Mütter- und Schwangerenforum

Sollten behinderte Eltern Kinder bekommen?

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Bommel90
26011 Beiträge
10.07.2014 14:09
Behinderung ist halt auch ein weites Feld.

Warum sollte ein Gehörloser oder ein Blinder keine Kinder bekommen!?

tinamaus88
940 Beiträge
10.07.2014 14:11
Zitat von Bommel90:

Behinderung ist halt auch ein weites Feld.

Warum sollte ein Gehörloser oder ein Blinder keine Kinder bekommen!?



Richtig !

Es gibt so viele verschiedene Arten von "Behinderungen" die kann man unmöglich alle über einen Kamm scheren!
Niji
32323 Beiträge
10.07.2014 14:11
kommt ganz klar auf die behinderung an. die meisten erblichen schließen eine fortpflanzung aus soweit ich das damals gelernt habe. das heisst wenn so ein gendefekt (in dem falle ja dnan vermutlich rezessiv) vererbt wird und da die eltern der ersten generation quasi nur träger waren, dann kommt es oft vor, dass die wo es "ausbricht" zeugungsunfähig sind.
aber das ist natürlich nicht immer so und schließt damit "mutwilliges weitergeben nicht aus.
ABER wenn jemand mit einer behinderung in der lage ist mit dieser so gut zu leben, dass er sich dazu entscheidet selbst kinder in die welt zu setzen usw, dann kann diese behinderung in meinen augen ja nciht so stark einschränkend sein, dass man von einem schlechten leben des kindes redet.

ich zB habe eine erbliche augenerkrankung, die meine kinder zu 50% wahrscheinlichkeit auch bekommen haben (bei der großen wissen wir schon, dass sie es wohl nicht hat) und ich bin das risiko eingegangen, weil man es weiss und es jetzt absolut kein problem mehr ist dies zu heilen. ja mit eingriffen, aber die kinder haben dadurch dann später null nachteile (bei mir hat das leider nicht so geklappt da meien ärztin kein ahnung davon hatte)

mal abgesehen davon dürfen menschen mit manchen behinderungen auch nie ein kind in pflege nehmen oder gar adoptieren obwohl sie sehr wohl in der lage wären sich liebevoll darum zu kümmern. das find ich eher unfair.

bei suchtproblemen sehe ich das etwas anders. das ist aj an sich auch teilweise vererbbar die suchtanfälligkeit, aber jeder hat andere chancen damit klarzukommen. wenn die eltern ganz klar nie den bogen kriegen, dann wirds für die kinder nen bescheidenes leben. aber wenn die eltern wie man ja auch oft hört dank des nachwuchses dann die kurve kriegen und zwar weiterhin sicher immer hintergründig probleme haben, die aber nichtmehr zum vorschein kommen, dann ist es doch gut, dass sie kinder bekommen haben.

da könnte man ja auchz fr4agen ob man das kinderkriegen vom IQ abhängig machen sollte bei manchen dingen die man sonst so hört...
10.07.2014 14:11
Die Frage ist. Was macht gute Eltern aus?
Putsch
26593 Beiträge
10.07.2014 14:12
Zitat von zuckerlie:

Meine Eltern sind behindert - bin dankbar, dass sie mich bekommen haben.

Ich habe die Behinderung nicht geerbt.


Wie standen denn die Chancen, dass du ihre Behinderung erbst?
Denn die TS fragte ja, was man davon hält, wenn ziemlich sicher ist, dass die Behinderung vererbt wird (Erbwahrscheinlichkeit bei über 90%).
mimimi
3381 Beiträge
10.07.2014 14:12
Zum Thema Blind: Grds. habe ich mich damit noch nie großartig außeinandergesetzt. Ich finde es total mutig, stelle es mir aber auch sehr sehr schwierig vor, gerade wenn man mit einem Baby / Kleinkind allein ist.
Nicht jeder Blinde ist ja von Geburt an Blind. Wenn man durch eine Erkrankung / Unfall usw. erblindet ist die Gefahr ein Behindertes Kind zu bekommen ja exakt gleich groß / klein wie bei jedem gesunden Menschen. In dem Fall spricht für mich nichts dagegen. Ich hab aber ehrlichgesagt auch keine Ahnung ob so etwas überhaupt vererbbar ist?!?
Lana_Fey
6566 Beiträge
10.07.2014 14:12
Aber selbst wenn ich mein Kind trotz meiner Behinderung gut versorgen kann, bleibt ja noch immer die Frage wie das weitere Leben meines Kindes verlaufen wird?
Wäre es nicht "fairer" gewesen, ein gesundes Kind zu adoptieren oder eine Pflegschaft zu übernehmen?
Ich rede hier nicht von Abtreibung behinderter Feten etc.
Und ich spreche hier wirklich nur von Behinderungen die mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit weitervererbt werden.
Niji
32323 Beiträge
10.07.2014 14:12
Zitat von Bommel90:

Behinderung ist halt auch ein weites Feld.

Warum sollte ein Gehörloser oder ein Blinder keine Kinder bekommen!?


ich kenne ein gehörloses paar, welches 2 kinde rmit super gehör hat. das wusste vorher auch keiner, dass es so klappen wird und sie höätten auch gehörlose kinde rbekommen, denn sie haben zwar ein anderes, aber nun wahrlich kein schklechteres leben als andere menschen
klisterremsa
35576 Beiträge
10.07.2014 14:12
kommt sicherlich auch an wie man *behinderung* defeniert...

manche finden ja taubheit oder blindheit als behinderung und finden es schlimm wenn *solche* menschen kinder bekommen, (wenns eine angeborene behinderung ist)

es ist ein schwieriges thema, grundsätzlich sollte niemand das recht auf kinder verwehrt sein. dieses hatten wir ja im letzten jahundert schonmal
wolkenschaf
9142 Beiträge
10.07.2014 14:13
Das kann man so pauschal nicht beantworten. Was ist denn behindert und was nicht?
Wenn ich keine Brille aufhabe, fühle ich mich auch sehbehindert bei -5 Dioptrin. Soll ich jetzt keine Kinder bekommen, nur weil mein Kind evtl. auch mal eine Brille braucht? Nicht falsch verstehen, soll nur ein Beispiel sein. Wenn wirklich schlimme Behinderungen zu erwarten sind, dann würde ich auch klar sagen, zum Wohle des Kindes lieber nicht, aber warum soll jemand der z.B. im Rollstuhl sitzt nicht auch ein toller Vater oder eine tolle Mutter sein können?
Menschen die selbst behindert sind, können glaube ich viel besser einschätzen, wie lebenswert das Leben mit Behinderung so ist und werden sich sicher 10x überlegen, ob sie das Risiko eingehen, einem anderen Menschen dieses Los mitzugeben. Da sollte es von außen so wenig Einmischung wie möglich geben, finde ich. Es kann doch keiner so gut beurteilen wie der Betroffene selbst.

Ich habe selbst einen behinderten Sohn, der mit einem Gendefekt zur Welt kam. Mein Mann ist genetisch vorbelastet, was wir aber nicht wussten und erst nach der SS erfahren haben. Trotzdem ist mein Sohn für mich das tollste Kind der Welt. Er hat zum Glück keine geistige Behinderung und wird sein Leben mal eigenständig meistern können. Ich habe vorher auch immer gesat, bloß kein behindertes Kind. Jetzt erlebe ich, dass das auch Menschen wie du und ich sind und genau so viel Lebensqualität verdient haben, wie alle anderen auch. Wir werden kein weiteres Kind bekommen. Wir hatten bei unserer Tochter einmal Glück und unsere Sohn ist leider krank. Noch einmal möchte ich das Risiko nicht eingehen, weil das Syndrom,. dass er hat von sehr schwach bis sehr stark ausgeprägt sein und uns keine vorher sagen könnte wie "schlimm" es wäre.
Die Wahrscheinlichkeit wenn mein Sohn einmal Kinder haben will, beträgt 50%, dass er es auch weitergibt. Keine Ahnung wozu ich ihm mal raten werde, aber Hautpsache er ist glücklich...
Niji
32323 Beiträge
10.07.2014 14:16
Zitat von Lana_Fey:

Aber selbst wenn ich mein Kind trotz meiner Behinderung gut versorgen kann, bleibt ja noch immer die Frage wie das weitere Leben meines Kindes verlaufen wird?
Wäre es nicht "fairer" gewesen, ein gesundes Kind zu adoptieren oder eine Pflegschaft zu übernehmen?
Ich rede hier nicht von Abtreibung behinderter Feten etc.
Und ich spreche hier wirklich nur von Behinderungen die mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit weitervererbt werden.

informier dihc mal über die bedingungen f+ür pflegekinde rund adoptionen. da wirds dann mit behinderung auch schwer unabhängig davon ob man es könnte oder nicht
zuckerlie
15684 Beiträge
10.07.2014 14:18
Zitat von Putsch:

Zitat von zuckerlie:

Meine Eltern sind behindert - bin dankbar, dass sie mich bekommen haben.

Ich habe die Behinderung nicht geerbt.


Wie standen denn die Chancen, dass du ihre Behinderung erbst?
Denn die TS fragte ja, was man davon hält, wenn ziemlich sicher ist, dass die Behinderung vererbt wird (Erbwahrscheinlichkeit bei über 90%).


Bei meinem großen Bruder, der einen anderen Vater hat, wird die Sehkrankheit weiter vererbt. Er hat nur eine Tochter, die aphak ist, aber heute ist die Medizin sehr weit. Sie hat einen ganz normalen Visus und kann (später) auch Auto fahren. Meine Eltern vererben es nicht (grüner Star und Petersche Defekte). Damals wusste das aber bestimmt noch keiner und meine Mama wurde damals auch dumm angeguckt. Aber sie haben drei Kinder groß gezogen, waren immer arbeiten. Mehr als viele andere auf die Reihe kriegen.
tinamaus88
940 Beiträge
10.07.2014 14:18
Zitat von Lana_Fey:

Aber selbst wenn ich mein Kind trotz meiner Behinderung gut versorgen kann, bleibt ja noch immer die Frage wie das weitere Leben meines Kindes verlaufen wird?
Wäre es nicht "fairer" gewesen, ein gesundes Kind zu adoptieren oder eine Pflegschaft zu übernehmen?
Ich rede hier nicht von Abtreibung behinderter Feten etc.
Und ich spreche hier wirklich nur von Behinderungen die mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit weitervererbt werden.


Aber da ist ja der springende Punkt das dies wohl bei den Ämtern nicht durchgehen wird ! Adoption ist ja schon für Kerngesunde Menschen ein Glücksspiel und mit ewigen Wartezeiten verbunden .....

Und auch chronische Krankheiten können "behindernd" im Alltag sein und auch vererbar sein sollen die Leute dann auch keine Kinder bekommen ?
Shamea
20989 Beiträge
10.07.2014 14:19
Kommt ganz klar auf die Behinderung an aber Alkoholismus und Drogenabhängigkeit zähle ich nun nicht als Behinderung. Vielleicht habe ich das auch falsch verstanden.

Mein Papa war Alkoholiker und ich mag Alkohol na ja nicht sonderlich gerne.

Man kann das nicht miteinander Vergleichen. Es gibt Behinderungen die zwar vererbt werden können aber keinen großen Einflus auf das leben des Kindes haben.

Bommel90
26011 Beiträge
10.07.2014 14:19
ich hab vor Jahren mal einen Film gesehen, der auf einer wahren Begebenheit beruht. Da sollte einer Mutter ihr Kind weggenommen werden, weil sie zu "dumm" wäre. Sie hatte einen extrem niedriegen IQ usw. und konnte ihrer Tocher schon im Kindergartenalter kaum etwas beibringen.
Sie ist bis vor den europäischen Gerichtshof gezogen und durfte letzendlich ihr Kind behalten.

Das fand ich sowas von unmöglich, dass man ihr das Kind wegnehmen wollte
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