Zitat von HollyH:

Zitat von bambina_1990:

Ich zb mag dieses ick usw gar nicht kann mir das nicht anhören . Ich selber rede sehr sächsisch obwohl wir in Thüringen wohnen und andere finden das lustig


Ich höre zwischen sächsisch und thüringisch gar keinen großen Unterschied
oh doch ,den Unterschied gibt es und hört man auch
Gehe zu Seite:
  • Dieses Thema wurde 10 mal gemerkt