Mütter- und Schwangerenforum

Baukindergeld mit immer mehr Bedingungen

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Ana_Tidaephobie
6191 Beiträge
24.06.2018 13:54
Hallo ihr Lieben,
Vielleicht verfolgen ja einige von euch die Debatte um das Baukindergeld. Ich für meinen Teil schon.
Sinn und Unsinn definiert ja jeder anders.
Ich hatte tatsächlich schon darauf spekuliert, da wir eben in naher Zukunft bauen wollen und 3 Kinder haben und ein 4. Wollen.
Ich habe keine Problem mit den Gehaltsgrenzen, die wie ich finde,sehr großzügig sind. Auch als es hiess, nur "vorhandene" Kinder bei Baubeginn werden gefördert und keine hinzu kommenden.
Ok, dann eben Förderung mal 3, auch schön.
Nun seit gestern: Quadratmetergrenze von 120qm bei bis zu 2 Kindern und 10qm für jedes weitere Kind dazu.
Sorry Leute, aber da bin ich raus.
Unsere Finanzierung ist sehr durchdacht, wir sind beide aus dem Finanzwesen und jede Eventualität ist einkalkuliert. Sie steht auch ohne Baukindergeld. Es wäre aber ein toller Zuschuss gewesen.
Noch steht gar nix fest, ist mir klar, aber es können offensichtlich nur sehr wenige davon profitieren.
Uns wäre definitiv die Hausgröße zu klein. Ich kenne kaum eine Familie, die unter 120qm baut und schon gar nicht mit 2 Kinder.
Bestand, in dem man schon länger wohnt, fällt ja sowieso raus. Stichtag wird wohl der 1.1.18.
-
Wie denkt ihr darüber? Wer hat da am Ende was davon?
Ich bin gespannt.
Lade
9002 Beiträge
24.06.2018 14:01
Ich beobachte es auch. Wir würden ohne qmBegrenzung auch was bekommen- mit natürlich nicht...
Schnecke510
5850 Beiträge
24.06.2018 14:04
Naja, das Baukindergeld ist nicht dafür da, um Luxusvillen auf Kosten der Allgemeinheit zu finanzieren. Sorry, nicht persönlich gemeint, aber das Geld ist für Familien da, die sich - sprichwörtlich - ihr Reihenhäuschen vom Mund absparen und nicht für Leute, die "großzügige Gehaltsgrenzen" (kotz!) toll finden.
Ana_Tidaephobie
6191 Beiträge
24.06.2018 14:06
Zitat von Lade:

Ich beobachte es auch. Wir würden ohne qmBegrenzung auch was bekommen- mit natürlich nicht...


Ihr habt 3 Kinder?
Dann also 130qm.
Ware bei uns auch so. Das zukünftige 4. Wird ja nicht berechnet, bzw müsste vorher da sein, wird es aber nicht.
Ich plane nicht riesig, aber unter 130qm zu kommen wird sehr sehr schwer.
Wir sind derzeit bei 135qm im Entwurf.
Ich frage bei der Planung dann, ob wir das Haus an einer Seite um ein paar cm kürzen könnten.
Bis dahin will ich das Gesetz aber auf dem Tisch haben, wer weiss was für Mist denen vorher noch einfällt.
Die Kinderzimmer sind zwischen 10 und 13qm groß.
Marie2010
1001 Beiträge
24.06.2018 14:06
Wir sind eh raus, da wir schon im Eigenheim wohnen.

Aber als ich gestern im Fernsehen von den 120qm gehört habe, dachte ich auch nur:"Im Ernst?!"
Für mich hat das was von:"Wir bieten den Leuten was an, stellen aber so blöde Bedingungen, dass nur wenige davon profitieren, denn zu teuer soll es uns ja dann auch wieder nicht zu stehen kommen."
Ana_Tidaephobie
6191 Beiträge
24.06.2018 14:09
Zitat von Schnecke510:

Naja, das Baukindergeld ist nicht dafür da, um Luxusvillen auf Kosten der Allgemeinheit zu finanzieren. Sorry, nicht persönlich gemeint, aber das Geld ist für Familien da, die sich - sprichwörtlich - ihr Reihenhäuschen vom Mund absparen und nicht für Leute, die "großzügige Gehaltsgrenzen" (kotz!) toll finden.


Ich versteh dich schon.
Und das grosszügig war schon so gemeint. Wir liegen weit drunter.
Aber es ist ja eben doch so, dass man baut, weil man ein bisschen Platz haben möchte. Ich kenne niemanden im neuen Eigenheim unter 120qm. Weil so eben heute nicht mehr gebaut wird.
Gerne können sie auch an der Gehaltsgrenze schrauben, das wäre mir wesentlich lieber.
Schnecke510
5850 Beiträge
24.06.2018 14:11
Jetzt mal im Ernst: Kinder kosten Geld. Ein Eigenheim kostet Geld. Das ist einfach so.

Warum sollen dafür die Steuern der alleinerziehenden Altenpflegerin (im Extremfall) verwendet werden? Das ist sozial hochgradig ungerecht und bedenklich. Die imaginäre alleinerziehende Altenpflegerin wird nämlich niemals in die Lage kommen, sich über ein Eigenheim Gedanken zu machen.

Wenn ich mir das Bauen und die Kinder nur mit staatlicher Unterstützung leisten kann, dann sollte ich die Finger davon lassen - der Plan geht nämlich nicht auf.

Ich zweifle langsam an unserem "Sozialstaat", der nur die Reichen begünstigt und die Armen schuften lässt. Das Geld und die Immobilien arbeiten schon alleine, da brauche ich nicht noch beim Staat die Hand aufhalten. Ich käme mir schäbig vor. Das nur nebenbei. Und dabei bin ich mir sicher, dass auch wir irgendwelche Zuschüsse bekämen, würden wir uns nur danach umgucken. Haben wir aber nicht nötig.
Ana_Tidaephobie
6191 Beiträge
24.06.2018 14:12
Zitat von Marie2010:

Wir sind eh raus, da wir schon im Eigenheim wohnen.

Aber als ich gestern im Fernsehen von den 120qm gehört habe, dachte ich auch nur:"Im Ernst?!"
Für mich hat das was von:"Wir bieten den Leuten was an, stellen aber so blöde Bedingungen, dass nur wenige davon profitieren, denn zu teuer soll es uns ja dann auch wieder nicht zu stehen kommen."


Eben, nur weil es mehr als 120qm sind, ist es noch keine Luxusvilla.
Da kann man schon Unterschiede machen.
Ich glaube wer auf Luxus steht, der hat von den 1200€ pro Kind im Jahr auch nix.
Ich rede wirklich vom Otto-Normal-Bürger.
Als wir in die Hausplanung gingen, wurden wir von den Firmen immer belächelt "3 Kinder und nur xyz Quadratmeter?"
Ja, auch gern mit 4 Kindern.
Marf
20109 Beiträge
24.06.2018 14:12
Ich finde das nicht zu klein.Der Grundriss ist wichtig....und 90qm können großzügiger wirken/sein als 130qm.Wohnfläche.Wenn da ein Garten dabei ist mit 3,4 oder 500qm ist das ein großer Bodenverbrauch der auf Kosten aller geht.
Zudem die meisten Kinder in 15 Jahren - also wenn die Hütte gerade mal zu 60 % abgezahlt ist bei den meisten ,langsam ausziehen.Dann ist man froh um die ' wenigen' Quadratmeter.
Schnecke510
5850 Beiträge
24.06.2018 14:13
Zitat von Marf:

Ich finde das nicht zu klein.Der Grundriss ist wichtig....und 90qm können großzügiger wirken/sein als 130qm.Wohnfläche.Wenn da ein Garten dabei ist mit 3,4 oder 500qm ist das ein großer Bodenverbrauch der auf Kosten aller geht.
Zudem die meisten Kinder in 15 Jahren - also wenn die Hütte gerade mal zu 60 % abgezahlt ist bei den meisten ,langsam ausziehen.Dann ist man froh um die ' wenigen' Quadratmeter.

Dem kann ich nur zustimmen.

Wir sind langsam in einem Alter, wo wir das Horten beginnen und die Kinderzimmer mit Altmöbel zustellen. Unsere Kinder sagen schon, dass wir das bitte noch vor unserem Ableben entsorgen sollen.
Miststück
765 Beiträge
24.06.2018 14:14
Zitat von Marie2010:

Wir sind eh raus, da wir schon im Eigenheim wohnen.

Aber als ich gestern im Fernsehen von den 120qm gehört habe, dachte ich auch nur:"Im Ernst?!"
Für mich hat das was von:"Wir bieten den Leuten was an, stellen aber so blöde Bedingungen, dass nur wenige davon profitieren, denn zu teuer soll es uns ja dann auch wieder nicht zu stehen kommen."
ja,das dachte ich gestern auch. wir haben „damals“ mit „wohnen/bauen mit kind“ bezuschusst bekommen,das entfällt dann und wird durch das baukindergeld ersetzt?
achja,wir haben mit damals 2 kindern total luxeriös mit 136m2 ohne keller ein reihenhaus mit nicht nennenswerten garten gebaut. was die allgemeinheit demnach finanziert

ich finde nun 120m2 mit 2 kindern nun wirklich nicht viel...
Ana_Tidaephobie
6191 Beiträge
24.06.2018 14:17
Zitat von Schnecke510:

Jetzt mal im Ernst: Kinder kosten Geld. Ein Eigenheim kostet Geld. Das ist einfach so.

Warum sollen dafür die Steuern der alleinerziehenden Altenpflegerin (im Extremfall) verwendet werden? Das ist sozial hochgradig ungerecht und bedenklich. Die imaginäre alleinerziehende Altenpflegerin wird nämlich niemals in die Lage kommen, sich über ein Eigenheim Gedanken zu machen.

Wenn ich mir das Bauen und die Kinder nur mit staatlicher Unterstützung leisten kann, dann sollte ich die Finger davon lassen - der Plan geht nämlich nicht auf.

Ich zweifle langsam an unserem "Sozialstaat", der nur die Reichen begünstigt und die Armen schuften lässt. Das Geld und die Immobilien arbeiten schon alleine, da brauche ich nicht noch beim Staat die Hand aufhalten. Ich käme mir schäbig vor. Das nur nebenbei. Und dabei bin ich mir sicher, dass auch wir irgendwelche Zuschüsse bekämen, würden wir uns nur danach umgucken. Haben wir aber nicht nötig.


Ich sage nicht, dass jemand baut, nur weil er den Zuschuss bekäme. Die Finanzierung des Ganzen sollte definitiv auch ohne funktionieren, denn nach 10 Jahren ist der Spass sowieso vorbei und dann stünde man da.
-
Wieviele steuerlichen Sachen der Bürger so bezahlt, von denen er nix hat, ist ja bekannt.
Das Geld kommt aber so oder so. Und Schande über mich, ich hätte es gern genutzt.
Wer es dann nicht nutzen will, muss es ja nicht.
Ich lese auch jede KfW-Förderung durch und schaue, wie ich gut weg komme. Das ist weder dreist noch ekelhaft, das ist clever.
Reich bin ich nicht und reich sind sicher die wenigsten Familien hier. Deshalb mein Thread.
Die-zauberhafte-Patin
25605 Beiträge
24.06.2018 14:17
Geht es dabei um Wohnfläche? Dann ist es doch ganz einfach: Haus bauen, qm einhalten, Dachgeschoss unausgebaut lassen und später, wenn die Kiddies größer sind und man ihnen mehr gönnen will, als eine Minibuchte, das Dach noch ausbauen.

Ich finde auch, dass Bauen immer unattraktiver wird. Wir haben damals noch die Eigenheimzulage bekommen und als Eigenfinanzierung mitgenutzt. Kind wohnt noch hier und wird auch während des Studiums immer wieder herkommen. So tun das Kinder i.d.R. wenn sie ein liebevolles Nest haben. In 3 Jahren ist die Hütte abbezahlt. Wir haben zu dritt ca. 140 m² Wohnfläche.
Mit Luxus haben mehr als 120 m² auch nichts zu tun. Man baut ja, damit man eben mehr Platz hat, als es in einer Wohnung möglich ist.

LG Zaubi
Marie2010
1001 Beiträge
24.06.2018 14:25
Zitat von Miststück:

Zitat von Marie2010:

Wir sind eh raus, da wir schon im Eigenheim wohnen.

Aber als ich gestern im Fernsehen von den 120qm gehört habe, dachte ich auch nur:"Im Ernst?!"
Für mich hat das was von:"Wir bieten den Leuten was an, stellen aber so blöde Bedingungen, dass nur wenige davon profitieren, denn zu teuer soll es uns ja dann auch wieder nicht zu stehen kommen."
ja,das dachte ich gestern auch. wir haben „damals“ mit „wohnen/bauen mit kind“ bezuschusst bekommen,das entfällt dann und wird durch das baukindergeld ersetzt?
achja,wir haben mit damals 2 kindern total luxeriös mit 136m2 ohne keller ein reihenhaus mit nicht nennenswerten garten gebaut. was die allgemeinheit demnach finanziert

ich finde nun 120m2 mit 2 kindern nun wirklich nicht viel...


Vor allem, wenn dann vielleicht doch noch ein Kind dazu kommt. Dann hockt man zu 5 auf 120qm. Und dafür hat man dann ein Eigenheim gebaut?
Wir haben unser Haus komplett ohne Zuschüsse finanziert und das würde ich, bei so einer bescheuerten Bedingung, auch wieder tun.
Ich kenne einige, die in wunderschönen Reihen- oder Doppelhaushälften wohnen. Alle grösser als 120qm und trotzdem fernab von Luxusanwesen.
Marf
20109 Beiträge
24.06.2018 14:25
Zitat von Schnecke510:

Zitat von Marf:

Ich finde das nicht zu klein.Der Grundriss ist wichtig....und 90qm können großzügiger wirken/sein als 130qm.Wohnfläche.Wenn da ein Garten dabei ist mit 3,4 oder 500qm ist das ein großer Bodenverbrauch der auf Kosten aller geht.
Zudem die meisten Kinder in 15 Jahren - also wenn die Hütte gerade mal zu 60 % abgezahlt ist bei den meisten ,langsam ausziehen.Dann ist man froh um die ' wenigen' Quadratmeter.

Dem kann ich nur zustimmen.

Wir sind langsam in einem Alter, wo wir das Horten beginnen und die Kinderzimmer mit Altmöbel zustellen. Unsere Kinder sagen schon, dass wir das bitte noch vor unserem Ableben entsorgen sollen.

Wir suchen ja auch nach einem anderen Haus.Und ich habe jetzt zwischen 90 und 200qm alles gesehen und muss echt sagen,das die kleineren Häuser viel durchdachter gebaut sind.Das würde ich solchen Wohnhallen immer vorziehen.
Bei uns dauert der Auszug der Kinder noch etwa 8 - 10 Jahre.Wir brauchen also etwas mit 5 Zimmer.Da reichen uns 130qm.Es ist ja die Wohnfläche....wenn ich im Garten noch einen Schuppen hab o.eine große Garage - mit Aufbaumöglichkeit habe,juckt mich das nicht.
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